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Anne

Status: Offline Registriert seit: 23.05.2006 Beiträge: 5 Nachricht senden | Erstellt am 31.05.2006 - 15:37 |  |
Tach!!!!
Hab mal ne Frage: Ich halte morgen ein kruz Referat über Beatmungsformen. In den Infos kam als Komplikation auch Baro Trauma vor. Was ist das ???
Also Danke euch ---- Anna
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Webmaster

Status: Offline Registriert seit: 04.02.2004 Beiträge: 74 Nachricht senden | Erstellt am 31.05.2006 - 19:39 |  |
Hallo Anna,
das Baro-Trauma ist eine Druckverletzung. Zum einen können durch zu viel Druck Lungenbläschen dem hohen Druck nicht standhalten und platzen, was z.B. zum Pneu oder Spannungspneu führen kann.
Inzwischen weiß man aber auch, das hoher Druck der Lunge noch auf einer anderen Ebene schadet. Durch Überdehnung des alveolären Gewebes kommt es zu einer Zytokinfreisetzung (Botenstoffe), die zu Entzündungsreaktionen führen.
Aber ein klassisches Barotrauma ist praktisch den Ballon solange aufblasen bis er platzt.
Beste Grüße,
André
Signatur
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Anne

Status: Offline Registriert seit: 23.05.2006 Beiträge: 5 Nachricht senden | Erstellt am 31.05.2006 - 22:27 |  |
Hallo Andrè!
Danke für die Info. Hilft mir schon weiter.
Ist es denn dann auch so, dass ein Baro Trauma sehr schnell, z.B. bei Pat. auftreten kann, die eine chronische Lungenerkrankung haben. Z.B. bei COPD? Die Lunge ist ja "versteift" und wenn dann ein Druck "reingepumpt" wird wie bei einer "gesunden" Lunge ist das Ende doch schneller da, oder??
LG Anna
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Webmaster

Status: Offline Registriert seit: 04.02.2004 Beiträge: 74 Nachricht senden | Erstellt am 01.06.2006 - 19:23 |  |
Hi Anna!
Die Inzidenz (also die Häufigkeit des Auftretens) des beatmungsassoziierten Lungenschadens (VALI) wird mit 5-38% bei allen beatmeten Patienten angegeben. Dazu gehört zum einen das Barotrauma, aber auch noch andere Verletzungen der Lunge, wie in der ersten Antwort schon beschrieben.
Ich perösnlich würde die Situation einschätzen, dass die Mehrzahl der Lungenschäden über Zytokine vermittelt werden und grobe Schäden mit Pneumothorax und Hautemphysem eher nicht die Regel sind. Sicherlich auch durch moderne Beatmungsstrategien bedingt (siehe ARDS Therapie), obwohl einer Umfrage nach kaum nach den lungenprotektiven Strategien beatmet wird.
Eines hohes Potential, die Lunge zum Platzen zu bringen haben Strategien wie das Lachmann-Manöver, wo gezielt temporär hohe Drücke eingesetzt werden.
Ich hab' das in meiner pflegerischen Tätigkeit noch nicht bewußt wahrgenommen, das ein Patient die Lunge so aufgebläht wurde, das Alveolen geplatzt sind. Aber vielleicht hab' ich's auch einfach nicht gemerkt...
Ob COPD-Patienten dort eher gefährdet sind, kann ich garnicht genau sagen. Ich hab' auch keine Aufstellung zu diesem Thema gefunden.
Beste Grüße,
André
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<Gast> unregistriert
| Erstellt am 09.09.2008 - 00:01 |  |
Eines hohes Potential, die Lunge zum Platzen zu bringen haben Strategien wie das Lachmann-Manöver, wo gezielt temporär hohe Drücke eingesetzt werden. schrieb
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Das ist so nicht ganz richtig. Die Gefahr des Barotraumas ist bei diesem Manöver nicht sehr hoch, da hier mit einer rechts hohen Frequenz (mind 30) gearbeitet wird und (man darf es nur unter einer Druckkomtrolierten Beatmungsform machen z.b. BIPAP) so dass bei der P-max Erhöhung ein Auto-PEEP (intrinsicher PEEP) mit wirkt und so der Druckgradient klein gehalten wird. Zum Barotrauma führt ein sehr hoher Druckgradient und nicht allein der P-max.
Viel unsinniger ist es diese Rekrutierungsmanöver nicht zu machen, da manm durch Bildung von Atelektasen zum einen ein Lungenödem aufbaut und zum anderen massive Scherkräfte im Bereich offener Alveolen und Atelekasen mit folgendem Endothelschaden und Zytokinfreisetzung zulässt.
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