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Lavida ...



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...   Erstellt am 12.11.2007 - 12:43Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Verblasst, verlassen aber nicht vergessen: Altehrwürdigen Herrenhäusern droht der traurige Verfall. Jetzt wenden die Besitzer der Bauten sehnsuchtsvolle Blicke gen Osten, denn wohlhabende Russen und andere Neureiche begeben sich auf Hauskaufstour nach Westeuropa.
So stand es im Manager-Magazin am 16.09. 2004.


Russen kommen zurück
Nachdem die Russen aus bekannten politischen Gründen für viele Jahre dem Kurort am Westhang des Schwarzwaldes fern blieben, kommen sie nun zurück. Waren es 1994 noch 1.100 russische Übernachtungsgäste, stieg die Zahl auf 25.000 im Jahr 2004.
Vor allem Industrielle aus der Erdöl- und Ergasbranche tummeln sich in den Luxushotels und auf den Golfplätzen der Stadt. Die Baden-Badener haben sich auf ihre zahlungskräftigen Gäste eingestellt. Zahlreiche Broschüren werben in kyrillischen Buchstaben für einen Erholungsurlaub in der Stadt. Die Baden-Badener Turgenjew-Gesellschaft bietet Stadtführungen in russischer Sprache zu den von Turgenjew und Co beschriebenen Baden-Badener Schauplätzen russischer Weltliteratur an. Hier entstand Turgenjews "Rauch" und auch Dostojewskis "Spieler" soll hier verfasst worden sein.
Berichtet derMDR fast ein Jahr später.

Und heute? Auf ihrer Webseite klotzen die Baden-Badener richtig.

Es geht um Lebensfreude und Genuss, um den mediterranen Flair der Kurstadt und um königliches Amüsieren. Das finden auch die über 800 Russen, die hier wohnen sollen.

Alexandr Gusakow investiert in die Zukunft Baden-Badens. Der junge Mann ist geschätzte 180 Millionen Euro schwer und baut derzeit das "Badhotel zum Hirsch" vom 3-Sterne- in ein 4-Sterne Haus um. "Ich stamme aus einer Offiziersfamilie. Wir hatten nie ein richtiges Zuhause. Wenn ich jetzt hier in diesem schönen alten Hotel bin, dann geht mein Herz auf. So etwas Schönes kannte ich nicht."

Ferienwohnungen nicht unter 180 qm Wohnfläche werden für 1 Millionen Euro und mehr gekauft,um sie maximal einmal im Jahr für 4 Wochen zu nutzen.

Die Inneneinrichtungen überwiegend von Versace pro qm Wohnfläche 20.000 Euro.

In den Geschäften hat man sich auf die reiche Kundschaft eingestellt. Es wird längst russisch gesprochen.

Seit 2 Jahren gibt es einen Debütantinnenball für reiche Russen, den der Oberbürgermeister mit Lobeshymnen auf die russischen Gäste, eröffnet.

Und während Baden Baden aufgekauft, rauschende Feste gefeiert und im Einzelhandel schwindelerregende Umsätze getätigt werden, sterben etwa 70.000 Russen sterben durch Krankheiten in Verbindung mit Drogenkonsum und rund 10.000 weitere durch eine Überdosis", zitierte die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch
einen Vertreter der russischen Drogenbehörde.

Ein Hoch auf Glasnost und Peresstroika





Signatur
www.greenfairplanet.net

jetsetwilly
unregistriert

...   Erstellt am 12.11.2007 - 14:03Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


es ist eben, wie es immer war: einige wenige bauen sich auf den Knochen der vielen ein Riesenvermögen auf. Daß dies ausgerechnet im ehemaligen Reich Lenins passiert ist eben Ironie des Schicksals.
Daß man hierzulande allerdings des Profits willen zum Stiefellecker zwielichtiger russischer Parvenüs verkommt, stimmt mich bitter.
Angefangen bei unserem Ex-Bundeskanzler über den Traditionsverein Schalke hin zu ganzen Städten, die zu Geldwaschanlagen mutieren. So steckt man seinen Kopf statt in den Sand lieber in das Hinterteil eines russischen Oligarchen, ist man doch so stets am Puls der Zeit. In München sind es übrigens die Wüstenbewohner, die dort gegen Jahresende einfallen, ganze Stockwerke der Luxusherbergen für Wochen mieten, um sie dann - teils verwüstet *ha, ein Wortspiel* - zu hinterlassen. Den Hoteliers ist es recht, wenn es denn gut bezahlt wird.
Wenn denn die Chinesen demnächst auch BMW, Mercedes und Porsche erfolgreich kopiert haben, bleibt uns zumindest noch eine Weile der Dienstleistungssektor erhalten. Fragt sich nur, wie lange wir vom Trinkgeld der Russenmafia unseren wasserköpfigen Sozialstaat auf Niveau halten können.




Epikur
unregistriert

...   Erstellt am 12.11.2007 - 18:03Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Alexandr Gusakow investiert in die Zukunft Baden-Badens. Der junge Mann ist geschätzte 180 Millionen Euro schwer und baut derzeit das "Badhotel zum Hirsch" vom 3-Sterne- in ein 4-Sterne Haus um. "Ich stamme aus einer Offiziersfamilie. Wir hatten nie ein richtiges Zuhause. Wenn ich jetzt hier in diesem schönen alten Hotel bin, dann geht mein Herz auf. So etwas Schönes kannte ich nicht."

Wie wird ein heute 38 Jähriger innerhalb von 18 Jahren vom Soldaten zu einem 180fachen Millionär?




WordPerfekt
unregistriert

...   Erstellt am 12.11.2007 - 18:43Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Wie????????


So ....mit einer russisch Roulette Hotelkette


Die russische Hotelgesellschaft HELIOPARK Hotels & Resorts investiert 15 Millionen in den Umbau des ältesten Hotels der Stadt. Das unter Denkmalschutz stehende Renaissancegebäude verfügt über 71 charmante Zimmer, das ...

Den gesamten Artikel können Sie im kochmesser.de "Gourmet Report Archiv" lesen:
http://www.kochmesser.de/archiv/07-09/D … 12214.html




ART
unregistriert

...   Erstellt am 12.11.2007 - 22:54Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Reich durch russisches Roulette, das ist sehr doppeldeutig, scharfsinnig.

Woher hat Russland so viele Dollar-Millionäre? -
Die Zahl der Dollar-Millionäre in Russland ist im vergangenen Jahr doppelt so schnell gewachsen als durchschnittlich in der Welt und auf 119 000 gestiegen.

Diese Angaben veröffentlichten die Consulting-Gesellschaft Capgemini und die Investmentbank Merrill Lynch. In der Tageszeitung "Wedomosti" äußern sich Experten am Montag zu den Ursachen dieser Entwicklung.

Sergej Borissow, Präsident des Verbands der Mittelstandsunternehmer OPORA: "Dies lässt sich nur damit erklären, dass wir eine verzerrte Struktur der Geschäftsentwicklung haben. Es dominieren Großunternehmen, während die kleinen und die mittleren Unternehmen eines der niedrigsten Entwicklungstempos in der Welt aufweisen."

Wladimir Tichomirow, leitender Wirtschaftsexperte der Finanzgesellschaft Uralsib: "Einerseits entwickelt sich die Wirtschaft rasant, es ergeben sich neue Möglichkeiten für die Steigerung des Wohlstands. Andererseits wächst das Gefälle innerhalb der Gesellschaft infolge einer ungleichmäßigen Verteilung des Reichtums. Damit lässt sich auch der rapide Anstieg der Millionärszahl erklären. Wenn man beispielsweise Australien nimmt, dessen Wirtschaft ebenfalls auf Naturressourcen basiert, so wächst dort die Zahl der Millionären trotz eines beachtlichen Wirtschaftsanstiegs nicht so schnell."

Andrej Korkunow, Millionär: "Alles ist klar: Russlands Wirtschaft wächst. Wenn es in Europa praktisch nicht möglich ist, ein Unternehmen vom Nullpunkt an zu starten, so bietet Russland, angefangen in der Baubranche und bis hin zur Herstellung von Pralinen, ein braches Feld, hier lässt sich ein Kapital recht schnell machen. Davon ganz zu schweigen, dass die Umverteilung von Naturressourcen weiter im Gange ist."

Eduard Fijaksel, Leiter des Lehrstuhls Venture-Management der Filiale der Moskauer Wirtschaftshochschule in Nischni Nowgorod: "Das Wachstumstempo der Wirtschaft in Russland beträgt zehn Prozent, das ist dreimal so hoch wie im Westen, insofern ist der Anstieg der Zahl der Dollar-Millionäre eine völlig normale Sache. In China, wo die Wirtschaft noch schneller wächst, nimmt auch die Zahl der Dollar-Millionäre schneller zu."

weiter zum gesamten Artikel



Eine kurze Zusammenstellung der sozialen Lage im modernen Russland zeichnet das Bild einer zutiefst gespaltenen Gesellschaft. Im Grunde handelt es sich um zwei verschiedene Welten, die kaum miteinander in Berührung kommen. In der einen - der Welt des Reichtums und des Luxus - lebt eine unbedeutende Minderheit. Der anderen - der Welt des sozialen Abstiegs und des schweren Kampfes um das Notwendige - gehören zig Millionen an.

Der Grad der Vermögensverteilung ist das anschaulichste Bild dieser Polarisierung. Laut Regierungsangaben betragen die Einkommen der Reichsten das 15-fache des Einkommens der Ärmsten - einer der höchsten Werte für die soziale Ungleichheit unter den führenden Ländern der Welt. In Moskau beläuft sich dieser Unterschied auf das 53-fache.

Unter der Armutsgrenze

Angaben der Weltbank zufolge, die Ende vergangenen Jahres veröffentlicht wurden, lebt jeder fünfte Russe unterhalb der Armutsgrenze. Die Armutsgrenze wird bei einem Monatseinkommen von 1000 Rubeln (weniger als 30 Euro) angesetzt.

Die große Mehrheit der russischen Familien balanciert an der Grenze zur Armut. Die Weltbank hat errechnet, dass bei einem durchschnittlichen Rückgang der Einkommen um 10 Prozent die Armut um 50 Prozent ansteigen würde. Die Mehrheit der russischen Armen sind arbeitende Familien, Erwachsene mit einer mittleren technischen Berufsausbildung und auch Familien mit Kindern.

Arm sind vor allem Staatsbedienstete: Lehrer, Ärzte und einfache Beamte. Die Berufsgruppen mit den geringsten Einkommen - zu ihnen gehören die einfachen Beschäftigten in medizinischen Einrichtungen (Krankschwestern, Sanitäter usw.)- sind dabei von wichtiger gesellschaftlicher Bedeutung. Ihre schlechten Lebensbedingungen führen zum Verfall der grundlegenden Strukturen, auf denen das Funktionieren der Gesellschaft basiert.


gesamter Artikel


ich reiche noch einen Link nach. Bitte beachten, dass der Artikel 2 Jahre alt ist.

http://www.koenigsberger-express.com/ma … =539&kat=4

[Dieser Beitrag wurde am 12.11.2007 - 23:21 von ART aktualisiert]




jetsetwilly
unregistriert

...   Erstellt am 13.11.2007 - 09:08Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


ART schrieb

    Davon ganz zu schweigen, dass die Umverteilung von Naturressourcen weiter im Gange ist."

Ein netter Euphemismus für die brachiale Ausbeudung der Natur durch einige wenige. Findige Manager, gewiefte Geschäftsleute?
Wohl meist eher skrupellose Geschäftemacher, die zur rechten Zeit am rechten Ort waren und sich oft alter Seilschaften und Verbindungen bedienten.
In den Zeiten des Umbruchs des alten Sowjetreiches hat so mancher binnen Kürze sein "Glück" machen können, weil er sich gezielt der Machtfülle seines Postens und der entstandenen rechtsfreien Räume bediente. Da kamen dann plötzlich Offiziere oder höhere Beamte, die an den richtigen Hebeln saßen über Nacht zu Reichtum.
Andere waren einfach nur kriminell. Ein Bekannter hat mir von einem Lastwagenfahrer aus dem Leningrader Raum erzählt, den er kennengelernt hat. Der lud ihn eines Tages zu sich nach Hause ein. Ein Areal von der Größe eines Schlosses, allgegenwärtige Sicherheitsleute, große Limousinen, Reichtum, soweit das Auge reichte.
Der Mann hatte "klein" angefangen und auf seinen Touren durch Europa geplünderte Ikonen verscherbelt. Darauf baute er dann den Grundstein seines plötzlichesn Wohlstands auf.
Er hatte sich schlicht zunutze gemacht, daß die Russen nach der Perestroika anderes im Kopf hatten, als die Sicherung ihrer Kunstschätze.
Toni, der nie Tellerwäscher war und es deswegen auch nicht zu Millionen bringt





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