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laguz

Status: Offline Registriert seit: 07.09.2009 Beiträge: 4 Nachricht senden | Erstellt am 15.09.2009 - 08:20 |  |
Hallo Metfreunde,
Ich hatte vor etwa 12 Jahren mal aus Neugier versucht Met zu machen ohne wirklich genau zu wissen wie es geht. Ich hatte mir nie irgendwelche Bücher oder Anleitungen durchgelesen.
Mit Hefe hatte ich etwas Erfahrung da ich zu der Zeit viel mit selbstgemachtem Brot experimentierte und auch Sauerteig angesetzt hatte der nach einigen Tagen wunderbar nach Bier gerochen hatte 
Als Zutaten hatte ich dann einfach Honig und Kohlensäurefreies Mineralwasser genommen und das in einen 10l Gärbehälter gefüllt.
Anschliessend hab ich dann reichlich Backhefe mit Honig und lauwarmem Wasser angerührt und als es gut Schäumte das ganze in den Gärbehälter gekippt.
Die Honigmenge hatte ich einfach geschätzt, weiss ich aber leider nicht mehr genau.
Das ganze hab ich dann neben die Heizung gestellt (hatte ca. 20C) und es dort stehen lassen bis das Blubbern nach ca. 2-3 Wochen aufhörte bzw nur noch sehr schwach war.
Danach hab ich dann den Met vorsichtig in Flaschen abgefüllt, verkorkt und im Kleiderschrank einige Wochen gelagert damit sich die Hefe besser absetzt da beim Abfüllen ein teil der Hefe aufgewirbelt war.
Zu meiner großen Überraschung war der Met sehr lecker und schmeckte intensiv nach Honig, er war süß aber nicht zu sehr. Der Alkoholgehalt war deutlich höher als der von Wein.Ich hatte kein Messgerät dafür, hab es aber an der Wirkung gemerkt 
Am interessantesten war aber das der Met (vermutlich durch Gärung in der verkorkten Flasche) Köhlensäure enthielt und leicht sprudelte, ähnlich wie Sekt aber etwas weniger. Das gab dem Met wirklich eine besondere frische Note und war echt lecker. Alle waren sehr begeistert von dem Met und er war dadurch auch sehr schnell weg 
Dummerweise hatte ich mir die Menge an Hefe noch die Honigmenge aufgeschrieben und als ich versuchte den gleichen Met einige Monate später nochmal zu machen erhielt ich ein ganz anderes Ergebnis. Diesmal war der Met weniger süß , fast trocken und der Alkoholgehalt war auch eher wie der von Wein. Leider perlte er auch nach dem Lagern in den Flaschen nicht. Er war zwar ganz ok, aber man konnte ihn mit dem ersten nicht vergleichen.
Jetzt hab ich mir ein neuen 30 Liter Gärbehälter gekauft und möchte nochmal Met brauen.
Ausser Backhefe, Wasser und Honig soll nichts in den Met. Ich würde gerne einen ähnlichen Met herstellen wie ich beim ersten mal (durch Zufall) erhalten hatte aber weiss nicht genau wieviel Hönig ich für 25 Liter brauche und vor allem wieviel Backhefe.
Ich habe mir einige Posts hier im Forum durchgelesen aber hatte nicht wirklich die Antworten gefunden die ich gesucht hatte.
Wäre nett wenn jemand helfen könnte. 
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Fruchtweinkeller  Administrator
         

Status: Offline Registriert seit: 29.03.2004 Beiträge: 13404 Nachricht senden | Erstellt am 15.09.2009 - 08:59 |  |
Hallo laguz,
mit dieser Vorgehensweise wirst du erstens nicht reproduzierbar arbeiten können. Zweitens fehlt in dem Ansatz zu ziemlich alles was einen Wein ausmacht und drittens verwendet man keine Backhefe, es sei denn man will Kopfschmerzen haben. Ich nehme auch nicht mit einem Trecker an einem Formel 1-Rennen teil.
Schau dir das 96h-Rezept an:
http://www.honigweinkeller.de/Met/rezepte.html
Das narrensichere Rezept liefert einen "Federweißen" mit Restkohlensäure, das wäre vielleicht etwas für dich.
Signatur Jede Null verzehnfacht das Problem.
(Graf Fito)
Sorry, aber ich antworte nicht auf PMs, die inhaltlich ins Forum gehören! |
Birgit  Administrator
         

Status: Online Registriert seit: 03.04.2004 Beiträge: 7841 Nachricht senden | Erstellt am 15.09.2009 - 09:06 |  |
Außerdem wäre ich auch sehr vorsichtig, gärenden Met in dafür nicht geeignete Flaschen zu füllen. Die können nämlich ind einer Hand explodieren und die Splitter dein Augenlicht gefährden. Mir reichten schon die Splitter im Arm, von einer explodierenden Mineralwasserflasche.
Gruß Birgit
Signatur Aus dem Feuerquell des Weines, aus dem Zaubergrund des Bechers, sprudelt Gift und süße Labung, sprudelt Süßes und Gemeines; nach dem eig'nen Wert des Zechers, nach des Trinkenden Begabung! (Friedrich von Bodenstedt)
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laguz

Status: Offline Registriert seit: 07.09.2009 Beiträge: 4 Nachricht senden | Erstellt am 15.09.2009 - 12:09 |  |
Danke für die Infos.
Mit den ungeigneten Flaschen hast du recht, vielleicht sollte ich besser leere Sektflaschen dafür verwenden. Ich kann mich daran erinnern das die Korken damals nicht sonderlich unter Druck standen, man musste schon ein Korkenzieher benutzen. Vermutlich war ein teil der Kohlensäure durch den Korken entwichen (die Korken waren ja auch schonmal gebraucht worden)
Mir ist klar das man eigentlich keine Backhefe benutzen sollte, ich hatte aber auch einige Posts hier im Forum gelesen von Leuten die Kathi Backhefe getestet hatten und scheinbar durchaus gute Ergebnisse erziehlt hatten.
Der Met von damals war ja auch recht gut gelungen (zumindest der erste Versuch) und schmeckte wirklich gut. Verglichen mit dem "Met" aus dem Supermarkt war der wesentlich leckerer und stärker.
Kopfschmerzen hatte ich auch nicht bekommen glücklicherweise.
Der Grund wieso ich so ein einfaches Gebräu herstellen will ist weil ich den Urtümlichen Met machen will und auch weil er mir damals so gut geschmeckt hat. Mir ist klar das damals auch oft Früchte, Kräuter und ähnliches im Met waren aber ich will ja einfach nur ganz simplen Met machen wie es mir auch schonmal gelungen war. Steinzeitmet
Ich hatte damals garnicht damit gerechnet das es so gut klappte und hatte mir desswegen die Mengenverhältnisse nicht aufgeschrieben blöderweise.
Ich will jetzt 25 Liter herstellen und hab dafür 5kg Hönig gekauft, ich hoffe das passt in etwa. Könnte mir vielleicht trotz der Geschmackssünde jemand ein Tip geben wieviel frische Backhefe ich in etwa benutzen sollte?
Grüße
Laguz
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Birgit  Administrator
         

Status: Online Registriert seit: 03.04.2004 Beiträge: 7841 Nachricht senden | Erstellt am 15.09.2009 - 12:41 |  |
Nimm einen halben Würfel und probier es aus. Die Qualität von Backhefe ist halt sehr unterschiedlich, da mußt Du halt herausfinden was dabei heraus kommt. Einer der Gründe weswegen hier keiner damit arbeitet.
Du solltest für den Sekt ausschließlich Flaschen verwenden, welche für eine Flaschengärung deklariert sind. Normale Sektflaschen sind dieses nicht. Das Material dieser Flaschen ist auch nur für den einmaligen Gebrauch bestimmt. Also unbedingt aus dem Spezialhandel neue Flaschen kaufen. Sind zwar teuer aber ein Muß.
Gruß Birgit
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JasonOgg  1000 Liter Wein
    

Status: Offline Registriert seit: 13.08.2007 Beiträge: 1940 Nachricht senden | Erstellt am 15.09.2009 - 13:07 |  |
Hallo Iaguz,
wenn Du einen Steinzeitmet machen willst, dann darfst Du auch keine Backhefe verwenden, selbst in der mittelalterliche Kühltheke finden sich keine Hefewürfel.
Dein leckeres Ergebnis war Zufall, genauso, wie Du zufällige Mengen Honig, Backhefe und Mineralwasser genommen hast. Wäre es das nicht gewesen, dann wäre es reproduzierbar gewesen.
Hier im Forum herrscht eigentlich der Anspruch reproduzierbare Ergebnisse zu erzielen, dazu muss man wissen, was man macht. Die Rezepte sind eine Richtschnur, auf der Homepage findest Du das Hintergrundwissen.
Auch wenn wir diese Themen spannend finden, sind wir keine Experimentalarcheologen. Darum benutzen wir Weinhefe für Met, auch wenn die Wikinger keine hatten, genauso wenig wie Backhefe. Ebenfalls nutzen wir künstlich hergestellte Enzyme, damit wir zum Pektinlösen nicht in den Ballon spucken müssen.
Wenn Du wirklich wertvollen Honig für einen solchen Versuch opfern willst, dann findet sich einfaches altes Rezept, wenn man nach Rezept, Palladius, 1787 und Honig sucht, siehe auch hier.
Ein Thread der sich ausführlich mit diesem Thema in seiner extremsten Form befasst findest Du hier:
http://www.razyboard.com/...-metaufwikingerartaltmodisch-.. 
Signatur Was lange gärt wird gut. |
Birgit  Administrator
         

Status: Online Registriert seit: 03.04.2004 Beiträge: 7841 Nachricht senden | Erstellt am 15.09.2009 - 13:25 |  |
Wie auch immer, wenn die Backhefe nur etwas vital ist, wird der Met bei der Honigmenge auch nicht süß schmecken ...
Gruß Birgit
Signatur Aus dem Feuerquell des Weines, aus dem Zaubergrund des Bechers, sprudelt Gift und süße Labung, sprudelt Süßes und Gemeines; nach dem eig'nen Wert des Zechers, nach des Trinkenden Begabung! (Friedrich von Bodenstedt)
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vladdi78  100 Liter Wein
  

Status: Offline Registriert seit: 12.09.2008 Beiträge: 371 Nachricht senden | Erstellt am 15.09.2009 - 14:33 |  |
/me hätte Interesse an dem Sauerteigrezept ... *mjamschleckz*
/spam off
Also wenn ich Dein Begehr richtig gelesen hab, seh ich jetzt schon 2 ganz andere Probleme auf Dich zukommen:
1. 25L Weinansatz in einem 30L-Behälter - viel Spaß beim aufwischen und saubermachen. 20L gehen noch locker, bei 25L hast du zu wenig Steigraum, der Ansatz könte ratzfatzrubbeldiekatz überschäumen.
2. Met ohne Trub - Hefe braucht Trub, an dem sie sich festhalten kann. Normalerweise (empfiehlt der Honigweinkeller) kann man mit Zugabe von naturtrübem Apfelsaft und geraspelten Äpfeln das Problem beheben. Ohne Trub (und bei Deinem Rezept seh ich nicht, wo der herkommen könnte) wird der Met auch nicht oder nur schleppend gären.
... hat da nicht mal jemand mit dem "Beamten-Met" rumexperimentiert? 
Signatur B! |
Fruchtweinkeller  Administrator
         

Status: Offline Registriert seit: 29.03.2004 Beiträge: 13404 Nachricht senden | Erstellt am 15.09.2009 - 17:21 |  |
Am Rande: Mit "Urmet" dürfte das ganze nichts zu tun haben. Siehe auch:
http://www.razyboard.com/system/morethr … 166-0.html
Signatur Jede Null verzehnfacht das Problem.
(Graf Fito)
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