LuciusMalfoy Todesser

Status: Offline Registriert seit: 08.05.2006 Beiträge: 110 Nachricht senden | Erstellt am 10.05.2006 - 00:03 | |
Leise vor sich hin murmelnd lief Lucius in der engen Zelle umher. Es war einfach nicht zu fassen. Da hatten ja seine Hauselfen in Malfoy Manor mehr Platz, als ihm hier in Azkaban zugedacht wurde. Er war immerhin nicht irgendwer. Er war Lucius Malfoy. Und als solcher konnte man doch erwarten, dass einem mit Respekt begegnet würde. Aber das hier war echt das Letzte. Und dann hatte dieses Loch hier nicht einmal ordentliches Licht. Nicht das Lucius sich jetzt gerne im Spiegel betrachtet hätte. Es konnte nicht mehr viel von dem übrig sein, was er mal gewesen war. Er saß jetzt schon seit über zwei Monaten in Azkaban. Und da hatte sein Aufzug doch stark gelitten. Zwar waren die Verletzungen, die er sich beim Kampf im Ministerium geholt hatte verheilt. Aber sein Umhang mit den schlangenförmigen silbernen Anstecknadeln glich nur noch einem Fetzen, den wohl Arthur Weasley tragen würde. "Was für eine Schande." Aber das würde ihnen noch leid tun. Wenn er erstmal aus Azkaban raus war, würden sie ihn kennenlernen. So etwas ließ ein Lucius Malfoy nicht auf sich sitzen.
Wenn ich erst einmal hier raus bin ... Solche Gedanken hatte er sich in den letzten Wochen öfter gemacht. Doch seine Hoffnung war ungebrochen, dass sein Herr ihn irgendwann aus diesem Loch herausholen würde. Okay, er hatte ihm Ministerium kläglich versagt. Noch dazu gegen Potter und seine kleinen Freunde. Aber Lucius war so lange ein treuer Anhänger Voldemorts gewesen. Und er hoffte, dass dieser ihm diesen Fehler verzeihen konnte. Und wenn er dafür zu Kreuze kriechen musste. Das war zwar etwas, was Lucius haßte. Aber bei dem dunklen Lord würde er eine Ausnahme machen, wenn der ihn wieder hier rausholte. Und raus wollte Lucius. Denn hier drin war ihm alles zutiefst zuwider. Er saß Tag für Tag in diesem Loch und bekam kaum jemals jemanden zu sehen. Irgendjemand hatte darauf bestanden, dass er eine Einzelzelle bekam. Und Lucius konnte sich auch beinahe denken, welche Leute dabei ihre Finger im Spiel gehabt hatten. Was glaubten die? Dass er andere Gefangene beeinflussen und zu einer Revolution oder so etwas anstiften würde? Ja gut, vermutlich hätte er das getan. Denn auch, wenn sie ihn hier in diesem Loch verrecken ließen, war er noch immer ein Malfoy. Und als solcher gab er niemals auf.
Lucius hoffte, dass sein Sohn sich genauso verhielt. Es war sicher nicht leicht für ihn gewesen, weiter nach Hogwarts zu gehen. Aber Lucius kannte seinen Sohn. Draco war wie er. Er würde sich da durchboxen und Widerstand beseitigen. So hatte er ihn erzogen und so sollte er sein. Warum habe ich den Jungen nicht doch nach Durmstrang geschickt? Wieder einmal bedauerte Lucius, dass er seiner Frau nachgegeben hatte, die Draco unbedingt in ihrer Nähe haben wollte. In Durmstrang wäre er wenigstens nicht ständig unter Dumbledore's Aufsicht. Und dass der alte Zauberer Draco gegenüber mißtrauisch war, davon musste Lucius ausgehen. "Aaarrggh, Dumbledore und all diesen anderen Narren werde ich es zeigen." Und innerlich hoffte Lucius, dass sein alter Freund Severus ein Auge auf Draco haben würde. Wenn der dunkle Lord seinen Unmut über Lucius's Versagen an seinem Sohn auslassen sollte, hätte Draco wenigstens jemanden, der ihm beistand.
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~ Ich versichere Euch, Herr: Ich habe den alten Bräuchen nie abgeschworen. ~ |
LordVoldemort  Anführer der Todesser Parselmund

Status: Offline Registriert seit: 08.05.2006 Beiträge: 109 Nachricht senden | Erstellt am 15.05.2006 - 22:28 | |
Eine Eule flog durch ein Fenster Azkaban´s und fiel dann tot um, als sie auf dem Tisch landete. Der Fluch den Azkaban umgab, brach ihr das Genick und sie klatschte auf den kalten. dreckigen Boder das Raumes. Einer der Dementoren, die sich im Raum befanden griff nach der Rolle am Bein der Eule. Er las die paar "wirklichen" Zeilen auf dem Pergament durch. Natürlich war die Botschaft an sie zwischen den Zeilen geschieben. Damit nur Todesser und Anhänger Voldemort die wirkliche Nachricht lesen konnten. Er gab einem anderen Dementor ein Zeichen. Dieser machte sich auf den Weg zur Zelle von Malfoy. Er schloss sie auf und sah Lucius wie eine Ratte in seiner Zelle auf und ablaufen.
Er sah Malfoy nur an und verschwand dann wieder. Die Tür ließ er aber ein Stück offen stehen. Auf dem Trittbrett lag die Papierrolle die Voldemort ihnen geschickt hatte. Er hatte ihm die Türen Azkabas geöffnet aber fliehen müsste er aus eigener Kraft.
"Lasst die Marde von Lucius frei! Sofort! Ich habe noch eine Rechnung mit ihm offen!" stand auf der Papierrolle zwischen den Zeilen. Sonst nichts. Nur diese Worte versteckt zwischen den Zeilen, eines Briefes der hätte von einer besorgten Ehefrau stammen können.
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Geteilter Chara von Jessica und Harry Potter. |
LuciusMalfoy Todesser

Status: Offline Registriert seit: 08.05.2006 Beiträge: 110 Nachricht senden | Erstellt am 16.05.2006 - 22:59 | |
Lucius lief immernoch in seiner Zelle auf und ab. Dieses Loch war einfach das Letzte. Er verfluchte jede einzelne Minute, die er hier zugebracht hatte. Er hasste jede Wand, jeden Stein und diesen verdammten kalten Boden. Jeder normale Zauberer brauchte ab und zu auch mal etwas Licht, aber was man davon hier erhielt, konnte man echt vergessen. Sollte er jemals am Bau eines Zauberergefängnisses beteiligt sein, würde er sowas nicht zulassen. Obwohl, ICH werde ja hoffentlich nie wieder in so etwas landen. ... Falls ich hier jemals lebend rauskomme.
Plötzlich hörte Lucius Geräusche. Doch weil die anderen Zauberer öfter wie die Blöden in ihren Zellen randalierten, dachte er sich zunächst nichts dabei. Dann wurde seine Tür geöffnet und Lucius blieb stehen. Er sah einen Dementoren über der Türschwelle schweben. Als dieser ihn eine Weile ansah, wollte Lucius ihm schon ein paar unschöne Worte entgegen schleudern, auch wenn die den Dementoren wohl kaum gerührt hätten. Doch dann verschwand dieser wieder. Er ließ jedoch die Tür zu Lucius’ Zelle offen … Zunächst glaubte der Zauberer an einen schlechten Scherz, aber der Dementor kam nicht wieder. Und so keimte in Lucius neue Hoffnung auf. Sollte etwa der dunkle Lord …
Lucius konnte noch nicht recht glauben, was er sah. Zwar hatte er stets Hoffnung gehabt, hier rauszukommen. Doch nun kam ihm das zu unwahrscheinlich vor. Aber er sah, was er sah. Die Tür stand offen. Plötzlich entdeckte er auf der Türschwelle ein Pergament. Vorsichtig näherte sich Lucius der Tür. Von einem Dementor war weit und breit nichts zu hören oder zu sehen. Er hob das Pergament auf.
Es war tatsächlich, wie er gedacht hatte. Sein Herr und Meister hatte ihn befreit. Naja fast, erstmal musste er hier raus. Lucius ließ noch einen letzten Blick durch seine Zelle schweifen und seine Mundwinkel verzogen sich zu einem triumphierenden Grinsen. Dann trat er über die Schwelle und lief durch den Gang. Er versuchte, keinen Lärm zu machen. Dass ihm keine Hindernisse im Weg standen, führte Lucius auf das Pergament von Voldemort zurück. Er begegnete keinem einzigen Dementor. Und darüber war er auch sehr froh. Er wollte nie wieder etwas mit diesen Kreaturen zu tun haben. Denn ob sie nun für Voldemort arbeiteten oder nicht, sie waren nicht gerade die freundlichsten Kreaturen. Außerdem gehörten sie zu der Spezies, die Lucius eh nicht leiden konnte. Sie standen weit unter seiner Würde.
Als er die Mauern von Azkaban hinter sich gelassen hatte, stellte Lucius fest, dass es Nacht war. In seiner Zelle hatte er jedes Zeitgefühl verloren gehabt. Und dann stellte er etwas viel schlimmeres fest: Dementoren konnten fliegen. Zauberer gewöhnlich auch. Nur er besaß im Moment weder einen Zauberstab noch einen Besen. Na toll, dachte er. Lucius wusste nicht, wie sehr ihn die Monate in Azkaban mitgenommen hatten. Aber Schwimmen wollte er eh nur, wenn es gar keine andere Möglichkeit gab. Er hoffe, dass die Anti-Disapparier-Flüche an den Mauern endeten, oder der Lord sich dafür hatte etwas einfallen lassen. Lucius würdigte Azkaban keines Blickes mehr, sammelte all seine Kräfte und disapparierte.
Tbc: Malfoy Manor
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