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Heather ...
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...   Erstellt am 10.03.2006 - 22:26Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hier also Kapitel 4


Im Herbst 1882 bemerkte Magkenzie die größte Veränderung an ihrem Onkel. An diesem Abend war sie gerade auf dem Weg zur Haustür, um sich die Oper „Carmen“ anzusehen, als sich ihr Onkel ihr in den Weg stellte.
„wo möchtest du denn zu dieser späten Stunde noch hin, Magkenzie?“ fragte er und verschränkte herrisch die Arme vor der Brust.
„Onkel Charles, ich habe dir heute morgen erzählt, daß ich in die Oper möchte. Du wirst dich erinnern, denn ich habe die Karte schon vor vier Tagen gekauft und dich um das Geld gebeten!“
„Du wirst jedoch nicht zu dieser Aufführung gehen! Für eine junge Dame deines Alters gehört es sich nicht alleine in die Oper zu gehen!“
„Dann kannst du ja mitkommen. Es wird sicher noch ein paar Karten an der Abendkasse geben“, sagte sie und wollte sich an ihm vorbeidrängen, doch er hielt sie an der Schulter fest.
„Du wirst nicht in die Oper gehen. Ich habe gehört, daß dieses Stück.... schlechte Kritiken bekommen hat. Die Handlung ist nicht für dich gemacht.“
„Onkel Charles, du weist sicher nicht einmal worum es in dieser Oper geht, oder?“ fragte sie ihn, doch er spielte sich vor ihr auf.
Wie sie so etwas sagen könne, und wie sie in diesem Ton mit ihm reden könne?
Magkenzie war richtig erschrocken über diesen Wutausbruch ihres Onkels. Sie wollte ihn nicht noch mehr reizen und ging deshalb schnell in ihr Zimmer zurück.

04. Oktober 1882
Ich hatte mir gerade überlegt, wie sich Onkel Charles in der letzten Zeit verändert hatte.
Ich durfte nicht mehr in die Oper, ins Theater und wenn ich zum Friedhof wollte, mußte ich ihm jedes Mal erklären, was ich dort wollte und wann ich wieder zurück sein würde.
Jetzt wo die Tage immer länger werden frage ich mich, ob Onkel Charles schon immer so gewesen ist, oder ob er sich in der letzten Zeit so stark verändert hat. Es ist furchtbar, denn ich kann mit niemandem darüber reden. In den wenigen Momenten, in denen ich Alexandre sehe, reden wir nicht über meinen Onkel. Außerdem kennt er Onkel Charles nicht anders.
Ich bin verzweifelt. Mein Leben rinnt mir langsam aus den Händen und ich habe nicht bemerkt, daß es schon damals, als Mum und Dad gestorben sind, begonnen hat. Ich habe keine Freude mehr an meinem Leben. Wofür bin ich überhaupt noch hier. Ich habe kein Ziel, denn wie ich aus Andeutungen und eigener Nachforschung herausgefunden habe, ist Onkel Charles mehr als pleite. Wahrscheinlich besitze ich nicht einmal mehr ein Erbe, welches 9ich antreten kann, wenn ich volljährig werde. Ich wünschte mir, ich wäre einganz normales Mädchen, daß irgendwo lebt, wo es keine Sorgen hat; morgens aufstehen kann und sich auf den Tag freut. Wenn die Sonne morgens noch nicht aufgegangen ist und der Nebel düster in den Straßen hängt, möchte ich am liebsten liegen bleiben und mir die Decke über den Kopf ziehen. Ich würde warten, bis ein junger, gutaussehender Mann vorbeikommt und mich aus meiner Misere befreit. Ich weiß, daß dieser junge Mann keine zwei Blocks von unserem Haus entfernt wohnt, doch ich weiß auch, daß es für uns nie eine Zukunft geben wird. Alexandre ist noch bei seinem Studium und wenn Onkel Charles sich irgendwann auch mal für einen geeigneten Mann für mich umsieht, würde die Wahl sicher nicht auf Alexandre fallen. Dieser verdient ihm zurzeit sicher zu wenig Geld. Obwohl ich mir sicher bin, daß Alexandre mich auch ohne Mitgift nehmen würde.
Ich frage mich immer, ob andere Mädchen in meinem Alter ähnliche Probleme haben, oder ob ich damit alleine bin. Gern hätte ich einen Vertrauten mit dem man über all die Dinge reden kann. Es hilft mir sehr, daß du dmir zuhörst, Charlotte, doch ich wünschte manchmal, du könntest mir Ratschläge und Tips geben, damit ich mich nicht mehr so einsam fühle.

Ich bin bei dir, auch wenn du mich nicht siehst.
Ich höre dich, auch wenn du mich nicht hörst.
Ich sehe dich, auch wenn du mich nicht siehst.
Ich fühle dich und ich weiß, daß auch du mich fühlst.



Dezember 1882
Es ist etwas Furchtbares passiert! Onkel Charles muß, auch wenn ich das nicht sagen dürfte, völlig den verstand verloren haben. Alles begann Anfang diesen Monats.
Onkel Charles bat mich in sein Zimmer und stellte mir einen Geschäftspartner vor.
Es war ein widerlicher, schmieriger,, alter Mann. Er hieß Mr. Edgar Rubenstone. Er war mir gleich von Beginn an unsympathisch, obwohl ich mir richtig Mühe gab, nett und höflich zu sein.
Mr. Rubenstone war zwar höflich und kultiviert, doch als ich den ganzen Abend neben ihm sitzen mußte (Onkel Charles ließ mich nicht mehr aus dem Zimmer und später aßen wir drei zusammen Abendessen) merkte ich, wie mich dieser alte Mann immer von der Seite anstarrte. Es war mir fast unheimlich, denn immer wenn ich ihn direkt ansah, sah er zu Onkel Charles. Es war mir fast unheimlich, doch seine Blicke durchbohrten mich, als würde er mich mit seinen Augen ausziehen.
Es war, als wäre ich nur ein Lustobjekt, daß begutachtete wurde.
Ich konnte nicht einmal mit meinem Onkel reden, weil dieser die gesamte Zeit mit Mr. Rubenstone über irgendwelche Aktienfonds und Renditen sprach.
Ich kam mir vor, wie eine billige Beigabe und wünschte mich meilenweit weg.
Als Mr. Rubenstone sich endlich verabschiedete und er sagte, er würde sich freuen mich wieder zu sehen, bete ich zu Gott, daß dies nie geschehen würde.
Kurze Zeit später, zwei Wochen waren vielleicht vergangen, wollte ich erneut zum Friedhof, da zu dieser Zeit das Wetter etwas besser wurde und es nicht mehr so kalt war.
Da machte ich mich auf den Weg, doch an der Haustür wurde ich von Onkel Charles eingeholt. Es war, als hätte er den ganzen Tag nur darauf gelauert mir verbieten zu können, zum Friedhof zu gehen. Das ließ ich jedoch nicht auf mir sitzen. Da Onkel Charles jedoch auch ein frömmiger Christ ist, hatte er mir diese Abwechslung erlaubt. Er beendete jedoch seine Ausführungen mit dem Satz: „Magkenzie, ich will dich nicht noch einmal mit diesem jungen Mann sehen, den du unvernüftigerweise zu meinem Geburtstag eingeladen hattest!“ Daraufhin drehte er sich um und ging wieder in sein Arbeitzimmer.
Ich war ganz verstört. Hatte er das wirklich gesagt. War dieses Verbot wirklich ausgesprochen worden? Ich war wie vor den Kopf gestoßen, doch Onkel Charles machte es wahr.
Ich wurde nun jedes Mal von unserem Butler begleitet, wenn ich nur das Haus verließ um zu sehen, ob es warm oder kalt war.
Alexandre sah ich in dieser Zeit nur zweimal. Einmal, als ich ihm hin aller Heimlichkeit erklärte, daß ich ihn nicht mehr sehen dürfte und das zweite Mal, als ich mich trotz des Verbots mit ihm im hinteren Teil unseres Gartens traf und fünf Minuten mit ihm sprechen konnte.
Er versprach mir, mich mitzunehmen, wenn er nur mit seinem Studium fertig wäre, doch das dauerte noch mindestens drei Jahre. Und für mich war dies eine Ewigkeit. So lange wollte ich warten, denn ein Versprechen sollte eingelöst werden.
Oh Charlotte, ich weiß nicht, wie das weitergehen soll. Am Ende soll ich vielleicht noch diesen alten, kauzigen Mr. Rubenstone heiraten? Er ist mindestens dreimal so alt wie ich und ich will nicht in Boston versauern, wie fast alle Hausfrauen.
Ich möchte die Welt sehen, wenigstens das Land, in dem ich lebe. Ich will seine Schönheiten sehen; die Berge der Rocky Mountains, die tiefen Schluchten des Grand Canyon und die endlose Weite des mittleren Westens.
Ich habe schon so viel von Frauen gelesen, die sich diesen Traum erfüllt haben. Ich möchte dies jedoch nicht auf eigene Faust machen. Ich möchte mit meinem Mann die Wildnis erkunden und mich vielleicht an einem schönen Platz niederlassen.
Aber ich glaube, es wird nur einer meiner vielen Träume bleiben. Einige kann ich mir vielleicht irgendwann erfüllen. Ich kann zum Beispiel mit meinen eigenen Kindern Baseball spielen, natürlich nur, wenn sie Jungs sind, und mit meinen Töchtern könnte ich über die schönsten Romane reden, wie mit einer Freundin.
Ach Charlotte, es ist, als würde ich mein ganzes Leben planen, doch ich bin noch nicht einmal verlobt. Was hat das Leben bloß noch mit mir vor?


„Mein liebes Kind. Heute Abend kommt Mr. Rubenstone vorbei, um mit uns zu Abend zu essen. Es wäre ganz reizend, wenn du das rote Kleid anziehst?“ sagte Onkel Charles und küßte Magkenzie liebevoll auf die Stirn, ehe er in seinem Arbeitszimmer verschwand.
Sie saß wie angewurzelt auf ihrem Stuhl. Haß stieg in ihr auf und sie konnte ihn nicht mehr unterdrücken.
Wütend nahm sie ihren Frühstücksteller und schleuderte ihn mit voller Wuchte an die holzgetäfelte Wand.
Der zierliche Teller zersprang in tausend Stücke. Langsam stand Magkenzie auf und hockte sich neben die Scherben. Tränen liefen ihr über die Wangen und tropften auf den Boden. Das Porzellan hatte ihrer Mutter gehört und war schon in mehreren Generationen in dem Besitz der Familie.
Magkenzie wußte nicht, ob sie wegen des Tellers weinte oder weil sie vermutete, was ihr bevorstand.
Vor einigen Wochen, als Magkenzie sich das neue Kleid schneidern ließ, wollte ihr Onkel, daß es umgenäht wurde, weil es ihm zu aufreizend gewesen war.
Magkenzie war zwar anderer Meinung, doch ihm zuliebe hatte sie einen neuen Termin mit der Schneiderin ausgemacht. Da dieser jedoch erst in drei Tagen war, hatte es bisher im Schrank gehangen.
„Miss, ist alles in Ordnung?“ fragte plötzlich Clark, ihr Diener, der durch den Krach aufmerksam geworden war.
„Nein, danke, es ist alles in Ordnung“, sagte Magkenzie und wischte sich unauffällig die Tränen weg. Sie stand auf und wies den Diener an die Scherben wegzuräumen.
In ihrem Zimmer holte sie das Kleid aus dem Schrank und hielt es vor sich.
Als sie sich im Spiegel sah, fand sie sich nicht mehr so wunderschön, wie sie sich am Anfang gefunden hatte, als das Kleid neu war. Es war, als habe ihr Onkel ihre Freude für das Kleid zunichte gemacht.
Was ist nur los mit mir? dachte Magkenzie und setzte sich auf ihr Bett. Das Kleid blieb achtlos auf ihrem Schoß liegen.
Vielleicht will sich Onkel Charles nur bessere Karten durch mich verschaffen. Vielleicht interpretiere ich einfach zu viel in diesen aufgeblasenen Mann, der sich Mr. Rubenstone nennt, hinein. Vielleicht wollen beide nur angenehme Gesellschaft haben? Dachte sie weiter.
Sie kam zu dem Entschluß, daß sie an diesem Abend höflich, aber distanziert bleiben wollte. Mr. Rubenstone sollte nicht denken, daß ihr etwas an ihm liege, aber sie wollte auch ihrem Onkel keine Schande machen.


12. Februar 1883
Das Leben geht immer weiter, mal interessanter, mal langweiliger. Ich habe zurzeit ein sehr stürmisches Leben, wenn stürmisch das richtige Wort für das ist, was ich gerade durchmache.
Seit Onkel Charles mir verboten hatte, mich mit Alexandre zu treffen, müssen wir es heimlich machen. Am besten eignet sich die Zeit, in der er sich mit Geschäftspartnern trifft.
Einmal saßen Alexandre und ich im Kohlenkeller und Onkel Charles hat es nicht gemerkt, obwohl ich einen schwarzen Strich auf der Wange hatte.
Die Zeit, die ich mit Alexandre verbringen darf, ist mir die Wichtigste. Ich bin stolz sagen zu können, daß ich in ihm einen Freund gefunden habe. Er hört mir einfach nur zu und redet mir keine oberklugen Antworten ein. Es ist schade, daß wir uns verstecken müssen, obwohl doch gar nicht zwischen uns ist. Ich habe immer darauf geachtet meinen toten Eltern keine Schande zu bereiten und bisher habe ich es immer geschafft, doch Onkel Charles zwingt mich nun mein gesamtes bisheriges Leben zu überdenken.
Es ist gestern etwas Furchtbares passiert. Ich war vollkommen schockiert, deshalb kann ich auch erst jetzt über meine Gefühle schreiben.

Mr. Rubenstone hat bei meinem Onkel um meine Hand angehalten. Onkel Charles war wenigstens so einfühlsam, daß er mir die Entscheidung überlassen hatte, doch es stand schon von vornherein fest, welche Antwort ich geben sollte.
Mein ganzes Leben habe ich wie jedes kleine Mädchen darauf gewartet, daß ein Märchenprinz kommt, um mich zu heiraten, aber vielleicht gibt es die wahre und einzige Liebe nur im Märchen. Ich habe Mr. Rubenstone bis jetzt noch keine Antwort gegeben. Ich weiß, daß mein Abgang gestern Abend überhaupt nicht bühnenreif war, aber ich denke, daß es Mr. Rubenstone egal ist, wie ich mich verhalte, solange ich noch hübsch anzusehen bin. Es ist einfach furchtbar gewesen.
Als Mr. Rubenstone kam, ging ich gerade die Treppe hinunter. Um Onkel Charles zu ärgern habe ich ein anderes, sehr hoch geschloßenes Kleid getragen. Mr. Rubenstone hat mich mit seinen Augen verschlugen und das, obwohl er so alt ist.
Wir begrüßten uns höflich, doch er küßte mir mit seinen fleischigen Lippen meine Hand, hätte ich das Korsett enger getragen, wäre ich vor Ekel ohnmächtig geworden, doch ich atmete durch den Mund ein und durch die Nase aus, damit ich nicht seinen ekelhaften Geruch wahrnehmen mußte.
Wir gingen zusammen in den Salon, wo Onkel Charles und Mr. Rubenstone sich über verschiedene Kurse von Aktien unterhielten. Mich ließen sie nicht zu Wort kommen nur, als ich ihnen sagen wollte, daß das Essen bereit wäre.
Ich langweilte mich schon jetzt zu Tode, doch als es Essen gab, kam der Höhepunkt. Mr. Rubenstone aß so langsam, daß ich schon Stunden vor ihm fertig war. Auch Onkel Charles wurde nach der Suppe ungeduldig, doch beim Hauptgang übertraf sich der alte Mann noch selbst. Er aß, als hätte er seine Henkersmahlzeit vor sich. Während er aß, redete so stark auf meinen Onkel ein, daß die Tischdecke ganz fleckig von dem Bratensaft wurde. Ich saß zum Glück etwas weiter weg, sonst hätte ich mich erbrochen, als Mr. Rubenstone mich mit seinem fetten Grinsen anstarrte und ich dabei noch die Reste seiner Mahlzeit sehen konnte.
Nach dem Essen wollte ich mich in mein Zimmer zurückziehen, doch Onkel Charles hielt mich zurück und ich mußte mit den beiden Männern in das Raucherzimmer gehen. Ich haßte Zigarren, wobei Mr. Rubenstone sie wohl liebte. Ich habe nach der Fünften aufgehört zu zählen, doch die Luft in dem Raum konnte man anfassen.
Mir brannten schon die Augen, als plötzlich Mr. Rubenstone aufstand und sich vor Onkel Charles aufbaute. Dann sagte er nur: „Mr. Zachery , ich bitte sie mich erst anzuhören, ehe sie antworten. Seit drei Jahren bin ich nun schon Witwer. Wie sie wissen haben mir meine erste Frau und meine zweite Frau männliche Erben geschenkt, doch wäre ein Privileg für ihre Nichte, wenn sie mir noch einen schenken würde. Ich habe eine gute Stellung in der Gesellschaft und werde auch in den nächsten Jahrzehnten keine Probleme mit der Finanzierung eines luxuriösen Lebensstils haben. Deshalb bitte ich sie, mein Angebot anzunehmen. Ich bitte sie jedoch dafür um die Hand ihrer Nichte.“
Mir blieb der Atem stecken und ich hatte das Gefühl zu ersticken. Ich würgte kurz und sah Onkel Charles an. Dieser sah mich lächelnd an und schien glücklich zu sein, doch als ich von einem zum anderen sah, von den dickbauchigen, alten Schurken zu meinem lieben, einfühlsamen Onkel, wußte ich, daß dies kein Alptraum war. Dieser Alptraum war mein Leben und dies glitt mir nun gerade aus der Hand.
„Mein lieber Mr. Rubenstone. Ich spreche auch im Namen meiner Nichte, daß ich mich geschmeichelt über dieses Angebot fühle, dennoch muß ich eine Bedenkzeit einräumen. Sie ist erst siebzehn und hat gerade ihre Eltern verloren, deshalb würde eine neue Umgebung ihr Gleichgewicht zerstören...“
Mehr konnte ich nicht mehr hören, denn ich stand mit einem Sprung auf und lief zur Tür, die Treppe hoch und in mein Zimmer. Dort schloß ich die Tür hinter mir, drehte den Schlüssel dreimal um und warf mich aufs Bett. Ich weinte, bis ich vor Erschöpfung eingeschlafen war. Mein Gefühl hatte mich nicht getäuscht und nun mußte ich einen Weg aus dieser mißlichen Lage finden.
Onkel Charles kam, nachdem ich unten die Tür hatte zuschlagen hören, und klopfte an, doch ich öffnete ihm nicht.
Er hatte mich schändlich hintergangen und ich hatte nicht vor ihm so schnell zu verzeihen. Er gab nach zehn Minuten auf und ging wieder.
Ich hatte mich selbst bei dem Tod meiner Eltern nicht so allein gefühlt.
Ich weiß nicht, was ich tun soll? Ich sehe nur zwei Auswege, doch ich weiß nicht, welchen ich wählen soll.
Ich würde mich so gerne an Alexandre anlehnen und mit ihm über alles sprechen. Auch wenn wir mittellos wären, wie gerne würde ich Alexandres Frau werden und nicht die dieses alten Mannes.





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Janine20
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...   Erstellt am 14.03.2006 - 18:06Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


also ich finds schön zu lesen..danke fürs hochladen heather!!!!




Heather ...
Katie
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...   Erstellt am 17.03.2006 - 20:15Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Danke, Janine20. Dafür gibst gleich morgen das nächste, falls du Lust hast noch weiter zu lesen!!! Ich würde mich freuen, denn ich bin review-süchtig, ich gebs gern zu!!!
Danke nochmal





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Heather ...
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...   Erstellt am 19.05.2006 - 21:00Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Falls noch jemand Lust hat zu lesen, würde ich mich sehr über eine Antwort freuen, LG Heather April 1883
Jetzt, nachdem ich mir alles durch den Kopf hab gehen lassen, habe ich eine Lösung gefunden. Ich muß die Sache nur logisch betrachten. Für mich kommt gar nicht in Frage, den alten Mr. Rubenstone zu heiraten.
Ich werde entweder ein eigenes Leben leben oder meinen Eltern in den Tod folgen. Für welche Möglichkeit ich mich entscheide weiß ich noch nicht.
Ich werde jedoch Onkel Charles von meiner Entscheidung, ihn nicht zu heiraten, berichten. Und zwar jetzt gleich.


03. Mai 1883
Es gibt keinen Ausweg mehr. Als ich gestern Onkel Charles von meiner Entscheidung erzählt habe, ist er wütend geworden und hat mich angebrüllt. Danach sperrte er mich in meinem Zimmer ein und ohne Abendessen mußte ich dort bleiben, bis jetzt.
Mein Bauch knurrt vor Hunger, doch ich habe mich geweigert etwas zu essen, als Onkel Charles mir etwas brachte.
Ich habe noch ein paar Monate Zeit, ehe ich heiraten muß. Ich habe gestern, bevor ich mit Onkel Charles redete, unseren Butler bestochen, damit er Alexandre einen Brief bringt. Ich bete, daß die dreißig Dollar genug waren und Clark den Brief nicht Onkel Charles zeigte.
Ich werde...

Plötzlich horchte sie auf. Sie war sich nicht sicher, doch als wieder etwas gegen ihr Fenster flog, ging sie hin und öffnete es. In der Dunkelheit des frühen Abends konnte sie kaum erkennen, wer unter ihrem Fenster stand, doch sie wußte instinktiv, wer es war.
„Alexandre!“ flüsterte sie hocherfreut ihren Freund zu sehen.
Dieser sagte nichts, sondern benutzte das Spalier, an dem im Sommer die Rosen emporrankten als Leiter, um zu ihr zu kommen.
Magkenzie konnte kaum glauben, daß er gekommen war, ehe er nicht durch das Fenster in ihr Zimmer geklettert war und sie in seinen Armen lag.
Sie konnte nun die Tränen nicht mehr zurückhalten.
Sie schluchzte und erzählte ihm mit stockenden Worten, was in den letzten Tagen geschehen war, daß er schnell zu ihr kommen mußte.
„Ist ja gut“, sagte er liebevoll und ging mit ihr zu ihrem Sofa, auf das sie sich setzten.
„Zusammen werden wir eine Lösung finden!“ Er strich ihr vorsichtig die Strähnen, die sich aus ihrer Frisur gelöst hatten, aus ihrem Gesicht und hielt sie solange im Arm, bis sie sich beruhigt hatte.
„Es tut mir so Leid“, schluchzte sie und rückte anstandshalber etwas von ihm ab, doch er sagte nur: „Mag, wir sind doch Freunde, oder? Und Freunde helfen sich doch gegenseitig.“
Sie nickte leicht, fast unmerklich.
„Was wir jetzt machen müssen ist, einen Ausweg zu finden!“ sagte er und überlegte.
„Es gibt keinen Ausweg!“ schluchzte Magkenzie und begann wieder zu weinen. „Ich muß ihn heiraten, aber eher werde ich mich umbringen!“
„Das mußt du doch gar nicht. also, die Hochzeit würde im Frühjahr nächsten Jahres stattfinden, nicht wahr?“ fragte er seine Freundin.
„JA!“
„Dann haben wir gut ein Jahr Zeit, um uns etwas zu überlegen. Wie wäre es, wenn wir heiraten würden?“ fragte er plötzlich.
„Nein, das geht nicht. Onkel Charles und sein Geschäftspartner würden unsere Ehe annullieren lassen, weil ich noch nicht volljährig bin und wir ständen wieder ganz vorne.“
„Warum versteht dein Onkel denn nicht, daß du einen doppelt so alten Mann nicht heiraten willst? Es muß mehr dahinter stehen, als nur eine normale Geschäftsbeziehung. Du hattest doch erzählt, daß sich dein Onkel in der letzten Zeit verändert hat.“
„Hmm, ja, aber was soll das damit zu tun haben?“ fragte Magkenzie, als ihr plötzlich die Antwort ganz logisch und klar vorkam.
„Er hat bei ihm Schulden, das wird es sein. Alexandre, ich habe in seinem Arbeitszimmer Schuldscheine und die Hypothek auf das Haus gesehen. Sicher hat er Schulden bei diesem Mr. Rubenstone und durch mich will er sie begleichen!“ rief Magkenzie aufgeregt und sah ihren Freund an.
Hätte sie diese Erkenntnis nicht wie ein Schlag in der Magengrube getroffen, wäre sie Alexandre um den Hals gefallen, doch wie ein Stück Vieh von ihrem eigenen Onkel behandelt zu werden, traf sie härter als sie sich eingestehen wollte.
„Was willst du nun machen?“ fragte Alexandre sie nach einer kleinen Pause.
„Das was jedes normale Mädchen in meiner Situation machen würde. Ich werde meinen Eltern in den Tod folgen!“ sagte sie mit zitternder Stimme, doch Alexandre sprang auf.
„Nein! Das werde ich nicht zulassen und wenn ich dich das ganze restliche Lebens deines Onkels verstecken muß. Du hast etwas Besseres verdient, als dieses Ende. Denkt doch an all die Dinge, die du noch machen möchtest. Mag, wir finden eine Lösung. Laß mir ein paar Tage Zeit!“ sagte er und küßte sie vorsichtig auf ihre tränennasse Wange.
„Ich werde übermorgen wiederkommen!“
Magkenzie stand auf und sah hinter ihm nach, als er in der Dunkelheit des Gartens verschwand.
Auch wenn sie noch nicht wußte, wie alles weitergehen sollte, fühlte sie sich besser. Es war, als hätte Alexandre ihr eine große Last abgenommen, als würde sie nicht mehr von ihren Sorgen zerdrückt werden und alles schien nicht mehr so schlimm, wie vor einer Stunde noch.
Sie wußte, daß ein Gespräch mit ihrem Onkel keinen Sinn mehr hatte, doch sie öffnete vorsichtig die Zimmertür und spähte in den dunklen Flur. Als sie ihr Zimmer verließ, umfing sie sogleich die eisige Kälte, die seit Wochen schon in dem alten Haus herrschte. Obwohl es Sommer war und draußen eine unerträgliche Schwüle herrschte, war es im Haus still und einsam. Das Blut gefror einem in den Adern und man wagte nicht laut zu reden.
Magkenzie kam sich vor wie eine Diebin, obwohl sie sich in ihrem eigenen Haus bewegte.
Die Tür zum Arbeitszimmer ihres Onkels war nur angelehnt und Magkenzie schlich die letzten Schritte dorthin auf Zehenspitzen. Durch den kleinen Spalt fiel ein Lichtschein auf den Flur.
Sie spähte durch die Öffnung und sah ihren Onkel am Schreibtisch sitzen. Jetzt kam es nur auf ihre Schauspielkünste an und Magkenzie wußte, daß sie keine gute Lügnerin war.
Sie klopfte vorsichtig an die Tür und trat, als sich ihr Onkel nicht rührte, ein.
„Du solltest nicht so viel lesen, Onkel Charles. Du machst dir die Augen kaputt“, sagte Magkenzie und ging um ihren Onkel herum. Dieser sah sie verwundert an. Er nahm die Brille von der Nase und rieb sich die roten Augen.
„Du hast Recht, mein Kind!“
„Ich wollte etwas mit dir besprechen, Onkel!“ sagte sie weich, aber bestimmt. Jetzt war ihre große Stunde gekommen.
„Ich möchte dir eine gute Nichte sein“, sagte sie und sah ihrem Onkel in die Augen, „aber ich brauche noch etwas Zeit, ehe ich mich für eine Ehe bereit fühle. Ich möchte die Hochzeit erst im Frühjahr stattfinden lassen.“
Ihr Onkel sprang auf. „Aber natürlich, mein Kind. Du bekommst so viel Zeit, wie du möchtest. Du bist noch sehr jung, ich verstehe, dass du dich auf deine Rolle als Hausfrau und Mutter vorbereiten möchtest. Ich bin sehr stolz auf dich, daß du deine Meinung geändert hast. Mr. Rubenstone ist ein einflußreicher Mann. Er wird dir ein gutes Leben bieten können.“
Magkenzie mußte sich ein Lachen verkneifen. Ihr Onkel hatte, auch als er sie in den Arm nahm, nicht gemerkt, daß sie nur Zeit schinden wollte.
Selbst später, als sie in ihrem weichen Federbett lag, konnte sie nicht glauben, daß ihr Onkel auf ihre schlechte Lüge hereingefallen war. Noch vor ein paar Stunden hatte sie sich geweigert Mr. Rubenstone jemals wieder zu sehen und nun wollte sie ihn heiraten.
Es war kaum zu glauben.


Schon von weitem sah sie ihn. Alexandre stand lässig angelehnt an der Brücke, die über den kleinen Fluß führte, der den Friedhof umgab. Magkenzie mußte sich zwingen ihn nicht anzustarren und unbeeindruckt an ihm vorzugehen. Er sah einfach umwerfend aus. Selbst die etwas älteren Damen warfen ihm noch schmachtende Bliche zu.
Alexandre trug an diesem Tag sein dunkelblaues Jackett und dazu eine schwarze Mütze. Sein braunes Haar stand, wie meistens, in alle Richtungen ab und machten ihn lieb und sanftmütig, obwohl er versuchte es mit Pomade zu bändigen.
Neben sich stand ein Spazierstock und Alexandre trug elegant eine Zeitung unter dem Arm.
Magkenzie mußte sich anstrengen nicht sofort zu ihm zu laufen und ihm in die arme zu fallen. Er hatte ihr gesagt, er würde nach zwei Tagen wiederkommen, doch er kam nicht. die gesamte Nacht stand Magkenzie am Fenster, doch es blieb alles ruhig.
Am dritten Tag hatte sie ihren Onkel gebeten zum Friedhof gehen zu dürfen und dieser hatte komischerweise zugestimmt.
Magkenzie hatte sich traurig fertig gemacht. Sie zog sich das schwarze, hochgeschlossene Kleid an, welches sie auch zur Beerdigung ihrer Eltern getragen hatte, und setzte sich einen Sommerhut auf. Mit leichten Bändern wurde dieser unter dem Kinn festgebunden und vor lauter Enttäuschung hatte sie sich auch noch einen Schleicher übergeworfen. Niemand sollte sehen, wie verquollen und gerötet ihre Augen gewesen waren.
Mit einem Sonnenschirm bewaffnet machte Magkenzie sich auf den Weg zum Friedhof und schon als sie die Straße entlangging, sah sie ihn dort stehen.
Sie war kurz, in sicherer Entfernung stehen geblieben, um sich zu vergewissern, daß es wirklich Alexandre war, der dort auf sie wartete.
Er wartete noch kurz, nachdem sie vorbeigegangen war, und folgte ihr dann. In sicherer Entfernung zu anderen Menschen, stand Magkenzie und wartete.
„Wieso bist du nicht gekommen, du...du...“ sie suchte nach Worten, doch er blieb ganz ruhig und zog sie einfach zu sich in die Arme.
„Du glaubst doch nicht, daß es immer so weitergehen kann? Glaubst du, ich würde dir immer verzeihen, wenn du mich so versetzt?“
„Ja, erstens, weil ich dein bester Freund bin und zweitens, weil ich eine Lösung gefunden habe.“
Sie sah ihn fragend an, doch er spannte sie auf die Folter.
„Wußtest du, daß du wunderschön in schwarz aussiehst?“ fragte er sie und betrachtete sie von oben bis unten.
„Jetzt sag mir nicht, daß ich bei fast 25 Grad im Schatten in schwarz gut aussehe. Ich schwitze mir die Seele aus dem Leib, nur um einmal in der Woche aus dem Haus zu kommen! Also, erzähl mir, welchen Ausweg du gefunden hast?“ fuhr sie ihn an.
Erst als sie sich wieder beruhigt hatte, bot er ihr seinen Arm an und gemeinsam schlenderten sie durch die parkähnlich angelegten Gräber.
Dabei erzählte Alexandre ihr von seinen drei Plänen, die er sich ausgedacht hatte, um Magkenzies Leben nicht gleich zu Beginn enden zu lassen.
„Du meinst also“, fragte Magkenzie ihn, als er ihr seine Vorschläge unterbreitet hatte, „entweder soll ich mich einfach weigern ihn zu heiraten oder aus Boston verschwinden? Was für Pläne sollen das denn sein?“
„Ich habe Gesetzbücher gewälzt und nur wenige ähnlicher Fälle gefunden. Auf jeden Fall könnte es sein, daß wenn du dich weigerst ihn zu heiraten, du kurzerhand für geisteskrank erklärt wirst und somit dein Vormund, über dich bestimmen darf."
„Aber ich bin doch nicht geisteskrank!“
„Nein, aber einige dubiose Ärzte schreiben alles auf, was ihr Kunde hören will. Für viel Geld, versteht sich jedoch.“
„Und sonst ist dein Vorschlag einfach zu verschwinden, sozusagen weglaufen?“
„Es gibt eben wenig Möglichkeiten für junge Frauen! Kennst du nicht jemanden, bei dem du unterkommen kannst, bis du volljährig bist?“ fragte Alexandre.
„Nein, außer dich, aber dort würde Onkel Charles bestimmt zuerst suchen!“ sagte Magkenzie traurig.
„Es wird kein glückliches Ende geben!“ sagte sie leise und entzog sich seinem Arm.
„Wir werden eins finden. Auf jeden Fall hast du jetzt Zeit, bis zum Frühjahr. Uns wird schon etwas einfallen!“ sagte er liebevoll und blieb mit ihr stehen.
Vorsichtig hob er in aller Öffentlichkeit ihren schwarzen Schleier und sah ihr in die Augen.
„Ach, Alexandre, wenn nur alles so einfach wäre wie der Tod.“
„Auch der Tod ist nicht einfach!“ sagte er und küßte sie vorsichtig auf die Nasenspitze.
Nach einem endlosen Moment, lösten sich beide wieder voneinander und sahen sich an.
„Warum muß nur mich das passieren?“ fragte Magkenzie und ordnete ihren Schleier.
„Weil du eine starke Frau bist, dich vor größere Herausforderungen gestellt werden mußte, als die Aufgaben in Algebra.“
Magkenzie bedachte ihn noch mit einem bitterbösen Lächeln, ehe sich die beiden trennten und jeder in eine andere Richtung verschwand.


Juli 1883
Es tut mir so unsagbar Leid, Charlotte. Ich bin ein schlechter Mensch, weil ich euch eigentlich besuchen wollte, doch ich habe mich immer mit Alexandre getroffen.
Vielleicht verstehst du meine Situation. Ich bin wirklich nicht das Mädchen, das gerne verheiratet werden will. Ich würde mich freuen, wenn ich einen netten Mann bekommen würde, doch ich habe eine unsagbare Abscheu gegen diesen alten Mr. Rubenstone.
Ich habe von Alexandre gehört, daß seine ersten beiden Ehefrauen unter mysteriösen Umständen zu Tode gekommen waren. Das hat mir Angst gemacht, was mit mir passiert, wenn es ganz zum Schluß wirklich keinen Ausweg mehr gibt.
Ich habe über Alexandres Vorschlag, zu jemandem zu gehen, der nicht in Boston wohnt, nachgedacht, doch ich kenne niemanden, der nicht in Boston wohnt. Wenn man viel Zeit hat denkt man über so viele Sachen nach und jetzt erst merke ich, wie allein ich in dieser Stadt bin. Ich habe keine Freunde oder Bekannte. Ich bin immer zu Hause oder auf dem Friedhof und seit mir Onkel Charles verboten hat, ins Theater zu gehen, treffe ich selbst dort niemandem mehr.
Ich wünschte, ich hätte eine Freundin, mit der ich über all meine geheimen Gefühle und Ängste reden könnte. Zum Glück habe ich dich, Charlotte, doch mit dir kann man nicht reden. Ich weiß, daß du mich hörst, wenn ich mit dir spreche, doch du kannst nicht antworten.
Ich wünschte, ich hätte genauso eine gute Freundin, wie Mum sie in Laure hatte.


August 1883
Jetzt ist es heraus. Ich soll am 23. Mai 1884 verheiratet werden. Übermorgen werde ich die Familie von Mr. Rubenstone kennen lernen. Es ist kaum zu glauben, doch ich bin sogar noch jünger als seine Kinder. Davon hat er sieben. Drei Jungs und vier Mädchen, wobei nicht mehr von Kindern die Rede sein kann, denn alle seine Kinder sind selbst schon verheiratet und haben ihre eigenen Familien.
Ich freue mich überhaupt nicht darauf, als zukünftige Mrs. Rubenstone vorgestellt zu werden. Ich werde den ganzen Tag lächeln müssen, daß mir am Abend die Mundwinkel wehtun und immer an der Seite meines Zukünftigen bleiben.
Zum Glück kommt mein Onkel auch mit, doch er wird mir sicher keine große Hilfe sein. Ich wünschte, Alexandre würde mitkommen, denn dann würde es vielleicht Spaß machen sich über alle anderen auszutauschen und lustig zu machen.





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