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sjoe gollum: "My preciiiiious"
    

Status: Offline Registriert seit: 23.03.2006 Beiträge: 4920 Nachricht senden | Erstellt am 02.05.2007 - 13:19 |  |
Dann sah sie aus dem Augenwinkel ein Auto vorfahren. Vermutlich Leon. Und um zu vermeiden, dass ihr Vater, der heute offenbar in Scherzlaune war, ihm gegenüber auch noch einen Spruch in dieser Richtung brachte, verabschiedete sie sich schnell, schnappte im Flur ihre Jacke und ging nach draußen. Leon hatte gerade seine Autotür geschlossen und drehte sich herum.
„Oh, hallo!“ machte er überrascht.
„Hallo. Ich hab dich kommen sehen, da dachte ich, ich geh schon mal raus.“
„Ja, klar. Warum auch nicht? Ach ja, bevor ich es vergesse: hier!“ Er hielt ihr seine rechte Hand hin und da die nächste Straßenlaterne ein Stückchen entfernt war, musste sie zweimal hinsehen, bevor sie das winzige Etwas in seiner Hand erkennen konnte.
„Ein Gänseblümchen??“ Leicht irritiert nahm sie es entgegen, „Danke.“
„Naja,“ er lächelte etwas verschämt, „ich wollte dir halt eine Blume mitbringen, aber auf der anderen Seite konnte ich mir denken, dass du das für übertrieben gehalten hättest, wenn ich mit ner Rose oder so hier aufgetaucht wäre. Also…“ Überrascht darüber, dass er sie bereits so gut einschätzen konnte, gab sie zu: „Ja, da könntest du Recht haben. Danke, das ist lieb. Ich freu mich!“
„So soll das sein!“
Er hielt ihr galant die Beifahrertür auf, ging dann um das Auto herum und stieg ein. Nachdem sie ein Stückchen schweigend gefahren waren, fragte Leon: „Mh, magst du eigentlich Chinesisch?“
„Ja, klar.“
„Gut. Ich war mir nicht sicher und hab den ganzen Tag gegrübelt, ob ich dich lieber noch mal anrufen soll, deswegen, aber…“ Er zuckte mit den Schultern und Tine grinste innerlich. Ihm war es offenbar genauso gegangen wie ihr.
„Ich meine, wenn du jetzt ‚nein’ gesagt hättest, hätten wir ja auch immer noch spontan woanders hingehen können.“
„Ja, klar. Mittwochs Abends ist es ja normalerweise nicht so ein großes Problem, noch irgendwo einen Tisch zu bekommen. Aber nein, chinesisch ist wunderbar.“
„Gut.“
Ob es sich um ein besonders nobles Restaurant handelte, konnte Tine nicht sagen. Aber sie fiel mit ihren Klamotten zumindest nicht negativ auf, was sie ungemein beruhigte. Affig! Schalt sie sich in Gedanken. Seit wann war ihr so etwas derart wichtig? Natürlich konnte man auch a la Carte bestellen, aber es wurde auch ein reichhaltiges Buffet angeboten und nach einer kurzen Absprache waren sich Tine und Leon einig, dass sie sich daran bedienen wollten.
Es war ein netter Abend. Noch nach dem Essen amüsierten sie sich darüber, dass Leon mit einigen Gerichten und den Stäbchen so seine Probleme gehabt hatte. Aber er hatte sich kategorisch geweigert, Messer und Gabel zu benutzen.
„Wenn schon Chinesisch, dann auch mit Stäbchen!“ beharrte er.
„Na, da kann ich mich ja glücklich schätzen, dass es, jedenfalls so weit ich weiss, in Norwegen keine merkwürdigen Essensrituale gibt, an denen ich dann teilnehmen muss.“ grinste sie.
„Haben sich deine Pläne konkretisiert?“
„Ja. Ich fliege Dienstag am späten Nachmittag.“
„Oh, schon? Bist du mit der Hausarbeit durch?“
„Ach was!“ sie winkte ab, „Ich glaube, wenn ich da drauf warte, komm ich in diesen Ferien nicht mehr hin. Oder vielleicht doch, muss ja fertig werden. Allerdings sollte Emma ja auch noch mal mit Sigurd wegfahren und sie ist schließlich Hauptziel meines Besuches.“
„Ja, klar. Und wie lange bist du dann weg?“
„Montag Abend fliege ich wieder zurück.“
„Oh.“ Das klang irgendwie betroffen.
„Was ist?“ Tine sah ihn verwundert an.
„Nicht so wichtig.“
„Nee, gar nicht! Jetzt komm, rück schon raus. Was ist da?“
„Mein Geburtstag.“
„Wann?“
„Samstag.“
„Oh. Hm. Tut mir Leid, aber die Flüge sind gebucht. Ausserdem, das hätte sich ja sonst kaum gelohnt, ist auch so schon hart an der Grenze.“
„Nein, schon gut. Konntest du ja auch nicht wissen. Ausserdem, da hast du Recht, ist auch so schon kurz genug.“ Trotzdem war er natürlich betrübt und Tine fragte sich zum wiederholten Mal, ob das mit dem Essen, aber auch alles andere sonst, so eine gute Idee war. Leon machte sich offenbar mehr Hoffnungen, als sie bereit war, zu erfüllen. Klar, sie verstanden sich ganz gut und er war ihr auch sympathisch, aber mehr? Wahrscheinlich war es das Beste überhaupt, dass sie an seinem Geburtstag eben nicht da war!!!
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sjoe gollum: "My preciiiiious"
    

Status: Offline Registriert seit: 23.03.2006 Beiträge: 4920 Nachricht senden | Erstellt am 03.05.2007 - 12:10 |  |
Bjørn Einar lag auf seinem Bett und tippte lustlos auf seinem PC herum. Den ganzen Tag bereits grübelte er, ob er sich nun bei Liv melden sollte oder sie heute lieber in Ruhe lassen sollte. Das Telefonat gestern Nachmittag war eigentlich ganz in Ordnung gewesen, aber eben anders als sonst. Gut, konnte natürlich auch daran gelegen haben, dass es nicht so clever von ihm gewesen war, ausgerechnet zwischen zwei Trainingsdurchgängen anzurufen. Wenn Mika ihn da erwischt hätte…
Aber eigentlich hatte er gehofft, dass sie sich einfach am Abend noch mal bei ihm meldete. Nur war da nichts gekommen. Und als er darüber nachgedacht hatte, war ihm aufgegangen, dass immer er es in den letzten Tagen gewesen war, der sich gemeldet hatte. Nicht, dass er das als problematisch ansah, das war vollkommen in Ordnung für ihn.
Aber vielleicht bedeutete das ja eben, dass sie lieber eine Auszeit von ihm hätte? Damit sie sich über alles Weitere klar werden könnte? Schließlich würden sie sich morgen wieder sehen. Allein bei dem Gedanken daran bekam er Herzklopfen. Wie würde das wohl sein? Immerhin gab es dann Kristian nicht mehr, eine vollkommen andere Situation also. Oder würde das keine Auswirkungen haben? Schließlich hatte sie ja selber gesagt, dass das eine nicht automatisch das andere hieß.
Er seufzte und Daniel setzte sich abrupt auf: „Man, Bernar! Du nervst!!!“
„Was? Ich?? Was mache ich denn?“
„Seufzen??“
„Ohh, Entschuldigung, dass ich es wage, Geräusche von mir zu geben!“ schnappte er.
„Du weißt ganz genau, dass ich normalerweise nicht so empfindlich bin, aber das geht schon den ganzen Tag so. Ruf sie halt endlich an!!!“
„Nein!“
„Und warum nicht?“
„Weil sie vielleicht ihre Ruhe haben will?“
„Oh, die hätte ich auch gern! Also, lass uns ne Runde zocken oder irgendwas machen, damit dieses Geseufze ein Ende hat, ja?“
„Ich will aber nicht zocken!“
„Dann geh raus! Joggen, schwimmen, irgendwas! Du machst mich sonst noch total wahnsinnig!“
„Geh du doch!“ Daniel schnaubte ungehalten, dann sprang er tatsächlich auf, schnappte sich seine Zimmerkarte und verließ den Raum. Dabei knallte er zwar die Tür nicht, aber viel fehlte dazu auch nicht mehr.
Bjørn Einar sah ihm kopfschüttelnd hinterher. Er hätte gern gewusst, ob er wirklich so nervig war oder ob vielleicht Daniels Laune auch einen Teil dazu beitrug. Der andere war heute 20. geworden. Nicht total schlecht, aber auch nicht besonders gut. Eigentlich hatte er recht normal gewirkt, bis eben jedenfalls. Allerdings konnte er auch nicht guten Gewissens behaupten, dass er sonderlich auf den Kameraden geachtet hatte.
Man, was ein Schrott! Eigentlich freute er sich furchtbar auf den morgigen Tag, aber andererseits lauerte da im Hintergrund immer die Angst, das alles ganz anders laufen würde, als er sich das erhoffte. Was wenn Liv tatsächlich feststellte, dass sie lieber erst mal vollständig auf männliche Gesellschaft verzichten wollte? Wenn sich nun auch ihre Gefühle für ihn geändert hatten?
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sjoe gollum: "My preciiiiious"
    

Status: Offline Registriert seit: 23.03.2006 Beiträge: 4920 Nachricht senden | Erstellt am 04.05.2007 - 14:59 |  |
Anikki schloss leise die Haustür auf. Sie hatte sich nach der Arbeit noch mit Kajsa getroffen und sich mit dieser ausgesprochen. Daraus hatte sich dann ein längeres Gespräch ergeben und irgendwann hatten sie mit Entsetzen feststellen müssen, wie spät es bereits war.
Um so verwunderter war sie, dass im Wohnzimmer noch Licht brannte. Allerdings war ihr Mitbewohner eingeschlafen. Er lag auf der Couch, die eng beschriebenen Zettel, mit denen er sicher gelernt hatte, waren heruntergerutscht und auf den Boden gefallen. Sie bückte sich, sammelte sie auf und legte den Stapel auf den Couchtisch. Dann fiel ihr Blick schon fast automatisch auf sein entspanntes Gesicht. Toril. Verdammt, wie gern würde sie ihn jetzt einfach küssen!?! Obwohl sie sich darüber bewusst war, dass sie das auf keinen Fall tun durfte, beugte sie sich ein wenig über ihn. Einfach nur ansehen. Und allein das brachte ihr Herz dazu, ein wildes Stakkato zu schlagen. Warum musste es auch ausgerechnet jetzt passiert sein, wo er nun wirklich genug Probleme hatte? Denn auch wenn es sie quälte, dass sie aufgrund dessen keine Chance hatten, jedenfalls zur Zeit, konnte sie mehr als gut verstehen, dass er auf Abstand ging. Oder es zumindest versuchte. Denn die eine oder andere Situation hatte es in letzter Zeit ja schon gegeben, wo sie sich eigentlich sicher gewesen war, dass es ihm genauso ging, wie ihr. Allerdings waren sie dann entweder von jemand anderem unterbrochen worden oder Toril hatte einen Schlusspunkt gesetzt.
Anikki seufzte leise. Vielleicht sollte sie sich doch zusammen mit Kajsa eine Wohnung suchen. Allerdings konnte sie es sich nicht vorstellen, wie sie es aushalten sollte, ihn weniger zu sehen als jetzt. Es war also entweder die Qual, ihn täglich zu sehen, aber nichts tun zu können oder ihn nicht zu sehen und dann deshalb zu leiden. Beides irgendwie nicht wirklich prickelnd.
Sie schüttelte frustriert den Kopf und verlagerte ihr Gewicht ein wenig.
Dabei raschelte ihre Hose und Toril schlug die Augen auf. Automatisch wich sie ein kleines Stück zurück, lächelte aber und sagte leise: „Hei.“
Er wischte sich mit der Hand über die Augen - allein aufgrund dieser Geste musste sie sich noch mehr als zuvor beherrschen, ihn nicht zu küssen - und sagte dann ebenfalls: „Hei. Bin ich… ich hab geschlafen, oder?“
„Ja.“
„Tz, soviel zum Thema, ‚ich werde heute Abend ganz viel lernen’!“ knurrte er, „Bist du schon länger da?“
Sie sah auf die Uhr: „Mh, nee. Vielleicht… 5 Minuten oder so. Deine Blätter waren runtergefallen und ich hab sie aufgehoben…“ und dich dann den Rest der Zeit angesehen. Aber das sprach sie lieber nicht laut aus.
„Oh. Danke.“ Er lächelte und die Schmetterlinge in ihrem Magen schlugen Purzelbäume. Weil es sie schon wieder in den Fingern juckte, ihm durch die Haare zu streichen, stand sie vorsichtshalber auf.
Toril versuchte ebenfalls, sich aufzurichten, aber irgendwie lag er so ungünstig, dass er im weichen Polster der Couch regelrecht versank. Also wollte er sich seitlich drehen, aber Anikki streckte ihm die Hand hin.
Als er diese ergriff, begann sein Magen zu ziehen. Und das Gefühl wurde kein bischen besser, als er wenig später direkt vor ihr stand, ihre Hand immer noch in seiner. Sie sah ihn von unten heraus an und lächelte zaghaft. Plötzlich fand sie sich in seinen Armen wieder und riss überrascht die Augen auf. Träumte sie?
Aber als er dann „Oh, Anikki, was machst du nur mit mir?“ in ihre Haare murmelte, wusste sie, dass das alles sehr real war und er immer noch nicht wirklich damit klar kam. Trotzdem schob sie alle Gedanken beiseite und genoß einfach nur das Gefühl, ihm nahe zu sein.
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sjoe gollum: "My preciiiiious"
    

Status: Offline Registriert seit: 23.03.2006 Beiträge: 4920 Nachricht senden | Erstellt am 05.05.2007 - 15:09 |  |
Solveig lag neben Asbjørn und sah ihn an. Sie strich sanft über seinen linken Arm und fragte: „Lebt der noch?“
„Ja, klar. War ja jetzt nicht so viel zu tun für mich!“ er grinste und zwinkerte ihr zu.
„Klingt das jetzt irgendwie unbegeistert, du Elektriker?“
„Mh, sagen wir mal so, ich habe normalerweise nichts dagegen, meine Muskeln auch für solche Zwecke einzusetzen. Aber wenn es nun mal nicht geht und ich dafür so eine zwar eher passive, aber nicht minder heisse Version abbekomme, bin ich der letzte, der sich beschwert. Keine Sorge.“ Er zog sie zu sich heran und küsste sie.
„Allerdings bin ich trotzdem ganz schön erledigt, grad. Waren anstrengende Arbeitstage.“ fuhr er dann fort.
„Was musstest du denn machen?“
„Kennst du diese Kabel-Kanäle? Da liegen die ganzen Strippen drin, damit man die nicht so sieht. Tja, die mussten wir in einem Gebäude, was umgebaut wird, neu anbringen und dann halt die Kabel rein, verknüpfen und so. Alles auf Leitern und über Kopf eben. Zum Glück sind wir heute damit fertig geworden, jetzt müssen nur noch die Schönheitsmängel beseitigt werden.“
„Schönheitsmängel?“
„Ja, Deckel auf die Kabel-Kanäle, Steckdosenverkleidungen dran, Lichtschalter, Lampen und so.“
„Aber Lampen sind doch auch wieder oben…“
„Erinnere mich nicht daran!“
„Armer Kerl!“ sie wuschelte ihm durch seine braunen Haare.
„Mhh, mehr!“
„Mehr was?“ sie stippte ihn in die Seite: „Mitleid oder Haare strubbeln?“
„Beides?“
„Unersättlich, wie?“
Er lachte: „Wenn ich unersättlich wäre, würde es hier ein wenig anders zugehen, schätze ich!“ Nichts desto trotz ließ er seine rechte Hand zu ihrer Brust wandern, um diese zu liebkosen und Solveig seufzte genießerisch.
„Gut, ja?“ fragte er zufrieden.
„Ja. Ich weiss ja auch nicht, aber irgendwie… Bei dir fühlt sich das alles verdammt gut an, was du machst!“
„Soll es ja auch!“
„Klar. Aber... ich weiss auch nicht, wie ich das erklären soll. Es ist eben… hm… noch ne Stufe besser als sonst.“
„Sonst? Gibt’s da mehrere Herren, die…?“
„NEIN! Also bitte, was denkst du denn?? Das mit Toril war vor dir das letzte und einzige Mal in einem ziemlich langen Zeitraum…“
„Das war nicht böse gemeint. Aber wir kennen uns bisher kaum. Und schließlich sind wir gleich am ersten Abend gelandet…“
Solveig wurde mal wieder rot und versteckte ihren Kopf an seiner Brust: „Erinnere mich nicht daran!“ murmelte sie dumpf.
„Och Schäfchen! Ist dir das immer noch peinlich?“ Nun strich er ihr durch die Haare.
„Ja, verdammt!!! – Moment mal, wie hast du mich genannt?“ Sie sah ihn irritiert an und diesmal bekam Asbjørn leicht rote Wangen.
„Schäfchen.“ wiederholte er und sah dabei unter sich.
„Ich bin doch kein Schäfchen! Weder bin ich niedlich noch hab ich lockige Haare, noch…“
Er unterbrach sie mit einem Kuss und sagte dann: „Doch, wenn du dich immer noch wegen dem Samstag schämst, dann bist du niedlich, Schäfchen!“
Sie schüttelte den Kopf: „So hat mich bisher noch nie wer genannt!“
„Tja, einmal ist immer das erste Mal.“ grinste er und gähnte direkt im Anschluss herzhaft. Er setzte sich auf.
„Was wird das jetzt?“ fragte sie verwundert.
„Ich dachte, ich gehe, bevor ich wieder hier einschlafe…“
„Musst du?“
„Was? Gehen? Nein! Aber ich dachte… auch wegen Emma…“
Solveig schnaubte: „Emma!“
„Was denn? Vorhin war es dir noch so wichtig, dass sie nichts mitbekommt!“
„Vorhin hattest du mich auch noch nicht mitten im Flur gebissen, geschweige denn mehrfach in den Hintern gezwickt, Mr. Elektriker! Ich schätze, ich war nicht zu überhören!!!“
„Wenn du mir auch nicht verraten wolltest, wie alt du bist!“
„Fragt man ja auch nicht!“
„Doch, wenn Frau da SO drauf anspielt, schon!“ er kiekste sie in die Seite. Sie quietschte erneut und schnappte nach seiner Hand, um ihn davon abzuhalten.
„Mh, aber… wenn du nicht gehen musst…“ nahm sie zögernd das eigentliche Thema wieder auf.
„Warum sollte ich? Auf mich wartet niemand.“
„O.k.“
„Wolltest du DAS wissen?? Dann frag doch einfach!“
„Nein, eigentlich… willst du dann nicht da bleiben?“ sie sah ihn nicht an.
„Soll ich denn?“
„Würdest du bleiben wollen?“
„Ja.“
„Warum?“
„Warum???“ sein Blick war ein einziges Fragezeichen.
„Na, weil es so praktisch ist? Oder… wegen mir?“
„Weil es so praktisch ist?? Oh Solveig! Und was, wenn ich jetzt sage, ja, klar, ich bin so faul? Dann schmeisst du mich raus, ja?“ Sie zuckte hilflos mit den Achseln, ohne ihn anzusehen. Als sie nach einer Weile immer noch nicht darauf geantwortet hatte, erhob er sich und schickte sich an, seine Klamotten zusammenzusuchen.
„Was machst du?“ fragte sie tonlos.
„Gehen?“
„Aber…?“
„Warum soll ich mich erklären? Du stellst Fragen, die ich beantworte. Wenn ich aber eine stelle, kommt nichts. Ich weiss nicht, das ist irgendwie…“
„Bitte, bleib!!!“
„Bist du sicher?“
„Ja. Bitte, Asbjørn!“
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sjoe gollum: "My preciiiiious"
    

Status: Offline Registriert seit: 23.03.2006 Beiträge: 4920 Nachricht senden | Erstellt am 06.05.2007 - 13:23 |  |
Sigurd stöhnte genervt auf, als er die Wasserflasche leerte und danach feststellen musste, dass es sich dabei um die letzte Flasche gehandelt hatte. Er hatte aber Durst. Roar schlief schon, den konnte er also nicht fragen und es stand nichts mehr offensichtlich herum. Leise schlüpfte er in eine Trainingshose, schnappte sich seine Zimmerkarte und fuhr mit dem Aufzug hinunter. Hoffentlich würde er nicht ausgerechnet auf den Trainer treffen, denn es war schon ziemlich spät.
Aber ihm begegnete niemand. An der Bar bat er um eine Flasche Wasser, aber es war nur noch eine angebrochene da, so dass der Barkeeper kurz nach nebenan verschwinden musste. Offenbar herrschte heute allgemeiner Wassernotstand.
„Hei. Auch noch wach?“ Milla hatte sich neben ihn gesetzt und lächelte.
„Mh, naja, eigentlich hole ich mir nur Getränkenachschub für heute Nacht.“
„Kann ich dich auf einen Drink einladen?“
„Danke, aber dafür ist es zu spät. Wir fahren morgen früh um 5.“
„Uh, das ist übel!“
„Mhm. Und deswegen sollte ich schleunigst sehen, dass ich in mein Bett komme.“ Er zahlte, nahm die Flasche entgegen und stand auf.
„Muss es dein Bett sein?“ sie klimperte ihn verführerisch an.
„Wie bitte?“
„Naja, ich hätte auch noch Platz…“ Sigurd starrte sie an. Hatte er nicht vorhin noch zu Emma gesagt, Milla wäre nicht so jemand?? Und jetzt das! Was bitte sollte er dazu sagen? Erstens hatte er ihr schon mal erklärt, dass er mit Emma zusammen war und selbst für ganz Doofe: hatte die keine VG gelesen?? Doch dann fiel ihm ein, dass die Zeitung in Finnland gar nicht zu bekommen war, er selbst hatte den Artikel ja auch nur im Internet gelesen. Darüber konnte sie es also nicht unbedingt wissen! Milla schien sein perplexes Schweigen als Zustimmung zu werten, denn sie legte ihm die Hand auf den Bauch und fragte: „Gehen wir?“
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sjoe gollum: "My preciiiiious"
    

Status: Offline Registriert seit: 23.03.2006 Beiträge: 4920 Nachricht senden | Erstellt am 07.05.2007 - 14:01 |  |
Solveig erwachte. Hatte der Wecker geklingelt? Sie warf einen Blick darauf, aber es war erst kurz nach halb Sieben. Komisch, sie war doch sonst niemand, der einfach von selbst wach wurde. Doch dann hörte sie Asbjørn neben sich atmen. Vielleicht war es das gewesen? Sie bewegte sich ein wenig und drehte dann den Kopf, um ihn ansehen zu können. Eigentlich hatte sie erwartet, dass er noch schliefe, aber dem war nicht so.
Er lächelte: „God morgen, Schäfchen.“
Sie runzelte die Stirn: „Daran hast du jetzt einen Narren gefressen, hm?“
„Was denn? Stört es dich? Ich gebe ja zu, lockig sind deine Haare nicht, aber dafür gerade sehr schön durcheinander!“ Er vergrub seine Hand in dem dunkelbraunen Chaos, ließ sie langsam in Richtung Nacken wandern und zog sie dann ein Stück näher heran, so dass er sie küssen konnte und Solveig vergaß, dass sie eigentlich wegen dem Spitznamen etwas hatte sagen wollen.
Genüßlich aufseufzend schmiegte sie sich an ihn und ließ ihre linke Hand über seine Seite streichen. Im Gegenzug wanderte seine Hand aus dem Nacken langsam den Rücken hinunter, nicht ohne hier und dort Muster zu malen, was ihr, besonders unterhalb der Schulterblätter, einen wohligen Schauer nach dem anderen über den Körper jagte. Weiter unten hielt er sich eine Weile am Bund ihres Slips auf, fuhr die Linie, die er bildete von links nach rechts nach, erst mit der Fingerkuppe, dann mit dem Nagel und schließlich tupfte er ganz leicht entlang, was ihr ein Kichern entlockte.
Der Kerl kam auf Ideen, unglaublich! Aber wie immer fühlte es sich bei ihm einfach nur gut an. Dann verschwand die Hand plötzlich, um wenig später die unteren Begrenzungen ihres Höschens nachzuzeichnen und Solveig giekste. Das kribbelte derart, dass es sich kaum aushalten ließ und sie wand sich ein wenig unter diesen Berührungen, was wiederum Asbjørn zum Aufstöhnen brachte.
„Du machst mich verdammt wahnsinnig, weißt du das?“ Seine Stimme klang rau.
„Mh, frag mich mal!“ erwiderte sie im gleichen Tonfall und presste ihr Becken gegen seins, die Hand in seinen Hintern krallend. Er sog scharf die Luft ein. Schnell brachte er ein wenig Abstand zwischen sie und sich und drehte sie dann sanft auf den Rücken, damit er sich ihren Brüsten widmen konnte. Zuerst neckte er sie mit der Hand, immer weite Kreise außen drumherum fahrend, so dass sie langsam ungeduldig wurde und dann setzte er, ohne jegliche Vorwarnung plötzlich seine Zunge ein. Solveig fiepte. Das war einfach…!
Wenig später zerfielen alle ihre Gedanken in kleine, unbedeutende Einzelteile und sie bestand nur noch aus Fühlen, Genießen und hinter ihren geschlossenen Lidern explodierenden, bunten Punkten.
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sjoe gollum: "My preciiiiious"
    

Status: Offline Registriert seit: 23.03.2006 Beiträge: 4920 Nachricht senden | Erstellt am 08.05.2007 - 13:30 |  |
Sie lagen noch eine Weile gemütlich aneinandergekuschelt da, bis dann tatsächlich der Wecker zu piepsen begann. Solveig schaltete ihn aus.
Sie streckte sich und machte anstalten, aufzustehen, aber Asbjørn hielt sie fest: „Noch fünf Minuten, ja?“
„Bettelst du?“
„Mh, vielleicht?“
„Brauchst du nicht!“ Sie ließ sich wieder neben ihn in die Kissen sinken. Dann fiel ihr etwas ein und sie nahm seine Hand in ihre und legte sie auf ihren Bauch.
„Merkt man da eigentlich was?“
Er verstand nicht gleich: „Merken?“
„Naja…“
„Oh, du meinst…? Puh, keine Ahnung. Ich meine, ich kenne deinen Bauch doch nur so, Schäfchen. Aber meinst du nicht, dass es auch noch viel zu früh ist, um irgendwas zu merken?“
„Ja, laut dem Buch, was ich habe, schon. Andererseits steht da drin, dass das individuell sehr verschieden ist…“ Sie ließ selbst die Hand über ihren Bauch wandern, seine dabei streichelnd.
„Mh, nein, ich glaube, der ist einfach so, wie vorher auch. Nicht gerade flach, aber auch nicht irgendwie anders.“
„Und wenn schon! Ich mag deinen Bauch, Schäfchen! Und nicht nur den…“
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sjoe gollum: "My preciiiiious"
    

Status: Offline Registriert seit: 23.03.2006 Beiträge: 4920 Nachricht senden | Erstellt am 09.05.2007 - 13:40 |  |
Als Emma in die Küche kam und mal wieder Solveig und Asbjørn vorfand, war sie nicht ganz so perplex wie das letzte Mal. Schließlich hatte sie ihn gestern Abend noch hereingelassen. Aber komisch war das schon irgendwie, dass hier dauernd ein Kerl am Frühstückstisch hockte.
Ob es Solveig genauso gegangen war, als Sigurd hier geschlafen hatte? Wobei, immerhin hatten sich die beiden schon vorher gekannt und es war ja auch nicht so, dass Sigurd und sie zu dem Zeitpunkt irgendetwas miteinander gehabt hatten. Von den Kuschelsessions mal abgesehen. Aber davon wusste Solveig ja nichts.
Verdammt, sie vermisste ihn ganz fürchterlich und konnte es kaum noch bis heute Abend abwarten. Auch wenn es eigentlich nur noch ein paar Stunden waren. Und es machte es nicht gerade besser, dass die beiden anderen sich verstohlene Blicke zuwarfen, wenn die dachten, sie sähe es nicht. Wo die ihre Hände hatten, wollte sie lieber gar nicht erst wissen. Andererseits deutete das ja immerhin auf etwas mehr als nur Bettgeschichte hin, oder?
„Hast du heute Abend schon was vor?“ wollte Asbjørn dann auch prompt wissen.
„Heute Abend?“ Solveig bekam leicht rote Wangen. Bildete sie sich das nur ein oder klang das nach einem Date? Für alles andere war er schließlich bisher einfach so bei ihr aufgetaucht. Doch dann fiel ihr ein, wo sie sich heute Abend befinden würde.
„Oh, ähm… ich bin gar nicht da, heute Abend. Wir fahren doch nach Lillehammer, weil morgen das Springen ist.“
„Oj, ach so. Das wusste ich nicht.“
„Ja. Tut mir leid. Was wolltest du denn machen?“
„Nichts bestimmtes, keine Sorge. Ich dachte einfach nur…“
„Mh. Können wir aber gern nachholen, wenn ich wieder da bin. Also, wenn du möchtest.“
„Wann kommt ihr zurück?“
„Gute Frage. Freitag Abend oder Samstag morgen. Je nach dem, wie sehr gefeiert wird.“
„Wird denn gefeiert?“ mischte Emma sich ein, „Ich meine, am Sonntag ist doch auch noch Oslo…“
„Ja, sicher. Aber was meinst du, wie sehr ein Sieg oder Podestplatz auf heimischem Boden beflügelt? DA wird gefeiert, Oslo hin oder her, davon kannst du ausgehen!“
„O.k.“
„Und für das Springen in Oslo habt ihr auch Karten, oder?“ wollte Asbjørn wissen.
„Ja, klar. Du etwa auch?“
„Nein. Ich war zwar auch schon mal da, aber das ist schon ein paar Jahre her. Die Stimmung ist zugegebener Maßen ziemlich gut, aber so wichtig war mir das nie, dass ich mich darum bemüht hätte, hingehen zu können. Das letzte Mal hatte ich die Karte von ein paar Kumpels bekommen.“
„Naja, muss ja nicht jeder so verrückt sein wie wir!“ Solveig zuckte mit den Schultern.
„Seid ihr denn so verrückt? Ich meine, ich war ja jetzt nur bei dem einen Mal schauen dabei, aber soweit ich das mitbekommen habe, seid ihr doch durchaus am Sport interessiert, nicht nur an den Springern, oder?“ Emma sah ein wenig verlegen vor sich hin, bei ihr kam ja immerhin beides zusammen. Asbjørn, dem das auffiel, räusperte sich und sagte: „Na, das war jetzt volles Fettnäpfchen! Tut mir leid, so war das natürlich nicht gemeint, Emma. Eher so, dass ihr eben nicht solche hirnlosen Fans seid, die einfach nur ihren Helden hinterherkreischen.“
Solveig lachte: „Ich glaube, da würden uns die Herren auch was geben, wenn wir so drauf wären! Aber leider gibt es ja sowas zu Genüge!“ Emma dachte spontan an Milla. Wobei, die war ja leider auch noch halbwegs intelligent. Und gut aussehend dazu. Boah, hoffentlich war die nicht auch da! Oder dann in Oslo. Aber die Wahrscheinlichkeit war natürlich groß.
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sjoe gollum: "My preciiiiious"
    

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Sie trafen sich um kurz nach vier auf dem Parkplatz der Uni. Liv war mit dem VW-Bus gekommen. Sie hätten sich zwar auch in Torils Volvo quetschen können, aber der Vorschlag war von Inken selbst gekommen und natürlich hatte niemand etwas dagegen gehabt. So war es doch einiges bequemer. Schließlich dauerte es um die drei Stunden, bis sie Lillehammer erreichen würden.
Toril und Gunnar luden das Gepäck ein.
„Los geht’s!“ meinte Gunnar und machte die Heckklappe zu.
„Mh, nee, wir müssen noch auf Berit warten. Die kommt direkt von irgendeinem Seminar und wusste noch nicht, ob sie es pünktlich schafft.“ Toril verdrehte die Augen. Ihm passte es sowieso nicht, dass die überhaupt mitkam und dann auch noch das.
Zum Glück brauchte Berit nicht allzu lange. Sie schleppte eine große Tasche und Gunnar ging ihr entgegen, um sie ihr abzunehmen.
„Unnskyld! Aber der Zug hatte Verspätung…“
„Kein Problem!“ Liv winkte ab.
„Wo warst du denn?“ wollte Solveig wissen, nachdem sie eingestiegen und losgefahren waren.
„In Mandal. So ein komisches Anti-Stress-Seminar vom Job aus.“
„Anti-Stress? Klingt doch gar nicht so übel!“ grinste Gunnar.
„Ja, naja, prinzipiell nicht, da hast du schon recht. Aber mir war das irgendwie ein wenig zu… weiss nicht. Alternativ? Abgedreht? Wir durften abends kein Fernsehen schauen, Zeitungen waren auch tabu, Internet gab es erst gar nicht… ich weiss nicht!“
„Ja, aber jetzt bist du bestimmt relaxed, oder?“
„Naja, vielleicht war ich es, bis der Zug Verspätung hatte. Ich wollte euch ja nicht warten lassen…“
„Aber sonst? Waren die Leute denn o.k.?“ wollte Liv wissen.
„Ja, zum Glück. Ich glaub, sonst… boah! Waren halt auch welche von anderen Niederlassungen dabei, also kannte ich nicht alle vorher. Das war ganz nett.“
„Schnuckelige Typen, hm?“ das war natürlich Gunnar.
„Naja, DAS wäre übertrieben, aber es war schon ganz lustig, sonst.“
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sjoe gollum: "My preciiiiious"
    

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Emma kamen inzwischen schon einige Abschnitte auf dem Weg nach Lillehammer bekannt vor. Naja, sie fuhr jetzt schon das dritte Mal hin.
Das erste Mal mit Toril und der Mannschaft. Meine Güte, wie lange war das jetzt her? Gerade mal eineinhalb Monate und doch kam es ihr vor wie eine Ewigkeit! Aber es war ein wirklich schönes Wochenende gewesen. Auch wenn sie da noch überhaupt nicht verstanden hatte, was mit Sigurd und ihr los war. Da war sie sogar noch wegen Toril hin und hergerissgen gewesen. Aber sie hatte Lene kennengelernt und Henning. Und natürlich auch die anderen.
Vielleicht sollten sie mal wieder etwas mit denen unternehmen. Nächste Woche oder so. Ach nee, da war ja Tine da. Wobei, warum nicht? Die konnten alle sicher Englisch und es würde unter Garantie lustig werden. Ausserdem, mal wieder Tischkicker zocken… das wäre was!
Dann das nächste Mal, zusammen mit Liv. In ganz anderer Stimmung. Bedrückt, weil der Abend zuvor mit Sigurd so beschissen geendet hatte. Ängstlich, weil sie nicht sicher war, ob mit ihm alles in Ordnung war, sie ihn nicht hatte erreichen können. Unsicher, wie sie sich ihm gegenüber verhalten sollte. Und dann verdammt glücklich, als sie das Problem aus der Welt geschafft und anschließend noch einen schönen Nachmittag miteinander verbracht hatten. Auch, wenn sie da immer noch nicht durchgestiegen war, Sigurd hatte es an diesem Wochenende verstanden. Oder besser gesagt, war von Mika darauf gebracht worden.
Und jetzt? Fuhr sie voller glücklicher Erwartung erneut nach Lillehammer. Sigurd Pettersen, den Skispringer, wiedersehen. Ihren Freund, den sie über alles liebte! Wer hätte das gedacht? Sie ganz sicher nicht, obwohl sie schon damals bei den Olympischen Spielen, die dort stattgefunden hatten, vollkommen fasziniert von Land und Leuten vor dem Fernseher gesessen hatte. Aber das war doch noch etwas vollkommen anderes, als sich in einen Norweger zu verlieben, der zudem noch im Interesse der Öffentlichkeit stand! Klar, damals war sie für so etwas eh noch viel zu jung gewesen. Trotzdem.
Emma unterdrückte ein Gähnen. Wie immer machte das Autofahren sie müde. Was sie wiederum an die vorletzte Autofahrt erinnerte, die sie mit der Clique unternommen hatte. Den Weg nach Oberstdorf. Und Toril. Verstohlen schielte sie nach vorn. Irgendwie sah er angespannt aus. Aber gut, ihr war nicht entgangen, dass ihm Berits Anwesenheit genauso wenig gefiel, wie ihr selbst. Diese musste ihn ja schließlich unweigerlich an den Streit erinnern und dann eben auch an alles, was daraus resultierte. Inklusive Solveigs Schwangerschaft. Und das war nun einmal eine mehr als unglückliche Situation.
Ob die beiden noch mal über das weitere Vorgehen geredet hatten? Vermutlich eher nicht. Entweder er hatte gelernt, jedenfalls laut Solveig oder Asbjørn war dagewesen. Asbjørn. Ob Toril davon wusste? Was er davon hielt? Andererseits, das war doch wohl Solveigs Sache, ob und was sie mit wem hatte, bester Freund hin oder her. Schließlich waren die beiden eben nicht zusammen!
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