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Knoepfchen ...
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...   Erstellt am 01.03.2013 - 22:13Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo Johannes,

ich denke, dass ich von mir behaupten kann, fest im Glauben zu stehen. Ich zweifle nicht am Herrn oder den Zusagen, die er uns gemacht hat. Ich zweifle auch nicht an einem Leben nach dem (körperlichen) Tod. Und gerade deshalb sollte ich doch eigentlich als Christ keine Angst vor dem Tod haben, mich sogar freuen auf das, was mich danach erwartet und darauf, beim Himmlischen Vater zu sein.

Stattdessen habe ich aber doch große Angst! Einerseits, wie du schon sagtest, weil es so unausweichlich ist und es kein Verschonen gibt. Sollte mich eigentlich trösten, dass es alle, ohne Ausnahme, trifft. Aber auch, weil doch Zweifel da sind, Zweifel an mir. Ich besuche die Gottesdienste und nehme am Abendmahl teil, ich erziehe meine Tochter im Glauben, bete mit meiner Familie, versuche mich immer so zu verhalten, wie der Herr es erwartet (und mache natürlich – immerhin „nur“ ein Mensch – doch immer wieder Fehler)... Und da geht es los mit dem Zweifel: bin ich trotzdem gut genug, dass Gott sagt, ja, Knöpfchen, du bist mein Kind und ich werde dich wieder zu mir holen? Verzweifelt er nicht so langsam an mir, wenn er mir manchen Fehler wieder und wieder und wieder vergeben muss? Geht ihm da nicht langsam die Geduld aus?

Wer sagt denn, dass ich wirklich „dabei“ bin am Tag des Herrn, dass ich all meine Lieben, die schon in der Ewigkeit sind, wiedersehe? Ich sehe manchmal nur mich und alles, was ich so falsch mache, was schief läuft, und denke dann, ich bin nicht würdig genug und bin dann in der Ewigkeit ganz allein oder mit anderen, die ich nicht kenne, in einem düsteren Bereich, der mir ganz und gar nicht gefällt, und das macht mir wahnsinnige Angst. Und dann denke ich, wie viele Sterbende gehen wohl mit ähnlichen Gedanken der Angst in die Ewigkeit und quälen sich daher in ihren letzten Tagen/Stunden ganz furchtbar? Und ich kann eigentlich nichts tun, um ihnen das ein bischen leichter zu machen. Wenn jemand Angst vor Hunden hat, kann ich ja auch hundert Mal sagen, der ist ganz lieb, der tut dir nichts, und derjenige wird trotzdem weiter Angst haben.

Kennst du diese Art von Zweifel, Johannes? Wenn ja, wie gehst du damit um? Und wie hilfst du denjenigen, die mit solchen Ängsten im Sterben liegen?

LG Knoepfchen




Johannes 
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...   Erstellt am 02.03.2013 - 18:17Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo Knöpfchen,

schön, dass Du Deinen Beitrag hier eingestellt hast. Ich freue mich immer wieder, wenn ich auf Menschen treffe, die noch eine Beziehung zu Gott haben. Leider ist das hierzulande nicht mehr selbstverständlich. Wenn Du dann auch noch sagst, dass Du nicht am Herrn zweifelst und auch seinen Zusagen vertraust, sollte man meinen, alles ist in Ordnung.

Dich plagen dennoch Zweifel und Angst, wie Du zum Ausdruck bringst, wenn Du schreibst:

„Und gerade deshalb sollte ich doch eigentlich als Christ keine Angst vor dem Tod haben …“
und

„Aber auch, weil doch Zweifel da sind, Zweifel an mir. … bin ich trotzdem gut genug, dass Gott sagt, ja, Knöpfchen, du bist mein Kind und ich werde dich wieder zu mir holen? Verzweifelt er nicht so langsam an mir, wenn er mir manchen Fehler wieder und wieder und wieder vergeben muss? Geht ihm da nicht langsam die Geduld aus?“

Ja, diese Zweifel kommen immer wieder einmal, auch bei mir. Aber wir sind nicht allein mit diesen Zweifeln! Kein ehrlicher Christ wird von sich behaupten, nie an seiner Errettung gezweifelt zu haben. Ein Paulus, der wahrlich ein Mann Gottes war, sagte:

20 Wenn ich also immer wieder gegen meine Absicht handle, dann ist klar: Nicht ich selbst bestimme über mich, sondern die Sünde in mir verführt mich zu allem Bösen.
21 Ich mache immer wieder dieselbe Erfahrung: Das Gute will ich tun, aber ich tue das Böse.
22 Ich wünsche mir nichts sehnlicher, als Gottes Gesetz zu erfüllen.
23 Dennoch handle ich nach einem anderen Gesetz, das in mir wohnt. Dieses Gesetz kämpft gegen das, was ich innerlich als richtig erkannt habe, und macht mich zu seinem Gefangenen. Es ist das Gesetz der Sünde, das mein Handeln bestimmt.
24 Ich unglückseliger Mensch! Wer wird mich jemals aus dieser Gefangenschaft befreien? (Röm. 7,20-24)


Solange wir auf uns selbst blicken, haben diese Zweifel die Macht, uns nach unten zu ziehen. Du kennst sicher die Begebenheit, als Petrus Jesus auf dem Meer entgegen gehen wollte.

28 Da rief Petrus: "Herr, wenn du es wirklich bist, lass mich auf dem Wasser zu dir kommen."
29 "Komm her!", antwortete Jesus. Petrus stieg aus dem Boot und ging Jesus auf dem Wasser entgegen.
30 Als Petrus aber die hohen Wellen sah, erschrak er, und im selben Augenblick begann er zu sinken. "Herr, hilf mir!", schrie er.
31 Jesus streckte ihm die Hand entgegen, ergriff ihn und sagte: "Hast du so wenig Glauben, Petrus? Vertrau mir doch!" (Matth. 14,28-31)


Es war von Anfang an die Taktik Satans, das Vertrauen des Menschen in seinen Schöpfer zu untergraben. Wir sollen von Jesus wegblicken auf uns, auf die Probleme. Wie hat er es am Anfang gemacht? Er hat Zweifel gesät.

„Ja, sollte Gott gesagt haben: … (1. Mose 3,1)“

Entweder redet er Dir ein: „Du bist so gut, Du brauchst Gott doch gar nicht!“ oder er hält Dir vor: „Du bist so schlecht, mit Dir kann Gott doch gar nichts anfangen!“ Egal also, wie Du Dich verhältst, Du verlierst immer. Satan baut darauf, dass Dir Zweifel kommen. Gibst Du ihnen Raum, bist Du in der Falle.

Du kennst sicher den Spruch:

„Du kannst nicht verhindern, dass die Vögel über Deinen Kopf fliegen, aber Du kannst verhindern, dass sie darauf Nester bauen.“

Das ist der Schlüssel in Deiner Hand, die Zweifel und die Angst zu besiegen.

Verhindern, dass sie sich in Deinem Kopfe einnisten. Jesus sagte zu Petrus:

"Hast du so wenig Glauben, Petrus? Vertrau mir doch!"

Paulus sagte den römischen Christen:

25 Gott sei Dank! Durch unseren Herrn Jesus Christus bin ich bereits befreit. So befinde ich mich in einem Zwiespalt: Mit meinem Denken und Sehnen folge ich zwar dem Gesetz Gottes, mit meinen Taten aber dem Gesetz der Sünde. (Röm. 7,25)

Das ist eine ganz entscheidende Aussage!

Gott sei Dank! Durch unseren Herrn Jesus Christus bin ich bereits befreit!

Es ist egal, was Satan behauptet – das Wort Gottes, die Zusage Jesu ist maßgebend. Mit dem Opfer Jesu auf Golgatha hat Satan sein Anrecht auf Dich verloren. Das Blut Jesu war der Preis für Dein Leben. An dieser Stelle ist es wichtig, sich immer wieder die Zusagen Gottes (Verheißungen) ins Bewusstsein zu rufen. Schaffst Du es nicht aus dem Gedächtnis, mach Dir eine Liste mit seinen Zusagen, die Deine Erlösung und Zugehörigkeit zu ihm zum Inhalt haben.

Der Apostel Paulus macht hier noch weitere, für Dich ganz wichtige Aussagen.

Deshalb sandte Gott seinen Sohn zu uns. Er wurde Mensch und war wie wir der Macht der Sünde ausgesetzt. An unserer Stelle nahm er Gottes Verurteilung der Sünde auf sich. (Röm. 8,3)

Das ist eine der bedeutendsten Zusagen Gottes! Immer und überall sollte Dir diese Zusage vor Augen sein.

7 Von unserem Wesen her lehnen wir Menschen uns gegen Gott auf, weil wir seine Gebote nicht erfüllen und auch gar nicht erfüllen können. (Röm. 8,7)


Gottes Zusagen stehen selbstverständlich im direkten Zusammenhang mit seiner Ordnung, seinen Geboten. Wer einmal aus der Opposition gegen Gott heraus geholt wurde, also Gnade erfahren hat, kann nicht weiter in der Opposition leben. Sein Leben bekommt eine neue Richtung. Diese wird durch den Gehorsam gegen Gott sichtbar, wie ich auch an anderer Stelle ausführlich beschrieben habe. Hier wird gesagt, dass ein Mensch in der Opposition gegen Gott nicht in der Lage ist, nach Gottes Ordnung zu leben – er lehnt sich ja dagegen auf. In den folgenden Versen macht Paulus deutlich, dass mit der Annahme Jesu alles anders geworden ist.

9 Nun aber seid ihr nicht länger eurem selbstsüchtigen Wesen ausgeliefert, denn Gottes Geist bestimmt euer Leben - schließlich wohnt er ja in euch!
10 Wenn Christus in euch lebt, dann ist zwar euer Körper wegen eurer Sünde noch dem Tod ausgeliefert. Doch Gottes Geist schenkt euch ein neues Leben, weil Gott euch angenommen hat.
11 Ist der Geist Gottes in euch, so wird Gott, der Jesus von den Toten auferweckt hat, auch euren sterblichen Leib wieder lebendig machen; sein Geist wohnt ja in euch. (Röm. 8,9-11)


Du schreibst ganz richtig

(„und mache natürlich – immerhin „nur“ ein Mensch – doch immer wieder Fehler...“),

bitte erinnere Dich an die Worte Pauli

„Das Gute will ich tun, aber ich tue das Böse.“

Hier spricht er aber eine ganz andere Sprache! „nicht länger … ausgeliefert!“


Du hast einen starken Rechtsanwalt und Beistand, Jesus Christus!

15 Denn der Geist Gottes, den ihr empfangen habt, führt euch nicht in eine neue Sklaverei, in der ihr wieder Angst haben müsstet. Er macht euch vielmehr zu Gottes Kindern. Jetzt können wir zu Gott kommen und zu ihm sagen: "Vater, lieber Vater!"
16 Gottes Geist selbst gibt uns die innere Gewissheit, dass wir Gottes Kinder sind. (Röm.8,16.16)


Gott selbst löst Dein Problem. Keine neue Sklaverei, keine neue Angst! Nein, er verzweifelt nicht an Dir! Von Jesus wird gesagt:

10 So ist es auch kein Widerspruch, dass Gott - für den alles geschaffen wurde und durch den alles ist - seinen Sohn durch das Leiden am Kreuz zur Vollendung gelangen ließ. Dadurch hat Jesus den Weg für viele Menschen gebahnt, die er als Gottes Kinder in sein herrliches Reich führt.
11 Jetzt haben sie alle den einen Vater: sowohl Jesus, der die Menschen in die Gemeinschaft mit Gott führt, als auch die Menschen, die durch Jesus zu Gott geführt werden. Darum schämt sich Jesus auch nicht, sie seine Brüder und Schwestern zu nennen,
12 wenn er sagt: "Ich will meinen Brüdern deinen Namen bekannt machen, vor der ganzen Gemeinde will ich dich loben und ehren."
13 Er sagt auch: "Gott allein will ich vertrauen!" Und weiter: "Hier bin ich, und hier sind die Kinder, die Gott mir gegeben hat."
14 Die Kinder aber sind wir, Menschen aus Fleisch und Blut. Christus ist nun auch ein Mensch geworden wie wir, um durch seinen Tod dem Teufel - als dem Herrscher über den Tod - die Macht zu entreißen.
15 So hat er alle befreit, die aus Furcht vor dem Tod ihr ganzes Leben hindurch Gefangene des Teufels waren.
16 Denn Jesus geht es ja nicht um die Engel. Ihm geht es um die Menschen, um die Nachkommen Abrahams.
17 Deshalb musste er uns, seinen Brüdern und Schwestern, auch in allem gleich sein. Dadurch konnte er ein barmherziger und zuverlässiger Hoherpriester für uns werden und sich selbst als Sühneopfer für unsere Sünden Gott darbringen.
18 Denn weil er selbst gelitten hat und denselben Versuchungen ausgesetzt war wie wir Menschen, kann er uns in allen Versuchungen helfen. (Hebr. 2,10-18)


Das gilt Dir! Auch wenn es noch so unwirklich klingt, Du bist Gottes Kind! Du bist Jesu Schwester! Du kannst und darfst sagen: "Vater, lieber Vater!"

Auf diesem Hintergrund bekommt das Wort des Paulus an die Gläubigen in Thessaloniki für Dich eine ganz andere, viel tiefere Bedeutung, wenn es ans Sterben geht:

13 Und nun, liebe Brüder und Schwestern, möchten wir euch nicht im Unklaren darüber lassen, was mit den Christen ist, die schon gestorben sind. Ihr sollt nicht trauern wie die Menschen, denen die Hoffnung auf das ewige Leben fehlt.
14 Wir glauben doch, dass Jesus gestorben und auferstanden ist. Darum vertrauen wir auch darauf, dass Gott alle, die im Glauben an Jesus Christus gestorben sind, auferwecken wird. Wenn er kommt, werden sie dabei sein.
15 Denn das hat uns der Herr ganz gewiss zugesagt: Wir, die beim Kommen des Herrn noch am Leben sind, werden gegenüber den Toten nichts voraushaben.
16 Auf den Befehl Gottes werden die Stimme des höchsten Engels und der Schall der Posaune ertönen, und Christus, der Herr, wird vom Himmel herabkommen. Als Erste werden die auferstehen, die im Glauben an Christus gestorben sind.
17 Dann werden wir, die wir zu diesem Zeitpunkt noch leben, mit ihnen zusammen unserem Herrn auf Wolken entgegengeführt, um ihm zu begegnen. So werden wir für immer bei ihm sein.
18 Tröstet euch also gegenseitig mit dieser Hoffnung. (1. Thess.4,13-18)


Du als Gottes Kind besitzt ein Wissen, das Dich vollkommen von jenen unterscheidet, die diese Hoffnung nicht haben. Du hast einen Schatz, der nie kleiner wird, wenn Du davon weitergibst an jene, an deren Sterbelager Du zu stehen kommst.

Gott segne Dich!





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Knoepfchen ...
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...   Erstellt am 26.03.2013 - 15:08Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo Johannes,

Deine Antwort hat mir sehr zu denken gegeben, und erstaunlicherweise haben sich viele Gottesdienste in den letzten Wochen um genau diese Fragen und Antworten gedreht. Komisch, dass es mich immer noch erstaunt, obwohl ich es doch seit vielen Jahren immer wieder so erlebe.

Es stimmt, wir haben nicht "nur" einen Gott, den wir anbeten dürfen, nein, wir sind seine Kinder und dürfen Vater zu ihm sagen. Dürfen mit allem, mit Freude und Dankbarkeit, aber auch mit Kummer und Angst zu ihm kommen.

Ich weiß das. Ich habe schon oft erlebt, bei mir und bei anderen, dass der Himmlische Vater hilft. Und im selben Atemzug ist er wieder da, der Teufel. Der Teufel, der sagt "Ja Knöpfchen, natürlich, schon oft hat Gott geholfen. Und nun liegst du ihm wieder in den Ohren, brauchst wieder Hilfe. Das glaubst du doch selber nicht, dass er dir schon wieder hilft?" Und ich fange an zu zweifeln und bekomme noch mehr Angst/Sorgen, als ich vorher schon hatte. Und aus diesem im wahrsten Sinne des Wortes Teufelskreis komme ich manchmal so schlecht wieder raus, gerade wenn ich aufgrund der Arbeit dann nicht in den Gottesdienst gehen kann.

Ich weiß einfach nicht, wie ich den Teufel mundtot machen kann, und ärgere mich deshalb über ihn und noch viel mehr über mich selbst. Warum hat er noch so viel Macht über mich, obwohl er doch gar kein Anrecht mehr auf meine Seele hat?

Und gerade in so einer "Stimmung" fällt es mir schwer, anderen, beispielsweise einem Sterbenden, von meinem Glauben, abzugeben, und zwar so, dass es glaubhaft ist und nicht nur wie dahergeredet klingt. Schließlich will ich trösten, Mut machen, ein bischen Frieden vermitteln, aber wenn es in mir selbst so unruhig ist, ist das nicht so einfach. Vielleicht sollte ich auch in solchen Momenten einfach Vertrauen haben, dass der Himmlische Vater mir hilft, die richten Worte/Gesten zu finden. Schließlich sagt man nicht umsonst immer in unserer Kirche (bin neuapostolisch) "Der Zweifler empfängt nichts". Ich weiß, ich muss "nur" weiter glauben und, wie es in einem unserer Lieder heißt, "immer mutig vorwärts, was auch kommen mag", aber ich hab Angst zu stolpern und nicht wieder auf die Füße zu kommen.

Ich stelle fest, dass es in einem Forum nicht ganz so einfach ist, auszudrücken, was mir alles durch den Kopf geht. Ein direktes Gespräch Auge in Auge ist doch was anderes. Deshalb habe ich auch recht lange gebraucht, um auf Deinen Beitrag zu antworten. Und Du steigst vielleicht gar nicht mehr durch durch mein Chaos (dann sind wir immerhin schon zwei).

Ich habe noch manches auf dem Herzen, was ich hier gern loswerden würde, aber ich weiß noch nicht, wie ich es ausdrücken soll. Auf jeden Fall danke ich Dir für Deinen Beitrag, der mir Mut macht, weiter zu gehen

Lieben Gruß,

Knöpfchen




Johannes 
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...   Erstellt am 29.03.2013 - 23:58Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo Knöpfchen,

Das Wissen darum, dass wir mit allem zu Gott kommen dürfen ist schon mal eine gute Grundlage. Wie ich mit dem Beispiel von den Vögeln, deren Flug über unseren Kopf wir nicht verhindern können, bereits deutlich machte, werden wir nicht verhindern können, dass der Teufel uns immer wieder in Verwirrung zu bringen versucht. Es ist von Anbeginn seine Strategie gewesen, das Vertrauen (Glauben) in Gott zu zerstören. Vielleicht hilft Dir ein anderes Bild, das Jesus selbst einmal aufzeigte.

Ein Kind hat ein Anliegen und geht damit zu seinem Vater/seiner Mutter. Was meinst Du, macht sich das Kind Gedanken darüber, wie oft es schon zu seinen Eltern gegangen ist? Gewiss nicht! Sagte Jesus nicht einmal: „Wenn ihr nicht werdet, wie die Kinder, könnt ihr nicht ins Reich Gottes kommen!“? Ein Kind ignoriert einfach, wenn jemand sagt: „Du bist jetzt oft genug zu deinen Eltern gegangen, jetzt ist es aber genug!“ Die Eltern sind immer für es da! Das weiß es, alles andere interessiert es nicht. So sollen wir Erwachsenen – als Kinder Gottes - es auch halten.

Es gibt ein einfaches Mittel, sich Hilfe zu holen. Nimm Deine Bibel und einen roten Stift. Wenn Du nun darin liest, male jedes Mal ein rotes V für Verheißung an die Seite des jeweiligen Verses. Du wirst staunen, wie viele Verheißungen Gott Dir macht. Du bekommst eine richtig farbige Bibel! Und immer, wenn Du sie aufschlägst, lies diese Verheißungen durch. Kommen Dir Zweifel, wie Du schreibst, schlag Deine Bibel auf und lies die Verheißungen. Das Einzige, was Satan nun versuchen kann, ist Dich vom Lesen der Verheißungen abzuhalten. Aber das dürfte ihm wohl schwer fallen, oder?

Nein, ich kann Dir nicht raten, den Versuch zu unternehmen, den Teufel mundtot zu machen. Diesen Kampf verlierst Du. Der Apostel Paulus gibt hier einen ganz anderen Rat, der viel effektiver ist:
12 Kämpfe den guten Kampf des Glaubens! Erringe so das ewige Leben. Dazu hat dich Gott berufen, (1. Tim. 6,12)

„Ringe darum, das Vertrauen in Gott nicht zu verlieren“, kann man mit anderen Worten wiedergeben. Versuchst Du, gegen den Teufel zu kämpfen, hast Du den Kampf bereits verloren, bevor Du angefangen hast. Wendest Du Dich aber im Vertrauen auf Gottes Zusagen an ihn, wird er für Dich kämpfen und Du musst nur noch zuschauen, wie er einen Sieg nach dem anderen erringt. Das ist das Geheimnis eines sieghaften Glaubenslebens.

Je mehr Du Dich in Übereinstimmung mit Gott bringst, indem Du nach seinem Willen fragst, umso sicherer wirst Du in Deinem Vertrauen zu ihm. Jesus sagte einmal,

„"Ich sage euch die Wahrheit: Von sich aus kann der Sohn gar nichts tun, sondern er tut nur das, was er auch den Vater tun sieht. Was aber der Vater tut, das tut auch der Sohn!“ (Joh. 5,19)

Er tut nur das, was er auch den Vater tun sieht. Wie anders verhalten wir Menschen uns. Gott hat uns seine Ordnung mitgeteilt (u. a. die 10 Gebote), aber wir sagen: „Ich mach, was ich will …“! Wundert es dann, wenn Satan Macht über uns hat? Wir tun also gut daran, wie Jesus zu handeln, wollen wir über das Böse siegen. Wenn Jesus darauf verweist, dass es auf einen Glauben ankommt, „wie die Schrift sagt“, sollten wir uns wohl auch mit dem vertraut machen, was die Schrift sagt. Daran mangelt es sehr vielen – auch religiösen - Menschen.

Die Menschen, denen wir begegnen spüren sehr schnell, ob wir authentisch sind oder nicht, wenn sie uns begegnen. Ist unsere Beziehung zu Gott lebendig, folgen wir seinen Weisungen, wirst auch Du vermehrt hören: „Könnte ich doch auch so glauben, wie Sie!“

Sicher wäre es oft einfacher, im direkten Gegenüber die wichtigen Gedanken auszutauschen. Aber auch so lässt sich das bewerkstelligen. So groß ist Dein Chaos eigentlich gar nicht. Ich denke, vieles hängt auch mit zu wenig Wissen zusammen, das aus einer näheren Beschäftigung mit Gottes Wort entspringt. Darum kann ich Dir nur raten, weniger die Literatur UM das Wort Gottes zu lesen und Dich mehr auf DIESES Wort selbst zu konzentrieren. Ich weiß, dass die Bibel nur sehr selten in einem neuapostolischen Gottesdienst zur Hand genommen wird. Dafür mehr die Botschaft der Brüder im Vordergrund steht. Ich halte das für unzureichend.

Wenn Du einmal ein intensives Studium des Wortes Gottes ins Auge fassen solltest, kann ich selbstverständlich auch jemand beauftragen, der in Deiner Nähe wohnt, damit ihr gemeinsam durch die wichtige Botschaft Gottes gehen könnt. Solltest Du hier in der Nähe sein, wäre ich auch zu solchen Gesprächen bereit. Oder Du stöberst halt in den Themen, die ich hier bereits aufgearbeitet habe. Für den Anfang ist das m. E. schon eine ganze Menge. Ich wünsche Dir jedenfalls Gottes reichen Segen

Liebe Grüße

Johannes





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