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Lampi ...



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...   Erstellt am 06.06.2009 - 19:52Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo zusammen,

alle Beteiligten inclusive Kursleiter sind (von Erkältungen aufgrund der gnadenlos zuschlagenden Schafskälte mal abgesehen) gesund und viel schlauer als zuvor wieder zurück. Diesmal waren zwei Kids dabei, damit konnte auch ich eine Menge lernen.

Bericht folgt (hier ausführlicher, dafür im Rohformat; gekürzt und schön formatiert im Vereinsheft).

Liebe Grüße, Rainer

[Dieser Beitrag wurde am 14.07.2009 - 21:17 von Lampi aktualisiert]





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Bergvagabund
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...   Erstellt am 07.06.2009 - 16:20Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Wieviele Sektionsmitglieder waren denn dabei? Soweit ich weiß sollte das Ganze ja in der Sächsischen stattfinden, aber wettertechnisch war es ja leider nicht so.

[Dieser Beitrag wurde am 07.06.2009 - 16:21 von Bergvagabund aktualisiert]




Lampi ...



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...   Erstellt am 03.07.2009 - 15:20Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Bergvagabund schrieb

    Wieviele Sektionsmitglieder waren denn dabei? Soweit ich weiß sollte das Ganze ja in der Sächsischen stattfinden, aber wettertechnisch war es ja leider nicht so.



Das war wie geplant in den Tannheimer Bergen.
Es war kalt aber bisher am trockensten. Drei Mit- und zwei Ohneglieder

Bericht kommt noch, ich muss zwei Teilnehmern noch Beine machen wg. Tagesbericht schreiben.





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Lampi ...



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...   Erstellt am 03.09.2009 - 23:25Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Sonntag (Rainer)

Heiko, sein Sohnemann Felix & ich (Stuttgart) schlagen nach einem nassen Aufstieg abends um 18 Uhr auf der Tannheimer Hütte ein. Die drei Sachsen Sven, sein Sohnemann Jonas und Danny sind schon da. Vor uns steht eine Woche in einer schönen, für alle außer mir unbekannten Umgebung. Von allen bislang von mir durchgeführten Kursen hatten wir mit Abstand das beste, allerdings auch kälteste Wetter. War es in den zurück liegenden Jahren (selbst in denen, in denen Schneefall den Kurs vorzeitig beendete) wenigstens an zwei Tagen möglich, sich abends auf der Hüttenterrasse noch die Sonne auf den nicht vorhandenen Pelz brennen zu lassen, so waren dieses Jahr bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und einem jeden Surfer zu Freudentaumel verhelfenden Wind lange Unterhosen und mehrere Pullover angesagt und an ein Essen auf der Terrasse meistens nicht einmal zu denken.






Nach einem leckeren Abendessen (H5N1chen - Curry) nimmt Lampi noch ein paar grundlegende Dinge zur Bedienung der Rücklaufsperren und zum Standplatz an einem Ring durch, danach geht es ab ins Heiabettchen.



Montag (Sven)
Nach einer Nacht im Lager ohne Fenster geht es zum Früstück zu Petra in die Tannheimer Hütte (wir wohnen im Jugendclub!). Danach dauert das Anlegen der Ausrüstung länger wie an den folgenden Tagen. Durch wunderbares Grün und ausgetretene Wege aufwärts in die Scharte zwischen Gimpel und Rote Flüh. Genau hier startet nach einer kurzen rast unsere Tour in den Gimpel Westgrat. Die Kletterei ist nicht allzu schwer (maximal 3). Dennoch benötigen wir mit 5 Seilen eine Menge Zeit in unserer Sechserseilschaft. Auch Jonas klettert mit Unterstützung trotz des verletzten Armes stetig aufwärts. Nach der zweiten Seillänge trübt sich der Himmel ein und wir sind uns nicht sicher, was noch kommt. Daher beschließen wir abzuseilen. Es geht also auf den Rückzug. Die erste Seillänge nach unten wird von allen gut gemeistert.
Glück gehabt! Alle kommen sicher unten an und das Wetter hält durch. Später wird es sogar wieder besser. Naja, lieber so als anders herum!














So laufen wir noch zu einer Übungstelle zum Umbauen am Gimpel- Vorbau. Da an der ersten Stelle Abseilende in der Wand immer wieder Steinschlag verursachen, wechseln wir auf die Hochwieseler Südseite.

Am Abend kommen wir klüger aber auch ein wenig müde in die Hütte. Leckere Kässpätzle erhellen unsere Gesichter und füllen die knurrenden Mägen. Danach hat Rainer aber noch ein paar Übungen in der Hütte auf Lager und so üben wir Standplatzbau und Reihenschaltung. Rainer erklärt kurz die alte Ausgleichsverankerung-damals und heute. es ist gar nicht so leicht sich alle Varaianten zu merken und so fallen wir mit dickem Kopf nach einem letzten Tee in unsere Betten. Nur Heiko muss ein wenig schauen, da die Matratze so dünn ist. (Hat da jemand eine Erbse versteckt?)

Dienstag 3.06.2009 (Rainer)
An der Zwerchwand üben wir Dinge, die man hoffentlich nie braucht, die aber im Fall eines ungeplanten Rückzugs oder der Flucht nach vorn oder zur Seite hinaus notwendig sein können. künstliches Klettern, Abseilen über Knoten, Prusiken, ... bis uns Hagel in die Hütte zurücktreibt.



Dort darf bis zum Servieren des leckeren Tafelspitzes jeder noch einen Stand ohne zusätzliches Material aufbauen. Abends gibt es noch eine Runde Materialkunde.

Mittwoch, 3.06.2009 (Danny)
Nachdem unser erster Tourentag am Montag gescheitert ist, wird heute erneut eine Tour geplant. Die Wahl fällt auf die "Führerroute" in der SO-Wand des Gimpels. Die Route umfasst acht Seillängen und ist nicht schwieriger als IV. Da der Gimpel noch in Wolken liegt lassen wir uns Zeit mit Frühstück und Ausrüstung packen. Gegen 12 Uhr erreichen wir nach einstündiger Wanderung den Zustieg zur "Führerroute". 12:23 wird die erste Exe geclippt. Ich steige die ersten vier Seillängen vor. Danach gibt es Orientierungsprobleme. Heiko, unser neuer Vorsteiger, findet den richtigen Weg nicht. Rainer nimmt die Navigation selbst in die Hand. Nach vier Stunden und 51 Minuten erreichen wir um 17:14 das Gipfelkreuz.





Ich belohne meinen ersten erkletterten Gipfel mit einem Riegel und einer Zigarette (den Filter nehme ich natürlich wieder mit runter). Gegen 18 Uhr beginnen wir den Abstieg über den Normalweg. Eine Stunde geht es durch steiles Gelände bergab. Ein paar Meter seilen wir ab. In der Hütte erwartet man uns bereits mit Brätmaultaschen in Käsesoße. Nach dem Essen erzählt uns Rainer bei einer schönen heißen Tasse Tee noch etwas über Topos und Tourenplanung. Und dann kommt die Müdigkeit und nimmt uns allesamt mit.



Donnerstag, 4.06.2009 (Heiko)
Heute ist das Wetter zunächst nicht überzeugend. Die Wolken hängen tief, und alles ist nass. Daher machen wir vormittags erstmal eine Theorieeinheit. Wir lernen, wie man einen Flaschenzug mit Prusikschlingen und eine Rücklaufsperre mit Gardaschlingen aufbaut.



Mittags können wir dann nach draußen aufbrechen, nach dem das Wetter aufgeklart hat.





An der Hochwiesler-Südwand klettern wir in Halbseiltechnik und üben das Umbauen und Abseilen von einem (hier natürlich nur angenommen) zweifelhaften Standplatz bzw. von einem Normalhaken. Dabei überholen uns vier Kerle, die sich auf zwei parallelen Routen mit viel Getöse die Wand hocharbeiten.



Danach üben wir noch das Setzen der verschiedenen Typen von Normalhaken. Jeder darf mal welche einschlagen und es wird hinterher gemeinsam erst überlegt und dann getestet, ob er wohl hält - und ob man ihn wieder rausbekommt.
Währenddessen sehen wir zwei der vier Jungs, die uns vorher überholt hatten, unterhalb von uns stehen und unverwandt in die Wand über uns spähen.
Irgendwann sprechen sie uns an und fragen, ob wir wissen, wie man möglichst schnell "da hoch" kommt. Da sehen wir das Malheur: in einem Überhang hat sich einer ihrer Kollegen mit dem Achter in einem irrsinnigen Knoten verfangen. Er zappelt wie ein Maikäfer auf dem Rücken. Nichts geht mehr, der Fels ist zu weit weg. Nach kurzer Diskussion entscheiden wir, um den Hochwiesler herum zu gehen und über das Schneefeld zwischen Hochwiesler und Rotflüh aufzusteigen, um von oben zu helfen. Danny bringt mittlerweile die Jungen auf die Hütte.

Der Fels oberhalb des Schneefelds ist nass und bemoost. "Beste" Voraussetzungen also, um "schnell" hochzukommen. Die Kumpels des "Verunglückten" werfen uns ein Seil zu - dann geht es doch schnell.
Oben angekommen, baut Rainer zwei Flaschenzüge in die Halbseile, wobei die Kurzprusiks auf den neuen dünnen Halbseilen zunächst nicht halten wollen. Zum Glück hatten wir verschiedene Reepschnüre dabei, von denen eine Sorte auch griff. Zu dritt ziehen wir den hilflosen Abseiler über 20m weit wieder hoch. Es stellt sich heraus, dass es sich bei den Vieren um deutsche Soldaten handelt, die im Dienst in Österreich klettern gegangen waren. Die Seile (das eine oliv, das andere schwarz) waren nagelneu und offensichtlich von der Trommel. Der Knoten war selbst mit mehreren Leuten und im sicheren Stand nicht ganz so einfach aufzulösen.
Zurück in der völlig überfüllten Hütte gibt es mit einer halben Stunde Verspätung Sauerbraten.

Freitag 5.06.2009 (Rainer)
Der Freitag wird vom Ende des morgendlichen bis zum Eintreffen des angekündigten nächsten Schmuddelwetters mit der Schlusstour "Till Ann" verbracht. Leider waren nur Heiko und Felix dabei; Jonas hatte ja noch den kaputten Arm, sein Vater musste wohl oder Übel bei ihm bleiben und wollte daher nicht erst abends weg. Und Danny fuhr ja mit den beiden zurück.
Heiko und Felix begingen die Route ohne nennenswerte Beanstandungen. Man kann sie relativ gelassen auf die Berge loslassen. Erfahrungen sammeln müssen sie ohnehin selbst.





Ich danke allen Teilnehmern für ihre Umsicht, so dass wir auch dieses Jahr wieder (von Erkältungen mal abgesehen) wohlbehalten ohne (zusätzliche) Verletzungen und hoffentlich etwas schlauer aus den Bergen zurück kommen konnten. Selbst Jonas, unser Jüngster, hat, (zumindest )sobald wir aus der Hütte waren, hervorragend auf sich aufgepasst, so dass auch sein Papa Sven sich wirklich den Kursinhalten widmen konnte. Und auch wenn Jonas in der Hütte schon sehr nachdrücklich und nahezu ohne Unterbrechung auf sich aufmerksam gemacht hat, so haben wir ihn doch alle liebgewonnen (schon allein dafür, so breit zu grinsen, dass die Mundwinkel hinter dem Kopf wieder zusammengestoßen sind ). Nie erreichten wir die Einstiege oder Übungsstellen so schnell wie dieses Mal, denn niemand wollte sich die Blöße geben, von einem Neunjährigen nur die Staubwolke zu sehen.





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...   Erstellt am 05.10.2009 - 11:21Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hier noch ein paar Sekunden von dem Spaß, den wir mit den jüngsten Teilnehmern haben durften: http://www.youtube.com/watch?v=JLZmbZMYd4Y

[Dieser Beitrag wurde am 05.10.2009 - 11:22 von Lampi aktualisiert]





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