Ralf der mit dem Floh tanzt
     

Status: Offline Registriert seit: 01.08.2004 Beiträge: 549 Nachricht senden | Erstellt am 23.09.2005 - 22:30 |  |
Augen auf beim Welpenkauf
Das Deutsche Tierhilfswerk e.V. warnt vor unseriösen Hundeverkäufern
Berlin/München, 23.09.2005. Der Entschluss ist schnell gefasst: Ein Hund muss her und zwar möglichst ein Modehund. Seit Jahren stehen hoch im Kurs: Golden Retriever oder Yorkshire-Terrier. Natürlich muss es auch ein Welpe sein. Das nächste Tierheim ist zu weit und Welpen dieser Rassen gibt es dort ohnehin nicht.
In der nächsten Tageszeitung wird man schnell fündig und fährt zum nächsten Züchter. Dass dort nicht nur eine Hunderasse anzutreffen ist, sondern jede Menge verschiedene Rassen, lässt die Alarmglocken noch immer nicht schrillen. Dann endlich: braune Knopfaugen strahlen einen an und man ist sich sicher, den treuen Vierbeiner fürs Leben gefunden zu haben. Dass die Welpen ohne Mutter sind, dass es ziemlich schmuddelig zugeht, all das wird übersehen. Rasch ist man handelseinig, zahlt eine Menge Geld und fährt überglücklich nach Hause. Wenige Tage später muss der Welpe mit Verdacht auf eine Infektionskrankheit oder Parasitenbefall in einer Tierarztpraxis vorgestellt werden.
Spontan werden aber auch Hunde bei einem Halt an der Autoraststätte gekauft. Aus dem Kofferraum eines anderen Autos schauen zuckersüße Welpen heraus. Auch an den östlichen Grenzen Deutschlands blüht der Hundehandel. Dort warten sie auf Decken sitzend, schauen herzerweichend. Für 250 € wechselt das Tier den Besitzer, meist ohne Papiere oder wenn, dann mit falschen Ausweisen. Häufig sind auch diese Welpen verwurmt, mangelernährt oder weisen Deformationen auf. Die Mütter dieser Welpen „produzieren“ in Hundefabriken ohne Ruhephasen den Nachwuchs. Taugen sie als Gebärmaschinen nichts mehr, werden sie entsorgt.
„In den letzten Jahren wurde der unseriöse Welpenverkauf von vielen als lukrative Einnahmequelle entdeckt“, konstatiert Judith Schmalzl vom Deutschen Tierhilfswerk e.V. (DTHW) in München.
Das DTHW empfiehlt allen Tierfreunden, die nach einem Hund Ausschau halten, erst dem örtlichen Tierheim einen Besuch abzustatten. Zahlreiche Vierbeiner warten dort auf ein neues Zuhause.
Dr. Tina Kugler, Veterinärin beim Deutschen Tierhilfswerk e.V. erklärt, warum es auch für den Halter vorteilhaft sein kann, einen Hund aus dem Tierheim aufzunehmen: „Tierheimhunde sind geimpft, kastriert und geshipt. Jede Menge Tierarztkosten entfallen. Außerdem sind sie im Gegensatz zum Welpen stubenrein und haben keine Flausen mehr im Kopf. Bei einem Welpen weiß man nie genau, was aus ihm wird.“
Wer trotzdem nicht warten kann und unbedingt ein Welpen kaufen möchte, sollte einige Hinweise beachten:
- Ein vertrauenswürdiger Züchter erkundigt sich nach dem neuen Zuhause des Welpen und steht auch nach dem Kauf mit Rat und Tat zur Seite. Ebenso wird er sich erkundigen, wie sich das Tier entwickelt.
- Die Hündin wird nicht getrennt von den Welpen gehalten, sondern steht mit ihnen in Kontakt.
- Der Züchter kann Auskunft über den Deckrüden geben.
- Ebenfalls kümmert sich der Züchter um die Sozialisation der Welpen, um deren Entwurmung und Impfung.
- Bei der Übernahme des Welpen wird eine Fütterungsempfehlung von Seiten des Züchters gegeben.
Weitere Informationen bei: Judith Schmalzl, DTHW-Geschäftsstelle München, Tel.: 089-35752-202 ( <mailto:judithschmalzl@tierhilfswerk.de> judithschmalzl@tierhilfswerk.de),
Dr. med. vet. Tina Kugler, DTHW-Geschäftsstelle München, Tel.: 089-35752-203, Mobil: 0177-2451198 (tierarzt@tierhilfswerk.de).
Signatur Wir schenken unseren Hunden ein klein wenig Liebe und Zeit. Dafür schenken sie uns restlos alles, was sie zu bieten haben. Es ist zweifellos das beste Geschäft, was der Mensch je gemacht hat.
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Zissi  Methusalem
     

Status: Offline Registriert seit: 02.08.2004 Beiträge: 337 Nachricht senden | Erstellt am 23.09.2005 - 23:22 |  |
...allein der Begriff "Kauf" ist mir nach wie vor ein Dorn im Auge... Hundi soll doch schliesslich ein Familienmitglied werden, und das "kauft" man sich nicht einfach... Schließlich geh ich auch nicht ins Krankenhaus und such mir auf der Säuglingsstation nen Hosenscheisser aus und - Visa Karte sei dank - gehe um ein bisschen Kohle ärmer und ein Gör reicher wieder raus?!?
Signatur Für Geld kann man vieles kaufen, nur nicht das Schwanzwedeln eines Hundes! |
Gina-67  Methusalem
     

Status: Offline Registriert seit: 16.08.2004 Beiträge: 379 Nachricht senden | Erstellt am 28.09.2005 - 13:41 |  |
Manche "kaufen" sich wahrscheinlich noch nicht mal per VISA-Karte einen Hund, sondern manchmal drängt sich einem der Verdacht auf, daß man auch fürn Fläschen Bier o. ne Stange Zigaretten einen Hund "kaufen" kann......?!
Als ich am Abend des Tages der offenen Tür heim kam, kam mir ein polnisches Pärchen aus der Nachbarschaft entgegen, mit einem kleinen wuseligen Etwas auf dem Arm, was ich aus der Entfernung fast für ein Meerschweinchen gehalten habe..!
Aber habe die Leute angesprochen u. siehe da, es war ein VIER !!!! Wochen alter Pekinesenmix mit großen, braunen Knopfaugen!
Den hatten sie gerade bei einem BEKANNTEN abgeholt, der einen Wurf junger Hunde hatte (wohl ein "UNFALL" .
Diesen hatte er den beiden mit den Worten, "der hat ja schon als einziger vom Wurf ein paar Zähne, den könnt ihr schon mal mitnehmen" - mitgegeben!
UNFASSBAR!
Das Pärchen erzählte mir, daß dies ihr erster Hund sei u. sie sich noch was FACHLITERATUR zulegen wollten!!!
Der kleine Hund tat mir leid u. ich habe ihnen gesagt, normalerweise sei der Hund doch noch viel zu jung, u. müsse zurück zur Mutter u. den Geschwistern, müsse doch noch gesäugt werden u. Sozialverhalten lernen, sie sollten den doch zu ihrem Bekannten besser nochmal zurückbringen u. ihn erst Wochen später abholen!
Falls der Typ ihnen Schwierigkeiten machen würde, sollten sie sich an einen Tierarzt o. den Tierschutz wenden...!
Jaja, würden sie machen, wenns nicht klappt! Antworteten sie - jaja, wers glaubt!!!
OH GOTT!
Habe den kleinen Hund noch zweimal in den letzten beiden Wochen gesehen, scheint sich optisch ganz gut zu entwickeln...!
Hoffe, die bekommen den durch u. daß er sich nicht zu einem verhaltensgestörten, "schwierigen" "Problemhund" entwickelt, der irgendwann, weil die Besitzer überfordert sind, im Tierheim landet...!
Tja, muß man sich wirklich fragen, was besser ist, den Hund von einem "Hobby- o. Hinterhofzüchter" o. von einem verantwortungsvollen Züchter (hoffe, es gibt die noch..??) zu "kaufen", wenn man schon keinen aus einem Tierheim holen möchte...!
Gruß Regina

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