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Epikur ...



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...   Erstellt am 15.04.2009 - 10:09Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen




Es ist merkwürdig, dass bislang nur Begeisterung, Kummer, höchstens Verzweiflung als Beweggrund der Musik figurierten, das heißt die sogenannten erhabenen Gefühle.

Die Rache, die Karikatur, der Sarkasmus erreichten oder werden die Welt der Musik nur in unseren Zeiten erreichen.

Deswegen könnte man die heutige Musikkunst als realistisch bezeichnen, als eine Kunst, die ohne zu wählen, jedwelches menschliche Gefühl aufrichtig wiedergibt.

Ich kann mir musikalische Produkte nicht anders vorstellen als Äußerungen der grenzenlosen Begeisterung, der Verzweiflung, des Kummers, des Zorns, der Rache, der Ironie, des Sarkasmus ihrer Autoren.

Ich glaube und gestehe, dass jede wahre Kunst sich unter der Wirkung von Erlebnissen und Ereignissen offenbart.

Wer ein Bild malt, nur um es zu malen, wer eine Symphonie schreibt, nur um sie zu schreiben, ist - auch im besten Falle - nur ein guter Handwerker.
Die Werke eines Menschen überliefern viel präziser als die Biographien alle Ereignisse und Leidenschaften, die sein Leben bewegen.

Wenn es sich um einen großen Künstler handelt, sind die Ratschläge und die Hilfe des Komponisten überflüssig; der Interpret findet allein und leicht seinen Weg.

Die ersten Anfänge der Kunst waren schon Perfektion; das Ende der Kunst - das heißt die Werke der größten Meister -ist auch Perfektion. Die eine in mehr oder weniger primitiver Form, in engem Rahmen, die andere hochraffiniert und in ungeheuer großer Dimension.

Je primitiver eine Melodie ist, um so reichere Harmonien muss sie vom Bearbeiter bekommen.
In der Musik hat sogar die revolutionärste Bewegung ihre natürlichen Grenzen.

Meine Devise, die menschliche wie die schöpferische: Bruderschaft der Menschen, eine Welt ohne Kriege, ohne Streitigkeiten.

Diesem Ideal versuche ich auch durch meine Musik zu dienen; deswegen akzeptiere ich alles Musikalische, gleich ob es aus ungarischen, slowakischen, rumänischen, arabischen oder anderen Quellen stammt.
Nur rein, frisch und gesund soll die Quelle sein!
Zweifelsohne, die bewegende Kraft jedwelcher Volksmusik oder anderer Volkskunstforschung ist im Erwachen der nationalen Gefühle zu suchen.

Die Entdeckung der Volksdichtung und der Volksmusik hat den nationalen Stolz angefeuert.

Wenn die musikalische Folklore vieles dem Nationalismus zu verdanken gehabt hat, so hat ihr der Ultranationalismus viel mehr geschadet als genützt.

Jede Kunst hat das Recht, in einer anderen, früheren Kunst zu wurzeln; sie hat nicht nur dieses Recht, sondern sie muss auch dort wurzeln.

Der Künstler, wenn er gewissenhaft ist, kann sogar in Zeiten wie der meinen die wahre und erhabene Einfachheit finden; nur muss er auch das richtige Publikum entdecken, das diese Einfachheit zu schätzen weiß.
BELA BARTOK (1881-1945)




Béla Bartók wurde am 25. März 1881 in Nagyszentmiklós, Transylvania, Ungarn
( heute Sinnicolau Mare, Rumänien ) geboren. Seit 1905 widmete sich Bela Bartok gemeinsam mit dem Freund Zoltan Kodaly der Volksliedforschung. Er unternahm Reisen durch Ungarn, Rumänien, Transsilvanien, Slowakei, in die Türkei und in andere Länder und sammelte mit dem Edison-Phonographen, auf Papier und im Kopf circa 10.000 Lieder. Bela Bartok beginnt eine Pianistenlaufbahn, aber er komponiert immer häufiger selbst.

Als Komponist begann Bela Bartok im Stil von Liszt. Schon früh wird aber ein eigenständiger, neuer Klangstil erkennbar. Dieser Stil grenzt oft hart an die Atonalität und ist reich an unaufgelösten Dissonanzen. Die ungarische Folklore wird wirksam in der geschärften Rhythmik und in der Melodie. 1911 schreibt er "Allegro barbaro". Dieses Stück für Klavier hat eine ungeheure Wirkung auf die Jugend Europas. Das Stück ist von enormer, Mauern einreißender Vitalität.

Bela Bartok entdeckte unaufhörlich neue, visionäre Klangfarben (Beispiel: "Musik für Saiteninstrumente, Sonate für 2 Klaviere und Schlagzeug"). In den letzten, in Amerika entstandenen Werke tragen Züge der Abgeklärtheit. Als Pianist unternahm er Konzertreisen durch Europa, Amerika und in die Sowjetunion.

1940 emigrierte er in die USA, dort betätigte er sich wissenschaftlich an der Columbia University New York. 1943 entsteht das großartige Werk "Konzert für Orchester", es wird 1944 uraufgeführt. Weiter entstehen in unermüdlicher Arbeit "Konzert für Bratsche und Orchester" und das dritte Klavierkonzert. Beide können nicht mehr vollendet werden. Sein Schüler Tibor Serley bringt sie zur Aufführungsreife. Am 26. September 1945 starb er im Alter von 64 Jahren in New York an Leukämie. Bela Bartok gehört zu den bedeutendsten Komponisten unseres Jahrhunderts.
Textquelle - Biografie - Werksverzeichnis - Literaturliste


Béla Bartók at the piano Allegro Barbaro


Béla Bartók at the piano Five Hungarian Folk Tunes


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...   Erstellt am 23.04.2009 - 08:36Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen



GEORGE ENESCU


Wenn der Verstand des Künstlers nicht Tag und Nacht ein Trugbild verfolgt, wird er mit Sicherheit nichts finden.
Gesetze gibt es in der Musik nicht.
Der aufrichtige, seiner Kunst treue Musiker ist mein Glaubensbruder; denn ich betrachte die Kunst als eine Religion.

Die Kunst muß die Trägerin tröstender Tugenden sein.
Dort, wo Haß und Unterdrückung existiert, kann die Kunst nicht leben. Die Menschenseele kann sich nur in Frieden restlos verschenken.
Der wahre Künstler zeigt der Menschheit den Weg zur Harmonie, zur Glückseligkeit und zum Frieden.
Die Künstler der Welt müssen Apostel des Friedens sein.
Die an die Kunst glauben, sind meine Brüder, gleich welcher Rasse, Nationalität oder Religion sie angehören.
Die Originalität stellt sich schneller ein, wenn man sie nicht sucht.
Die Voraussetzung des Fortschritts in der Kunst ist, langsam zu gehen.
Schreibt Musik, nicht über Musik. Seid nicht gleichzeitig Schöpfer und Interpreten oder gar Kritiker.
Je einfacher eine Volksweise dargestellt wird, desto strahlender ist der Glanz ihrer Schönheit.
Den Jungen, die komponieren wollen, ein guter Rat:
- eigene Möglichkeiten kennen,
- vernünftig arbeiten,
- Selbstkontrolle entwickeln.
Viele stellen sich den Komponisten als einen Menschen vor, der sein Leben auf einem Rosenbett verbringt. Oh, Illusion! Ich möchte ihn lieber als einen Menschen beschreiben, der den Torturen der Märtyrer ausgesetzt ist.
Zwischen meinem Leben und meiner Kunst existierten nie Grenzen.
Die Geige ist mein intimer Feind.
GEORGE ENESCU (1881-1955)



Enescu ist nicht nur der bedeutendste rumänische Komponist, er war auch ein großer Europäer.
Der im moldawischen Teil Rumäniens geborene Musiker spielte bereits mit vier Jahren Violine, komponierte mit fünf und debütierte mit sieben als Violinist.
Als Achtjähriger wurde er am Wiener Konservatorium aufgenommen und absolvierte später ein Kompositionsstudium am Konservatorium in Paris. Enescu, der sein Leben abwechselnd in Paris, Bukarest und in einer Reihe von Städten der USA verbrachte, ist in Leben und Werk zum Vermittler zwischen Ost- und Westeuropa geworden. Seine Kompositionen verraten den Einfluss der rumänischen Folklore, von Johannes Brahms und Richard Wagner und der französischen Musik des Fin de Siècle.

Enescus Rhapsodien und viele seiner Kammermusikwerke gehörten zum festen Repertoire der Orchester und Ensembles in Europa und den USA. Wenn er spielte, flogen Kleidungsstücke begeisterter Fans auf die Bühne. In den USA und Kanada waren seine Konzerte Monate im Voraus ausverkauft, noch 1939 brach in New York nicht nur das Publikum, sondern selbst das Orchester nach dem ersten Satz des Violinkonzerts in Bravo-Rufe aus.
Yehudi Menuhin bekannte:
"Enescu bleibt für mich die außergewöhnlichste Persönlichkeit, der großartigste Musiker und der prägendste Einfluss, den ich jemals erfahren durfte."

Romanian Rhapsody George Enescu

MP3 Downloads für alle Player

Textquelle

Weitere interessante Links:

http://rumaenien-adventskalender.de/08/14.php
http://www.enescu.de
http://www.enescusociety.org/




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...   Erstellt am 18.05.2009 - 11:18Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Die Kunst duldet keine Sklaverei.
Die Kunst hat kein Vaterland.
Der schaffende Künstler muß in ewiger Entbehrung leben.
Ich möchte gerne wissen, welche Art von Musik diejenigen schreiben werden, die heute [1920] vierjährig sind.
Bevor ich mich an die Niederschrift eines Werkes mache, gehe ich ein paarmal mit mir zusammen um es herum.

ERIK SATIE (1866-1925)

Erik Satie gilt als Vorreiter des Klingeltons. Kein Pianist von Rang will die Werke des Exzentrikers spielen - bis auf Alexandre Tharaud. Der Franzose entdeckt das Klavierwerk des Komponisten neu - mit einem Lächeln auf den Lippen.

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Erik Satie - Biographie und mehr

Hörprobe Erik Satie: "Je te veux" - Valse chantée


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