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Gestriger unregistriert
| Erstellt am 15.09.2008 - 08:45 |  |
Am ersten Schulmontag von Hamburgs Erstklässlerinnen und Erstklässlern verteilten Bildungssenatorin Christa Götsch, Schirmherr Pascal Hens, die beiden Biobrotbox-Botschafter Sterneköchin Cornelia Poletto und TV-Modertor Bedo die Biobrotboxen in der Grundschule Döhnstraße Hamburg-Lokstedt.
Erwartet wurden sie von den 75 Kindern der drei ersten Klassen. Parallel erhielten 13.000 ABC-Schützen an 208 Hamburger Grundschulen die Biobrotbox.
„Wir sind dankbar für die zahlreiche Unterstützung unserer Sponsoren und vielen freiwilligen Helfern.“ sagte Biobauer Rolf Winter vom Bio-Landhof Gut Wulksfelde und Initiator der Hamburger Biobrotbox.
Das Biobrotbox-Frühstück mit den 75 Kindern in Hamburg-Lokstedt war von einer entspannten und freudigen Stimmung geprägt. Denn den Tag zuvor mussten gut 100 freiwilligen Helferinnen und Helfer der Aktion die insgesamt 91.000 Einzelteile in die Biobrotboxen verpacken. Jetzt genoss man die freudigen Gesichter der Kinder.
Schirmherr HSV-Handballer Pascal Hens verriet, dass er Pommes genannt wird, weil seine Arme einmal so dünn waren wie Fritten.
Nicht weil er so viele isst. Cornelia Polleto las den Kindern das Biobrotbox-Bilderbuch vor. Was in der Biobrotbox so alles drin ist, verriet der Deutsch-Türke Bedo. Nach dem Verteilen frühstückten alle zusammen mit den Mitwirkenden der Biobrotbox in der Aula.
Eine einzelne Biobrotbox enthält eine Scheibe Vollkornbrot, eine Bio-Möhre, einen vegetarischen Aufstrich sowie einen Bio-Teebeutel. Dazu enthielt sie ein Bio-Fruchtriegel oder Bio-Minibeeren oder ein Bio-Müsli. Das Biobrotbox-Bilderbuch lag oben auf und eine Tüte Bio-Milch gab es in die andere Hand.
Die Frage, ob es auch 2009 wieder eine Biobrotbox Hamburg geben wird, wollte Rolf Winter nicht beantworten: „Jetzt freuen wir uns erst einmal, dass wir es geschafft haben 13.000 Kindern eine Biobrotbox zu schenken.
Dann sehen wir nach, ob es genug Hamburger Unternehmen gibt, die die Biobrotbox unterstützen wollen. Ist das so, dann sieht es für eine Biobrotbox Hamburg 2009 gut aus.“
Die Biobrotbox 2008 wurde von 37 Sponsoren finanziert.
Parallel zu Hamburg erhalten die Erstklässlerinnen und Erstklässler in Berlin, Göttingen und im Land Brandenburg ebenfalls am Sonntag Biobrotboxen von ihrer Initiative geschenkt.
Am 11. September 2008 folgen die allerersten 35 Biobrotboxen in Rendsburg.
Am 16. September 2008 dürfen sich die Erstklässlerinnen und Erstklässler in Lüneburg auf die Biobrotbox freuen.
Datum: 09.09.2008
Quelle: openPR
Weitere Infos: Biobrotbox-Hamburg.de
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Paula 

Status: Offline Registriert seit: 23.04.2008 Beiträge: 1333 Nachricht senden | Erstellt am 20.12.2008 - 00:32 |  |
Kinder machen arm. Kinder fressen einem die Haare vom Kopf.
Und deswegen ist es ja auch so fatal, dass immer nur die Kinder bekommen, die nicht rechnen können oder nicht rechnen brauchen. (sarkastisch gemeint)
Das Kinder so teuer sind, liegt u.v.a. auch an der Schule. Hefte, Stifte, Bücher, Schulausflüge, Sportkleidung all das können viele Eltern nicht mehr finanzieren.
Die Grundausstattung für I-Männchen beträgt im Durchschnitt 163 Euro.
Das die Schule so teuer ist, haben nun auch endlich die Bundestagsabgeordneten gemerkt.
Sie haben gestern pünktlich zu Fest der Liebe, den Kindern ein Schulschmankerl beschert.
Für Kinder von sozial bedürftigen Eltern ist das Geschenk besonders groß ausgefallen.
Sie bekommen am Anfang eines jeden Schuljahres ein Schuljahrstarterpaket.
100 Euro bar auf die Hand. Es wird nicht als Einkommen angerechnet bei Hartz IV Empfängern.
Abgesehen davon, dass die schon für Taschenrechner und einige Hilfsmittel drauf gehen, gibt es dieses Paket nur bis zur 10. Klasse.
Das spottet doch wieder jeder Beschreibung.
Weswegen gibt es diesen Tropfen auf dem heißen Stein nicht bis zum Abitur?
Die Antwort kam prompt von unseren Politikern, die das Paket geschnürt haben.
„Hartz IV Kinder machen eh kein Abitur. Sie machen nur eine Sozialhilfekarriere.“
Schöne Bescherung!
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Anne 

Status: Offline Registriert seit: 25.08.2008 Beiträge: 550 Nachricht senden | Erstellt am 21.04.2009 - 09:10 |  |
Almosen statt Problemlösung?
Sie versorgt eine Million Arme in Deutschland mit günstigen Lebensmitteln. Trotzdem muss sich Sabine Werth, Chefin der Berliner Tafel e. V., in letzter Zeit oft Vorwürfe anhören: Sie verteile Almosen, anstatt Probleme zu lösen – und verhindere so eine Revolte.
http://www.tagesspiegel.de/zeitung/Die- … 05,2778332
Ich finde, diesen Zynikern müsste das Maul gestopft werden.
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<Minotaurus> unregistriert
| Erstellt am 21.04.2009 - 21:05 |  |
Anne schrieb
Ich finde, diesen Zynikern müsste das Maul gestopft werden. |
Hier bin ich nicht Deiner Meinung, denn die Kritiker (Du nennst sie Zyniker) haben leider recht.
der Tagesspiegel schrieb
Die Tafeln erleichtern es dem Sozialstaat, sich zurückzuziehen, sagen Kritiker von Sozialforum, vom Aktionsbündnis Sozialprotest. Unternehmen behandeln Arbeitskräfte schlecht, bessern als Spender ihr Image auf, sparen obendrein Entsorgungskosten.
Der Soziologe Stefan Selke aus Furtwangen hat das Prinzip der Tafel untersucht und ein Buch darüber geschrieben. Er sagt: Die Tafeln ändern nichts an den Ursachen der Spaltung zwischen oben und unten. Aus Sabine Werths Frage von einst wird bei Selke der Vorwurf einer „Vertafelung der Gesellschaft“. |
Allerdings halte ich es für falsch, die Menschen anzugreifen, die sich bemühen, etwas für ihre notleidenden Mitmenschen zu tun, auch wenn dieses Engagement vermutlich völlig falsch ist und die Probleme, bzw. die Spaltung unserer Gesellschaft nur verstärkt. Denn das eigentliche Problem liegt nicht bei den diversen Betreibern der Tafeln oder bei den Bedürftigen, sondern bei unseren "Politikern."
Ich schreibe diese Bezeichnung absichtlich in Anführungszeichen, denn von einer aktiven und gestalterischen Politik zum Wohle unserer Gesellschaft kann schon lange keine Rede mehr sein. Vielmehr handelt es sich bei diesen Politgestalten um Lobbyisten, die ausschließlich ihre Klientel ( in den meisten Fällen die Wirtschaft, bzw. die Banken und die Großindustrie) bedienen.
Hartz IV beispielsweise wurde nur deswegen geschaffen, um eine Revolution der sozial Schwachen zu verhindern. Solange die Menschen damit ein kümmerliches Existenzminimum (erfüllt von zum Teil menschenunwürdigen Repressalien des Wasserkopfes der ARGE) fristen können, wagt niemand von ihnen einen Aufstand oder gar eine Revolution. Es würden sich viel zu wenige engagierte Mitkämpfer finden und unsere Politiker wissen das.
Dabei wäre die Lösung trotz aller Bedenken relativ einfach: Schafft endlich eine politische Basis für ein leistungsneutrales Bürgergeld!
Die Konrad-Adenauer-Stiftung hat es bereits durchgerechnet und ist zu dem Schluß gekommen, daß es finanzierbar wäre.
Ja, ihr habt richtig gehört: Ausgerechnet die rechtskonservative Konrad-Adenauer Stiftung!
Leider aber ist die FDP zur Zeit die einzige Partei im deutschen Bundestag, die diese Forderung nach einem Bürgergeld unterstützt. Ja, wieder richtig gehört: Ausgerechnet die "Partei der Besserverdiener "unterstützt diese Forderung! Weder von der Linken, die angeblich die Arbeiter vertritt, noch von der ehemaligen Partei der sozialen Demokratie kommt etwas vergleichbares. Das sollte uns zu Denken geben.
Auf kurz oder lang führt aber wahrscheinlich sowieso kein Weg daran vorbei, denn eine echte Vollbeschäftigung hat es in Deutschland nie gegeben.
Was hindert uns denn daran, unseren Politikern endlich Beine zu machen?
Ja, wahrscheinlich könnte man sie allesamt ohne Skrupel an der nächsten Straßenlaterne aufknüpfen, aber für etwas weniger radikal gesinnte Mitbürger würde es bereits reichen, bei den nächsten Wahlen nicht auf die hübschen Gesichter und ihre vollmundigen Reden zu achten, sondern vielmehr auf die Inhalte ihrer Politik.
Was ist nur geworden aus dem Spruch: "Wir sind das Volk?"
Armes Deutschland! 
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Paula 

Status: Offline Registriert seit: 23.04.2008 Beiträge: 1333 Nachricht senden | Erstellt am 13.11.2009 - 13:14 |  |
Als Petra in diesem Forum aufrief, gegen die Kinderarmut zu protestieren, Briefe zu schreiben, zu demonstrieren, waren es ca. 10.000 Menschen, die sich bundesweit an Demos beteiligt haben.
Als Robert Enke Selbstmord beginn, nahmen 35.000 Menschen spontan in Hannover an einen Trauermarsch teil.
Armes Deutschland!!!!
Mit diesem Vergleich möchte ich die Trauer der Familie, Fans, Freunde usw. von Robert Enke nicht herabwürdigen sondern einen Denkanstoss geben.
herzlichst
Paula
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<Gerdchen> unregistriert
| Erstellt am 15.11.2009 - 11:29 |  |
1987 Beileidsbekundungen gibt es mittlerweile im virtuellen Kondulenzbuch, mehr als 45000 Trauergäste werden erwartet, die Vorsitzender der EKD sprach bei der \"spontanten Trauerfeier\" am Mittwoch (?) ...
Wenn man das so liest muss MINESTENS ein Terroranschlag mit tausenden Toten stattgefunden haben. Nein, weit daneben, ein Fußballer hat Selbstmord begangen - DAS IST WEIT SCHLIMMER als hungernde Kinder, Terroropfer, maroder Krankenhäuser, leere Staatskasse zusammen!
Ganz armes Deutschland!!!
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<Gerdchen> unregistriert
| Erstellt am 15.11.2009 - 11:30 |  |
1987 Beileidsbekundungen gibt es mittlerweile im virtuellen Kondulenzbuch, mehr als 45000 Trauergäste werden erwartet, die Vorsitzender der EKD sprach bei der \"spontanten Trauerfeier\" am Mittwoch (?) ...
Wenn man das so liest muss MINESTENS ein Terroranschlag mit tausenden Toten stattgefunden haben. Nein, weit daneben, ein Fußballer hat Selbstmord begangen - DAS IST WEIT SCHLIMMER als hungernde Kinder, Terroropfer, maroder Krankenhäuser, leere Staatskasse zusammen!
Ganz armes Deutschland!!!
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Ingeborg 

Status: Offline Registriert seit: 08.12.2008 Beiträge: 756 Nachricht senden | Erstellt am 15.11.2009 - 11:58 |  |
Tiefes Mitgefühl den Trauernden!
Doch: Wie lange schon gibt es Depressive, die
nicht mehr weiterleben können. Hat sich jemand
darum gekümmert? Wir die Krankheit jetzt endlich
ins Bewußtsein kommen?
Ich denke, dass es in 3 Wochen wieder vergessen
ist. Die Medien haben ihren Spektakel. Einer muss
geprägt haben: Die größte Trauerfeier seit
Adenauer....und schon wird es aufgegriffen und
in den Nachrichten vermehrt.
Ein Sender hat von den Lokführern berichtet, die
das erleben müssen und deren Leben nicht mehr
lebenswert ist.
Jetzt müssen wir dieses Tam-Tam über uns ergehen
lassen, die Enkefamilie und der Lokführer haben
mehr zu tragen.
Ingeborg
Signatur lasst uns wachsam sein |
Paula 

Status: Offline Registriert seit: 23.04.2008 Beiträge: 1333 Nachricht senden | Erstellt am 16.11.2009 - 22:58 |  |
Medien laufen den Ereignissen hinterher, um dem Freitod von Robert Enke einen Sinn zu geben. Wahrscheinlich halten sie das für Trauerarbeit. Der Höhepunkt dieser medialen Trauerarbeit war der Staatsakt im Fußballstadion von Hannover.
Wenn Politiker und Medien den Trauerzug um einen depressiven und untröstlichen Fußballer anführen , dann wahrscheinlich um die Proteste gegen die Leistungsgesellschaft zu vereinnahmen und zu kontrollieren, die dabei zum Ausdruck gekommen sind.
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