Solitude  Vorsicht - Freigeist :-))
    

Status: Offline Registriert seit: 12.11.2005 Beiträge: 884 Nachricht senden | Erstellt am 12.11.2005 - 05:49 |  |
Seit Monaten lebe ich nun schon ganz anders als vorher. Ich gehe jeden Tag vor der Arbeit schwimmen, trinke 2-3 l Wasser am Tag (da ich reines Mineralwasser mit Kohlensäure in dieser Menge nicht trinken kann und stilles Wasser ohne Geschmack ziemlich mies schmeckt habe ich jetzt ein stilles Wasser mit Orange und Zitrone entdeckt, das schmeckt. Es war gar nicht leicht, etwas ohne Süßstoff zu finden. Aber da Süßstoff hungrig macht wollte ich das auf keinen Fall. In diesem Orangenwasser ist etwas Zucker drin aber nur sehr wenig. Das geht.).
Ansonsten habe ich fast völlig auf Süßigkeiten verzichtet. Ich habe ein bißchen Bitterschokolade und ein paar Gummibärchen da, davon esse wenn ich Lust habe.
Ansonsten habe ich jedes Mal das Gefühl, ich tue mir was Mieses an, wenn ich fett oder süß esse...
Ich baue meine Muskeln (die bisher so gut wie nicht vorhanden waren) wieder auf. Jetzt nach 4 Monaten habe ich schon richtig gute Ergebnisse. Das ist so ein gutes Gefühl!!!
Zuerst konnte ich nur wenige Bahnen schwimmen und war ganz schnell aus der Puste. Das wurde echt täglich besser…und inzwischen bin ich echt flott unterwegs und das mit viel Spass...
Der direkte Effekt ist, dass meine Arthrosebeschwerden dramatisch nachgelassen haben, weil die Gelenke durch Muskeln entlastet werden und der Knorpel durch Bewegung besser mit Nährstoffen versorgt wird.
Es ist ein so gutes Gefühl, etwas Gutes für sich zu tun!!
Viele gute Anregungen hat mir in der letzten Zeit das Buch von Monika Schimpf „Selbstheilung von Eßstörungen für langjährig Betroffenen“ gegeben.
Übungen wie sich mal mit den einzelnen Körperteilen „zu unterhalten“, um sich darüber klar zu werden, was mein Gesicht, meine Beine, mein Bauch sich von mir wünschen, was ich für sie tun soll klingen vielleicht für Nicht-Betroffene blöde…mir haben sie geholfen, ein besseres Körpergefühl zu bekommen.
Meinen Körper nicht länger als nicht zu mir gehörende lästige und verhasste Hülle zu empfinden, sondern dankbar zu sein für das, was er bisher für mich getan hat (und hoffentlich noch lange tun wird). Und zuzuhören, welche Bedürfnisse mein Körper hat.
Ich habe erlebt, dass ich Hunger und Sattsein noch spüren kann. Ich habe erlebt, dass es schön ist, sich nicht mehr müde und zugedröhnt vom Essen zu fühlen… Ich habe ein Bild im Kopf von mir wie es sein wird wenn ich nach dem seelischen Ballast auch den körperlichen abgeworfen haben werde.
Und darauf freue ich mich…
[Dieser Beitrag wurde am 12.11.2005 - 23:59 von Solitude aktualisiert]
Signatur Der Weg zu mir selbst war der schwerste, den ich je gegangen bin aber auch der lohnendste, weil er mich auch zu Dir geführt hat.
(von mir für Dich ) |