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Shy  Stallarbeiter


Status: Offline Registriert seit: 11.12.2006 Beiträge: 26 Nachricht senden | Erstellt am 16.12.2006 - 04:06 | |
Misstrauisch weicht sie in gleichem Maße wie er auf sie zu geht, zurück. Seine Worte hallen in ihren Ohren wieder.. . Energisch schüttelt sie den Kopf.
"Willst du damit behaupten, meine Mutter hätte gelogen?"
Shy streicht ihre Haare zurück, so dass der Blick auf ihre Ohren frei ist.
"Ich weiß, dass ich nicht ganz so lange Lauscher habe wie du, doch das heisst nicht, dass ich nicht auch elfisches Blut in mir fließen habe, das mich etwas länger leben lässt als die Menschen! Denkst du wirklich ich würde mich so lange auf die Suche nach dir machen, wenn ich mir nicht sicher wäre, dass du mein Vater bist? Ich würde mich einen Dreck darum scheren, denn nach allem was ich von dir gehört habe wärst du es nicht wert, dass man dir nachläuft. Mutter lebte lange genug, dass du mein Vater sein kannst. Also akzeptier es endlich, du hast eine Tochter und die steht vor dir!"
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Sgillin Stallarbeiter


Status: Offline Registriert seit: 17.02.2005 Beiträge: 23 Nachricht senden | Erstellt am 17.12.2006 - 01:16 | |
Mit nachdenklichen Blicken begutachtet Sgillin die vor ihm stehende Shy. Der Ausdruck in ihren Augen, ihre angespannte Körperhaltung und auch ihre Erregung sind nicht gespielt, dessen ist er sich mittlerweile sicher. Außerdem, obwohl er sich nicht richtig erklären kann, weckt diese zornige junge Frau in ihm ein seltsames Gefühl des Vertrauens. Konnte es wirklich wahr sein? Aber welche Macht hatte ihre Mutter besessen, dass es ihr möglich war, diesen Bann zu brechen? Oder war es einfach nur die Zeit gewesen?
In Sekundenbruchteilen spielt sich vor seinem geistigen Auge alles wieder ab, die ganze Geschichte, ein Wirbel aus Bildern und Geräuschen.
Unwillkürlich kneift Sgillin die Augen zu und vergräbt das Gesicht in seinen Händen. So intensiv war es schon lange nicht mehr, die tiefen Wunden in seiner Seele wurden durch das Auftauchen Shys mit Gewalt wieder aufgerissen und der Schmerz, den sie in seinem Inneren verursachen ist so stark, daß er ihn fast körperlich spüren kann. Sein ganzer Körper beginnt sich zu verkrampfen und er fühlt, wie sich seine Fingernägel langsam in seine Stirn graben.
Nein...Nein...nur mit großer Anstrengung gelingt es ihm, sich langsam wieder in den Griff zu bekommen. Er atmet tief ein, langsam löst sich seine Anspannung, der farbige Wirbel beginnt zu verblassen und er lässt langsam die Hände von seinem Gesicht sinken. Wieder blickt er Shy an. Die anderen hat er vollkommen vergessen.
{in Gedanken} Ich weiß nichts über sie. Nun gut, sollte sie tatsächlich von diesen Bastarden geschickt worden sein, hat sie bereits erreicht, was sie wollte und ich kann sie immer noch töten. Aber wenn dem nicht so ist...nein, diesen Gedanken will ich gar nicht zu Ende denken, denn wenn diese Hoffnung enttäuscht würde...nein!}
{Mit ruhiger, ernster Stimme an Shy gewandt}
"Wer war sie? Wie hieß sie? Wie alt bist..."
Doch plötzlich steht Sgillin auf und blickt den Rest der Gruppe an. Dann wendet er sich wíeder an Shy.
"...nein, nicht hier. Ich möchte allein mit dir sprechen."
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Velandra  Bauer
 

Status: Offline Registriert seit: 22.02.2005 Beiträge: 59 Nachricht senden | Erstellt am 17.12.2006 - 10:34 | |
Wortlos lässt Velandra Shy los und entfernt sich von ihr und Sgillin. Wie es ihr scheint, verbirgt sich hinter Sgillins Reaktion eine furchtbare Geschichte und sie respektiert seinen Wunsch, allein mit seiner Tochter oder der Frau, die zumindest zu glauben scheint, seine Tochter zu sein, zu sprechen.
Sie begibt sich zu Farudin und Calem und setzt sich ebenfalls auf die Steingruppe, nachdem sie dort ihre Reisedecke ausgebreitet hat. Währenddessen wirft sie Calem einen leicht besorgten Blick zu. Sie weiß, dass er Sgillin nicht leiden kann und sie ist auch nicht gerade eine Befürworterin seines Verhaltens und Benehmens, aber so, wie sie ihn eben erlebt haben, war er nicht der Sgillin, der sie sonst begleitet.
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Tingilya  Stallarbeiter


Status: Offline Registriert seit: 18.04.2005 Beiträge: 12 Nachricht senden | Erstellt am 17.12.2006 - 18:35 | |
Aus einiger Entfernung, jedoch so nahe, dass sie der Unterhaltung gut folgen kann, beobachtet Tingilya die Szene. Sie hatte nach dem Fest in Lethaien noch einmal versucht mit dem Piraten zu reden, den Streit beizulegen, doch ohne Erfolg. Sie hasste kleine Streitigkeiten die sich dann zu langjährigen Feden ausweiten, sie regelte so etwas lieber sofort, doch nach einiger Zeit war auch ihr die Geduld ausgegangen. Sie hatte aufgegeben und beschlossen ihren Freunden zu folgen und diese auf ihren weiteren Reisen zu begleiten. Von Velandra wusste sie in welche Richtung die Gefährten reisen würden. Nun, jetzt hatte sie sie gefunden. Als sich Sgillin und die junge Frau entfernen, tritt Tingilya in den Kreis der Freunde.
"Also, wenn sie wirklich seine Tochter ist, dann hat sie zumindest seinen rauen Umgangston geerbt. - Mae govannen meine Freunde, es ist schön euch wiederzusehen."
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Calem  Bauer
 

Status: Offline Registriert seit: 07.02.2005 Beiträge: 65 Nachricht senden | Erstellt am 17.12.2006 - 20:16 | |
Amüsiert beobachten Farudin und Calem das sich bietende Ereignis.
Na da lag ich mit dem Kind ja gar nicht so falsch stellt letzterer insgeheim fest.
Nun ja, überrascht ist Calem nicht wirklich. Sgillins Verhalten nach zu urteilen, war es nur eine Frage der Zeit, bis er sich mit so etwas auseinandersetzen mußte.
Nachdem Shy ihr Knie in Sgillins Unterleib rammt, kann man bei den beiden Blutelfen einen leicht verzerrten Gesichtausdruck erkennen - so als ob sie gut den Schmerz nach fühlen könnten, der Sgillin gerade erleidet.
Als sich Velandra zu den beiden gesellt und Calem ihren besorgten Blick zu Teil werden läßt, legt er kurzerhand seinen Arm um ihre Schultern, als wolle er ihr sagen das wird sich schon alles aufklären.
Der Streit der sich noch vor ein paar Augenblicken zwischen ihnen abgespielt hatte, scheint wie vergessen.
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Shy  Stallarbeiter


Status: Offline Registriert seit: 11.12.2006 Beiträge: 26 Nachricht senden | Erstellt am 18.12.2006 - 19:46 | |
Misstrauisch betrachtet sie Sgillin, doch schließlich vertraut sie ihm und geht ein paar Schritte mit ihm in den Wald hinein. Ausser Hörweite der anderen Gefährten bleibt sie dann stehen.
"Also, du willst einiges wissen. Deine drei Fragen von vorhin kann ich dir gleich beantworten..Meine Mutter hieß Melina, war die Tochter des Dorfältesten von Alkaz. Du müsstest dich eigentlich noch an sie erinnern können, aber nein, bei deinem Frauenverschleiß.. jedenfalls hat sie ihr Herz an dich verloren, hat nach dir keinen anderen Mann oder männliches Wesen mehr angesehn."
[Dieser Beitrag wurde am 18.12.2006 - 21:12 von Shy aktualisiert]
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Sgillin Stallarbeiter


Status: Offline Registriert seit: 17.02.2005 Beiträge: 23 Nachricht senden | Erstellt am 22.12.2006 - 22:20 | |
An einen Baum gelehnt blickt Sgillin Shy an und nickt dabei bedächtig mit dem Kopf.
"Doch, ich kann mich an sie erinnern, so wie ich mich an jede erinnern kann, die seit..." Er schüttelt den Kopf. {Nachdenklich.} "Alkaz sagtest du? Hmmhmm...Ja, eine sehr schöne Frau war deine Mutter. Das sie wegen mir den Rest ihres Lebens in Einsamkeit verbrachte ist traurig und war sicher nicht meine Absicht. Das wirst du mir wahrscheinlich nicht glauben, aber... ich weiß sehr genau, welcher Schmerz sich dahinter verbirgt. Er ist auch mein ständiger Begleiter...seit..." Er schließt die Augen."...seit über 100 Jahren, als mir das genommen wurde, was ich am meisten geliebt habe..."
Wieder muss Sgillin tief durchatmen. Langsam lässt er sich an dem Baumstamm zu Boden gleiten und bleibt mit angezogenen Beinen im weichen Waldboden sitzen.
"Deine Mutter hat mich gehasst, nicht wahr? Aber egal was dir Melina je über mich erzählt hat, eines jedoch habe ich ihr gegenüber nie getan, ich habe sie niemals über das, was ich wollte im Unklaren gelassen und tat natürlich fast alles, um das auch zu erreichen, habe ihr das erzählt, was sie hören wollte, habe sie umgarnt, habe ihr, durchaus ernstgemeinte, Komplimente gemacht, doch letztendlich war es ihre freie Entscheidung, sich mit mir einzulassen. Ich habe sie nie zu irgend etwas gezwungen. Und ich ich habe ihr nie versprochen, für immer bei ihr zu bleiben, noch habe ich ihr jemals meine Liebe geschworen...ich hätte es auch nicht gekonnt, weil ich...weil ich dies schon vor langer Zeit bei einer anderen Frau getan habe."
{In Gedanken} Sie ist die einzige gewesen, der jemals mein Herz gehört hat und der es immer gehören wird, meiner geliebten...
Wieder spielen sich jene Szenen vor seinem geistigen Auge ab, er sieht, wie sie an den Stuhl gefesselt wird, er hört sich selbst schreien, mit einer Stimme, die schon lange nicht mehr die seine ist "Das könnt ihr nicht tun, es war nicht ihre Schuld, das könnt ihr nicht...." Wieder verschwimmt alles, dann taucht ihr Gesicht vor ihm auf, so wie er sie das letzte Mal sah...weiß wie Schnee, ihre einst so wunderschönen roten Lippen blaß und leicht bläulich schimmernd und schließlich dieser letzte Blick, der Blick, der ihn bis heute in seinen Träumen verfolgt, der letzte Blick aus ihren brechenden Augen, bevor sie sich für immer schlossen...
Mit einem Ruck fährt Sgillin von dem Baum hoch und wendet sich schwer atmend von Shy ab.
"Verurteile mich für das, was mit deiner Mutter geschehen ist, das ist dein gutes Recht, aber eines sollst du wissen: So sehr ich es mir vielleicht gewünscht hätte, aber du kannst leider nicht meine Tochter sein, denn..." er dreht sich um, geht auf Shy zu und hält sie an den Schultern," denn es war ihnen nicht Strafe genug, sie und unser ungeborenes Kind vor meinen Augen langsam sterben zu lassen, so dass ich jede Sekunde ihres Todeskampfes miterleben musste, nein, sie gaben mir auch noch die Schuld an dem was geschehen war, ich höre ihre Stimmen heute noch in meinem Kopf...Durch deine Taten hast du sie in den Tod getrieben, du kanntest die Strafe für das, was du getan hast und du hast es trotzdem getan. Doch es wird für dich das erste und das letzte Mal gewesen sein. Dein Leben werden wir dir nicht nehmen, aber wir werden dir die Gabe nehmen, Leben zu schenken. Du wirst bis ans Ende deiner Tage allein sein...
{Nach Atem ringend macht Sgillin eine kurze Pause und fährt dann mit leiser, brechender Stimme fort.} Und genau das haben sie getan.
Sie haben mich vergiftet. Mit einem Gift, durch welches mir auf ewig das Glück einer eigenen Familie, eines eigenen Kindes, verwehrt sein wird."
Er schließt die Augen, öffnet sie langsam wieder und blickt Shy tief in die ihrigen.
"Verstehst du nun, warum es nicht sein kann? Du magst vielleicht in dem Glauben aufgewachsen sein, aber... {Er bricht ab.}
...Geh zu den anderen zurück, ich werde bald nachkommen."
Sgillin wendet sich ab und geht tiefer in den Wald hinein. Konfrontiert mit den alten Erinnerungen will er im nur eines sein. Allein.
[Dieser Beitrag wurde am 23.12.2006 - 14:21 von Sgillin aktualisiert]
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Niklas Sklave

Status: Offline Registriert seit: 22.12.2006 Beiträge: 5 Nachricht senden | Erstellt am 22.12.2006 - 23:07 | |
Eine große, gebeugt gehende Gestalt nähert sich der Elfengruppe und geht mit schweren, schlurfenden Schritten langsam auf Luthien, Velandra, Calem und Farudin zu. Der Mann, der schon ein beträchtliches Alter zu haben scheint, trägt einen langen braunen Reisemantel, dessen Kapuze er sich tief ins Gesicht gezogen hat. Als er die Elfen erreicht hat, stellt er mit hörbarem Ächzen den Weidenkorb ab, den er auf dem Rücken getragen hat und wendet sich mit zittriger Stimme an Calem.
"Verzeiht Herr Elf, daß ich eure Rast auf so unhöfliche Weise störe, doch bitte erlaubt es mir, einen Moment in der Obhut von euch und eurer Gruppe zu rasten. Ich bin alt und meine meine müden Knochen schreien förmlich nach der Ruhe, die ich ihnen seit zwei Tagen verwehrt habe."
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Calem  Bauer
 

Status: Offline Registriert seit: 07.02.2005 Beiträge: 65 Nachricht senden | Erstellt am 23.12.2006 - 13:26 | |
Erschrocken, daß plötzlich eine fremde Stimmer erklingt fahren Velandra, Farudin und Calem hoch.
Niemand hatte den alten Mann kommen sehen.
Als dieser sein Wort an Calem richtet, bedeutet er Farudin aufzustehen.
Aber auch Calem erhebt sich von der Steingruppe, bietet Velandra seinen Arm an und als sie sich dankend einhakt entfernen sich die beiden ein paar Schritte von der Steingruppe.
"Sehr gerne, werter Wandersfreund. So laßt Euch zur Rast hier nieder", dabei deutet er auf die soeben frei gewordene Steingruppe.
"Es läßt sich dort vortrefflich sitzen."
Signatur I bel Boltares san angren! |
Velandra  Bauer
 

Status: Offline Registriert seit: 22.02.2005 Beiträge: 59 Nachricht senden | Erstellt am 23.12.2006 - 16:10 | |
Velandra ist etwas irritiert darüber, dass Calem es anscheinend für nötig hält, dass sie alle aufstehen, da die Steingruppe eigentlich genug Platz bietet. Dennoch erhebt sie sich, faltet ihre Decke zusammen und folgt den beiden Blutelfen.
Den alten Mann beachtet sie jedoch kaum, da sie im Moment ganz andere Dinge beschäftigen.
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