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frauflodder ...
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...   Erstellt am 16.05.2007 - 11:34Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Alljährlich im März findet die Jahrestagung unseres Betriebes statt. Das Motto unserer diesjährigen Tagung lautete "Ich will raus!" und unser Chef war der Ansicht, auch wir Mitarbeiter müssen dringend mal raus aus den Büros und wieder bissel frischen Wind in die Hirne bekommen.

Und wo kann man das besser als an der Waterkant?! Kein Wunder also, dass wir in der Stadt landetet die gerne das "Tor zur Welt" genannt wird: Hamburg.

Doch natürlich war hier nicht nur Erholung angesagt.
Schließlich hat die Hansestadt neben der gesunden Nordsee-Luft noch weit mehr zu bieten. Hafen, Landungsbrücken, Alster, Jungfernstieg, Michel....
Genauso abwechslungsreich wie die Sehendwürdigkeiten war auch unser Programm.

Allein der Weg zu unserer ersten Location war, besonders für die Herrlichkeiten, außerordentlich spannend. Führte er doch über die "Sündigste Meile der Welt":die Reeperbahn.
Ihren Namen hat die kerzengerade Straße ursprünglich daher, dass dort die langen Taue für die Schiffe gefertigt wurden. Die "Große Freiheit", berühmt durch den sangesfreudigen Hans Albers, mit ihren zahlreichen Nachtclubs ist dank blinkender Leuchtreklame nicht zu übersehen. Auch die aus Film und Fernsehen bekannte Davidwache zählte zu unseren Stationen in St. Pauli, auf die wir einen kurzen Blick werfen konnten.
Zu später Stunde haben einige von uns das durchaus noch intensiviert....aber die Herbertstraße war und blieb, zumindest für die weiblichen Mitarbeiter, tabu.

Eigentliches Ziel dieses Abends war das Erotic Art Museum (EAM) in der Hafenstraße. Was früher klammheimlich hinter Schloss und Riegel verborgen war, darf nun hier von jedermann besichtigt werden.
Die weltweit größte öffentlich zugängige Sammlung erotischer Kunst.



Manch einer der Kollegen bzw. Kolleginnen war von dem Anblick praller Brüste und pornographischen
Bildern peinlich berührt.
Lustig war es diejenigen zu beobachten, wie ihre heimlichen Blicke immer wieder zu diesen "Schmutigen Objekten" wanderten und einige Herren zu späterer Stunde sie auch, sichtlich genussvoll, berührten.

Die meisten von uns warteten nun auf zwei Dinge....

1. das Essen
2. knackige und leckere Hamburger Mädels und Jungs
die etwas mehr zeigen als die Kunst an den
Wänden

Punkt ein war exquisit. Ein nordeutsches Buffet vom Feinsten. Ich selbst entdeckte Lobster, Krebse und Garnelen auf dem Buffet. Keiner traute sich etwas davon auf den Teller zu tun. Mir war das ganz recht, so kam ich doch in einem himmlischen Genuss.........bis.......
ja bis mein Kollege mich in Verzückung sah. Schwupps hatte er die gesamte Platte mit den Lobstern an unseren Tisch geholt und machte sich darüber her. Freundlicherweise setzte er sich unmittelbar neben mich, sodass wir die Platte fast restlos allein vernichteten.

Position 2 war hingegen recht enttäuschend. Die knackigen hamburger Jungs entpuppten sich als zwei, nicht mehr ganz fangfrische Herrn mit Quetschkommode und Seemannsliedern. Ganz wie einst Freddy Quinn........nun ja.

Etwas übernächtigt ging es am nächsten Tag pünktlich los und es hieß "Flagge hissen, Leinen los und ab mit voller Kraft voraus".
Für uns war eigens die MS "Hamburg" gechartert. Wir nahmen sie auch voll in Besitz, dokumentiert mit dem Hissen unserer eigenen Flagge.




Wärend wir brunchten schipperten wir die Elbe aufwärts. Vorbei an den Trockendocksd der Werft Blohm und Voss, der Airbus-Werft ssowie imposanten Villen entlang der Elbchaussee.
Weiter ging es Richtung altem Elbtunnen und Containerhafen. Gegen diese Riesen wirkte unser Schiff wie eine Nussschale.

Wieder im Hafen gelandet ging es zur "Arbeit". Werden wohl viele von uns kennen, diese Tschakka-Veranstaltung. Unser Chef nennt es Motivationstraining.
4 Stunden Beweihräucherung "Wir sind die Tollsten,wir haben die Nase vorn....."........
Aber damit will ich euch nicht langweilen sondern lieber noch über die Abendveranstaltung berichten.

Kleiderordnung: Festliche Garderobe

Gegen 19:00 Uhr fanden sich alle im Curio-Haus ein.



Ungewöhnlich wie sich manche Männer doch verändern und richtig schick werden, wenn man sie in einen Anzug und Kravatte steckt. Naja.....einige Damen bräuchten in Sachen Dresscode sicher auch ne Stilberatung.....etliche völlig überdresst und manche im normalen Bürooutfit.
Doch was solls........Spaß hatten alle im knapp 100 Jahre alten Curio-Haus, welches früher Treffpunkt der "Gesellschaft der Freunde des vaterländischen Schul- und Erziehungswesens" war. Nach Kriegende legten die Britten Hand an das Gebäude und nutzen es als Gerichtssaal für Prozesse gegen die Kriegsverbrechen.

Ganz stilvoll wurden die Damen im Foyer mit roten Rosen begrüßt, Sekt und Fingerfoods gabs für die gesamte Manschaft.
Dann weiter über den roten Teppich in den Ballsaal......riesige Kronleuchter, saftes Kerzenlich aus überdimensionalen silbernen Leuchtern, cremefarbene Tischwäsche. von der sich die dunkelroten Rosenblätter stilvoll absetzten..........wow.



Schlussendlich..........ein schöner Abend in einem wunderschönen Abiente, kulinarische Leckerbissen und südländischen Weinen.

[Dieser Beitrag wurde am 16.05.2007 - 13:52 von frauflodder aktualisiert]





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Wo der Mut keine Zunge hat, bleibt die Vernunft stumm. (Jupp Müller)

Buecherwurm
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...   Erstellt am 17.05.2007 - 11:53Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Es muss eine nette Firma und ein guter Chef sein,
der seine Schäfchen so ausführt,
meint der
Bücherwurm




frauflodder ...
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...   Erstellt am 03.06.2007 - 12:59Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ja Bücherwurm.....unser Chef ist schon recht sozial eingestellt. Anderseits erwartet er natürlich auch von den Mitarbeitern Loyalität und hohe Einsatzbereitschaft. Die Firmenphilosophie ist
"Wir sind eine Familie". Das ist nicht immer ganz so einfach....anfänglich hatte ich schon damit Probleme. Denn bei uns gibt es kein "Sie". Jeder redet Jeden mit "Du" an. Egal ob es unser Boss ist oder der Lehrling.





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maxi ...
Fairness and Dignity
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...   Erstellt am 04.06.2007 - 21:18Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


na, floddersche, DIE "philosophie" kennen sicher viele. und nette firmenchefs. und tolle aktionen seitens der firma.

sorry - das erinnert mich dann doch etwas an "zuckerbrot und peitsche". aber das liegt wohl an "meiner" firma, die tausende aus der "familie" gefeuert hat, weil die nicht genug profit machten (bzw. machen konnten).

doch, bis jetzt geht's mir noch gut ...





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