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VarisaCrow 
Heilerin/SW 1. Kreis Hayll/Terreille


Status: Offline Registriert seit: 16.06.2007 Beiträge: 336 Nachricht senden | Erstellt am 29.07.2007 - 14:08 | |
Sehr geehrte Lady Tolarim,
Ich möchte Euch mit diesem Brief um eine Audienz bitten, da ich Euch meine Dienste als Heilerin und Schwarze Witwe anbieten möchte.
Es wäre mir eine große Ehre, wenn Ihr mir diese Audienz gewährend würdet.
Hochachtungsvoll Varisa Crowan, Schwarze Witwe und Heilerin.
Varisa las die wenigen Zeile ein weiteres Mal durch und versiegelte anschließend den Brief. Sie gab ihm dem Empfangschef des Hotels, in dem sie zur Zeit wohnt, der ihn gewiss weiterleiten würde. Nun hieß es auf eine Antwort warten.
[Dieser Beitrag wurde am 29.07.2007 - 14:45 von VarisaCrow aktualisiert]
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Ayden 
Prinz Haushofmeister Hayll/Terreille


Status: Offline Registriert seit: 05.05.2007 Beiträge: 1509 Nachricht senden | Erstellt am 29.07.2007 - 14:54 | |
Varisa... Varisa... Ayden drehte den Namen gedanklich mehrmals hin und her. Irgendetwas sagte ihm der Name. Hatte er mit ihr geschlafen? Nein, dann würde er sich besser daran erinnern. Er überflog nochmal den knappen Brief. Schloss Hayll hatte einen wahren Verschleiß an Heilerinnen und Timaris und Ayden waren gemeinsam nicht ganz unschuldig darin. Man konnte gar nicht genug Heilerinnen haben, fand er. Außerdem schmeckten die meisten so gut... und sie hatten dieses Helfersyndrom...
Varisa, ja natürlich! Ihm fiel plötzlich wieder ein wo er diesen Namen gehört hatte. Aus dem blutigen Mund von Laree nachdem er aus ihr rausgequetscht hatte, wer ihre Peitschenhiebe geheilt hatte. Ayden knackte mit den Fingerknöcheln.
Er blickte von seinem Platz hinter dem Schreibtisch und sagte dem Diener, der den Brief gebracht hatte, dass er warten solle, um die Antwort zu übermitteln.
Der Brief war ja bereits längst durch Timaris' Hände gewandert und dass er nun bei dem Stapel seiner Briefe lag, hatte den Grund, dass er sich mit einer... liebevollen Antwort befassen konnte.
Sehr geehrte Lady Crowan,
Eurem Audienzgesuch wird für morgen früh um zehn Uhr stattgegeben. Lady Tolarim wird dann entscheiden, ob Ihr für ihre Dienste am Hof als geeignet genug befunden werdet.
Hochachtungsvoll, Ayden Asar, Haushofmeister von Hayll.
Er unterschrieb schwungvoll und prägte dann das Siegel des Haushofmeisters darauf. Kurz, nur kurz, überlegte er, ob er nicht einen Satz hinzufügen solle, in welcher Kleidung Varisa zu erscheinen hatte, aber er war ja keine 150 mehr. Leider, leider. Er war nur neugierig, ob der Heilerin rot stand.
Ayden reichte dem Diener die Antwort mit dem Auftrag, sie noch heute zu überbringen.
Signatur

Ayden Asar - Tagebuch |
VarisaCrow 
Heilerin/SW 1. Kreis Hayll/Terreille


Status: Offline Registriert seit: 16.06.2007 Beiträge: 336 Nachricht senden | Erstellt am 29.07.2007 - 15:12 | |
Varisa saß im Essenssaal des Hotels, als man ihr den Brief überbrachte. Sie sah nicht auf, als man ihr den Brief reichte.
Erst als sie wieder allein war, nahm sie den Brief zur Hand und betrachtete das Siegel. Das Siegel des Haushofmeisters prankte ihr entgegen.
Mit leisem Unbehagen erbrach sie es schließlich.
Geschwind überflog sie die Zeilen des Briefes. Ein kalter Schauer überlief sie.
Ayden Asar, Ayden... Ja natürlich. Hatte Moira nicht davon gesprochen? Er war der beste Freund von Asmodeus und Haushofmeister von Hayll. Aber es war noch etwas anderes, was ihr dieser Name sagte. Etwas was ihr noch nicht einleuchten wollte.
Morgen früh um zehn., dachte sie und lehnte sich zurück, während sie den Brief verschwinden ließ.
Sie legte die Fingerspitzen aneinander und dachte nach. Was könnte sie für ein Kleid tragen. Etwas züchtiges, aber zu gleich verruchtes? Sie verwarf diese Idee jedoch schnell wieder.
Am nächsten Morgen fuhr sie mit einer Kutsche hinauf zum Schloss. Am Morgen hatte sie sich für ein schlichtes schwarzes Kleid mit Roten verziehrungen entschieden. Der Rock war gestuft und reichte ihr bis zu den Füßen hinab. Jedoch brachte es Varisa ein sehr hübsches Dekolletee ein. Immer wieder zwirbelte sie nervös eine Haarsträhne aus ihrem Halbzopf um den Finger. Als die Kutsche vor dem Eingangstor hielt, stieg sie geschmeidig aus der Tür und machte sich auf den Weg in die Eingangshalle. Sie zeigte den Wachen am Tor den Brief und wurde sogleich eingelassen.
Varisa sah sich kurz in der Eingangshalle um und staunte nicht schlecht über den Reichtum, der sich hier deutlich abzeichnete. Ein Diener sah sie und eilte sofort wieder davon. Varis schmunzelte verdrossen und wartete einfach ab.
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Ayden 
Prinz Haushofmeister Hayll/Terreille


Status: Offline Registriert seit: 05.05.2007 Beiträge: 1509 Nachricht senden | Erstellt am 29.07.2007 - 15:26 | |
Da er erst gestern jener Varisa geschrieben hatte, war Ayden also nicht sonderlich überrascht, als ein Diener zu ihm geeilt kam, um ihm zu berichten, dass die Heilerin eingetroffen war. Schließlich hatte Ayden angeordnet, dass man ihm Bescheid geben sollte.
*Timaris, Varisa Crowan ist eingetroffen. Wenn du nichts dagegen hast, führe ich sie in den Salon und unterhalte sie bis du da bist*, sandte er ihr gut gelaunt und freundschaftlich. Ayden blickte aufs frisch bezogene Bett. Um neun Uhr hatte er noch eine Frau daraus raus geworfen, jetzt erinnerte nichts mehr an die Nacht zuvor. Nichts außer ein Tagebucheintrag, den er bis jetzt zuende geschrieben hatte. Welche Eltern nannten ihre Tochter Odessian? Er schüttelte leicht den Kopf darüber. Zum Glück hatte ihn nicht der Name interessiert, sondern eher ihr Aussehen, was sich hatte sehen lassen können. Er hatte schon lange keine so hübsche Rothaarige mehr gehabt.
Zufrieden vor sich hinpfeifend, schlenderte Ayden durch die Gänge in Richtung Eingangshalle. Er trug schwarze geschmeidige Hosen, hohe Stiefel aus edlem Wildleder, ein weißes Hemd und ein schwarzes Reiterjacket mit silbernen Verzierungen. Wenn das Gespräch mit Varisa vorbei war, wollte er noch mit einem Geschäftspartner ausreiten, weswegen er die entsprechende Kleidung bereits angezogen hatte. Dann kam Ayden in die Eingangshalle und erblickte sofort Varisa Crowan. Ein charmantes Lächeln glitt wie von selbst auf seine Lippen. Er trat vor sie, verneigte sich leicht und ganz dem Protokoll entsprechend ehe er ihre Hand nahm und galant einen Kuss darauf hauchte, sie dabei jedoch ansehend.
"Lady Crowan, nehme ich an oder?", fragte er und blickte sie an. Er kam nicht umhin sie zu mustern. Zwar kein rotes Kleid, aber schwarz mit roten Applikationen, was ihr auch gut stand. Ihre leichte Nervösität machte sie irgendwie süß.
"Ich bin Prinz Ayden Asar. Ich glaube, wir hatten jenen kleinen Briefkontakt, aber da konnte ich ja noch nicht ahnen, dass sich eine so schöne Frau hinter diesen Zeilen verbirgt. Bitte kommt mit mir, Lady Tolarim wird sich gewiss bald zu uns gesellen", versprach er freundlich und wies ihr den Weg zu dem Salon.
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Ayden Asar - Tagebuch |
VarisaCrow 
Heilerin/SW 1. Kreis Hayll/Terreille


Status: Offline Registriert seit: 16.06.2007 Beiträge: 336 Nachricht senden | Erstellt am 29.07.2007 - 15:46 | |
Als Varisa jemanden ausgelassen pfeifen hörte, sah sie zur Treppe hinauf, an deren oberen Ende sich ein blonder Prinz zeigte. Varisa musste zugeben, dass er nicht schlecht aussah. Aber seine Signatur kam ihr bekannt vor. Wo hatte sie die Signatur nur schon einmal gespürt. Zwar nur leicht aber immerhin.
Er kam direkt auf sie zu und schenkte ihr ein charmantes Lächeln. Als er sich vor ihr verneigte und einen Kuss auf die Hand hauchte, musste sie trotz ihrer Nervosität lächeln.
"Sehr erfreut, Prinz Asar. Und danke für das Kompliment, was ich nur zu gern zurück gebe.", sagte sie und folgte ihm.
Er führte sie in einen Salon, der genauso prachtvoll eingerichtet war, wie die Eingangshalle. Nur schien dieser Raum wesentlich gemütlicher. Varisa trat auf eine Sofagruppe zu und drehte sich zu Ayden um, bevor sie sich mit einem Lächeln darauf niederließ.
Sie betrachtete ihn etwas genauer. Er trug eine schwarze Hose, die ihm hervorragend stand und ein weißes Hemd unter einem Reiterjackett. Der Schnitt des Hemdes wie auch des Jacketts standen ihm perfekt.
Wie seine Brust wohl aussah, wenn sie nicht unter einem Hemd steckt?, fragte sie sich ohne etwas von ihren Gedanken preiszugeben.
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Ayden 
Prinz Haushofmeister Hayll/Terreille


Status: Offline Registriert seit: 05.05.2007 Beiträge: 1509 Nachricht senden | Erstellt am 29.07.2007 - 15:59 | |
Im Salon angekommen, ließ sich Varisa auf einer Sofagruppe nieder, während Ayden auf einem Sessel ganz in der Nähe Platz nahm und sich entspannt zurück lehnte. Er merkte, dass sie ihn betrachtete, so wie er sie vorhin auch kurz gemustert hatte. Anscheinend gefiel ihnen beiden was sie da sahen. Ayden lächelte einnehmend.
"Möchtet ihr etwas zu trinken oder irgendwelche Appetithäppchen, während wir warten? Ich weiß nicht wie die das in der Küche immer wieder hinbekommen, aber sie schmecken jedesmal köstlich." Ayden neigte sich leicht neugierig vor, die Arme auf den Lehnen abgestützt. "Ich schätze, ich sollte meine Neugier zügeln bis Lady Tolarim eintrifft, doch ich kann einfach nicht widerstehen... verratet ihr mir warum ihr ausgerechnet der Königin von Hayll dienen wollt? Weil ihr selbst Hayllerin seid, wenn ich richtig rate?"
Gespannt blickte er sie an und wartete auf ihre Antwort. Inzwischen betrat ein Diener, den Raum, den Ayden mental gerufen hatte und er übermittelte ihm ihre Wünsche, was die Getränke betraf. Dann wanderte sein Blick erneut zu Varisa und sah sie an. Erst jetzt fiel ihm eine kleine Besonderheit an ihrem Aussehen auf, leicht verwundert hob er kurz eine Braue.
"Eure Augen... sie sind nicht ganz golden oder?", erkannte er und lächelte sacht. Wie überaus reizend...
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Ayden Asar - Tagebuch |
VarisaCrow 
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Status: Offline Registriert seit: 16.06.2007 Beiträge: 336 Nachricht senden | Erstellt am 29.07.2007 - 16:11 | |
Als Ayden ihr etwas zu trinken und einige Häppchen anbot, nickte sie zum Einverständnis. Sie dachte über seine Fragen nach, während der Diener, der soeben eingetreten war, ihre Bestellungen entgegennahm.
Als der Diener wieder verschwunden war, lehnte Varisa sich ebenfalls etwas vor und lächelte entwaffnend.
"Nun, vor zwei Tagen habe ich ein Verworrenes Netz gewebt und darin Bilder und Visionen gesehen. Und eine davon sagte mir, dass Schloss Hayll dringend eine Heilerin bräuchte.", antwortete sie ihm und lehnte sich erneut zurück.
"Was meine Augen betrifft, so habt ihr Recht. Sie sind mit einem leichten Grünton durchzogen. Fragt mich jedoch nicht warum, dass so ist. Meine Geschwister und meine Eltern haben diese Anomalie nicht.", bemerkte sie.
Varisa wusste nun mal nicht, warum gerade sie in ihrer Familie einen Grünstich in ihren goldenen Augen besaß.
"Prinz Asar, darf ich Euch ebenfalls eine Frage stellen? Beten etwa kaum freiwillig Leute um eine Audienz bei Lady Tolarim?"
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Ayden 
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Status: Offline Registriert seit: 05.05.2007 Beiträge: 1509 Nachricht senden | Erstellt am 29.07.2007 - 16:54 | |
"Wirklich? Eine Vision?", vergewisserte er sich und war nun doch etwas überrascht, aber schließlich war Varisa auch eine Schwarze Witwe. "Kam ich auch darin vor?", fragte Ayden frech, doch er war sich gar nicht so sicher, ob er diese Antwort wirklich hören wollte. Er konnte nicht unbedingt sagen, dass er Schwarze Witwen mochte, sie waren gefährlich und damit meinte er nicht ihren Schlangenzahn, sondern die Art wie sie in einem Geist herumwühlen konnten und wie sie dazu tendierten viel zu vieles zu erfahren, egal wie gut man es vor ihnen verbarg.
"Aber ihr habt recht, Heilerinnen können wir hier fast immer gebrauchen", bestätigte er, so viel konnte er ja sagen. "Das Schloss und die Hofgesellschaft ist groß, da ist es nur natürlich, dass ab und ein die Dienste einer Heilerin von Nöten sind." Ayden lächelte freundlich und lehnte sich wieder zurück.
Der Diener kam mit Getränken und einem Tablett mit leichten Appetithäppchen wieder, die gewiss nicht schwer im Magen liegen würden, weswegen sich Ayden eines davon genehmigte. Varisa erklärte ihm was es mit ihren Augen auf sich hatte und Ayden nutzte die Gelegenheit, diese noch einmal ungeniert genauer betrachten zu dürfen.
"Mir gefällt es", entschied er dann und warf ihr einen charmanten Blick zu. Erst als sie ihn nach der Audienz fragte, wurde er wieder ernst. "Wie kommt ihr auf diese Frage, Lady Crowan?", fragte er zurück. Hatte sie irgendetwas zu diesem Eindruck gebracht oder hatte sie die Gerüchte gehört?
"Es gibt durchaus Menschen, die freiwillig eine Audienz von Lady Tolarim suchen und die auch freiwillig in ihre Dienste treten. Ich bin einer dieser Menschen." Er goss ihr und sich einen frischen, fruchtigen Weißwein ein und nippte daran, nachdem er ihr zugeprostet hatte. Ayden verschwieg, dass seine erste Audienz bei Timaris alles andere als angenehm gewesen war... gut, angenehm schon auf eine gewisse Art und Weise und gleichzeitig für ihn höchst demütigend.
"Aber ihr braucht nicht nervös zu sein", beruhigte er Varisa freundlich, "Was immer ihr gehört haben mögt, es wird gewiss nicht so schlimm werden." Vielleicht schlimmer. Er legte seine Fingerspitzen aneinander und bedachte sie mit einem intensiven Blick. "Außerdem bin ich ja auch noch hier."
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Ayden Asar - Tagebuch |
VarisaCrow 
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Status: Offline Registriert seit: 16.06.2007 Beiträge: 336 Nachricht senden | Erstellt am 29.07.2007 - 17:03 | |
"Das beruhigt mich wirklich sehr.", gab sie wieder und nippte an ihrem Weißwein. Aber so sicher war sie sich dennoch nicht.
Dennoch wollte Varisa erst einmal alles auf sich zu kommen lassen und abwarten, was geschehen würde, wenn sie auf Timaris traf.
"Nun meine Frage war rein neugieriger Natur. Außerdem kenne ich jemanden, der ebenfalls freiwillig in die Dienste Lady Tolarims getreten ist. Zwar kenne ich ihn nur flüchtig, aber er erzählte mir von seinen Plänen."
Varisa erwiderte sein charmantes Lächeln.
Innerlich freute sie sich schon darauf, Braendons dummes Gesicht zu sehen, wenn sie sich das erste Mal hier im Schloss begegneten. Varisa lehnte sich wieder etwas vor und nahm sich ein Häppchen.
Genüsslich kaund schloss sie die Augen. Es schmeckte wirklich ausgezeichnet.
"Ich kann nur sagen, dass diese Häppchen äußerst schmackhaft sind.", sagte sie mit einem freundlichen Lächeln.
"Ihr hatte also vollkommen Recht, was die Tatsache betraf, dass die Köche sich mal wieder selbst übertreffen."
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Ayden 
Prinz Haushofmeister Hayll/Terreille


Status: Offline Registriert seit: 05.05.2007 Beiträge: 1509 Nachricht senden | Erstellt am 29.07.2007 - 17:14 | |
Wenn sie es beruhigend fand, dass er hier war und bei der Audienz anwesend sein würde, so lag es allein daran, dass Varisa anscheinend nicht den Schimmer einer Ahnung hatte wer er war. Umso besser für ihn... die Heilerin erklärte wie sie auf die Frage gekommen war und Ayden wurde hellhörig, als sie diesen unbekannten Mann erwähnte. So viele Männer gab es da ja nicht, die vor kurzem freiwillig in die Dienste von Timaris getreten war und so konnte Ayden eins und eins zusammenzählen. Das Ganze wurde immer interessanter, es brannte Ayden unter den Fingernägeln Timaris davon zu erzählen. Der gute Braendon hatte sich wirklich in mächtige Schwierigkeiten gebracht und mit der Ankunft von Varisa würde es wohl nicht leichter werden. Es war so amüsant und köstlich dem ganzen Treiben zuzusehen. Ayden überlegte, ob es sich lohnen würde, wiedermal mit Gabria zu schlafen und es so zu arrangieren, dass Braendon sie inflagranti erwischte. Damit tat er dem anderen Prinzen sogar noch einen Gefallen, denn Timaris würde Braendon sicher den Kopf abreißen, wenn sie von dieser kleinen Beziehung zwischen Braendon und Gabria erfuhr. Besser also die zwei sofort auseinander zu bringen. Oder es doch Timaris zu sagen? Er konnte sich nicht entscheiden, was mehr Spaß machen würde... vielleicht beides.
"Ja, die Küche hier ist sehr ausgezeichnet, allein deswegen lohnt es sich hier zu leben", stimmte Ayden zu und nahm ebenfalls noch ein Häppchen. "Und ich glaube, ich weiß von wem ihr spricht. Zufälligerweise Prinz Braendon Morgan? Er ist jedenfalls freiwillig in die Dienste von Timaris getreten... auch wenn seine Audienz wohl recht... sagen wir, schmerzhaft war." Ayden blickte sinnierend zu seinem Glas Wein ehe er noch einen Schluck nahm.
"Woher kennt ihr denn Prinz Morgan? Eine flüchtige Bekanntschaft, sagtet ihr? Lady Tolarim wird euch gewiss auch danach fragen. So könnt ihr die Antwort schonmal an mir ausprobieren. Vielleicht glaube ich euch ja." Er lächelte raubtierhaft und zeigte zum ersten Mal, dass er bei weitem nicht so harmlos war wie er gerade im Moment scheinbar tat, was hauptsächlich daran lag, dass er ausnehmend gute Laune hatte.
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Ayden Asar - Tagebuch |