Stoermanoever  Moderator
              

Status: Offline Registriert seit: 16.08.2007 Beiträge: 169 Nachricht senden | Erstellt am 22.12.2007 - 17:03 |  |
Midgard und Asgard
Midgard (altnord. Midgardr, Wohnstätte in der Mitte) Welt der Menschen in der Mitte, zwischen der Feuerwelt im Süden und der Eiswelt im Norden, von den Asengöttern durch einen Wall gegen Utgard geschützt, über die Asenbrücke Bifröst mit Asgard verbunden.
Asgard (altnord. Asgadr) ist die Wohnstätte der Asen (Götter) – ein großer Berg im Zentrum des Universums. Auf dem Gipfel befindet sich Walhall und Odins Hochsitz Hlidskjalf. Nach Walhall (Walhalla) werden die Wikinger, die in Kämpfen umgekommen sind, hingebracht.
Walhall (altnord. Valholl, Wohnung der Gefallenen), in dieser Halle der Gefallenen sammelt Odin die Einherjer für den Letzten Kampf gegen die Weltfeinde. Durch die 540 Tore Walhalls konnten und können je Tor 800 Einherjer gleichzeitig ausrücken.
Vanen und Asen
Die Götter der Wikinger gehören zwei verschiedenen Stämmen an. Der eine, die Vanen, ist zwar sehr bedeutend und lebt und wirkt in sehr wichtigen Bereichen überall in der Natur, hat aber vergleichsweise wenige große Gottheiten hervorgebracht. Die Vanen (nordisch Vanir) stammen von der Mutter Erde ab. Freyr und Freyja sind die bedeutendsten von ihnen. Der andere Stamm, dem die meisten Götter angehören sind die Asen, die Familie Odins. Die Vanen sind freundliche, hilfreiche und lebensspendende Gottheiten, die mit der Erde und dem Wasser verbunden sind. Sie leben in den Wachstumskräften der Natur, geben den Feldern Frucht, sichern die Nachkommenschaft und sorgen für Frieden, Verständigung, Liebe und Freundschaft unter den Menschen.
Einige Götter gehören also zum mächtigen Geschlecht der Asen, wie: Allvater Odin und Frigg, seine Frau, Thor mit seinem Hammer Mjöllnir, Baldur, der Gute, der einhändige Tyr, Bragi, der Dichter, Idun mit den Äpfel die ewige Jugend spenden, Heimdall, der Hüter von Asgard.
Andere gehören zum vornehmen Geschlecht der Vanen, wie: Njörd, Frey, oder Freya. Die Kriegs- und Fruchtbarkeitsgöttin...
... doch mitten in Asgard lebt auch Loki, ein Freund der Riesen, der mit seinen giftigen Lügen Unheil über die Götter brachte.
Der Fenriswolf
Der Fenriswolf (altnord. Fenrir, Moorgestrüppwolf) wurde von Loki und der Riesin Angurbo-das gezeugt. Er ist ein Feind der Götter. Zunächst von ihnen gefesselt, reißt sich aber dann in der Ragnarök los und verschlingt Odin.
Er wuchs in Asgard auf, wurde aber sehr bald riesengroß, wild und wahnsinnig, so dass nur der Gott Tyr es wagte ihm Futter zu geben. Den Asen gelang es, die Zwerge zu beauftragen, gleichsam in Maßarbeit eine Fessel herzustellen, wobei sechs Bestandteile Verwendung fin-den sollten: der Schall eines Katzentritts, der Bart der Frauen, die Wurzeln der Berge, die Sehnen der Bären, der Atem der Fische und der Speichel der Vögel. Deshalb haben die Kat-zentritte keinen Schall mehr, die Frauen keinen Bart ...
Mit List gelang es den Göttern, den Wolf so zu fesseln, dass er sich kaum rühren konnte, und es wurde ihm ein Schwert in den Rachen geklemmt, so dass er nur bewegungslos dasteht mit weitgeöffnetem Rachen, ohne zubeißen zu können. Erst zu Ragnarök dem Weltenende wird er sich losreisen.
Die Weltenesche Yggdrasil
Yggdrasil - eine heilige Stätte im Zentrum der Welt - gilt als der schönste aller Bäume. Er trägt die Welt, seine Zweige breiten sich über den Himmel aus bis zur Erde, sie verbinden das Götterland Asgard mit dem Menschenland Midgard und beide mit den unterirdischen Reichen Hel und Niflheim. Der Lebensbaum steht immergrün, verdorrt ein Zweig, sprießen am nächsten Tag neue Blätter. Drei starke Wurzeln greifen weit aus und halten Yggdrasil aufrecht. Die erste Wurzel reicht zu den Göttern und Menschen, die Zweite zu den Riesen, die Dritte nach Nifelheim. Unter jeder Wurzel entspringt ein Quell.
Auf der Spitze des Weltenbaumes wacht ein Hahn, er glänzt von Gold und leuchtet in der Sonne. Im höchsten Geäst der Weltenesche sitzt ein Adler, der um viele Dinge weiß und zwischen seinen Augen ein Habicht namens Wederfölnir, der Wettermacher.
Viele Gefahren bedrohen den Baum. Auf seinen Zweigen weidet die Ziege Heidrun. Vier Hirsche beissen ihm die jungen Schösslinge ab. Unter seinen Wurzeln nistet Nidhöggr, der Neiddrache. Er und anderes Schlangengewürm benagen Yggdrasil ständig. Fehde herrscht zwischen dem Adler in der Höhe und dem Drachen in der Tiefe. Und ein Eichhörnchen, Ratatöskr, raschelt am Stamm der Esche auf und nieder und trägt dem einen zu was der andere sagt, unaufhörlich neuen Zwist in die Welt säend. Und doch grünt der Baum und wird grünen bis zur Götterdämmerung, denn er steht im Schutze der Nornen, die das Schicksal kennen. Die Götter halten an dieser heiligen Stätte Rat und reiten zu ihr über die Asenbrücke Bifröst.
Heimdall - Wächter der Götter
Heimdall (Heimdallr) ist der Wächter der dreistrahligen Brücke Bifröst, die von der Erde zu Asgard führt und verglichen wird mit dem Regenbogen. Er hält Tag und Nacht hellhörig nach Feinden der Götter Ausschau. Die Asengötter reiten jeden Tag darüber. Bei Gefahr warnt er Asgard mit dem Gjallarhorn (altnord. Das lauttönende Horn), das auch am Tage der Götterdämmerung Ragnarök bläst. Es wird dann in allen neun Welten ertönen.
Heimdall gilt als Ahnherr der Menschen und der verschiedenen Stände der Gesellschaft, er wohnt in seinem Palast Himinbioerg an der Biföst. Er schläft weniger als ein Vogel und er kann über 100 Rasten weit sehen und Gras wachsen hören.
Allvater Odin
Der einäugige Vater der Asengötter wohnt wie die anderen Asen in Asgard, wo er drei Burgen besitzt. Zu Gladsheim hat er den Vorsitz in der Versammlung der Diar. In Valaskialf thront er auf Hliskialf, von wo er die ganze Welt überblicken kann. In Walhalla versammelt er die Einheriar, die in der Schlacht gefallenen Helden um sich.
Odins (altnord. Odinn, Wodan, Wotan, Voden) Name kommt vom Wort wo, wörtlich - Wut - (aber ursprünglich geistig-seelischer Erregung, Energiegeladenheit, Begeisterung und Eksta-se. Odin ist der Gott der geistigen Kräfte, des Wissens und der Weisheit. Er ist Magier, Seher, Heiler, Dichter und Entdecker der Runen. Er zeigt sich in der Kraft von Wind und Sturm, im Rauschen der Wälder und allem, was geheimnisvoll mächtig ist. Er heißt Allvater (altnord. Alföur) weil er der Vater der Götter und unser mythischer Urahn ist. Er kennt und erfüllt das Schicksal der Menschen. Daher ist er auch Gott des Todes, der Führer der Totengeister und der Beherrscher des Krieges.
Durch seine geistige Überlegenheit als Schamane oder Druide ist Odin der höchste Gott, in dem Geist, Wille und Weihe liegt. Deshalb wurde er auch als Dreiheit - Odin, Vili und Vé - verehrt. Odin ist mit Frigg vermählt, die ihm die Söhne Thor, Balder und Tyr gebar.
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