Wenn Liebe einen Weg zum Himmel fände
und Erinnerungen Stufen hätte,
würden wir hinaufsteigen
und euch wieder zurückholen
| Ersteller | Thema » Beitrag als Abo bestellen |  |
Dippy  Seepferdchen


Status: Offline Registriert seit: 02.11.2007 Beiträge: 81 Nachricht senden | Erstellt am 15.11.2007 - 12:21 |  |
Hallo,
ich bin mir nicht ganz sicher, ob der Beitrag hier richtig ist, aber mir fiel kein besserer "Ort" ein.
Ich habe hier schon öfter gelesen, dass viele das "Drumherum" bei einer AS als schlimm empfunden haben, und mich würde interessieren, ob wirklich die Mehrheit der Krankenhäuser/Ärzte/Schwestern so unsensibel sin....
Ich selbst hatte Ende Oktober eine AS, und ich hatte große Angst davor, dass man mich ewig lange warten lässt....am Tag vorher wurde festgestellt, dass keine Herzaktivitäten mehr erkennbar waren und mein Krümel auch nicht mehr gewachsen war. Für mich war es ganz wichtig, alles so schnell wie möglich hinter mich zu bringen, und mein FA hat mir einen Termin für den nächsten Tag, 08:30, in einer Tagesklinik vermittelt.
Als ich dort ankam, war ich positiv überrascht - ich wurde von der Rezeption direkt in das Besprechungszimmer des Arztes geschickt, um den Eingriff zu besprechen. Es war ihm wichtig, dass auch ich mir sicher war, dass die SS nicht mehr zu retten ist und versicherte mir, auch selbst nochmals ganz genau zu schauen. Dann wurde ich ins nächste Zimmer zum Narkosarzt geschickt und von dort direkt ins Behandlungszimmer. Als ich wieder zu mir kam, saß mein Mann schon an meinem Bett und eine Schwester brachte mir etwas zu trinken. Ich zog mich an und wartete auf den Arzt, der nochmal kurz mit mir sprechen wollte. Er sagte mir, auf was ich die nächsten Tage achten solle und versuchte, mir Mut zu machen ("Sie können problemlos Kinder bekommen, schauen Sie nach vorne"). Nach einer Stunde, um 09:30, war ich schon auf dem Nachhauseweg.
Mir persönlich hat es sehr geholfen, dass die AS an sich wenigstens nicht traumatisch war, und es macht mich sehr traurig und wütend, wenn ich lese, wie das teilweise abläuft.
Wie habt ihr das erlebt?
LG D.
Signatur
 |
|
|
cinnamon 


Status: Offline Registriert seit: 21.04.2006 Beiträge: 3452 Nachricht senden | Erstellt am 15.11.2007 - 12:48 |  |
Ich hab das schon mal geschrieben kurz nachdem es passiert ist:
Cinnamon schrieb
ich bin am Donnerstag vor Ostern, also dem 13.04.06 zu meinem Frauenarzt zur Untersuchung. Der stellte dann fest, dass der Fötus sich nicht weiter entwickelt hat. Ich musste jedoch noch bis Dienstag, 18.04.06 warten bis zu einer erneuten Untersuchung, die die Diagnose bestätigte.
Ich bin dann sofort in die Uniklinik zur Voruntersuchung für die AS am nächsten Tag.
Dann musste ich um 17 Uhr zurück in die Klinik zur Prämedikation. Zu diesem Zeitpunkt war meine Akte von der morgendlichen Untersuchung bereits "verschwunden".
Am nächsten Morgen, dem 19.04.06 war um 7 Uhr Aufnahme im Krankenhaus, OP geplant für 9 Uhr. Ich stand dann erst mal eine halbe Stunde auf Station herum, wo niemand vorzufinden war. Okay....
Um 8 Uhr war ich dann endlich auf meinem Zimmer von wo aus um 9.30 die ganzen Voruntersuchungen inkl. Blutgruppenbestimmung etc. erneut stattfanden.
Um 11 Uhr bekam ich dann endlich mein Vaginalzäpfchen zum Erweichen des Muttermundes. Der Arzt sagte schon, dass es am besten drei Stunden wirken soll. Aufstehen durfte ich nicht mehr.
Um 15 Uhr nach 2 Stunden heftigsten Schmerzen kam ich endlich in den OP.
Nach der OP brauchte ich nicht geweckt zu werden, ich wurde wach vor heftigen Schmerzen. Ich hab mich im Aufwachraum nur gekrümmt in meinem Bett und hab nach einem Schmerzmittel gefragt worauf eine Ärztin zu mir sagte, das könne nicht sein und ausserdem seien Schmerzen normal nach einer OP. Ich soll mich mal nicht so anstellen.
Als ich dann endlich wieder auf Station war, wartete mein Mann bereits auf mich. Nachdem der sich mein Gejammere und Geflehe nach einem Schmerzmittel eine Zeit lang angehört hatte, platzte ihm der Kragen und ich bekam endlich etwas.
Um 22 Uhr konnten wir dann endlich nach hause. Meine Krankschreibung musste ich am nächsten Tag erneuern lassen, da auch diese genau so schnoddrig ausgeführt worden war wie der Rest und somit nicht zu gebrauchen.
Zum Glück bestätigte mir mein Gyn bei der heutigen Nachuntersuchung, dass wenigstens die AS medizinisch einwandfrei war.
Da geh ich nie wieder hin
|
Im Nachhinein muss ich sagen ist der Eindruck noch immer der gleiche. Zumal ich mittlerweile davon überzeugt bin, dass man mich damals nicht gut behandelt hat, nach dem Motto, die merkt ja nix, ist ja Vollnarkose. Man hatte mich nähen müssen, wie ich nachher erfahren habe, da die Beisszange Wunden hinterlassen hatte. Und mein heutiger FA bestätigte mir, dass so einige Probleme, die ich bis vor kurzem hatte von der Ausschabung sein könnten.
Ich hatte ja dann letztens noch mal eine AS, vor der ich auch tierische Angst hatte aber die war wirklich harmlos, fast völlig ohne Schmerzen. Sie diente ja allerdings auch "nur" zur Polypentfernung. Die war sogar so harmlos, dass meine Mens kam als sei nichts gewesen. Also wirklich 28 Tage nach der letzten Mens, AS war mittendrin.
Aber der Anlass war ja auch ein relativ harmloser 
Signatur Liebe Grüsse Ulla mit einem * im Herzen (13.04.06, 9. SSW)
Auch nicht schlecht:



Zyklus 34 seit FG - aber zur Zeit Hibbelpause wegen "Isnicht" |
siko42  Rettungsschwimmer


Status: Offline Registriert seit: 20.02.2007 Beiträge: 508 Nachricht senden | Erstellt am 15.11.2007 - 13:03 |  |
Ich muss sagen, daß ich im Großen und Ganzen noch einigermaßen Glück im Unglück hatte, vorallem, nachdem ich hier schon die schlimmsten Sachen gelesen habe.
Bei mir wurden in der FA-Praxis keine Herztöne des Kindes mehr festgestellt und die Arzthelferin machte einen Termin im KH, wo noch einmal mit einem besseren Gerät untersucht werden sollte. Ich machte mir da aber auch keine Hoffnungen, daß die dort eine andere Diagnose stellen würden.
Ich bin von der Praxis gleich ins Krankenhaus gefahren, wo ich sehr lange warten musste. Ich wollte nur endlich Gewissheit.
Das einzige, was mir jetzt noch sauer aufstößt, waren die Arzthelferinnen, die im Gang so laut über mich sprachen, daß ich es auch hörte. Die eine sagte, daß es bei mir sicher länger dauern würde (weil eine stationäre Aufnahme nötig sein wird).
Eine nette junge Ärztin untersuchte mich, ein Oberarzt bestätigte alles nochmal. Naja,er fragte mich, als er reinkam, wie es mir ginge Wie schon...
Sie erklärte, was bei der OP gemacht wird und eine Narkoseärztin besprach alles Weitere mit mir.
Das ging aber alles wie in Trance vor sich, es war das erste Mal, daß ich operiert werden sollte.
Dann wurde mir noch gezeigt, wo ich am nächsten Tag hinsollte und ich ging nachhause.
Ich weiß gar nicht, wie ich die Nacht überstanden hatte, mein Mann war auf Geschäftsreise.
Meine Schwiegermutter fuhr mich um 6 Uhr morgens zum Krankenhaus und ich kam in ein Zimmer, in der noch eine andere Patientin lag. Ich weiß nicht, warum sie dort war und ich denke, sie wusste auch nichts von mir, aber sie sagte so einen netten Satz, daß sie mir alles Gute wünsche, der mich sehr rührte.
Ich wurde noch in ein anderes Zimmer verlegt, in das noch zwei ältere Damen kamen. Zum Glück keine anderen Schwangeren! Auch hier tröstete mich eine Frau, der es sicher schlechter ging.
Ich bekam die Tablette, die den Muttermund weich machen sollte und ich bekam etwas später Bauchschmerzen wie bei der Mens. Eine Krankenschwester meinte, ich müsse die Schmerzen nicht aushalten und ich bekam ein Schmerzmittel. So war auch schon der Zugang für die Narkose gelegt.
Auf die OP musste ich aber 6 Stunden warten! Zum Glück war ich so müde, weil ich kaum geschlafen hatte ich der Nacht zuvor, daß ich ab und an eingeschlafen bin.
Die Schwester, die mich in den OP fuhr, meinte zu einer anderen dort, daß ich sehr aufgeregt sei, weil es die erste OP war, aber eigentlich hatte ich mir das gar nicht anmerken lassen. Jedenfalls brachte sie dadurch ein paar beruhigende Sätze und erklärte mir, was vor sich geht.
Von der gleichen Schwester wurde ich auch wieder geweckt, als es schon zurück ins Zimmer ging. Stündlich wurden Blutdruck und Blutung überprüft und um 19 Uhr durfte ich nachhause.
Ich hatte keine großen Schmerzen danach und die Mens kam nach 28 Tagen.
Ich bin froh, daß bis auf die nervige Warterei nichts weiter vorgefallen ist und es nicht zu einem traumatischem Erlebnis wurde. Die Ärzte und Schwestern wissen scheinbar oft nicht, wie leicht sie mit einem Satz jemanden in so einer Situation aus der Fassung bringen und verunsichern können. Solche Sachen, die man hier immer wieder liest, machen mich unendlich wütend.
[Dieser Beitrag wurde am 15.11.2007 - 13:06 von siko42 aktualisiert]
Signatur Simone mit einem *, 01/2007, 13.SSW
 |
Silke 


Status: Offline Registriert seit: 16.08.2006 Beiträge: 4419 Nachricht senden | Erstellt am 15.11.2007 - 17:22 |  |
Ich habe auch recht "gute" Erfahrungen im KH gemacht. Die Schwestern waren sehr, sehr nett, es haben noch einmal 2 Ärzte uns alles ganz genau erklärt und noch an 2 US-Geräten geguckt, ob unser Krümelchen wirklich nicht mehr lebt.
Daraufhin wurde uns zur AS alles erklärt, mein Mann war immer dabei. Dann musste ich zur stationären Aufnahme und habe danach direkt ein Einzelzimmer bekommen. Ich musste noch kurz warten, da die 6 Stunden nach der letzten Mahlzeit noch abgewartet werden mussten. Während der Zeit war ich alleine, aber die Schwestern schauten regelmäßig nach mir und rieten mir, mich ins Bett zu legen, weil ich immer am Fenster stand und weinte...
Danach umziehen und los ging's. Nie vergessen werde ich aber den traurigen Blick der Narkoseschwester als sie in die Akte schaute, weswegen ich nun da war. Sie verzog nur recht mitleidig das Gesicht und hat nix mehr gesagt, mir nur noch die Hand gedrückt.
Nach der AS habe ich im Aufwachraum ein Schmerzmittel bekommen, dann durfte ich mich auch schon wieder anziehen und als ich beim Toilettengang nicht umgekippt bin, durfte ich nach einer kurzen Nachuntersuchung bei der Ärztin nach Hause.
Eine Tablette zum Weichmachen des MuMu habe ich nicht bekommen, aber es war so auch wirklich alles o.k.
Also alles in allem waren die Schwestern und Ärzte sehr nett und verständnisvoll zu uns, obwohl wir ja völlig ungeplant von einer Minute zur nächsten mit auf den OP-Plan gerutscht sind.
Signatur Liebe Grüße Silke, mit Ida endlich auf dem Arm und einem * (29.6.2006/10.SSW) ganz fest im Herzen.

Ein Engel ist jemand, den Gott dir ins Leben schickt, unerwartet und unverdient, damit er dir, wenn es ganz dunkel ist, ein paar Sterne anzündet. (Phil Bosmans) |
eva Freischwimmer


Status: Offline Registriert seit: 08.11.2007 Beiträge: 139 Nachricht senden | Erstellt am 18.11.2007 - 20:37 |  |
Hallo,
bei mir wars auch nicht so prickelnd, obwohl ich auch sagen muss, dass die Leute ja auch nur ihren Job machen...
Am Freitag 2.11.stellte meine FA fest, dass mein Baby nicht mehr gewachsen war und keine Herztöne mehr da wären. Ich fragte, was das heisst,darauf meinte sie, ich müsste zur AS. Termin war am Montag um 9 Uhr. Ich bekam 3 Tabletten mit, die ich am Montag um 5 Uhr schlucken musste. Ich bin aus der Praxis raus,unter Tränen heimgefahren und wollte nur noch meine Ruhe.Nach etwa einer Stunde läutete mein Tel. und das KKH war dran. Ich sollte in spätestens einer Stunde da sein wg. Narkosegespräch.Nachdem ich meine Mama mobilisiert hatte mich zu fahren (selber war ich nicht in der Lage)kamen wir dort an. Untersucht wurde ich nicht mehr.Die Narkoseärztin war ok, allerdings bekam ich nur nen Zettel mit ohne weitere Erklärung. Das Wochenende war echt schlimm. Nachdem ich am Mo die Tabletten geschluckt hab kriegte ich extrem Durchfall.Im KKH wurde mir gesagt, dass ich ne Tablette bekomm, weil ich so aufgeregt war.Bekommen hab ich sie nicht, weil meine OP(die erste meines Lebens) vorverlegt wurde und sie nicht mehr gewirkt hätte.Ich wurde dann gleich in einen Gang vor dem OP geschoben...dort blieb ich fast eine halbe Stunde, wurde dauernd verschoben, angerempelt und wollte nur noch sterben mit meinem toten Baby im Bauch...nach der OP bin ich gleich aufgewacht und wurde in ein Zimmer geschoben, wo mein lieber Schatz auf mich gewartet hat...nach Stunden kam meine FÄ, fragte mich, warum ich so traurig schau und ob ich die Tabletten wirklich genommen hab, weil "es" so schwer rausgegangen is.Hatte extra vorher schon gesagt, dass ich Durchfall hab, wg der Tabletten, da hiess es das wäre egal...
Naja, für mich war es ein schlimmes Erlebnis, obwohl ich auch irgendwie erleichtert war, dass alles vorbei war...Am Dienstag muss ich wieder zur Untersuchung, hab schon Angst wieder in die Praxis zu gehn...
Sorry für die lange Story...
|
sabrina  Freischwimmer


Status: Offline Registriert seit: 02.05.2007 Beiträge: 338 Nachricht senden | Erstellt am 18.11.2007 - 21:52 |  |
Bei mir war es so:
Meine FA stellte fest das unser Stern nicht weiter gewachsen ist und keine Herztöne mehr zu finden waren aber wie sie mir das gesagt hatte war so schlimm " Ihr Kind ist tot sie müssen ins KH" ich brach in Tränen aus und war so froh das meine Mama an diesem Tag bei der Untersuchung dabei war!! Ich fuhr dann erst mal nach hause und berichtete es meinem Mann und meinem Papa. Alle waren total betroffen und fertig mein Papa fuhr dann mit mir zu unserem Hausarzt der vergewisserte sich ob die diagnose auch wirklich stimmte und so war es dann auch!! Mein HA rief dann einen bekannten FA an und berichtet ihm alles er sagte ich solle sofort am nächsten morgen um sieben in seine Praxis kommen (nüchtern)! Am nächsten morgen untersuchter er mich und stellte die gleiche diagnose fest er nahm mich dann gleich mit ins KH und ich bekam auch die Tablette das der Muttermund weicher wird, mein Mann machte in der zwischen Zeit den Aufnahmekram!!Mein FA erklärte mir in Ruhe was auf mich zu kommt und war so ein fühlsam und fragte dann nach warum ich nicht mehr zu meiner FÄ möchte ich erzählte es ihm wie sie mir es gesagt hatte selbst er war geschockt. Während das ich mit ihm sprch bekam ich leichte schmerzen und blutungen und ich kam gleich in den OP ich war nur am weinen und die waren alle so nett zu mir!!! Nach der AS hatte ich weiter keine beschwerden aber mein FA wollte mich noch im KH behalten da er meinte das es etwas schwierig war alles zu entfernen aber alles ok ist und ich wieder ss werden kann. Er war sogar bei mir als ich aufwachte und kümmerte sich um mich!! Echt ein toller Arzt!! Er sprach sogar mit meinem Mann und bot ihm hilfe an wenn er welche bräuchte!!Ich bin sehr froh das ich den FA gewechselt habe!!
Signatur Ganz lieben Gruß von Sabrina mit klein Leon im ARM und einem für immer leuchtendem Stern im Herzen! (11SSW,16.01.2007)



[/url |
Nettimaus  Bronzener UserAward


Status: Offline Registriert seit: 08.03.2007 Beiträge: 1168 Nachricht senden | Erstellt am 18.11.2007 - 21:58 |  |
eva schrieb
dass die Leute ja auch nur ihren Job machen...
|
Trotzdem gehört zu diesem "Job" ein wenig Einfühlungsvermögen, das dabei sein sollte, finde ich. Es ist eben in diesem Fall nicht nur ein "Job", wie einer von Müllabfuhr die Tonnen leert und egal ist, was er dabei denkt oder tut!
eva schrieb
Die Narkoseärztin war ok, allerdings bekam ich nur nen Zettel mit ohne weitere Erklärung.
|
Finde ich schon relativ krass, dass Dir nichts dazu erklärt wurde! Ist eigentlich verpflichtend vor der Einwilligung!
Aber mal zu meiner Erfahrung - ich hab es wahrscheinlich irgendwie "normal" erwischt:
An einem Freitag nachmittag sah meine FÄ kein Herz mehr schlagen. Sie schickte uns umgehend in die nahe Uniklinik, wo die bessere Geräte haben, sie wollte da ganz sicher gehen! Leider hat dort eine junge, aber sehr freundliche und mitfühlende Ärztin diesen Befund bestätigen müssen - mit Doppler usw. Wir wurden dann - trotz Freitag nachmittag - gleich noch in die Ambulanz geschickt, um dort alels weitere zu besprechen. Der Oberarzt dort stellte mich vor verschiedene Möglichkeiten: abwarten, ob sich von alleine was tut oder gliech, also sofort, so schnell wie möglich eine AS, oder eine geplante AS, dann z.B. am Montag.
Für die letzte Variante entschied ich mich. Ich war von den Ereignissen dieser letzten eineinhalb Stunden zu überfahren, wollte das "setzen" lassen. Er eröffnete mir auch die Chance, ich könne aber auch am WE jederzeit kommen, wenn ich das für notwendig hielte.
Ich verbrachte ein wirklich schlimmes und trauriges Wochenende, es war der Einstieg und die erste Verarbeitung meiner Trauer. Wir haben viel geredet und viel geweint.
In der Nacht zum Montag nahm ich dann die Tablette für den Muttermund - ich sollte sie um 4 Uhr früh nehmen, damit um 8 gleich operiert werden konnte. Mein Mann fuhr mich dann hin. Um 6:45 uhr dort angekommen, bat ich die Schwester gleich um die Beruhigungstablette vor der Op - sie wollte sie noch nicht rausrücken, aber ich versicherte ihr, dass ich so aufgeregt sei, dass ich sie nicht erst 5 minuten vorher will. Sie gab sie dann auch her. Gegen 7:20 Uhr ging es dann los in den OP, mein Mann kam mit bis zur Tür. Da musste ich dann doch ein bißchen weinen, er sah genauso traurig aus, er litt mit mir...
Das Anästhesiepersonal war lieb, sie machten das ganz professionell, aber nicht mit Routine und Egalsein. Und ehe ich mich versah, schlief ich ein. Als ich aufwachte, lag ich schon im Aufwachraum, es tat nichts weh. Ich wollte nur weiterschlafen. Nach und nach wurde ich fitter... Dann ging es ins Zimmer. Ich rief dann schon meinen Mann an und bestellte ihn für ca. 13 Uhr. Vorher kam noch eine kurze Visite, dann durften wir weg.
Alles in allem war es von dieser Seite, also der Durchführung und des Umgangs keine schlime Erfahrung. Ich hatte auch danach kein bißchen Schmerzen mehr!
Signatur Netti mit Würmchen im Herzen (02.03.2007, 9.SSW) und Nico im Arm (*06.03.2008)
"Du kannst es nicht verhindern, dass die Vögel der Sorge über deinem Kopf kreisen.
Aber du kannst sie daran hindern, Nester in deine Haare zu bauen."
Chinesisches Sprichwort

 |
Sabine22 unregistriert
| Erstellt am 28.11.2007 - 13:24 |  |
Hallo Ihr lieben,
lasst euch alle erstmal ganz fest drücken!
Ich hab recht gute Erfahrungen gemacht...
Am Montag, 05.11.07, stellte meine FÄ fest, dass das Herz des kleinen nicht mehr schägt und dass der Embryo zu klein für die 10. SSW sein. Sie schickte mich daraufhin direkt ins Krankenhaus zur Ausschabung.
Im Krankenhaus (das war so gegen 18:00 Uhr) wurde von 2 Ärzten die Diagnose bestätigt und ich kam auch gleich dann recht schnell auf ein Zimmer, wo alles weitere besprochen wurde. Ich hätte sogar die Wahl gehabt, ob ich lieber am nächsten Tag kommen möchte, weil ich dann nicht über Nacht bleiben müsste. Aber ich wollte es hinter mir haben.
Ich wurde dann in der Nacht so gegen 02:00 Uhr operiert und als ich aus der Narkose aufwachte war eine Schwester bei mir, die meine Hand hielt während ich weinte. Das war wirklich schön.
Auch auf der Station wurde ich oft gefragt wie es mir geht und ob ich Schmerzen hätte. Die haben sich alle ganz lieb gekümmert.
Bin wirklich sehr froh, dass alle sehr einfühlsam waren, da es eine schlimme Zeit für mich war.
Ich wünsche euch allen ganz viel Kraft.
|
Silke 


Status: Offline Registriert seit: 16.08.2006 Beiträge: 4419 Nachricht senden | Erstellt am 28.11.2007 - 21:24 |  |
Hallo Sabine,
erst einmal ein herzliches Willkommen bei uns, wobei uns ja leider immer ein sehr trauriges Ergebnis zusammen führt.
Du wurdest nachts operiert? Das ist für einen solchen (leider) Standardeingriff aber extrem selten, oder? Aber schön, dass Du im KH wenigstens gut behandelt wurdest!
Wie geht es Dir heute?
LG, Silke
Signatur Liebe Grüße Silke, mit Ida endlich auf dem Arm und einem * (29.6.2006/10.SSW) ganz fest im Herzen.

Ein Engel ist jemand, den Gott dir ins Leben schickt, unerwartet und unverdient, damit er dir, wenn es ganz dunkel ist, ein paar Sterne anzündet. (Phil Bosmans) |
Sabine22 unregistriert
| Erstellt am 29.11.2007 - 08:13 |  |
Hallo Silke und eine schönen guten Morgen!
Ja, es ist wohl wirklich selten, dass die AS noch in der Nacht gemacht wird. Das Problem ist, dass ich eine Gerinnungsstörung habe (die Fehlgeburt hängt aber nicht damit zusammen). Die Ärzte wollten nicht, dass der kleine Embryo von selbst abgeht und es dann zu starken Blutungen kommen könnte. Die wollten einfach sicher gehen, dass alles gut geht.
Inzwischen geht es mir wieder recht gut - körperlich bin ich wieder ganz die alte und schön langsam beginne ich auch zu verkraften, dass die Natur das einfach so richtig gemacht.
Wie geht es dir? Möchtest du nochmal versuchen schwanger zu werden? Ich hab schon ein bißchen Angst davor.
Ganz liebe Grüße
Sabine
|