Peterle  Peterle


Status: Offline Registriert seit: 28.07.2005 Beiträge: 304 Nachricht senden | Erstellt am 25.08.2005 - 14:31 |  |
Ich halte meine Vögel, meine Hunde, meine Katzen, meine Schlangen "Artgerecht". Wenn ich diesen Satz höre oder lese, dann beschleicht mich ein Gefühl des Mittleides. Ich lache den jenigen aus der das sagt oder schreibt.
Artgerechte Tierhaltung ist eine Illusion. Es gibt sie nicht. Es wird sie nie geben. Wo immer wir Menschen unser Hände im Spiel haben, geht alles den Bach runter.
Wie die meisten wissen habe ich einen Mohrenkopfpapagei und einen Weißhaubenkakadu. Aber Artgerecht halte ich sie nicht. Ich kann noch nicht einmal behaubten, dass ich sie annähernd Artgerecht halten würde. Nein wer so etwas schreibt, dem unterstelle ich, zu lügen.
Das einzige, das ich von mir behaupten kann, ist; dass ich nach meinem menschlichem Ermessen und nach meinen, mir gegebenen Möglichkeiten, den Tieren ein schönes Leben zu ermöglichen versuche.
Ich weis dass dieser Absatz im Konjunktiv geschrieben ist. Aber wenn jeder ehrlich ist, so wird er einsehen, das dies nun mal die Fakten sind.
Wie könnte ich auch in meiner Wohnung nur annähernd die Hitze des Senegals oder des Kongos erreichen? Wie könnte ich ausgedehnte Wälder oder Savannen erstellen um dem Kakadu ein richtiges Zuhause zu geben?
Wir haben uns ein Haustier zugelegt, das wir im günstigsten Fall, so optimal wie möglich umsorgen. Es muss gefüttert, gepflegt, gesäubert und zum Teil auch erzogen werden. Es muss eine saubere Balance gefunden werden zwischen Liebe und Strenge. Ein Tier kann auch krank werden, wenn es mit Liebe erdrückt wird.
Das Tier muss sowohl Freiraum haben als auch die Möglichkeit erhalten, die Nähe der Menschen zu erreichen.
Wir müssen in der Lage sein, einen großteil unseres Lebens zu opfern um die Lebensbedingungen der Tiere optimal zu gestalten. Und wenn dann nach Jahren die Zeit kommt, wo das Tier das Leben beendet, stehen wir am wichtigsten Punkt des Miteinanders. Den letzten Gang des Tieres sollte von uns mitgegangen werden. Wer das nicht kann, dürfte keine Tiere halten. Ich schreibe hier meine ganz persönliche Meinung. Wenn jemand eine andere vertritt, kann ich damit leben.
Ich sage, wir haben nicht nur ein Anrecht auf die schönen Zeiten mit einem Tier, sondern wenn der Augenblick des Todes für den Liebling gekommen ist, so haben wir die Pflicht bei ihm zu sein. Das sollte unser Dankeschön für das Tier sein, für all das schöne, das wir miteinander erleben durften.
[Dieser Beitrag wurde am 25.08.2005 - 14:35 von Peterle aktualisiert]
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