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GrafZwiebel 
10 Liter Wein
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...   Erstellt am 03.10.2009 - 13:33Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo,
am Donnerstag habe ich wie jedes Jahr ein wenig Apfelsaft für die Familie gemacht, sprich: 1030 Liter Saft aus eigenem Streuobst. Davon wurden gleich 1000 Liter pasteurisiert und in Bag-in-a-Box-Bags abgefüllt.
Dann waren da 30 Liter übrig.
Davon habe ich 22 Liter in ein 30l Speidel-Fass und 3 Liter frisch gepressten Saft aus blauen Trauben (Sorte weiß ich nicht) dazu.
Das ganze hatte laut der Messung eines Winzers aus der Nachbarschaft 59°Oe. Dann habe ich die Gesamtsäure von ca. 7 auf ca. 8,5 g/l mit 20g Zitronensäure und ein wenig frischem Zitronensaft angehoben. Dazu kam ein sehr aktiver Gärstarter aus Steinberg-Hefe, 10g Hefenährsalz und etwas weniger als 1g Kaliumpyrosulfid.
Gärspund drauf und am seit Freitag Nachmittag blubbert das Ding wie verrückt.
Die Temperatur war dank dem ganzen Apfelsaft der im selben Keller steht bestimmt bei 25°C aber ist jetzt wieder langsam gesunken auf ca 20°C.

Was ich dieses Jahr erreichen möchte, ist ein typischer Most, der aber anders als die Jahre davor ein wenig Restzucker haben soll.

Wie soll ich weiter machen? Bzw. was habe ich schon alles falsch gemacht?

MfG
Simon




GrafZwiebel 
10 Liter Wein
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...   Erstellt am 03.10.2009 - 13:36Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Warum der Thread hier gelandet ist weiß ich nicht. Sollte eigentlich im Saftgärungs-Forum sein.




fibroin ...
5000 Liter Wein
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...   Erstellt am 03.10.2009 - 15:04Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Most ist durchgegorener Apfelsaft. Da ist nichts mit Restsüsse. So wird er getrunken. Wahrscheinlich denkst du an Apfelwein, der aufgezuckert wird und darum nach beendeter Gärung Restzucker haben kann.
Das ist aber schwieriger herzustellen.

Noch ist nichts falsch gemacht, aber es gibt weitere Schritt zu tun. Mit den 59 °Oe kommst du bis etwa 7,5 % Alkohol. Ich würde weiter zuckern und bis 12% vergären. Dann den Restzucker einstellen und den Wein stabilisieren (Pasteurisieren oder filtern)

Vielleicht liest du mal http://www.fruchtwein.de/Wine/zucker.html





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GrafZwiebel 
10 Liter Wein
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...   Erstellt am 03.10.2009 - 16:49Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ich habe die ganze Seite schon oft durchgelesen und sogar größtenteils verstanden.

12% ist mir eigentlich zu viel. Aber wenns anders nicht geht. Laut Hersteller schafft ja meine Steinberg-Hefe nur 8-10% Alkohol.

Ich möchte ja keine großartige Restsüße erreichen. Ich möchte nur dass er nicht ganz so herb und trocken schmeckt wie sonst immer.




fibroin ...
5000 Liter Wein
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...   Erstellt am 03.10.2009 - 16:57Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Es ist schwierig, Wein mit geringen Alkohol zu stabilisieren. Die Gefahr einer Nachgärung ist da bedeutend höher, weil die Hefen noch wenig Stress haben. Auch Steinberg hilft da nicht weiter.
Das einfachste ist, den Wein trocken lagern und vor dem Trinken leicht aufzuckern. Muss man nur dran denken, dass früh genug zu tun, damit sich der Zucker lösen kann.





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Josef ...
1000 Liter Wein
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...   Erstellt am 03.10.2009 - 18:04Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Du glaubst garnicht wieviel Leute schon an dem Vorhaben verzweifelt sind. So etwas ist für den Hobbywinzer fast unmöglich, bzw. mit einem, nicht mehr im Verhältnis stehenden, Aufwand verbunden. Eine 100% Sicherheit vor Flaschenbomben hat man da immer noch nicht.

Meiner Meinung nach hast du fünf Möglichkeiten:
1. Du nimmst den Aufwand und das Risiko einer Nachgärung in kauf.
2. Mach es wie fibroin schreibt.
3. Mach es wie immer schon, also trockener Wein ohne Restsüße.
4. Du vergärst komplett und erhälst einen Dessertwein mit um die 15%.
5. Du bastelst dir aus dem Dessertwein, später im Glas, eine Weinschorle.

An alle:
Weitere Vorschläge bitte!




Thorwaler 
100 Liter Wein
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...   Erstellt am 03.10.2009 - 18:09Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Kannst den wein in einem Fass lagern mit CO2-Katusche oben drauf so wird er nicht explodieren und du kannst dir immer leckeren Wein abzapfen. Filtern würd ich trotzdem, wegen der Restteilchen die einen schlechte Geschmacksnote hervorhheben.




Fruchtweinkeller ...
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...   Erstellt am 03.10.2009 - 18:13Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Das funktioniert aber nur mit druckstabilen Fässern, und im Wein gelöste CO2 passt geschmacklich sicher nicht zu allen Weinen. Beim Apfel vielleicht schon, das ist Geschmackssache.





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Thorwaler 
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...   Erstellt am 03.10.2009 - 18:19Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ja, das stimmt schon, das Fass muss natürlich Druckbeständig sein. Einer unserer bekannten macht das so mit Apfelsaft. Probleme könnte das CO2 natürlich mit sich bringen wenn sich das CO2 im Wein löst. Kann man sich vorstellen wie bei diesen Sodamax etc. Daher darf der Druck nicht so groß sein. Vieleicht ein Ventil vorsetzten.




Fruchtweinkeller ...
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...   Erstellt am 03.10.2009 - 18:51Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hefe hört erst bei etwa 5 bis 6 bar auf zu gären...





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