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Henriette ...

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Registriert seit: 26.03.2004
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...   Erstellt am 23.07.2004 - 17:53Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen



Ackerschachtelhalm
Equisetum arvense

Schachtelhalmgewächs - Equisetatae

Volksname
Schachtelhalm, Zinnkraut

Anwendungsgebiet
Blasen- und Nierenleiden, Blasensteine,
Blutungen, lokale Durchblutungsstörungen, Frostbeulen, Hautleiden, Krampfadern, rheumatische Beschwerden, schwache oder zu starke Menstruation, Wassersucht, Wundheilung, harntreibend

Anwendungsmöglichkeiten
Der Tee muss als Abkochung zubereitet werden und mindestens 20 Minuten kochen, damit sich die Kieselsäure aus den Pflanzen löst.
Für Harnapparat oder Bindegewebe.
Tee: 2-4 Teelöffel Kraut mit kochendem Wasser übergießen, aufkochen, abseihen.

Zum Blutstillen eignet sich am besten der frische Pressaft.



Äußerlich ist der Schachtelhalm als Voll-, Teilbad, Wickel oder Auflage geeignet. Dazu wird je nach Bedarf eine größere Menge Tee gekocht.

Als Bad wird der Tee mit Wasser verdünnt. Für ein Vollbad muss man ca. 150 g Schachtelhalm rechnen.

Wickel und Auflagen, z.B. bei Ekzemen, Geschwüren usw. werden in den Tee getaucht und auf die betroffenen Stellen aufgelegt.

Zugeordnete Edelsteine
Aragonit, Chiastolith, Dentritenquarz, versteinertes Holz, gelber Jade, Lepidolith-Glimmer, blauer Topas

Astrologische Zuordnung
Steinbock

Pflanzenbeschreibung
Gelblich-braune, 20 cm hohe, schwach gefurchte, unverzweigte fertile Sprosse, an ihren Enden zapfenartige Gebilde mit Sporangien, sterile Sprosse grün, bis 50 cm hoch, mit wirbelig stehenden Seitensprossen, tiefreichendes Rhizom

Verwendete Pflanzenteile
Nur die grünen Teile der Sommertriebe, Sammelzeit Mai - Juli/ Juni - August, im Schatten trocknen. Gute Schachtelhalme haben keine braunen Stellen, die braunen Stellen sind ein Hinweis darauf, dass der betroffene Schachtelhalm leicht giftig ist!

Vorkommen
Felder, Wiesen, Äcker, Wegränder


Inhaltsstoffe
Kieselsäure, Flavonoide, Kalzium, Kaliumsalze, Magnesium, Alcaloidspuren (Nicotin)

Interessantes
Vor ca. 400 Millionen Jahren war der Schachtelhalm baumgroß und bevölkerte riesige Wälder zusammen mit Riesenfarnen und Moosen. Wie diese so hat auch der Schachtelhalm keine Blüten, sondern vermehrt sich durch Sporen.

Im Frühjahr ist der Schachtelhalm eine blassgebliche stengelartige Pflanze, die nach kurzer Zeit verschwindet. Später wachsen dann grüne Sommertriebe, die früher gerne zum Putzen von Metall verwendet wurden, woher auch der Name Zinnkraut kommt.

Der nah verwandte Sumpf-Schachtelhalm (E. palustre) ist GIFTIG und darf nicht verwendet werden!!!

Adonisröschen
Adonis vernalis L.

Hahnenfußgewächs - Ranunculaceae

Anwendungsgebiet
Leicht eingeschränkte Herzleistung, Niedriger Blutdruck, Funktionelle Herzbeschwerden, Herzschwäche

Anwendungsmöglichkeiten
Standardisierte Fertigpräparate: 0,6 g eingestelltes Adonispulver pro Tag, höchste Einzelgabe 1,0 g, höchste Tagesdosis 3,0 g

Achtung! Bei Überdosierung Übelkeit,
Erbrechen, Herzrhythmusstörungen,
Krämpfe, Durchfall, Atemnot


Astrologische Zuordnung
Löwe






Pflanzenbeschreibung
Ausdauerndes, 10-40 cm hohes Kraut mit zwei- bis vierfach fiederschnittigen Blättern, einer Blüte mit einem Durchmesser zwischen 4 und 7 cm, echten Kelchblättern und bis 20 schmalen, gelben Kronblättern

Verwendete Pflanzenteile
Die während der Blütezeit April/Mai gesammelten, getrockneten oberirdischen Teile

Vorkommen
Auf kalkhaltigen, offenen, sonnigen Böden, sibirisch-osteuropäische Steppenpflanze

Inhaltsstoffe
Glykoside vom Cardenolidtyp, Adonitoxol, Adonitoxin, Flavonglykoside


Alant
Inula helenium

Korbblütengewächs - Asteraceae

Volksname
Alantwurz, Brustalant, Darmwurz, Edelwurz, Elfenkraut, Galant, Galantwurzel, Glockenwurz, Glockenwurzel, Gottesauge, Großer Heinrich, Heilwurz, Helenenkraut, Hexenschußkraut, Krätzenwurz, Odenkopf, Odinskopf, Schlangenwurz Weidenalant

Anwendungsgebiet
Appetitlosigkeit, Asthma, Bronchitis, chronische Bronchitis, Durchfall, Hustenreiz, Ischias, Magenbeschwerden, Tuberkolose, Herstellung von Diabetikernährmitteln, Zuckerersatz, antiseptisch, harntreibend, auswurffördernd, juckreizmildernd, schleimlösend, verdauungsfördernd

Anwendungsmöglichkeiten
Tee: 1- 2 TL fein gehackte Wurzel mit 1/2 l Wasser aufkochen, ziehen lassen; alle 2 Stunden 1 EL davon einnehmen - gegen Husten
Wirksamer wird der Tee mit anderen Hustendrogen: Spitzwegerich, Schlüsselblume, Ysop und Huflattich

Der Wurzelstock hat einen aromatischen Geruch, er enthält Inulin, ein dem Fruchtzucker ähnliches Kohlehydrat. Die Wurzel kann als Süßigkeit kandiert werden und ersetzt so die Teeanwendung.

Alantwein bei Verschleimung des Darms, der Lunge, des Magens, bei Gastritis, soll vor Frühgeburten schützen:
30g frische Wurzeln in dünne Scheiben schneiden und mit 30g 80%igem Weingeist anfeuchten, 1 Liter Weißwein dazugeben und die Mischung warm stellen (25 bis 30 Grad).
Nach 2 Tagen abgeseihen und auspreßen. Täglich 1 bis 2 mal ein Gläschen.

Bei Koliken hilft eine Tinktur aus gleichen Teilen Alantwurzel, Anissamen, Wermut, Tausendguldenkraut und Rosinen. Mit Weingeist oder hochprozentigem Kornschnaps übergießen, 14 Tage in der Wärme stehen lassen, dann abseihen.

Kräuterwasser, dazu Wurzel in Wasser kochen, oder Tinktur hilft bei Hautunreinheiten und Ekzemen. Der Absud der Wurzel ersetzt ein Gesichtswasser bei Akne und unreiner Haut.

Auszug: 40 g getrocknete, zerkleinerte Wurzeln auf 2 l Weinmost, 6 Wochen in Flasche gären lassen, Gärrohr einsetzen! Täglich max. 1 Likörglas davon, dient der Magenstärkung.

In Wein gekochte Alantblätter, warm aufgelegt, lindern Ischias und Hüftgelenkschmerzen.

Achtung! Manchmal schon beim Sammeln Kontaktallergien oder Schleimhautreizungen, nur anwenden, wenn man davon nicht betroffen ist. Größere Mengen können Erbrechen verursachen!

Magische Anwendung
Vertreibt negative Schwingungen. Feen-, Elfen- und Waldgeisterzauber. Spiritueller Reinigungszauber. In einem Säckchen im Raum aufbewahren.

Zugeordnete Edelsteine
Sardonyx, Chalzedon, Apatit

Pflanzenbeschreibung
Robuster Stengel, 150 bis 200 cm hoch, im unteren Bereich mit borstigen Haaren bedeckt. Oberer Teil kahl, Blätter sind groß, länglich, ungleich gezähnt, an der Unterseite filzig; auf jeder Stängelspitze eine große, gelbe Blüte, ca. 5- 8 cm Durchmesser, großer fleischiger Wurzelstock, bis zu 3 kg schwer, Oberfläche von Narben, die die Blätter zurücklassen gekennzeichnet. Blütezeit Juni bis September

Verwendete Pflanzenteile
Wurzelstock, am besten im September-Oktober/März-April sammeln, die Stücke werden in der Sonne getrocknet und häufig umgedreht. Aufbewahrung in Gefäßen aus Glas oder Porzellan.

Vorkommen
Wächst in Teilen Nordamerikas wild. In Mitteleuropa zerstreut eingebürgert oder kultiviert. Wächst auf Lehmboden, an grasbewachsenen und feuchten Plätzen, Ufern, Gräben, Wiesen und ist bis etwa 1400 m Höhe anzutreffen. Der in Gärten kultivierte Alant ist wirksamer

Inhaltsstoffe
Ätherische Öle: Helenium, Alantol; Inulin, Pektin, Bitterstoffe

Interessantes
Paris traf Helena, als sie in ihrem Kräutergarten Alant pflückte, und der Duft war es,
der seine Sinne verwirrte! Alant ist der Sage nach den Tränen der Helena entsprungen.

Er kann "angehexte" Leiden kurieren, z.B. Hexenschuß und Besessenheit. Dazu soll man den Alant an einem Donnerstag unter Gebeten aufsuchen und mit einem Messer in die Pflanze stechen. Das Messer muß stecken bleiben, man entfernt sich wieder unter Gebeten und gräbt die Wurzel am nächsten Tag behutsam aus. Anschließend legt man die Pflanze unter einen Altar, immer mitsamt dem Messer, wäscht sie mit Milch und übergießt sie mit Weihwasser. Erst dann darf man sie genießen

Als Räucherpflanze symbolisiert der Alant die Kraft der Sonne - der Duft vertreibt die "modernen" Dämonen wie Stress und Depression und ist insofern der Liebe dienlich. Die getrocknete Wurzel kann wie Weihrauch über Glut verbrannt werden und parfümiert so das Zimmer. Die samtenen Samenköpfe gehören in Duftschalen und machen sich in Wintergestecken gut, die getrockneten Blütenblätter sind Farbtupfer in der Duftschale. Die Wurzel hat einen schwachen Veilchenduft

Alant steht in der christlichen Symbolik für Erlösung.



Alraune Giftig!!!
Mandragora officinalis

Volksname
Galgenmännchen, Menschenwurzel,
Springwurz

Wirkung
Die Wurzel wird zerkleinert und daraus ein Aufguß hergestellt. Die Wirkung ist halluzinogen, gefolgt von Trancezuständen oder Schlaf. Es kann zu sexueller Enthemmung kommen. Die hervorgerufenen Wahnvorstellungen, wie z.B. fliegen zu können, wurden im Mittelalter als Hexenzauber bezeichnet, wirksamer Bestandteil von Hexensalben und -tränken.

Die Wurzel hat eine stark magische Ausstrahlung und sollte bei Schutz- und Liebesritualen auf keinem Altar fehlen. Man kann sie auch mit Weihrauch zum Räuchern bei diesen Ritualen verwenden.



Die schmerzstillende Substanz Scopolanum der Alraune wurde noch vor nicht allzu langer Zeit vor allem in angelsächsischen Ländern zur Narkosevorbereitung eingesetzt.

Akute Toxizität
Starke Pupillenerweiterung (Glanzaugen), fehlendes Erbrechen, gerötete, trockene und heiße Haut sowie Pulsbeschleunigung. Bei starker Vergiftung Bewußtlosigkeit und narkoseähnlicher Schlaf. Durch Atemlähmung kann es zum Tod kommen.

Magische Anwendung
Glücksbringer, Schutz, Fruchtbarkeit, Liebe, Traummagie, Abwehrzauber, Liebes- und Sympathiezauber, Amulett

Verwendete Pflanzenteile
Wurzelstock, es werden auch die Blätter und Beeren gesammelt für magische Zwecke.

Vorkommen
Felder, steinige Plätze, hauptsächlich in Südeuropa, Mittelmeergebiet.

Interessantes
Sie ist die berühmteste aller Zauberpflanzen, ihre Wurzel läßt recht deutlich eine Menschengestalt erkennen. Diese Eigenschaft war Anlaß, der Pflanze viele magische Eigenschaften zuzuweisen. Sie galt als unfehlbares Liebesmittel und schützte vor dem Verhextwerden. Sie wurde auch für die gefährlichste aller Zauberpflanzen gehalten.

In unseren Breiten wurde sie durch das Knabenkraut, die Zaunrübe, den Enzian oder auch den Allermannsharnisch ersetzt. All diese Pflanzen haben eine gemeinsame Besonderheit: eine gespaltene Wurzel, die zusammen mit dem oberirdischen Teil der Pflanze an eine menschliche Gestalt erinnert. Aus diesem Gebilde pflegte man seit frühsten Zeiten in ganz Europa ein richtiges Menschlein zu schnitzen, das man mit Augen aus Samenkörnern versah, mit Haaren, Bart und anderen Details ausstattete, gegebenenfalls auch hübsch einkleidete und dann in einem Kästchen an einem geheimen Ort des Hauses aufbewahrte.

An bestimmten Tagen badete man es in Wein und Wasser, gab ihm zu essen und zu trinken und behandelte es auch sonst mit Ehrerbietung, weil man davon überzeugt war, es bringe dem Haus und seinen Bewohnern jedes nur denkbare Glück, schütze vor Gefahren, mache die Frauen fruchtbar, halte alle Krankheiten fern und beantworte alle Fragen. Nicht zuletzt sollte es Reichtum bringen, und wenn man nachts neben ein Alraunenmännchen Geld legte, so glaubte man, würde man am nächsten Morgen die doppelte Menge vorfinden.
Stets vererbte der Vater das kostbare Stück dem Sohn, der ihm dafür ein Stück Brot und ein Geldstück in den Sarg legen mußte.

So groß der Segen auch war, den die Pflanze angeblich brachte, so schwierig war es, sie zu erlangen. Seit der Antike heißt es nämlich übereinstimmend, daß sie beim Ausgraben jämmerlich schreie, und daß derjenige, der diesen Schrei höre, unweigerlich sterben müsse.

Eine der verschiedenen altüberlieferten Methoden, wie man dennoch eine Alraune erlangen konnte, war die folgende: An einem Freitag soll man sich vor Sonnenaufgang die Ohren mit Wachs, Pech oder etwas anderem gut verstopfen und mit einem schwarzen Hund zu der Stelle gehen, an der die Pflanze wächst. Dann macht man drei Kreuze über der Alraune, bindet den Hund mit dem Schwanz an der Pflanze fest, hält ihm eine Wurst vor die Nase und geht beiseite. Der Hund, der nach dem Leckerbissen giert, wird hinterherlaufen wollen und dadurch die Wurzel aus dem Boden ziehen. Sobald die Alraune aber zu schreien anfängt, fällt das Tier tot zu Boden. Noch zu Anfang des neunzehnten Jahrhunderts ist bezeugt, daß jemand auf dem Leinberg bei Göttingen versuchte, eine Alraune auf diese Weise zu erlangen.
Einer anderen Überlieferung nach verzog sich die Alraune jedoch gleich in die Erde, wenn man versuchte die Wurzel auszugraben. Hatte man die sie dann doch endlich durch einige Tricks überlistet und war stolzer Besitzer, konnte sie einem helfen alles Unheil auf den Nachbarn zu übertragen, wenn man sie mit ihren Füßen gegen ihn richtete.

Da man im Mittelalter auch glaubte, die Alraune entstehe aus dem Harn oder dem Sperma eines Gehängten und finde sich daher unter Galgen, hieß sie früher auch Galgenmännchen. Solche Pflanzen waren selbstredend nicht eben häufig, und so galt eine gut gewachsene Alraune als eine wahre Kostbarkeit und wurde, wenn überhaupt, dann sehr teuer verkauft. Im Jahre 1540 wurden bei Meißen Alraunen das Stück zu zehn Talern verkauft, und noch bis in den Anfang dieses Jahrhunderts hinein boten Warenhäuser aus unterschiedlichsten Wurzeln hergestellte Alraunen an, deren Beipackzettel dem Besitzer Glück und Reichtum versprach. Dieser Glaube war so tief im Bewußtsein der Menschen verwurzelt, daß die Wiener noch vor kurzem einem, der schnell zu Geld gekommen war, sagten: "Der muß a Oraunl im Sack haben."

Man glaubt, daß die Hl. Johanna von Orleons ihre Siege über die Engländer einem Alraunenmännchen verdanke. Auch Wallenstein soll im Besitz eines solchen gewesen sein.

Die Früchte der Alraune waren der Liebesgöttin Aphrodite geweiht, die deshalb auch den Beinamen "Mandragoritis, Göttin der Alraune" trug.
In der biblischen Erzählung hat das hebräische Wort, das wir mit Alraun übersetzen, die gleiche sprachliche Wurzel wie „lieben“. Die Araber bezeichneten sie als Teufelsäpfel oder Satansfrucht, da sie die Begierde, die sie angeblich weckte, für böse hielten.

Nach Plimius d. Ä. war es der Alraunenwurzel, die Phaon trug, zu verdanken, daß Sappho sich in ihn verliebte.
Nach alten Volksglauben soll die Frucht der Alraune, als Liebesapfel bezeichnet, einen Mann verleiten, sich zu verlieben, wenn man ihm diese an St. Agnes-Abend (20.1.) überreicht.

Macchiavalli, der italienische Staatsmann und Schriftsteller schrieb eine ebenso anstößige wie heitere Komödie "Mandragora", in der die Alraunwurzel und ihre damalige Rolle im Leben der Völker ihre Rolle hat.

Aus: Kleines Lexikon des Aberglaubens von D. und G. Bandini
Bearbeitet und ergänzt durch H.W.


Gemeiner Andorn
Marrubium vulgare

Lippenblütengewächs - Lamiaceae

Volksname
Weißer Andorn, weißer Dorant, Berghopfen, Brust
kraut, Mariennessel, Schwindsuchtkräutel

Anwendungsgebiet
Chronische Bronchitis, Husten, Verdauungsbe
schwerden, Gallenleiden, schlecht heilende Wunden,
Geschwüre

Anwendungsmöglichkeiten
Tee: 1 gehäuften Teelöffel mit kochendem Wasser überbrühen, nach 5-10 min abseihen, bei Leber-, Gallenbeschwerden ungesüßt trinken

Äußerlich: Wickel oder Auflagen in Tee tränken




Magische Anwendung
„Widertat“ - kann Hexenzauber abwehren, angeblich von Wichteln und Nixen gefürchtet, Bann- und Schutzzauber

Zugeordnete Edelsteine
Grüner Calcit, Edelopal, Granat, Heliotrop, Rosenquarz, Rubin, Serpentin, Smaragd, grüner Turmalin

Astrologische Zuordnung
Zwilling, Merkur

Pflanzenbeschreibung
Ausdauernde, 30-60 cm hohe, weißfilzig behaarte Staude, Blätter 5 cm lang, breit-lanzettlich bis schmal-elliptisch, Blüten weiß oder hellrosa, in Scheinquirlen, Blütezeit Juni-August

Verwendete Pflanzenteile
Kraut: Juni bis September sammeln, im Schatten trocknen

Vorkommen
im Garten kultiviert

Inhaltsstoffe
Diterpen-Bitterstoffe, ätherisches Öl, Lamiaceen-Gerbstoffe



Angelikawurzel
Angelicae sinensis

Doldengewächs - Apiaceae
Auch unter der chinesischen Bezeichnung Dang Gui
und Tang Kuei bekannt.

Anwendungsgebiet
Appetitlosigkeit, Blähungen, Erkältungskrankheiten,
Erschöpfungszustände, Rheuma, Anämie,
Menstruationsbeschwerden, Verstopfung mit
trockenem Stuhlgang, antiseptisch,
abwehrsteigernd, kraftspendend,
durchblutungsfördernd, wärmend





Anwendungsmöglichkeiten
Soweit nicht anders verordnet, wird mehrmals täglich eine mäßig warme Tasse des wie folgt zubereiteten Teeaufgusses eine halbe Stunde vor den Mahlzeiten getrunken:

Tee: 1 Tl 2-4 g Angelikawurzel wird mit siedendem Wasser ca. 150 ml übergossen und
nach etwa 10 Minuten durch ein Teesieb gegeben. Tee kann auch als Abkochung bereitet werden, warm eine halbe Stunde vor den Mahlzeiten trinken

Angelikalikör: 2 Handvoll Angelikawurzel 1l Schnaps 1 Pfund Honig
Wurzel ca. 1 Woche im Alkohol ansetzten, abfiltrieren und den Honig darin auflösen
1 Likörglas mittags und abends vor den Mahlzeiten, wirkt appetitfördernd und beruhigend bei nervösem Magen

Achtung! Auf längere Sonnenbäder oder sonstige intensive UV-Einstrahlung ist während der Dauer der Anwendung von Angelikazubereitungen zu verzichten.

Gegenanzeigen
Magen- und Darmgeschwüre, Durchfall, Völlegefühl und Hitzeerscheinungen

Magische Anwendung
Bann- und Schutzzauber

Pflanzenbeschreibung
Die mannshohe Angelika ist eine alte Heilpflanze aus dem Norden. Trotz der Größe besteht Verwechslungsgefahr mit dem tödlich giftigen Wasserschierling. Man sollte die Pflanze also sehr gut kennen, bevor man sie sammelt.

Verwendete Pflanzenteile
Wurzel: im Herbst sammeln, evtl. auch zeitiges Frühjahr

Vorkommen
Alte Gartenpflanze, inzwischen häufiger verwildert

Inhaltsstoffe
ätherisches Öl, Xanthotoxin, Imperatorin, Umbelliferon, Bitterstoff








Anis
Pimpinella anisum

Doldengewächs - Apiaceae

Volksname
Runder Fenchel, Räucheranis

Anwendungsgebiet
Asthma, Blähungen, Blutergüsse, Husten, Milchbildung, Stärkung des Kreislaufes, Völlegefühl, antibakteriell, beruhigend, schleimlösend, krampflösend

Anwendungsmöglichkeiten
Tee: 1 EL zerdrückter Samen mit 1/2 l Wasser kalt ansetzen, und zum Kochen bringen, ziehen lassen, abseihen, die Menge verteilt über einen Tag trinken.

Mischtee: Anis, Fenchel, Kümmel zu gleichen Teilen mischen. Zubereitung wie oben.


Umschläge mit Tee gegen Blutergüsse

Kräuterlikör: 1 Liter Branntwein, 30g Anisfrüchte, 2g Zimt, 500g Rohrzuckersirup, 1 Monat ziehen lassen, filtern.

Magische Anwendung
Schutz, Jugend, Reinigung, Bann und Schutzzauber, Mondmagie, Brechen von Zauber und Flüchen, Traummagie, Spiritueller Reinigungszauber, erweckt die feinstofflichen Energien für magische Handlungen, Samen in Leinensäckchen aufhängen

Zugeordnete Edelsteine
Jaspis, Koralle, Tigerauge

Astrologische Zuordnung
Zwilling

Pflanzenbeschreibung
Einjährige Pflanze, wollig behaart, ca. 60 cm hoch, verästelt; Blätter am Stängelfuß lang gestielt, herzförmig, gezähnt; Blätter am Stängel gefiedert; 7 - 12 strahlige Dolden blühen gelblich-weiß, Samen eiförmig - rund; aromatisch duftend

Verwendete Pflanzenteile
Die getrockneten Früchte, ganze Pflanze von August bis September ernten. Pflanzen zuerst trocknen, dann ausdreschen, Früchte an einem trocknen Ort aufbewahren.

Vorkommen
Nur in Gewürzgärten, warmes Klima, auf kalkhaltigem Boden.

Inhaltsstoffe
Ätherische Öle Anethol, Methylchavicol, Anisaldehyd; fettes Öl, Cumarine




Arnika Giftig!!!
Arnika montana

Korbblütengewächs - Asteraceae

Volksname
Bergwohlverleih

Anwendungsgebiet
Abzesse, Aphthen, Blutergüsse, Gelenkentzündungen, Rheuma, Herzbeschwerden, Hexenschuss, Krampfadern, Neuralgien, Quetschungen, Entzündungen im Mund- und Rachenraum, Prellungen, Venenentzündung, Verstauchungen, schlecht heilende Wunden, Zerrungen, Zahnfleischentzündungen,
durchblutungsfördernd, entzündungshemmend.




Anwendungsmöglichkeiten
Arnika ist eine stark wirkende Pflanze für Verletzungen aller Art, die hauptsächlich äußerlich als Tinktur eingesetzt wird.
Zum Einreiben, als Gurgel- und Spüllösung, standardisierte Fertigpräparate.

Gurgeltee: 1 TL Arnika mit kochendem Wasser übergießen, 5-10 min ziehen lassen

Achtung! Da Arnika giftig ist, sollte sie nur unter Aufsicht eines Arztes appliziert werden!
Arnika ist so scharf, daß sie in vielen Fällen am besten verdünnt angewendet wird. Manche Menschen reagieren auch allergisch auf Arnika.

Zugeordnete Edelsteine
Karneol, Hämatit, Rosenquarz

Astrologische Zuordnung
Widder

Pflanzenbeschreibung
Ausdauernde, 30-60 cm hohe, aromatisch duftende Pflanze, Grundblätter ganzrandig, in Rosette, behaarter Stengel, ein bis wenige Blütenköpfchen, innen Röhren-, außen Zungenbüten, Köpfchenboden behaart, dunkel-dottergelbe Blüten

Verwendete Pflanzenteile
Blütenköpfe, gelegentlich der Wurzelstock, selten die ganze Pflanze, Sammelzeit während der Blüte von Juni bis Juli, in hohen Gebirgslagen sogar bis August. Wurzel: März/April oder im Oktober nach der Blütezeit.

Vorkommen
Trockene Matten, Heiden, Gebirge, kalkmeidend, geschützt

Inhaltsstoffe
Ätherisches Öl, Bitterstoffe, Flavonoide, Procyanidine, Helenalinester, Zimtsäuren, Cumarine








Augentrost
Euphrasia Rostkoviana

Braunwurzgewächs - Scrophulariaceae

Volksname
Augenkraut, Augustinuskraut, Gibinix, Herbstblümle, Milchdieb, Wiesenwolf, Wegleuchte

Anwendungsgebiet
Bindehautentzündung, Lidrandentzündung, müde,
brennende Augen, Augenverletzungen, auch bei befürchteten Hornhautschäden, Gerstenkörner, Zahnfleischbluten, Husten mit schleimigem Auswurf und Kopfweh, Kehlkopfentzündungen, entzündungshemmend, heilend, schmerzlindernd

Anwendungsmöglichkeiten
Tee: 1-2 Teelöffel des geschnittenen Krauts mit
1/4 l kaltem Wasser übergießen und zum Sieden erhitzen. Danach noch 2 min ziehen lassen, 1 - 2 Tassen pro Tag trinken



Tee: 2 Teelöffel Kraut mit 1/4 Liter kochendem Wasser überbrühen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen, tagsüber 2 bis 3 Tassen, bei Kopfschmerzen bewährt, die mit Überempfindlichkeit gegen helles Licht und klassischen Sehstörungen einhergehen.

Einige Kristalle Kochsalz in den Tee ist für Spülungen angenehmer - natürlicher Salzgehalt der Tränen oder zu gleichen Teilen mit Milch mischen

Teemischung mit Augentrost: 25g Augentrost, 10g Fenchel, antiseptisch, augenklärend
1-2 gehäufte Teelöffel dieser Mischung mit 1/4 l kochendem Wasser übergießen und
15 min ziehen lassen, abseihen. Morgens und Abends mit dem körperwarmen Tee die Augen spülen, bis die Beschwerden abgeklungen sind.

Augentrost-Kamillen-Mischung gegen Gerstenkörner:
Zu gleichen Teilen Kamille und Augentrost mischen. Mit einem warmen Tee s.o. Leinen oder Baumwolltücher tränken und Umschläge auf das betroffene Auge geben.

Bei stets tränenden Augen, empfindlichen Halsdrüsen und hoher Hustenanfälligkeit, auch bei Kindern 1/2 l Augentrost-Tee über den Tag verteilt trinken. Über eine längere Zeit stellt sich Besserung ein, Beschwerden können nach einigen Monaten ganz verschwinden.

Umschläge: 1 Teil Augentrost mit 1 Teil Kamille mischen, ca. 5 EL mit 1/4 l kochendem Wasser übergießen, 3 - 5 Minuten ziehen lassen, stündlich erneuern

Zugeordnete Edelsteine
Roter Achat, Bergkristall, Falkenauge, Katzenauge, Koralle, Silberauge

Astrologische Zuordnung
Wassermann

Pflanzenbeschreibung
Einjährige Pflanze, 10 - 30 cm hoch, im oberen Teil stark verästelt, weich behaart, mit gegenständig angeordneten, sitzenden, eiförmigen Blättern , die scharf gezähnt sind, in deren Achseln am Ende der Ästchen weiße oder blaßviolette Blüten, auffallend sind Blüten, auf deren dreilappiger Unterlippe ein gelber, leuchtender Fleck sitzt.

Verwendete Pflanzenteile
Kraut zur Blütezeit sammeln, gebündelt an einem schattigen, luftigen Ort trocknen, in gut schließenden Gefäßen trocken aufbewahren

Vorkommen
Wiesen, Weiden, Heideflächen, Wegränder, trockene Abhänge und lichte Wälder in bergiger Gegend. In Mittel- und Süddeutschland stärkere Vorkommen

Inhaltsstoffe
Iridoidglykoside, Phenylpropanglykoside, Flavonoide, Gerbstoffe, Alkaloide



Bärentraube
Arctostaphylos uva-ursi

Heidekrautgewächs - Ericaceae

Volksname
Mehlbeere, Moosbeere, Sandbeere, Wilder Buchsbaum, Wolfstraube

Anwendungsgebiet
Blasenbeschwerden, Blasen- und Nierenbeckenkatarrhe, Blasenschwäche, antibakteriell, entzündungshemmend

Anwendungsmöglichkeiten
Tee: ein knapper Teelöffel der
pulverisierten Pflanze, mit 150 ml
kochendem Wasser übergießen, nach
15 min durch ein Teesieb geben.

Zur Herstellung eines Kaltwassermatzerats mit kaltem Wasser übergießen und 6 bis 12 Stunden ziehen lassen.

Zur Alkalisierung des Harns und besseren Hydrochinonfreisetzung wird gleichzeitige Zufuhr von reichlich pflanzlicher Nahrung oder gleichzeitige Gabe von Natriumhydrogencarbonat empfohlen.

Achtung! Bei Magenempfindlichkeit und bei Kindern unter Umständen Übelkeit und Erbrechen. Bei langdauernder Anwendung Gefahr von Leberschäden. Keine gemeinsame Anwendung mit harnsäuernden Mitteln. Nicht in der Schwangerschaft und Stillzeit anwenden!

Astrologische Zuordnung
Waage

Pflanzenbeschreibung
Kleiner Strauch mit niederliegenden, zu mehreren aus einer Wurzel entspringenden, wurzelnden, reichverzweigten, bis 1 m langen Stämmchen und Ästen, nahezu rasenbildend, blütenlose Äste flach ausgebreitet, blütentragende aufsteigend. Blätter immergrün, ledrig, derb, ganzrandig, ca. 2 cm lang, 1 cm breit, länglich, verkehrt eiförmig, oben breit gerundet, unten in den kurzen Stiel verschmälert, oberseits dunkelgrün, unterseits blassgrün. Blüten kurzgestielt, in wenigblütigen Trauben, mit kurzen, bis 1 mm langen Kelchblättern und ca. 6 mm langen, verwachsenen, weißen oder rötlichen Kronenblättern.

Verwendete Pflanzenteile
Die getrockneten, ganzen oder geschnittenen Blätter mit einem Mindestgehalt an Hydrochinon-Derivaten von 8,0 %.

Vorkommen
In Europa von Spanien und Italien bis zum Nordkap und Island, im gemäßigter und Dauerfrostzone Asiens im Osten bis Ostsibirien, im Süden bis in den Kaukasus, Altai und Himalaya, USA, Kanada, Guatemala.

Inhaltsstoffe
Phenolglykoside, Arbutin, Methylarbutin, Hydrochinonderivate: Gallussäureester von Arbutin, freies Hydrochinon, freie Gallussäure, Flavonoide, Gallotannine.




Bärlauch
Allium ursinum

Liliengewächs - Liliaceae

Volksname
Bärenlauch, Hexenzwiefel, Ramser, Waldknoblauch, wilder Knoffel, Zigeunerlauch

Anwendungsgebiet
Arteriosklerose, Blähungen, Hypertonie, Magen- Darm-Störungen, Verdauungsstörungen, verdauungsfördernd, leicht antiseptisch

Anwendungsmöglichkeiten
Zubereitung für die Frühjahrskur (2 - 3
Wochen) und andere Anwendungen: täglich
einige zerschnittene, frische Blätter als Salat
oder Zugabe zur Suppe - nicht mitkochen!




Auszug: zerkleinerte Blätter in Obstbrand ansetzen, 14 Tage in die Sonne stellen, abseihen; täglich 4 x 10 - 12 Tropfen mit Wasser einnehmen, für die Zeit, in der kein frischer Bärlauch vorhanden ist

Auf schlecht heilende Wunden frische Blätter auflegen

Ansonsten wie Knoblauch verwenden, nicht mitkochen!

Zugeordnete Edelsteine
Karneol, Magnetit, Onyx, Rhodochrosit

Astrologische Zuordnung
Krebs, Widder, Mond, Mars

Pflanzenbeschreibung
ausdauernde, 20 bis 40 cm hohe Zwiebelpflanzen mit 3kantigem Stengel und Knoblauchgeruch, 2-3 kurzgestielte, länglich-elliptische Blätter, schneeweiße Blüten in flacher bis halbkugeliger Dolde

Verwendete Pflanzenteile
Die frische ganze Zwiebel bzw. das frische Kraut, Sammelzeit April - Juni

Vorkommen
Lichte, feuchte Laub- und Auwälder, nährstoffreiche Böden

Inhaltsstoffe
Alliine - Lauchöl, Flavonoide, Prostaglandine a, b, f












Baldrian
Valeriana officinalis

Baldriangewächse - Valerianaceae

Volksname
Augenwurtzel, Ballerian, Bullerjan, Bertram, Dreifuss Elfenkraut, Hexenkraut, Katzenkraut, Katzenwurtzel, Marienwurzel Mondwurz, Theriackkraut, Theriakwurzel, Tollerjan, Viehkraut, Wendwurzel

Anwendungsgebiet
Angstgefühle, Nervosität, allgemeine Nervenschwäche, Hysterie, Schlafstörungen, Prüfungsangst, nervöse Kopfschmerzen, Magenbeschwerden, Herzklopfen; Frauenheilmittel, beruhigend, leicht schlaffördernd

Auch verwendet als Mittel bei Verstopfung der Leber und der Milz, Fieber und Gelbsucht, kurzem Atem, Seitenstechen und kleineren


Unpässlichkeiten während der Schwangerschaft. Von einigem Nutzen ist er auch bei Migräne, hysterischen Krämpfen. Der Genuss von Baldriantee soll den Durst und das Befinden von Zuckerkranken erleichtern.

Achtung! Bei zu langem Gebrauch Suchtgefahr!

Anwendungsmöglichkeiten
Ansatz: 4 TL zerkleinerte, frische Wurzel in 1/2 l kaltes Wasser, 8 - 12 Stunden ansetzen, öfter umrühren, abseihen; bei Schlaflosigkeit die halbe Menge nach dem Abendessen, die andere Hälfte vor dem Schlafengehen. Für alle anderen Anwendungen je ein Drittel der Menge in der Früh, mittags und abends.

Tee: 1 TL Baldrianwurzel kurz aufkochen und bedeckt ziehen lassen, möglichst heiß und frisch trinken

Für nervöse Herzbeschwerden nimmt man Melisse, Johanniskraut, Schafgabenblätter und Baldrianwurzel zu gleichen Teilen und kocht einen Tee.

Bei Migräne, Kopfschmerz: 50 g Baldrianwurzel, 15 g Bitterklee und 5 g Pfefferminzblätter mischen, davon 1 TL auf eine Tasse Wasser zum Aufguss.

Baldrianwurzeln zerkleinern, mit Melisseblättern und Hopfen mischen, das Ganze in ein Schlaf-Kräuterkissen geben.

Magische Anwendung
Liebe, Schlaf, Reinigung, Schutz, Liebes- und Sympathiezauber, Bann- und Schutzzauber, Brechen von Zauber und Flüchen, Spiritueller Reinigungszauber, in Säckchen im Haus aufhängen

Zugeordnete Edelsteine
Amethyst, Aragonit, Beryll, gelbe Jade, Lapislazuli

Astrologische Zuordnung
Widder

Pflanzenbeschreibung
Stängel 30 - 150 cm hoch, gefurcht, hohl; Blätter am Stängel gegenseitig, unpaarig gefiedert; die Teilblätter sind lang, spießförmig, gezähnt; Blüten sind fleischrot, bilden Dolden, haben verwachsene Kelchröhren

Verwendete Pflanzenteile
Wurzel im Frühjahr April, Mai vor Entfaltung der Blätter ausgraben, im Spätherbst wenig wirksam, gut waschen, vorsichtig im Schatten trocknen.

Vorkommen
Feuchte Wiesen, Gräben, Bäche, aber auch auf trockenem, steinigem Boden.

Inhaltsstoffe
Ätherisches Öl, Alkaloide

Interessantes
Baldrian gehörte zu den germanischen Heil- und Ritualpflanzen und wurde zur Reinigungsräucherung benutzt, galt als Glücksbringer.

Kräuterkissen sollte man deshalb im Haus aufhängen, im Schlafzimmer sorgt er für guten Schlaf.

Die Theriak-Namen deuten darauf hin, daß er ein wichtiger Bestandteil des Wundermittels Theriak war, einem bekannten Mittel des Mittelalters gegen Seuchen und Vergiftungen. Damals wurde auch damit geräuchert, um böse Geister zu vertreiben.

Daß man Katzen mit Baldrian zur Liebesraserei bringen kann, dürfte bekannt sein. "Menschliche" Liebesrezepte aus dem Mittelalter lauten: "Jüngling, trage eine Baldrianwurzel in der Tasche und sage den Zauberspruch: "Baldrian, greif mir dran!" Dann kann dir die Maid nichts verweigern".
Oder, was allerdings bei dem nicht gerade angenehmen Geruch der Baldrianwurzel
wirklich fast an Zauberei grenzt: "Nimm Baldrian in den Mund und küsse die, die du haben willst; sie gewinnt dich gleich lieb."

Er wurde oft als Gegenzauber bei Hexen verwendet, so hieß es in alten Kräuterbüchern:
"Baldrian, Dost und Dill, kann die Hex nit wie sie will."
Er wurde vor Stall und Haus gehängt, damit die Hexen Mensch und Tier nichts anhaben konnten. Man sammelte ihn besonders am Himmelfahrtstag oder zwischen den beiden Frauentagen.

Davon abgesehen galt die Pflanze aber auch als Aphrodisiakum. In einer Handschrift aus dem fünfzehnten Jahrhundert heißt es nämlich, daß man Baldrian zu Pulver stoßen und in Wein geben soll, wenn man "gute Freundschaft" zwischen einem Mann und einer Frau bewirken möchte. Zusammen mit Eberwurz in rotes Wachs eingegossen und am Leib getragen, bewirkt er nach Ansicht der Bayern außerdem, daß einem das andere Geschlecht nichts abschlagen kann.












Basilikum
Ocimum basilicum

Lippenblütengewächs - Lamiaceae

Anwendungsgebiet
Appetitlosigkeit, Blähungen, Völlegefühl, Entzündungen des Mund- und Rachenraumes, schlecht heilende Wunden

Anwendungsmöglichkeiten
Tee: 1-2 gehäufte Teelöffel mit 150 ml kochendem Wasser übergießen, nach 10-15 min abseihen, ungesüßt trinken, Gurgellösung


Umschläge bei eiternden und schlecht heilenden Wunden

Aperitif: Eine Handvoll frischer Blätter in 1 l Rotwein, nach Geschmack gesüßt

Magische Anwendung
Wohlstand, Harmonie, Liebe, Schutz, Liebes- und Sympathiezauber, Bann- und Schutzzauber, Brechen von Zauber und Flüchen, Zauber für Willenskraft, für Geldzauber im Mörser zerstampfen, sonst als Tee oder Säckchen

Zugeordnete Edelsteine
Chrysopras, Gold, Granat, Sonnenstein

Astrologische Zuordnung
Löwe

Pflanzenbeschreibung
Einjährige, 30-50 cm hohe Pflanze mit aromatischem Duft, verzweigter Stengel, Blätter eiförmig, rhombisch, weich, ganzrandig, Blüten weiß oder rötlich in blattachselständigen Scheinquirlen

Verwendete Pflanzenteile
Kraut von Juni bis September gesammelt, im Büschel trocknen

Vorkommen
In Gärten kultiviert, auch auf der Fensterbank.

Inhaltsstoffe
Ätherisches Öl, Gerbstoffe, Flavonoide, Kaffeesäure



Beifuss
Artemisia vulgaris

Korbblütengewächs - Asteraceae

Volksname
Buckele, Fliegenkraut, Mugwurz,
Gänsekraut, Gürtlerkraut, Johannisgürtel, Jungfernkraut, Sonnwendgürtel, Sonnwendkraut, Thorwurz, Wilder Wermut, Wörmkes

Anwendungsgebiet
Appetitlosigkeit, Bauchspeicheldrüsen- funktionsschwäche, Erleichterung der Geburt und Nachgeburt, müde und schmerzende Beine und Füße, Nervosität, Schlafstörungen, schwache, schmerzhafte Periode, Ausfluss, chronische Eierstockentzündungen, Unterleibs- und Blasenkatarrhe, entkrampfend, fruchtbarkeitsfördernd, verdauungsfördernd, wärmebildend

Anwendungsmöglichkeiten
Tee: 1 gehäufter TL geschnittenes Beifußkraut mit 1/4 l kochendem Wasser übergießen, ein bis zwei Minuten ziehen lassen, abseihen, bis zu dreimal täglich eine Tasse ungesüßt trinken z.B. bei Durchfall


Tee: 1 Teelöffel mit kochendem Wasser übergießen, 8-10 min ziehen lassen.

Kräuterkissen: Zusammen mit Baldrianblüten und Lavendel hat solch ein Kissen einen beruhigenden Wohlgeruch.

Achtung! In der Frühschwangerschaft nicht verwenden, da er Fehlgeburten auslösen kann.
Überdosierungen sollten unbedingt vermieden werden! Nicht mehr als 3 Tassen pro Tag.

Magische Anwendung
Schutzrituale, Schutz auf Reisen, Visionen, prophetische Träume, Visionssuche, Mondmagie, Brechen von Zauber und Flüchen, Traummagie

Schutzräucherung: 6 Teile Olibanum, 1 Teil Lorbeerblätter, 1 Teil Wacholderbeeren,
1 Teil Rosmarin, 1 Teil Benediktenkraut, 1 Teil Beifuss, 1 Teil Schafgarbe, 1 Teil Basilikum,
1 Teil Johanniskraut, 1 Teil Waldwurz

Zugeordnete Edelsteine
Aventurin, Edelopal, Jaspis, Ryolith

Astrologische Zuordnung
Krebs, Sonne, Venus

Pflanzenbeschreibung
Zähe Pflanze, bis zu 1,5 m hoch, nach oben stärker verästelte, rispenartige Stengel, unten oft verholzt, bräunlich oder rötlich, an den Stengeln fiederteilige, lanzettliche oder stachelspitzige Blätter, auf der Oberseite sattgrün, auf der Unterseite meistens, wie mit einem weißen Filz, behaart, obersten Blätter maximal dreifach gelappt. Blüten hellgelb bis rötlich gefärbt, sehr klein, in dolden- oder rispenförmiger Art

Verwendete Pflanzenteile
Kraut mitsamt den geschlossenen Blütenkörbchen an der Luft trocknen

Vorkommen
Wegränder, in alten Steinbrüchen, Schutthalden, Böschungen, Ufer, Zäune oder Brachen.

Inhaltsstoffe
Bitterstoff, Gerbstoff, ätherische Öle Cineol, Campher, Linalool, Flavonolglykoside, Cumarine

Interessantes
Er schützte Kinder und Häuser vor Verhexungen, Dämonen und bösen Geistern, speziell die Häuser, außerdem vor Feuergefahr. Band man sich Beifußblätter um die Füße, schützte es bei langen Wanderungen vor Ermüdung und Schlangen- oder Hundebissen.




Beinwell
Symphytum officinale

Rauhblattgewächse - Boraginaceae
Borretschgewächse

Volksname
Beinheil, Beinwurz, Himmelsbrod, Hungerbluem, Kuchenkraut, Milchwurz, Schmeerwurz, Schwarzwurz, Soldatenwurz, Wallwurz, Wellwurz, Wottel

Anwendungsgebiet
Bronchitis, Durchfall, Husten, starke Menstruation, Rheuma, Neuralgien, Prellungen, Quetschungen, Gelenk- und Muskelschmerzen, Venenentzündung, schlecht heilende Wunden, adstringierend, entzündungshemmend

Achtung! Nach neuesten Erkenntnissen enthält die Pflanze Stoffe, die bedenkliche Nebenwirkungen haben. Empfehlung, auf die Verwendung dieser Heilpflanze überhaupt zu verzichten oder nur äußerliche Anwendung.


Anwendungsmöglichkeiten
Umschläge aus Wurzelbrei: Wurzeln waschen, zerkleinern, trocknen, fein zermahlen, mit heißem Wasser zu einem Brei verrühren, auf ein Leinentuch auftragen und auflegen;

Tee: 2 TL Wurzelstücke mit 1 Tasse Wasser aufkochen; täglich 2 - 4 Tassen warm trinken

Auszug: kleingeschnittene Wurzeln in Alkohol ansetzen, 2 Wochen an der Sonne stehen lassen, abfiltern und gut verschließen; bei Bedarf zum Einreiben verwenden

Einfache Salbe: 2 Teile Beinwell, 1 Teil Gänsefingerkraut in Schmalz bei Gelenk- und Muskelschmerzen

Achtung! Nicht über einen längeren Zeitraum verwenden.

Zugeordnete Edelsteine
Bernstein, Gold, Granat, Heliotrop, Malachit, Saphir, Smaragd, Turmalin

Pflanzenbeschreibung
Stängel bis 1 m hoch, vom Boden an ästig mit Blättern; Blätter ei- und lanzettenförmig, groß, büschelig; alle grünen Teile sind mit stacheligen Borsten bedeckt; Blüten rosa-violett, bis purpur; Wurzeln spindelförmig, ästig, außen schwarz, innen weiß-gelblich

Verwendete Pflanzenteile
Wurzel, Wurzelstock im Frühjahr oder September, Oktober ausgraben, bei 40-60°C trocknen, Blätter und blühende Sproßspitzen im April, Mai sammeln, nicht lange haltbar

Vorkommen
Bach- und Flußufer, Gräben, feuchte Wiesen

Inhaltsstoffe
Tannine, Allantoin, Pflanzenschleim, Gerbstoffe


Benediktenkraut
Cnicus benedictus

Korbblütengewächs - Asteraceae

Volksname
Benediktendistel, Bitterdistel

Anwendungsgebiet
Appetitlosigkeit, Blähungen,
Verdauungsstörungen, Wundheilung,
stoffwechselanregend- und beschleunigend

Anwendungsmöglichkeiten
Tee: 2 TL mit kochendem Wasser übergießen,
5-10 min ziehen lassen, vor den Mahlzeiten
trinken

Äußerlich: frischen Pflanzensaft auf Wunden





Zugeordnete Edelsteine
Moosachat, Schlangenjaspis, Smaragd, Sugilith

Pflanzenbeschreibung
Einjährige, 40-60 cm hohe, behaarte Pflanze, Blätter tief gesägt mit distelartig stacheligen Rändern, obere Blätter stengelumfassend, gelbe Blüten, Blütezeit VI-VII, äußere Blütenhüllblätter mit langem Stachel, dicke Pfahlwurzel

Verwendete Pflanzenteile
Wurzel vor dem Austreiben im April oder nach der Blüte ausgraben, an der Sonne trocknen, ebenso die Blätter

Vorkommen
Wegränder, mäßig feuchter, kalkhaltiger Boden, sonnige Plätze

Inhaltsstoffe
Bitterstoff Cnicin, Flavonoide, Inulin, ätherisches Öl, Gerbstoffe

Interessantes
Zusammen mit Weinraute, Wachskerzen und Salz unter der Schwelle vergraben, vertreibt Benediktenkraut den Teufel und schützt vor Zauberei.



Besenginster Giftig!!!
Sarothamnus (Cytisus) scoparius

Schmetterlingsblütengewächs - Fabaceae

Anwendungsgebiet
Herzrhythmusstörungen, Förderung der Wasserausscheidung, Kreislaufstörungen, niedriger Blutdruck, Antirheumatikum

Anwendungsmöglichkeiten
Tee: 1 Teelöffel mit kochendem Wasser
übergießen, 10 min ziehen lassen, abseihen

Achtung! Gefahr besteht nur bei
Überdosierung der Droge in Medikamenten oder
Tees. Nicht bei Schwangeren und Patienten mit
Bluthochdruck!

Toxische Wirkung
Übelkeit, Magen-, Darmbeschwerden, erhöhte Harnausscheidung, Erregung von Darm und Gebärmutter. Bei größeren Dosen erhöhter Herzschlag, bedingt durch die erhöhte Durch-
blutung der Herzkranzgefäße Kreislaufversagen


und Kollaps möglich. Wirkstoff vorwiegend in Samen und Blättern, gilt als stark giftig.
Kinder sollten gewarnt werden, mit Samen und Blättern zu spielen oder sie zu schlucken.
Vergiftung zeigt sich schon nach dem Verzehr von 5 - 10 Samen.

Magische Anwendung
Brechen von Zauber und Flüchen

Zugeordnete Edelsteine
Carneol, Edelopal, Milchopal, Milchquarz

Astrologische Zuordnung
Jungfrau

Pflanzenbeschreibung
Strauch, 60-200 cm hoch, mit grünen, gerillten, rutenförmigen Zweigen, kleine 3zählige Blätter, obere oft ungeteilt, früh abfallend, gelbe 1-2 cm lange Blüten, Blütezeit Mai-Juni

Verwendete Pflanzenteile
Das Kraut wird im März, April oder Oktober gesammelt und in der Sonne getrocknet

Vorkommen
Sand, Heide, lichte Nadelwälder

Inhaltsstoffe
Chinolizidin-Alkaloide, Flavonoide, Isoflavone, Cumarine, ätherisches Öl










Besenheide
Calluna vulgaris

Heidekrautgewächs - Ericaceae

Anwendungsgebiet
Gicht, Infektionen der Harnwege, Rheuma

Anwendungsmöglichkeiten
Tee mit Honig trinken

Rotweinauszug: 15 g zerstoßene Wacholderbeeren, 15 g Heidekraut und 15 g Waldmeister in Rotwein 10 Tage ziehen
lassen, abfiltern

Frische Triebspitzen als Färbemittel,
intensives gelb, Alaun als Beizmittel
verwenden

Zugeordnete Edelsteine
In Anlehnung an Heidekraut: Aquamarin, Bernstein, Edelopal, Edeltopas, Gagat, Goldobsidian, Milchopal, Onyx, Pyrit, Rosenquarz, Sonnenstein, Tektit



Astrologische Zuordnung
Jungfrau

Pflanzenbeschreibung
Zwergstrauch von 20 - 100 cm Höhe, Blätter lineal-lanzettlich, in vier Zeilen, nickende Blüten in einseitswendiger Traube, Blütezeit VII - XI

Verwendete Pflanzenteile
Kraut der jungen Triebe möglichst vor der Blüte sammeln, trocknen

Vorkommen
Trockene Wälder, Heiden, Moore, Säurezeiger

Inhaltsstoffe
Flavonglykoside, Gerbstoffe, Arbutin, Kieselsäure


Große Bibernelle
Pimpinella major

Doldengewächse - Apiaceae

Anwendungsgebiet
Angina, Bronchitis, Heiserkeit, Durchfall,
Erkrankungen der Harnwege, Kehl-
kopfentzündungen, Rachenentzündung,
entzündungshemmend

Anwendungsmöglichkeiten
Zerkleinerte Droge für Teeaufguß,
täglich 6-12 g, Tinktur 6-15 ml,
Ansatz 1:5

Zugeordnete Edelsteine
Roter Achat, Hämatit, Hyazinth, Turmalin

Astrologische Zuordnung
Zwilling




Pflanzenbeschreibung
Ausdauernde, 50-100 cm hohe Pflanze mit scharfkantig gefurchtem Stengel, einfach gefiederte Blätter, weiße Blüten in 9-15 strahliger, zusammengesetzter Dolde

Kleine Bibernelle: 15-50 cm hoch, fein gerillter, runder Stengel, oben fast blattlos, einfach gefiederte Blätter, spindelförmiger, unangenehm riechender Wurzelstock

Verwendete Pflanzenteile
Die Wurzel älterer Pflanzen wird im März, April, die jüngerer im September, Oktober ausgegraben und getrocknet. Frische Blätter als Gewürz verwendbar

Vorkommen
In Gärten kultiviert, auf Trocken- und Halbtrockenrasen

Inhaltsstoffe
Ätherisches Öl, z.B. Bisabolen, Gerbstoffe, Cumarine



Bilsenkraut Giftig!!!
Hyoscyamus niger

Nachtschattengewächs - Solanaceae

Volksname
Apollonienkraut, Becherkraut, Bilselsamen, Bilsen, Binselkraut, Dolldill, Hühnertod, Hundsgift, Raasewurz, Rasewurzel, Schlafkraut, Tollkraut, Zahnwehkraut, Zankkraut, Zigeunerkraut

Anwendung und Wirkung
Blätter und Samen werden geraucht.
Eine Salbe wird hergestellt, indem man Pflanzenteile bei gemäßigter Temperatur in Schweineschmalz auskocht. Bilsenkraut wirkt narkotisch und halluzinogen. In der ersten Phase kommt es zu einem Erregunszustand, in der zweiten Phase oft zu einem narkotisch tiefen Schlaf. Während des Schlafes werden halluzinogene und sexuell gefärbte Träume erlebt.

Achtung! Von einer wiederholten Anwendung in kurzen Abständen ist dringend abzuraten. Nach der Einnahme am nächsten Tag meist katerähnliches Vergiftungsgefühl.



Akute Toxizität
Ähnlich der Tollkirsche, wenn auch Pupillenerweiterung, fehlendes Erbrechen, gerötete und trockene Haut sowie Trockenheit der Schleimhäute in Mund und Rachen nicht unbedingt eintreten müssen, aber durchaus möglich sind. Im Wesentlichen Pulsbeschleunigung, Bewußtseinsstörungen, Bewußtlosigkeit, narkoseähnlicher Schlaf, auch Weinkrämpfe, Rededrang und Tobsuchtsanfälle. Eine Überdosis kann zum Tod führen.
Die höchste Wirkstoffkonzentration ist in den Samen enthalten, bereits 15 Samenkörner können für Kinder tödlich wirken. Die Samen sind leicht mit Mohnsamen zu verwechseln.
Magische Anwendung
Hellsehen, Weissagen, Liebeszauber

Zugeordnete Edelsteine
Lapis Lazuli, Magnesit, Petalit, Pyrit

Astrologische Zuordnung
Skorpion

Pflanzenbeschreibung
Ein- bis mehrjährige, 20-80 cm hohe Pflanzen mit zottig behaartem Stengel, gestielte,
verkehrt-eiförmige, buchtig eingeschnittene Blätter, Blüte schmutzig-gelb, violett geädert

Verwendete Pflanzenteile
Die ganze Pflanze - darf nicht gesammelt werden, da sehr giftig

Vorkommen
Sandige Gebiete, auf Schuttplätzen, Straßenränder, lichte Wälder. Wild vor allem in
Südeuropa.

Inhaltsstoffe
Hyoscyamin, Scopolamin, Atropin und andere Alkaloide, Gerbstoffe

Interessantes
Das Bilsenkraut enthält das stark giftige (S)-Hyoscyamin und Scopolamin. Diese Giftstoffe finden sich auch in der Tollkirsche und im Stechapfel. In Kombination wurden die Kräuter zur berühmt-berüchtigten Flugsalbe verarbeitet.
Die auftretenden Rauschzustände ließen die Benutzer glauben, daß sie sich in Tiere verwandelten und fähig waren durch die Luft zu fliegen. Ähnliche Beobachtungen wurden in ärztlichen Selbstversuchen bestätigt und auch eine Vergiftung mit Bilsenkraut zeigt ähnliche Symptome.

Das Bilsenkraut soll schon bei den Babyloniern, im alten Ägypten und im alten Persien für seine Wirkung bekannt gewesen sein.
Im Altertum wurde die Pflanze als Pfeilgift verwendet, zahlreiche Giftmorde durch sie verübt und Wahrsager versetzten sich mit ihr in Trance.
Dioscurides empfiehlt das Bilsenkraut vorwiegend als Schmerzmittel und auch Plinius weiß über seine Wirkung zu berichten.
Im Mittelalter spielte die Pflanze aber nicht nur als Schmerzmittel eine Rolle, in den Operationssälen der damaligen Zeit wurde sie als Narkosemittel verwendet.

Auch dem Bier wurde das Bilsenkraut zugesetzt, um seine berauschende Wirkung zu verstärken. Eine Polizeiordnung aus Eichstätt in Mittelfranken verfügt, daß es den Brauern bei einer Strafe von 5 Gulden verboten ist, Samen, Asche oder Kraut ins Bier zu mischen.



Birke
Betula pendula

Birkengewächs - Betulaceae

Anwendungsgebiet
Blasenentzündung, Durchspülung der
Harnwege, Gicht, Haarausfall, Rheuma,
Schuppen

Anwendungsmöglichkeiten
Tee: 1 Eßlöffel (2 g) Birkenblätter mit 150 ml siedendem Wasser übergießen, nach 10-15
min durch ein Teesieb geben; auf reichliche Flüssigkeitszufuhr achten!

Tee: 1 -2 EL geschnittene Blätter mit 1 l kochendem Wasser übergießen, dann 1 g Speisesoda dazu, täglich 1 - 2 Tassen trinken
Bei Rheuma, Gicht zum Tee zusätzlich auf die schmerzenden Stellen frische Blätter
auflegen.

Press-Saft aus frischen Blättern: 2 - 3 Eßlöffel täglich




Badezusatz: 2 Hand voll Blätter in 2 Liter Wasser abkochen und in die Wanne gießen, bei Hautkrankheiten

Achtung! Bei Personen mit Birkenpollenallergie ist bei Hautkontakt mit der Droge eine kurzfristige Kontaktallergie nicht auszuschließen

Zugeordnete Edelsteine
Malachit, Saphir, Tigerauge, Wasserachat

Astrologische Zuordnung
Waage

Pflanzenbeschreibung
Sommergrüner Baum, weiße Rinde, die sich in papierdünnen Fetzen ablösen lässt; Zweige: dunkle Rinde, harzig, hängend, elastisch; Blätter: langstielig, klebrig, oben kräftiges grün, unten helles grün, der Rand ist doppelt gesägt; Kätzchen sind hängend, walzenförmig; Moorbirke hat im Gegensatz keine hängenden Zweige, ist ansonsten gleichwertig

Verwendete Pflanzenteile
Sehr junge Blätter im Frühjahr, Mai-Juni gesammelt, trocknen

Vorkommen
Trockene Laub- und Nadelwälder, Moore, Wiesen, Heide

Inhaltsstoffe
Flavonoide mit Hyperosid, Quercetin, Gerbstoffe, wenig ätherisches Öl, Saponine, Phenolcarbonsäuren






Blutwurz TORMENTILLE
Potentilla /Tormentilla erecta

Rosengewächs - Rosaceae

Volksname
Bauchwehwurz, Blutbrech, Goldwurz, rote Heilwurz, Ruhrwurz, Tormentillwurz

Anwendungsgebiet
Darmerkrankungen, Durchfall, Mundschleimhautentzündung, Verbrennungen, Rachenentzündungen, leichte Zahnfleischentzündungen, stopfend, entzündungshemmend

Anwendungsmöglichkeiten
Tee: 3 TL zerkleinerte Wurzeln mit 1/2 l kaltem Wasser kurz zum Aufkochen bringen, ziehen lassen, abseihen, die Menge über den Tag verteilt trinken gegen Durchfall

Tee oder Tinktur zum Spülen, für Auflagen

Bei Reisen in tropische Länder gehört Blutwurz in die Reiseapotheke!


Achtung! Hoher Gerbstoffgehalt kann bei innerer Anwendung zum Erbrechen führen!

Magische Anwendung
Bann- und Schutzzauber, Brechen von Zauber und Flüchen

Zugeordnete Edelsteine
Amethyst, Edelopal, Granat, Hämatit, Rubin, Smaragd, Turmalin

Astrologische Zuordnung
Löwe, Sonne, Mars

Pflanzenbeschreibung
15 - 30 cm hoher, verästelter Stängel, darauf 3- oder mehrspaltige Blätter mit gezahntem Rand; Grundblätter sind gestielt, dreilappig, mit gezahntem Rand; Blüten: gelb, einzeln auf feinen Stielen, 4 Kelchblätter, 4 Blütenblätter herzförmig, innen dunkelgelbe Punkte; Wurzelstock ist knollig verdickt, länglich, außen braun, innen rot

Verwendete Pflanzenteile
Wurzeln, März - April, September - Oktober, maximal ein Jahr verwendbar

Vorkommen
lichte Wälder, Heide, feuchte Wiesen

Interessantes
Blutwurz ist die klassische Gerbstoffdroge.








Griechischer Bockshornklee
Trigonella foenum-graecum

Schmettelingsblütengewächs - Fabaceae

Anwendungsgebiet
Anregung der Milchsekretion, aufgesprungene Hände und Lippen, Katarrhe der oberen Luftwege, Senkung des Blutzuckerspiegels, Verdauungsstörungen, äußerlich bei Furunkeln, Geschwüren, Ekzemen

Anwendungsmöglichkeiten
Äußerlich: Samen zerstoßen, mit heißem
Wasser tränken, als Umschlag aufbringen
Gemahlene Samen auf offene Wunden legen

Zugeordnete Edelsteine
Citrin, Heliotrop, Koralle, Magnesit,
Moosachat, schwarzer Opal,
Regenbogenobsidian, Sarder






Pflanzenbeschreibung
Einjährige, 50 cm hohe Pflanze, Stengel am Grunde verzweigt, 3zählige gefiederte Blätter, blaßgelbe Blüten in den Blattachseln

Verwendete Pflanzenteile
Samen im August und September vorsichtig ausdreschen

Vorkommen
Östliches Mittelmeergebiet, in Deutschland kultiviert

Inhaltsstoffe
Schleim, Proteine, fettes Öl, Steroidsaponine, Sterole, Flavonoide

Interessantes
Im alten Ägypten war der Bockshornklee der hörnertragenden Apis geweiht.



Bohne
Phaseolus vulgaris

Volksname
Gartenbohne

Anwendungsgebiet
Gicht, Rheuma, Wasserstauungen infolge von Nieren- und Blasenleiden, blutreinigend, harntreibend

Anwendungsmöglichkeiten
Tee: ca. 20 g zerkleinerte Schoten mit 1 l kaltem Wasser 3-5 Stunden ansetzen, kurz aufkochen, 2- 3 Tassen über den Tag verteilt trinken

Toxische Wirkung
Enthält giftige Eiweißverbindungen, sog. Toxalbumine,
Hauptwirkstoff Phasin. Vergiftungserscheinungen durch
3-10 rohe Bohnen nach 30-90 min.


Symptome: schweres Erbrechen, starke Verdauungsstörungen, heftige Krämpfe, blutige Magen- und Darmentzündungen mit Durchfällen und Fieber, kann zum Kollaps führen.
Insbesondere Kinder und Rohkostanhänger gefährdet. Durch Kochen wird das giftige Phasin zerstört. Kontakt mit rohen Bohnen kann auch zu Hautentzündungen, der sogenannten Bohnenkrätze führen.

Astrologische Zuordnung
Waage, Jungfrau

Pflanzenbeschreibung
Artenreiche, einjährige Kulturpflanze, meist rankende Stangenbohne oder niedrige Buschbohne, Blätter rauh, groß und eiförmig; Blüten: weiß, rosa-rot, violett, in Trauben, Bohnen meist weiß, möglich aber auch gelblich, braun oder schwarz, in lange, schmale Schoten, Hülsen eingebettet

Verwendete Pflanzenteile
Braune Schoten, Hülsen nach der Samenreife, Früchte, Bohnen September - Oktober

Vorkommen
Gemüsepflanze in Gärten kultiviert

Inhaltsstoffe
Aminosäuren, Mineralsalze, Spurenelemente, Vitamine A, B, C, E;


















Brennessel
Urtica dioica

Brennesselgewächs - Urticaceae

Volksname
Donnernessel, Donnernettel, Dudelkolbe, Estekraut, Feuerkraut, Gichtrute, Große Neddeln, Hanfnessel, Nessel, Senznessel, Tausendnessel, Teufelskraut, Tissel, Tittenkölbl, Zingel

Anwendungsgebiet
Abzesse, Blutarmut, Erkrankungen der ableitenden Harnwege, Nierengrieß, Gelenk- und Muskelrheuma, Gicht, Ischias, Haarausfall, Hautleiden, Hexenschuss, zu starke oder schwache Menstruation, Milchbildung, positive Wirkung auf Magen und Bauchspeicheldrüse, blutbildend, blutreinigend, harntreibend, durchblutungs- und
stoffwechselfördernd

Anwendungsmöglichkeiten
Tee: 1 EL junges, geschnittenes Kraut mit 1 Tasse Wasser aufkochen; 2 Tassen täglich, immer frisch zubereiten



Als Frühjahrs- oder Herbstkur 1 Tasse Tee in der Früh, 2te Tasse über den Tag verteilt schluckweise trinken, nicht neu aufwärmen, sondern lieber kühl trinken

Ansatz: Wurzeln kalt ansetzen, dann möglichst heiß aufwärmen, 20 min Fußbad gegen Gefäßverengung

Tee: 3 TL frisches oder getrocknetes Kraut mit 2 Tassen Wasser anbrühen, 10 min. ziehen lassen, abseihen und tagsüber schluckweise trinken.

Frische, junge Blätter können als Salat oder Gemüse verwendet werden.

Achtung! Nicht anwenden bei Wasseransammlungen, Ödemen infolge eingeschränkter Herz- und Nierentätigkeit.

Magische Anwendung
Schutz, sexuelle Lust, Bann- und Schutzzauber, Brechen von Zauber und Flüchen, als Tee, Liebesrauchwerk

Zugeordnete Edelsteine
Baumachat, Bergkristall, Obsidian, Smaragd

Astrologische Zuordnung
Widder

Pflanzenbeschreibung
Bis zu 2 Meter hoch, gezähnte Blätter gekreuzt-gegenständig am Stängel, mit Brennhaaren bedeckt, Wurzelstock kriechend

Verwendete Pflanzenteile
Das junge Kraut von März bis Mai sammeln, im Schatten trocknen

Vorkommen
Überall - Unkraut, Stickstoffzeiger

Inhaltstoffe
Blätter mit Vitamin C, B-Gruppe, K1, Triterpenen, Sterolen, Mineralsalzen, Früchte mit Proteinen, Schleimen, Fettem Öl, Brennhaare mit Histamin, Serotonin, Acetylcholin


Interessantes
Walahfrid Strabo beschreibt sie als Pflanze, auf deren Blätter Pfeile wachsen mit brennendem Gift. Wer sich an ihr reibt, sticht sich an ihr. Deshalb vermutete man in der Brennessel den Sitz eines dämonischen Wesens. Nur eine wahrhaftige Jungfrau konnte angeblich eine Brennessel anrühren, ohne sich zu verbrennen.
Die Brennessel ist ein Symbol schmerzlichen Liebesbrennens oder der hoffnungslosen Liebe.

Das Peitschen der Haut hat eine durchblutungfördernde Wirkung und wurde schon im Mittelalter gegen Rheuma angewandt und zum "Liebesgeißeln" benutzt!
Hildegard von Bingen nennt die Brennessel "dudelkolbe", vergleicht also den Kolben mit der weiblichen Brustspitze =Tute, ebenso wie beim Volksnamen "Tittenkölbel".

Mattioli berichtet: "Nesselblätter in Wein gesotten und getrunken, machen zur Liebe feurig, locken zur Unkeuschheit. Und Brunfels schreibt: "Wenn sie wollen eheliches Werck treiben, essen sie den samen mit zwiebeln und eys dotteren und Pfeffer".
Weil die Brennessel durchblutungssteigernd wirkt, gelten Gerichte mit ihr als aphrodisierend.

Sie war dem germanischen Donnergott Donar geweiht und sollte das Haus vor Blitzschlag beschützen.



Brombeere
Rubus fruticosus

Rosengewächs - Rosaceae

Volksname
Kratzbeere, Rahmbeere

Anwendungsgebiet
Darmerkrankungen, Durchfall, Grippe, Fieber, Hautausschläge, Magenkatarrh, Entzündungen der Mundschleimhaut, Verschleimung der Atmungsorgane, Wundheilung, blutreinigend, entzündungshemmend, stopfend


Anwendungsmöglichkeiten
Tee: 1 EL getrocknete Blätter mit 1 Tasse Wasser aufkochen; täglich 1 - 2 Tassen, ev. mit Milch und Honig trinken

Tee: 2 Teelöffel Blätter mit kochendem Wasser aufgießen, 10-15 min ziehen lassen, abseihen

Ansatz: 1 TL Wurzeln 8 - 12 Stunden in 1 Tasse Wasser ansetzen, aufwärmen, abseihen; täglich 1 - 2 Tassen schluckweise trinken

Wurzeltee zum Entwässern, gegen Darmschwäche, zum Austreiben von Blasen- und Nierensteinen.

Früchte am Abend gegessen mindern Einschlafstörungen.

Zugeordnete Edelsteine
Aragonit, Vesuvia

Astrologische Zuordnung
Krebs, Jungfrau

Pflanzenbeschreibung
Sommergrüner Strauch, lange, dornige, rankenartige Äste, liegend oder bogenförmig gekrümmt, daran dornige, aufrechte Schösslinge mit Blütentrauben an der Spitze; Blüten weiß bis rosa, 5 Blütenblätter; Beeren schwarz glänzend oder bläulich bereift; Blätter: 3 -7 fach gefingert, länglich-eiförmig mit gesägtem Rand, unten dunkelgrün, oben hellgrün, filzig behaart

Verwendete Pflanzenteile
Blätter zur Blütezeit Juni-Juli sammeln, im Schatten trocknen, Wurzeln im Februar/März ausgraben, Früchte von August - Oktober sammeln

Vorkommen
Weg- und Waldränder, Zäune, Büsche.

Inhaltsstoffe
Beeren: Provitamin A, Vitamin C, Mineralstoffe, Spurenelemente, Fruchtzucker und -säuren, Pektin, ätherische Öle, Schleimstoffe. Blätter: Gerbsäure, ätherisches Öl









Brunnenkresse
Nasturtium officinale

Kreuzblütengewächs - Brassicaceae

Volksname
Wasserkersche

Anwendungsgebiet
Akne, Appetitlosigkeit, Frühjahrskur, Gallen-, Leber-, Magen-, Darm-, Blasen- und Nierenleiden, Hautkrankheiten, Husten, Lungenleiden,Nervenschwäche, Rheuma, Gicht, Schwächezustände, Stoffwechselstörungen, Verstopfung



Anwendungsmöglichkeiten
Salat aus frischem Kraut für Frühjahrskur, 3-4 Wochen täglich eine kleine Portion ev. mit Brennessel gemischt

Akne oder Ekzeme: zerquetschtes frisches Kraut auf unreine Haut auflegen

Tee: 2 - 3 TL zerhacktes, frisches Kraut mit 1 Tasse Wasser aufkochen, 3 x täglich eine Tasse trinken, jeweils frisch zubereitet

Press-Saft: frisches Kraut waschen, noch feucht auspressen; 3 x täglich 1 TL verdünnt mit Wasser oder Milch im Verhältnis 1:5 bei Verdauungsstörungen, gegen Sommersprossen und unreine Haut

Achtung! Bei Press-Säften sind Magenreizungen möglich, in der Schwangerschaft generell auf Kresse verzichten!

Zugeordnete Edelsteine
Hämatit, gelber Jaspis, Pyritsonne

Astrologische Zurodnung
Widder, Skorpion, Mars, Mond

Pflanzenbeschreibung
Immergrüne Pflanze, kriechender Stängel, aus den Blattachseln wachsen 10 - 30 cm hohe, kantige, hohle Stängel mit einer traubenförmigen Blütenlode an der Spitze. Blüten: je 4 kleine, weiße Blütenblätter; Blätter: gefiedert, 3 - 5 Teilblätter, selten 7, herzförmig am Grundstamm, eiförmig geschweift oben

Verwendete Pflanzenteile
Junges Kraut ohne Blüten von April bis September sammeln, immer frisch verwenden

Vorkommen
Quellen, Bäche, Gräben, im Garten, an Flüssen mit sauberen, langsam fließenden Wasser.

Inhaltsstoffe
Glukonasturtin, ein Senfölglykosid, Phenyläthylsenföl, Kalium, Eisen, Arsen, Jod, Bitterstoff, Vitamin A, C, E und D.

Interessantes
Diese Pflanze wurde früher für Abtreibungstränke verwendet, auch heute sollten Schwangere noch aufpassen, denn zu reichlich genossen, führt es zu überstarken Durchblutungen des Unterleibs


Christrose Giftig!!!
Helleborus niger

Hahnenfußgewächs - Ranunculaceae

Volksname
Schneerose, Schwarze Nieswurz

Anwendungsgebiet
Anregung der Herztätigkeit, Depressionen, Hautprobleme, Verstopfung, Übelkeit, Wurmbefall

Im Haushalt als Niespulver wegen schleimhautreizender Wirkung des Helleborins, z. T. im Gemisch mit Veratrum album und Quillaja saponaria

Achtung! Wirksamkeit nicht belegt, Anwendung infolge der damit verbundenen Risiken abzulehnen



Anwendungsmöglichkeiten
Mittlere Einzelgabe 0,05 g, größte Einzelgabe 0,2 g, höchste Tagesdosis 1,0 g)

Toxizität
Typische Saponinintoxikation mit Reizerscheinungen an Schleimhäuten, Übelkeit, heftigem Erbrechen, Durchfall, Entzündungen der Mundschleimhäute, Herzrythmusstörungen, erweiterte Pupillen, Atemnot und starker Durst. Tod durch Atemlähmung möglich.
Schwere Vergiftungen schon nach dem Verzehr von 3 reifen Samenkapseln.

Magische Anwendung
Liebeszauber, anaphrodisierend, bewußtseinserweiternd

Zugeordnete Edelsteine
Ametrin, Bergkristall, Blauquarz, Diamant

Astrologische Zuordnung
Skorpion

Verwendete Pflanzenteile
Wurzelstock

Interessantes
Im Volksgut erzählt man sich, daß einer der Hirten, die nach Bethlehem gingen, kein Geschenk mitnehmen konnte. Er besaß nichts und fand auch keine Blume zur Winterzeit.
Als er darüber weinte, fielen Tränen auf die Erde und aus ihnen entsprossen Blüten wie Rosen. So konnte er die "Christ-Rosen" als Geschenk mitnehmen!

Die Christrose war in alten Zeiten Bestandteil der Hexensalben und galt als Mittel zur Erhaltung der ewigen Jugend. Zu Pulver verarbeitet, auf den Boden gestreut, sollte sie gar unsichtbar machen!

Die Nieswurz wurde im Altertum gegen Geisteskrankheiten (helleborio = verrückt) angewendet.
Mit der Nieswurz putzte man sich - allerdings des Giftes wegen nicht ganz ungefährlich -
die Nase frei und meinte, damit böse Geister und Krankheiten auszuniesen.

Nach einem Aberglauben des Mittelalters sucht die Kröte (Bufo) unter der Christrose nicht nur Schutz, sondern bezieht durch Zauberkraft aus ihr das Gift.
Kurioserweise besitzen die Wirkstoffe Bufotailidin aus dieser Kröte sowie Hellebrigenin aus der Christrose dieselbe chemische Struktur

Auf dem Land galt die Christrose als Orakelblume.
Man stellte in der Weihnachtsnacht zwölf Blütenknospen der Christrose ins Wasser.
Jede Knospe bedeutet einen Monat. Man las das Wetter des kommenden Jahres an der Art und Weise ab, wie sich die Knospen öffnen. Die geschlossenen Knospen bedeuten schlechtes Wetter, die offenen gutes.

Der griechische Gattungsname setzt sich zusammen aus helein für töten und bora für Speise, was darauf hinweist, daß der Verzehr tödlich wirkt.
"Niger" weist auf die schwärzlichen Wurzeln hin, die am Rhizom sitzen.



Damiana
Turnera aphrodisiaca

Anwendungsgebiet
Aphrodisiakum

Anwendungsmöglichkeiten
Tee: 1 Teelöffel Blätter mit 1 Tasse kochendem
Wasser aufgießen, 10 Min. ziehen lassen und
zweimal täglich trin





Signatur
Namo Kuan Shih Yin Pu - Sa


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Henriette Fürst ... Reikimeister/Lehrerin/Großmeister - Magnified Healing® Master Teacher

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