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focour 
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...   Erstellt am 23.01.2012 - 16:40Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Antisemitismus

Latenter Judenhass aus der Mitte der Gesellschaft

Antisemitische Straftaten werden zwar zu 90 Prozent von Rechtsextremen verübt. Doch auch in der Mitte der Gesellschaft sind antisemitische Einstellungen weit verbreitet.


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Judith7 



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...   Erstellt am 25.01.2012 - 16:14Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Mag ja fast alles stimmen.
Uns Christen muss es erlaubt sein, uns mit dem Judentum als Glaube auseinanderzusetzen, so wir wir uns mit anderen Religionen beschäftigern, ohne gleich auf "antisemitische Klischees" hereinzufallen.
Als Deutsche fühlen wir Israel gegenüber eine besondere Verantwortung, denn folgt seine Daseinseberechtigung nicht aus der Schoah, dem unglaublichen und himmelschreienden Unrecht, das Deutsche begangen haben?
Leidtragende sind letztendlich aber doch die Palästinenser, oder?
Ist Israel nicht aufgefordert, in seiner Politik die Menschenrechte zu achten, die an ihnen aufs Gröbste verletzt wurden? Dürfen sie nicht eingefordert werden, ohne daß man gleich in die antisemitische Ecke gesteckt wird?




focour 
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...   Erstellt am 25.01.2012 - 18:50Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Kritik an der Palästinenserpolitik Israels darf man nicht automatisch als Antisemitismus ansehen, das ist richtig. Aber man sollte bedenken, daß sich die Araber und Palästinenser in der Mehrzahl immer noch als im Kriegszustand mit Israel betrachten mit dem Ziel, den Staat Israel auszulöschen, zuletzt noch ausdrücklich gefordert vom iranischen Präsidenten Ahmadschinedad. Ich erinnere an den letzten Gefangenenaustausch zwischen Israel und den Palästinensern, da wurden 1027 rechtskräftig verurteilte palästinensische Terroristen gegen einen israelischen Soldaten ausgetauscht. Wer frägt denn nach den Menschenrechten, die diese 1027 Palästinenser verletzt haben?

"Bei dem in Israel umstrittenen Austausch werden insgesamt 1027 Terroristen freigelassen, die u. a. an Mordkommandos und Bombenanschlägen mit insgesamt Hunderten von Toten beteiligt waren – darunter auch das Pessach-Attentat 2002 auf ein Hotel in Netanja, bei dem 30 Menschen getötet wurden". Zitat

Demgegenüber stellen sich die Israelis als "Waisenknaben" dar, wenn es um Menschenrechtsverletzungen geht.





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streiflicht ...

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...   Erstellt am 25.01.2012 - 20:22Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Vielleicht wäre es endlich mal besser einen etwas objektiveren Blick auf die Probleme in dem Gebiet zu werfen. Da kann keiner (!) das Prädikat "Unschuldslamm" für sich beanspruchen. Und es wäre deshalb ebenso besser, niemanden einseitig zu verteufeln oder einseitig zu verklären.

Man sollte sich wünschen (und wenn man aktiv werden will: daran zu arbeiten), dass es endlich ein Ende hat mit der Konfrontation, welche von beiden Seiten jahrelang geschürt wurde und wird. Eine Konfrontation, die zu viel Ungerechtem, zu viel Leid geführt hat, auch auf beiden Seiten.

Die Leidtragenden sind all die einfachen Menschen, die dort leben (müssen).
Doch das ist den Global-Mächtigen wohl eher egal.
Und das ist wohl eher das Problem.

(deshalb gehört diese Diskussion eher nicht in diese Rubrik sondern in den politischen Teil)





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focour 
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...   Erstellt am 26.01.2012 - 01:03Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


liebe Streiflicht,

es ist wohlfeil, nach einem objektiveren Blick zu rufen und beide Seiten dazu aufzufordern, die Konfrontation zu beenden. Das verstellt aber den Blick auf die tatsächlichen Aggressoren in Nahost. Stellt etwa Israel die Existenzberechtigung Ägyptens, Syriens, des Libanons oder der Irans in Frage? Nein, aber umgekehrt wird ein Schuh draus. Gut, mit Ägypten gibt es das Camp David Abkommen, aufgrund dessen Israel den Sinai geräumt hat und der ägyptische Präsident Saddat ermordet wurde. Aber was ist mit dem Iran oder Syrien? Ist es nicht auch ein Zeichen von Antisemitismus, wenn man den Aggressor und das Opfer undifferenziert auf eine Stufe stellt?


focour

[Dieser Beitrag wurde am 26.01.2012 - 01:05 von focour aktualisiert]





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...   Erstellt am 26.01.2012 - 09:47Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Lieber Focour

Nunja, eine andere Meinung als "wohlfeil" hinzustellen (laut Wiktionary: Bedeutungen: [1] für einen geringen Preis, günstig [2] geistlos, ohne intellektuelles Niveau) bewertet schon etwas persönlich.

Ich finde es schade, wenn in dem üblichen Schema verblieben wird, das Unangenehme auszublenden. Genau das hatte ich mir gewünscht, das es in der heutigen Zeit endlich mal aufhört. Alles hat zwei Seiten!

Ich bleibe dabei: Israel ist NICHT das "Unschuldslamm"! Die unrechtmäßigen Siedlungen der religiösen Ultras auf palästinensischem Gebiet sind beispielsweise wohlbekannt. All diese Dinge bitte ich doch nicht außer Acht zu lassen.

Eins noch möchte ich hinzufügen: Religiöse Überzeugungen, vorallem die damit verbundene Intoleranz gegen über anderen, haben schon viel zuviel Unglück in der Menschheitsgeschichte angestellt.

streiflicht





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RAJABEAT
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...   Erstellt am 05.05.2012 - 15:15Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Tatsache ist, dass der Staat Israel ein künstliches Gebilde ist, wie es auch vielleicht Palästina einmal sein wird.
Tatsache ist auch, dass das heutige Israel nicht die Heimat der Juden ist.
Eine weitere Tatsache ist die ungehemmte Aggresivität der derzeitigen israelischen Regierung.
In Europa sind Mauern gefallen, in Nahost werden sie neu errichtet.

Und NEIN @ Judith, WIR haben kein Unrecht begangen, ich war damals gar nicht noch geboren. Ich muss mich für nichts entschuldigen, muss nicht ge- und auch nicht bedenken.
Langsam sterben die letzten Zeitzeugen des vergangenen Krieges, mit ihnen die Massenmörder, und den Enkeln wird das alles so was von egal sein. Zu Recht.
Und heute verschliessen wir die Augen vor dem isralischen Terror, weil wir eine Schuld abzutragen haben?
Ganz sicher nicht.






focour 
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...   Erstellt am 05.05.2012 - 16:51Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Tatsachen?

Was bitte ist die Heimat der Juden? Der Staat Israel beruht verfassungsrechtlich auf einer Resolution der UN-Generalversammlung vom 29. November 1947, die die Teilung Palästinas in einen arabischen und einen jüdischen Staat, wobei Jerusalem als „Corpus separatum“ unter UN-Verwaltung stehen sollte. Der Beschluss wurde von den meisten Juden in Palästina akzeptiert, von den meisten Arabern jedoch abgelehnt. Am 14. Mai 1948 zogen sich die letzten britischen Streitkräfte aus Palästina zurück, und David Ben Gurion verlas die israelische Unabhängigkeitserklärung. Noch in der Gründungsnacht erklärten Ägypten, Saudi-Arabien, Jordanien, Libanon, Irak und Syrien dem jungen Staat den Krieg. Link Wer bitte ist jetzt der Agressor oder der Terrorist? Etwa die israelische Staatsregierung?

Rajabeat schreibt: "Eine weitere Tatsache ist die ungehemmte Aggresivität der derzeitigen israelischen Regierung" Wer bitte veranstaltet wo Selbstmordattentate? Etwa die israelische Regierung in den arabischen Ländern? Nein, es ist genau umgekehrt. Wer dies nicht sehen will muß schon mit Blindheit geschlagen sein. Wer bitte verschließt "die Augen vor dem israelischen Terror"? Wie bitte? Sind es etwa die Israelis, die Attentate (siehe zum Beispiel München 1972) oder Selbstmordattentate begehen oder sind das die Palästinenser?

Selbstverständlich haben wir als Deutsche Unrecht begangen. Die Geschichte hat nicht mit der Geburt von focour oder Rajabeat neu begonnen, sondern wir sind als Teil des deutschen Volkes auch Teil der Geschichte dieses Volkes. Raja, Deine Einstellung ist nicht nur unhistorisch, sondern meiner Meinung nach auch antisemitisch. Das ist Teil des neuen Antisemitismus in Deutschland, daß die Fakten bewußt verdreht und die Opfer zu Tätern gemacht werden.

Natürlich trifft uns persönlich keine Schuld, aber als Teil des deutschen Volkes schäme ich mich für das Unrecht, das von 1933 bis 1945 im Namen des deutschen Volkes begangen wurde.





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RAJABEAT
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...   Erstellt am 05.05.2012 - 18:50Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Dann wirst dich sicher auch dafür schämen, dass Deutschland Teile Afrikas kolonisiert hat, so wie sich jeder Römer schämt, dass seine Ahnen einst Germanien erobern wollten.
Bomben auf hungernde Bewohner des Gazastreifens sind natürlich nur Notwehr, die Vertreibung angesiedelter Araber ebenso.
Selbstverständlich haben die Nachbarstaaten den Krieg erklärt am 14.5.1948 - was täte jeder anderes Land, wenn man einfach so einen künstlichen Staat schafft, ohne Mitspracherecht?
Hier schon hat das Übel angefangen.
Und von einem Volk, das verfolgt worden ist wie die Juden, erwarte ich mir die gleiche Toleranz, wie wir sie ihm entgegenbringen. Nur sehe ich nichts davon, um Gegenteil.
Doch gehe ich mit Grass konform: Die rechtsradikale (das meine ich wörtlich so) Regierung ist es, nicht das Volk der Juden, die heute Hass und Zwietracht säen.




focour 
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...   Erstellt am 05.05.2012 - 23:30Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


die UN-Resolution teilte Palästina jeweils in Gebiete auf, wo entweder die Juden oder die Araber die Bevölkerungsmehrheit hatten. Anstatt diese Aufteilung zu akzeptieren begannen die Araber damit, einen Angriffskrieg zu führen, der aber schließlich dazu führte, daß Israel auch palästinensiche Gebiete erobert hat und behielt.

Man stelle sich vor, Deutschland hätte nach der Vertreibung von Millionen Deutschen aus den Ostgebieten nach dem zweiten Weltkrieg diese nicht integriert, sondern in Flüchtlingslagern untergebracht und kaserniert, und über Jahrzehnte den Revanchismus genährt. Man stelle sich vor, die Deutschen hätten über Jahrzehnte hinweg in Polen Anschläge verübt, um sich wieder in den Besitz der von Polen besetzten Gebiete Ostdeutschlands zu bringen und Polen von Deutschland aus ständig mit Raketen aus bombardiert, wie das die Palästinenser vom Gasa-Streifen aus tun. Sowas ist unvorstellbar, aber genau das haben die Araber mit den nach dem Unabhängigkeitskrieg geflohenen Palästinensern gemacht. Und es ist schlichtweg Quatsch, mit der Kolonisierung Afrikas oder der Eroberung Germaniens durch die Römer zu argumentieren. Irgendwann muß man die politischen Realitäten anerkennen.

Die Israelis sind daran interessiert, endlich in Frieden mit ihren Nachbarn zu leben. Aber wie soll das gehen, wenn aus dem Gasa-Streifen ständig Raketenüberfälle stattfinden? Wenn Israel darauf mit militärischen Mitteln antwortet ist das nur zu verständlich. Nicht Israel will den Iran auslöschen, sondern der Iran will Israel von der Landkarte tilgen. Wie kann ich Toleranz üben gegenüber jemandem, der mich um meine Existenz bringen will?

Nicht Netanjahu säht Hass und Zwietracht, sondern Ahmadinedschad und seine von ihm finanzierten Helfershelfer wie die Hisbollah etc. Geht es nach Ahmadinedschad, hat der Holocaust nie stattgefunden. Das übersieht auch Grass in seinem antisemitischen "Gedicht", mit dem er schlichtweg die Tatsachen auf den Kopf stellt.





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