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Heinrich 

Status: Offline Registriert seit: 06.11.2005 Beiträge: 73 Nachricht senden | Erstellt am 29.07.2006 - 01:06 |  |
Hallo,
habe mich mit etlichen Anwendern unterhalten und mich dann für "Inversalu" entschieden.Hoffe damit gleich 2 Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. einmal das Problem mit der galvanischen Korrosion und so "quasi nebenbei" das Bewuchsproblem.
Hat da eventuell schon jemand Erfahrungen mit gemacht?
Heinrich
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WolfgangHausen 

Status: Offline Registriert seit: 09.11.2005 Beiträge: 24 Nachricht senden | Erstellt am 29.07.2006 - 12:24 |  |
Hallo Heinrich,
die gleichen Argumente galten auch für mich, deshalb nutze ich Inversalu bereits seit ca 10 Jahren mit großer Zufriedenheit.
Das galt zumindest für die Nord- und Ostsee.
Seit dem ich mich aber im Mittelmeer befinde ist es vorbei mit bewuchshemmend. Einmal die Woche, tauchend mit dem Spachtel in der Hand, fördert die körperliche Fitness und die Sauberkeit von Schiff und Taucher.
Im letzten Winter lag das Schiff von November bis Ende März durchgehend im Hafen Finike.
Anschließend hatten wir am gesamten Unterwasserschiff eine Bart von mindest. einem halben Meter und Nacktmuschelkolonien von denen ich nicht einmal wußte, daß es sie überhaupt gab.
Viele Grüße aus der Ägäis ( im Moment Cesme )
Wolfgang Hausen
SY Lisanda
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Mimpimanis 

Status: Offline Registriert seit: 28.11.2005 Beiträge: 38 Nachricht senden | Erstellt am 29.07.2006 - 16:20 |  |
Hallo Heinrich,
ich habe mich (Reinke S11 in Alu) an die Empfehlung von Reinke gehalten und eine dicke (0,3mm) Primerschicht auf das Alu aufgetragen. Darueber kann ich nun jedes Antifouling verwenden. Hier in der Karibik gibt es immer noch zinnhaltige AFs! Der Schutz ist echt gut, wenn sich auch das AF sehr schnell abschleift. Nur gegen die Pocken schein noch niemand ein Allheilmittel gefunden zu haben! 
Ach ja, trotz Kupfer und Zinn im AF opfert meine Anode nur ca. 1kg pro Jahr und die blanken Kielunterseiten sind absolut blank (nach dem Abkratzen), sprich ohne Elektrolysezeichen. Unser in Deutschland gekauftes AF war im Mittelmeer noch ganz wirksam, hier in der Karibik aber so gut wie ein Naehrmedium. Von unserem Entenmuschelbesatz haetten wir uns eine gute Suppe kochen koennen!
Also mussten wir bald nach der Uebefahrt raus und haben uns ein typisches Ankerlieger AF (Sea Hawk) draufgepinselt. Fuer aktive Segler wuerden wir Micron 66 empfehlen, das sich nicht so schnell runterschleift. Aber wichtig ist die dicke Primerschicht! 
Stephan
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Yogi 

Status: Offline Registriert seit: 18.07.2006 Beiträge: 5 Nachricht senden | Erstellt am 29.07.2006 - 18:22 |  |
Hola miteinander,
habe Jotun-Alusea jetzt in Sea-Alu umbenannt, neben anderen (DeVau, Eagle, Micron) im Gebrauch gehabt. Der Bringer ist keiner, wobei Jotun noch der Beste der Schlechten war. Der Bewuchs haengt ganz stark von der Wasserqualitaet ab. Ist nicht neu, ich weiss.
Trinidad furchtbar, Bonaire nichts und hier in Panama wenig Seepocken und Algen.
Habe einmal kupferhaltiges Antifouling versucht und kann davon nur abraten. Ein Stueck der Teerepoxy-Sperrschicht war beschaedigt und es traten kleine Elektrolyseschaeden auf.
Danach dann wieder Kupferfrei und es war wieder alles okay.
Yogi
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Heinrich 

Status: Offline Registriert seit: 06.11.2005 Beiträge: 73 Nachricht senden | Erstellt am 31.07.2006 - 01:08 |  |
Hallo Sascha,
der Preis proLiter hört sich ja heftig an.
Was schätzt Du denn wie weit man mit einem Liter kommt um die von Dir erwähnte Schichtstärke zu erreichen?
Gruß
Heinrich
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Heinrich 

Status: Offline Registriert seit: 06.11.2005 Beiträge: 73 Nachricht senden | Erstellt am 31.07.2006 - 23:20 |  |
Hallo Sascha,
da bin sicherlich nicht nur ich gespannt.
3 Jahre garantierter Bewuchsschutz hört sich ja sehr gut an.
Heinrich
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Mimpimanis 

Status: Offline Registriert seit: 28.11.2005 Beiträge: 38 Nachricht senden | Erstellt am 02.08.2006 - 10:51 |  |
Hallo Sascha,
liest sich ja alles ganz spannend. Was aber muss sich so ein armer Yachtie denn nun draufpinseln, wenn er ein "selbstglaettendes Reinkupfer Zink mit Diuron" haben will? Sprich unter welchen Handelsnamen ist denn sowas verfuegbar? Und was kostet der Spass und ist die Selbstapplikation (Pinsel, Rolle) moeglich oder muss gespritzt werden? 
Ich nehme mal an, dass das nur fuer Grossverbraucher hergestellt und abgepackt wird, also Gebindegroesse 20l. Was jetzt nicht so dramatisch ist, denn ca. 12-15l brauche ich eh und dann kommt eben notfalls noch eine Schicht mehr drauf und weg sind die 20l! 
Stephan
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jujac 

Status: Offline Registriert seit: 29.08.2006 Beiträge: 11 Nachricht senden | Erstellt am 29.08.2006 - 23:28 |  |
Hallo Antifouling-Interessierte, hallo Sascha
Offensichtlich geht beim Thema Antifouling "ohne Chemie" zur Zeit gar nichts. Doch jeder Langfahrtensegler mit eigenem Wasseraufbereitungssystem sollte sich auch einmal Gedanken über die Belastung des eigenen Trinkwassers oder des selbst gefangen Fisch auf seinem Teller machen (z. B. Diuron (biologisch nicht abbaubar / Anreicherung in der Nahrungskette).
Ob Neuentwicklungen wie z. B. die Haihauttechnik (Schuppenoberfläche) oder Silicium sich durchsetzen werden, hängt wieder einmal in den Sternen. Schön, Ansätze für eine Lösung des Antifoulingproblems ohne "Chemie sind da. Zu hoffen bleibt, dass bis dann noch nicht alle Kleinstlebewesen aus unseren Meeren verschwunden sind. Denn dann löst sich dieses Bewuchsprobleme eh von selbst!! Was ja bereits in Häfen und verschiedenen Flussmündungen der Fall ist.
Wie sagt man so schön: "ohne Fleiss kein Preis!" Dies gilt offensichtlich auch für 'umweltfreundliche' Antifouling-Systeme.
Dennoch, die vorgeschlagene Technik für Alurümpfe (Primer + Reinkupfer-Zink) scheint mir jedoch z. Zeit auch umwelttechnisch eine praktikable Lösung zu sein. Natürlich bin ich auf die weiteren Infos gespannt.
Link: http://www.bewuchs-atlas.de/index.php?o … &Itemid=80
[Dieser Beitrag wurde am 30.08.2006 - 00:00 von jujac aktualisiert]
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jujac 

Status: Offline Registriert seit: 29.08.2006 Beiträge: 11 Nachricht senden | Erstellt am 02.10.2006 - 16:02 |  |
Hallo Sacha
Danke für die neuen Infos. Bin gespannt was das 'Mittelchen' denn kosten wird. Hoffe nur das sich der Mehrpreis mit der Langzeitwirkung und dem darus resultierenden Minderaufwand auch rechnet!
Doch wenn man sich ausserhalb der Europäischen Gewässer bei Skippern z. B. in Südamerika so rumhört, befindet sich der Umweltbewusste Skipper dort im Mittelalter. Da werden die bei uns verbotenen Produkte (Schwermetalle, Antibiotika etc.) fröhlich weiterverkauf - da sie bekannterweise nutzen, wenig kosten, der Umwelt jedoch um so mehr - und dem Fisch auf dem Teller - schaden! 
Noch n'e Bemerkung zu 'im Idustriebereich bekannten Wechselwirkungen/Reaktionsprozesse von Diuron in Schwermettal-AF'.
Für Reaktionsprozesse innerhalb der Produkte-Bestandteile von AF zutreffen. Reaktionsmechanismen der Nebenprodukte z. B. Oxid (Kupfer-Zinkoxyd?) in der Umwelt werden aus Kostengründen ignoriert (sehr grosser Forschungsaufwand, da Reaktionsmöglichkeiten dieser Nebenprodukte mit anderen Nebenprodukten/Verbindungen aus anderen Produkte-Emissionen in der Grössenordnung von ‚Fakultäten’liegen können, d.h. jedes kann mit jedem reagieren).
Verkaufsorientierte, börsenkotierte Unternehmen werden immer!! nur die verkaufsfördernden Vorteile ihrer Produkte nie aber deren Nachteile/Belastungen von selbst preisgeben (Teilwahrheiten). Frei nach dem Motto ‚was der 'Verbraucher' nicht weiss, macht 'ihn' nicht heiss!’ Die Folgen der Nachteile haben dann wie schon so oft die Allgemeinheit bzw. Umwelt zu tragen! Der Otto-Normalverbraucher zu denen auch ich gehöre, ist da einfach überfordert oder zu bequem sich die entsprechenden Infos zu besorgen. Wer weiss den schon ob der Belastungsfaktor von 1/1000 von Diuron in der Weltmehren langfristig nicht doch Probleme verursacht! 
Toll gibt's Foren in denen kritische Fragen gestellt werden dürfen! Noch besser, dass Antworten darauf nicht ausbleiben. Danke! 
gruss
jujac
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jujac 

Status: Offline Registriert seit: 29.08.2006 Beiträge: 11 Nachricht senden | Erstellt am 05.10.2006 - 11:13 |  |
Hallo Sacha
Interessante These zur Arbeitsbeschaffung. Sollte man dem Arbeitsministerium vorschlagen! Doch Spass beiseite.
Ich habe natürlich bei meinen Aussagen stark polarisiert, dem Prinzip der "Umweltverschmutzer" der chem. Industrie folgend. Eigendlich müssten die internationalen Zulassungsbehörden ein Interesse an diesen Produkten haben und die wiederkehrenden Zulassungskosten für umweltfreundliche Produkte erlassen. Das wäre dann ein sinnvoller Beitrag zur Verkaufsförderung solcher Produkte.
Natürlich muss ein Unternehmen heute verkaufsorientiert handeln, das ist keine Frage. Was mich dabei oft stört sind die Bestrebungen der Manager nach Gewinnmaximierung. Doch auch diese sind ja durch die Aktionäre 'fremdgesteuert'! Der 'Bösewicht' ist eigentlich der Aktionär bzw. das z.T. stark aufgeblählte System der börsenorientierten Unternehmen. Hier wäre die These - weniger ist mehr - angebracht!
Man sieht auch hier wie vernetzt die ganze Angelegenheit ist. Eigentlich geht es ja hierbei um Antifouling - und Nebenprodukte. Ich selbst weiss nicht ob die Verbindung Kupfer-Zinkoxid umweltverträglich ist oder nicht, ich bin kein Chemiker. Zinkoxid jedenfalls wird als umweltgefährdend eingestuft! (de.wikipedia.org/wiki/Zinkoxid). Ein weiteres Beispiel dafür, dass man versucht einem Problemstoff (Diuron) durch chemische Reaktion unschädlich zu machen, sich jedoch ein anders Problem (Zinkoxid) einhandelt. Dabei ist das Problem nicht gelöst, nur verlagert. Die einfachen Antworten sind nun mal nicht immmer die besten! http://www.razyboard.com/system/img/smi … ecided.gif
Ein Leben in einer heilen Welt wäre mir auch nicht recht. Da würde mir 'das Salz in der Suppe' fehlen. Aber versalzen schmeckt mir die Suppe aber auch nicht! Es ist halt eben alles eine Frage des Masses und der Wechselwirkungen. Und schon stehen wir wieder bei der Frage welches ist das richtige Mass, welche Wechselwirkung und für wen.....?
Also Sacha, weiter so kritisch bleiben auch wenn's mal ungemütlich ist. Skipper die nicht nur nach dem Motto 'Geiz ist geil' leben und unsere Umwelt werden es dir danken. Ich tu es jetzt schon.http://www.razyboard.com/system/img/icon14.gif
Grüsse Uwe
[Dieser Beitrag wurde am 05.10.2006 - 17:11 von jujac aktualisiert]
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