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...   Erstellt am 30.09.2010 - 16:10Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Werte Freunde,
ich möchte zu dem Artikel von F. Aubrecht noch etwas zufügen, bzw. korrigieren.
Den Text und ein dazu gehöriges Bild finden Sie unten.
Mit besten Grüssen
Erich Lederer

Der Artikel von F. Aubrecht endet mit der Feststellung, dass der Betrieb der Elektrischen in Aussig in Folge der Bombenangriffe im zweiten Weltkrieg reduziert und später eingestellt werden musste.
Das stimmt so nicht. Der Betrieb wurde teilweise noch im Jahr 1945 aufgenommen und bis etwa Mitte 1946 im Umfang aufgebaut, wie er in etwa den Kriegsjahren entsprach. Der Wagenpark war durch die Bomben nur wenig betroffen, da die Remise in Pockau nicht getroffen wurde und die meisten Wagen während der Angriffe außerhalb der Innenstadt auf Strecke waren. Auch die Gleisanlagen konnten verhältnismäßig rasch repariert werden. Die meisten Probleme gab es mit der Oberleitung, da es natürlich keinen Kupferdraht gab und die Häuser, an denen die Leitung befestigt war, als Trümmerhaufen danieder lagen.
In den 50. Jahren wurde der Betrieb ausgeweitet. So wurden in den Jahren 1952 bis 1953 20 neue Motorwagen vom Typ 6MT, die so genannten "B. Leipaer", angeschafft (das ist übrigens der auf Seite 267 dargestellte Typ). In den Jahren 1960 – 1962 kamen noch 18 Wagen von Typ T2 von Tatra Smichov dazu. Siehe dazu das Bild aus dem Jahre 1968.
In den Jahren 1951 – 1955 wurde in Prödlitz eine neue große Remise errichtet und
auch die Gleisanlagen wurden schrittweise erneuert, bzw. ausgebaut. So wurde die Strecke nach Nestomitz in den Jahren 1951 – 1952 auf der neuen Straße links von der Bahn neu angelegt und erhielt 1957 eine Wendeschleife. In dieser Zeit wurde auch die Strecke von Prödlitz nach Türmitz bis zur neuen Schule zweigleisig ausgebaut. Im Jahr 1953 wurden die Gleise bis zum Schreckensteiner Bahnhof verlängert, wo eine Wendeschleife angelegt wurde (davor endeten sie am Bahn-damm der Abfahrt von der Eisenbahnbrücke). Auch die Trasse der Abfahrt vom Hauptbahnhof wurde aus der Gerbergasse auf den Brückenvorplatz verlegt.
Im Jahre 1962 wurden die Gleise der Strecke nach Pockau ab dem Stadtpark in die Mitte der verbreiterten Straße verlegt
Passagierlisten aus diesen Jahren gibt es leider nicht, der Gipfel der jährlich beförderten Personenzahl liegt aber sicher in den 60. Jahren.
Ausschlaggebend für die Einstellung des Betriebs der Elektrischen zum 31. Mai 1970 waren also nicht die Folgen des Krieges, sondern Beschlüsse der damaligen Stadt-verwaltung. Hauptgründe dafür waren die hohen Kosten für die Unterhaltung der Gleisanlagen und die höhere Flexibilität der Busse. Auch die Erschließung der Neubauviertel wäre technisch schwierig und mit hohen Investitionskosten verbunden gewesen.

Bild : T2-Motorwagen in der Töpfergasse im August 1968
Quelle : I. Grisa, M.Grisa : 100 Jahre städtischer Verkehr in Aussig und Umgebung,
Albis International, Aussig 1999.





Signatur
Karl Heinz Kralowetz


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