Mediterranea, eine Insel im Mittelmeer.

Eine Insel, ein unabhängiger Kleinstaat - genau im Kreuz der vier größten Mächte dieser Zeit: Rom, Athen, Alexandrien und Karthago - ein Ort der Weisheit und des Wahnsinns, der Korruption und der Freundschaft, der Freiheit und des Kampfes, ein Schmelztiegel der Kulturen und Klassen, wo Senatoren einem illustren Leben frönen, Händler aus aller Welt die exotischsten Dinge darbieten und Sklaven um ihre Freiheit kämpfen. Erlebe das Schicksal: Tauche ein in eine Welt voller Intrigen, Kampf, Spannung, Spaß, Liebe und Hass - werde Teil von Mediterranea!

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Titus
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...   Erstellt am 16.04.2006 - 16:21Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Titus hatte sie durch die Stadt zum Meer geführt, wo unter einem Olivenbaum eine Bank aufgestellt worden war.

"Komm', setz dich zu mir und bestaune das blaue Meer!"

Er machte neben sich eine einladende Geste.




Sanda
unregistriert

...   Erstellt am 16.04.2006 - 16:27Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Sanda war ihm schweigend gefolgt, die Hände vor dem Bauch ineinander gelegt, die Wachen kurz hinter ihr. Sie setzte sich und sah dann erst auf. Es war wirklich wunderschön, das Meer, das dunkle Wasser mit den weißen Schaumkronen.
Und vor so etwas hatte sie Angst? Sie hätte sich selbst auslachen müssen, wenn sie nicht gewusst hätte, wie tückisch diese Schönheit war. Wie eine Schlange. Erst wunderschön und einzigartig, dann giftig und todbringend. Aber nun wollte sie nur den Ausblick genießen. Die Sonne war kaum untergegangen, sondern versank gerade in den Wogen des Wassers.
"Ich danke Euch", sagte sie leise und starrte auf den Horizont, den Punkt, wo sich Himmel und Erde verbanden.




Titus
unregistriert

...   Erstellt am 16.04.2006 - 16:45Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Den Blick auf das Meer gewandt beobachtete er, wie ein Schiffe dem Horizont entgegenfuhr. Lächelnd verfolgte ich die Küstenlinie und ließ mir den Wind durch das Haar fahren.

"Ich danke im Gegenzug dir. Schon lange war ich nicht mehr hier..."

Langsam blickte er zu ihr und sah ihr tief in die Augen.

"Besonders genieße ich es, in Gesellschaft einer so wunderschönen Frau zu sein..."




Sanda
unregistriert

...   Erstellt am 16.04.2006 - 16:51Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Sie sah ihn an und sagte vorerst nichts. Er dankte ihr also. Seltsam. Aber vielleicht war das nurhöfliches Gerede, so wie bei ihr eigentlich auch. Seit wann hatte sie das letzte Mal ehrlich 'Danke' zu jemandem gesagt? Es war sicherlich schon Jahre her.
Oder überhaupt noch nie geschehen. Was wusste sie schon. Sie erinnerte sich nicht einmal an ihre Mutter, nur noch so wenig. Wenn sie sich im Wasser beim Bade spiegelte, dann stellte sie sich die Mutter vor. Aber es gelang ihr nicht. Nur sie war zu sehen. Diese elende Sklavin Alexandra. Niemand sonst.
"Ihr schmeichelt mir... Ihr hattet in letzter Zeit viel zu tun, wenn Ihr sagtet, Ihr wart lang nicht hier. Wart Ihr denn sonst allein hier?", fragte sie, diesmal sogar aus eigenem Interesse, obwohl ihr die Frage ein wenig dumm vorkam.




Titus
unregistriert

...   Erstellt am 16.04.2006 - 17:00Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Er sah sie eindringlich an und musste lachen.

"Du musst mich für einen sehr einsamen Mann halten. Aber es stimmt, sonst war ich hier zumeist allein, auch wenn ich nicht oft die Gelegenheit dazu hatte, hier hoch zu gehen."




Sanda
unregistriert

...   Erstellt am 16.04.2006 - 17:03Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


"Nein, das tue ich nicht", sagte sie, ein wenig hektisch, was sie selbst überraschte. "Hm... Vielleicht tue ich das ja. Habe ich denn Unrecht damit, dass Ihr nicht manchmal einsam seid? Ich meine... Ihr seid sicher vielbeschäftigt und werdet auch, vor allem bei Eurer Stellung als Senator vielleicht mehr Feinde haben als Freunde..."
Sie sah auf ihre Fußspitzen. "Aber ich will das nicht behaupten. Verzeiht die Worte einer Sklavin, die nicht weiß, was sie sagt"

[Dieser Beitrag wurde am 16.04.2006 - 17:03 von Sanda aktualisiert]




Titus
unregistriert

...   Erstellt am 16.04.2006 - 17:29Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


"Ich halte dich für eine Frau, die weiß, was sie sagt und was sie damit ausdrücken will."

Er strich ihr gütig über die Schulter und nickte dann grinsend.

"Ja, es mag wohl sein, dass ich viele Feinde habe. Aber das bringt die Macht nun mal mit sich. Ich bin nicht stolz auf das, was ich täglich tue, aber ich mache es mit allem Eifer, der mir gegeben ist.

Außerdem..."

Er zwinkerte ihr zu.

"...heiße ich Titus. Nenn mich auch so und lass dieses 'Herr" sein."




Sanda
unregistriert

...   Erstellt am 16.04.2006 - 17:38Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Sie zuckte nur schwach mit den Schultern und sah kurz weg, dann blickte sie ihm wieder in die Augen.
Sie war ein wenig erstaunt, als er sie aufforderte, ihn beim Namen zu nennen. "Aber, Herr... Titus... ich bin nur Sklavin... Und habe nicht das Recht..."
Aber sie brach ab. Es würde keinen Sinn haben. Zudem, sie waren allein - bis auf die Wachen, aber die zählten nicht-, warum dann nicht ein bisschen Freiheit?




Titus
unregistriert

...   Erstellt am 16.04.2006 - 18:09Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Er hob die Hande fragend zum Himmel.

"Wer sollte dich denn dafür bestrafen? Ich ganz bestimmt nicht. Heute Abend bist du eine starke und selbstbewusste Frau, nicht mehr und nicht weniger. Zumindest in meinen Augen bist du das. Und die Wachen werden dir nichts tun, weil sie es sonst mit einem Senator zu tun bekämen!"

Grimmig schaute er die Wachen an und lachte dann herzhaft.




Sanda
unregistriert

...   Erstellt am 16.04.2006 - 18:14Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Sie sah ihn an. Vielleicht hatte er ja Recht. Aber sie war auch eine gebrochene Frau. Schon zu viel hatte sie verloren.
Traurig blickte sie ihm in die Augen. Konnte sie ihm denn noch mehr erzählen?
Sie wusste es nicht, brannte darauf, es zu erfahren, aber sie fragte nicht.

Die Wachen waren erst ein wenig geschockt, einer von Beiden grinste aber dann doch, während der andere nur wieder ernst dreinsah. "Ich werde nichts erzählen", sagte er.




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