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focour 
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...   Erstellt am 01.01.2007 - 14:11Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


echauffieren

- sich erhitzen, aufregen, sich ereifern


ephemer

- nur kurze Zeit bestehend, nachrangig


etepetete

- zimperlich, übervornehm, peinlich ordentlich


Eidam

- Schwiegersohn


Emulation

- Wetteifer, Eifersucht, Neid


erkiesen

- infinitiv von: erkoren


(aus "Cicero" 01/2007, S. 142)

[Dieser Beitrag wurde am 29.01.2007 - 22:40 von focour aktualisiert]





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Früher war mehr Lametta.

(Loriot)

Ich liebe es, Menschen beim Lügen zuzuhören, wenn ich die Wahrheit kenne ;-)

RAJABEAT
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...   Erstellt am 01.01.2007 - 18:38Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Zum Eidam gleich den Ohm (Onkel) und die Muhme (Tante).




Judith7 



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...   Erstellt am 01.01.2007 - 18:43Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Und die Base.




Elliz
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...   Erstellt am 02.01.2007 - 21:01Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ez stount ein frouwe alleine
und warte uber heide
und warte ihre liebe
so gesach sie falken fliegen

woll der falke, dass du bist
du flügest zwar dir lieb ist
du erküsest dir im walde
einen baum, der dir gefalle

also han och ich getan
ich erkos mir selber einen mann
den erwarten mine ougen
dass niedent schone frouwen

den erwarten mine ougen
dass niedent schone frouwen
oda wann lannt mir sähn lieb
jo engerte mir den keiner truth es nicht


Das ist von Dietmar von Aizt, der im 12. Jahrhundert lebte - ein Minnesänger.
Wahrscheinlich habe ich das meiste falsch geschrieben, verstehe auch nicht alles und bin im Internet noch nicht richtig fündig geworden.
Auf jeden Fall kenne ich dieses Lied von Ougenweide, die altdeutsche Texte vertonten, und ich finde es spannend, wie sich die Sprache entwickelt hat.

[Dieser Beitrag wurde am 02.01.2007 - 21:03 von Elliz aktualisiert]




RAJABEAT
unregistriert

...   Erstellt am 02.01.2007 - 21:18Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


WALTER VON DER VOGELWEIDE:
13.Jh. - vermutlich Bozen/Südtirol:

under der linden an der heide,
dâ unser zweier bette was,
dâ mugt ir vinden
schône beide gebrochen bluomen unde gras.
vor dem walde in einem tal -
tandaradei!
schône sanc diu nahtegal.

ich kam gegangen zuo der ouwe,
dô was mîn friedel komen ê.
dâ wart ich enpfangen hêre frouwe,
daz ich bin sælic iemer mê.
kuster mich? Wol tûsentstunt!
tandaradei!
seht wie rôt mir ist der munt.

dô het er gemachet alsô rîche
von bluomen eine bettestat.
des wirt noch gelachet inneclîche,
kumt iemen an daz selbe pfat.
bî den rôsen er wol mac -
tandaradei!
merken, wâ mirz houbet lac.

daz er bî mir læge, wessez iemen,
- nu enwelle got - sô schamt ich mich.
wes er mit mir pflæge, niemer niemen
bevinde daz, wan er und ich,
und ein kleinez vogellîn -
tandaradei!
daz mac wol getriuwe sin.

------------------

Unter der Linde an der Heide
wo unser beider Bette war
dort könnt ihr finden
beides, liebevoll zerdrückte Blumen und Gras
vor dem Walde in einem Tal -
Tandaradei!
sang schön die Nachtigall.

Ich kam gegangen zu der Aue (Wiese),
wohin mein Liebster schon gekommen war.
Dort wurde ich empfangen, (als) stolze Geliebte (oder: verehrte Frau),
(so) daß ich für immer glücklich sein werde.
Küsste er mich? Wohl tausendmal!
Tandaradei!
Seht, wie rot mir der Mund geworden ist.

Dort hatte er gemachet so prächtig (oder: verschwenderisch)
aus den Blumen ein Bettlager,
darüber wird noch sehr herzlich gelacht werden,
wenn jemand den selben Wege entlang kommt.
An den Rosen kann er wohl,
Tandaradei!
sehen, wo mein Kopf lag.

Daß er bei mir lag, wüßte das jemand,
das wolle Gott nicht, so schämte ich mich,
was er mit mir tat, niemals niemand
erfahre das, außer er und ich,
und ein kleines Vögelein,
Tandaradei!
das wird wohl verschwiegen sein.




DieRedaktion 
Einzeln sind wir Worte, gemeinsam ein Gedicht




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...   Erstellt am 29.01.2007 - 22:26Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Elliz schrieb
    Sintemal - veraltet für: da, weil; in altertümlicher Sprache, auch alldieweil




DieRedaktion 
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...   Erstellt am 29.01.2007 - 22:28Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


lobesam

Judith7 schrieb
    Ich kenne das aus einem alten Gedicht:

    Als Kaiser Rotbart lobesam
    Zum heil'gen Land gezogen kam,
    Da mußt er mit dem frommen Heer
    Durch ein Gebirge wüst und leer.

    Es hat wohl die Bedeutung: Lobenswert, verdienstvoll.





focour 
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...   Erstellt am 29.01.2007 - 22:54Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


gefährdete Wörter:

Fasson - Art und Weise - "jeder soll nach seiner Fasson selig werden"
(Motto des Preußenkönigs Friedrich II, focour),
aus der Fasson geraten = dick werden

Fisimatenten - Ausflüchte, nichtige Einwände, Flausen
[soll aus dem Französischen kommen während des dreissigjährigen Krieges:
Visitez ma tente - Besuch mein Zelt (focour)]


untergegangene Wörter:

Federleser - Schmeichler (lebt nur noch in der Redensart:
"nicht viel Federlesens machen" in der Bedeutung von:
Nicht viele Umstände machen, kurzen Prozess machen)

Fersengeld geben - Fliehen, sich davon machen
(der Zechpreller bezahlt den Wirt mit dem Anblick seiner davonflitzenden Hacken)

(aus "Cicero" 02/2007, S. 127)





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focour 
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...   Erstellt am 27.02.2007 - 12:51Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


gefährdete Wörter

Graue Eminenz - Eine hinter den Kulissen dr Politik höchst einflußreiche, oft auch gefährliche Person - zuerst Beiname von Père Joseph, engster Berater des französischen Staatsmanns Kardinal Richelieu

Gretchenfrage stellen - Jemandem eine Gewissensfrage stellen, aus Goethes "Faust", in dem das ahnungslose Gretchen Faust fragt: "Nun sag, wie hältst Du es mit der Religion?"

Gummitwist - Bewegungsspiel von Kindern in den sechziger Jahren


untergegangene Wörter

Geck - renommiersüchtiger Mann, der mit affektiert wirkender, übertriebener Eleganz auf sich aufmerksam macht

Gau - Bezirk, Gebiet, Region; von den Nationalsozialisten verwendet, seither verpönt, in Ortsnamen und im Sport noch erhalten

Grille - Macke, sonderbare Eigenheit


(aus "Cicero" März 2007, S. 143)





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focour 
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...   Erstellt am 01.03.2007 - 14:36Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


untergegangene Wörter:

depravieren - verderben; im Wert mindern [von Münzen]





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