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AlNo unregistriert
| Erstellt am 31.05.2006 - 22:19 |  |
In den Schluchten des Balkans von Wulf Leisner(Bad Segeberg 1956, 1960, 1968 u. 1972, Elspe 1960 u. 1969). Laut "KM am Kalkberg" war auch Roland Schmid beteiligt, er wird aber nicht erwähnt!
Handlung:
1.Episode – Die Männer aus den Bergen: Der Schut, maskiert und vom heiligen Mübarek und den Aladschys assisstiert, vereint die Stämme nahe dem Schwarzen Drin in Albanien gegen die ungläubigen Chaldani (erinnert nicht irgednwie an die Chaldäer...). Tolken-Fürstin Güsela schenkt dem Schut ein heiliges Schwert. Chaldani-Fürstin Marina (noch eine Frau die Fürst ist?!) soll nun sterben – doch Kara Ben Nemsi und Hadschi Halef Omar, die den Spuren folgten, retten sie. Güselas Bruder Tschurak attackiert Kara und stirbt im Gemenge durch seine eigene Kugel. Schwur der Blutrache.
2.Episode – Die geflügelten Stiere: Statt des versprochenen geflügelten Stieres kriegt Lord Lindsay vom piaster-gierigen Trio nur alte Blechdosen ausgegraben. Bezahlung verweigert. Muchtar von Kolastschin muss kommen. Lindsay, Kara und Halef sollen bastioniert werden...
3.Episode – Die Schluchthütte: Der Mübarek, verkleidet als Bettler Busra, und der Köhler Scharka wollen Überfallene spielen und Kara und Halef den Aladschys am Verräterfelsen vor die Flinten führen. - Kara durchschaut´s. Dank Halef seilt sich mittels Turbantuch ab und zieht den Schurken die Gewehre durchs Fenster. Auf ein angeblich gezündetes Pulverfass gesetzt, gestehen sie. Kara und Halef wollen Lindsay nachholen, der am Turm der alten Mutter zurückblieb. - Da kommt Lindsay und befreit und beschenkt die „Überfallenen“. Von Kara aufgeklärt, gibt er dem Pferd die Sporen – es geht durch. Kara will von hinten zum Verräterfelsen, Halef soll Lindsay einfangen. - Güsela greift Kara an, wird besiegt, bekommt Leben geschenkt, gibt Blutrache auf, schenkt Kara ihr Wurfbeil, warnt vor Rache des Schuts und wünscht viel Glück.
4.Episode - Der Verräterfelsen: Güsela entdeckt die Aladschys, verweigert Hilfe und wird hinterrücks erschossen. Kara stürzt Bybar vom Felsen, Sandar flieht. Der Mübarek und die Krieger der Stämme kommen. Kara entlarvt Mübarek als Busra. Plötzlich kommt Karanirwan und lädt Kara ein – verrät sich aber durch das heilige Tolkenschwert am Gürtel. Kara und Schut prügeln sich auf der Brücke. Mübarek zündet Sprengladung. Halef reißt Kara noch rechtzeitig weg. Frieden, Weiterreise mit Lord Lindsay.
Gut?
Nach „Silbertaube“ aus "Die Felsenburg" schon wieder eine so eine emanzipierte Frau (Aber ob auf dem Balkan Frauen Stammesfürstinnen sein konnten?). Feste Brücke wird mitten durch gesprengt. Passender Mix Ernstes/Komisches. Etliche Motive aus dem Buch drin (soweit ich mich erinnere), sogar Halef und der Schinken (auch wenn das einem echten Muslim wohl nicht behagen dürfte...)
Nicht so gut?
Das Textbuch ist deutlich kürzer als das überlange „Old Surehand“ – aber irgendwie hatte ich das Gefühl, hier fehlt was, es ist z.T. nicht fertig. Ein paar Sachen passen auch nicht: Der Aladschy Sandar verschwindet einfach. Am Anfang hieß es, die Krieger würden sich mit dem Schut zum großem Bund zusammenschließen, am Ende hieß es dagegen, dieselben hätten unter ihm zu leiden gehabt. Den Muchtar will Kara, der den Ferman des Padischahs hat, selbst bastionieren, ihm aber jeden Hieb mit Piastern vergelten - warum? Der Auftritt Karanirwans kam sehr plötzlich. Die wahren Absichten des Schuts kamen undeutlich herüber.
Fazit?
Leisners Stil konnte ich wiedererkennen. War auch nicht uninteressant. Für eine Inszenierung würde ich mich wohl mehr an Georg Marischkas Drehbuch zum Film „Der Schut“ halten.
[Dieser Beitrag wurde am 05.06.2006 - 19:21 von AlNo aktualisiert]
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Elspefan
      

Status: Offline Registriert seit: 13.05.2006 Beiträge: 2369 Nachricht senden | Erstellt am 31.05.2006 - 22:52 |  |
Danke, AlNo, dass du hier wieder ein Textbuch vorstellst! Das ist immer interessant. 
War etwas schwierig mit den unbekannten Namen...
Du hast recht, Frauen als Stammesfürstinnen? Hm... Eher unwahrscheinlich - aber irgendwie musste man ja Frauenrollen in das Stück bringen.
Was du unter "Gut" und "Nicht so gut" schreibst, teile ich. Ich gebe dir auch recht, was deinen letzten Satz im Fazit betrifft. Die Verfechter der Karl-May-treuen Inszenierungen/Umsetzungen der Bücher werden sich wohl die Haare raufen...
Den Stunt mit der entzwei gesprengten Brücke hat Marco ja schon in Elspe gezeigt.
Ehrlich gesagt, würde es mich wirklich mal interessieren den "Schut" auf einer Bühne zu sehen. Einen Orient-/Balkanstoff habe ich noch nie gesehen.
[Dieser Beitrag wurde am 31.05.2006 - 22:53 von Elspefan aktualisiert]
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Taschunko 
      

Status: Offline Registriert seit: 13.05.2006 Beiträge: 1562 Nachricht senden | Erstellt am 01.06.2006 - 12:30 |  |
Ich habe mir das gerade durch gelesen, habe allerdings keinen nerv dazu zu antworten, denn ich wil lendlich meine noten wissen
Signatur Friede ist nicht nur das Gegenteil von Krieg, nicht nur der Zeitraum zwischen zwei Kreigen - Friede ist mehr. Friede ist das Gesetz menschlichen Lebens. Friede ist dann, wenn wir recht handeln und wenn zwischen jeedem einzelnen MEnschen und jedem Volk Gerechtigkeit herrscht.
(Spruch der Mohawk)
"Wir haben die Erde von unseren Eltern nicht geerbt, sondern wir haben sie von unseren Kindern nur geliehen."
(Altes Indianersprichwort) |
Elspefan
      

Status: Offline Registriert seit: 13.05.2006 Beiträge: 2369 Nachricht senden | Erstellt am 01.06.2006 - 13:06 |  |
Klar, dass du gespannt bist!
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Taschunko 
      

Status: Offline Registriert seit: 13.05.2006 Beiträge: 1562 Nachricht senden | Erstellt am 01.06.2006 - 16:29 |  |
Aber die zusammen fassung ist echt gut! Deine Meinung kann ich auch nur zustimmen AlNo
Signatur Friede ist nicht nur das Gegenteil von Krieg, nicht nur der Zeitraum zwischen zwei Kreigen - Friede ist mehr. Friede ist das Gesetz menschlichen Lebens. Friede ist dann, wenn wir recht handeln und wenn zwischen jeedem einzelnen MEnschen und jedem Volk Gerechtigkeit herrscht.
(Spruch der Mohawk)
"Wir haben die Erde von unseren Eltern nicht geerbt, sondern wir haben sie von unseren Kindern nur geliehen."
(Altes Indianersprichwort) |
Elspefan
      

Status: Offline Registriert seit: 13.05.2006 Beiträge: 2369 Nachricht senden | Erstellt am 01.06.2006 - 19:37 |  |
Ja, da gibt AlNo sich immer sehr viel Mühe. Seine Zusammenfassungen bieten immer einen sehr guten Überblick - auch, was an der Textfassung zu kritisieren ist ("gut" und "nicht so gut"). Auch das Fazit ist klasse. Also, Fazit: Großes Lob an AlNo!
@AlNo: Wo hast du die Textbücher her?
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AlNo unregistriert
| Erstellt am 01.06.2006 - 21:34 |  |
Hüstel...*rot werdend*..Danke schön, gern geschehen!

WOHER? Aus "meiner" Bibliothek, der Universitätsbibliothek in Frankurt.
Zugegeben, ich bin etwas überrascht über das Echo. Im Karl-May-Treff hat das Thema anscheind niemanden interessiert, obwohl es immerhin Wulf Leisners alte Bühne ist.
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AlNo unregistriert
| Erstellt am 01.06.2006 - 21:39 |  |
ORIENTSTÜCK: werden wir wohl nie mehr...
ROMANTREUE: Das Stück schien mir den Büchern aber doch gerecht zu sein. Wie die Vorlage aber genau war, weiß ich ehrlich gesagt selbst nicht mehr - es ist 9 Jahre her, seitdem ich die "Im Schatten des Padischahn"-Quintologie gelsen habe.
BRÜCKE: Ja, stimmt, die Hängebrücke in "Unter Geiern". Aber eine feste Brücke wie in "In den Schluchten des Balkans" wäre was neues.
FRAUENROLLEN: Ellen Patterson als Ingenieurin, dieses Jahr Kate Brody als Ärztin... Das kommt mir nicht ganz echt vor.
[Dieser Beitrag wurde am 01.06.2006 - 21:42 von AlNo aktualisiert]
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Elspefan
      

Status: Offline Registriert seit: 13.05.2006 Beiträge: 2369 Nachricht senden | Erstellt am 01.06.2006 - 21:57 |  |
Interessant, dass die Textbücher in Frankfurt lagern... Weißt du rein zufällig, ob es in anderen Bibliotheken auch noch Exemplare gibt?
Tja, ich weiß auch nicht mehr genau, was Karl May geschrieben hat. Den "Schut" habe ich letztes Jahr noch gelesen, aber die anderen Bücher der Reihe... Das ist schon laaaange her. Ja, könnten auch so 9 oder 10 Jährchen sein...
Hm, eine feste Brücke... Klingt interessant. 
In opuncto Frauenrollen wirst du recht haben. Im Wilden Westen wird so etwas die große Ausnahme gewesen sein. Es gab zwar Pistolenheldinnen wie z.B. Calamity Jane, aber trotzdem sind das wirklich absolute Ausnahmeerscheinungen. Ingenieurinnen kann ich mir zu der Zeit nicht vorstellen.
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AlNo unregistriert
| Erstellt am 01.06.2006 - 22:10 |  |
Und ÄRZTINNEN? Mir fällt gerade ein, dass auv Vox eine Wild-West-Ärztin in Serie zu Gange ist. "Doktor Quinn - Ärztin aus Leidenschaft".
TEXTBÜCHER: Ja, die gehören bei uns in den Musik- und Theaterbereich. Wenn du mal deutschlandweit suchen möchtest: such mal über Google die Seite vom KVK (Karlruher Virtueller Katalog). In dem kannst du in einer Suchmaske etliche deutsche und ausländische Bibliotheksverbünde absuchen.
FESTE BRÜCKE: Ich habe mal ein Bild von "Winnetou 3" geshen. Da war so eine Art hölzerne Brücke oder Steg am Berg...
[Dieser Beitrag wurde am 01.06.2006 - 22:11 von AlNo aktualisiert]
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