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logiCopter unregistriert
| Erstellt am 27.01.2006 - 12:33 |  |
Berlin. DPA/SDA/baz. Der frühere deutsche Bundespräsident Johannes Rau ist tot. Nach Angaben seines Sprechers in Berlin starb er am Freitag morgen wenige Tage nach seinem 75. Geburtstag.
Rau war schon seit einiger Zeit schwer erkrankt. Das Amt des deutschen Bundespräsidenten bekleidete er von 1999 bis 2004.
Davor war der Sozialdemokrat 20 Jahre lang Ministerpräsident in Nordrhein-Westfalen. Sein Motto hiess «Versöhnen statt Spalten». Der bibelfeste Politiker wurde deshalb auch «Bruder Johannes» genannt.
Rau musste sich nach dem Ausscheiden aus dem Bundespräsidentenamt zwei schweren Operationen unterziehen. An einem Empfang zu seinem Geburtstag am 16. Januar in Berlin konnte er bereits nicht mehr teilnehmen.
Sein Nachfolger Horst Köhler hatte an jenem Tag an die Ansprache seines Vorgängers vor der israelischen Knesset erinnert, in der Rau um Vergebung für die Verbrechen des Holocaust gebeten hatte. Rau sei einer der ältesten und besten Freunde Israels. Auch im deutsch- polnischen Verhältnis habe er viel bewirkt.
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Heute am 27. Januar dem Tag des Gedenkens stirbt der Mann, der es sich zur persönlichen Aufgabe gemacht hat, dass Juden in Deutschland wieder eine Lebensbasis und Existenz finden.
Johannes Rau wollte immer Brücken schlagen.
Er war ein Sprecher für alle Juden weltweit. Seine Bitte um Vergebung, wurde mit Zuneigung und Achtung von den Juden angenommen.
[Dieser Beitrag wurde am 27.01.2006 - 16:53 von logiCopter aktualisiert]
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Lavida unregistriert
| Erstellt am 27.01.2006 - 13:38 |  |
Mit dem Tod von Johannes Rau geht ein Politikstil zu Ende, den es zuvor nie gegeben hat- ein Politiker als Menschenfreund.
Er liebte die Menschen, nicht als Wählerpotential oder für Statistiken und Umfragen, er liebte sie aus tiefstem Gefühl und Anteilnahme an ihren Schicksalen.
Besonders setzte er sich für Minderheiten und deren Integration ein.
„ Für die Deutschen sprechen und Minderheiten eine Sprache geben“
darin sah er seine Aufgabe als Bundespräsident.
Seine tiefe Verwurzelung mit der Religion, sein Glaube kam in jeder Rede von ihm ans Licht.
„ Versöhnen statt spalten“
ist wohl der meist zitierteste Leitsatz von Johannes Rau.
Er selbst hatte für den biblischen Vers „Ich halte, weil ich gehalten werden“
Seiner Frau und seinen Kindern gilt meine aufrichtige Anteilnahme.
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focour


Status: Offline Registriert seit: 30.07.2004 Beiträge: 9847 Nachricht senden | Erstellt am 27.01.2006 - 13:59 |  |
ich schließe mich dem Vorgesagten an.
Gerade Menschen wie Johannes Rau sollten diejenigen einmal zum Nachdenken und Innehalten veranlassen, die ansonsten unüberlegt und voller Vorurteile über "die" Politiker herziehen. Insgesamt hatte die Bundesrepublik Deutschland bislang stets angesehene und honorige Persönlichkeiten als Präsident. Sicherlich hat auch das Auswahlverfahren verhindert, daß nicht wie in Weimar ein früherer Kriegsheld ohne politischen Durchblick in unmittelbarer Wahl Präsident werden konnte.
focour
Signatur contra torrentem |
ART unregistriert
| Erstellt am 27.01.2006 - 14:08 |  |
Johannes Rau war Christ im eigentlichen Sinne.
Er bescheidener als all die Politiker sonst. Das ist natürlich langweilig, einen Politiker ohne große Skandale zu erleben ...
Er war damals in der SPD sowas wie das menschliche Gewissen, das war sein Phänomen ...
Besser als Lavida kann ich es nicht sagen:
Mit dem Tod von Johannes Rau geht ein Politikstil zu Ende, den es zuvor nie gegeben hat- ein Politiker als Menschenfreund.
Mein Beileid an die Angehörigen möge er in Frieden ruhen.
der WDR hat ein Kondolenzbuch für den Verstorbenen eingerichtet
http://www.wdr.de/themen/politik/personen/rau_johannes/gaestebuch.jhtml
[Dieser Beitrag wurde am 27.01.2006 - 14:57 von ART aktualisiert]
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logiCopter unregistriert
| Erstellt am 07.02.2006 - 13:16 |  |
Verwandte, Weggefährten, Politiker und tausende Menschen in Berlin nehmen am heutigen Dienstag Abschied von Johannes Rau. In einem Trauergottesdienst würdigten ihn Bundespräsident Köhler und der EKD-Vorsitzende Huber.
Menschen aus aller Welt und ganz Deutschland sind nach Berlin gereist, um Abschied zu nehmen von Alt-Bundespräsident Johannes Rau. Der Berliner Dom ist voll besetzt. Rund 1500 Trauergäste haben sich zum Trauergottesdient und Staatsakt zu Ehren Raus versammelt.
www.netzeitung.de/deutschland/381223.html
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