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...   Erstellt am 09.12.2005 - 09:14Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Allergie – wenn das Immunsystem überreagiert

Roter juckender Hautausschlag, laufende Nase, Hustenanfälle – all dies sind Symptome einer Allergie. Die Anzahl der Allergiker nimmt in den Industrieländern, also auch in Deutschland von Jahr zu Jahr zu. Schätzungen zu Folge leiden etwa 10 Prozent der Bevölkerung unter Allergien. Bis zur Pubertät sind 25 bis 30 Prozent aller Kinder davon betroffen.

Was ist eine Allergie?
Eine Allergie ist eine übersteigerte Reaktion des Immunsystems auf bestimmte Stoffe, die als Allergene oder Antigene bezeichnet werden. Da das Immunsystem bei der Allergie eine große Rolle spielt, sind Kenntnisse über das Immunsystem des Körpers eine Voraussetzung, um die Mechanismen allergischer Reaktionen und die Anwendung der Zell-Vitalstoffe verstehen zu können.

Überblick Immunsystem
Das Immunsystem besteht aus einer Reihe unterschiedlicher angeborener und erworbener Abwehrmechanismen gegen Krankheitskeime, Fremdstoffe (Antigene) oder entartete Zellen. So besteht ein gewisses ”Konfliktpotential”, das in Überreaktionen wie den Allergien oder so genannten Autoimmunkrankheiten ausarten kann. Haben artfremde Stoffe oder Krankheitserreger die natürliche
Barriere des Körpers (Haut, Schleimhaut) überwunden, greifen unspezifische und spezifische Abwehrmechanismen ein. An beiden Formen sind zelluläre und humorale Faktoren beteiligt. Zellulär bedeutet, dass die Abwehr durch Zellen erfolgt. Humoral heißt nichts anderes, als dass spezielle Eiweiße wie Enzyme in der Körperflüssigkeit und in den Zellen vorhanden sind.
Die unspezifische Abwehr ist in der Lage, bereits beim ersten Kontakt den Fremdstoff oder Erreger durch Fresszellen und Enzyme unschädlich zu machen. Die spezifische Abwehr wird auch immunvermittelte Reaktion genannt und stellt einen weiteren wirkungsvollen Schutz dar. Sie wird jedoch erst nach einer gewissen Zeit (Latenzzeit) nach dem erstmaligen Kontakt tätig. An dieser immunvermittelten Reaktion sind in erster Linie Fresszellen (Makrophagen), Antikörper sowie spezielle weiße Blutkörperchen (B- und T-Lymphozyten) beteiligt.

Immunsystem erkennt Fremdstoffe
Stoffe und Zellen werden aufgrund ihrer Oberfläche vom Immunsystem als fremd erkannt und das Immunsystem reagiert mit der Bildung von Antikörpern (Immunglobulinen). Diese Eiweißstoffe haben die besondere Fähigkeit, sich an die Fremdkörper anzudocken (Antigen-Antikörper-Komplex). Der Komplex aktiviert die Bildung weiterer Eiweißstoffe, die die Fremdsubstanz direkt zerstören oder signalisiert spezialisierten Immunzellen, dass sich ein Fremdstoff im Organismus befindet. Diese Zellen zerstören dann den Antigen-Antikörper-Komplex. Spezifische Abwehrvorgänge führen in der Regel zur Immunität. Das heißt, ein bestimmter Fremdstoff wird nach dem Erstkontakt noch jahrelang danach erkannt und der Körper ist unempfindlich. Das unspezifische Immunsystem verfügt über kein immunologisches Gedächtnis, ist dafür aber viel schneller als das spezifische System. Die Abwehrreaktion gleicht Entzündungsprozessen im Körper.

Antikörper bei Allergien
Ein spezieller Antikörper, das Immunglobulin E (IgE), ist auf die Abwehr von Wurminfektionen und Allergenen spezialisiert. Es spielt bei über 90 Prozent aller allergischen Prozesse eine wichtige Rolle. IgE stammt aus dem Lymphgewebe, das in der Nähe der Atemwege und des Verdauungstraktes liegt. Von dort aus gelangt es ins Blut. Dies ist auch der Grund, warum insbesondere die Schleimhäute von Darm, Augen, Nase, Bronchien und Haut zu heftigen Reaktionen neigen. Kommen Allergene auf der Haut und den Schleimhäuten mit IgE in Berührung, bewirkt IgE die Ausschüttung von Vermittlerstoffen, die eine Entzündungsreaktion hervorrufen. Diese Stoffe werden Mediatoren (Vermittler) genannt.

Histamin
Histamin ist einer der bekanntesten Vermittler der allergischen Reaktion und Entzündung. Histamin bewirkt:
• Erweiterung und Erhöhung der Durchlässigkeit der kleineren Blutgefäße
• Verkrampfung (Kontraktionen) der großen Blutgefäße und der glatten Muskulatur (z. B. Bronchialmuskeln der
Lunge)
• Steigerung der Magensäuresekretion
• Erhöhung der Herzfrequenz

Allergene
Prinzipiell kann jeder Stoff zum Auslöser einer überschießenden Abwehrreaktion (Allergie) werden. Bei den meisten Allergenen handelt es sich jedoch um Eiweiße tierischer oder pflanzlicher Herkunft (Ausscheidungen von Milben, Pilzsporen, Pollen). Aber auch synthetische Stoffe wie Medikamente, Duft- und Konservierungsstoffe können eine Allergie auslösen.

Krankheitsformen
Allergien können an unterschiedlichen Organen in Erscheinung treten. Oftmals sind mehrere Organe gleichzeitig von der Allergie betroffen. Die allergischen Symptome gleichen einer Entzündung. Die
Beschwerden treten meistens so lange auf, wie die auslösenden Faktoren im Körper vorhanden sind. Allerdings können auch chronische Entzündungen, Asthma bronchiale oder dauerhafte Organschäden auftreten. Die schwerste Ausprägung einer allergischen Reaktion ist ein Kreislauf-Zusammenbruch (anaphylaktischer Schock). Er ist eine extreme Reaktion des Immunsystems und führt zu Komplikationen, die innerhalb weniger Minuten zu Atem- und Kreislaufstillstand führen können. Auslöser sind u. a. Penicillin, Insektengifte oder Nahrungsmittel.

Reaktionstypen
Allergien werden in Reaktionstypen unterteilt. Die Pathologen Coombs und Gell beschreiben vier Typen allergischer Reaktionen, die auch als Mischformen auftreten können. Diese vier Reaktionstypen sind prinzipiell normale Reaktionen des menschlichen Immunsystems.

Diagnose
Nach vorsichtigen Schätzungen ist für 20.000 Substanzen eine allergieauslösende Wirkung bekannt.
Die Suche nach der auslösenden Substanz bei einem Allergiker kann daher schwierig und langwierig sein. Die Diagnosestellung ist sehr aufwendig und erfolgt in Stufen. Sie beinhaltet eine Erhebung der allergologischen Krankheitsvorgeschichte (Anamnese), einen Haut- und Bluttest sowie Diätmaßnahmen und Provokationstestungen.

Risikofaktoren
Einige Typen der Allergien die familiär gehäuft auftreten, werden auch atopische Krankheiten genannt. Dazu gehören Asthma, Neurodermitis und Heuschnupfen. Die krankheitsbegünstigende Veranlagung (genetische Prädisposition) beeinflusst in hohem Maße, ob ein Kind eine atopische Krankheit bekommt. Wenn beide Elternteile eines Kindes erkrankt sind, liegt sein Risiko bei etwa 50-70 Prozent. Bei einigen Allergien spielt das Alter beim ersten Allergenkontakt eine wichtige Rolle für das Risiko, eine Allergie zu entwickeln Auch das Rauchen der Mutter während der Schwangerschaft, frühkindliche Infektionen und psychosoziale Faktoren (z. B. Stress) sind für das Auftreten von Allergien verantwortlich.

Herkömmliche Therapie
Die Behandlung beginnt bereits mit dem Meiden jeglichen Allergenkontaktes. Bei verschiedenen
Allergenen, wie Pollen oder Hausstaub, ist dieses für viele patienten allerdings kaum möglich. Die medikamentöse Behandlung dient der Linderung, das heißt sie bekämpft die Symptome und nicht die Ursache der Erkrankung. Angewendet werden vor allem Mittel, die Histamin hemmen (Antihistaminika) und die Entzündungsreaktionen unterdrücken (Kortison). Glukokortikoide (Kortison) sollten wegen ihrer Nebenwirkungen bei Langzeitanwendung (wie z. B. Osteoporose) wohl überlegt eingesetzt werden. Eine Sonderform der Therapie ist die Hyposensibilisierung bzw. Desensibilisierung.

Zell-Vitalstoffe
Zell-Vitalstoffe beeinflussen direkt und indirekt das allergische Geschehen. Hierzu nochmals in Kurzform die Vorgänge des Geschehens im gesunden Körper, die im Falle einer Allergie ebenfalls zum Tragen kommen: Zellen durchwandern das Bindegewebe, um im Körper verschiedene Funktionen zu erfüllen.
Das Bindegewebe ist dabei eine natürliche Barriere, die diese Zellen überwinden müssen. Da das Bindegewebe hauptsächlich aus Kollagen besteht, nutzen Zellen spezielle Enzyme, die das Kollagen ähnlich wie eine Schere durchtrennen können. Dieses Prinzip nutzt der Körper für Vorgänge wie dem Eisprung, der Abwehr von Krankheiten und bei Entzündungen. Die Anwendung der Zellular Medizin bei Allergien leitet sich daher von diesen Vorgängen, speziell der Entzündung ab.
Bei chronischen Entzündungen produzieren die Abwehrzellen so große Mengen an kollagenauflösenden
Enzymen und Vermittlerstoffen wie Histamin, dass die Reaktion überschießt. Das Bindegewebe und die körpereigene Regulation des Abwehrsystems sind durch die Überreaktion und einen Zell-Vitalstoffmangel geschwächt. Je ausgeprägter der Mangel ist, um so heftiger machen sich die Reaktionen bemerkbar.

Notwendige Maßnahmen sind:
• die direkte Hemmung der kollagenauflösenden Enzyme -
durch die Hemmung der Enzyme kann die Entzündung zur Ruhe kommen
• die Hemmung der Entzündungsvermittler – die nebenwirkungsfreie Hemmung von Histamin
• die Stabilisierung des Bindegewebes – ist besonders wichtig für die langfristige Behandlung
• das Abfangen freier Radikale - werden bei Abwehrreaktionen und Entzündungen vermehrt gebildet.
Bei Verkrampfung der Bronchialmuskulatur (Bronchialasthma) ist es notwendig Zell-Vitalstoffe
einzusetzen, die durch die Histaminwirkung verkrampfte Bronchialmuskulatur entspannen.
Tag für Tag ist unser Organismus den Angriffen von Krankheitserregern und Schadstoffenaus der Umwelt ausgesetzt. Wer dem allen widerstehen will, wer gesund und fit bleiben möchte, braucht starke Abwehrkräfte. Für die nötige Power sorgt die richtige Kombination aus Vitaminen, Mineralstoffen
und Aminosäuren.


Die Suche nach der auslösenden Substanz kann schwierig und langwierig sein.
Verschiedene Organe können von einer Allergie betroffen sein


Augen

Bindehautenzündung,
Lidschwellungen
Blut, Blutgefäße
Verminderung und Zerstörung von Blutkörperchen oder Blutplättchen,
Entzündung der Blutgefäße, Schock
Gelenke
Gelenkentzündung, Schmerzen
Haut
Quaddelbildung Schwellungen, Ekzeme
Nieren
Nierenentzündung
Verdauungsystem
Übelkeit, Durchfall, Entzündung der Magenschleimhaut
Atmung
Niesreiz, Schnupfen,
Atemnot, Asthma,
Schwellung an Kehlkopf und Hals,
Entzündung der Lungenbläschen

R.i. 4/03


[Dieser Beitrag wurde am 15.01.2009 - 16:11 von lebenslust aktualisiert]





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