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Rajabeat ...
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...   Erstellt am 27.02.2008 - 05:24Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Der Wiener Alfred Hrdlicka, der heute 80 Jahre alt wird und über den Umweg einer Zahntechnikerlehre zuerst zum Maler und dann zum Bildhauer wurde, hält nichts vom elfenbeinernen Turm der Kunst.
Für ihn bedeutet künstlerisches Tun, unmittelbar Anteil am Leben zu haben, an diesem zu leiden, mitzuleiden oder auch sich zu erfreuen.
Auf alle Fälle hat Hrdlickas Werk als Bildhauer wie als Grafiker - als der er genauso großartig ist - mit Leidenschaft zu tun. Formuliert in unverblümt wuchtiger, oft pathetisch aufgeladener Expressivität, die niemanden kalt lässt. Man erinnere sich etwa an die 1991 auf breiter Ebene geführten Diskussionen anlässlich der Aufstellung von Hrdlickas Holocaust-Denkmal „Gegen Krieg und Faschismus" am Wiener Albertinaplatz, das die Rechte im Land zum Schäumen brachte. Sehr zur Freude des bekennenden Kommunisten Alfred Hrdlicka, der sich selbst als proletarischen Künstler bezeichnet, als „Fleischhauer", dessen unbändige Kraft beim Behauen des Steins ebenso frei wird wie beim Umgang mit dem lebendigen Menschen.
So ist der Mensch das große Thema des zwei- wie dreidimensionalen Ouvres von Alfred Hrdlicka. Am liebsten haut der Berserker sein Leiden an der Welt unmittelbar in den Stein, formuliert er geschundene und malträtierte, unterdrückte und verletzte Menschen. Oft im Zustand eines gewissen Rausches, in den er sich zugegebenermassen durch reichlich Alkoholgenuss versetzt. Auf diese Weise entspannten sich seine Muskeln, so der Künstler. Der Wotruba-Schüler Alfred Hrdlicka, der Österreich 1964 bei der Biennale in Venedig vertreten und Professuren in Stuttgart, Hamburg, Berlin und zuletzt Wien gehabt hat, hat sein Leben lang aber auch immer gezeichnet. Hochpolitische historische Figuren genauso wie Frauen, ein weiteres wichtiges Lebenselixier Alfred Hrdlickas.







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