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Eliane ![]() Status: Offline Registriert seit: 12.07.2007 Beiträge: 321 Nachricht senden |
![]() ![]() Niemand hätte in den 60er Jahren erwartet, dass Alessandro Mendini, der in dieser Zeit bei Nizzoli Associati seriöse Design-und Architekturprojekte verfolgte, einmal zu einer der schillerndsten und widersprüchlichsten Figuren der alternativen Designkultur werden würde. Erst Anfang der 70er Jahre trat er in Mailand als unermüdlicher Vertreter eines von allen industriellen Zwängen befreiten Designs hervor: als umtriebiger Theoretiker bei den Zeitschriften Casabella, Modo und Domus, als Förderer der 1973 gegründeten Designschule Global Tools und als Vordenker der Gruppe Alchimia. Seit Ende der 70er Jahre sind mit Mendinis Namen die Konzepte von Re-Design und Banal Design -beispielhaft gezeigt an seinen ironisch verfremdeten Thonet- und Bauhaus-Stühlen, die er mit Wimpeln und Ornamenten ausstaffierte - untrennbar verbunden. Dekoration und Ornament spielen bei Mendini bis heute eine entscheidende Rolle. Sie überziehen seinen behäbigen Poltrona di Proust, die kunsthandwerklichen Objekte für seine eigene Collezione Privata und die für Abet Laminati entwickelten Oberflächen. Auch das Konzept des Schweizer Uhrenherstellers Swatch hat Mendini als Art Director mitgeprägt. Seit den 80er Jahren ist Mendini außerdem Berater Alberto Alessis, er strukturierte die gesamte Produktion des Herstellers aus Crusinallo um, steuerte selbst den Flaschenöffner Anna G. zum Sortiment bei ![]() und baute für Alessi die Casa della felicitä am Lago di Orta. Mendinis Entwürfe wirken oft fremdartig und undurchschaubar. Stilistisch vielschichtig, haben sie nie in das Raster des funktionalen Designs gepaßt, sondern laden eher zu Fragen nach Sinn und Zweck von Design ein und fördern dadurch vor allem Kommunikation. Sein überbordendes Groninger Museum von 1993, das so gar nicht dem Konzept eines neutralen Ausstellungsraums entspricht, warf wieder viele Fragen auf - und ist damit typisch für das Schaffen des sanften Aufrührers. zum Museum | |||
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