|
Einloggen |
Einladung |
Suchen |
||
![]() |
| Ersteller | Thema » Beitrag als Abo bestellen | | ||
<Lebensart> unregistriert |
![]() Ai Weiwei – „So Sorry“ Haus der Kunst, Prinzregentenstraße 1, 80538 München Vom 12. Oktober 2009 bis 17. Januar 2010 Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag 10 bis 20 Uhr, Donnerstags 10 bis 22 Uhr Der Chinesische Künstler ist den meisten seit der Documenta 2007 bekannt. Damals brachte er 1000 und 1 Chinesen mit nach Kassel. Seit dem ist er in Deutschland so etwas wie der Star unter den politischen Künstlern aus China. In China wird seine Kunst kaum gezeigt. Bereits seit Vater fiel beim Regime in Ungnade. Mit ihm landete die Familie im Arbeitslager. Nach 20 Jahren wurde er rehabilitiert ohne Entschuldigung. Die Ausstellung von Ai Weiwei im Münchener Haus der Kunst heißt. „So Sorry“ Die Ausstellung hat im Haus der Kunst einen so noch nicht gekannten Medienrummel beschert. Schon vor der Eröffnung wurde die Schau zum massivem Politikum. Das hat ganz sicher mit Ai Weiwei Engagement nach dem Erdbeben in Sichuan im vergangenem Jahr zu tun. Kurz nach der Katastrophe war er mit einer Gruppe freiwilligen Angefangen, die Namen verschütteter Schulkinder zu recherchieren und die chinesische Regierung im Internet heftig angeklagt hat, dass die deren Tod durch die schlampige Bauweise der Schulen mit verschuldet hätte. Daran erinnert in München am Haus der Kunst die große Installation „Remembering“ der man gleich an der Außenfassade begegnet. Schon während die aufgebaut wurde, reiste Ai Weiwei an und musste erst einmal ins Krankenhaus, weil er nämlich im Zusammenhang mit seinem Engagement im Sommer verhaftet wurde und geschlagen wurde. Womit allerdings keiner des chinesischen Regimes gerechnet hat, er hat noch direkt aus dem Krankenhaus kurz nach der OP in einem Akt radikaler Selbstentblößung Fotos von sich und seiner Wunde, per Handy und Internet in die ganze Welt geschickt. Das ist natürlich gerade in Deutschland auf sehr fruchtbaren Boden gefallen, weil wir zur gleichen Zeit eine heftige Debatte erlebt haben, mit dem Gastland China bei der diesjährigen Buchmesse. Und da hat sich dann eins ins andere gefügt und das Münchener Haus der Kunst hat einen beispiellosen Medienrummel erlebt. All das soll nicht davon ablenken, dass Ai Weiwei auch mit seiner Kunst in Deutschland zu einem neuen Superstar mutiert. Seine wesentlichen Kunsterfahrungen hat er während seines 10 jährigen Aufenthaltes in New York gesammelt. Der internationale Durchbruch war die Documenta. Es gibt viele Menschen, die nennen ihn, den Andy Warhol des neuen Medienzeitalters, weil er immer wieder auf die plakativen Zeichen von Propagandawerbung und Pop Art zurückgreift und auch, weil seine Kunstwerke mittlerweile in einer riesigen Factory in Peking entstehen. Ai Weiwei verwandelt sozialpolitische Prozesse in Kunst. Politik und Kunst sind für ihn eins. Das eine macht für ihn ohne das andere keinen Sinn. Heute lebt Ai Weiwei im Kunstbezirk Dashanzi und arbeitet als Kurator, Kulturberater und Architekt. Gemeinsam mit den Schweizern Jacques Herzog und Pierre de Meuron entwarf er das auch als "Vogelnest" genannte Nationalstadion für die Olympischen Spiele 2008 in Peking. Link - Erinnerung an tote Kinder Link - Misshandlung Link - Erdbeben in China Link - Buchmesse beginnt mit einem Eklat Link - Documenta 12 ein Gespräch mti Ai Weiwei | |||
Ingeborg ![]() Status: Offline Registriert seit: 08.12.2008 Beiträge: 761 Nachricht senden |
Ai Weiwei ist ein Held. Signatur lasst uns wachsam sein | |||
![]() |