Eugen 

Status: Offline Registriert seit: 24.12.2008 Beiträge: 16 Nachricht senden | Erstellt am 03.08.2009 - 15:34 | |
1. Realismusstufe
Also ich habe jetzt mal das Regelwerk von Age of Battles für den Siebenjährigen angetestet.
Die Werte für die Einheiten nahm ich von den TLs der napoleonischen Truppen, welche man auf der Zvezdahomepage findet. Für meine 3-Pfünder musste ich improvisieren und setzte einfach die Werte für die Schüsse und die Reichweite runter. Eine TL für Husaren fand ich nicht, nahm daher einfach die für Dragoner, zumal Friedrich II. seine Husaren ja auch als Schlachtenkavallerie vollwertig einsetzte und eigentlich auch forderte, dass sie den übrigen Kavalleristen hinsichtlich Qualität nicht nachstanden.
Das Gefecht/Scharmützel war fiktiv.
Ordre de Bataille:
Preußen:
Belling Husaren
IR Winterfeldt (nur Musketiere)
Grenadierkompanie aus IR v. Kanitz
komb. Gren.bat. Retzow/Kleist
Österreicher:
DR Jung-Modena
2 Geschütze (3 Pfünder)
IR Salm (nur Füseliere)
Die Österreicher waren in der Defensive, die Preußen wurden dannach aufgebaut. Da die Ari in der Stufe nicht beweglich ist, bemühten sich die Preußen möglichst die Stellung der Österreicher in die Zange zu nehmen, ohne ins Feuer der Artillerie zu geraten.
Doch das Gefecht fing ungünstig an. Die Österreicher erwischten das kombinierte Grenadierbatallion auf 35 Schritt (bei 36 Schritt max. Reichweite). Nach recht hohen Verlusten musste der rechte Flügel vorsichtiger gegen das IR Salm vorgehen und strukturierte sich eigentlich mehr um, als es unternahm.
Der linke Flügel kam besser voran und hielt sich außer Reichweite der Geschütze. Auch gelang es die Dragoner aus ihrer Stellung hinter der Ari hervorzulocken. In einem Sturmangriff warfen die Bellinghusaren das DR Jung-Modena und drangen daraufhin in die Artillerie bevor das IR Salm eingreifen konnte. Die preußische Infanterie kam nicht mehr zum Schlagen auch gaben die Österreicher nachdem die Artillerie genommen war auf.
Fazit:
Die erste Realismusstufe macht die Artillerie schon sehr starr. Bei 800 Münzen, sollte man fast garkeine Artillerie aufstellen, weil diese leicht umgangen werden kann (Fehlen der Möglichkeiten von Reaktion) und was dadurch an Investitionen draufgeht, zu Lasten der Infanterie verläuft. Wenn die Artillerie aber in der Stufe trifft sind die Verluste gravierend und man sollte daher wohl besser bei typischen Verlusten von 3-4 Mann bei einem Beschuss eher größere Einheiten mit mind. 2 Reg.platten aufstellen.
Im Regelwerk vermisst man ein bisschen Bemerkungen zum Umgang von Artilleristen mit Nahkämpfen, habe ich den Eindruck. Was macht z.B. ab Stufe 2 die aufgeprotzte Artillerie bei einem Reiterangriff? Würden da nicht Artilleristen tendenziell weglaufen?
Fotos gibt's keine. 
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Eugen 

Status: Offline Registriert seit: 24.12.2008 Beiträge: 16 Nachricht senden | Erstellt am 06.08.2009 - 08:46 | |
Ich habe jetzt auch einmal mit weniger Artillerie auf österreichischer Seite (nur ein 3 Pfünder) das Ganze noch mal angetestet und dabei die 2. Realismusstufe zu Grunde gelegt.
Mit der Zeit kommt die Routine.
Dadurch, dass nun die Artillerie beweglich geworden ist, hat sie natürlich eine weit größere Wirkung entfaltet.
Dieses Gefecht war bei kaum mehr eingesetzten Figuren interessanter. Als im 2. Drittel der eine österreichische Flügel bestehend aus 2 Grenadiereinheiten von preußischen Husaren geworfen war - die eine Grenadiertruppe hatte auf der Flucht eine andere mitgerissen - konnte dieser durch Moraltests stabilisiert werden, woraufhin dieser nicht nur standhielt, sondern sogar ihrerseits die Husaren warf. Der ziemlich verheerende Einsatz der Musketiere des IR v. Winterfeld feuernd gegen das österreichische Gren.bat., das die Husaren geworfen hatte, konnte endlich abgewiesen werden. Während die preußischen Musketiere das österreichische Gren.bat. Salm/Kolowrat ihrerseits in die Flanke fassten, wurden sie von der Gren.Komp. des IR v. Harrach in der Flanke attackiert. Nach Verlust der Flanke floh auch das IR v. Winterfeld.
Die Dragoner und Füseliere auf dem anderen Flügel leisteten bis kurz vor dem Schluss so gut wie garnichts, ja ein Feuergefecht der Dragoner hatte so wenig Erfolg, dass sich die Truppe wieder zurückzog. In der 9. Runde aber, empfing das IR von Salm die Grenadiere der preußischen Regimentgarde mit einer Salve, worauf ein Feuergefecht folgte, das die angreifenden Preußen in die Flucht schlug. Die Dragoner hatten mittlerweile endlich das kombinierte Grenadierbataillon erfolgreich angegriffen und im Nahkampf unter hohen eigenen Verlusten in die Flucht geschlagen.
Kurz: alle preußischen Einheiten flohen.
Fazit: Ab 1.000 Münzen wird es interessant (wir hatten von 800 auf 1.000 aufgestockt). Der Angreifer ist immer in dem Nachteil, dass er in die Salven der Verteidiger mit einem Wert 16 geraten kann. Der Vorteil des Angreifers ist natürlich bei der Möglichkeit zuerst zuzuschlagen und die Kavallerie effektiver einzusetzen. Dennoch weiß ich nicht, ob das die Möglichkeiten des Verteidigers mit seiner Chance der Salve (wenn die Formation dicht ist) gegen einen Sturmangriff mit Spurt ausgleicht.
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Markus 

Status: Offline Registriert seit: 29.07.2007 Beiträge: 1105 Nachricht senden | Erstellt am 10.08.2009 - 13:30 | |
klingt ja gar nicht mal schlecht, auch wenn ich gestehen muß das ich kein fan von den age of battles regeln bin (ich habe irgendwo noch die mittelalter regeln aus der Peipus Box)
Ich habe vor jahren mal nach den WRG regeln gespielt. diese sind jedoch recht gewöhnungsbedürftig, da sie je nach kampfergebnis eine reaktion der truppen angeben die ausgeführt werden muß
cu markus
Signatur Was schreibe ich nun hier rein???
Wer ideen hat der melde sich...
Ansonsten : Alle Macht den Zebras!!! |