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BDBruemmer1  Administrator
    

Status: Offline Registriert seit: 12.06.2005 Beiträge: 20742 Nachricht senden | Erstellt am 21.10.2006 - 10:23 |  |
Äpfel – Neue Rezepte für unser Lieblingsobst

Äpfel sind eindeutig das Lieblingsobst der Deutschen. Das wurde wieder einmal in einer Umfrage festgestellt. 95 Prozent aller Deutschen, so hat die Centrale Marketinggesellschaft der Deutschen Agrarwirtschaft herausgefunden, lieben Äpfel, mehr als ein Drittel beißt sogar täglich oder fast täglich in einen Apfel.
Und das ist auch gut so, denn die alte Regel „an apple a day keeps the doctor away“ (ein Apfel pro Tag erspart den Arzt!) stimmt, das ist erwiesen. Im Apfel stecken so viele bioaktive Substanzen, dass man ihn tatsächlich als vorbeugende Medizin verschrieben bekommen sollte. Dabei muss keine Kasse die Kosten übernehmen – Äpfel sind nun wirklich nicht teuer.
Besonders Frauen greifen gerne zum verführerischen Obst – nämlich jede zweite täglich! Was bibelfeste Menschen nicht erstaunen dürfte. Erstaunlicherweise sind sie es, die eher säuerliche Apfelsorten bevorzugen, während Männer mehr zu den nur süßen (und daher eher langweiligen) Sorten neigen – was wieder einmal zeigt, dass Frauen auf geschmacklich höherem Niveau genießen.
„Saftig“ und „knackig“ möchten beide Geschlechter ihre Äpfel! Und einig sind sich Männer und Frauen darüber, dass Äpfel gesund sind. Was uns als Apfelbauern ganz besonders freut: Mehr als die Hälfte der Käufer bevorzugen deutsche Herkunft, auch die Sorten werden von vielen beachtet.
Apfelsorten
Apfel ist nicht gleich Apfel – eine Binsenwahrheit. Leider ist das Angebot auf den Märkten nicht so umfassend, wie es möglich wäre – mehr als 8.000 Apfelsorten soll es weltweit geben, an die 3.000 allein in Deutschland. Ein guter Apfelbetrieb baut wenigstens 20 verschiedene davon an. Aber beim Händler kann man meistens froh sein, wenn man drei oder vier verschiedene Apfelsorten in seinen Körben findet. Natürlich kommt es immer auf die Jahreszeit an. Im Winter sind andere Sorten im Angebot als im Spätsommer.
Im späten Juli, frühen August beginnt das Apfeljahr, mit dem hellgrünen Jakob Klar, kurz gern auch einfach „Klarapfel“ genannt. Danach kommen die frühen Sorten, wie Delbard Estivale und der großartige Gravensteiner. Anfang September beginnt die Haupternte, und man kann aus einem immer größeren Angebot wählen. Manche Äpfel müssen nach der Ernte noch gelagert werden, um nachzureifen, und kommen erst im Winter auf den Markt.
Im Allgemeinen empfehlen sich für Suppen und Salate vorzugsweise säuerliche Äpfel, die erfrischend wirken: Jakob Klar, Gravensteiner, Rubinette, Elstar, Jamba, Boskoop, Glockenapfel, Ontario.
In Verbindung mit Gemüse, Fleisch und Wurst kommen die aromatisch würzigen Sorten bestens zur Geltung, doch sollten auch sie über eine gewisse Säure verfügen, wie zum Beispiel Alkmene, Cox Orange, Holsteiner Cox, Rubinette, Ingrid Marie, James Grieve, Gravensteiner, Goldparmäne, Berlepsch.
Beim Backen kommt es auf die Art des Kuchens an: Flache Kuchen brauchen eher saftige Äpfel wie Gravensteiner, Jakob Lebel, Berlepsch, Boskoop, während gedeckte Kuchen nur solche Sorten vertragen, die ihre Form behalten und keine oder möglichst wenig Flüssigkeit abgeben, wie etwa Golden oder Red Delicious und Jonagold. Ersterer Apfel hat zudem den Vorteil, nicht braun zu werden, weshalb ihn die Konditoren ganz besonders lieben.
Für Desserts haben Sie am ehesten freie Hand: Fast alle Sorten eignen sich, es ist mehr eine Frage des individuellen Geschmacks.
Äpfel richtig aufbewahren
Wer Wert auf gute Äpfel legt, kauft sie wahrscheinlich auf dem Markt oder gleich beim Apfelbauern ein. Vor allem, wenn eine längere Fahrt dorthin nötig ist, wird man größere Mengen einladen. Und zu Hause stellt sich die Frage: Wohin damit? Schließlich will man noch eine ganze Weile etwas davon haben.
Äpfel sollten kühl, aber nicht kalt, bei angenehmer Luftfeuchtigkeit und möglichst dunkel lagern. Im Keller also. Aber wer hat schon einen? In einer Stadtwohnung kann man die Äpfel in einem Karton auf dem Balkon lagern, bitte nicht direkt von Sonne beschienen, und möglichst nah an der Hauswand, wo die Äpfel vor allzu großer Kälte geschützt sind.
Kleinere Mengen bleiben in einer Plastiktüte frisch, die mit einigen Löchern versehen ist, damit die Äpfel nicht ersticken. Vielleicht findet sich für diese Tüte an einem dunklen Ort ein Plätzchen. In der Speisekammer, an einer Hauswand, in der Küche oder im kühlen Schlafzimmer, unter dem Bett.
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Status: Offline Registriert seit: 12.06.2005 Beiträge: 20742 Nachricht senden | Erstellt am 11.11.2006 - 18:29 |  |
Apfel - der Verwandlungskünstler
Das Königshaus der Flora ist zweifelsfrei die Familie der Rosaceae. Ihr entstammt die Rose, die Königin der Blumen und der Apfel, der König der Früchte. Kaum eine andere Frucht in der Geschichte der Menschheit hat eine ähnlich große Bedeutung wie der Apfel. In Mythen, Märchen und Geschichten ist es immer wieder der Apfel der eine Rolle spielt.
So hält etwa der Kaiser keine Reichsbirne in der Hand, Schneewittchen wurde nicht mit einem Pfirsich vergiftet und Eva verführte Adam nicht mit einer Melone. Die Symbolkraft des Apfels ist so groß, weil die Frucht dem Menschen seit Tausenden von Jahren vertraut ist.
***
Wenn ich wüßte,
daß morgen die Welt untergeht,
würde ich heute noch
einen Apfelbaum pflanzen.
(Martin Luther)
***
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Status: Offline Registriert seit: 12.06.2005 Beiträge: 20742 Nachricht senden | Erstellt am 11.11.2006 - 18:31 |  |
Ungespritztes Obst in seiner natürlichsten Form
In diesem Jahr ist die Apfelernte besonders üppig, die Äste brechen unter der Last. Besonders bemerkt man den Überfluss auf den Streuobstwiesen. Diese ursprünglichste aller Anbaumethoden hat in den letzten Jahren eine Renaissance erfahren. Allein im Apfelparadies Hessen ist dadurch die Anzahl der "wilden" Apfelbäume wieder auf über eine Million angewachsen (1965 waren es noch 3,5 Millionen). Dieser Glücksfall ist nicht zuletzt dem engagierten Einsatz der Naturschutzverbände zu verdanken.
Einer meiner Freunde bewirtschaftet mehrere Hektar Streuobstwiesen und keltert Apfelsaft. Von ihm weiß ich, dass er an dem Tag an dem seine persönlichen Äpfel gekeltert werden am Band der Obstwaschanlage sitzt und eigenhändig die angefaulten und schadhaften Früchte aussortiert. Das nenne ich Perfektionismus im Sinne des Erfinders. Glaubt jemand, dass ich jemals irgend einen anderen Apfelsaft trinke?
Im Spätsommer und Herbst, wenn die Erntezeit der Paradiesfrucht beginnt, bekommt man besonderen Appetit verschiedene Apfelköstlichkeiten zu genießen und zuzubereiten. Jeder kennt klassische Rezepte wie Apfelmus oder Apfelkuchen. Der Apfel kann mehr. Er birgt jede Menge Potential auch für leckere (Haupt)Gerichte, Vorspeisen und Snacks. Was halten Sie von "Blutwurst mit Äpfeln in Blätterteig" oder "Gefüllter Kalbsschulter in Apfelweinsoße"? Ich möchte jetzt nicht mit Verarbeitungsmethoden langweilen, sondern eine Auswahl verschiedenartigster Apfelrezepte vorstellen.
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Status: Offline Registriert seit: 12.06.2005 Beiträge: 20742 Nachricht senden | Erstellt am 29.11.2006 - 13:05 |  |
Apfel (Malus domestica)
Beschreibung:
Äpfel gibt es in verschiedenen Sorten und verschiedenen Farben, er kann süsslich schmecken, aber auch säuerlich. Die Frucht sieht meistens aus wie eine grosse Billardkugel und den Stiel oben dran. Ist nicht zu übersehen, aber ich denke mal, Äpfel dürften eh jedem bekannt sein. 
Saison:
Ganzjährig
Anbauländer:
Deutschland, wobei zum einen das Alte Land oben bei Hamburg als auch der Kaiserstuhl am Bodensee als die bekanntesten Anbaugebiete hervorzuheben sind. Desweiteren wird der Apfel auch viel importiert, hier sind mit Italien, Frankreich sowie aus Übersee Südafrika, Chile oder Argentinien als wichtigste zu nennen.
Verwendung:
Der Apfel ist vielseitig verwandbar, zum einen roh zu verzehren, wobei man dann am besten den Apfel schält, die Stellen können mit Zitronensaft beträufelt werden. Desweiteren kann man den Apfel in einem Obstsalat verwenden, man kann ihn kochen und mit Rotkohl servieren oder man macht Apfelmus aus ihm. Wie man sieht, es gibt kein Bereich, wo der Apfel nicht zu gebrauchen ist. Äpfel haben übrigens die Eigenschaft, zu sättigen, wenn man einen isst, dann hat man das Gefühl, man ist satt und isst somit weniger, also ein natürlicher Schlankmacher.
Lagerung und Haltbarkeit:
Normalerweise lassen sich Äpfel lange lagern, aber heutztage nicht so einfach, da sollte man jede Woche Äpfel frisch kaufen, sie in Folienbeutel versiegeln, Löcher hinein pieksen und ab in den Kühlschrank. Allerdings sollte es dort kühl sein, ist dies nämlich nicht der Fall, droht massiver Vitamin C-Verlust.
Nährwert:
Äpfel enthalten viel Vitamin A, B, C und E. Ausserdem ist er reich an Mineralien wie Kalium, Eisen und Phosphor. 55 kcal (230 kj) pro 100g.
Ein paar Sorten möchte ich kurz vorstellen:
Granny Smith:
Der Apfel hat eine grüne Schale, ist sehr saftig und fein-säuerlich im Geschmack. Allerdings hat er nur einen geringen Vitamin C-Gehalt.
Roter Boskoop:
Dieser Apfel stammt ursprünglich aus Holland, hat eine matte und raue Schale und sieht verwaschen dunkelrot bis orange aus. Ist zwar saftig, aber je länger der Apfel lagert, umso mürber wird er. Er schmeckt herbsäuerlich, erfrischend fruchtig. Man verwendet den Apfel hauptsächlich zum kochen oder für Apfelmus. Hoher Vitamin C-Gehalt.
Braeburn:
Ursprungsheimat Neuseeland, trotzdem hat auch dieser Apfel hier Anklang gefunden. Hat eine rötliche Schale, sein saftiges Fruchtfleisch schmeckt süsslich mit einer leicht säuerlichen Note. Auch bei ihm ist der Vitamin C-Gehalt hoch.
Elstar:
Stammt ebenfalls aus den Niederlanden und wurde gekreuzt aus den Sorten „Golden Delicious“ und „Ingrid Marie“. Mit einer karminroten Schale versehen, schmeckt dieser Apfel feinsäuerlich, würzig und erfrischend. Mittlerer Vitamin C-Gehalt.
Golden Delicious:
Kommt ursprünglich aus den USA und ist heutzutage die am meisten verbreiteste Apfelsorte. Sieht gelb bis goldgelb aus, manchmal auch einen grünen Touch drin. Saftiger und knackiger Apfel, der sehr süss schmeckt, aber manchmal ein wenig wässrig. Auch dieser Apfel hat einen mittleren Vitamin C-Gehalt.
Cox Orange:
Stammt ursprünglich aus England, ein etwas kleinerer Apfel, der auf einer Seite orange- bis bräunlichrot aussehen kann. Ein saftiger, süsssaurer, fruchtiger Apfel, der mit der Zeit bei der Lagerung immer mürber wird, ähnlich wie der Boskoop. Mittel im Vitamin C-Gehalt.
Soweit die wichtigsten Äpfel, es gibt noch eine ganze Menge mehr, aber die alle aufzuführen, würde den Rahmen sprengen. Viel Spass beim Lesen der Apfelkunde.
Quelle:
Buch: frisch und munter (Deutsche SB Kauf AG)
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Bratäpfel
Wenn die Tage immer kürzer und kälter werden wird uns bewusst wie schnell das Jahr zu Ende geht und wie nah Weihnachten ist. Mit Apfel, Nuss und Mandelkern erfreut man in dieser Zeit den Gaumen und der Duft von Selbstgebackenem und Bratäpfeln zieht durchs Haus. Wie vielfältig man die fruchtigen Bratäpfel zubereiten kann, erfahren Sie hier.
Infos:
Äpfel enthalten viele Mineralstoffe, Spurenelement, Vitamine und wertvolle organische Säuren. Von den Inhaltsstoffen profitiert man am meisten, wenn man den Apfel roh mit Schale isst. Beim der Zubereitung eines Bratapfels gehen zwar einige Inhaltsstoffe verloren, dennoch verbreitet ein Bratapfel gerade in der kalten Jahreszeit das anheimelnde Gefühl von Wärme.
Für Bratäpfel nimmt man Apfelsorten, die beim Garen ihre Form behalten, wie z.B. Gala, Gala Royal oder Boskop
Äpfel wirken zwar robust, sind jedoch empfindliche Früchte, deshalb sollte man die Einkaufstüte voller Äpfel nicht plumpsen lassen.
Äpfel, die reif sind und fachgerecht gelagert wurden duften frisch und aromatisch.
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Status: Offline Registriert seit: 12.06.2005 Beiträge: 20742 Nachricht senden | Erstellt am 10.09.2007 - 06:14 |  |
Beliebte Apfelsorten im September

Äpfel aus Deutschland haben fast das ganze Jahr über Saison: Im Sommer beginnt die Ernte der frühen Sorten, die nur kurz gelagert werden können. Die Herbstsorten sind länger lagerfähig. Die Wintersorten, die es bis ins späte Frühjahr bei uns zu kaufen gibt, sind sogar erst einige Wochen nach ihrer Ernte richtig genussreif und haben dann ihr sortentypisches Aroma entwickelt.
Knackiges Gesundheitspaketchen
„An apple a day keeps the doctor away“ – „Wer jeden Tag einen Apfel isst, braucht keinen Doktor“, so lautet ein alter englischer Spruch, der von der Deutschen Krebsgesellschaft und der Deutschen Gesellschaft für Ernährung aufgegriffen wurde. Denn der kalorienarme Apfel steckt voller Kohlenhydrate, die aus Frucht- und Traubenzucker bestehen. Als Zwischenmahlzeit ein idealer Muntermacher. Äpfel wirken aufgrund der Ballaststoffe, insbesondere dem Pektin, verdauungsregulierend, sättigend und cholesterinsenkend. Sie besitzen eine Vielzahl an Vitaminen, Mineralstoffen (u.a. Kalium für den Wasserhaushalt, Muskel- und Nervenstoffwechsel) und sekundären Pflanzenstoffen (Carotinoide, Phenolsäuren, Flavonoide), die sich gegenseitig unterstützen und die Abwehrkräfte des Körpers steigern. Der Vitamin C -Gehalt ist abhängig von der Sorte, der Reifezeit und Witterungseinflüssen und liegt bei den Septemberäpfeln zwischen 6 und 15 mg/100 g. Zu früh geerntete Äpfel enthalten viel weniger Vitamin C. Der Vitamin C Gehalt von importierten Äpfeln ist aufgrund vorzeitiger Ernte und schlechter Lager- und Transportbedingungen oft wesentlich niedriger. Daher lohnt es sich, die einheimischen knackigen Äpfel aus Deutschland zu kaufen.
Was steckt in der Schale?
In der Schale stecken wertvolle ungesättigte Fettsäuren, die meisten Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Ein Problem ist natürlich die Belastung durch Pflanzenschutzmittel. Deswegen Äpfel auf jeden Fall immer gut abwaschen. Bioäpfeln sind deutlich seltener mit Pflanzenschutzmitteln belastet. Außerdem fördert der Bio-Anbau die regionale Vielfalt, es werden ausschließlich standortgeeignete Sorten angepflanzt. Dadurch sind die Bäume robuster und widerstandsfähiger. Die Früchte besitzen festeres Fruchtfleisch, enthalten weniger Wasser und schmecken intensiver.
Apfelallergie
Menschen, die auf Äpfel allergisch reagieren, müssen in der Regel nicht alle Äpfel meiden. Sie müssen ausprobieren, auf welches Apfelallergen sie reagieren. Manche Sorten, z. B. Alkmene, aber auch Boskop, Jamba und Gloster, gelten eher als allergenarm. Oft reicht es auch aus, den Apfel zu schälen und klein zu schneiden. Denn besonders unter der Schale sind viele Allergene konzentriert, die dann wegfallen. Die allergene Kraft sinkt auch durch die Einwirkung des Luftsauerstoffs, wenn der klein geschnittene Apfel eine Weile stehen bleibt. Fast immer verträglich sind Äpfel, wenn sie zu Kuchen, Kompott, Gelee, Saft oder Bratapfel verarbeitet werden.
Einkauf und Lagerung
Die Äpfel sollten natürlich keine Druck- und Faulstellen aufweisen und intensiv nach Apfel riechen. Zuhause an einem kühlen Ort lagern. Im Kühlschrank bleiben sie frisch und knackig und werden nicht so schnell mehlig. Vor dem Verzehr sollten sie aber einige Zeit bei Zimmertemperatur liegen, um ihr volles Aroma entwickeln zu können. Äpfel sollten nicht mit anderem Gemüse und Obst aufbewahrt werden. Das von reifen Äpfeln abgegebene Gas Ethylen verursacht Geschmacksveränderungen, grüne Pflanzenteile vergilben und das Gemüse altert schneller.
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Apfelsorten im September
Apfelsorten, die im September angeboten werden:
Discovery: Der kleinere Discovery ist gelbgrün, wobei die Hälfte der Schale leicht gestreift orangerot ist. Er ist knackig und mäßig saftig. Sein Aroma ist feinfruchtig und vollmundig. Der Vitamin C Gehalt ist recht hoch. Er wird ab Mitte/Ende August geerntet und ist sofort genussreif. Je nach Temperatur der Lagerung kann er bis Ende September gelagert werden. Er eignet sich als Tafelapfel zum sofortigen Verzehr.
James Grieve: Die Früchte sind mittelgroß, rotgestreift und haben ein weißes, saftiges Fruchtfleisch. Nach der Ernte sind sie fest, werden jedoch später mürbe. Sie haben ein säuerliches bis süßfruchtiges Aroma. Die Ernte erfolgt Ende August bis Anfang September. Sie sind sofort genussreif und können bis in den Oktober gelagert werden. Die Früchte sind als Tafelapfel und Bratapfel sowie für Apfelkuchen und Apfelmus geeignet.
Delbarestivale: Diese Äpfel sind mittelgroß, grüngelb und haben auf der Sonnenseite leicht rötliche Streifen. Das weißliche Fruchtfleisch ist fest und saftig. Sie schmecken süßlich-aromatisch. Anfang September beginnt in der Regel die Ernte und sie bleiben bis in den Oktober genussreif. Sie gehören zu den beliebtesten Tafeläpfeln. Sie sind eine der schmackhaftesten früheren Apfelsorten und bei Kindern sehr beliebt.
Summerred: Die Fruchtschale des mittelgroßen Summerred ist gelblichgrün mit zahlreichen auffälligen Lentizellen und ist sonnenseitig dunkelrot gefärbt. Das feste Fruchtfleisch ist grünlich bis cremefarben und sehr saftig. Im Geschmack ist er leicht säuerlich und weist einen leichten parfümierten Nachgeschmack auf. Die Erntezeit beginnt Ende August und er ist bis in den Oktober lagerbar. Der Tapfelapfel wurde erstmals 1964 von der Obstversuchsstation Summerland in British Columbia, Kanada, angebaut.
Gravensteiner: Der Gravensteiner ist mittelgroß bis groß. Seine Schale ist gelblich mit roten Tupfen und Strichen. Das hellgelbe, knackige und saftige Fruchtfleisch hat ein intensives Aroma. Ende August bis Mitte September wird er geerntet und kann bis in den November gelagert werden. Er ist ein sehr guter Tafelapfel und auch für Apfelkuchen und Apfelkompott geeignet. Vermutlich stammt er aus Gravenstein an der Flensburger Förde in Nordschleswig.
Alkmene: Dieser Apfel ist klein bis mittelgroß mit goldgelber, orangeroter Schale. Das Fruchtfleisch ist knackig, hat eine feine Säure und ist sehr aromatisch. Anfang bis Mitte September wird er geerntet und ist bis Ende November lagerbar. Gut geeignet ist er als Tafelapfel und für Kuchen. Manche Apfelallergiker reagieren weniger stark auf diese Apfelsorte.
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Status: Offline Registriert seit: 12.06.2005 Beiträge: 20742 Nachricht senden | Erstellt am 11.09.2007 - 06:31 |  |
Kochern mit Äpfel
Kaum ein heimisches Obst ist so beliebt wie der Apfel – ideal als Zwischenmahlzeit, handlich und kompakt, lecker, vitaminreich und gesund. Doch nicht nur pur genossen sind Äpfel ein Genuss, sie eignen sich auch zum Kochen und Backen. Frank Bundschu bringt sie in der Küche groß raus.
Infos:
* Äpfel enthalten viele Mineralstoffe, Spurenelement, Vitamine und wertvolle organische Säuren. Von den Inhaltsstoffen profitiert man am meisten, wenn man den Apfel roh mit Schale isst.
* Äpfel wirken zwar robust, sind jedoch empfindliche Früchte, deshalb sollte man die Einkaufstüte voller Äpfel nicht plumpsen lassen.
* Äpfel, die reif sind und fachgerecht gelagert wurden duften frisch und aromatisch.
* Da die meisten Äpfel aus dem sog. CA-Lager kommen, sollte man sie nicht sofort nach dem Einkauf essen oder verarbeiten. Sondern 1 bis 3 Tage „atmen“ lassen. Dann erst entwickeln sie ihr Aroma.
* Für Apfelcrepes nimmt man Apfelsorten, die beim Garen ihre Form behalten, wie z.B. Gala, Cox Orange, Elstar, Gloster, Gravensteiner oder Goldpärmene
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Status: Offline Registriert seit: 12.06.2005 Beiträge: 20742 Nachricht senden | Erstellt am 29.09.2007 - 09:23 |  |
Früchte des Spätsommers

Zwetschgen, Äpfel, Birnen.... der Spätsommer beschenkt uns mit milder Wärme und herrlichen Früchten. Es wird gebacken, eingeweckt und getrocknet. So sehr wir den Sommer auch lieben, nun können Herbst und Winter kommen, denn die Speisekammern sind voll mit guten Gaben.
Der Apfel
Nicht nur kulinarisch, auch kulturgeschichtlich ist der Apfel von großer Bedeutung. Im Altertum stand er für Liebe und Fruchtbarkeit und in der Bibel ist er das Symbol für den Sündenfall. So nah liegen also Liebe und Sünde! Die alten Griechen und Römer hielten den Apfel für ein Aphrodisiakum und als Zeichen für Tradition und Herrschaft, hat der Reichsapfel Geschichte gemacht. Auch in viele Bräuchen, Sagen und Märchen findet sich der Apfel wieder. So kennt man den Apfel, den der Nikolaus braven Kindern bringt und Schneewittchen verschluckte sich an einem giftigen. Ein Apfel der Erkenntnis ist jener Apfel, der Newton auf den Kopf fiel und somit sein Grübeln über die Schwerkraft anregte.
Geschichte
So sehr wir Deutschen auch den Apfel lieben, das Ursprungsland der Äpfel ist Deutschland nicht. Das liegt im entfernten Kaukasus (Kasachstan), wo auch heute immer noch Obstbaum-Urwälder zu finden sind. Man vermutet, dass auch Bären, auf ihrer Wanderung nach Westen, zu der Verbreitung der Äpfel beitrugen. Am Bodensee muss es schon in der Steinzeit Äpfel gegeben haben, denn man fand Apfelkerne bei den Pfahlbauten. Doch es waren vor allem die Römer, die den Obstanbau in Europa kultivierten. Bis zum Beginn des 17. Jahrhunderts waren es jedoch vor allem die Klöster, die Obstanbau betrieben. Es gab erstaunlich viele Sorten! Ende des 19. Jahrhunderts begann man aus wirtschaftlichen Gründen der Sortenvielfalt ein Ende zu setzen. Die alten Hochstämme wurden abgeholzt, Niederstämme gepflanzt und Monokulturen entstanden. So viele alte Sorten wie noch im 19. Jahrhundert gibt es heute nicht mehr, doch entstehen an vielen Orten immer mehr private Initiativen, welche Pflege, Erhaltung und Nutzung der alter Apfelsorten als Ziel benennen.
Was ist alles Apfel?
Die frühen Entdecker brachten von ihren Reisen oft Früchte mit, die in Europa noch unbekannt waren. Weil den Europäern für viele dieser Früchte Namen fehlten, nannten sie die fremden Früchte schlicht und ergreifend "Apfel". Zu Äpfeln wurden so: Melonen, Avocados, Auberginen, Ananas und auch Quitten. Dieses Wissen wirft auch ein neues Licht auf die Geschichte. Die "goldenen Äpfel" aus der germanischen Sage, wer weiß schon, ob es nicht in Wirklichkeit Zitronen waren?
Sorten
Es wird geschätzt, dass es auf der Welt mehr als 30.000 Apfelsorten gibt, 2000 davon allein in Deutschland. In den vergangenen 50 Jahren haben Äpfel viel von ihrer Vielfalt eingebüßt. Lediglich 25 Sorten werden im Obstbau für den Verkauf kultiviert und nur sieben davon regelmäßig im Handel angeboten. Aber es entstehen auch regelmäßig neue Apfelsorten. Die meisten davon werden allerdings in Hoffnung auf Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten gezüchtet. Nicht immer, aber immer öfter spielt dabei ökologisches Denken eine Rolle.
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Die bekanntesten Apfelsorten sind
Granny Smith
Ein eher säuerlicher Apfel mit fast weißem Fruchtfleisch, der aus Australien stammt und erstmals von Maria Smith angebaut wurde. Daher stammt sein Name. Die grüne Farbe dieses Apfels entsteht durch die Lagen der Plantagen (im Tal) und wird durch Reifung eher gelb. Nur in höheren Lagen angebaut, wird auch dieser Apfel rot. Meist wird der Apfel unreif verkauft. Sein Biss ist knackig und der Geschmack leicht säuerlich.
Golden Delicious
Der gelbe Apfel ist ein Geschenk des Zufalls. Er wurde 1890 als Sämling in einem Hausgarten in West Virginia entdeckt. Seine hohe Fruchtbarkeit und unproblematische Lagerfähigkeit machen den Golden Delicious zu einem der beliebtesten Äpfel im Anbau. Beißt man hinein, so ist er fest und der Geschmack süß.
Boskoop
Eine alte Apfelsorte aus Holland. Sein Biss ist fest, der Geschmack ziemlich säuerlich. Der Anbau von Boskoop Äpfeln ist aufwändig, aber der Apfel ist bei den Konsumenten sehr beliebt. Die Grundfarbe des Apfels ist grünrot bis rot, manchmal sieht er etwas „rostig“ aus. Durch gute Lagerung wird der Boskoop mürbe.
Jonagold
Ein aromatischer und süß-saurer Apfel. Seine Schale ist goldgelb und kann sich bis ins dunkelrote wandeln. Der Apfel hat viel Vitamin C!
Idared
Kommt aus Nordamerika und wird dort gerne zu Mus verarbeitet. Das Fruchtfleisch ist fein säuerlich, der Biss fest.
Gala
Neuseeland ist die Heimat dieses Apfels. Sein Aussehen ist gelb mit leuchtend roten Bäckchen. Dieser Apfel schmeckt am besten frisch.
Jonathan
Leuchtend rote Bäckchen und eine gelblich grüner Schale. Die Heimat ist Italien und auch Ungarn. Der Apfel ist sehr fruchtig und zum Schmausen wie Mus oder Kompott geeignet.
Elstar
Einst war er ein Golden Delicious, bis er vor etwa 50 Jahren zum Elstar gewandelt wurde. Der Elstar wird in Deutschland mit am meisten angebaut, denn sein fruchtiger Geschmack und knackiger Biss sind sehr beliebt.
Braeburn
Auch ein Zufallsprodukt. Der Braeburn stammt aus Neuseelang, der ist sehr knackig, süß im Geschmack und mit viel Vitamin C.
Gesundheit
Äpfel enthalten mehr als 30 verschiedene Mineralstoffe und Spurenelemente und zudem wichtige Vitamine. Kleinere Äpfel sind dabei vitaminreicher, als die großen. 70 % der Vitamine sowie wertvolle ungesättigte Fettsäuren, Magnesium und Eisen finden sich in der Schale. Deswegen sind ökologisch angebaute Äpfel so beliebt. Die Fruchtsäuren des Apfels helfen die Zähne rein zu halten und seine Säure ist ein natürliches Mittel gegen Rheuma oder Gicht. Der hohe Ballaststoffanteil ist quellfähig, regt die Verdauung an und macht schnell satt. Für Kinder und Säuglinge ist ein geriebener Apfel ein altbewährtes Mittel gegen Durchfall.
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