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...   Erstellt am 12.03.2008 - 20:49Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ägyptische Astrologie




Das alte Ägypten gilt aus gutem Grund als eine der bedeutenden Hochkulturen der Erde.Das bezieht sich nicht nur auf äußere Hinterlassenschaften wie Pyramiden und Tempel sondern auch auf das spirituelle Wissen.Dabei spielte die Sterndeutung eine wichtige Rolle.Die altägyptische Astrologie basierte auf einem anderen System als die abendländische.Es gab beispielsweise keinen Tierkreis als Grundlage für die Deutung.
Der ägyptischen Weltanschauung lag ein zyklischen Denken zugrunde.Das innere und äußere Leben orientierte sich an immer wiederkehrenden Perioden.Die wichtigste war der scheinbare Lauf der Sonne um die Erde.Das ägyptische Jahr bestand aus 360 Tagen die in drei Jahreszeiten unterteilt waren.Neujahr wurde gefeiert wenn der Nil über die Fluten trat.Das war nach dem ältesten Kalender der 19 Juli.Gleichzeitig fiel es mit dem Aufgang des Sirius zusammen dem hellsten Fixstern der nördlichen Hemisphäre der für die Ägypter eine besondere Bedeutung hatte.Damit begann die erste Jahreszeit die Periode der Flut die bis zum 18.November dauerte.Darauf folgte bis zum 18.März die Periode der Vegetation und schließlich die Zeit der Ernte bis zum Ende des ägyptischen Jahres.Das Jahr wurde außerdem in 12 Monate mit je 30 sowie 36 Dekane mit je 10 Tagen unterteilt.Über letztere herrschten 36 Dekangottheiten die als Personifizierung von Zeit und Raum galten.den ägyptischen Astronomen war bekannt das der scheinbare Sonnenumlauf fünf Tage länger dauert.Um die Differenz auszugleichen führten sie fünf Schalttage ein die nach den wichtigen Gottheiten Horus,Isis,Osiris,Nephthys und Seth benannten.Im laufe der Zeit erkannten sie schließlich am sich verändernden Aufgang des Sirius das die fünf Tage nicht ausreichten.Diese Einsicht hatte jedoch keine praktischen Konsequenzen.sie hielten bis zur Antike an der vertrauten Zeiteinteilung fest.
Der kleinste Zyklus war der Tag die Drehung der Erde um ihre eigene Achse.Es gab einen Tag und eine Nachtepoche von jeweils zwölf Stunden die - wie die Dekane - einer bestimmten Gottheit zugeordnet waren.Unter babylonischem Einfluss wurden daraus Zwölf Doppelstunden.
Die Gottheiten der Dekane sowie der Tag und Nachtperiode waren mit bestimmten Themen oder Energien verbunden.
Diese Zuordnung bildete ein wichtiges Element in der Sterndeutung.Sie war die Grundlage für Prognosen und Orakel denn es war die Aufgabe der Sternkundigen die Energien zu deuten.Gestützt auf die Erfahrung konnten sie Aussagen treffen welches Unternehmen zu welcher Zeit begünstigt war oder wo Schwierigkeiten zu erwarten waren. Die periodische Unterteilung zeigt auch eine individuelle Ausprägung der Astrologie wie sie in vielen frühen Kulturen nicht immer gegeben war.Durch den stündlichen Wechsel der 24 Tagesherrscher die in gewisser Weise mit dem Aszendenten vergleichen werden können,sowie den zehntägigen Wechsel der Dekanherrscher vergleichbar den Tierkreiszeichen waren selbst in kurzen Zeitabständen zahlreiche Kombinationen möglich.
Die hierarchische Gesellschaft beschränkte die astrologische Deutung jedoch auf die politische und religiöse Führung.Als Vermittler der Götter sowie als Repräsentanten des Staates schlechthin war es nur ihnen vorbehalten an diesem Wissen Anteil zu haben.Die meisten Prognosen und Orakel befassten sich ohnehin mit gesellschaftlichen Ereignissen.
Nicht nur der Zyklus und die Qualität der Zeit prägten die altägyptische Astrologie.
Auch der Himmel selbst galt als Spiegelbild der Erde. Die Ägypter sahen in allen Himmelserscheinungen ihre Gottheiten.
Nut,die Himmelsgöttin bildetet das Firmament auf dem Re der Sonnengott seine ewige Bahn zog.Schu der Gott des Raumes und der Atmosphäre sowie seine Zwillingsschwester Tefnut die Göttin der Feuchtigkeit verbanden das Himmelsgewölbe mit der Erde die wiederum von dem Gott Geb beherrscht wurde dem männlichen Gegenpol zu Nut.
Geb und Nut stammten aus der Verbindung von Schu und Tefnut.
Der Lauf der Sonne sowie der anderen Gestirne über das Firmament wurde von den ägyptischen Astronomen genau beobachtet.Dabei spielten nicht nur die Planeten und Fixsterne der Sonnenbahn eine Rolle sondern auch andere auffällige Fixsterne wie der erwähnte Sirius.Da in allen Gestirnen die Götter gesehen wurden war das Schauspiel am Himmel der äußere Ausdruck für das Göttliche Walten.
Der Lauf der Gestirne schuf auch die Verbindung zum Zyklus und zur Qualität der Zeit.Die Ägypter glaubten das die Himmelsgötter auf den Stationen ihrer ewigen Bahnen ihre Energien verteilten die jeden Teil des Firmaments prägten.Unter den Gestirnen nahm die Sonne im Laufe der Zeit die zentrale Stellung ein.Mehr als in anderen Kulturen dominierte sie die Astrologie sowie die gesamte Weltanschauung.Der Pharao als oberster Herrscher galt als direkter Abkomme des Sonnengottes.Darüber hinaus waren die Ägypter vermutlich das erste Volk das einen reinen Sonnenkalender benutzte.







(Quelle,Daniela Weise,Klemens Ludwig,das große Lexikon der Astrologie)





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