indygirl 

Status: Offline Registriert seit: 18.09.2004 Beiträge: 4 Nachricht senden | Erstellt am 17.11.2005 - 19:52 |  |
Liebe Forumsmitglieder,
ich bin Adoptivmutter eines 7jährigen Mädchens, das mein Mann und ich im Alter von zwei Monaten in Nepal adoptiert haben. Durch meinen Beruf als Filmproduzentin habe ich in den vergangenen Jahren mehrfach die Möglichkeit gehabt, das Thema ‚Adoption' aus den verschiedenen Blickwinkeln filmisch zu bearbeiten. Vielleicht kennen einige von Euch die dabei entstandenen Filmdokumentationen, die alle im ZDF in der Sendereihe 37Grad ausgestrahlt wurden (1. Alles aus Liebe – Von Frauen, die ihr Kind weggeben 2. Deutschland ohne Rückfahrkarte – Reise zu fremden Eltern 3. Immer diese Sehnsucht – Adoptierte Kinder suchen ihre Mutter).
Nun arbeite ich an meiner vierten Filmdokumentation, die den vorläufigen Arbeitstitel ‚Mama Nr. 35 – Warum hast Du mich zur Adoption gegeben?' trägt. Auch dieser Film wird wieder für die ZDF-Reihe 37Grad sein. Für diese Sendung, die jeden Dienstag um 22.15 Uhr ausgestrahlt wird, suche ich 1-2 Adoptierte, um sie bei Ihrer Suche nach ihren Wurzeln mit der Kamera zu begleiten.
Vielleicht erst einmal einige nähere Informationen zu 37GRAD: Wer die Sendung kennt, weiß, das es weder eine Talkshow, noch eine voyeuristische Vorführsendung oder Ähnliches ist. Hier werden seit über zehn Jahren Menschen porträtiert, die aus den unterschiedlichsten Gründen besondere Schicksale meistern, unter besonderen Herausforderungen stehen und besondere Brüche oder Ereignisse in ihrer Geschichte haben. Filme, die auf eine einfühlsame und immer wertschätzende und respektierende Art gemacht sind.
In meinem 30minütigen Film, der im Frühjahr 2006 ausgestrahlt werden soll möchte ich mindestens eine(n) Adoptierte (n) auf ihrer/seiner (vielleicht ersten?) Reise in das Geburtsland mit der Kamera begleiten. Ich möchte im Rahmen dieser Filmdokumentation herausarbeiten, was es bedeutet, im Ausland adoptiert worden und in Deutschland aufgewachsen zu sein. ‚Welche Gefühle werden den „doppelten Eltern" entgegengebracht?" ‚Wann und wie begann die Suche nach den eigenen Wurzeln?' ‚Welchen Stellenwert hatten die leiblichen Eltern während der Kindheit und heute?' ‚Welche Folgen könnte eine Begegnung mit den leiblichen Eltern haben?' ‚Gibt es einen moralischen Druck, aus Dankbarkeit oder/und Schuldgefühlen gegenüber den Adoptiveltern lieber nicht über die eigene Situation zu sprechen geschweige denn auf die Suche nach den Wurzeln zu gehen?' Nur einige von vielen weiteren Fragen....
Die Kamera soll auch die Adoptiveltern zeigen, deren Angst ihre Kinder zu verlieren oft so stark ist, dass sie die Suche nach den leiblichen Eltern nur wenig unterstützen. Denn die Verlockung ihr Kind im Geist zum leiblichen Kind zu machen ist oft groß. Auch die Angst vor der schmerzlichen Konfrontation mit der eigenen Unfruchtbarkeit. Insgesamt soll neben den bereits angesprochenen Aspekten am Beispiel der Geschichte meiner Protagonisten deutlich werden, wie wichtig es ist, so viel wie möglich über die eigenen Wurzeln zu erfahren.
Ich suche also Protagonisten, die nicht nur den Mut finden, sich ihrer Geschichte offen und ehrlich zu stellen, sondern diesen Prozess auch von unserer Kamera begleiten lassen. Gerade als Adoptivmutter ist mir natürlich bewusst, das dies alles andere als ein leichter Schritt ist. Vielleicht konnte ich mit dem hier Geschilderten ja trotzdem Euer Interesse wecken? Wenn ja, würde ich mich freuen, wenn Ihr Euch ganz unverbindlich mit mir in Verbindung setzt. Meine Telefonnummer: 06136/959696, oder per Mail: info@fivipro.de
Ich freue mich, von Euch zu hören!
Bis dahin, herzlichen Gruß, Tina Radke-Gerlach
Signatur http://indygirl.homepageprogramme.com |