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Kommodore ...
10 Liter Wein
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...   Erstellt am 04.08.2006 - 18:52Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo,

meine beiden ersten Versuche waren folgende:

am 21.07. 10 l Johannisbeerwein mit 3 kg Johannisbeeren und 2,5 kg Zucker angesetzt (sowie die restlichen Zutaten lt. Rezept)

am 24.07. 10l Kirsch-Met mit 5 l Kirsch-Nektar, 2 kg Waldhonig, 1l Apfelsaft (Gärstarter), 5 Äpfel und 1,5 l Wasser angesetzt (restliche Zutaten lt. Rezept, Säure noch nicht eingestellt). Am 30.07. und am 02.08. habe ich dann jeweils noch mal 0,5 kg Honig dazu gegeben.

Zu meinem Problem. Beide Weine schmecken einfach nur nach schlechtem, vergorenem Saft! Mein Vinometer zeigt bei beiden Weinen etwa 16% an. Ich weiß nun nicht, ob ich noch nachzuckern oder irgendetwas anderes tun soll. Beide Weine blubbern etwa noch alle 40 Sekunden. Beim Johannisbeerwein schmeckt man den Fruchtgeschmack noch etwas heraus. Der Kirsch-Met schmeckt aber einfach nur vergoren. Zum derzeitigen Zeitpunkt würde ich sagen, beide Weine sind ungenießbar. Meine Freundin will schon gar nicht mal mehr kosten.

Was soll ich also tun?





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fibroin ...
1000 Liter Wein
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...   Erstellt am 04.08.2006 - 19:08Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Grundsätzlich, junge Weine schmecken schon mal garnicht nach dem Endprodukt. Erst bei einiger Erfahrung kann man sagen, dass der Wein auf dem richtigen Weg ist.

Allerdings habe ich zu deinem Problem einige Fragen.
Welche Rezepte sind gemeint?

3 kg Johannisbeeren sind knapp für 10 l. Dann ist viel Zucker zum Gärstart darin. Der Wein gärt dann so endlos. Da er noch gärt, ist noch Zucker drin und der verfälscht das Alkoholmeßergebnis.

Hast du Saft- oder Maischegärung gemacht?

Ist die Maische dann schon abgepresst?

Dein Nichtschmeckproblem kenne ich eigentlich nicht.





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Wenn du dich wohlfühlst, mache dir keine Sorgen. Das geht wieder vorbei.

Kommodore ...
10 Liter Wein
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...   Erstellt am 04.08.2006 - 19:27Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Mit Rezept meine ich eigentlich die Rezepte der zum Forum gehörenden Homepage (fruchtwein.de, fruchtweinkeller.de, honigweinkeller.de). Für den Johannisbeerwein habe ich mich aber eher an das Rezept der Vina "Most & Wein-Fibel" gehalten. Dort werden für 10 l Wein 3 kg Beeren sowie für Tischwein 1,5 kg Zucker bzw. für Dessertwein 2,5 kg Zucker empfohlen.

In beiden Rezepten wird eine Saftgärung empfohlen. Und genau so wie es im Rezept der Homepage steht habe ich es auch gemacht.





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Fruchtweinkeller ...
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...   Erstellt am 04.08.2006 - 20:02Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Das der Kirsch-Met nicht fruchtig schmeckt wundert mich nicht. Wir empfehlen in unserem Rezept 4 kg Sauerkirschen auf 10 L Volumen, per Maische vergoren. Du hast 5 L Kirschnektar verwendet, bei einem geschätzten Fruchtgehalt von etwa 50% entspricht das nur 2,5 L Kirschen. Zweitens wurde der Saft erhitzt, eventuell zur Saftgewinnung, aber ganz sicher zur Pasteurisierung. Dabei gehen die feinen Aromen verloren.

Außerdem hat Waldhonig oft einen harzig-rauen Eigengeschmack. Das kann einen sehr guten reinen Met ergeben, passt aber meiner Meinung nach nicht so gut zu Früchten. Entsprechend fällt auch unsere Honigsortenempfehlung bei den Rezepten aus.

Der Johannisbeergehalt ist gering, wir empfehlen 4 kg auf 10 L Wein. Ist der Wein noch hefetrüb überdeckt der Geschmack des Trubs das Fruchtaroma umso leichter.

In dieser Gärphase schmecken die wenigsten Weine wirklich lecker. Da hilft nur eines: Weitermachen und das Endprodukt beurteilen.





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Jede Null verzehnfacht das Problem.
(Graf Fito)
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Kommodore ...
10 Liter Wein
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...   Erstellt am 04.08.2006 - 20:12Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Und soll ich nun noch nachzuckern oder nicht?

Und wann kann ich die Gärung als beendet betrachten? Bei einem "Blubb" pro Minute, aller 2 Minuten, aller 5 Minuten oder darf es gar nicht mehr blubbern?

Durch die 5 zerriebenen Äpfel schwimmen in dem Kirsch-Met eine Menge Trubstoffe herum. Muss ich diese gesondert aussieben oder fallen diese nach der Gärung (genau wie die Hefe) einfach zu Boden?





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Birgit ...
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...   Erstellt am 04.08.2006 - 20:29Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Die Gärung ist zu Ende, wenn ein deutlicher Restzuckergehalt 7-14 Tage stabil ist und nicht mehr abgebaut wird.
Apfelstücke sinken nach einer beendeten Gärung nach unten. Mitunter bilden sich Gaspolster unter den Stücken, dann muß man den Ballon ruckartig drehen. Man kann auch dazwischen abziehen.

Gruß Birgit





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Aus dem Feuerquell des Weines, aus dem Zaubergrund des Bechers,
sprudelt Gift und süße Labung, sprudelt Süßes und Gemeines;
nach dem eig'nen Wert des Zechers, nach des Trinkenden Begabung! (Friedrich von Bodenstedt)

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Josef ...
1000 Liter Wein
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...   Erstellt am 04.08.2006 - 20:57Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo Kommodore
Eigentlich ist schon alles gesagt.
Ich rate dir nicht aufzugeben. Es ist als Anfänger bitter, wenn man 2 Ansätze gemacht hat und es scheint keiner käme am Ausguss vorbei, selbst die Freundin möchte schon nicht mehr kosten.
Glaube, mir ist es mal ähnlich ergangen.
Selbst wenn der Frucht, oder Honiganteil hätte anders sein können, sehe ich keine schwerwiegenden Fehler. mach weiter, bau den Wein weiter aus, du wirst es nicht bereuen.
Nimm einmal ein Glas von deinem Wein und rühre 1/2 Teelöffel Zucker hinein, du wirst dich wundern wie er sich verändert. Und wenn er fertig ist wird er noch mal besser.
Beim nächsten Ansatz ein paar kleine Veränderungen und du hast einen perfekten Fruchtwein




Kommodore ...
10 Liter Wein
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...   Erstellt am 04.08.2006 - 21:50Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Sorry, aber AUSGUSS?!? Ich bin mir keines größeren Fehlers bewusst. Warum sollte ich den Wein nun wegschütten? Als ich mich vor dem Ansetzen etwas im Bekannten- und Verwandtenkreis umhörte, meinte alle in etwa "einfach zusammenschütten und ein Jahr warten". Von Reinzuchthefe, Hefenährsalz, Schwefel, Oechslewaage oder Acidometer hatten die meisten noch nie etwas gehört und trotzdem ist deren Wein auch was geworden!

Und nochmals sorry, aber ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass der Wein nichts wird weil ich nur 3 anstatt 4 kg Beeren genommen habe.

Ich hab jetzt einfach mal 150 g Zucker in jeden Ansatz getan und schaue mal, wie es sich weiter entwickelt. Ich glaub, ich bin wohl etwas zu ungeduldig. Wie lange braucht denn ein Wein so Pi mal Daumen bis er zu Ende gegoren ist?





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Heiner 
100 Liter Wein
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...   Erstellt am 04.08.2006 - 22:07Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Gärung ein bis zwei Monate.
Selbstklärung bis zu einem halben Jahr.
Dann kann man schon erkennen wie der Wein wird.
Am besten dann noch ein Jahr einlagern, was bei deinem
ersten Wein wohl entfallen wird.





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Catwiesel ...
500 Liter Wein
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...   Erstellt am 04.08.2006 - 22:23Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Kommodore schrieb

    Sorry, aber AUSGUSS?!? Ich bin mir keines größeren Fehlers bewusst. Warum sollte ich den Wein nun wegschütten? ... Wie lange braucht denn ein Wein so Pi mal Daumen bis er zu Ende gegoren ist?


Nein nein, nich wegschütten. Ich glaube was gemeint war ist "selbst wenn du nich alles perfekt gemacht hast, mach den wein fertig und probier dann ob er schmeckt oder schmackhaft gemacht werden kann (zucker/säure gabe) und nicht entmutigen lassen selbst wenn der oder ein anderer ansatz nichts wird und weggeschüttet werden muss"
also auch wenn du nich perfekt angefangen hast mit deinem wein nun und er auch zb zu unfruchtig is muss er ja nich schlecht werden. aber wirklich probieren und fertig machen kannst ihn nur wenn die gärung beendet und der hefesatz vom wein getrennt wurde.

wobei ein bissi geduld muss man schon mitbringen. die zeit der gärung is natürlich von äusseren umständen abhängig (temperatur, hefe sorte, zucker verfügbar) aber solltest schon in wochen wenn nich monaten rechnen. und wie es halt so is schmeckt das meisste dann auch erst noch richtig gut wenn es eine zeitlang lagert. also teoretisch^^ nochmal warten.
die gärung von bieren ist relativ schnell vorbei (max 10tage) aber auch die müssen dann nochmal 6-8 wochen in den keller (bei den heimbierkits auch um nochmal zu gären und kohlensäure ins getränk zu bekommen) also definitiv warten.
im honigweinkeller gibt es ein rezept für 96h-met. das is das schnellste wein-getränk das ich von hier kenne (keine garantie, kenne nich alles), das kannste ja beim nächstenmal versuchen und relativ schnelles ergebnis erzielen wobei wie auch dransteht eher weniger alk zb drin is.
also schnelle ergebnisse und gute alkoholische getränke machen passt meines eindruckes nach nich zusammen

gruss

Catwiesel

[Dieser Beitrag wurde am 05.08.2006 - 02:04 von Catwiesel aktualisiert]





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Wein, Weib und Gesang
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