ForumNewsMitgliederSuchenRegistrierenMember LoginKostenloses Forum!


Neuer Thread ...
More : [1] [2] [3] [4]


ErstellerThema » Beitrag als Abo bestellenThread schließen Thread verschieben Festpinnen Druckansicht Thread löschen

DelFina18 ...
~Kraine no Aikosha~
...............

...

Status: Offline
Registriert seit: 17.03.2007
Beiträge: 246
Nachricht senden
...   Erstellt am 24.03.2008 - 14:15Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


~°~°~°~°~°~°~°~°~°~°~Kapitel 21: Tag 3 in Nyhaim, Teil 6~°~°~°~°~°~°~°~°~°~°~

Asgard, Stadt der Ruinen. Wie immer wehte hier ein recht starker Wind. Lilia war froh, dass sie wenigstens keine Probleme mit ihren Haaren hatte. Lange Haare wären bei diesem Wind eine Plage gewesen, aber ihre kurzen rosa Haare waren perfekt für diese Stadt.
„Hmm… Wo ist hier das Revier…?“, fragte Lilia leise. „Ah, da vorne.“
Sie betrat das Revier, das nicht sehr viel größer als das in Nyhaim war. Ein Mann mit fettem Schnurrbart saß an einem Schreibtisch und las gelangweilt irgendwelche Akten durch.
„Entschuldigung. Ich bin Kommissarin Lilia Haitor und ich ermittle in einem Fall von Diebstahl. Der vermutliche Dieb heißt Keith Hiarie. Ich habe gehört, dass er hier einmal gefangen genommen wurde. Gibt es noch irgendwelche Akten zu ihm?“
„Keith Hiarie…“ Der Mann nickte nachdenklich an seinem Kaffee. „Natürlich gibt es noch Akten zu ihm. Einen Moment.“ Er stand mühsam auf und verschwand in einem Hinterzimmer, nur um kurz darauf wieder mit einem Stapel voller Aktenordner zurückzukommen. „Bitteschön. Wühlen Sie sich durch.“
„Danke.“
Wühlen Sie sich durch, wie freundlich von ihm…, dachte Lilia und überflog ein paar Papiere.
Es gab eine Liste von Taten, die er begangen haben sollte, den Befehl zur Festnahme, seine Entlassungspapiere und persönliche Daten.
Er war vor dreißig Jahren geboren, wo, wusste man nicht. Auch, wo er aufgewachsen war, stand dort nicht, aber das interessierte Lilia auch nicht besonders. Er hatte noch eine Schwester, namens Kiya Hiarie, die elf Jahre jünger war als Keith und ebenfalls schon durch mehrere kleinere Diebstähle aufgefallen war.
Vor ungefähr fünfzehn Jahren war er das erste Mal auffällig geworden, konnte aber nicht geschnappt werden. Danach waren seine Diebstähle immer häufiger geworden, bis sie vor zehn Jahren etwas abgenommen hatten. Zu diesem Zeitpunkt hatte er anscheinend seine Frau kennen gelernt, R. Hiarie. Wie sie mit Mädchennamen geheißen hatte, war unbekannt. Nachdem sie geheiratet hatten, bekamen sie einen Sohn namens X. Hiarie.
Es wurde angenommen, dass Keith Hiarie das erste Mal etwas für sich selber gestohlen hatte, als er seine Frau geheiratet hatte, nämlich die Krone der Erde, die bis heute noch verschwunden war.
Als er endlich geschnappt werden konnte, wegen eines kleineren Diebstahls, wurde ihm auch dies zur Last gelegt und er gestand, dass er dieses wertvolle Artefakt gestohlen hatte.
Nachdem er drei Jahre im Gefängnis war, wurde er schließlich wegen guter Führung entlassen. Danach hatte man nichts mehr von ihm gehört.
Lilia hatte also nichts Neues beziehungsweise Interessantes herausgefunden. Nicht einmal der Name seiner Frau und seines Sohnes waren vollständig angegeben. Das war schon ein wenig frustrierend.
„Wissen Sie noch, wie Keiths Frau mit ganzem Namen hieß?“, fragte Lilia den Mann hinterm Schreibtisch.
„Nee, keine Ahnung“, sagte er. „Aber ich kann mich noch an so einen komischen Freund von ihm erinnern. Er hieß Dyn Reyja. Keine Ahnung, warum ich mir den Namen merken konnte. Womöglich, weil der Kerl hier in der Nähe wohnt.“
„Er wohnt hier?“
„Ja, nur ein paar Häuser entfernt.“
„Danke. Das hilft mir weiter“, sagte Lilia und verließ das Revier, um nach Dyn Reyja zu suchen.

~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~

„Lasst uns eine Pause machen“, bat Yuan erschöpft.
Kratos nickte. „Das wäre vielleicht besser. Im nächsten Raum erwartet uns bestimmt wieder ein Kampf. Wir sollten ausgeruht sein.“
Sie setzten sich auf den Boden des Gangs und lehnten sich an die Wand an.
Auf einmal hörten sie Magenknurren.
„Ich habe Hunger…“, meinte Yuan.
„Man hört’s. Willst du Kekse?“, fragte Genis und holte welche aus seiner Jackentasche hervor.
Yuans Augen leuchteten. „Her damit!“ Genüsslich aß er die Kekse und meinte: „Hmm… Die sind lecker!“
„Die hat Raine gebacken. Wenn ich mich nicht irre, sind die noch von Silvester“, sagte Genis grinsend.
Yuan hustete. „Wie bitte?! Und du gibst mir so einen alten Kram?!“
Genis zuckte mit den Schultern. „Ich dachte, du hättest Hunger.“
„Mir ist gerade der Appetit vergangen…“, murmelte Yuan.
„Wie lange, denkt ihr, sind wir jetzt schon hier unten?“, fragte Xai.
„Ein paar Stunden vielleicht“, antwortete Yuan.
„Es kommt mir vor wie eine Ewigkeit, seit ich das Tageslicht gesehen habe…“, flüsterte Presea.
„Ich denke, das geht uns allen so. Wir können nur hoffen, dass wir hier bald rauskommen. Wenigstens scheinen wir hier richtig zu sein. Dafür sprechen diese merkwürdigen Scheiben“, sagte Kratos und betrachtete die beiden schwarzen Scheiben nachdenklich. „Hmm… Das Material könnte Obsidian sein… Ja, ich bin mir sicher. Aber die Symbole… Die sind aus einem anderen Material… Ich habe das Gefühl, dass es magisch ist…“
„Polycarbonat. Mich würde es ehrlich gesagt nicht verwundern“, meinte Yuan.
„Wenn sie magisch sind, können wir sie dann auch im Kampf benutzen?“, fragte Xai neugierig.
„Schon möglich“, erwiderte Kratos. „Seid ihr bereit, um weiter zu gehen?“
Alle nickten.
Dieser Gang schien etwas länger zu sein als die letzten beiden. Zudem schien er leicht bergauf zu gehen, was ihnen erst nach einer Weile auffiel.
„Hey, könnte das ein Zeichen dafür sein, dass wir uns dem Ende nähern?“, fragte Genis hoffnungsvoll.
„Das ist anzunehmen“, antwortete Regal.
Kurz darauf erreichten sie den nächsten Raum.
„Macht euch bereit“, sagte Kratos und zog sein Schwert, bevor er den Raum betrat und in der Dunkelheit verschwand.
„Kratos?“, fragte Xai nervös.
„Wir sollten ihm folgen“, meinte Genis und die Gruppe betrat ebenfalls den Raum, wo sie von der Finsternis verschluckt wurden.

~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~

Es war eisig kalt. Erst war es ihnen nicht aufgefallen, aber nach und nach hatte die drückende Wärme nachgelassen, bis es so kalt war, dass sie kleine Wölkchen ausatmeten.
„Hat jemand e-eine Ahnung, warum es a-auf einmal so k-k-kalt hier ist?“, fragte Sheena bibbernd.
„W-Wüsste ich auch zu gerne…“, gestand Zelos.
„Es ist schon merkwürdig… Wir sind in einem Regenwald, dort sollte es solch niedrigen Temperaturen nicht geben… Aber dieser Ort ist nicht normal. Vielleicht hängt es ja mit dem nächsten Rätsel zusammen“, vermutete Raine.
Sie betraten den nächsten Raum und Raines Vermutung bestätigte sich. Der Temperaturabsturz hatte etwas mit dem Raum zu tun.
In der Mitte des Raumes stand eine riesige Maschine, deren oberes Ende sich drehte und Schnee produzierte. Der Boden des Raumes war total vereist, die Tür, die zum nächsten Gang führte, eingefroren.
Wie sie es schon kannten, schloss sich die Tür wieder einmal hinter ihnen.
„W-Wir müssen diese Maschine ausschalten“, meinte Lloyd und wollte darauf zu gehen beziehungsweise schlittern, aber er rutschte aus und landete auf seinem Hintern. „Au…“ Er versuchte es noch einmal, aber er rutschte wieder aus.
Zelos wollte ihm aufhelfen, landete aber selber auf dem vereisten Boden.
„Seht euch das hier an“, sagte Raine, die ein komisches Gefährt mit Kufen entdeckt hatte. Es ähnelte einem Schlitten, schien aber einen eigenen Antrieb zu haben. „Was das wohl ist?“
„Vielleicht können wir damit das Eis überqueren“, sagte Kiya.
Raine sah sich das Gefährt genauestens von allen Seiten an und nickte dann. „Ich glaube, ich weiß, wie es funktioniert. Kommt her.“
Sie setzten sich alle auf den merkwürdigen Schlitten und nachdem Raine ein paar Knöpfe und Hebel betätigt hatte, setzte es sich in Bewegung. Sie fuhren geradeaus auf die Schneemaschine zu, fanden aber keinen Ausschalter.
„Es wäre ja auch zu leicht gewesen“, seufzte Sheena.
„Aber wie können wir sie dann ausschalten?“, fragte Lloyd.
„Vielleicht müssen wir wieder eine Frage beantworten?“, vermutete Colette.
Raine nickte. „Wahrscheinlich.“ Sie sah sich kurz um. „Ah, dahinten ist wieder so eine Tafel wie beim letzten Raum!“ Sie versuchte, den Schlitten dorthin zu lenken, aber es funktionierte nicht so ganz.
Sie konnten nur geradeaus und seitwärts fahren, nicht aber diagonal. Außerdem fuhr der Schlitten so lange, bis sie gegen etwas stießen.
„So wird das nichts. Wir müssen gucken, wo wir gegen stoßen müssen, um zur Tafel kommen zu können“, meinte Raine und sah sich den Raum genauer an.
Nach einer Weile hatten sie es endlich geschafft, zur Tafel zu kommen. (In einem Spiel wäre dieser Teil natürlich spannender gewesen… Ich kann’s nur leider schlecht beschreiben ^^“ Aber stellt euch einfach die Eisfläche im Tempel des Eises vor, so etwas Ähnliches ist das hier…)
„Ich bestehe aus mehreren einzelnen Teilen. Die Wärme ist mein Feind. Ab und zu fliege ich durch die Luft. Kinder spielen gern mit mir und oft benutzen sie mich, um andere zu ärgern. Was bin ich?“, las Kiya vor.
Lloyd blinzelte. „Wie sollen wir denn da drauf kommen?“
„Es ist nicht schwer, Lloyd. Überleg mal. ‚Die Wärme ist mein Feind.’ Was kannst du damit anfangen?“, fragte Raine.
„Ähm… Nun, es ist Schnee oder Eis?“, meinte Lloyd unsicher.
Raine nickte. „Und jetzt der Hinweis mit den Kindern. Was denkst du, wird es dann wohl sein? Du, Genis und Colette habt früher auch gerne damit ‚gespielt’.“
Lloyd dachte angestrengt nach. „Hmm… Etwas aus Schnee und Eis, das fliegen kann… Mit dem Kinder gerne spielen… Ah, ich hab’s!“
„Und?“, hakte Sheena nach.
„Es ist ein Schneemann, dem man Flügel baut! Er kann zwar nicht wirklich fliegen, aber…“
„Das glaube ich jetzt nicht…“, murmelte Raine ungläubig.
Zelos musste sich das Lachen verbeißen.
„Ach, nur ein Scherz! Ihr glaubt doch nicht wirklich, dass ich so dumm bin, oder? Es ist natürlich ein Schneeball“, sagte Lloyd grinsend.
Raine seufzte erleichtert aus. „Es ist also doch etwas in seinem Kopf…“, flüsterte sie.
„Hast du was gesagt?“, fragte Lloyd.
„Nein, nein“, sagte Raine schnell.
Im nächsten Moment hörten sie, wie die Maschine aufhörte sich zu drehen und Schnee zu produzieren. Es wurde wieder wärmer und das Eis schmolz. Bald standen sie wieder einmal im Wasser. Auch das Eis an der Tür war geschmolzen.
In dem Wasser vor der Tür fanden sie wieder einmal eine Scheibe, die wie die erste aussah, aber auf dieser war eine weißblaue Schneeflocke abgebildet.
„Ich frage mich langsam wirklich, wozu diese Scheiben gut sind…“, bemerkte Kiya.
„Ja… Vielleicht können wir sie im Kampf einsetzen. Während das äußere Material aus Obsidian besteht, ist das innere aus Polycarbonat, das, wie wir alle wissen, magische Kräfte hat. Also könnte man, wenn die interne Magie durch externe Magie in Gang gesetzt wird…“
Lloyd fiel Raine ins Wort: „Ich unterbreche dich ja nur äußerst ungern, Raine –“
Zelos räusperte sich und murmelte: „Äußerst ungern, natürlich…“
„ – aber wir sollten vielleicht weitergehen. Wenn diese Scheiben uns im Kampf nützen, werden wir das schon herausfinden. Falls wir überhaupt noch kämpfen müssen…“
Raine seufzte. „Schon gut, lasst uns weiter gehen…“





Signatur


Crynil, do rical nade;
Elran, do tilial nade;
Mina, ris fris antaras nideras ko offim desto;
Boli dyx strimur syrax windalk!

© by DelFina18



DelFina18 ...
~Kraine no Aikosha~
...............

...

Status: Offline
Registriert seit: 17.03.2007
Beiträge: 246
Nachricht senden
...   Erstellt am 25.03.2008 - 13:59Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


~°~°~°~°~°~°~°~°~°~°~Kapitel 22: Tag 3 in Nyhaim, Teil 7~°~°~°~°~°~°~°~°~°~°~

Lilia fragte eine alte Dame, wo sie Dyn Reyja finden konnte. Sie meinte, er wäre vermutlich bei der Ruinenplattform, um den Wind zu genießen.
Also begab sich Lilia dorthin und sah einen großen Mann mit schwarzgrünen kurzen Haaren, der einfach nur da stand und in die Ferne sah.
„Dyn Reyja?“, fragte Lilia.
Er drehte sich um. „Ja?“
„Ich hätte ein paar Fragen an Sie. Ich bin Kommissarin von Nyhaim und ermittle in einem Fall des Diebstahls. Es geht um Keith Hiarie.“
„Keith… Was wollen Sie wissen?“, fragte Dyn.
„Wo kann ich ihn finden?“
„Hmm… In einer versteckten Wüste namens Zilawe. In seinem Heimatdorf Surao.“ (Nicht wundern, der Arzt in Iselia hieß so mit Nachnamen XDDDD Aber das Surao ein kleines Dorf ist, wo Keith aufgewachsen ist, hab ich in WotM so gemacht, deswegen…)
„Surao… Wo liegt das?“
„Oh, selbst wenn ich es Ihnen sagen würde, es würde Ihnen nichts nützen. Einen toten Mann können Sie schließlich nicht befragen, oder?“
Lilia sah Dyn verwundert an. „Er ist… tot?“
„Ja. Er ist vor ein paar Monaten gestorben“, sagte Dyn.
„Das tut mir Leid…“, murmelte Lilia.
Dyn zog eine Augenbraue nach oben. „Wirklich? So wie ich das sehe, wollten Sie ihn doch sowieso nur hinter Gitter bringen.“
„Nein, das ist nicht wahr! Ich wollte nur wissen, wer ihn dazu beauftragt hat, etwas Bestimmtes zu stehlen…“
Dyn zuckte mit den Schultern. „Na gut. Aber wenn Ihnen jemand Leid tun sollte, dann Xai.“
„Xai?“ Irgendwie kam der Name Lilia bekannt vor.
„Keiths Sohn. Er sollte eigentlich seine Mutter aufsuchen, aber wer weiß, ob er sie gefunden hat.“
„Ich dachte, sein Sohn wäre entführt worden. Deswegen ist Keiths Frau doch auch weggezogen von hier“, meinte Lilia.
„Keith hat ihn wieder gefunden. Tja, wenn Raine hier gewartet hätte, hätte sie ihren Sohn bald wieder gehabt… Aber nein, sie musste ja wegziehen.“
„S-Sagten Sie Raine? Raine Sage?“, fragte Lilia überrascht.
„Ja. Kennen Sie sie?“
„Ja, sie ist meine Freundin… Sie hat bei mir in Palmacosta gearbeitet, bevor sie wegzog, um… um jemanden zu heiraten…“ Lilia dachte nach. „Ja, natürlich, dieser Kerl hieß Keith… Warum ist mir das nicht schon eher eingefallen? Und der Name Xai kam mir so bekannt vor, weil das ihr Sohn ist…“
„Also hat Xai Raine gefunden? Na, wenigstens etwas. Dann scheint ja jetzt alles in Ordnung zu sein.“
„Nichts ist in Ordnung!“, rief Lilia. „Raine und ihre Freunde spielen ein sehr gefährliches Spiel und sind jetzt in dessen Welt gelandet! Ich muss wissen, wer dieses Spiel nach Nyhaim gebracht hat! Ich muss wissen, wer es meinen Vorfahren vor so langer Zeit entwendet hat…“
Dyn kratzte sich am Kopf. „Es handelt sich dabei nicht zufällig… um das Spiel ‚Die antike Zivilisation’?“
„Sie kennen es?“, fragte Lilia verwundert.
Dyn nickte. „Keith hat mir damals davon erzählt, als er es stehlen sollte. Ihm war nicht wohl dabei, aber er hatte keine andere Wahl, da sein Sohn in Gefahr schwebte. Nur Pech für den Erpresser, dass er von dem Bestohlenen kurz nach dem Diebstahl ermordet wurde.“
„Dann wissen Sie auch, wer der Auftraggeber war und der Bestohlene?“
„Hmm… Der Bestohlene war Mithos Yggdrasill, der ja inzwischen auch nicht mehr unter uns weilt und der Auftraggeber war einer seiner Untergebenen, der an die Macht gelangen wollte“, erzählte Dyn.
„Mithos Yggdrasill also… Dann wird er es wohl auch meiner Familie damals gestohlen haben…“
„Alt genug wäre er dafür auf jeden Fall gewesen“, stimmte Dyn zu.
„Aber dann ist es trotzdem ganz allein Keiths Schuld, dass dieses Spiel jetzt in Nyhaim ist! Warum hat er es nicht einfach… zur Polizei gebracht?!“, regte sich Lilia auf.
„Immer mit der Ruhe, meine Liebe. Was hätten Sie denn an Keiths Stelle gemacht? Ich meine, er hatte gerade einen Diebstahl begangen und Yggdrasill hätte diese Information wohl kaum der Polizei vorenthalten. Keith musste das Spiel irgendwie verschwinden lassen, so dass Yggdrasill es nicht mitbekam. Daraufhin musste Keith ebenfalls von der Bildfläche verschwinden, damit Yggdrasill ihn nicht umbrachte. Aber ich schätze mal, es ist ihm nicht ganz gelungen.“
„Was wollen Sie damit sagen?“, fragte Lilia.
„Ich habe zwar keine Beweise dafür, aber ich bin mir sicher, dass Yggdrasill Keiths Tod zu verschulden hat. Er hat ihm irgendeine Substanz einflößen lassen, die ihn krank gemacht hat. Tja, zum Glück lebte Yggdrasill aber selber nicht mehr lange, weil er von Raine und ihren Freunden besiegt wurde. So bestand keine Gefahr mehr für Xai. Trotzdem bat Keith seinen Sohn, dass er Raine aufsuchte, weil er dort auf jeden Fall sicher war.“
Lilia seufzte. Ihr Schädel brummte, das waren doch ein wenig viele Informationen. „Und was mache ich jetzt? Ich kann Raine und ihren Freunden nicht helfen, ich kann niemanden hinter Gitter bringen…“
„Das Einzige, was wir tun können, ist das Spiel zu beobachten und dafür beten, dass sie es wieder lebend nach draußen schaffen“, sagte Dyn.
„Wir?“
Dyn nickte. „Ich habe Raine seit Jahren nicht mehr gesehen und auch Xai würde ich gerne wieder sehen, also… Außerdem habe ich nichts Besseres zu tun, als hier herumzustehen und in die Ferne zu blicken.“
Lilia lächelte. „Also gut.“
Sie ging die Treppe herunter und Dyn folgte ihr.
„Ach, Sie haben mir noch gar nicht ihren Namen verraten“, bemerkte Dyn.
„Ich heiße Lilia Haitor.“
„Freut mich, Miss Haitor“, sagte Dyn lächelnd.
Sie flogen nach Nyhaim und gingen ins Hotel, wo sie das Spielbrett beobachteten.

~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~

Es war so finster im Raum, dass man nicht einmal die Hand vor Augen sehen konnte. Wie sollten sie hier nur kämpfen?
„Ich sehe nichts!“, flüsterte Yuan.
Wenn man nichts sah, schüchterte das einen ganz schön ein, weswegen Yuan sich entschloss, lieber zu flüstern.
„Au! Irgendjemand ist mir auf den Fuß getreten!“, beschwerte sich Genis leise.
„Oh, ich glaube, das war ich, tut mir Leid“, entschuldigte sich Xai.
„Psst! Seid leise, ich höre etwas!“, schimpfte Kratos und lauschte.
Er hörte Flügelschlagen und einen leisen, hellen Ton, der durch den Raum schallte.
„Macht euch bereit, da kommt irgendetwas auf uns zu!“, sagte Kratos.
„Wie sollen wir hier kämpfen? Wie greifen uns doch eher noch selber a… Aaaaah!!!“, schrie Yuan, den etwas an der Schulter packte und ihn in die Luft hob, nur um ihn kurz darauf wieder fallen zu lassen. „Auuu… Was zum Teufel war das?!“
„Wir brauchen Licht!“, rief Genis. „Vielleicht kann ich mit Lightning ein wenig Licht erschaffen.“ Er fing also an zu zaubern.
„Ich versuche es mit Judgment“, meinte Kratos und fing ebenfalls an zu zaubern.
„Hey, wir haben doch noch die Fackeln, oder? Können wir die nicht benutzen?“, fragte Xai.
„Gute Idee. Hat jemand von euch Streichhölzer?“, fragte Regal.
Presea kramte in ihren Taschen und holte welche hervor. „Hoffentlich funktioniert das auch…“
Es war nicht ganz leicht, die Fackeln im Dunkeln anzuzünden, aber als der Raum kurzzeitig von Lightning und Judgment erhellt wurde, war es kein Problem mehr.
In diesem Moment erkannten sie auch, mit was für einem Monster sie es zu tun hatten. Es war eine riesige schwarzblaue Fledermaus, die ihren Mund weit aufriss und einer Reihe kleiner spitzer Zähne entblößte. Sie stieß einen Schrei aus, der so hoch war, dass nur das empfindliche Engelsgehör ihn wahrnehmen konnte. Die Fledermaus hatte zwar keine Augen, aber anhand der Schallwellen, die sie ausstieß und die wieder zurückgeworfen wurden, fand sie sich in der Dunkelheit bestens zurecht, im Gegensatz zu den Freunden.
Dafür mochte sie jegliche Art von Licht nicht und so war es nicht weiter verwunderlich, dass sie in dem kurzen Moment, in dem der Raum erhellt war, ins Trudeln geriet und sich erst wieder fing, als die Dunkelheit erneut wieder den Raum beherrschte.
Das einzige Licht, dass es jetzt noch gab, war das der Fackeln und deswegen flog die Fledermaus auch direkt darüber hinweg und versuchte sie, durch ihr Flügelschlagen auszumachen, was ihr letztendlich auch gelang.
„Genis, Yuan, wir müssen weiterhin unsere Magie einsetzen“, rief Kratos den beiden zu.
Sie nickten und konzentrierten sich auf ihre Magie. Kratos wollte ebenfalls anfangen zu zaubern, aber die Fledermaus flog auf ihn zu und warf ihn um, so dass ihm die beiden Scheiben aus der Tasche fielen. Aber er kam nicht dazu, sie wieder aufzuheben, da die Fledermaus ihn ununterbrochen attackierte und er ihre Angriffe so gut es ging abwehren musste.
Der Raum wurde von gleißender Helligkeit erfasst, als Genis’ Lightning direkt auf die Scheibe mit dem Blitzsymbol schoss. Auf einmal verwandelte die Scheibe sich wieder in das Einhorn, das sie zuvor besiegt hatten.
„Na wunderbar, jetzt haben wir noch einen Gegner!“, rief Yuan genervt.
Aber das Einhorn griff nicht sie an, sondern die Fledermaus. Blitze schossen auf diese hinab und brachten sie zu Boden, wo die Nahkämpfer es sofort attackierten. (Auch Xai, der sein Schwert natürlich wieder mitgenommen hatte ^^“)
Das Einhorn verschwand und die Fledermaus löste sich auf, um als schwarze Scheibe zurückzubleiben. Diese hatte in der Mitte eine dunkle Wolke abgebildet.
Sobald die Fledermaus besiegt war, verschwand die Dunkelheit.
„Wow, das war mal ein Kampf!“, rief Yuan fröhlich.
„Hey, du blutest ja“, bemerkte Presea und zeigte auf Yuans Schulter.
Yuan sah sie sich an und kippte fast in Ohnmacht. „Ich sterbe…“
„Unsinn“, seufzte Kratos. „Unglücklicherweise bin ich zu erschöpft, um dich zu heilen.“
„Und ich schätze, meine Heilkräfte reichen nicht aus“, bemerkte Yuan.
„Und Raine und Zelos sind auch nicht bei uns. Also wirst du wohl langsam verbluten müssen“, scherzte Genis grinsend.
„Ahh!!! Ich werde sterben!!!“, schrie Yuan panisch.
„Hmm…“, machte Xai nachdenklich. „Ich frage mich, ob…“ Er stellte sich vor Yuan hin und konzentrierte sich. Er hielt eine Hand über Yuans Schulter und kurz darauf schloss die Wunde sich.
Im nächsten Moment konnte man nicht einmal sehen, dass Yuan zuvor verwundet gewesen war.
„Wow, Xai, du kannst ja auch heilen!“, rief Genis verwundert.
„Muss ich von Mom geerbt haben“, meinte Xai grinsend.
„Gut zu wissen, dass wir noch einen Heiler in unserem Team haben“, sagte Kratos und klopfte Xai anerkennend auf den Rücken.
„Jetzt hat uns diese Scheibe doch geholfen“, bemerkte Presea.
„Ja. Anscheinend muss man die entsprechende Magie darauf anwenden und dann erscheint das Monster, das wir für diese Scheibe besiegt haben“, erwiderte Regal.
„Dieses Wissen kann uns noch nützlich sein“, meinte Yuan nickend.
Kratos betrachtete die Scheiben nachdenklich. „In jedem Raum hat uns bis jetzt ein Monster eines bestimmten Elements erwartet. Feuer, Blitz, Dunkelheit… Es gibt acht Elemente, das heißt fünf fehlen noch.“
„Denkt ihr, die andere Gruppe hat elementsspezifische Rätsel?“, fragte Genis.
„Das wäre möglich. Vielleicht bekommen sie nach jedem Rätsel auch solche Scheiben… Ich frage mich, ob sie nur für den Kampf gut sind oder ob sie noch einem anderen Zweck dienen…“, murmelte Kratos.
„So oder so, wir finden es nur heraus, wenn wir weiter gehen“, sagte Yuan.
Die anderen nickten und so gingen sie in den nächsten Gang, der wieder leicht bergauf ging.





Signatur


Crynil, do rical nade;
Elran, do tilial nade;
Mina, ris fris antaras nideras ko offim desto;
Boli dyx strimur syrax windalk!

© by DelFina18



DelFina18 ...
~Kraine no Aikosha~
...............

...

Status: Offline
Registriert seit: 17.03.2007
Beiträge: 246
Nachricht senden
...   Erstellt am 28.03.2008 - 14:40Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


(Nicht wundern, dass das Kap jetz etwas anders heißt, werd die Titel von Kap 17-22 auch noch ändern, wenn ich die Geschichte fertig hab und mich ans Korrigieren mach... Bzw. wenn ich die Kaps erreicht hab, wollt jetz egtl jeden Tag 1 Kap korrigieren...)

°~°~°~°~°~°~°~°~°~Kapitel 23: Die antike Zivilisation, Teil 7~°~°~°~°~°~°~°~°~°

Ein weiterer Gang, diesmal wieder einer ohne Fallen. Zumindest, so weit sie das bis jetzt beurteilen konnten. Nach der eisigen Kälte des vorigen Raumes war ihnen hier sofort wieder Wärme entgegen geschlagen, stärker als vorher.
„Ahh… Ich will wieder ins Hoteeheel…“, nörgelte Lloyd.
„Das möchten wir alle“, meinte Raine seufzend.
„Was würde ich jetzt für ein leckeres Eis geben…“, stöhnte Zelos.
„Oder für einen Sprung ins Schwimmbad…“, erwiderte Sheena.
„Mein Bett würde mir fürs Erste auch genügen“, meinte Kiya.
„Hoffentlich geht es Anna gut…“, murmelte Colette besorgt.
Raine seufzte. Sie alle wollten wieder zurück, aber Raine ahnte, dass dieses ‚Spiel’ noch längst nicht zu Ende war.
Sie erreichten den nächsten Raum, die Tür schloss sich wieder hinter ihnen, das alles kannten sie ja schon.
In diesem Raum war in der Mitte ein riesiger durchsichtiger Kristall. Über ihm klaffte in der Decke ein Loch und ließ Licht hinein scheinen, das von dem Kristall in verschiedene Richtungen geworfen wurde. Jeder Strahl hatte eine andere Farbe.
„Was sollen wir diesmal machen?“, fragte Lloyd stöhnend.
Raine sah sich weiter um und entdeckte mehrere kleinere Kristalle in verschiedenen Farben. Genauer gesagt hatten sie die Farben der verschiedenen Strahlen.
Auch auf der Tür, durch die sie gehen mussten, war ein Kristall, aber er war genau wie der große Kristall in der Mitte des Raumes farblos.
Raine ahnte, was sie tun mussten. „Wir müssen den großen Kristall so drehen, dass die Strahlen auf den richtigen Kristallen landen. Der rote Strahl auf dem roten Kristall, der blaue Strahl auf dem blauen Kristall und so weiter.“
„Und was nützt uns das?“, fragte Zelos.
Raine zuckte mit den Schultern. „Woher soll ich das wissen? Wir müssen es halt ausprobieren.“
Also drehten sie unter Kraftaufwand den Kristall so lange, bis die Strahlen auf die richtigen Kristalle trafen. Auf einmal wurde von der rechten Wand was auf die linke projiziert.
„Ah, die Frage“, stellte Kiya fest. „Ich erhelle die Nacht. Manchmal wird mein Weg durch die Wolken versperrt. Ich bin nur ein schwacher Abglanz eines größeren. Was bin ich?“
„Mondlicht“, sagte Sheena und kam Raine damit zuvor. Sie grinste, als der große Kristall sich oben leicht öffnete wie eine Blüte und in der Mitte, auf Höhe des Kristalls an der Tür, ebenfalls ein Loch erschien.
Anscheinend war ein Spiegel in dem Kristall, jedenfalls schoss ein Lichtstrahl jetzt direkt auf den Kristall in der Tür zu und öffnete sie.
Der Kristall an der Tür zersprang und hervor kam eine weitere Scheibe, diesmal mit Symbolen für Sonne und Mond, die das Licht darstellen sollten.
Raine hob sie auf und packte sie in ihre Tasche, zu den anderen beiden Scheiben.
„Und wieder ein Rätsel gelöst“, meinte Zelos fröhlich.
„Es wird langsam langweilig“, sagte Lloyd gähnend. „Bei den anderen ist es bestimmt spannender.“
„Jammer nicht rum!“, tadelte ihn Sheena und verpasste ihm eine Kopfnuss.
Raine dachte nach. Drei Scheiben. Drei verschiedene Elemente. Wasser, Eis, Licht. Da es acht Elemente gab, fehlten also noch fünf. Also standen ihnen noch fünf weitere Rätsel bevor.
Nein, so schnell würden sie dieses Spiel nicht verlassen können. Und wer wusste auch schon, was sie am Ende erwartete? Jedenfalls nichts Gutes, da war Raine sich sicher.
„Lasst uns weiter gehen“, sagte sie.

~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~

Verwundert sah sich die Gruppe um Kratos im Raum um. Sie hatten natürlich mit einem Monster gerechnet, stattdessen erwartete sie ein Raum, in dessen Mitte wieder einmal ein Streifen Lava war, nur an den Seiten waren Übergängen, aber diese konnte man auch nicht überqueren, weil aus den Wänden Feuerstrahlen schossen, die einen daran hinderten, zumindest, wenn man nicht gegrillt auf der anderen Seite ankommen wollte.
„Was soll das denn jetzt?“, fragte Yuan verwundert. „Ich dachte, wir würden hier kämpfen!“
Kratos sah sich im Raum um. „So wie es aussieht, müssen wir diesmal ein Rätsel lösen.“
„Was soll das denn?! Wir haben doch den ‚Weg des Körpers’ genommen, also den mit den Kämpfen!“, rief Yuan aufgebracht.
„Es ist anzunehmen, dass die andere Gruppe dafür auch einen Kampf haben. Wir müssen auf jeden Fall einen Weg finden, diese Feuerstrahlen auszuschalten“, erwiderte Kratos ruhig. „Schaut euch nach etwas um, dass uns helfen könnte.“
„Hier ist eine Tafel. Da steht: ‚Ich bin wie ein Berg und doch anders. Wenn ich wütend werde, rauche ich erst, verströme Asche und dann stoße ich mein heißes Inneres aus, das alles nieder wälzt, das in seinem Weg ist. Was bin ich?’“, las Xai vor.
„Das klingt nach einem Vulkan“, meinte Regal, woraufhin sich die Feuerstrahlen wieder in die Wände zurückzogen.
„Das war ja fast zu einfach“, bemerkte Yuan.
„Sei froh drum“, sagte Genis seufzend.
Auf einem der Überwege lag wieder eine Scheibe, diesmal war es allerdings eine mit den Buchstaben A, N, I, M, U und S und einem Flammensymbol.
Sie gingen zur anderen Seite rüber und wollten die Tür durchqueren, stellten aber verwundert fest, dass diese immer noch verschlossen war.
„Müssen wir noch etwas machen?“, fragte Genis verwirrt.
Als Antwort darauf erschien auf einmal der Hüter, der mit dröhnender Stimme verkündete: „Ihr müsst sie hier zurücklassen.“ Dabei zeigte er auf Presea. „Erst dann könnt ihr weiter.“
„Waaaaas?!“, schrie Genis empört. „Wir lassen sie doch nicht hier!“
„Oh, ich habe nicht gesagt, dass ihr sie hier an diesem Ort lassen müsst, ich werde sie mitnehmen“, korrigierte der Hüter.
„Und wohin? Was machst du dort mit ihr?“, fragte Regal.
„Das werdet ihr schon noch erfahren. Bis ihr den Tempel mit dem ‚Goldenen Speer’ erreicht habt, wird sie bei mir bleiben. Aber keine Angst, sie wird nicht lange allein bleiben. Jemand aus der anderen Gruppe wird ihr bald Gesellschaft leisten.“
„Warum Presea, warum nicht jemand anderes?“, fragte Genis.
„Weil sie vom Element Feuer ist“, antwortete der Hüter. „Nun, komm her, Presea.“
Presea ging auf den Hüter zu, aber Genis hielt sie zurück.
„Presea…“
„Es ist schon in Ordnung, Genis, er wird mir nichts tun“, meinte Presea.
Der Hüter nickte.
Genis war immer noch nicht begeistert davon, aber er ließ Presea gehen.
„Wenn ihr sie wieder bald im Team haben wollt, solltet ihr euch jetzt beeilen“, sagte der Hüter.
Nachdem sie Presea noch einen letzten Blick zugeworfen hatten, öffnete sich die Tür und sie gingen durch. Wieder einmal ging der Gang bergauf und bald befanden sie sich wieder im Freien, wo eine Sanfte Brise ihnen entgegenwehte. Sie standen am Fuß eines Berges und der Weg, den sie wohl nehmen mussten, führte über einen Pass zu dem Gipfel des Berges.
„Ich bin mir sicher, jetzt wird alles erträglicher“, bemerkte Yuan. „Nur hätte ich so gerne was zu essen…“
„Vielleicht findest du ja einen Vogel, den du erlegen kannst oder sonst ein Tier“, sagte Kratos genervt.
„Lasst uns weitergehen“, sagte Genis angespannt und ging voran.
Die anderen folgten ihm.

~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~

Im nächsten Raum fanden sie überall Wasserbecken, aber ihnen wurde durch nichts der Weg zur Tür versperrt.
„Was sollen wir hier machen?“, fragte Lloyd, als sie sich in der Mitte des Raumes befanden. „Ich sehe hier nirgendwo ein Schild mit einer Frage.“
Raine sah sich die Wasserbecken an. Sie fühlte sich unbehaglich, irgendetwas war hier.
Im nächsten Moment schoss etwas Riesiges aus einem der Wasserbecken heraus, flog über sie hinweg und verschwand wieder im nächsten.
Zelos landete erschrocken auf seinem Hinterteil. „Was zur heiligen Martel war DAS?!“
„Es… sah aus wie eine riesige Schlange…“, meinte Colette.
Eine Schlange? Ein TIER? Raine realisierte in einer Millisekunde, was hier vor sich ging und zog ihren Stab. „Schnell, macht euch bereit, wir müssen kämpfen!“
„W-Was?!“, fragte Sheena irritiert.
Auf einmal tauchte die Wasserschlange wieder auf. Diesmal sah sie die Eindringlinge eine Weile an, wie um zu entscheiden, wie sie sie am besten verspeisen konnte.
Sie hatte blau glitzernde Schuppen, an denen das Wasser herunter floss, grüne Augen, die die Gruppe listig ansah und eine Art lila Kamm, der sich über ihren ganzen Körper hinweg zog. Sie hatte vier spitze Zähne und Raine war sich ziemlich sicher, dass diese giftig waren.
„W-Wir müssen kämpfen?!“, fragte Lloyd begeistert. „Na endlich etwas Action!“
Kiya seufzte und zog ihr Schwert hervor.
Die Wasserschlange hatte sich endlich entschieden, anzugreifen und rauschte nun auf die Personen zu, die ihr am nächsten waren. Das waren die Nahkämpfer, zu denen Lloyd, Zelos und Kiya gehörten.
Raine, Colette und Sheena standen etwas weiter weg und zauberten beziehungsweise beschworen.
„Wir müssen herausfinden, was ihre Schwachstelle ist!“, rief Raine, nachdem sie ‚Ray’ auf die Wasserschlange gezaubert hatte.
„Ich rufe dich, komm, Volt!“, beschwor Sheena den Elementargeist des Blitzes.
Nachdem dieser die Wasserschlange elektrisiert hatte, zog diese sich in einem der Wasserbecken zurück.
„Blitz also“, meinte Kiya. „Nur zu blöd, dass sie sich in die Wasserbecken zurückgezogen hat. Jetzt wissen wir nicht, von wo sie angreifen wird.“
„Sheena, könntest du Celsius befehlen, die Wasserbecken einzufrieren?“, fragte Raine, die eine Idee hatte.
„Ja, schon, aber was…?“, wollte Sheena verwirrt fragen.
„Und dann könntest du Ifrit beschwören und ihm befehlen, das Eis zu schmelzen, oder?“
Sheena nickte.
„Und wenn du dann noch mal Volt beschwörst, sollte diese Wasserschlange am Ende sein“, sagte Raine.
Sheena grinste. „Gute Idee! So machen wir es uns zum Vorteil, dass sie sich zurückgezogen hat!“
Unglücklicherweise machte die Wasserschlange ihnen einen Strich durch die Rechnung, indem sie wieder auftauchte und Lloyd angriff. Sie verbiss sich in seiner Schulter und wirbelte ihn durch die Luft herum.
„Aaaahhh!!!“, schrie Lloyd.
„Lloyd!“, rief Colette besorgt.
„Verdammt!“ Sheena sah finster drein. „Wenn ich jetzt Volt beschwöre, röste ich Lloyd gleich mit.“
„Kiya, Zelos, ihr müsst versuchen, ihn irgendwie zu befreien!“, meinte Raine.
Die beiden nickten und griffen daraufhin die Wasserschlange an. Allerdings waren deren Schuppen so hart, dass sie keinen wirklichen Schaden anrichteten.
„Wenn sie sich jetzt wieder zurückzieht, haben wir ein riesiges Problem“, sagte Kiya besorgt.
Raine holte die Scheibe mit dem Lichtsymbol hervor. „Ich habe zwar keine Ahnung, was passieren wird, aber… Einen Versuch ist es wert, oder? Zelos, zaubere Judgment hier rauf!“ Sie schleuderte die Scheibe von sich weg, so dass sie scheppernd auf dem Boden landete.
„Woah, bist du dir sicher?“, fragte Zelos, der von der Wasserschlange abließ.
Raine nickte.
Während Zelos also ‚Judgment’ zauberte, half Colette nun Kiya und griff die Wasserschlange mit ihren Chakrams an. Auch Sheena schloss sich den beiden mit ihren magischen Karten an.
„Judgment!“, rief Zelos und die Lichtattacke traf genau die Scheibe.
Auf einmal schoss ein greller Lichtstrahl auf die Augen der Wasserschlange zu und blendete sie. Sie wand sich vor Qualen und ließ Lloyd fallen, der platschend in einem der Wasserbecken landete. Schnell fischten ihn die Freunde wieder daraus hervor, bevor er in seinem bewusstlosen Zustand noch ertrank. Die Wasserschlange zischte wütend und zog sich wieder in den Wasserbecken zurück.
„Jetzt, Sheena!“, befahl Raine und Sheena fing sofort an, Celsius zu beschwören.
„Ich rufe dich, komm, Celsius!“
Der Elementargeist des Eises erschien und gefror auf einen Befehl von Sheena hin die Wasserbecken.
„Ich rufe dich, komm, Ifrit!“, rief Sheena keuchend und der Elementargeist des Feuers erschien, um mit einer heftigen Explosion des Eis zu schmelzen, so dass es in alle Richtungen flog.
In manchen Eisstücken waren Teile der Wasserschlange. Als sie zu schmelzen begannen, merkten die Freunde allerdings, dass sich diese Teile immer noch bewegten.
„Okay, Sheena, wir brauchen anscheinend noch einmal Volt“, sagte Raine.
Sheena japste nach Luft. „Aber… das ist… der letzte… Elementargeist… Ich… rufe dich… komm… Volt!“
Nachdem die Reste der Wasserschlange noch einmal ordentlich elektrisiert wurden, löste sich die Wasserschlange endlich auf und wurde zu einer der Scheiben, die allerdings die Buchstaben C, O, R, P, U und S hatte und das Symbol eines Wassertropfens.
„Jetzt hatten wir einen Kampf… Das lässt darauf schließen, dass die andere Gruppe dafür ein Rätsel hatte. Das heißt, wir können jetzt höchstens noch vier Rätsel haben… Aber wenn wir wieder in so einer Ruine wie dieser landen… haben wir vielleicht auch noch einen Kampf… Also drei Rätsel…“, murmelte Raine nachdenklich.
„Lloyd!“, rief Colette besorgt und holte Raine damit wieder zurück in die Gegenwart.
Schnell rannte sie auf den Schwertkämpfer zu und kniete sich neben ihn. „Das haben wir gleich wieder, Colette, keine Sorge.“ Raine konzentrierte sich und zauberte ‚Recover’, um Lloyd zu entgiften. Danach verschloss sie mit ‚First Aid’ die Wunde an seiner Schulter und mit einer leichten Ohrfeige weckte sie ihn auf. „So gut wie neu.“ Sie stand ächzend wieder auf – dieser Bauch konnte manchmal echt ein Fluch sein – und geschockt stand sie da.
„Raine?“, fragte Sheena irritiert.
Raines Augen waren geweitet, eine Hand hielt sie auf ihrem Bauch, mit der anderen hielt sie sich an Kiya fest.
„Raine, was ist?“, fragte Kiya besorgt.
„Ich habe Magie eingesetzt…“, murmelte Raine erschrocken.
„Ja, und? Was ist daran so ungewöhnlich?“, wollte Zelos wissen.
„Versteht ihr denn nicht?! Ich bin schwanger! Ich darf keine Magie einsetzen!“ Raine brach in Tränen aus. „Was wird jetzt aus meinem Kind?!“
Kiya nahm Raine in die Arme. „Beruhige dich wieder, Raine. Ich bin mir sicher, deinem Kind geht es wunderbar.“
„Wenn es stirbt… Kratos wird mich hassen…“, murmelte Raine schluchzend.
„Unsinn, er wird dich nicht hassen! Jetzt reiß dich wieder zusammen, Raine!“, schimpfte Sheena.
Aber Raine schien sie nicht zu hören und murmelte weiterhin: „Es wird sterben… Es wird sterben… Kratos wird mich hassen…“
„Jetzt reicht’s!“, rief Kiya und verpasste Raine eine schellende Ohrfeige, damit sie wieder zur Besinnung kam. „Rede dir so was gar nicht erst ein, sonst wird es später womöglich noch wahr! Wir müssen jetzt weiter gehen und dieser Welt entkommen, ansonsten stirbt dein Kind auf jeden Fall und du mit ihm!“
Raine stand eine Weile schweigend da und die anderen beobachteten sie abwartend.
„Du hast Recht… Wenn ich mir so etwas erst einrede, passiert es erst recht. So ein wenig Magie wird schon nicht schaden.“ Sie wischte sich die Tränen weg und setzte ein Lächeln auf. „Danke.“
Kiya grinste. „Kein Problem. Jetzt sollten wir aber weiter gehen.“
Allerdings war die Tür noch verschlossen.
„Was soll der Kram jetzt?!“, fragte Lloyd aufgebracht. „Wir haben das Vieh doch besiegt!“
„Ihr könnt erst weiter, wenn ihr jemanden zurücklasst“, ertönte die Stimme des Hüters, der auf einmal hinter ihnen auftauchte.
„Jemanden zurücklassen? Wen?“, fragte Colette beunruhigt.
Der Hüter zeigte auf Raine. Alle sogen erschrocken die Luft ein. Kiya stellte sich schützend vor sie.
„Warum ausgerechnet Raine?!“
„Weil sie mit dem Wasser verbunden ist. Ihr braucht keine Angst haben, ich werde ihr nichts tun. Sie wird auch nicht allein sein. Jemand aus der anderen Gruppe wartet schon auf sie“, erzählte der Hüter.
„Wir können Raine nicht zurücklassen! Wie sollen wir ohne sie weiterkommen?! Sie ist die Einzige, die schwere Rätsel lösen kann!“, rief Lloyd.
„Genau!“, stimmte Zelos ihm zu.
Raine schüttelte den Kopf. „Ihr werdet das schon schaffen. Wenn ihr nur weiter kommt, wenn ich beim Hüter bleibe, dann…“ Sie ging auf den Hüter zu.
„Raine…“, murmelte Sheena.
„Es ist sowieso besser für mich. Diese ganze herum Rennerei ist bestimmt nicht gut für mich. Hier“, sagte Raine und warf Kiya die Tasche mit den Scheiben zu. „Ihr könnt sie bestimmt noch gebrauchen.“
Die Gruppe sah bedrückt zu Boden.
„Nun geht. Beeilt euch“, meinte Raine.
„Sie hat Recht. Je mehr ihr euch beeilt, desto eher habt ihr sie wieder im Team“, stimmte der Hüter zu.
Die Gruppe nickte und wandte sich zur Tür, die sich öffnete.
„Halt die Ohren steif, Raine“, sagte Kiya noch, bevor sie durch die Tür trat.
„Ihr auch…“, murmelte Raine.





Signatur


Crynil, do rical nade;
Elran, do tilial nade;
Mina, ris fris antaras nideras ko offim desto;
Boli dyx strimur syrax windalk!

© by DelFina18



DelFina18 ...
~Kraine no Aikosha~
...............

...

Status: Offline
Registriert seit: 17.03.2007
Beiträge: 246
Nachricht senden
...   Erstellt am 29.03.2008 - 13:18Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


(Das ganze hier ist mir mehr oder weniger spontan eingefallen... Die beiden Spezialkaps waren net geplant und das Ganze um Lilia egtl auch net XDDDD Dieses Kap und das zweite Spezialkap - weiß noch net, ob ich das direkt nach dem ersten Spezialkap mach oder ob ich dazwischen noch ein normales Kap packe - sind nicht unbedingt wichtig für die Story, aber wenn mans weglässt, versteht man später halt einiges nicht... Oder man wundert sich über gewisse Dinge, also sollte man es besser lesen XDDDD Außerdem find ich ist es ganz interessant und mal ne kleine Abwechslung von diesen ganzen Kämpfen und Rätseln, die mich langsam fertig machen @.@ Und 4 weitere Kämpfe und Rätsel muss ich noch beschreiben... *seufz* Das is sooooo langweilig...)

°~°~°~°~°~°~°~°~Kapitel 24: Lilias Herkunft (Spezialkapitel 1)~°~°~°~°~°~°~°~°

Dyn und Lilia betrachteten besorgt das Spielbrett.
„Zwei der Spielfiguren sind jetzt getrennt von ihren Gruppen“, sagte Dyn.
„Und eine Figur davon ist Raine… Und dann dieses rosahaarige Mädchen… Oh, ich hoffe nur, sie sind nicht…“ Lilia wagte nicht einmal, den Satz zu Ende zu denken.
„Ich denke, wenn das der Fall wäre, wären sie eher verschwunden oder… explodiert…“, meinte Dyn.
Bei der Vorstellung lief Lilia ein kalter Schauer über den Rücken. „Vielleicht haben Sie Recht… Aber es beunruhigt mich trotzdem…“
„Wie viel wissen Sie über das Spiel?“, fragte Dyn auf einmal.
„Äh… Nun, ich weiß, dass es ziemlich gefährlich ist. Die Personen, die es spielen, werden zu den Spielfiguren und müssen den ‚Goldenen Speer’ finden, um wieder in ihre Welt zurückkehren zu können… Aber anscheinend hat es noch keine geschafft, jedenfalls heißt es, das bis jetzt noch niemand lebend zurückgekommen ist.“
„Oh, es gab schon einige, die den Speer gefunden haben. Aber das hat ihnen nichts genützt, denn am Ende hat der so genannte Hüter, der darauf achtet, dass die Spielregeln eingehalten werden, sie vor eine schwierige Wahl gestellt. Alle haben sie die falsche Entscheidung getroffen und sind gestorben…“, erzählte Dyn.
„Woher wissen Sie das?“, fragte Lilia erstaunt.
„Nun, ich habe vorhin ein wenig was verschwiegen. Ich kannte das Spiel schon, bevor Keith mir davon erzählt hat. Es gibt alte Schriftrollen zu dem Spiel. Ich habe mich mal eine Weile damit beschäftigt. Aber letztendlich wurde mir die Wahrheit um das Spiel zu erschreckend…“
„Welche Wahrheit?“, wollte Lilia wissen und runzelte die Stirn.
„Wissen Sie, wie das Spiel entstanden ist?“
Lilia schüttelte den Kopf. „Nein.“
Dyn schwieg eine Weile und spielte nervös mit einem Stift, bis er sich wieder an Lilia wandte. „Früher, zu einer Zeit vor tausenden von Jahren, wo noch nicht einmal Yggdrasill lebte, war diese Welt viel größer. Es gab neben Triet und Zilawe noch eine weitere Wüste, es gab einen Regenwald, ein riesiges Gebirge, in denen die Menschen in hängenden Häusern lebten und eine Mine, die sich unter dem Gebirge befand. Dies alles gehörte zu der Provinz Lyuros.“
„Was ist aus dieser Provinz geworden? Warum gibt es sie nicht mehr?“, hakte Lilia nach.
Dyn seufzte. „Diese Provinz führte Krieg gegen den Rest der Welt. Bald kamen Magier, die Lyuros vernichten sollten. Aber anstatt sie einfach mit ihrer Magie zu vernichten, ließen sich die Magier etwas ganz Besonderes für diese Provinz einfallen: Sie verwandelten ganz Lyuros in ein Spiel.“
Lilia schlug sich die Hand vor den Mund und sah zum Spielbrett.
„Richtig, dieses Spiel ist die ehemalige Provinz Lyuros. Was damals aus den Menschen wurde, die dort lebten, ist ungewiss. Fest steht nur, dass seitdem Verbrecher in das Spiel gezaubert wurden, wo sie unweigerlich dem Tod in die Arme liefen. Es gab kein Entrinnen, es sei denn, sie fanden den ‚Goldenen Speer’, trafen die richtige Entscheidung und nutzten ihn dadurch richtig. Aber dies ist bisher keinem gelungen.“
„Aber wie ist das Spiel dann letztendlich in den Besitz meiner Familie gelangt?“, fragte Lilia.
„Nun, das weiß ich auch nicht so genau. Am Anfang blieb es bei der königlichen Familie, aber es kann durchaus sein, dass es irgendwann in den Besitz eines anderen gelangt ist. Oder aber Sie sind von königlichem Blut“, meinte Dyn lachend.
„Wohl eher ni – “ Lilia konnte ihren Satz nicht beenden, da Dyn auf einmal auf ihr Medaillon zeigte und mit geweiteten Augen rief: „Sie sind wirklich von königlichem Blut!“
Lilia sah sich verwundert ihr Medaillon an. Es war ein Erbstück mit dem Wappen ihrer Familie drauf, ein Delfin, der sich halbmondförmig um eine Kirschblüte wand. „Ach was, das ist nur ein Familienerbstück…“
„Haben Sie sich mal das prächtige Schiff im Hafen angesehen?! Auf der Flagge ist genau das gleiche Wappen und dieses Schiff gehört der Prinzessin, die Nyhaim gegründet hat!“, erklärte Dyn aufgebracht.
Lilia zog die Augenbraue hoch, ging zum Fenster und sah zum Hafen. Sie erkannte wirklich ein prächtiges Schiff mit einer Flagge, die ihr Familienwappen abgebildet hatte. „Ich verstehe das nicht… Meine Eltern waren doch normale Bürger…“
Dyn sah Lilia nachdenklich an. „Du hast lila Augen.“ (Warum duzt er sie auf einmal? XDDDD Egal, macht er jetzt einfach, ich hab das ‚Sie’ satt XDDDDD)
„Ja, und?“
„Die Königsfamilie Ayshal kommt aus einem fernen Land namens Exnor, wo es die ganze Zeit schneit. Alle dort haben lila Augen.“
„D-Das muss aber noch nicht bedeuten, dass ich königliches Blut habe!“, wandte Lilia ein.
„Dafür spricht dein Medaillon. Komm mit“, sagte Dyn und zog sie mit sich aus dem Zimmer.
„W-Was hast du vor?! Wir können das Spiel doch nicht al – “
„Wir können doch eh nichts weiter machen, als zuzusehen, wie sich die Spielfiguren bewegen. Also werden wir jetzt ein wenig recherchieren, um herauszufinden, ob du wirklich zur königlichen Familie gehörst.“
Lilia seufzte. „Also gut…“
„Du klingst fast so, als würde es dich gar nicht interessieren, wer du wirklich bist“, meinte Dyn, als sie aus dem Hotel waren.
„Ich habe nur Angst, dass sich danach mein Leben vollständig verändert… Ich bin zufrieden, so, wie es jetzt ist. Ich will keine Prinzessin oder so sein, die sich darum kümmern muss, irgendein Land zu regieren oder so.“
„Es ist wichtig, zu wissen, wer man ist. Dazu gehört auch, zu wissen, woher man wirklich kommt“, wandte Dyn ein.
„Ich bin Lilia Haitor und daran wird sich auch nichts ändern“, sagte Lilia bestimmt.
Dyn lächelte. „Wie du meinst. Aber wir werden jetzt trotzdem recherchieren.“
Lilia wusste gar nicht, wohin sie gingen, bis sie auf einmal vor einer riesigen Bibliothek standen.
„Was sollen wir denn hier?“, fragte Lilia verwirrt.
„Hier gibt es viele Bücher zu der Familie Ayshal. Natürlich, die Leute dieser Stadt möchten so viel wie möglich über die Gründer ihrer Stadt wissen. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich meine irgendwo gelesen zu haben, dass vor rund dreißig Jahren der damalige König von Exnor und seine Frau bei einem Unfall gestorben sind. Sie hatten eine kleine Tochter, die gerade erst geboren war und einen etwas älteren Sohn, den heutigen König. Die Tochter jedenfalls soll bei dem Unfall ebenfalls gestorben sein.“
„Und du vermutest, dass ich diese Tochter bin?“, fragte Lilia.
„Ja. Manche vermuten, dass diese Tochter immer noch lebt, da ihr toter Körper nie gefunden werden konnte und der ihrer Amme ebenfalls nie aufgetaucht ist.“
„Hm…“, machte Lilia nur.
Sie suchten in ein paar Bücher über die Familie Ayshal und schnell hatte Dyn das Richtige gefunden, das seine Erinnerungen bestätigte.
„Gut, jetzt wissen wir, dass diese Tochter noch leben könnte. Und mein Medaillon könnte dafür sprechen, dass ich das bin. Aber eine Sache macht keinen Sinn. Meine Eltern, die, die mich aufgezogen haben, meinten doch, das Spiel ‚Die antike Zivilisation’ wäre vor Jahren ihre Familie entwendet worden. Nicht der königlichen Familie“, sagte Lilia.
„Denk genau nach. Haben sie gesagt, es wäre ihrer Familie entwendet worden oder deiner Familie?“
Lilia überlegte. Jetzt wo sie darüber nachdachte, fiel ihr ein, dass sie immer gesagt hatten: „Es wurde deiner Familie vor Jahren entwendet.“
„Meiner Familie…“, antwortete Lilia.
Dyn nickte. „Das habe ich mir gedacht. Sie haben ohne dass du es bemerkt hast, über deine richtige Familie gesprochen.“
„Wenn es denn meine richtige Familie ist…“, bemerkte Lilia. „Aber wenn meine Eltern doch wussten, dass ich zur königlichen Familie gehöre, warum haben sie mich dann nicht zurückgebracht zu meinem Bruder?“
„Man vermutete, dass du tot wärst. Und vielleicht hatten sich deine Eltern schon lange eine Tochter gewünscht. Was weiß ich. Wann bist du geboren?“
„Am 8. 2. 1980“, erwiderte Lilia.
„Was für ein Zufall. Genau an dem Tag ist auch die Königstochter geboren. Falls dir aber das noch nicht als Beweis genügt, ihr Name war auch Lilia.“
Lilia zog Dyn das Buch aus der Hand, um sich selber davon zu überzeugen. Als sie die Daten schwarz auf weiß sah, fiel ihr das Buch langsam aus der Hand. Sie war weiß wie eine Wand. „Heilige Martel…“
„Tot geglaubte Prinzessin Lilia Ayshal. Was kann ich für Euch tun, Hoheit?“, fragte Dyn scherzend.
Lilia verpasste ihm eine Kopfnuss. „Das ist keine Zeit, um herumzualbern!“ Sie hatte Tränen in den Augen. „Ich… Meine Eltern… Sie haben die ganze Zeit gewusst, wer ich wirklich war und haben nichts gesagt!“
„Leben sie noch?“, fragte Dyn, der sich den Kopf rieb.
Lilia schüttelte den Kopf. „Aber meine Oma lebt noch…“
„Dann statten wir ihr doch einen Besuch ab.“
Lilia wollte erst widersprechen, nickte dann aber. „Sie wohnt in Palmacosta.“
„Na dann mal los!“





Signatur


Crynil, do rical nade;
Elran, do tilial nade;
Mina, ris fris antaras nideras ko offim desto;
Boli dyx strimur syrax windalk!

© by DelFina18



DelFina18 ...
~Kraine no Aikosha~
...............

...

Status: Offline
Registriert seit: 17.03.2007
Beiträge: 246
Nachricht senden
...   Erstellt am 30.03.2008 - 12:59Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


~°~°~°~°~°~°~°~Kapitel 25: Königliche Familie (Spezialkapitel 2)~°~°~°~°~°~°~°~

In Palmacosta angekommen führte Lilia Dyn zu dem Haus ihrer Großmutter. Sie klopfte an die Tür und kurz darauf öffnete eine alte, freundlich aussehende Frau die Tür.
„Lilia! Wie schön, dass du mal wieder vorbeischaust! Und einen netten, jungen Mann hast du auch noch mitgebracht! Kommt doch herein!“
„Hallo, Oma…“
Sie betraten das Haus und folgten der alten Frau in die Küche, wo sie ihnen Tee und Kuchen anbot.
„Aber nun erzählt mal… Ihr seid bestimmt nicht ohne Grund hier. Wer besucht seine alte, arme Oma auch schon grundlos?“ Sie seufzte theatralisch und Dyn sah Lilia verwundert an.
Lilia seufzte nur. „Oma… Wer bin ich wirklich?“
Die alte Frau blinzelte verwirrt. „W-Wie meinst du das?“
„Du weißt genau, wie ich das meine. Ich bin aus der Königsfamilie Ayshal, nicht wahr?“
Lilias Oma sah bedrückt zu Boden. „Ich wusste, dass du es irgendwann herausfinden würdest… Deine Eltern hätten es dir schon viel früher sagen müssen, aber sie hatten Angst, dass du sie dann hassen würdest.“
„Dann ist es wahr?“, fragte Lilia.
„Ja. Du bist Lilia Ayshal, die Tochter des damaligen Königs von Exnor, der vor achtundzwanzig Jahren zusammen mit seiner Frau kurz nach deiner Geburt bei einem Unfall gestorben ist. Aber ob es wirklich ein Unfall war…“
„Was ist genau passiert?“, fragte Dyn.
„Die Amme hat uns alles erzählt, bevor sie gestorben ist. Anscheinend waren sie mit einer Kutsche auf dem Weg zu einem Arzt, weil deine Mutter, die Königin, ihre Wehen hatte. Aber du bist geboren worden, bevor sie den Arzt erreicht hatten. Dann ist auf einmal dieser Kerl im hautengen Anzug aufgetaucht… Ah, mein Namengedächtnis ist nicht mehr so gut… Sein Vorname war so etwas wie Sage oder Legende oder so…“
„Mithos?“, schlug Dyn vor.
„Ja, genau das war es! Wie der Held im Kharlan-Krieg… Jedenfalls hat er die Kutsche überfallen. Er wollte wohl ein Spiel oder so haben.“
„Das Spiel ‚Die antike Zivilisation’…“, murmelte Lilia.
„Der König wollte es ihm nicht geben, also tötete Mithos ihn und seine Frau und nahm sich das Spiel gewaltsam. Die Amme konnte inzwischen mit dem neugeborenen Baby entkommen, aber auch sie war schwer verwundet. Sie hatte Glück, uns zu treffen. Wir haben damals in Exnor Urlaub gemacht und waren gerade spazieren. Sie bat uns, uns um Lilia zu kümmern und erzählte uns schnell, was passiert war, bevor sie starb. Wir begruben sie, verständigten die Polizei und nahmen Lilia mit in das Gasthaus, in dem wir uns einquartiert hatten. Am nächsten Tag hörten wir, dass vermutet wurde, dass auch die Königstochter und Amme tot waren. Meine Tochter und ihr Mann hatten sich schon so lange eine Tochter gewünscht, konnten aber selber keine Kinder bekommen. Also beschlossen sie, dich zu behalten.“
„Was haben sie sich dabei gedacht?!“, rief Lilia mit Tränen in den Augen. „Sie haben mich meiner Familie weggenommen!“
Die alte Frau schüttelte den Kopf. „Warst du denn je unglücklich, Lilia? Hätten wir dich zurückgegeben, wärst du ohne Eltern aufgewachsen. Nur mit deinem Onkel und deinem Bruder.“
„Aber ihr hättet mir wenigstens sagen müssen, wer ich wirklich bin…“
„Ich weiß. Und es tut mir Leid. Wir haben mit Sicherheit nicht das richtige getan… Aber wir wollten immer nur, dass es dir gut geht.“
„Gut wäre es mir gegangen, wenn ich die Wahrheit gewusst hätte“, sagte Lilia und stand auf.
„Wirklich? Hast du vorhin nicht noch gesagt, dir gefällt dein Leben so, wie es ist?“, wandte Dyn ein. „Sei nicht so hart zu deiner Oma und deinen Eltern. Dir ging es gut und wenn du gewusst hättest, wer du wirklich bist, hättest du womöglich nur versucht, Kontakt zu deiner Familie aufzunehmen.“
„Und warst du es nicht, der gesagt hat, dass es wichtig ist zu wissen, wer man wirklich ist? Wer bin ich jetzt? Lilia Haitor oder Lilia Ayshal?“
„Darauf hast du vorhin auch schon die Antwort gegeben. Du meintest, du würdest immer Lilia Haitor sein.“
Lilia schwieg eine Weile. „Du hast Recht. Lass uns gehen.“ Sie ging zur Tür, Dyn folgte ihr.
„Lilia…“, sagte ihre Großmutter.
Lilia drehte sich um und umarmte sie. „Egal wer ich bin, du wirst immer meine Oma bleiben.“
Die alte Frau lächelte. „Ach Lilia… Komm mich bald wieder besuchen. Und bring deinen Geliebten ruhig auch wieder mit.“
Lilia lief rot an. „S-So ist das nicht! Wir haben uns heute erst kennen gelernt!“
„Du gehst aber schnell ran, Lilia! Aber richtig so, keine Zeit verschwenden. Wann heiratet ihr?“
„Oma!“ Lilia piekte ihre Oma in die Seite.
Dyn lachte leise. „Bis irgendwann.“
„Tschüss, Oma.“
Draußen wandte sich Lilia an Dyn. „Tut mir Leid. Meine Oma hat zu viel Fantasie.“
Dyn grinste. „Aber warum denn? Würden wir nicht ein nettes Paar abgeben?“ Er legte seinen Arm um Lilia, woraufhin diese rot wie eine Tomate wurde. (Wer wohl schnell ran geht, was? XDDDD) „Aber vielleicht sollte ich mich nicht an eine Prinzessin ran machen.“
„Ganz recht!“, sagte Lilia lachend. „Wer weiß was mein Bruder mit dir machen würde, wenn er das erfahren würde.“
„Fragen wir ihn doch.“
Lilia sah ihn verwirrt an.
„Na, willst du deine Familie jetzt nicht besuchen? Sie wohnen jetzt in Nyhaim, in einem riesigen Palast. War ihnen wohl zu kalt in Exnor.“
Lilia fuhr sich nervös durch die Haare. „Ich weiß nicht, ob das der richtige Zeitpunkt ist…“
„Man hat dich achtundzwanzig Jahre lang tot geglaubt, denkst du nicht, dass schon genug Zeit verstrichen ist?“, wandte Dyn ein.
„Du hast Recht… Aber… ich bin so nervös…“, gestand Lilia.
„Ich bleib bei dir.“
Lilia sah ihn dankbar an und gab ihm dann einen schnellen Kuss auf die Wange, bevor sie auf ihren Rheaird stieg. (O.o Das geht ja noch schneller als bei Yuan und Kiya… XDDDDDD Ach, egaaaaaaal. Liebe auf den ersten Blick, soll’s ja geben XDDDD)
Als sie in Nyhaim vor dem riesigen Palast standen, wurde Lilia noch nervöser.
„I-Ich kann das nicht…“
„Ach, komm schon! Was hast du schon zu verlieren? Du kannst nur gewinnen.“ Dyn nahm Lilia bei der Hand und zog sie mit sich die Treppenstufen zum Eingang hinauf. Natürlich standen davor Wachen.
„Was können wir für Sie tun?“, fragte eine von ihnen.
„N-Nichts, wir haben uns nur verirrt…“, sagte Lilia und sie wollte schon wieder die Treppe heruntergehen, aber Dyn hielt sie fest.
„Wir hätten gerne eine Audienz mit dem König“, erwiderte er ruhig.
„Was ist der Anlass?“
„Lilia Ayshal, seine Schwester. Sie lebt. Sie steht direkt vor ihnen.“ Dyn zog Lilia vor sich, so dass die Wachen sie ansehen konnten.
„Sie hat zwar lila Augen, aber woher sollen wir wissen, dass sie wirklich die Schwester von König Kalek ist?“
„Zeig ihnen dein Medaillon“, flüsterte Dyn Lilia zu.
Sie zeigte es nervös vor.
„Das ist das königliche Wappen! In Ordnung, wir glauben euch“, sagte die eine Wache und stieß die Tür auf. „Geht einfach geradeaus durch, dann kommt ihr zum Thronsaal. Wartet dort bitte. Ich werde dem König Bescheid geben.“
Die beiden nickten und betraten den Palast. Er sah von außen schon prächtig aus, aber von innen wirkte er noch viel prachtvoller. Ein roter Teppich war ausgelegt, über ihnen schwebte ein großer Kronleuchter aus Gold, der mit Diamanten besetzt war und an den Wänden hingen Bilder der Könige, Königinnen, Prinzen und Prinzessinnen.
Während Dyn und Lilia schweigend den prunkvollen Thronsaal bestaunten und auf den König warteten, hörten sie auf einmal einen ziemlichen Krach.
„Prinzessin Rikino! Bleibt stehen!“, rief ein Mann, vermutlich ein Diener.
„Ich will jetzt nicht lernen!“, ertönte eine kindliche Stimme und kurz darauf sahen sie ein kleines Mädchen die Treppe herunter rennen.
„Prinzessin Rikino!“, keuchte der Diener.
Für eine Prinzessin war das Mädchen recht normal gekleidet. Es trug ein schlichtes blaues Top und eine kurze schwarze Hose. Seine langen blonden Haare trug es in zwei Zöpfen. Seine lila Augen sahen verwundert die beiden Besucher an. (>. Verflucht sei das Wort ‚das Mädchen’!!!)
„Wartet ihr auf Papa?“, fragte die Prinzessin.
„Ja“, antwortete Dyn, da Lilia nicht in der Lage war, etwas zu sagen.
Prinzessin Rikino ging auf die beiden zu und betrachtete sie eingehend.
„Du hast die gleichen Augen wie ich!“, rief sie aus, als sie Lilia ins Gesicht sah. „Dann bist du auch aus Exnor?“
Lilia nickte unmerklich.
„Wurde es dir dort auch zu kalt? Ich war nie dort, aber meine Eltern meinen, sie hatten die Kälte satt. Deswegen sind sie damals hierher gezogen und haben diese Stadt gegründet.“
„Ich dachte, die Stadt wäre von einer Prinzessin gegründet worden, nicht vom König“, erwiderte Dyn.
„Hmm… Nicht ganz. Papa meinte, er hätte diese Stadt für mich gegründet, aber auch für seine Schwester, die kurz nach ihrer Geburt gestorben sein soll. Aber er glaubt fest daran, dass sie noch lebt“, plauderte die Prinzessin munter.
„Wirklich?“, fragte Lilia.
Die Prinzessin nickte. „Ganz doll.“
„Prinzessin Rikino“, schaltete sich der Diener ein. „Es wird jetzt wirklich Zeit für Euren Mathematikunterricht!“
Das Mädchen sah trotzig drein. „James, wie du siehst, unterhalte ich mich gerade!“ (James XDDD Typischer Butlername, aber mit viel nichts Besseres ein XDDDD Und ab und zu können richtige Namen ja auch nicht schaden, oder? XDDDDD)
„Jawohl, Eure Hoheit. Ich werde mich nicht noch einmal anmaßen, ihre Unterhaltung zu stören.“
Im nächsten Moment wurden mächtige Flügeltüren auf der linken Seite geöffnet und ein Mann mit roten Haaren und lila Augen trat ein. Er trug ein lockeres weißes Hemd, dessen Ärmel er ein wenig umgekrempelt hatte, darüber eine schlichte braune Weste und eine schwarze Hose. Vor Lilia blieb er stehen.
„Lilia? Bist du das wirklich?“
Lilia nickte und wurde stürmisch umarmt.
„Nach achtundzwanzig Jahren tauchst du endlich auf… Ich wusste doch, dass du noch lebst!“, rief Kalek glücklich.
„Papa, ist das deine Schwester?“, fragte die Prinzessin und zog ihn am Bein.
„Ja, Riki, das ist Lilia, meine Schwester.“
Das Mädchen grinste und wandte sich an Lilia. „Dann bist du meine Tante!“
„Aber wo warst du all die Jahre? Was ist passiert?“, fragte Kalek seine Schwester.
„Das ist eine lange Geschichte“, meinte Lilia.
„Wir haben Zeit“, meinte eine Frau, die jetzt in den Thronsaal trat. Sie hatte lange blonde Haare, ebenfalls lila Haare und trug ein luftiges rotes Sommerkleid.
Lilia hatte den Verdacht, dass es sich dabei um Kaleks Frau handelte, Rikinos Mutter.
„Lykia hat Recht. Momentan gibt es nicht gerade viel zu tun“, stimmte Kalek zu. „Komm, wir gehen in den Garten.“
Dyn wollte wieder gehen und Lilia mit ihrer Familie allein lassen, aber sie ergriff seine Hand und zog ihn mit sich.
„Hast du nicht gesagt, du bleibst bei mir?“, fragte sie leise.
„Ich dachte, das Schlimmste wäre für dich überstanden.“
„Ich bin immer noch nervös. Ich möchte jemanden bei mir haben, den ich kenne.“
Dyn lachte leise. „Wir kennen uns auch erst seit ein paar Stunden.“
„Lang genug“, meinte Lilia lächelnd.
Sobald sie draußen im Garten saßen, erzählte Lilia, was damals passiert war.
„Dann war das also kein Unfall…“, murmelte Kalek.
„Nein. Unsere Eltern sind getötet worden, weil sie das gefährlichste Spiel in ganz Elaros nicht in Yggdrasills Hände geben wollten. Ich weiß allerdings nicht, warum sie es sich bei einer Fahrt zum Arzt bei sich hatten“, sagte Lilia.
„Ich denke, das ist auch nicht so wichtig. Es ist nur schlimm, dass es entwendet worden ist. Weißt du auch, wer dafür verantwortlich ist?“, fragte Lykia.
„Mithos Yggdrasill.“
Kalek und Lykia sogen erschrocken die Luft ein. „Dieser komische Anführer von Cruxis, der alle in leblose Wesen verwandeln wollte?!“ (Wow, Yggi ist ja richtig berühmt XDDDD)
Dyn nickte. „Er ist inzwischen tot.“
„Ein Glück… Aber wo ist das Spiel jetzt?“, fragte der König.
„Hier in Nyhaim“, antwortete Lilia.
„Was?!“ Kalek sprang blitzschnell auf. „Dann müssen wir es sofort in Gewahrsam nehmen und…“
Lilia schüttelte den Kopf. „Das geht noch nicht.“
„Wieso nicht?“, fragte Lykia.
„Es wird noch damit gespielt“, meinte Lilia. „Meine Freundin Raine, ihre Familie und ihre Freunde haben das Spiel in einem Spielzeugladen gekauft und haben angefangen es zu spielen. Anscheinend wussten sie nichts über das Spiel und seine Gefahren. Wir müssen noch warten…“
„Es ist bis jetzt niemand aus dem Spiel lebend zurückgekehrt. Warum denkst du, dass sie es schaffen werden?“, wollte Kalek wissen.
Lilia sah ihm entschlossen in die Augen. „Weil sie stark sind. Sie waren es, die Mithos besiegt haben und Sylvarant und Tethe’alla wieder vereint haben.“
Lilias Bruder ließ sich wieder in seinen Stuhl fallen. „Diese Gruppe ist das also… Ja, dann haben sie vielleicht wirklich eine Chance. Ich würde das Spiel gerne sehen. Wo ist es gerade?“
„Im Hotel“, antwortete Dyn.
Kalek nickte. „Dann lasst uns dorthin gehen. Riki, du solltest vielleicht…“
„Ich komme mit“, sagte das kleine Mädchen bestimmt.
Kalek seufzte. „Also gut.“
Sie gingen ins Hotel und betraten Zimmer achtzehn. Das Spielbrett lag noch immer unverändert da, das Spiel war immer noch in Gange. Die fünf Personen entschlossen sich, solange dort zu bleiben, bis das Spiel zu Ende war und die Freunde wieder auftauchten – oder auch nicht.





Signatur


Crynil, do rical nade;
Elran, do tilial nade;
Mina, ris fris antaras nideras ko offim desto;
Boli dyx strimur syrax windalk!

© by DelFina18



DelFina18 ...
~Kraine no Aikosha~
...............

...

Status: Offline
Registriert seit: 17.03.2007
Beiträge: 246
Nachricht senden
...   Erstellt am 31.03.2008 - 13:30Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


°~°~°~°~°~°~°~°~°~Kapitel 26: Die antike Zivilisation, Teil 8~°~°~°~°~°~°~°~°~°

Der Hüter hob wieder einmal die Arme zur Decke und Raine wurde von dem gleißenden Licht erfasst, dass sie an einen anderen Ort beförderte. Diesmal landete sie in einem alten Tempel und sie war sich ziemlich sicher, dass dies der Tempel war, in dem der ‚Goldene Speer’ versteckt war. Vielleicht konnte sie ja…
„Denk nicht einmal dran. Ich werde jeden deiner Versuche zum Scheitern bringen, du kannst ja deine kleine Freundin fragen“, sagte der Hüter und deutete auf Presea, die jetzt auf Raine zugerannt kam.
„Raine!“
„Presea!“ (Wow, sie kennen ihre Namen noch XDDDD Ist das nicht ein gutes Zeichen? XDDDD)
„Wie geht es dir?“, fragte Presea besorgt.
„Ganz gut. Was sollen wir jetzt hier machen?“
„Unterhaltet euch, betet, dass eure Freunde später die richtige Entscheidung treffen und esst was. Ich bin ja kein schlechter Gastgeber“, meinte der Hüter und zeigte zu einem Tisch, auf dem zwei Teller und reichlich zu essen und trinken stand.
Presea und Raine ließen sich das nicht zweimal sagen, setzten sich an den Tisch und begannen zu essen. Der Hüter sah ihnen amüsiert zu.
„Du hast von einer Entscheidung gesprochen… Was meinst du damit?“, fragte Raine den Hüter.
„Nun… Wie ich am Anfang schon gesagt habe, kann das Team, das gewinnt, entscheiden, wer zurück in seine Welt kann und wer hier bleiben muss. Dabei geht es aber nicht darum, irgendwelche Personen auszuwählen, sondern diejenigen, die ich herausgepickt habe.“
„Also wir…“, murmelte Presea.
„Ihr und noch zwei weitere, die nach dem vierten Raum der Ruinen zu euch stoßen werden.“
„Das ist gemein!“, rief Presea verärgert.
Der Hüter zuckte mit den Schultern. „So sind nun mal die Regeln.“
„Wie kommt es überhaupt, dass du zum Hüter wurdest? Wie ist dieses Spiel überhaupt entstanden?“, fragte Raine.
Der Hüter erzählte ihnen das, was Dyn auch schon Lilia erzählt hatte.
„Das ist ja schrecklich!“, rief Raine.
„Schrecklich ist auch, was sie mit mir gemacht haben. Ich war einst der Gott von Lyuros und jetzt bin ich nur noch eine Witzfigur…“
„Aber du bestimmst weiterhin über Leben und Tod. Und bis jetzt scheinst du dich immer für den Tod entschieden zu haben…“, erwiderte Presea.
„Es ist nicht so, dass ich eine Wahl habe. Wenn die Leute die falsche Entscheidung treffen, sterben sie, wenn sie die richtige treffen, überleben sie. Ich werde selber durch die Magie des Spiels dazu gezwungen, diejenigen zu töten, die die falsche Entscheidung getroffen haben.“
„Und was ist die falsche Entscheidung?“, wollte Raine wissen.
„Das sage ich nicht. Das würde ja die Spannung wegnehmen“, antwortete der Hüter. (Meine Rede! XDDDD)
„Aber es haben sich bestimmt schon welche gewehrt, oder?“, fragte Presea.
„Natürlich. Aber sie waren alle nicht stark genug. Ich konnte sie alle besiegen. Mal abgesehen davon, dass es sowieso nicht viele bis hierher geschafft haben.“
„Ich bin mir sicher, unsere Freunde schaffen es bis hierher und schaffen es auch, dich zu besiegen, wenn sie die falsche Entscheidung treffen sollten“, meinte Presea zuversichtlich.
Der Hüter lachte. „Es spielt keine Rolle, ob sie mich besiegen können oder nicht. Sie würden so oder so sterben, denn ohne meine Magie kommen sie nicht wieder in ihre Welt zurück. Und ich bin unsterblich, mich wird es immer geben.“
„Was passiert, wenn das Spiel zerstört wird?“, fragte Raine ruhig.
Der Hüter runzelte die Stirn. „Es kann nur durch eine Waffe zerstört werden.“
„Durch den ‚Goldenen Speer’, richtig? Und da noch niemand es lebend aus dem Spiel geschafft hat und ihn mitnehmen konnte, existiert das Spiel heute noch…“, vermutete Raine.
„Ja. Die Scheiben können im Übrigen auch nicht schaden, um das Spiel zu zerstören. Aber Ausschlag gebend ist der Speer“, erklärte der Hüter.
„Und wenn das Spiel zerstört wird, wird Lyuros dann wieder ein Teil der Welt?“, fragte Presea.
„Das weiß ich nicht. Wahrscheinlich. Aber so weit wird es sowieso nie kommen. Auch eure Freunde werden die falsche Entscheidung treffen und ihr werdet alle sterben. Es liegt in der Natur des Menschen“, meinte der Hüter.
„Es sind auch zwei Halbelfen und zwei Engel dabei“, wandte Presea ein.
Der Hüter lachte. „Das spielt keine Rolle.“
„Unsere Freunde werden es schon schaffen“, sagte Presea bestimmt.
„Wir vertrauen ihnen“, stimmte Raine zu.
„Dann betet dafür, dass sie euer Vertrauen nicht verraten“, erwiderte der Hüter kopfschüttelnd.

~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~

Kratos’ Gruppe hatte auf dem Weg zum Gipfel einen kleinen See gefunden und löschte dort erst einmal ihren Durst, wusch sich den ganzen Sand und Schweiß ab und entdeckte dann ein paar Hasen und Vögel, die sie über einem Feuer briet. (Arme Hasen und Vögel, aber hey, die sind hungrig! Sie müssen ja was essen…)
„Ah… Jetzt kann es nur noch besser werden“, seufzte Yuan zufrieden. „Den Rest des Weges legen wir im Nu zurück und dann befreien wir Presea.“
„Ja. Wir müssen uns beeilen“, stimmte Genis zu und stand auf.
Sie löschten das Feuer und gingen weiter den Pfad entlang, bis sie am Gipfel ankamen. Von dort aus hatten sie einen Überblick über das ganze Gebiet. Im Süden sahen sie die Wüste, aus der sie kamen, etwas weiter nördlich davon die Wiese, auf der sie gelandet waren. Ganz im Norden war ein Regenwald und im Osten ebenfalls Berge. Was aber erschreckend war beziehungsweise ungewöhnlich, war der Nebel, der alles, was sie sahen, umgab.
„Was wohl dahinter liegt?“, fragte Xai.
„Wenn überhaupt etwas dahinter liegt…“, murmelte Yuan.
„Ich will es lieber nicht herausfinden“, sagte Kratos.
„Seht euch das hier an. Das sieht… wie ein Transportmittel oder so aus“, meinte Regal und deutete auf zwei aus Bambus gefertigte gondelähnliche Fortbewegungsmittel. Sie waren oben an einem Seil angebracht und waren mit einem weiteren Seil an Baumstämmen festgebunden.
„Vermutlich müssen wir da einsteigen“, vermutete Genis.
Yuan schaute an dem Seil entlang und schluckte. „Das geht ganz schön weit hinunter… Seid ihr sicher, dass das ungefährlich ist? Diese Gondeldinger sehen nicht gerade stabil aus…“
„Was sollen wir sonst machen, als mit ihnen zu fahren? Siehst du hier irgendwo einen Pfad oder so? Oder willst du die Berge vielleicht hinunter klettern um bis zu den Häusern da drüben zu kommen?“, fragte Kratos.
In der Ferne sah man tatsächlich Häuser, die anscheinend hingen und nicht auf irgendetwas standen. Bei einem Erdbeben wurde man da drinnen vermutlich ordentlich durchgeschüttelt.
Die Gruppe trat also in die beiden Gondeln, Yuan eher etwas widerwillig. Sie schnitten die Seile durch, die an den Baumstämmen festgemacht waren und schon ging die Fahrt los. Es ging wirklich in einem Affentempo runter und als sie endlich bei den Häusern ankamen, schaukelten die Gondeln ziemlich.
„Mir ist schlecht…“, murmelte Yuan.
Die Gruppe ignorierte Yuans Jammern und stieg auf einer Art Steg aus. Vom Steg aus führte eine Hängebrücke zu einem Haus. Früher hatte es noch mehr Hängebrücken gegeben, aber die waren alle zerstört.
Das Haus war genau wie die Gondeln und wie die anderen Häuser aus Bambus gebaut und war erstaunlich groß. Allerdings war es schon halbwegs zerstört. Das Dach fehlte und die Wände waren auch nur noch Trümmer. Es gab nur ein Zimmer und es war so leer wie die Räume in der Wüstenruine. Es bestand kein Zweifel daran, dass sie hier wieder kämpfen würden.
Im nächsten Moment erschien auch schon ein riesiger Vogel mit grün glitzerndem Gefieder und blauen Augen. Er hatte einen spitzen Schnabel und gefährliche Krallen. Als er mit seinem Flügeln schlug und dabei eine Feder verlor, bohrte diese sich in den Boden des Hauses. Die Federn waren also ebenso scharf wie Schwerter.
Die Gruppe ordnete sich wie immer an, Kratos, Xai und Regal bearbeiteten den Vogel im Nahkampf, während Yuan und Genis ihm mit mächtigen Zaubern zu schaffen machten.
„Falling Rocks!“, rief Yuan und wie aus dem Nichts erschienen riesige Steinbrocken, die auf den Vogel fielen und ihn auf dem Boden festnagelten. (Unglaublich, dass der Boden des Hauses dabei nicht kaputt geht XDDDD)
Noch ein ‚Stalagmite’ von Genis und der Vogel löste sich auf und zurück blieb die wohlbekannte Scheibe, diesmal mit dem Symbol von einem grauen Wirbelsturm.
„Die Monster werden auch immer schwächer, habe ich das Gefühl“, meinte Yuan. (Das kommt, weil ich keinen Bock habe, einen megalangen Kampf zu beschreiben XDDDDD)
„Beschwer dich nicht“, sagte Kratos seufzend.
„Tu ich doch gar nicht! Es war nur eine Feststellung!“
„Mir soll es nur recht sein. Je schwächer die Monster, desto schneller kommen wir voran“, meinte Genis.
„Lasst uns weiter gehen.“ Xai ging zur gegenüberliegenden Tür, hinter der die nächste Hängebrücke lag, die wieder zu einem Haus führte.

~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~

Sheena und die anderen waren aus der Ruine gegangen und hatten damit das Ende des Regenwaldes erreicht. Ein Pfad führte sie direkt zu einem Berg. Im Berg war eine Höhle, die sie wohl betreten sollten.
„Na toll, jetzt kommt also schon wieder so etwas Einengendes…“, beschwerte sich Zelos.
„Hey, Höhlen sind doch toll!“, meinte Lloyd begeistert.
„Na, wenn du meinst…“, murmelte Kiya.
Sie betraten die Höhle, an deren Wänden Fackeln hingen.
„Wow, als wenn man uns erwartet hätte“, sagte Colette erstaunt.
„Das könnte durchaus der Fall gewesen sein“, erwiderte Sheena. „Hey, seht euch das hier mal an… Zwei Minenwagen…“
„Das erinnert mich an die Toize-Mine, da waren auch überall diese Gleise… Aber leider keine Wagen dazu. Hey, lasst uns damit fahren, das wird bestimmt toll!“, rief Lloyd begeistert.
„Ich glaube, uns bleibt sowieso nichts anderes übrig… Seht mal, dort drüben gibt es keinen Weg mehr, sondern nur noch die Gleise… Daneben ist rein gar nichts… Wenn wir da runter fallen… Dann hat es uns die längste Zeit gegeben“, bemerkte Zelos.
„Dann wollen wir mal hoffen, dass diese Wagen sicher sind“, meinte Sheena und stieg in einen ein.
Zelos und Kiya schlossen sich ihr an, Lloyd und Colette stiegen in den anderen. Sobald sie alle drin waren, ging fuhren die Wagen auch schon wie von Geisterhand los. Das Ganze wurde zu einer regelrechten Achterbahnfahrt, immer wieder ging es rauf und runter, dann kamen wilde Kurven und einmal fuhren sie sogar auf eine Rampe zu, flogen durch die Luft und landeten wieder sicher auf den Gleisen.
„Aaaaaahhhhh!!! Wann ist diese Fahrt endlich zu Endeeeeeeeeeeeeeeeeeeeee?!?“, schrie Sheena aus vollem Halse.
„Yeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaah!!! Das macht voll Spaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaß!!!“, rief Lloyd aus dem anderen Wagen.
„Der hat sie nicht mehr alle!!!“, bemerkte Sheena keuchend.
Bald war die Fahrt dann auch zu Ende und als die Wagen das Ende des Gleises erreichten, hatten sie noch solchen Schwung drauf, dass die Freunde aus den Wagen geschleudert wurden und auf dem Boden lang rollten.
„Au… So was muss ich nicht noch einmal mitmachen…“, murmelte Kiya und rieb sich ihren Rücken.
„Hahahahaha!!! Das will ich noch einmal machen!“, rief Lloyd begeistert.
„Das war lustig!“, meine Colette lächelnd.
„Ihr habt einen an der Waffel! Wir hätten uns alle Knochen dabei brechen können!!!“, schrie Sheena wie von Sinnen.
„Sheena, beruhige dich wieder… Die beiden sind von einem anderen Planeten, das haben wir doch auch schon nach der Wasserfahrt festgestellt“, versuchte Zelos Sheena zu beruhigen.
„Lasst uns weiter gehen. Wir müssen Raine befreien, schon vergessen?“, fragte Kiya und ging durch die Tür.
Sheena fasste sich wieder. „Sie hat Recht.“
Die anderen folgten Kiya durch einen schmalen Gang, wieder einem Raum entgegen.





Signatur


Crynil, do rical nade;
Elran, do tilial nade;
Mina, ris fris antaras nideras ko offim desto;
Boli dyx strimur syrax windalk!

© by DelFina18



DelFina18 ...
~Kraine no Aikosha~
...............

...

Status: Offline
Registriert seit: 17.03.2007
Beiträge: 246
Nachricht senden
...   Erstellt am 02.04.2008 - 16:46Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


°~°~°~°~°~°~°~°~°~Kapitel 27: Die antike Zivilisation, Teil 9~°~°~°~°~°~°~°~°~°

Raine seufzte. Nachdem sie mit essen fertig gewesen waren, gab es nicht mehr wirklich was, das sie tun konnten, außer sich zu langweilen.
„Wo seid ihr eigentlich gelandet, nachdem der Hüter uns in die verschiedenen Teams eingeteilt hat?“, fragte sie Presea.
„In einer Wüste. Überall waren Ruinen und in einer haben wir dann eine Treppe gefunden, die tief nach unten führte. Als wir dann endlich ganz unten angekommen sind, sind wir mit Flößen einen Lavastrom lang gefahren… Die Flöße waren aus irgendeinem komischen Material, das seltsam kühl war und durchsichtig, fast wie Eis.“
„Hmm… Die würde ich mir zu gerne mal ansehen…“, murmelte Raine.
„Nun, und dann waren da immer diese langen Gänge… Im ersten war eine bröckelige Brücke, die wir überqueren mussten. Darunter war wieder einmal ein Lavastrom. Regal hätte es fast nicht mehr geschafft, aber er ist dann gesprungen. Dadurch, dass er seine Beine trainiert hat, konnte er ziemlich weit springen. Und dann gab es noch die Räume, in denen wir gekämpft haben. Immer, wenn wir einen Kampf gewonnen haben, haben wir eine Scheibe bekommen. Im letzten Raum allerdings mussten wir ein…“
„Rätsel lösen. Ja, das habe ich mir gedacht. Wir hatten im letzten Raum einen Kampf.“
„Ah. Und wo seid ihr gelandet?“, fragte Presea.
„In einem Regenwald. Wir mussten erst in Boote steigen und eine wilde Wasserfahrt machen… Mir wird jetzt noch schlecht beim Gedanken daran…“
Presea lachte. „Das kann ich mir vorstellen.“
„Was denkst du, wie sie vorankommen?“
„Bestimmt gut.“
„Ich kann es euch zeigen, wenn ihr es wissen wollt“, sagte der Hüter auf einmal.
„Echt?“, fragte Raine erstaunt.
Der Hüter nickte und reichte den beiden eine Kristallkugel. Sie sahen eine Mine und Sheena und die anderen, die gerade einen Raum betraten.

~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~

Zelos blickte sich verwirrt um. „Irgendwie habe ich das Gefühl, beobachtet zu werden…“
„Das bildest du dir nur ein. Hier ist niemand außer uns“, sagte Sheena.
„Uff… Wie sollen wir diesmal zur Tür kommen?“, fragte Lloyd, der sich im Raum umsah.
Der Boden vor ihnen war nicht eben, sondern wie Treppenstufen angeordnet. Nur waren diese Treppenstufen schief und wild durcheinander, so dass die Tür vermutlich dadurch versperrt wurde.
„Ich sehe mal nach“, meinte Lloyd und kletterte die Treppenstufen hinauf. „Ja, die Tür wird von diesem komischen Boden versperrt… Vermutlich müssen wir erst die Frage richtig beantworten und dann sengt sich der Boden…“
„Lloyd, die Tafel mit der Frage ist in deiner Nähe, in einer Nische!“, rief Sheena.
Lloyd nickte und begab sich dorthin. Die anderen wollten in der Zwischenzeit die Stufen ebenfalls hinaufklettern, aber sie wurden von einer Art Barriere zurückgeworfen.
„Was zum Teufel…?!“, fluchte Sheena. „Was soll das?!“
„So wie es aussieht kann nur einer die Stufen hinaufklettern… Zumindest in diesem Zustand“, sagte Kiya. „Lloyd, du musst die Frage richtig beantworten!“
„Ich?!“, fragte Lloyd überrascht.
„Ist hier sonst noch jemand, der Lloyd heißt?“, fragte Sheena und rollte mit den Augen.
Zelos setzte sich auf den Boden. „Ok, das kann ja eine halbe Ewigkeit dauern, bis Lloyd die richtige Antwort gefunden hat…“
„Hey, er kann uns doch fragen, oder?“, fragte Colette.
„Wer weiß…“, meinte Kiya. „Wenn wir nicht hinaufklettern können, kann es auch durchaus sein, dass Lloyd die Frage allein beantworten muss.“
Lloyd las sich währenddessen die Frage durch. „Ich bin der Teil eines Ganzen. Zu große Hitze verwandelt dieses Ganze in Glas. Man findet mich fast überall, doch am meisten vertreten bin ich da, wo das Meer Spuren hinterlässt und dort, wo das Wasser nur selten hingelangt und mich der Wind durch die Gegend trägt. Was bin ich?“ Lloyd dachte angestrengt nach, aber ihm fiel nicht wirklich was ein. „Hey, wisst ihr die Antwort?“, fragte er die anderen.
Diese reagierten jedoch nicht auf ihn. Er schloss daraus, dass sie ihn nicht hören konnten. „Mist, muss ich diese Frage etwa alleine richtig beantworten? Verdammt…“ Lloyd kratzte sich am Hinterkopf. „Okay, Lloyd… Das kriegst du hin… Denk wie Raine oder Genis… Wie würden die mit dieser Frage umgehen? Hmm… Zuerst lese ich sie mir noch einmal durch und versuche mögliche Antworten zu finden… ‚Ich bin der Teil eines Ganzen.’ Damit kann vieles gemeint sein… ‚Zu große Hitze verwandelt dieses Ganze in Glas.’ Woher soll ich wissen, wie Glas entsteht?! ‚Man findet mich fast überall, doch am meisten vertreten bin ich da, wo das Meer Spuren hinterlässt und dort, wo das Wasser nur selten hingelangt und mich der Wind durch die Gegend trägt.’ Was zum Teufel soll das bedeuten?! Wo hinterlässt das Meer Spuren? Im Gestein oder… am Strand oder wo? Wo gelangt das Wasser nur selten hin? Momentan in meine Kehle… Ahh!!! Das macht doch alles keinen Sinn!!!“, schrie Lloyd verzweifelt und rieb sich den Kopf.
Sheena beobachtete ihn von unten. „Entweder ist er gerade von einem Geist besessen oder er hat Probleme mit der Frage…“
„Ich tippe auf Letzteres“, meinte Zelos, der sich inzwischen auf den Boden gelegt hatte, Beine angewinkelt, die Arme unterm Kopf verschränkt. Wenn er einen Grashalm gehabt hätte, hätte er vermutlich auf diesem herumgekaut, aber das einzig Kaubare, das momentan in seiner Nähe war, waren seine Haare und es war nicht gerade sehr appetitlich auf seinen Haaren herumzukauen.
„Er schafft das schon“, sagte Colette zuversichtlich.
„Hoffentlich noch in diesem Jahrhundert…“, seufzte Kiya.
Lloyd hatte sich inzwischen in der Nische auf den Boden gesetzt und schlug seinen Kopf immer wieder leicht gegen die Wand, um seine Gehirnzellen zum Denken anzuregen. „Verdammt, das Einzige, woran ich denken kann, ist Essen… Ich habe einen zu großen Hunger, um vernünftig nachdenken zu können…“ Zur Bestätigung knurrte sein Magen kräftig. Er rieb seine Hände aus Langeweile auf dem Boden. Als er sie betrachtete, sah er, dass sie sandig waren.
„Sand… Sand… Moment mal… Entsteht Glas nicht durch Sand? Hat Raine nicht einmal so was erzählt?“ Lloyd dachte angestrengt nach. „Und wenn Sand das Ganze wäre, dann wäre… dann wäre… Ja, was wäre dann der Teil davon?!“ Lloyd fuhr sich durch die Haare. „Denk nach, Lloyd, du hast es fast geschafft… Was ist ein Teil von Sand?“ Er betrachtete den Sand auf seinen Händen genauer. „Hmm… Eigentlich… besteht der Sand nur aus einzelnen Körnern… Ja, das ist es! Die Antwort ist Sandkorn!“
Lloyd stand auf, keinen Moment zu spät, denn im nächsten Moment sauste ein Gitter vor ihm herab, genau dort, wo vor einem Moment noch sein Bein gelegen hatte. Jetzt saß er in der Nische fest. „Hey, was soll das?!“ Er sah dabei zu, wie die schiefen Treppenstufen sich glätteten und den Weg zur Tür frei machten.
Zelos stand stöhnend auf. „Hat er es also doch noch geschafft…“
Die Gruppe kletterte die Treppenstufen hinauf und sah, dass Lloyd eingesperrt war.
„Holt mich hier raus!!!“, schrie Lloyd.
„Keine Sorge, Lloyd. Das gehört bestimmt mit dazu“, sagte Kiya. „Vermutlich müssen wir noch etwas machen, damit du ebenfalls zur Tür kommen kannst.“
Während Lloyd an den Gitterstäben rüttelte, kletterten seine Freunde weiter zur Tür hinauf.
„Hey, lasst mich hier nicht zurück!!!“, schrie Lloyd.
„Die Tür ist verschlossen“, stellte Colette fest.
„Ja, vermutlich bis Lloyd ebenfalls hier ist“, vermutete Kiya und sah sich um. „Seht mal. Hier ist ein… Schalter oder so.“
„Also ich sehe da nur Wand“, meinte Zelos.
„Nein, sie hat Recht… Sieh dir mal die Ritzen um den Stein herum an… Bei den anderen ist da was zwischen, hier aber nicht. Das lässt darauf schließen, dass man ihn drücken kann.“ Sheena tat es daraufhin, aber nichts passierte.
„Vielleicht hat Lloyd auch so einen Schalter… Es kann gut sein, dass beide gleichzeitig betätigt werden müssen. Lloyd! Untersuch die Wände! Irgendwo muss ein Stein sein, bei dem nichts in den Ritzen drum rum ist!“, rief Kiya.
Lloyd suchte die Wände ab und fand den Stein. „Ich hab ihn gefunden. Was jetzt?“
„Wir drücken ihn gleichzeitig auf drei! Eins… Zwei… Drei!“
Kiya und Lloyd drückten gleichzeitig die Steine und das Gitter der Nische fuhr wieder nach oben. Lloyd raste schnell heraus und stürmte dann die Stufen nach oben.
Ein Klicken ertönte und die Tür war offen.
„Was für ein blödes Rätsel…“, meinte Lloyd seufzend. „Lasst uns weiter gehen und möglichst schnell von hier verschwinden. Ich habe Hunger.“
„Du hast immer Hunger“, sagte Zelos und die Gruppe ging durch die Tür.

~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~

Presea und Raine starrten in die Kristallkugel.
„Ich habe schon befürchtet, Lloyd würde das Rätsel niemals lösen…“, seufzte Raine.
„Er hat es ja doch noch geschafft. Und es scheint allen soweit gut zu gehen“, sagte Presea.
„Ja, zum Glück. Ich frage mich, wie es bei der anderen Gruppe aussieht…“ Kaum hatte Raine das gesagt, da zeigte die Kristallkugel auch schon hohe Berge mit gefährlichen Winden, Häuser aus Bambus, die an den Felsen hingen und zum Teil zerstörte Hängebrücken, die von einem Haus zum anderen führten. Auf einer dieser Hängebrücken waren Kratos, Xai, Genis, Regal und Yuan.
„Diese Hängebrücken sehen nicht gerade sicher aus… Hoffentlich passiert ihnen nichts“, sagte Raine besorgt.
„Jetzt bin ich ganz froh, dass ich ausgeschieden bin… Allein bei der Vorstellung, darüber gehen zu müssen, wird mir schlecht…“, meinte Presea.
Raine nickte zustimmend.





Signatur


Crynil, do rical nade;
Elran, do tilial nade;
Mina, ris fris antaras nideras ko offim desto;
Boli dyx strimur syrax windalk!

© by DelFina18



DelFina18 ...
~Kraine no Aikosha~
...............

...

Status: Offline
Registriert seit: 17.03.2007
Beiträge: 246
Nachricht senden
...   Erstellt am 09.04.2008 - 21:26Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


So... Bei diesem Kap hab ich das alles net mehr so genau beschrieben, hatt einfach keinen Bock mehr... Will die Geschichte endlich mal beenden...

°~°~°~°~°~°~°~°~°~Kapitel 28: Die antike Zivilisation, Teil 10~°~°~°~°~°~°~°~°~°

Im nächsten Haus schlug den Freunden eine unglaubliche Kälte entgegen. Das ganze Haus war vereist.
„Diesmal ein Eismonster was?“, fragte Yuan grinsend. „Dem müssen wir wohl ordentlich Feuer unterm Hintern machen!“
Genis nickte zustimmend.
Doch mit Monster, das sich ihnen gegenüberstellte, hatten sie nicht gerechnet. Es war ein kleiner Fuchs mit weißem Fell, nur am Kopf und Schwanz war es eisblau. Graue Augen sahen die Gruppe neugierig an.
Es sah so unschuldig und verletzlich aus, dass Genis meinte: „N-Nie im Leben kämpfe ich gegen dieses süße Ding.“
„Genis, es ist unser Gegner“, sagte Kratos ruhig.
„Aber sieh es dir doch mal an! Sieh dir doch mal seine Augen an! Die bitten uns doch regelrecht, es nicht anzugreifen!“, wandte Genis ein.
Kratos musste sich eingestehen, dass er auch Mühe hatte, sein Schwert auf den Schneefuchs gerichtet zu halten. Aber sie hatten keine andere Wahl, sie mussten es bekämpfen. „Genis, denk an Presea.“
Der Halbelf seufzte. „Ja, ich weiß…“
„Eine kleine Attacke und es besiegt“, meinte Yuan aufmunternd.
„Wenn wir Glück haben…“, erwiderte Regal. „Die anderen Monster sind auch nicht durch eine Attacke besiegt worden.“
Etwas mehr als eine Attacke brauchte es dann doch. Aber nach ein paar ordentlichen Feuerzaubern war der Schneefuchs besiegt und löste sich auf. Zurück blieb eine Scheibe mit dem Symbol einer eisblauen Schneeflocke. (Das war jetzt glaub ich der so ziemlich unspektakulärste Kampf überhaupt XDDDD Aber ich will nun mal schnell vorankommen…)

~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~

Beim nächsten Rätsel wurden durch die richtige Beantwortung der Frage Blitze in Energiesäulen geleitet und die Tür öffnete sich. (Tut mir Leid, dass ich das jetzt nur noch so kurz beschreibe, aber in Filmen sieht man ja auch nicht immer, wie die Personen alles machen… Abgesehen davon ist es sowieso immer ziemlich das Gleiche. Spektakulär wird’s erst wieder am Ende der vierten Kammer, also beeile ich mich, dorthin zu kommen… Immerhin habe ich schon über 100 Seiten und so viel hatte ich eigentlich wirklich nicht geplant…)
„Wann hat das endlich ein Ende?“, fragte Lloyd seufzend.
„Das fragen wir uns alle, Lloyd… Wenn es nicht acht Elemente gäbe, sondern nur sechs oder gar vier, wären wie viel schneller fertig…“, meinte Sheena.
„Wir dürfen jetzt nur nicht aufgeben. Wir haben es fast geschafft“, sagte Kiya, die die Scheibe mit dem Blitzsymbol aufhob.
Der nächste Raum war in totale Dunkelheit gehüllt.
„Hier sieht man ja nicht einmal die Hand vor Augen!“, maulte Zelos. „Ich glaube, ich mache mal Licht! Fire Ball!“
Im nächsten Moment schrie Lloyd auf und versuchte seine Haare vorm Abbrennen zu bewahren. „Pass doch auf, wo du hinzielst!!!“
„Wie soll ich das bitte machen in dieser Dunkelheit! Wunderbar, Lloyd, jetzt hast du die Lichtquelle ausgelöscht!“, beschwerte sich Zelos.
„Willst du etwa, dass ich meine Haare abbrennen lasse?!“
„Sie sind immerhin gutes Brennmaterial.“
„Seid endlich still! Wir finden auch so Licht!“, rief Sheena. „Ich habe hier noch die Blaue Kerze…“
„Sag das doch früher!“, bemerkte Lloyd verärgert.
Mit Hilfe der Blauen Kerze hatten sie wenigstens ein wenig Licht und konnten in der Nähe der Wand nach der nächsten Frage suchen. Sobald sie sie richtig beantwortet hatten, verschwand die Dunkelheit.
„Na also, geht doch“, sagte Kiya, die wieder einmal eine Scheibe einsammelte.

~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~

Presea war inzwischen eingeschlafen. Nun, was sollte man hier sonst auch großartig tun? Raine saß auch nur da und spielte gelangweilt mit ihren Haaren. Ab und zu schaute sie in die Kristallkugel und stellte fest, dass beide Gruppen nun den letzten Raum erreicht hatten. (So geht’s doch gleich viel schneller XDDDD)
Raine hoffte, dass bald alles zu Ende war. Es kam ihr vor wie eine Ewigkeit, seit sie und ihre Freunde auf der Wiese gelandet und vom Hüter in zwei Teams eingeteilt worden waren. Da fiel ihr ein, dass der Hüter ihre Namen gewusst hatte, obwohl sie sich gar nicht vorgestellt hatten.
„Woher wusstest du eigentlich unsere Namen?“, fragte sie den Hüter.
Der Hüter zuckte mit den Schultern. „Ich weiß über jeden, der in dieses Spiel gerät sofort alles. Wie er heißt, wie alt er ist, wer zu seiner Familie gehört, was er alles erlebt hat… Einfach alles. Ich weiß auch, dass du denjenigen suchst, der damals deinen Sohn entführt hat.“
Raine nickte nur. Wirklich verwundern tat sie das nicht. „Es war ein Cruxis-Engel, so viel habe ich schon herausgefunden…“
Der Hüter schüttelte den Kopf. „Du hast noch mehr herausgefunden. Du willst es dir nur nicht eingestehen. Du weißt schon, wer deinen Sohn damals entführt hat.“
„N-Nein, weiß ich nicht!“
„War die blaue Feder dir noch nicht Beweis genug? Gut, dann sieh dir mal das an“, sagte der Hüter und deutete auf die Kristallkugel.
Als diesmal hinein sah, sah sie den vermummten Cruxis-Engel, der ihren Sohn in den Armen trug. Er landete vor dem Turm des Heils, zog sich dann die Kapuze vom Kopf und blickte sich um.
Er hatte abstehende rotbraune Haare und braune Augen. Es war eindeutig Kratos, daran gab es keinen Zweifel.
„Nein…“, hauchte Raine. „Das kann nicht sein… Kratos würde so etwas nicht machen!!!“
„Du leugnest das, was du mit deinen eigenen Augen siehst? Ihr Menschen seid schon amüsant. Du wirst dich früher oder später mit der Wahrheit abfinden müssen. Ich muss jetzt die nächsten zwei hierher bringen.“ Im nächsten Moment war der Hüter auch schon verschwunden.
Raine saß wie benommen da und musste erst einmal verarbeiten, was sie gesehen hatte. Kratos konnte nicht der Entführer sein. Warum sollte er Xai entführt haben? Außerdem hatte er gesagt, er wüsste nichts über die Entführung. Oder war das eine Lüge gewesen? Konnte sie ihm noch vertrauen?
Raine war verwirrt. Sie musste sich Gewissheit holen und sie wusste auch schon bei wem.
„Worüber habt ihr geredet?“, fragte Presea, die aufgewacht war.
„Nicht so wichtig…“, murmelte Raine.
Der Hüter tauchte wieder auf und mit ihm Lloyd und Xai.
„Xai!“, rief Raine erleichtert und umarmte ihn stürmisch.
„Mom!“
„Ich habe Hunger…“, beschwerte sich Lloyd.
Der Hüter deutete zum Tisch. „Es ist noch genug übrig.“
Das ließ sich Lloyd nicht zweimal sagen und er stürmte zum Tisch. Xai folgte ihm kurz darauf und Presea unterhielt sich mit den beiden.
Raine hingegen war in ihre Gedanken vertieft.
„Sie kommen gleich. Das wird euch jetzt zwar nicht gefallen, aber es muss sein“, sagte der Hüter nach einer Weile und im nächsten Moment fanden sich die vier in einem hängenden Käfig wieder.
„Hey, was soll das?!“, fragte Lloyd aufgebracht. „Ich war noch nicht fertig mit essen!“
Der Hüter erwiderte darauf nichts, genauso wenig wie die anderen und Lloyd schmollte.

~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~

In der Zwischenzeit erreichten beide Gruppen die Wiese, auf der sie am Anfang gelandet waren und sahen nun den Tempel, den sie die ganze Zeit gesucht hatten.
Die acht Personen betraten ihn und folgten eine kurzen Treppe nach unten. Bald schon hörten sie Stimmen und kurz darauf erreichten sie einen hellen Raum, in dem der Hüter stand.
„Wo sind…“, wollte Genis fragen, wurde aber von Sheena unterbrochen: „Da oben!“
Die Freunde bemerkten den Käfig, der unter der Decke hing und in dem die anderen vier steckten.
„Ihr habt es also geschafft, hierher zu kommen. Herzlichen Glückwunsch. Aber jetzt müsst ihr noch eine schwere Entscheidung treffen“, verkündete der Hüter.
„Welches Team war denn nun zuerst hier?“, fragte Zelos.
„Das spielt keine Rolle“, antwortete der Hüter. „Ihr müsst alle entscheiden, wer hier bleiben soll und wer gehen darf. Entweder ihr oder eure Freunde im Käfig.“
Yuan sah verwirrt die anderen an. „Was soll an der Entscheidung jetzt so schwer sein?“
Kratos zuckte mit den Schultern. „Ich denke, wir brauchen da gar nicht lange zu überlegen.“
„Genau. Wir würden unser Leben für unsere Freunde aufgeben. Und wenn wir uns zwischen unser Leben und ihrem entscheiden müssen, dann steht die Antwort von vornherein fest“, meinte Kiya.
„Wir entscheiden uns für unsere Freunde“, verkündete Colette.
„Leute…“, murmelte Lloyd.
„Ihr würdet für uns das Gleiche tun“, bemerkte Regal.
„Seid ihr euch sicher, dass das die richtige Entscheidung ist?“, fragte der Hüter.
„Für uns ist es die richtige Entscheidung“, sagte Kratos. „Auch wenn wir dadurch sterben sollten. Wir lassen unsere Freunde nicht im Stich.“
Der Hüter seufzte und schnippte mit seinen Fingern, woraufhin Lloyd, Presea, Xai und Raine im nächsten Moment wieder auf dem Boden standen.
„Ihr seid wirklich anders… Gratuliere, ihr habt als erste die richtige Entscheidung getroffen.“ Der Hüter hielt Kratos seinen Speer hin. „Bei euch ist er in guten Händen. Ihr könnt dieses Spiel zerstören.“
Zelos blinzelte irritiert. „Wie, du spieß uns nicht auf, um uns dann über dem Feuer zu braten? Du bringst uns nicht um?“
„Nein, warum denn? Ihr habt die letzte Prüfung doch bestanden.“
„Dies ist also der ‚Goldene Speer’?“, fragte Genis. „Obwohl er gar nicht golden ist?“
„Früher war er einmal golden. Aber das ist lange her“, sagte der Hüter. „Ihr müsst ihn alle irgendwo berühren, damit ich euch mit meiner Magie zurückschicken kann.“
Die Freunde nickten und suchten sich alle eine Stelle, an dem sie den Speer berühren konnten. Sofort wurden sie von einem gleißenden Licht umgeben.





Signatur


Crynil, do rical nade;
Elran, do tilial nade;
Mina, ris fris antaras nideras ko offim desto;
Boli dyx strimur syrax windalk!

© by DelFina18



DelFina18 ...
~Kraine no Aikosha~
...............

...

Status: Offline
Registriert seit: 17.03.2007
Beiträge: 246
Nachricht senden
...   Erstellt am 13.04.2008 - 16:35Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


~°~°~°~°~°~°~°~°~°~°~Kapitel 29: Tag 3 in Nyhaim, Teil 2~°~°~°~°~°~°~°~°~°~°~

Lilia sprang gespannt auf, als auf einmal ein grelles Licht den Raum erfasste. „Kann es sein, dass…?“
Im nächsten Moment verschwand das Licht wieder und Raine und ihre Freunde standen wieder im Raum, der jetzt ziemlich eng war.
„Ah, endlich wieder zurück!!!“, schrie Zelos begeistert.
„Wir müssen noch das Spiel zerstören“, sagte Raine.
„Das ist eine gute Idee“, sagte Dyn.
Raine sah sich irritiert im Raum um. „Lilia? Dyn?! Was macht ihr hier?!“
„Das ist eine lange Geschichte. Darüber können wir später auch noch reden. Oh, ich bin so froh, dass es euch gut geht!“, rief Lilia fröhlich und umarmte Raine glücklich. „Ihr seid die Ersten, die es lebend aus dem Spiel geschafft haben!“
Raine nickte. „Und jetzt müssen wir dafür sorgen, dass niemand mehr das Gleiche durchmachen muss, wie wir.“
„Wie zerstören wir das Spiel überhaupt? Ich bin mir sicher, wenn es mit irgendeiner Waffe gehen würde, hätte es schon längst jemand getan“, vermutete Genis.
„Hey, Kleiner, du bist ja immer noch nicht größer geworden!“, scherzte Dyn.
„Ich bin nicht klein!!!“, schrie Genis aufgebracht.
Dyn grinste amüsiert, bis er Xai entdeckte. „Hey, Xai, geht es dir gut?“
Der Junge nickte. „Ich bin etwas müde, aber sonst geht es mir gut…“
Raine unterbrach die kleine Konversation schließlich. „Ich weiß, wie wir das Spiel zerstören können. Wir brauchen auf jeden Fall den ‚Goldenen Speer’. Die Scheiben können auch nicht schaden. Das meinte zumindest der Hüter.“
„Dann sollten wir uns besser einen Ort suchen wo wir das Spiel gefahrlos zerstören können. Immerhin wissen wir nicht, was genau passieren wird, sobald wir es erst einmal zerstört haben“, meinte Kratos.
„Ja“, stimmte Raine zu, ohne ihn anzusehen. „Lasst es uns südlich von Meltokio zerstören.“
Ohne ein weiteres Wort trat sie aus dem Raum.
„Irgendetwas stimmt mit ihr nicht…“, murmelte Kratos nachdenklich.
„Lloyd, wir sollten nach Anna sehen“, sagte Colette besorgt.
Lloyd nickte. „Yeah. Ihr könnt das Spiel ja auch ohne uns zerstören.“
„Natürlich“, sagte Yuan grinsend, als Lloyd und Colette das Zimmer verließen.
„Ich denke, wir sollten auch langsam nach Hause gehen. Ich vertraue euch, dass ihr das Spiel zerstören könnt“, bemerkte Kalek, der bis jetzt still gewesen war.
Seine Frau nickte. „Das Essen dürfte bald fertig sein.“
Riki sah trotzig ihre Eltern an. „Ich will noch nicht gehen! Ich bleibe bei Tante Lilia!“
Kalek seufzte und rieb sich den Nasenrücken. „Lilia, könntest du sie später zurückbringen?“
Lilia nickte. „Natürlich.“
„Ich kann auch alleine gehen!“, behauptete Riki. „Ich kenne mich hier so gut aus wie in meiner Westentasche!“
„Mir wäre es trotzdem lieber, wenn Lilia dich begleiten würde“, meinte Lykia.
Riki sah zur Seite. „Mal sehen.“
Kalek und Lykia lächelten über die Sturheit ihrer Tochter und verließen dann ebenfalls das Zimmer.
Die anderen folgten ihnen. Vor dem Zimmer sahen sie Raine stehen.
„Wer war das eigentlich eben?“, fragte sie Lilia.
„Meine Eltern!“, antwortete Riki grinsend.
Lilia legte ihre Hände auf Rikis Schultern. „Meine Familie. Mein Bruder, seine Frau und ihre Tochter Riki.“
Raine sah Lilia irritiert an. „Ich dachte, du hättest keine Familie neben deiner Oma…“
„Ist eine lange Geschichte. Das kann ich nachher beim Ball erklären“, sagte Lilia.
„Ball? Welcher Ball?“, fragte Kiya verwirrt.
Kiya war nicht die Einzige, die verwirrt war. Auch in den Gesichtern der anderen zeigte sich Verwirrtheit ab.
Lilia sah sie ungläubig an. „Sagt bloß, ihr wisst nichts davon! Heute vor vier Jahren ist Nyhaim gegründet worden, deswegen findet ein Ball im Palast der königlichen Familie statt. Jeder ist eingeladen.“
„Davon wussten wir wirklich nichts…“, sagte Yuan.
Sheena seufzte. „Das heißt, wenn wir das Spiel zerstört haben, dürfen wir uns auch noch nach Ballkleidern und passenden Schuhen umsehen?“
„So sieht’s aus“, bestätigte Lilia.
„Eine Sache nach der anderen“, meinte Raine. „Erst einmal müssen wir das Spiel zerstören.“
Sie flogen daraufhin mit den Rheairds zur Gegend südlich von Meltokio. Sie landeten, legten das Spiel auf den Boden und holten die Scheiben hervor. Genis, Zelos und Yuan setzten die jeweiligen Elementszauber auf die Scheiben ein, so dass bald ein regelrechter Sturm der Elemente das Spiel traf. Danach trat Kratos hervor und stieß den ‚Goldenen Speer’ in das Zentrum des Spiels, woraufhin die Gruppe von einer unsichtbaren Macht weggeschleudert wurde. Als sie dorthin sahen, wo sich das Spiel befunden hatte, war es verschwunden. Kurz darauf erschütterte ein heftiges Erdbeben ganz Elaros.
Die Gruppe war in der Nähe vom Fooji Gebirge und so war es nicht weiter verwunderlich, dass eine Steinlawine vom Erdbeben ausgelöst wurde. Ein paar Steine fielen direkt in Xais Richtung.
„Vorsicht!“, rief Kratos und schubste ihn zur Seite, so dass die Steine nun auf ihm landeten.
„Kratos!“, schrie Raine erschrocken.
Als das Erdbeben aufhörte, rannte sie zu dem Steinhaufen und fing an, die kleineren Steine wegzuräumen. Die anderen halfen ihr bald, bis sie Kratos endlich geborgen hatten.
„Argh…“, stöhnte er. Er hatte keine äußeren Wunden, aber er konnte immer noch Prellungen oder gebrochene Knochen haben, wenn nicht sogar innere Verletzungen.
„Kratos, tut dir was weh?“, fragte Raine besorgt.
„Mein linker Arm… Ich glaube, er ist verstaucht… Und eine Rippe habe ich mir glaube ich auch angeknackst…“
Raine untersuchte ihn daraufhin. Mit ihrer Magie konnte sie ihn nicht heilen, gegen Knochenbrüche konnte sie nicht viel machen, also war das Einzige, was sie machen konnte, ihm Verbände anzulegen.
„Danke, dass du mich weggeschubst hast“, bedankte sich Xai bei Kratos. „Aber jetzt bist du verletzt…“
„Mach dir keine Sorgen deswegen. Das heilt wieder. Hauptsache, dir geht es gut“, meinte Kratos lächelnd.
Raine beobachtete die beiden eine Weile und fragte sich, ob der Hüter nicht vielleicht doch gelogen hatte. Dann sagte sie: „Das Spiel ist zerstört. Irgendwo sollte sich jetzt Lyuros befinden. Das Erdbeben war eine natürliche Reaktion auf die Gegend, die auf einmal der Welt hinzugefügt wurde… Wir hätten damit rechnen sollen… Ich hätte damit rechnen sollen…“
„Raine, mach dich nicht fertig deswegen. Du darfst auch mal Fehler machen und Dinge vergessen“, bemerkte Kiya. „Keiner ist perfekt.“
„Kiya hat Recht. Viel wichtiger ist jetzt, dass wir Ballkleider finden bis zum Abend. Und ich fürchte, allzu viel Zeit haben wir dazu nicht mehr. Es ist schon Nachmittag!“, stellte Sheena fest.
„Dann macht euch besser auf den Weg. Ihr Frauen braucht ja sowieso eine halbe Ewigkeit, bis ihr ein Kleid gefunden habt“, seufzte Yuan.
„Kratos, du solltest dich besser im Hotel ausruhen… Und vielleicht solltest du heute Abend auch im Hotel bleiben“, sagte Raine.
Kratos schüttelte den Kopf. „Mir geht es gut. Wenn ich mich jetzt ein wenig ausruhe, bin ich heute Abend wieder fit.“
Raine nickte langsam und flog dann mit den Mädels in die Stadt, während die Jungs zurück ins Hotel flogen.
„Hey, was ist eigentlich mit Colette?“, fragte Genis. „Braucht sie nicht auch noch ein Kleid?“
In diesem Moment kamen Lloyd, Colette und Anna ihnen entgegen.
„Kleid? Wofür denn?“, fragte Colette irritiert.
Genis erzählte ihnen von dem Ball.
Colette schüttelte den Kopf. „Ich bin zu erschöpft, um heute noch großartig was zu machen. Ich will mich nur noch ins Bett legen und schlafen.“
„Ich brauch erst einmal was zu essen“, sagte Lloyd.
„Da schließe ich mir dir an!“, sagte Yuan begeistert und Zelos nickte.
Die drei machten sich zusammen mit Regal auf den Weg in die Küche, um nach etwas zu essen zu fragen. Nun, Regal wollte nichts essen, sondern fragen, ob er (wieder einmal) beim Kochen helfen konnte.
Kratos, Colette und Anna gingen in ihre jeweiligen Zimmer, um sich auszuruhen und Dyn, Genis und Xai vertrieben sich ihre Zeit mit Kartenspielen.

~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~

Am Abend ging die Gruppe zum Palast. Lilia hatte inzwischen erklärt, was sie alles herausgefunden hatte, als Raine und ihre Freunde im Spiel gefangen gewesen waren. Die Freunde waren ziemlich überrascht zu hören, dass Lilia zur königlichen Familie gehörte.
„Es war für mich selber auch ein ziemlicher Schock. Aber ich bin froh, dass ich jetzt wieder eine Familie habe“, sagte Lilia.
„Es ist bestimmt zu wissen, wer man ist…“, murmelte Sheena, die daran dachte, dass sie selber nichts über ihre Herkunft wusste.
Sie wusste nur, dass ihr Großvater, das ehemalige Oberhaupt von Mizuho, sie im Gaoracchia-Wald gefunden und als Enkelin adoptiert hatte. Aber sonst war über ihre Herkunft nichts bekannt.
Sie schüttelte den Kopf. Jetzt war nicht die Zeit, um solche trübseligen Gedanken zu haben. Sie und Zelos tanzten eine Weile, bis Sheena auffiel, dass Raine merkwürdig still war und auch nicht in Kratos’ Nähe stand, der sich gerade mit Yuan über irgendetwas unterhielt. Überhaupt hatte sie sich Kratos gegenüber seltsam verhalten, seit sie aus dem Spiel zurückgekehrt waren.
„Weißt du, was mit Raine los ist?“, fragte sie Zelos stirnrunzelnd.
„Nein, wieso? Für mich wirkt sie so wie immer.“
„Irgendetwas bedrückt sie… Und es scheint mit Kratos zu tun zu haben.“
Zelos zuckte mit den Schultern. „Vielleicht liegt es an seinen Verletzungen?“
Sheena schüttelte nachdenklich den Kopf. „Sie hat sich davor schon komisch verhalten…“
„Dann liegt es vielleicht an der Schwangerschaft. Ich habe gehört, dass schwangere Frauen oft Stimmungsschwankungen haben“, sagte Zelos.
„Vielleicht hast du Recht…“ Aber Sheena war nicht wirklich davon überzeugt, dass dies der Grund für Raines merkwürdiges Verhalten war.

~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~

Raine konnte nicht wirklich ausgelassen feiern. Was sie in der Kristallkugel gesehen hatte, ging ihr immer noch durch den Kopf und ließ sie nicht in Ruhe. Es würde sie noch verrückt machen, wenn sie nicht bald Gewissheit hatte.
Raine griff nach einem Glas Sekt, als eine Bedienung mit einem Tablett an ihr vorbei ging, aber als sie trinken wollte, nahm ihr jemand das Glas aus der Hand.
„Keinen Alkohol während der Schwangerschaft, Raine“, sagte Kratos.
Raine seufzte. „Es ist so ungerecht, wenn man auf einer Feier keine alkoholischen Getränke trinken kann…“
„Seit wann stört dich das denn? Sonst hast du doch auch keinen Alkohol getrunken“, bemerkte Kratos.
Raine sah ihn genervt an. „Es stört mich halt jetzt! Ich könnte es jetzt gut gebrauchen…“
Kratos sah sie besorgt an. „Irgendetwas ist doch los mit dir…“
„Nichts ist los mit mir. Wenn du mich jetzt entschuldigen würdest, ich brauche frische Luft.“ Ohne ein weiteres Wort ging Raine nach draußen auf einen Balkon.
Kratos folgte ihr. „Raine, warum sagst du mir nicht einfach, was dich bedrückt?“
„Ich kann es dir halt nicht sagen.“
Kratos rollte mit den Augen. „Sind wir wieder einmal an dem Punkt angekommen oder wie?! Jedes Mal, wenn dich etwas bedrückt, verschließt du dich vor mir, anstatt mir einfach zu sagen, was los mit dir ist!“
Raine schwieg nur.
Auf einmal erhellte ein wunderschönes Feuerwerk den Himmel. Raine erinnerte sich an das letzte Silvester und Tränen stiegen ihr in die Augen. Sie hielt es nicht mehr aus. Sie rannte wieder nach drinnen, die Stufen hinunter, raus aus dem Palast in Richtung Hotel.
Kratos folgte ihr verwirrt. „Raine, nun warte doch!“
„Lass mich allein!“, schrie Raine schluchzend.
Kratos blieb stehen und kam zu dem Schluss, dass er sie vielleicht wirklich erst einmal allein lassen sollte. Also ging er wieder zurück zum Palast, war den Rest des Abends aber auch nicht mehr wirklich in Feierstimmung.





Signatur


Crynil, do rical nade;
Elran, do tilial nade;
Mina, ris fris antaras nideras ko offim desto;
Boli dyx strimur syrax windalk!

© by DelFina18



DelFina18 ...
~Kraine no Aikosha~
...............

...

Status: Offline
Registriert seit: 17.03.2007
Beiträge: 246
Nachricht senden
...   Erstellt am 15.04.2008 - 19:13Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


~°~°~°~°~°~°~°~°~°~Kapitel 30: Alkohol und Kirimango-Saft~°~°~°~°~°~°~°~°~°~

Den nächsten Morgen machte sich die Gruppe bereit, wieder nach Iselia zu fliegen. Auch den anderen fiel nun auf, dass mit Raine anscheinend etwas nicht stimmte, denn sie wechselte kein einziges Wort mit Kratos und war auch sonst recht still.
„Habt ihr euch wieder gestritten?“, fragte Yuan seinen besten Freund.
„Eigentlich nicht…“ Kratos schüttelte seufzend den Kopf. „Ich versteh sie einfach nicht… Sie ist wie ein Buch mit sieben Siegeln.“
„Das sind alle Frauen, Kratos. Sie sind nun einmal völlig andere Wesen“, meinte Yuan und bekam dafür von Kiya eine Kopfnuss.
„Ich werde mal mit Raine reden“, sagte sie dann und verließ die beiden Männer, die noch einmal überprüften, ob alle Rheairds startklar waren.
„Raine, ist irgendetwas mit dir?“, fragte Kiya.
Raine schüttelte nur den Kopf und schwieg.
„Du weißt, dass du es mir erzählen kannst, wenn dich etwas bedrückt, oder?“
Raine nickte. „Ja, danke, Kiya…“
Kiya sah ein, dass Raine nicht über ihre Probleme reden wollte und ließ sie in Ruhe. Lilia kam auf die beiden zu.
„Wir sehen uns dann heute Abend, nicht wahr?“, fragte Lilia und Raine nickte.
Sie hatten Lilia zum Junggesellinnenabschied eingeladen, der an diesem Abend stattfand. Genauso hatten die Jungs Dyn eingeladen.
„Dann bis heute Abend“, sagte Lilia und umarmte Raine kurz. „Hoffentlich bist du dann etwas fröhlicher.“
Raine setzte ein gezwungenes Lächeln auf und nickte nur. Dann flogen sie und ihre Freunde zurück nach Iselia. Kaum waren sie dort angekommen, meinte Raine: „Ich muss noch einmal weg.“
„Wohin denn?“, fragte Genis besorgt.
Aber Raine schwieg nur und flog wieder davon.
„Mir gefällt es nicht, wie sie sich verhält…“, murmelte Genis.
„Irgendetwas bedrückt sie, aber sie will nicht sagen, was“, sagte Kiya.
„Vielleicht geht es ihr auch einfach nicht gut?“, vermutete Colette. „Sie sah ziemlich blass aus.“ Colette schlug erschrocken die Hände vor den Mund, als ihr ein schrecklicher Verdacht kam. „Vielleicht ist etwas mit dem Baby!“
„Das wäre möglich… Immerhin meinte sie, dass es nicht gut für das Baby wäre, wenn sie Magie einsetzt und sie hat es trotzdem gemacht…“, bemerkte Sheena.
„Und da sie nicht möchte, dass Kratos etwas davon erfährt, schweigt sie sich aus…“, fügte Zelos im Flüsterton hinzu.
Die drei bildeten einen kleinen Kreis und besprachen flüsternd ihre Theorie, während sie Kratos immer wieder kurze Blicke zuwarfen.
Diesem hingegen kam inzwischen ein anderer Verdacht. Vielleicht hat sie es herausgefunden, dass ich Xai damals entführt habe… Aber er hoffte, dass er sich da täuschte, denn eigentlich wollte er es ihr selber beibringen, auch wenn er noch nicht genau wusste wie und wann. Auf jeden Fall noch vor der Hochzeit, so viel stand fest. Aber sehr viel früher konnte er es sowieso nicht machen, denn an diesem Abend würde er Raine nicht mehr sehen, es sei denn, er blieb solange auf, bis sie von ihrer Feier mit den Mädels wieder zurückkam. Aber wer wusste schon, ob er da nicht schon viel zu betrunken war, um überhaupt noch einen klaren Gedanken zu fassen.

~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~

Die Jungs amüsierten sich prächtig und waren auch ziemlich schnell angetrunken. Kratos war froh, dass er Xai dazu hatte überzeugen können, bei Frank und Phaidra zu schlafen, so dass er das ganze Trinkgelage nicht mitbekommen konnte. Kratos und Genis waren die Einzigen, die sich ein wenig zurücknahmen. Genis, weil er eigentlich noch keinen Alkohol trinken durfte und Raine ihn wohl sowieso umbringen würde, wenn sie erfuhr, dass er etwas getrunken hatte und Kratos, weil er später noch mit Raine über die Entführung reden und ihr endlich die Wahrheit sagen wollte.
„Denkst du, sie wird mich hassen?“, fragte Kratos Yuan, der inzwischen auch schon ziemlich blau war.
„Klar.“
Kratos wurde blass.
„Im ersten Moment. Aber dann wird sie dir schon irgendwann verzeihen.“
Kratos atmete erleichtert aus. „Und wie lange wird es dauern, bis dieses ‚irgendwann’ erreicht ist?“
Yuan zuckte mit den Schultern. „Was weiß ich? Frauen ticken anders als wir, Kratos.“ Er sah sich kurz um, wie um sicherzugehen, dass keine Frau – und schon gar nicht Kiya – in seiner Nähe war. „Was für uns schon längst Schnee von gestern ist, ist bei denen noch nach Wochen das große Thema.“
Kratos stützte sein Gesicht mit den Händen. „Ich bin ein toter Mann… Sie wird mir nie verzeihen…“
„Na, nun sei nicht so pessimistisch. Sie wird dir schon irgendwann verzeihen. Wenn sie dich nicht vorher umbringt“, sagte Yuan seelenruhig. „Weißt du… Vielleicht solltest du etwas mehr trinken. Du wirst schon sehen, danach fühlst du dich viel besser.“
Kratos seufzte. „Vielleicht hast du Recht.“ Er goss sich ein Glas Whiskey ein und trank es dann in einem Zug aus.
„So ist’s richtig, Junge!“, meinte Yuan lachend und klopfte Kratos auf den Rücken.

~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~

Während die Jungs bei Kratos und Raine feierten, hielten sich die Mädels in Lloyds und Colettes Haus auf. Anna hatte Colette zu Phaidra und Frank gebracht, damit diese in Ruhe schlafen konnte und so konnten sie ausgelassen feiern.
Lilia hatte vor, Raine ein wenig aufzumuntern, die immer noch ziemlich bedrückt wirkte und deswegen hatte sie etwas Besonderes mitgebracht.
„Raine, ich hoffe, du kannst dich noch hieran erinnern.“ Sie holte eine Flasche aus ihrer Tasche. Es war ein beliebtes Getränk aus Palmacosta, das sich ‚Kirimango-Saft’ nannte und – wie der Name schon vermuten ließ – aus Kirima-Saft und Amango-Saft bestand. Das Getränk war vollkommen alkoholfrei, hatte seit jeher auf Raine aber die gleiche Wirkung wie Alkohol.
„Du weißt doch, wie ich auf das Zeug reagiere…“, meinte Raine murmelnd, konnte ihren Blick aber nicht von der Flasche abwenden.
Egal, was für eine Wirkung es auf sie hatte, es gehörte immer noch zu ihren Lieblingsgetränken und sie hatte es schon lange nicht mehr getrunken.
„Komm, der alten Zeiten Willen! Ein Glas!“, sagte Lilia und goss ihr auch schon ein.
Raine seufzte. „Ein Glas kann ja nicht schaden…“
Keine Stunde später hatte Raine die Hälfte der Flasche geleert und war in dem Zustand, den man nur betrunken nennen konnte, wobei sie ja eigentlich nicht betrunken war. Sie kicherte die ganze Zeit, wie die meisten anderen ihrer Freundinnen auch.
„Morgen wird bestimmt ein toller Tag…“, meinte Kiya kichernd. „Ich liebe Hochzeiten…“
Raine runzelte die Stirn und sah ernst drein. „Es wird nicht stattfinden. Ich werde diesen Bastard nie im Leben heiraten.“
„Welchen Bastard?“, fragte Sheena.
Sie waren alle viel zu betrunken, um wirklich zu realisieren, was Raine eigentlich von sich gab.
„Kratos! Er hat mich belogen! Er ist ein Betrüger, Verräter, Entführer! Ein Bastard! Dieser Mistkerl hat Xai damals entführt und hat noch nicht einmal den Mumm, es mir zu sagen!“
Irgendwo klingelten bei Kiya die Alarmglocken, aber sie konnte nicht mehr klar denken. Raine goss sich wieder ein Glas mit dem Kirimango-Saft ein und verschüttete dabei die Hälfte. „Ich habe ihm vertraut! Ich habe ihm geglaubt! Ich bin auf ihn hereingefallen! Ich werde diesem Bastard nie verzeihen! Nie, nie, nie!“ Sie hickste. „Männer sind solche Schweine!“
Sheena hob ihr Glas. „Da sagst du was, Raine!“
„Lasst uns darauf anstoßen!“, rief Lilia und hob ebenfalls ihr Glas. „Männer sind Schweine!“
Die anderen taten es ihr gleich.
Als Raine, Kiya und Lilia zurück zu Raines Haus torkelten (Kiya und Lilia übernachten nämlich da, während die anderen Mädels bei Colette und Lloyd übernachten) und ihr Haus betraten, sahen sie Kratos, der am Küchentisch saß und anscheinend auf Raine wartete.
„Raine, ich…“, fing er an, doch dann sah er, dass Raine torkelte und fragte: „Hast du etwa Alkohol getrunken, Raine?!“
„Ach was!“, sagte sie und stieß seine Hand weg, die sie festhalten wollte. „Nur das hier.“ Sie reichte ihm die fast leere Flasche mit dem Kirimango-Saft.
Lilia erklärte das Ganze kichernd, als Kratos stirnrunzelnd die Flasche ansah und feststellte, dass sie keinen Alkohol beinhaltete. „Raine reagiert auf dieses Zeug seit jeher wie andere auf Alkohol… Aber es ist vollkommen ungefährlich für das Kind. Es ist ja nur Saft…“
Kratos sah die drei etwas ungläubig an, sagte dann aber nichts weiter dazu. Eigentlich hatte er vorgehabt, mit Raine zu reden, aber da diese momentan nicht besonders aufnahmefähig war, entschied er sich, am nächsten Tag mit ihr über die Entführung zu reden.
„Du solltest ins Bett gehen, Raine.“ Er legte eine Hand auf ihren Rücken, aber sie schlug seinen Arm weg und sagte: „Fass mich nicht an, Bastard!“ Während sie torkelnd die Treppen zu ihrem Zimmer hinaufstieg, kicherten Kiya und Lilia unaufhörlich.
Kratos schüttelte nur den Kopf. „Ihr solltet auch ins Bett gehen.“


[Dieser Beitrag wurde am 15.04.2008 - 19:17 von DelFina18 aktualisiert]





Signatur


Crynil, do rical nade;
Elran, do tilial nade;
Mina, ris fris antaras nideras ko offim desto;
Boli dyx strimur syrax windalk!

© by DelFina18



More : [1] [2] [3] [4]

Ähnliche Themen:
Thema Erstellt von Antworten Forumname
A Year of Celebrations 1: Every End is also a Beginning DelFina18 0 rikana
A Year of Celebrations 1: Every End is also a Beginning DelFina18 0 hinonokankurou
A Year of Celebrations 3: Long-living Memories DelFina18 32 delfina18
A Year of Celebrations 3: Long-living Memories DelFina18 32 rikana
A Year of Celebrations 3: Long-living Memories DelFina18 32 hinonokankurou
Neuer Thread ...

Geburtstagsliste:
Heute hat kein User Geburtstag!
----------------------------------




Impressum

Dieses Forum ist ein kostenloser Service von razyboard.com powered by:
Geizkragen Preisvergleich. Top-Produkt im Preisvergleich: DeLonghi ESAM 4200
Wollen Sie auch ein kostenloses Forum in weniger als 2 Minuten? Dann klicken Sie hier!



Verwandte Suchbegriffe:
ich bin der teil eines ganzen
blank