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DelFina18 ![]() ~Kraine no Aikosha~ Status: Offline Registriert seit: 17.03.2007 Beiträge: 246 Nachricht senden |
So, da Teil 3 meiner 5-teiligen Jahres-Fanfic etwas *hust* länger wird, muss ich das in Kaps unterteilen... Da ich noch dran schreibe (und hoffentlich bald mal fertig bin XDDD), ich aber net mehr mit dem Reinstellen warten möcht, stell ich jeden Tag ein Kap rein. Bei 13 Kaps hab ich ja noch ein wenig Zeit, um das 14. fertig zu kriegen XDDD Wobei ich das bestimmt morgen oder übermorgen fertig hab Stille. Nur das Rauschen des Meeres, der sanfte Wind, der die Hitze des Sommers verminderte und die Schreie der Möwen, die über dem Meer ihre Kreise zogen. Ein perfektes Ambiente zum Entspannen. Vorausgesetzt man hatte keine kleine Abgeneigtheit zu Wasser, wie Raine es gerne beschrieb. Sie seufzte. Sie, Kratos, Genis, Lloyd, Colette und Anna machten Urlaub in Izoold. „Es wird dir gut tun“, hatte Kratos gesagt. Raine hatte ihm da ja auch zugestimmt. Sie konnte die Erholung inzwischen wirklich gut gebrauchen. Ihr Rücken fing an zu schmerzen, wenn sie zu lange stand oder zu schwere Dinge trug und auf ihre Recherchen hatte sie schon lange verzichten müssen, weil sie einfach zu schnell erschöpft war. Und sie hatten auch schon lange keinen Familienausflug mehr gemacht. Wenn Raine sich recht erinnerte… sogar noch gar keinen. Aber warum hatte es ausgerechnet Izoold sein müssen?! Eine Fischerstadt, umgeben von Wasser, Wasser, nichts als Wasser! Nun, wenn man von dem kleinen bisschen Land absah… Aber das spielte keine Rolle. Das Dorf lag am Meer und deswegen hatte sich Raine die meiste Zeit unwohl gefühlt. Nachts hatte sie Alpträume, in denen eine riesige Flutwelle ganz Izoold wegschwemmte und tagsüber war sie dann hundemüde, erschöpft und schlecht gelaunt. So viel zu der Erholung. Aber zum Glück endete der Urlaub bald, in zwei Tagen würden sie zurückreisen. In zwei Tagen… Am 19. Juni, einem Donnerstag. Der darauf folgende Tag war für Raine ein Tag voller Erinnerungen. Und es war der einzige Tag im Jahr, an dem sie wieder die kleine Schatulle unter ihrem Bett hervorholen und sich den Inhalt ansehen würde, während die Tränen ihr Gesicht hinab liefen. Sieben Jahre war es jetzt her… Sieben Jahre… Und noch immer war sie über den Schmerz, den der Verlust ihr bereitete, nicht hinweg. Raine schüttelte den Kopf. Das gehörte jetzt nicht hierher. Sie sollte sich erholen – auch wenn ihr das schwer fiel – und sich nicht an vergangene Zeiten erinnern. „Heeeey!!! Raine!“, rief Genis ihr fröhlich winkend zu. Er und die anderen hatten eine kleine Bootstour unternommen – Raine hatte sich geweigert, mitzukommen und hatte wenigstens hierbei ihren Willen durchsetzen können – und legten jetzt im Hafen an, wo Raine schon wartete. Raine vertrieb die letzten trübseligen Gedanken und lächelte, als ihre Familie auf sie zuging. „Hey“, begrüßte Kratos sie. „Wie geht es dir?“ „Gut“, antwortete Raine und gab Kratos einen sanften Kuss auf die Lippen. „Und unserer Kleinen?“ „Soweit ich das beurteilen kann, geht es ihm auch gut“, erwiderte Raine seufzend. Kratos und Raine hatten immer noch unterschiedliche Meinungen darüber, ob das Baby ein Junge oder ein Mädchen werden würde. „Wir haben Delfine gesehen, Raine! Es war unglaublich!“, rief Genis begeistert. „Delfis!“, stimmte Anna fröhlich zu. „Sie haben sogar das Buch zurückgebracht, das Genis irgendwann auf der Fahrt aus Versehen über Bord geschmissen hat“, meinte Lloyd grinsend. „Oh, das ist ja wunderb… Moment mal! Welches Buch, Genis?!“, fragte Raine bedrohlich. Genis lachte nervös und rieb sich den Hinterkopf. „A-Ach, weißt du… Nur so ein altes, verstaubtes Buch, das ich zu Hause im Bücherregal gefunden habe… Nichts Besonderes, irgendetwas über Astronomie…“ „Ein altes Buch?! Über Astronomie?! Stand es zufällig in dem Fach ‚Extrem uralt und höchst empfindlich’?!“ Genis schluckte hörbar und wich zurück. „Ähm… Wenn du das Fach ganz links meinst… Ja…“ „GENIS!!!“, schrie Raine wütend. Genis rannte schnell davon und war sich ziemlich sicher, dass er damit aus der Gefahrenzone heraus war, da Raine auf Grund ihrer Schwangerschaft nicht so schnell laufen konnte, aber er hatte nicht mit dem alten Holzbalken gerechnet, den seine Schwester ihm zielsicher an den Hinterkopf warf. Benommen fiel er zu Boden. Im nächsten Moment stand Raine vor ihm, die Arme wütend vor ihrem kugeligen Bauch verschränkt. „Zeig es mir!“, forderte Raine ihn auf und gehorsam holte er das Buch aus seiner Tasche hervor. Es tropfte ein wenig, da es erst auf dem Rückweg ins Wasser gefallen war. Raine riss es ihm aus der Hand und sah es sich missmutig an. „Wie oft soll ich dir noch sagen, dass du mich vorher fragen sollst, bevor du dir ein Buch ‚borgst’?!“ Kopfschüttelnd öffnete sie das Buch und blätterte durch die Seiten. Zwischen zweien war ein Foto, das genauso nass war wie das Buch selbst. Raine nahm es verwundert heraus. Sie konnte sich nicht daran erinnern, es dort hinein getan zu haben. Genis rieb sich den Hinterkopf. „Tut mir Leid, Raine, ich vergesse es immer wieder…“ Er hatte noch nicht gemerkt, dass Raine gar nicht mehr auf ihn achtete, sondern das Foto anstarrte. „Dieses Foto… Ich muss es damals hier rein getan haben… Unglaublich, dass ich das Buch schon so lange habe und es immer noch nicht geschafft habe, es vollständig durchzuarbeiten…“, murmelte Raine vor sich hin. „Sieben Jahre…“ Genis brauchte nur ‚sieben Jahre’ zu hören und konnte sich gleich vorstellen, was das Foto zeigte: eine glückliche Familie mit einem Mann, einer Frau, einem Kind und einem Baby. „In drei Tagen ist es wieder so weit, oder?“, fragte Genis leise. Raine nickte. ~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~ Drei Tage später beobachtete Kratos am Morgen schon, dass Raine sich merkwürdig verhielt. Sie aß nicht besonders viel, was ihm besonders auf Grund ihrer Schwangerschaft recht seltsam vorkam. Diesen Morgen stocherte sie nur lustlos im Essen herum. Aber jedes Mal, wenn Kratos sie fragte, ob irgendetwas mit ihr wäre, antwortete sie das Gleiche: „Mach dir keine Sorgen, es ist alles in Ordnung.“ Kratos’ Augen verengten sich, als er Raine beobachtete. Er hätte ohne mit der Wimper zu zucken seine Seele dafür verkauft, dass mit Raine nicht alles in Ordnung war. Doch da Raine ihm immer nur das Gleiche antwortete und Genis heute nicht besonders gesprächig war, ließ er sie fürs Erste in Ruhe und ging zu Lloyd und Colette rüber, um mit seinem Sohn zu trainieren. Mit seinen Gedanken war er allerdings immer noch bei Raines merkwürdigem Verhalten. Nur Pech für Lloyd, dass er Kratos deswegen immer noch nicht besiegen konnte. „Wie machst du das?“, fragte Lloyd schmollend. „Du konzentrierst dich nicht mal richtig auf das Training und trotzdem kann ich dich nicht besiegen!“ „Das Kämpfen ist mir halt schon in Fleisch und Blut übergegangen. Mein Körper reagiert von alleine, ich brauch mich nicht großartig zu konzentrieren.“ Lloyd seufzte und ließ sich ins Gras fallen. „Und warum bist du heute so unkonzentriert?“ „Raine benimmt sich heute merkwürdig“, antwortete Kratos besorgt. „Tut sie das nicht immer?“, fragte Lloyd scherzend. „Sie hat kaum etwas gegessen heute Morgen und… in ihren Augen ist eine Traurigkeit, die ich mir einfach nicht erklären kann… Genis scheint zu wissen, was mit ihr los ist, denn er ist heute auch nicht gerade gesprächig.“ „Hmm… Warum fragst du Genis nicht einfach?“, schlug Lloyd vor. „Das habe ich noch vor. Aber ich bin mir fast sicher, dass er mir ausweichen wird“, meinte Kratos seufzend. Genau so war es, als Kratos später am Tag Genis auf Raines Verhalten ansprach. „Ach, sie hat einfach nur einen schlechten Tag“, behauptete Genis. „Ein schlechter Tag würde bei ihr aber anders aussehen! Irgendetwas stimmt mit ihr nicht, ich weiß es! Und du weißt es auch, du weißt genau, was mit ihr los ist! Warum sagst du es mir nicht?“ Genis sah bedrückt zu Boden. „Sie sollte es dir selber erklären…“ Kratos seufzte. „Aber jedes Mal, wenn ich wissen will, was mit ihr los ist, behauptet sie, es ginge ihr gut! Es treibt mich noch in den Wahnsinn, zu wissen, dass irgendetwas sie beschäftigt, ihr aber nicht helfen zu können!“ Genis nickte. „Ich kann mir vorstellen, wie sich das anfühlen muss. Aber ich bin mir sicher, sie wird es dir sagen, wenn sie bereit dafür ist.“ ~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~ Raine saß in der Bibliothek, ein kleines Kästchen auf dem Schoß. Sie seufzte und öffnete es. In der Schatulle befand sich ein blaues Tuch, das sie an ihr Gesicht hielt. Mit Tränen in den Augen sog sie den wohlbekannten Duft ein. Der nächste Gegenstand, den sie hervorholte, war ein kleines silbernes Medaillon, in das ‚16. Mai, Xai’ eingraviert war. Sie strich mit dem Daumen darüber, wie um Staub wegzuwischen, doch sie wischte nur die Tränen weg, die auf dem Medaillon landeten. Als Letztes holte sie einen kleinen braunen Teddybären hervor, dessen eines Ohr ein wenig zerfranst war. Raine drückte den Bären an sich und wippte wie ein kleines Kind vor und zurück, als sie von einem Heulkrampf gepackt wurde. Genau in diesem Moment betrat Kratos die Bibliothek, um sie endlich zur Rede zu stellen. „Raine! Was ist los?!“, fragte er besorgt und setzte sich neben sie. Sie packte schnell die Gegenstände in die Schatulle zurück und wischte sich die Tränen weg. „Nichts.“ „Ja, natürlich!“ Kratos stand wütend auf. „Du weinst, benimmst dich ganzen Tag schon komisch, aber mit dir ist nichts los! Klar, jeder hat mal einen Tag, an dem er grundlos heult!“ Kratos ging verärgert auf und ab. „Raine, verdammt, sag mir endlich, was dich beschäftigt!“ Raine drehte sich von ihm weg und schwieg. „Ich versteh schon, du vertraust mir wohl nicht. Dann frage ich mich wirklich, ob wir unsere Pläne nicht noch einmal überdenken sollten!“ Ohne ein weiteres Wort trat Kratos aus dem Raum. „Nein, warte, Kratos!“, rief Raine ihm hinterher und folgte ihm eilig. „Bleib bitte stehen, Kratos!“ Er hielt an, drehte sich aber nicht um. „Weißt du, Raine… Ich frage mich langsam, ob wir wirklich zusammen passen.“ Raine war geschockt. Wollte er etwa… Schluss mit ihr machen? Aber sie erwarteten ein Kind und wollten heiraten! Er konnte nicht einfach Schluss machen! „Wir streiten uns so oft… Öfters als es für eine Beziehung gut ist. Ich denke, wir sollten erst einmal eine Weile Abstand zueinander halten.“ Kratos wollte die Tür öffnen, aber Raine umarmte ihn und flüsterte mit zittriger Stimme: „Geh nicht, Kratos… Bitte! Ich brauche dich!“ Doch Kratos stand nur da, als wäre er zur Salzsäule erstarrt, dann schob er Raine von sich und öffnete die Tür, nur um einen kleinen schwarzhaarigen Jungen davor stehen zu sehen. Der Junge beachtete Kratos nicht weiter, sondern starrte nur Raine an. „M-Mom?“ [Dieser Beitrag wurde am 02.05.2008 - 11:09 von DelFina18 aktualisiert] Signatur Crynil, do rical nade; Elran, do tilial nade; Mina, ris fris antaras nideras ko offim desto; Boli dyx strimur syrax windalk! © by DelFina18 ![]() | |||
DelFina18 ![]() ~Kraine no Aikosha~ Status: Offline Registriert seit: 17.03.2007 Beiträge: 246 Nachricht senden |
„Komm schon, Yuan!“, rief Kiya und zog Yuan mit sich zum nächsten Geschäft. „Kiya, wir suchen jetzt schon den ganzen Tag ununterbrochen nach einem Kleid… Können wir nicht mal eine Pause machen?“ Kiya schüttelte den Kopf. „Wir können uns keine Pause leisten! Du weißt doch, dass ich neben dem Kleid noch Schuhe und Schmuck brauche! Außerdem müssen wir noch die Ringe abholen und ein Geschenk für Kratos und Raine suchen! Dann hat Raine mich noch beauftragt, ein paar Heilkräuter zu kaufen, da sie in letzter Zeit doch solche Rückenschmerzen hat – was bei dem Gewicht, das sie inzwischen tragen muss, nicht weiter verwunderlich ist! Und dann soll ich ihr auch neue Bücher mitbringen, da sie all ihre ‚leichte Kost’ schon durchgelesen hat und Kratos sie nicht die anspruchsvolleren Bücher lesen lässt!“, erklärte Kiya nun zum zwanzigsten Mal. „Ich weiß, ich weiß… Aber warum müssen wir das alles heute machen? Sie heiraten doch erst in einer Woche…“, meinte Yuan. „Was meinst du, was wir bis dahin noch alles erledigen müssen? Wir sollen dafür sorgen, dass in Asgard am großen Tag alles fertig ist, dann müssen wir uns um das Essen kümmern, besonders um die Hochzeitstorte, die Musik und die Buchung der Flitterwochen… Außerdem sind dann noch Junggesellenabschied und Junggesellinnenabschied und wenn ich ehrlich sein soll, will ich auch noch ein paar Tage ausspannen! Also, noch Fragen?“ „Ja… Warum müssen wir so viel machen, wenn es ihre Hochzeit ist?“ „Weil du freundlicherweise unsere Dienste angeboten hast, deshalb!“, schnaufte Kiya. Yuan rieb sich verlegen am Hinterkopf. „Ich war betrunken… Kratos hat mich abgefüllt und mich dann gefragt, ob ich das alles machen würde… Es war seine Schuld, nicht meine!“ Kiya verpasste ihm eine Kopfnuss. „Für Ausreden ist es jetzt zu spät! Nächstes Mal hältst du dich besser vom Alkohol fern!“ Yuan nickte gehorsam und folgte Kiya ins nächste Geschäft, wo sie wieder verschiedene Kleider anprobierte und nach Yuans Meinung fragte. Ihm gefielen ein paar der Kleider, aber wie es nun einmal war, waren genau das die Kleider, die Kiya weniger leiden konnte. Yuan hing mit der Zeit also wie ein Schluck Wasser in der Kurve im Sessel und stimmte Kiya einfach nur noch bei allem zu, was sie sagte, in der Hoffnung, dass sie möglichst bald ein Kleid gefunden hatte, damit sie sich um die Schuhe kümmern konnten – die nächste Katastrophe. Yuan wünschte sich schon geraume Zeit, irgendwo anders zu sein. Im Stützpunkt, um Papierkram zu erledigen (XDDD erinnert an Roy XDD), bei Lloyd, um Annas Babysitter zu spielen… Er wäre sogar lieber bei Kratos gewesen und hätte sich zum hunderttausendsten Mal angehört, was er alles seiner Tochter beibringen würde, wenn sie erst einmal auf der Welt wäre. Vorausgesetzt, es wurde eine Tochter. Aber Kratos war so überzeugt davon, dass es keinen Sinn hatte, zu versuchen, ihm klar zu machen, dass es eine fifty-fifty Chance war. Yuans Augenlider wurden langsam schwer und er hatte Mühe, sich wach zu halten, bis eine aufgeregte Kiya aus der Umkleidekabine trat und ihn mit glänzenden Augen fragte: „Was hältst du von diesem Kleid?“ Yuan richtete sich langsam auf und betrachtete seine Freundin bewundernd. Sie trug ein ärmelloses Kleid aus ultramarinblauem Stoff, der an einigen Stellen mit silbernen Fäden durchzogen war. Es betonte ihre Figur hervorragend, hatte keinen zu großen Ausschnitt, war luftig genug für die schwülen Sommertage, lag aber trotzdem erstaunlich eng an. Ganz ohne Frage, das war das Kleid, was Kiya bei der Hochzeit tragen würde und Yuan brauchte nicht einmal zu antworten, Kiya sah an seinem Gesichtsausdruck, dass es ihm gefiel. „Du kannst den Mund jetzt wieder schließen, Yuan“, lachte Kiya. Yuan ging auf sie zu und küsste sie. „Das Kleid ist perfekt. Das musst du nehmen.“ „Genau das habe ich vor!“, meinte Kiya lächelnd und ging wieder in die Umkleidekabine. Nachdem sie das Kleid bezahlt hatten, betraten sie den nächsten Schuhladen. Erstaunlicherweise dauerte es nicht ganz so lange, Schuhe zu finden. Kiya entschied sich für schwarze Schuhe, die keinen allzu hohen Absatz hatten und wie Sandalen offen waren. Im Juweliergeschäft, wo sie die Ringe abholen sollten, an denen noch einige Veränderungen hatten vorgenommen werden müssen, kaufte Kiya sich noch ein Set aus silbernen Ohrringen und einer Kette mit blauem Mondanhänger. Als Geschenk für Kratos und Raine kauften sie eine antike Porzellanvase mit Abbildungen von uralten Göttern, die mit Sicherheit beiden gefallen würden. Nachdem sie auch die Heilkräuter und Bücher besorgt hatten, waren sie endlich fertig mit ihrer Einkaufstour und mehr als erschöpft. Zurück im Stützpunkt warfen sie sich nur noch ins Bett und schliefen sofort ein, obwohl es erst Nachmittag war. ~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~ Raine fiel auf die Knie und betrachtete den Jungen vor sich. „Xai?“, fragte sie mit krächzender Stimme. „Sieh an, du hast mich also doch noch nicht vergessen!“, meinte Xai mit einer leicht zornigen Stimme. „Warum hast du das getan?! Warum hast du mich einfach so im Stich gelassen?! Dad meinte, ich solle dich aufsuchen und da ich das jetzt getan habe, kann ich ja auch wieder gehen!“ Er drehte sich um und ging davon, ohne Raine eines weiteren Blickes zu würdigen. „Xai, warte!“, rief Raine und wollte ihm hinterher rennen, aber jemand hielt sie fest. Zu ihrer Überraschung war es nicht Kratos, sondern Genis, der auf einmal hinter ihr stand. „Ich kümmere mich um ihn, Raine. Du solltest das Ganze jetzt vielleicht mal Kratos erklären.“ Raine nickte und Genis folgte Xai, während Kratos sie fragend ansah. Als sie am Küchentisch saßen, schwieg Raine noch eine Weile, fuhr sich durch die Haare und ordnete ihre Gedanken. „Wer war das eben, Raine? Wer ist dieser Junge?“, fragte Kratos. „Sein Name ist Xai Hiarie. Er ist…“ „Hiarie? Der Name kommt mir bekannt vor… Hieß Yuans Freundin nicht so mit Nachnamen?“, unterbrach Kratos sie nachdenklich. „Nein… Ja… Ich weiß es nicht. Alles was ich weiß ist, dass Xai mein Sohn ist…“ Raine brauchte Kratos nicht anzusehen, um zu wissen, dass er sie mit einer Mischung aus Zweifeln, Entsetzen, purem Schock und Wut ansah. „Bitte, bevor du irgendetwas sagst, lass mich die Geschichte erzählen!“, bat Raine und Kratos schluckte seine Kommentare herunter und nickte. „Damals lebten Genis und ich in Palmacosta. Ich war gerade mal achtzehn Jahre alt, Genis sieben. Ich arbeitete in einem kleinen Blumengeschäft. Der Job gefiel mir, auch wenn ich nicht gerade viel verdiente. Aber ich verstand mich gut mit meiner Chefin, die zugleich meine beste Freundin war. Eines Tages lernte ich Keith Hiarie kennen und… wir verliebten uns ineinander. Wir heirateten ziemlich schnell und bald war ich schwanger. Wir zogen um nach Asgard, weil Keith dort einen guten Job angeboten bekam. Es schien alles so perfekt zu sein… Ich werde niemals den Tag vergessen, an dem ich zum ersten Mal Xai in den Armen hielt. Er war so ein süßes Baby… Ein Jahr später erfuhr ich dann etwas, was Keiths und meine Ehe in eine Krise stürzte. Keith war ein Dieb. Aber nicht nur ein einfacher Taschendieb, sondern ein professioneller Dieb, der große Aufträge erledigte. Ich bat ihn darum, diesen ‚Job’ aufzugeben, aber er wollte es nicht. Eines Tages wurde er erwischt und festgenommen… Ich war allein mit Genis und Xai und wusste nur noch eins: Dass ich nicht weiter in Asgard leben konnte und wollte. Also packte ich unsere Sachen. Dabei fand ich die Krone der Erde, eine der Priesterkronen von Asgard. Keith hatte sie mir zu unserer Hochzeit geschenkt. Zu diesem Zeitpunkt (damit ist die Hochzeit gemeint) kannte ich mich noch nicht so gut mit Artefakten aus und wusste nicht, dass es eine der Priesterkronen war…“ Raine brach hier ab, vergrub ihr Gesicht in den Händen und zwischen Schluchzern fuhr sie fort: „Genis war gerade bei einem Freund, um sich von ihm zu verabschieden und ich war mit dem Packen beschäftigt… Ich bemerkte nicht, dass jemand unser Haus betrat… Als ich nach Xai sehen wollte, da…“ Raine schluchzte noch lauter. „Er… Er war nicht mehr da!“ Kratos sah sie verwirrt an. „Was soll das heißen, er war nicht mehr da?“ Raine brach auf dem Tisch zusammen und mit zittriger Stimme sagte sie: „Er ist entführt worden…“ Kratos ging zu ihr und nahm sie in die Arme. Er war ziemlich blass im Gesicht, was Raine sich nicht erklären konnte, denn so sehr konnte es ihn nun auch wieder nicht mitnehmen, aber sie kümmerte sich nicht weiter drum. „Es tut mir Leid, Raine. Du hast etwas Schreckliches durchmachen müssen… Es tut mir so Leid…“ Raine schluchzte an Kratos’ Brust. „Ich habe nach ihm gesucht… So oft… Aber ich habe nie auch nur eine Spur von ihm gefunden… Es war, als wäre er vom Erdboden verschluckt worden… Von Keith habe ich auch nichts mehr gehört…“ Kratos strich ihr beruhigend über den Rücken. „Jetzt verstehe ich. Jetzt, wo du wieder schwanger bist, wirst du an damals erinnert, richtig? Und das Haus in Asgard, zu dem du an Ostern geflogen bist, war das Haus, in dem ihr früher gelebt habt, oder? Der Raum mit den grünen Wänden und den Fröschen war das Kinderzimmer…“ Raine nickte. „Aber es gibt einen Grund, warum ich besonders heute an damals erinnert wurde… Heute vor genau sieben Jahren ist Xai entführt worden…“ Kratos schloss sie noch fester in seine Arme und gab ihr einen Kuss auf die Stirn. „Kratos, ich will nicht, dass Xai wieder aus meinem Leben verschwindet… Jetzt, wo ich ihn gesehen habe, könnte ich es nicht ertragen, ihn noch einmal verlieren zu müssen…“, murmelte Raine und wischte sich die Tränen weg, die einfach nicht aufhören wollten. „Genis kümmert sich darum. Du wirst Xai schon bald wieder in deine Arme schließen können, da bin ich mir sicher.“ ~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~ Xai war in den Iselia-Wald gegangen, Genis war ihm gefolgt und konnte ihn auf einer Lichtung endlich dazu bewegen anzuhalten. „Warum bist wütend auf Raine?“, fragte Genis. „Weil sie mich im Stich gelassen hat! Sie hat nie um mich gekümmert…“ „Das ist nicht wahr! Sie hat sich schreckliche Sorgen gemacht, nachdem du entführt worden warst und hat wie verrückt nach dir gesucht! Aber sie hat keine Spur gefunden… Du weißt gar nicht, wie sich Raine gefühlt hat… Es ist mit Sicherheit kein Tag vergangen, an dem sie nicht an dich gedacht hat.“ „Ent… führt? Aber Dad meinte, sie hätte mich weggegeben…“, murmelte Xai. „Dann hat Keith dir was Falsches erzählt. Aber er konnte es auch nicht besser wissen. Er war zu der Zeit im Gefängnis.“ „Mein Vater war nie im Gefängnis!“, schrie Xai. „Niemand sagt etwas Schlechtes über meinen Vater, klar?! Er war es, der mich gefunden hat und von diesem schlimmen Ort weggebracht hat! Er hat sich die letzten vier Jahre um mich gekümmert! Und er war es, der mir gesagt hat, dass meine Mutter ihn gehasst hat und mich weggegeben hat, weil ich sie an ihn erinnere!“ Genis schüttelte den Kopf. „Aber das stimmt nicht! Raine hat Keith nicht gehasst und sie hätte dich auch niemals weggegeben! Du bist doch ihr Sohn! Selbst wenn sie es gemacht hätte – was sie ja nicht gemacht hat – würdest du sie dann nicht trotzdem kennen lernen wollen, nachdem du sie nun wieder gefunden hast? Willst du dir nicht ein eigenes Bild über deine Mutter machen? Keith hat sie eindeutig zu schlecht dargestellt“, meinte Genis. Xai dachte eine Weile nach. „Vielleicht hast du Recht… Und abgesehen davon… Habe ich sowieso keinen wirklichen Ort, zu dem ich zurückkehren kann…“ Genis sah ihn verwundert an. „Wieso, kannst du nicht zu deinem Vater zurückkehren?“ Xai sah bedrückt zu Boden. „Dad ist vor ein paar Monaten gestorben. Er war schwer krank… Er hat mir dieses Foto gegeben“, Xai kramte ein altes Foto heraus, das Gleiche, das Raine vor ein paar Tagen in dem Astronomiebuch gefunden hatte, und zeigte es Genis, „… und gemeint, ich solle meine Mutter aufsuchen…“ „Das mit Keiths Tod tut mir Leid“, sagte Genis und legte Xai einen Arm um die Schultern. „Es ist schon in Ordnung… Ich komme klar damit…“, murmelte Xai, aber seine Augen schimmerten feucht und widersprachen seinen Worten. „Komm, lass uns zurückgehen. So wie ich Raine kenne, wird sie noch einen Zusammenbruch erleiden, wenn du nicht zurückkommst.“ Xai nickte und die beiden kehrten nach Iselia zurück. [Dieser Beitrag wurde am 20.04.2008 - 13:19 von DelFina18 aktualisiert] Signatur Crynil, do rical nade; Elran, do tilial nade; Mina, ris fris antaras nideras ko offim desto; Boli dyx strimur syrax windalk! © by DelFina18 ![]() | |||
DelFina18 ![]() ~Kraine no Aikosha~ Status: Offline Registriert seit: 17.03.2007 Beiträge: 246 Nachricht senden |
Kratos deckte Raine zu, sie war so erschöpft gewesen, dass sie eingeschlafen war. Er setzte sich an den Küchentisch und fuhr sich immer wieder durch die Haare. „Verdammt… Wenn ich das gewusst hätte… Verdammt…“, murmelte er vor sich hin. „Ich muss so bald wie möglich mit Yuan reden…“ In diesem Moment betrat Genis das Haus, gefolgt von Xai. Kratos seufzte erleichtert. Wenigstens hatte es Genis geschafft, den Jungen zu überzeugen, doch noch ein wenig zu bleiben. „Wo ist Raine?“, fragte Genis. Kratos deutete nur wortlos zum Sofa. Genis seufzte und schüttelte den Kopf. „Sieht so aus, als müsstest du noch eine Weile warten, Xai. Ich werde jetzt das Abendessen kochen, willst du mir helfen?“ Xai nickte. „Ich werde noch einmal kurz zu Yuan fliegen“, verkündete Kratos und stand auf. „Zum Abendessen bin ich wieder hier.“ „In Ordnung“, antwortete Genis. ~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~ Yuan hatte sehr süße Träume, als auf einmal jemand an seiner Tür klopfte. Er wollte es erst ignorieren, aber das Klopfen hörte nicht auf, sondern wurde immer ungeduldiger und Yuan wusste, dass die Tür bald auch ohne ein ‚Herein’ geöffnet werden würde, wenn er sie nicht selber öffnete. Kiya war zum Glück noch nicht wach und Yuan wollte es auch nicht ändern. Deswegen ging er leise zur Tür und öffnete sie einen Spalt breit, um zu erkennen, dass derjenige, der ihn aus dem Traumland gerissen hatte, niemand anderes als Kratos war. „Wir müssen reden, Yuan“, meinte Kratos und fügte ein „Dringend!“ hinzu. Yuan seufzte laut und nickte. „Lass uns in mein Büro gehen…“ Dort angekommen bot Yuan Kratos einen Stuhl an, aber Kratos wollte lieber stehen. „Ich hoffe, du hast einen guten Grund, mich aus meinen Träumen zu reißen, Kratos.“ „Du hast geschlafen? Na, ist auch egal“, meinte Kratos und ging auf und ab. „Was sagt dir der Nachname Hiarie?“ „Das ist Kiyas Nachname.“ „Ja, aber fällt dir nicht noch etwas ein?“, fragte Kratos. „Es könnte auch noch ein Produkt sein…“ Kratos schüttelte den Kopf. „Ein Ort?“ „Nein.“ „Der Name deiner Großmutter? Was weiß ich, Kratos! Was soll das hier werden?! Ich quäl mich doch nicht nur aus dem Bett wegen irgendeines Ratespiels!“ „Keith Hiarie. Sagt dir der Name etwas?“, fragte Kratos unbeeindruckt. „Keith… Hiarie… Hmm… Er kommt mir bekannt vor…“ Kratos fuhr sich durch die Haare. „Keith Hiarie, exzellenter Schwertkämpfer, hervorragender Dieb und… ehemaliges Mitglied von Cruxis.“ Yuan nickte zustimmend. „Ja, jetzt, wo du’s sagst! Natürlich, Keith… Wie hatte ich ihn vergessen können…“ „Ganz einfach. Er ist vor ungefähr neun Jahren ausgestiegen“, antwortete Kratos. „Stimmt… Mithos war ganz schön sauer…“ Kratos nickte. „Er war sich sicher, dass kein Dieb so gut war wie Keith… Deswegen hat er ihn suchen lassen. Aber als er ihn gefunden hatte, war er im Gefängnis. Mithos wollte sich nicht die Mühe machen, ihn dort rauszuholen, denn es gab seiner Ansicht nach eine einfachere Möglichkeit, an einen Hiarie ranzukommen… Keiths Sohn.“ „Ja, aber… Warum erinnerst du mich jetzt da dran? Das ist doch schon eine halbe Ewigkeit her…“ „Warum?! Weil Keiths Sohn auch Raines Sohn ist und dieser heute bei uns aufgetaucht ist, deswegen!“ Yuan wurde blass. „Ach du heilige Martel…“ „Verstehst du jetzt?! Raine hat mir erzählt, wie sie sich gefühlt hat, als Xai verschwunden war – entführt! Und weißt du, wie ich mich dabei gefühlt habe?!“ „Ich kann es mir vorstellen…“, murmelte Yuan. „Nein, kannst du nicht! Verdammt, Yuan! Derjenige, der den Auftrag ausgeführt hat, Raines Sohn zu entführen und ihr damit so großen Schmerz bereitet hat, war ich! Ich bin es gewesen, der Raines und Xais Leben zerstört hat!“, schrie Kratos. „Aber du hattest keine andere Wahl… Mithos hat dich gezwungen…“, wandte Yuan ein. „Man hat immer eine andere Wahl! Aber mich hat es nicht weiter gekümmert, ein Kind zu entführen, es war ja nur ein Auftrag, den ich erledigen musste, nichts weiter…“ „Du kanntest Raine damals ja noch nicht mal…“ „Soll das eine Rechtfertigung dafür sein, dass ich ihren Sohn entführt habe?!“, fragte Kratos sichtlich verzweifelt. „Nein, natürlich nicht… Aber du kannst dir nicht die ganze Schuld für das geben, was passiert ist… Ich bin mir sicher, Raine wird das auch verstehen… Du hast es ihr noch nicht gesagt, oder?“, wollte Yuan wissen. „Bist du verrückt?! Das kann ich ihr nicht sagen, sie wird mich hassen! Sie wird… Ach, verdammt, Yuan… Ich liebe sie doch…“ Verzweifelt ließ er sich auf einen Stuhl fallen und saß wie ein Häufchen Elend da. „Ich weiß“, meinte Yuan und legte ihm die Hand auf die Schulter. „Aber ich denke, es wäre trotzdem das Beste, wenn du es ihr sagen würdest. Letztendlich wird sie wissen wollen, wer ihren Sohn damals entführt hat und wenn sie nur richtig sucht, wird die Spur sie bald zu Cruxis führen… Und dann wird sie dich so oder so ausfragen, ob du etwas darüber weißt…“ „Sie wird mich hassen…“, murmelte Kratos. „Soll ich es ihr sonst sagen?“, fragte Yuan. „Bloß nicht! Wenn du auch nur irgendjemanden davon erzählst, kannst du die Radieschen bald von unten betrachten! Und wenn du es Raine sagst, dann werde ich dafür sorgen, dass du nicht einmal mehr von Radieschen träumen kannst, haben wir uns verstanden?!“ Yuan hob die Hände zur Verteidigung. „Ist ja gut, war ja nur ein Angebot…“ Die beiden wussten nicht, dass es eine Person gab, die das ganze Gespräch mehr oder weniger zufällig mit angehört hatte. Sie bemerkten es erst, als diese Person in das Büro trat. „Ihr… kennt meinen Bruder?“, fragte Kiya leise. „Wenn du Keith meinst, ja“, antwortete Kratos. Yuan sah Kiya nachdenklich an. „Hast du unser Gespräch mitbekommen?“ Kiya nickte. „Ich verspreche, ich werde niemanden etwas sagen. Ich möchte nur wissen, ob ihr wisst, wo sich mein Bruder momentan aufhält… Ich habe ihn schon lange nicht mehr gesehen…“ „Ich habe ihn das letzte Mal vor neun Jahren gesehen. Ich denke, das Gleiche gilt auch für dich, Yuan?“ Der Halbelf nickte. „Ich denke, wir sind dir keine große Hilfe…“, schlussfolgerte Kratos. „Was… hat mein Bruder so gemacht?“, wollte Kiya wissen. „Er war Cruxis’ bester Dieb. Kein Wunder, dass Mithos wütend wurde, als Keith nicht mehr auftauchte, weil er mit Cruxis nichts mehr zu tun haben wollte“, antwortete Kratos. Kiya nickte. „Er war schon immer ein hervorragender Dieb gewesen… Und ein guter Schwertkämpfer… Er hat mir auch beigebracht, wie man mit einem Schwert umgeht…“ „Wenn du wissen willst, was aus ihm geworden ist, solltest du vielleicht seinen Sohn Xai fragen. Ich denke, er wird die nächsten Tage noch bei uns bleiben, also solltest du bald vorbeikommen. Ich muss jetzt wieder zurück, bevor ich das Abendessen verpasse…“ Kratos wandte sich zum Gehen, als Kiya ihn noch einmal ansprach: „Kratos… Du solltest das Ganze Raine erzählen. Am besten noch vor der Hochzeit.“ Kratos antwortete mit dem typischen „Hmpf“ und verließ den Stützpunkt. ~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~ Als Raine aufwachte, hörte sie fröhliche Stimmen aus der Küche. Sie begab sich dorthin und Essensdüfte kamen ihr entgegen. Erst jetzt merkte sie, wie hungrig sie war. Sie blieb stehen, als sie Xai sah, der Genis beim Kochen half. Ihr Sohn drehte sich um und grinste, als wäre nie etwas gewesen und Raine lächelte ihn mit Tränen in den Augen an, bevor sie ihn in einer stürmischen Umarmung fast erdrückte. „Raine, vergiss nicht, dass auch er nur ein Mensch ist und Luft zum Atmen braucht“, bemerkte Genis grinsend. „Oh, ja, natürlich…“ Schnell entließ Raine Xai aus ihrer Umarmung und strich ihm durchs Haar. „Ich bin so froh, dass du hier bist… Du weißt gar nicht, wie sehr ich dich vermisst habe…“ Genis warf Xai einen Blick zu, der wohl so viel bedeuten sollte wie „Habe ich es dir nicht gesagt?“ „Jetzt bin ich ja hier“, antwortete Xai. Raine nickte. „Wo ist eigentlich Kratos?“ Bevor einer der beiden antworten konnte, öffnete sich die Tür und Kratos trat ein. „Hmm, riecht gut…“, meinte er und gab Raine einen Kuss. „Wo warst du?“, wollte sie wissen. „Bei Yuan. Ich musste noch was mit ihm besprechen…“ Raine nickte. Während des Essens sprachen sie noch über einiges, vor allem wollte Raine natürlich wissen, was ihr Sohn die ganzen Jahre über erlebt hatte und Xai wollte mindestens genauso viel über seine Mutter und ihre Familie wissen. „Dad hat mir beigebracht, mit dem Schwert zu kämpfen. Leider hielt er es nicht für nötig, mir ein eigenes Schwert zu schenken…“, erzählte Xai. „Das war auch vernünftig von ihm. Schwerter sind nichts für Kinder, dafür sind sie viel zu gefährlich“, meinte Raine. Kratos schüttelte den Kopf. „Wenn die Kinder damit umgehen können, ist ein Schwert nicht gefährlicher als ein Zahnstocher.“ „Das seh ich genauso!“, stimmte Xai ihm zu. Raine wandte sich an Genis, um seine Meinung zu erfahren, aber dieser zuckte nur mit den Schultern. „Ich denke mal, die beiden haben Recht… Genauso könnte man auch sagen, dass eine Ruine nicht langweilig ist, wenn man sich dafür interessiert.“ Raine rollte mit den Augen. „Das ist doch etwas vollkommen anderes!“ Kratos beachtete Raine nicht weiter und meinte zu Xai: „Wenn du willst, können wir morgen einmal zusammen trainieren, vielleicht schließt sich mein Sohn Lloyd uns auch an.“ „Oh ja!“ Xai strahlte begeistert. „Das wird bestimmt spannend!“, stimmte Genis zu. Raine brach zusammen. „Drei Männer in einem Haus, wie soll ich das bloß überleben? Ich glaube, ich muss mir weibliche Gesellschaft dazu holen…“ Daraufhin lachten die Jungs und steckten Raine damit an. [Dieser Beitrag wurde am 20.04.2008 - 13:43 von DelFina18 aktualisiert] Signatur Crynil, do rical nade; Elran, do tilial nade; Mina, ris fris antaras nideras ko offim desto; Boli dyx strimur syrax windalk! © by DelFina18 ![]() | |||
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Am nächsten Tag gingen Kratos und Xai also nach draußen, um zu trainieren. Lloyd kam ebenfalls zusammen mit Colette und Anna. Es war ein schöner Tag und während Kratos, Xai und Lloyd also trainierten, saß Genis draußen und las ein Buch. Raine und Colette unterhielten sich über verschiedene Dinge und Anna pflückte Blumen. „Es ist so schön, ihn hier zu haben… Ihn beobachten zu können… Es ist, als wenn eine Lücke in meinem Herzen gefüllt worden wäre…“, meinte Raine. „Das kann ich mir denken… Ich kann mir gut vorstellen, wie du dich gefühlt haben musst. Wenn Anna auf einmal verschwinden würde… Ich weiß nicht, was ich machen würde…“, erwiderte Colette. „Es ist auch schwer. Aber irgendwie hat man doch noch die Hoffnung, dass das Kind lebt und dass es ihm gut geht… Und dass man es vielleicht irgendwann wieder sieht.“ Raine lächelte, als sie sah, wie Xai geschickt einem von Kratos’ Schwerthieben auswich. Er war gut und konnte mit Lloyd und Kratos locker mithalten. Keith hatte ihn gut unterrichtet. Sie hoffte nur, dass sich sein Unterricht auch nur auf den Schwertkampf beschränkte und nicht auch aufs Stehlen. „Mommy!“, rief Anna und lief auf ihre Mutter zu. In ihren Händen hielt sie einen kleinen Strauß aus gepflückten Blumen, den sie ihrer Mutter hinhielt. „Was für schöne Blumen! Sind die für mich?“, fragte Colette. Anna nickte. „Danke, mein Schatz!“ Anna lächelte fröhlich. Nachdem die Jungs mit dem Trainieren fertig waren und alle draußen saßen und Kuchen aßen, kamen Yuan und Kiya. „Ah, ihr esst also Kuchen, ohne uns Bescheid zu geben?“, fragte Yuan beleidigt. „Ja, weil du sonst so viel Essen würdest, dass für uns nichts mehr übrig bleiben würde!“, erwiderte Genis. Kiya sah Xai an und rief auf einmal: „Du! Du bist doch der kleine Junge, dem ich vor drei Monaten geholfen habe!“ „Ah! Du bist das!“, antwortete Xai. „Ihr kennt euch?“, fragte Raine verwundert. Kiya nickte. „Ich hatte vor drei Monaten den Auftrag, ein vermisstes Kind zu finden. Der Junge wurde von einem Kerl in die Enge getrieben, der wohl sein Medaillon wollte oder so…“ „Er wollte das Medaillon, das mir mein Vater gegeben hat! Er behauptete, mein Vater hätte noch Schulden bei ihm gehabt… Danke jedenfalls für deine Hilfe.“ „Nun, was wäre ich auch für eine Tante, wenn ich meinem Neffen nicht helfen würde? Obwohl ich das zu dem Zeitpunkt natürlich noch nicht wusste…“, sagte Kiya, woraufhin sie alle außer Kratos und Yuan verwundert ansahen. „Genis, Raine, Kiya ist eure Schwester?“, fragte Lloyd verblüfft. Raine und Genis seufzten gleichzeitig, Kiya lachte. „Nein, Xais Vater Keith ist mein Bruder“, erklärte sie. „War“, korrigierte Xai. „Dad ist tot.“ Das schien Kiya mitzunehmen. Bedrückt sah sie zu Boden und Yuan legte ihr einen Arm um die Schultern. „Verstehe…“ Alle schwiegen eine Weile, bis Yuan meinte: „Ich habe von den anderen gehört, dass sie morgen hier eintreffen wollen. Wie wäre es, wenn wir dann einen Kurzurlaub für drei Tage in dieser neuen Stadt namens Nyhaim machen? Ich habe gehört, es gibt da ein schönes Hotel mit einem erholsamen Wellnessbereich. Wäre das nicht genau das Richtige, vor diesem ganzen Stress, meine ich?“ „Das ist eine gute Idee! Wir haben schon lange keinen Urlaub mehr gemacht!“, bemerkte Lloyd. „Entweder dein Gedächtnis ist so schlecht oder… du bist einfach nur wieder einmal lloydisch… Wir haben erst vor ein paar Tagen Urlaub gemacht, schon vergessen?“, fragte Genis seufzend. „Ach ja, stimmt ja… Hey, was sollte das mit dem ‚lloydisch’?“ Genis grinste. „Mein neues Wort für dumm: lloydisch!“ Lloyd verpasste ihm eine Kopfnuss. „Ich bin nur etwas vergesslich, das hat doch nichts mit Dummheit zu tun!“ „In deinem Fall schon…“, murmelte Genis, der sich die Beule rieb. Yuan und Kiya gingen bald wieder nach Hause und Lloyd, Colette und Anna taten es ihnen kurze Zeit später gleich. Es wurde dunkel und Raine fand, dass es für Xai an der Zeit war, ins Bett zu gehen, da er die ganze Zeit schon gähnte. „Ab ins Bett, Xai“, befahl Raine. „Aber ich bin noch…“, er gähnte, „… gar nicht müde!“ „Nein, gar nicht, du fällst nur gleich vom Stuhl vor Müdigkeit!“, scherzte Genis. Xai sah trotzig drein. „Ich will aber noch nicht ins Bett!“ „Das eine, was man will, das andere, was man muss. Komm jetzt, ich habe keine Lust, dich tragen zu müssen“, sagte Raine. (Wobei sie Xai so oder so nicht tragen dürfte XDDD) Xai bewegte sich nicht. „Musst du ja auch nicht, ich kann ja auch hier sitzen bleiben.“ Raine sah ihn streng an. „Wenn ich du wäre, würde ich ihrer Aufforderung lieber Folge leisten…“, murmelte Genis. Xai saß noch ein paar Minuten trotzig da, entschloss sich dann aber doch, Raine zu folgen. „Guter Junge“, sagte sie und strich ihm durchs Haar. „Aber ich gehe nur unter einer Bedingung ins Bett! Du musst mir eine Geschichte vorlesen!“, forderte Xai. „In Ordnung.“ Als Xai im Bett lag - er hatte ein Gästezimmer bekommen – nahm Raine sich ein Buch und fing an vorzulesen. „Sie sah nichts. Sie war von einer durchdringenden Finsternis umgeben. Es war dunkler als die schwärzeste Nacht und zugleich viel unheimlicher. Sie war ganz allein. Sie wollte weg von diesem Ort, aber wie sollte sie das machen, wenn sie nichts sah? Sie zitterte. Auf einmal war es sehr viel kälter geworden. Es ging kein Wind und doch nahm sie einen leichten Luftzug wahr. Panik machte sich in ihr breit. Irgendetwas war hier. Ich weiß nicht, ob das die richtige Geschichte zum Einschlafen ist, Xai…“, gab Raine zu bedenken. „Doch, doch, lies weiter“, forderte Xai sie auf. Raine seufzte. „Sie hörte ein Flüstern, aber es war zu leise, um die Worte zu verstehen. Sie versuchte wegzurennen, aber sie sah immer noch nichts und so konnte sie nicht einmal sagen, ob sie sich von dem Flüstern fortbewegte. Im Gegenteil schien sie ihm immer näher zu kommen, denn nun konnte sie die Worte verstehen: „Deine Zeit ist gekommen!“ Sie schrie und wachte schweißgebadet auf. Ihr Nachthemd klebte an ihrem Körper. So einen schrecklichen Alptraum hatte sie noch nie gehabt. Langsam beruhigte sie sich wieder und vor Müdigkeit und Erschöpfung fielen ihr bald wieder die Augen zu.“ (Nur mal so nebenbei, dieser Ausschnitt hier gehört zu keiner Geschichte, den hab ich mir nur einfach mal so ausgedacht, um ihn irgendwo mal einzubauen... Hab ich ja jetzt gemacht XDDD) Raine sah, dass auch Xai die Erschöpfung gepackt hatte und lächelnd deckte sie ihren Sohn zu, gab ihm einen Kuss auf die Wange und machte das Licht aus. Als sie aus dem Zimmer trat und die Tür schloss, wurde sie von hinten umarmt und zwei Hände strichen sanft über ihren Bauch. „Du bist eine gute Mutter, Raine“, sagte Kratos und legte sein Kinn auf ihre Schulter. „Das will ich doch hoffen“, antwortete Raine und lehnte sich an ihn. Kratos drückte sein Gesicht in ihre Haare und flüsterte: „Ich liebe dich, Raine…“ „Ich liebe dich auch“, antwortete Raine, drehte sich um und küsste Kratos. ~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~ Sheena seufzte, als sie sah, was Zelos alles mitnehmen wollte. „Dir ist schon bewusst, dass wir nicht umziehen, sondern nur für ein paar Tage in Iselia bleiben? Mal abgesehen davon, dass wir jederzeit zurückfliegen können…“ „Schon, aber… Schau mal, wir brauchen doch das Hochzeitgeschenk, dein Kleid, meinen Anzug, die Schuhe…“, erklärte Zelos. „Aber dafür braucht ein normaler Mensch keine zehn Koffer!“, wandte Sheena ein. „Stimmt, dafür nicht. Aber für die ganzen Partyutensilien!“ Sheena rollte mit den Augen. „Das kann nicht dein Ernst sein! Du willst das Zeug doch wohl nicht etwa mitnehmen, oder? Das ist eine Hochzeit, Zelos, keine null-acht-fünfzehn Fete!“ „Trotzdem wird man ja wohl für etwas Stimmung sorgen dürfen, oder?“ Sheena sah ihn mit hochgezogener Augenbraue an. „Die Sachen bleiben hier.“ Zelos seufzte. „Ja, Sheenamausi…“ „Gut, dann können wir ja jetzt gehen beziehungsweise fliegen.“ Innerhalb weniger Minuten waren sie in Iselia, wo alles genauso wie beim letzten Mal aussah. „Hier ändert sich wohl auch nie was, hm?“, fragte Zelos kopfschüttelnd. „Wie langweilig!“ Sheena sparte sich jeglichen Kommentar, da es sowieso keinen Sinn hatte, mit Zelos über so etwas zu diskutieren. Als sie zu dem Haus ihrer Freunde kamen, sahen sie einen kleinen schwarzhaarigen Jungen mit Noishe spielen. „Wer ist das denn?“, wollte Zelos wissen, aber Sheena konnte ihm diese Frage auch nicht beantworten. „HEY! Sheena, Zelos, hier oben!“, rief ihnen jemand zu. Sie sahen zum Balkon, wo Genis stand und ihnen zuwinkte. Die beiden winkten zurück und kurz darauf war Genis unten und stellte ihnen Xai vor. Die beiden sahen ziemlich verblüfft aus, als sie erfuhren, dass es Raines Sohn war. „Aber wie ist das möglich? Mal abgesehen davon, dass sie doch erst im sechsten Monat sein dürfte, kommen Kinder doch nicht gleich so alt auf die Welt…“, meinte Zelos. „Wow, was für eine grandiose Schlussfolgerung!“, bemerkte Genis ironisch. „Natürlich geht das nicht und so ist es ja auch nicht! Xai ist Raines Sohn aus erster Ehe!“ „Ach sooooo! Sag das doch gleich!“, sagte Zelos. Genis seufzte. „Anscheinend ist Lloyd nicht der Einzige, der sich manchmal lloydisch benimmt…“ „Lloydisch?“, fragte Sheena. „Ja, mein neues Wort für ‚dumm’“, erklärte Genis. Sheena musste sich das Lachen verkneifen, konnte ein Prusten aber nicht vollständig unterdrücken. Als wenn das Wort ‚lloydisch’ sein Stichwort gewesen wäre, tauchte Lloyd auf einmal auf und zusammen mit Zelos verpasste er Genis eine Kopfnuss. „Au… Seid nicht immer so grob zu mir, ich musste durch Raine bis zum heutigen Tage schon genug Kopfnüsse einstecken, dass es für mein ganzes restliches Leben reichen dürfte!“, bemerkte Genis zur falschen Zeit, denn genau dann kam Raine aus dem Haus und nun verpasste sie Genis auch noch einmal eine Kopfnuss, so dass sich auf seinem Kopf ein Turm von drei Beulen bildete. „Sei nicht immer so vorlaut und du bekommst auch keine Kopfnüsse“, meinte Raine, bevor sie Sheena und Zelos begrüßte. „Kommt doch mit rein, ihr könntet mir dabei helfen, meine Bibliothek neu zu ordnen. Meine Familie will mir ja nicht helfen.“ Sie warf Genis, Lloyd und Xai kurze Blicke zu und ging dann nach drinnen. „Geh schon mal vor, Sheenalein, ich muss noch was erledigen“, meinte Zelos. Sheena sah ihn verwundert an, zuckte dann mit den Schultern und folgte Raine. Lloyd, Xai und Genis sahen Zelos irritiert hinterher, als dieser seinen Rheaird hinter dem Haus abstellte und ihn zur Sicherheit auch noch zwischen ein paar Büschen versteckte. „Was soll das denn werden?“, fragte Genis. „Damit Raine diesmal, falls sie irgendwohin fliegt, nicht wieder meinen Rheaird nimmt“, erklärte Zelos. „Ich habe nämlich keine Lust, ihn wieder von irgendwo abzuholen. Das letzte Mal haben irgendwelche Kinder sich auch noch einen Spaß daraus gemacht und ihn beschmiert!“ Lloyd, Genis und Xai prusteten los, worauf Zelos die drei beleidigt anschaute. Nun gingen auch sie ins Haus. Im Wohnzimmer saß Kratos, der mit Anna spielte und Xai gesellte sich zu ihnen. Er kam mit Kratos gut klar und Anna hatte er auch gleich gemocht. Aber so süß, wie sie manchmal war, war es auch schwer, sie nicht zu mögen. Genis rannte wieder auf den Balkon, um nach Presea Ausschau zu halten, während Lloyd nach Colette suchen wollte, die sich angeboten hatte, die Zimmer für die anderen fertig zu machen. Das Haus war so groß, dass sie genügend Zimmer hatten. Zelos schlenderte in die Bibliothek, um nach Sheena und Raine zu sehen, die Raines Bücher neu sortierten. „Also, die Bücher über Artefakte müssen auf jeden Fall in diese Ecke und zwar alphabetisch“, meinte Raine und zeigte auf das Bücherregal ganz links. „Dann kommen ins nächste Regal die Bücher über Ruinen, die nach ihren jeweiligen Orten sortiert werden. In das mittlere Regal kommen die geschichtlichen Bücher, die möchte ich chronologisch sortiert haben. Darauf folgen die wissenschaftlichen Bücher, die nach ihren Autoren sortiert werden müssen und ins vorletzte Regal kommen die Romane, nach Genre geordnet. Und ins letzte Regal kommen die uralten, empfindlichen Bücher, die Genis nicht lesen soll…“ Sheena sah sie ungläubig an. „Du glaubst jetzt nicht ernsthaft, dass ich mir das gemerkt habe, oder?“ „Kannst du sie nicht einfach irgendwie in die Bücherregale stellen?“, fragte Zelos. „Ich meine, du findest sie doch so oder so…“ „Ordnung muss sein“, sagte Raine und fing an, die Bücher so einzusortieren, wie sie es vorher erklärt hatte. Sheena und Zelos seufzten nur. Presea, Regal, Yuan und Kiya kamen auch bald, so dass sie dann alle beisammen waren. Am Abend grillten sie, außerdem gab es noch Salat und als Nachtisch Eis – für Raine wieder einmal mit sauren Gurken, denn sie war von diesem Trip immer noch nicht runter und inzwischen bezweifelte jeder, dass sich das jemals ändern würde. Es war wieder einmal eine sternenklare Nacht und Raine musste Xai wieder einmal überzeugen, ins Bett zu gehen. Genau wie am Abend zuvor musste sie ihm wieder etwas vorlesen. Diesmal hatte Xai das Buch ausgesucht. Raine sah sich den Buchtitel an. ‚Jugaria’ hieß es. (XDDDDD Ich konnte es einfach nicht lassen XDDDD Info für diejenigen, die mich nicht so gut kennen: Jugaria ist eine Geschichte, die ich schreibe und die mal nichts mit ToS zu tun hat XD) Sie öffnete es und fing an zu lesen. „Das kleine Mädchen keuchte. Es rannte so schnell es konnte vor den Männern weg, die es verfolgten. Aber warum eigentlich? Warum drehte es sich nicht einfach um und vernichtete sie? Es wäre kein Problem für das Mädchen gewesen. Aber irgendetwas sagte ihm, dass es nicht richtig gewesen wäre. Also rannte es davon. Doch bald erreichte das Mädchen eine Sackgasse und die Männer umzingelten es. Xai, wie kommt es, dass ich dir schon wieder so eine Geschichte vorlese?“ „Was hast du denn dagegen? Das ist doch spannend!“, behauptete Xai. Raine seufzte. „Aber ich bezweifle, dass es das Richtige zum Einschlafen ist…“ „Ich kann trotzdem schlafen. Also lies bitte weiter.“ „Es wusste, dass es in der Falle saß, es sei denn, es setzte seine Kräfte ein. Aber es stand einfach nur da und war unfähig, sich zu bewegen. Es hatte keine Angst, auch wenn es wusste, dass sein Schicksal besiegelt war. „Los, fesselt sie!“, rief einer der Männer. „Betäubt sie!“, befahl ein anderer Mann. Ein Pfeil landete im Arm des Mädchens und nach kurzer Zeit fiel sie in Ohnmacht. Xai…“ „Bitte, Mom, lies weiter!“, bettelte Xai und sah sie mit einem Hundeblick an. Raine konnte einfach nicht nein sagen, bei diesem Blick wurde sie immer schwach. Das war bei Genis schon so gewesen und auch bei Xai war es nicht anders. Hauptsache, sie wurde nicht auch schwach, wenn einer ihrer Gegner sie mal so ansehen sollte… „Als es aufwachte, war es in einem alten Tempel oder etwas Ähnlichem. Menschen umgaben es. Viele Menschen. In vielen Gesichtern sah es den gleichen Wunsch: seinen Tod. Aber was hatte es den Menschen angetan? Es hatte doch nichts Unrechtes getan… „Loana Isuro Urya! Hiermit verurteilen wir dich zum Tode!“, verkündete ein großer Mann, der vor ihr stand. „Warum?“, fragte Loana leise. Der Mann schwieg eine Weile. „Du bist die größte Gefahr für diese Welt. Wir können nicht riskieren, dass du sie auf Grund einer Laune zerstörst.“ „Aber… Ich…“, stotterte Loana.“ „Boah, wie gemein!“, rief Xai wütend. „Das arme Mädchen!“ Raine seufzte. So wie es aussah, war Xai noch weit davon entfernt, einzuschlafen. „„Warum muss die Strafe so hart sein? Warum muss sie sterben? Könnt ihr sie nicht verschonen?“, fragte eine Frau in der Menschenmenge. „Sie ist doch noch ein Kind!“ Der Mann seufzte und besprach sich dann mit ein paar anderen Männern. „Also gut. Vielleicht gibt es noch eine andere ähnlich sichere Möglichkeit, ohne dass sie sterben muss. Wir können ihre Kräfte und sie selbst versiegeln.“ Versiegeln. Loana kannte die Bedeutung dieses Wortes nicht, aber sie wusste sofort, dass es etwas war, das ihr nicht gefallen würde. Und sie hatte Recht damit. Man brachte sie zu einem Glaskasten. „Nein! Lasst mich los! Ich will nicht!“, schrie sie verzweifelt und sie wehrte sich mit Händen und Füßen. Aber die Männer waren stärker als sie. Eine unkontrollierbare Wut ergriff von ihr Besitz, als der Glasdeckel über sie geschoben wurde. „Lasst mich hier raus oder ich werde euch alle töten!!!“, brüllte sie und Funken flogen um sie. Aber das Glas, das sie umgab, war nicht normal. Es bestand aus einer Magie, die ihrer eigenen standhielt. Oh, wie gerne hätte sie alles um sich herum zerstört! Aber es ging nicht. Ihre übernatürlichen Kräfte waren verschwunden, außerdem wurde sie immer müder. Nach einer Weile fielen ihr die Augen zu und sie sollten sich erst nach sehr langer Zeit wieder öffnen.“ Xai gähnte. „Wie geht es weiter?“ (Wer das wissen will, der muss noch ein wenig warten, bis ich Jugaria fertig habe XDD Das eben war der Prolog des neuen Jugaria. Richtig, ich habe wieder angefangen und bin jetzt bei Kapitel 2 von 8… Wobei wahrscheinlich noch wieder Kapitel hinzukommen, ist ja nichts Neues bei mir ^^“) „Das lese ich dir vielleicht ein anderes Mal vor. Du solltest jetzt schlafen“, sagte Raine und strich ihrem Sohn durch die rabenschwarzen Haare. „Okay…“, murmelte dieser und schon war er eingeschlafen. [Dieser Beitrag wurde am 22.04.2008 - 16:15 von DelFina18 aktualisiert] Signatur Crynil, do rical nade; Elran, do tilial nade; Mina, ris fris antaras nideras ko offim desto; Boli dyx strimur syrax windalk! © by DelFina18 ![]() | |||
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Nach dem Frühstück am nächsten Morgen flog die Gruppe zur neuen Stadt Nyhaim, die auf dem Tethe’alla-Teil der Welt Elaros lag. (Schon gemerkt, dass ich mir irgendwie von all meinen Geschichten was zusammenklaue? XDDD Kiya, Xai, Nyhaim, Jugaria, Elaros... Und das wird noch nicht das letzte gewesen sein *grins*) Vor ein paar Jahren noch war die Stadt ziemlich klein gewesen, war aber recht schnell gewachsen, da es die einzige Stadt war, in der Fähren nach Flanoir und Altamira fuhren. Und vor kurzer Zeit war ein Hotel gebaut worden, das sehr gut besucht war und keine Wünsche offen ließ. Man hörte, dass der Service sehr gut war und das Ambiente perfekt. Aber bei dem Gald, das man dort zurücklassen musste, war das auch wirklich das Mindeste. Die Gruppe stand im Foyer und während Kratos, Raine, Yuan und Kiya sich um die Zimmer kümmerten und das Gald bezahlten, sahen sich die anderen erstaunt um. Xai, Genis und Presea informierten sich gleich, was man hier alles machen konnte. Neben dem Wellnessbereich, der ein riesiges Schwimmbad mit diversen Rutschen; heiße Quellen; eine Sauna und eine Massage umfasste, wurden auch Kanu- und Kletter-Touren angeboten, es gab viele Wanderwege, eine Sightseeing-Tour und sogar eine Museumsausstellung, die Raine mit Sicherheit besuchen würde. Die drei grinsten sich an. Hier würde ihnen bestimmt nicht langweilig werden und sie fingen gleich an, ihre Zeitpläne für die kommenden drei Tage aufzustellen. Regal schaute sich währenddessen interessiert die Speisekarte an und nahm sich vor, während ihres Aufenthalts irgendwann mit dem Chefkoch zu reden, um sich mit ihm auszutauschen. Lloyd, Colette und Anna sahen sich in der Zwischenzeit den Innengarten an, in dem sehr schöne und exotische Blumen blühten. Die jungen Eltern hatten genug damit zu tun, ihre Tochter davon abzuhalten, die Blumen zu pflücken. Zelos hingegen flirtete schamlos mit jedem Mädchen, das ihm über den Weg lief, was Sheena natürlich rasend vor Eifersucht machte und innerhalb weniger Sekunden hatte sich ein Turm von zwölf Beulen auf Zelos’ Kopf gebildet. Kratos legte einen Arm um Raine. „Das könnte genau die Erholung sein, die wir vor der Hochzeit gebrauchen können, nicht wahr?“ Raine nickte und schmiegte sich an Kratos. „Vorausgesetzt man lässt uns auch in Ruhe…“ „Ach, wenn das so ist, werden wir eure persönlichen Bodyguards, die jeglichen Stress von euch fernhalten“, meinte Yuan lächelnd und Kiya stimmte ihm zu. (Wenn du wüsstest, was für einen Ärger du dir damit einhandelst… *grins*) „Danke, Yuan“, Kratos klopfte Yuan anerkennend auf den Rücken, „… und Kiya!“ Er nickte ihr zu. Auch Raine bedankte sich. „Ist doch kein Problem“, versicherte Kiya. (*hust*) Alle versammelten sich, um zu besprechen, was sie machen wollten. „Presea, Xai und ich wollen zuerst ins Schwimmbad“, erzählte Genis. „Ich habe gesehen, dass hier ein Kochkurs angeboten wird, den würde ich gerne machen“, verkündete Regal, woraufhin ihn alle verwundert ansahen. „Regal, du kannst doch kochen! Warum willst du dann einen Kochkurs machen? Das ist eher etwas für Raine“, bemerkte Genis, woraufhin er von Raine wieder einmal eine Kopfnuss verpasst bekam. Regal zuckte mit den Schultern. „Vielleicht lerne ich ja noch etwas dazu.“ Lloyd hatte inzwischen wieder Hunger und deswegen wollten er, Colette und Anna ins Restaurant gehen, damit Lloyd seinen Hunger stillen konnte. „Und was machen wir?“, fragte Zelos Sheena mit breitem Grinsen, so dass jedem - außer Xai und Anna natürlich - klar war, was er gerne mit Sheena machen wollte. „Das, was du machen willst, ganz sicher nicht“, sagte Sheena mit verschränkten Armen. „Aber Sheenalein…“ Zelos schmollte. „Da bist du selber dran Schuld! Vielleicht wäre ich einverstanden gewesen, wenn du vorhin nicht mit den ganzen Mädchen geflirtet hättest!“ „Das war doch nur ein Reflex, da kann ich nichts für, ehrlich! Ich bin es nun einmal noch nicht gewohnt, eine feste Beziehung zu haben…“, erklärte Zelos. „Ja, klar! Dass ich dir ständig Kopfnüsse und Ohrfeigen verpasse ist auch nur ein Reflex von mir“, meinte Sheena sauer. „Komm mir nicht mit solchen blöden Ausreden, Zelos! Bessere dich oder du kannst unsere Beziehung abhaken!“ Zelos umarmte Sheena. „Ich werde mich bessern, versprochen!“ Sheena seufzte. „Also gut. Aber was machen wir denn jetzt?“ „Wir könnten doch die heißen Quellen besuchen, um zu entspannen“, schlug Yuan vor. Die anderen, die noch nichts vorhatten, stimmten zu und so trennten sich die Freunde. ~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~ Presea, Genis und Xai rannten also als Erstes in ihre Zimmer, um sich ihre Schwimmsachen anzuziehen. Danach machten sie sich auf den Weg ins Schwimmbad, das zwar gut besucht, aber nicht überfüllt war. „Wir sollten erst einmal die Rutschen ausprobieren, nachher können wir ja noch mit dem Wasserball spielen“, schlug Genis vor und die anderen beiden stimmten ihm zu. Sie hatten viel Spaß beim Rutschen, bis auf einmal eine kleine Gruppe von Jungen in Genis’ und Preseas Alter auftauchte und sie anmachte. „Wir rutschen hier!“, meinte der eine, der wohl der Anführer zu sein schien. Er hielt sich wohl für ganz cool und strich sich immer wieder durch sein nasses Haar. „Ich kann nicht sehen, dass hier irgendwo dein Name steht!“, erwiderte Genis, der sich nicht vertreiben lassen wollte. „Verschwindet von hier, wir waren zuerst hier!“, rief ein anderer Junge, der etwas kleiner als der Anführer war. Der Anführer sah Presea aufmerksam an. „Das Mädchen kann hier bleiben.“ Presea zeigte ihm den Vogel. „Du hast sie wohl nicht alle, warum sollte ich bei euch Idioten bleiben?!“ Der Anführer sah sie wütend an. „Gut, dann eben nicht. Dann hast du die Ehre, als Erstes einen Abgang zu machen.“ Er schubste Presea, die daraufhin von dem Turm fiel, auf dem sie gerade standen, geradewegs dem Wasser entgegen. „Presea!!!“, rief Genis erschrocken und sprang ihr hinterher. (Ob das nun was hilft, weiß ich nicht und vermutlich ist es auch nicht notwendig, da sie nicht sooooo hoch sind, aber vielleicht ist es auch einfach nur ein Reflex von ihm XDDD) Xai sah besorgt hinunter und war beruhigt, als er sah, dass es den beiden gut ging. Plötzlich wurde er am Arm gepackt. „Hey, Tijo, warum lassen wir den Kleinen hier nicht für uns arbeiten? Er könnte uns ein bisschen Geld besorgen“, schlug einer der Jungen vor. „Lass mich los!“, schrie Xai, konnte sich aber nicht losreißen und der Junge hörte natürlich nicht auf ihn. Der Anführer namens Tijo musterte ihn. „Hmm… Ja, warum eigentlich nicht? Aber nicht hier im Schwimmbad, hier ist es nicht sicher. Ich denke, in der Stadt selber ist es besser.“ Seine Freunde stimmten ihm natürlich zu und zogen Xai mit sich hinaus aus dem Schwimmbad. Xai suchte verzweifelt nach Genis und Presea, konnte sie aber nirgendwo sehen. Damit Xai nicht in Badesachen durch die Stadt laufen musste, erlaubten sie ihm, sich umzuziehen, ließen ihn aber nicht unbeaufsichtigt. Danach zerrten sie ihn aus dem Hotel und begaben sich ins Zentrum der Stadt Nyhaim. Es waren viele Leute in der Stadt unterwegs und es ging hektisch zu. „So… Dann bekommst du jetzt deinen ersten Auftrag: Klau ein paar Leuten hier die Geldbörse. Das dürfte ja nicht allzu schwer sein, wer achtet in diesem Gewusel schon auf einen kleinen, unschuldig aussehenden Jungen?“, meinte Tijo. Xai sah sich kurz um. Natürlich hätte er keine Probleme damit gehabt, den Leuten buchstäblich des Geld aus der Tasche zu ziehen, aber warum sollte er das machen? Als er die Gruppe das fragte, lachte Tijo, legte seinen Arm um Xai und meinte: „Nun… Wenn du es nicht tust…“, er richtete sich wieder auf, „… wirst du das hier wohl nicht wieder sehen.“ Er hielt das Medaillon in der Hand, das Xai vorher um den Hals hängen hatte. Verblüfft stellte Xai fest, dass Tijo es ihm eben abgenommen haben musste, ohne dass er es mitbekommen hatte. „Gib es mir wieder!“ Er versuchte es Tijo aus der Hand zu reißen, aber er kam nicht an, weil Tijo es hoch über seinen Kopf hielt. „Nur, wenn du das machst, was wir dir sagen.“ Xai sah die Jungen wütend an. „Wenn meine Mutter hier wäre…!“ Tijo grinste hämisch. „Ich fürchte nur, deine Mutter ist nicht hier! Also wirst du schön tun, was wir dir sagen oder du wirst dieses Medaillon nie wieder sehen!“ „Also gut…“, sagte Xai durch zusammengebissene Zähne. Wütend schlängelte er sich durch die Personen und klaute hier und da eine Geldbörse, ohne bemerkt zu werden. ~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~ „Verdammt!!! Wo zum Teufel ist Xai?!“, fragte Genis panisch. Presea ergriff seine Hand und sagte beruhigend: „Ihm wird es schon gut gehen.“ „Raine bringt mich um, wenn sie erfährt, dass ihr Sohn verschwunden ist! Und das sage ich nicht einfach nur so, das meine ich ernst! Ich bin TOT!!!“ „Dann suchen wir einfach nach Xai, finden ihn und sorgen dafür, dass Raine nie etwas davon erfährt und alles ist gut!“ „Schön, kannst du mir auch sagen, wo wir suchen sollen?! Im Schwimmbad ist er zumindest nicht! Ich bin mir sicher, diese Typen haben ihn irgendwohin mitgenommen!“, meinte Genis aufgebracht. Er hatte eigentlich nicht vor, seine Wut an Presea auszulassen, aber er konnte nicht anders. „Hey, schrei mich nicht an, ich kann auch nichts dafür, dass er verschwunden ist!“, rief Presea genervt und meinte dann: „Vielleicht ist er ja auch in seinem Zimmer!“ Genis murmelte eine Entschuldigung und die beiden gingen zu Xais Zimmer. Aber auch dort war der Junge nicht. „Und wo suchen wir jetzt?“, fragte Genis seufzend. Presea war genauso ratlos wie er. „Vielleicht sollten wir einfach im ganzen Hotel nach ihm suchen…“ Genis sah nachdenklich aus. „Irgendwie habe ich das Gefühl, dass er nicht mehr im Hotel ist… Ich bin mir sicher, diese Typen haben ihn mit in die Stadt genommen…“ „Wie kommst du darauf?“ Genis zuckte mit den Schultern. „Einfach nur so ein Gefühl. Außerdem würden wir über kurz oder lang den anderen über den Weg laufen, wenn wir im Hotel suchen… Und wer weiß, ob die dann nicht Raine Bescheid sagen… Und wenn Xai wirklich noch im Hotel sein sollte, dann ist er ja gewissermaßen in Sicherheit, aber wenn er in der Stadt ist…“ „Okay, da hast du wohl Recht“, meinte Presea. Also verließen die beiden das Hotel, nachdem sie sich umgezogen hatten und suchten in der Stadt weiter. [Dieser Beitrag wurde am 02.05.2008 - 11:31 von DelFina18 aktualisiert] Signatur Crynil, do rical nade; Elran, do tilial nade; Mina, ris fris antaras nideras ko offim desto; Boli dyx strimur syrax windalk! © by DelFina18 ![]() | |||
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„Ah… Das tut gut…“, murmelte Sheena und ließ sich weiter ins Wasser gleiten. „Stimmt! Seit langem kann ich mich mal wieder entspannen“, seufzte Raine. „Drei Tage Erholung pur, es kommt mir vor wie ein Traum“, meinte Kiya zufrieden. „Ich hoffe nur, Xai, Genis und Presea geht es gut…“, sagte Raine ein wenig besorgt. „Vielleicht hätte noch jemand Erwachsenes mit ihnen gehen sollen…“ „Ach was, Genis und Presea sind doch alt genug! Und ich bin mir sicher, sie passen gut auf Xai auf“, versicherte Kiya ihr. (Tjaaa… Wenn sie wüsste, wie falsch sie damit liegt XDDDD) „Und wie sieht’s bei euch dort drüben aus, Jungs?“, erkundigte sich Sheena laut. Die beiden Bäder waren nur durch eine Holzwand getrennt, die nicht einmal die Decke erreichte. „Wunderbar!“, rief Zelos. „Noch besser ginge es mir natürlich, wenn du auf meiner Seite wärst, Sheenalein! Oder noch besser: Ich auf deiner Seite!“ Sheena seufzte genervt, schnappte sich einen Eimer und warf ihn über die Wand. Durch Zelos’ Schrei und das darauf folgende Blubbern schloss sie darauf, dass sie ihn getroffen hatte. Während sie hörten, wie Kratos und Yuan den bewusstlosen Zelos aus dem Wasser zogen, meinte Sheena: „Heute entspannen wir richtig schön und morgen können wir dann ja vielleicht eine Sightseeing-Tour machen. Ich habe gehört, dass es in Nyhaim auch eine Museumsausstellung mit wertvollen Artefakten geb…“ Raine stand blitzschnell auf. „UND DAS SAGST DU MIR ERST JETZT?!?“ Hinter der Wand murmelte Kratos: „Oh nein, lass sie bitte nicht von der Museumsausstellung gehört haben, bitte, Martel, verschone mich damit, ich werde auch immer brav meine Tomaten essen…“ (Auch wenn er dabei tot umkippen würde, weil er ja allergisch auf Tomaten ist XDDDD) Leider schien Martel Kratos nicht gehört zu haben, jedenfalls stürmte Raine im nächsten Moment auf die andere Seite der Wand und zog Kratos aus dem Wasser. „Du kommst mit!“, meinte sie und schob Kratos in die Männerumkleide, damit er sich umzog. Kiya seufzte. „Hättest du das nicht für dich behalten können, Sheena? Jetzt müssen Yuan und ich auch mitkommen…“ „Warum das denn?“ „Wir haben uns verpflichtet, als Bodyguards ihnen jeglichen Stress vom Hals zu halten… Was bedeutet, wir müssen sie überall… nun… fast überall hin begleiten…“ „Oh… Das wusste ich nicht…“, meinte Sheena. Kiya seufzte noch einmal und rief dann zu Yuan: „Zieh dich um, wir müssen ja bei den beiden bleiben…“ „Und wer kümmert sich dann um Zelos?“, fragte Yuan von der anderen Seite. „Ach, der kann da ruhig liegen bleiben…“, antwortete Sheena. Yuan zuckte mit den Schultern und ging dann in die Männerumkleide. ~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~ Lloyd testete inzwischen die Speisekarte des Restaurants und hatte sie zur Hälfte schon durch. Colette saß mit ihrer Tochter auf dem Schoß etwas irritiert da, auch wenn sie schon wusste, wie viel Lloyd verdrücken konnte, es verblüffte sie doch immer wieder. „Hmm… Das schmeckt…“, er schluckte etwas hinunter, „… fast so gut wie Regals Essen…“ Auf einmal streckte Anna die Hand aus, griff in Lloyds Reisschale, nahm sich etwas Reis und hatte Spaß daran, diesen in der Gegend herumzuwerfen, größtenteils in Lloyds Richtung. „Lass das, Anna!“, meinte Colette und hielt Annas Hände fest. „Stör deinen Vater nicht beim Essen.“ Anna schmollte und suchte nach einer anderen Beschäftigung. „Runter!“, sagte sie und ihre Mutter ließ sie auf den Boden, achtete aber darauf, dass Anna sich nicht zu weit entfernte – zumindest, bis Lloyd sie ablenkte, indem er ihr einen Happen von seinem Essen in den Mund schob. Und es war scharfes Essen. Sozusagen zum Feuer speien. Colette griff schnell nach Lloyds Glas Wasser, um das Brennen zu stillen und fragte sich danach, wie Lloyd so viel von dem Zeug essen konnte, ohne die ganzen Wasserreserven von Nyhaim aufzubrauchen. Als sie sich jetzt wieder umdrehte, um nach Anna zu sehen, stellte sie fest, dass diese nirgends zu sehen war. „Lloyd…“, sagte sie mit zittriger Stimme, „… Anna ist verschwunden…“ „Ach, die taucht schon wieder auf“, meinte Lloyd in sein Essen vertieft. Colette packte ihn beim Kragen und schüttelte ihn kräftig durch. „Unsere Tochter ist verschwunden und die isst einfach ruhig weiter?! Was…“ In diesem Moment verlor Colette ihr Gleichgewicht und sie und Lloyd landeten auf dem Boden, rissen die Tischdecke dabei herunter, woraufhin das Essen hoch in die Luft geschleudert wurde und auf dem Kopf eines Kellners landete, der zufällig gerade in der Nähe stand. „Oh, es tut mir unendlich Leid, das war keine Absicht! Ich entschuldige mich aufs Tiefste für…“, begann Colette ihre Entschuldigungsrede, als Lloyd sie unterbrach: „Unsere Tochter ist verschwunden, schon vergessen?“ Colette sah ihn mit großen Augen an. „Oh, ja!“ „Also wenn Sie dieses kleine Mädchen meinen, ich glaube, das ist in die Küche gegangen…“, meinte der Kellner, der sich so gut es ging vom Essen befreite. Lloyd und Colette bedankten sich und begaben sich dann in die Küche. ~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~ Raine zog die anderen mit sich zum Museum. Außer ihr war natürlich keiner wirklich erpicht darauf, sich staubige Artefakte anzusehen, die schon fast auseinander fielen, vor allem, da es in den heißen Quellen so entspannend gewesen war. „Raine, müssen wir das unbedingt heute machen?“, fragte Kratos seufzend. „Die Ausstellung wird schon nicht wegrennen…“ „Nein, ich will sie mir heute ansehen!“, meinte Raine bestimmt, als sie das Museum betraten. Man musste keinen Eintritt bezahlen und das war der Gruppe nur recht, auch wenn es ihnen seltsam erschien, da wohl nicht nur seltene Artefakte, sondern auch wertvolle Juwelen und Diamanten ausgestellt wurden. „Oh, das ist einfach FANTASTISCH!!!“, rief Raine begeistert, die von einer Vitrine zur nächsten rannte und sich alles ganz genau ansah und einprägte, selbst wenn es sich nur um einen Stein handelte, bei dem ein Schild stand, der besagte, dass er von vor einer Million Jahre war. Kratos rollte mit den Augen und flüsterte zu Yuan: „Man könnte ihr einen ganz gewöhnlichen Stein vor dir Nase halten und behaupten, er wäre uralt, sie würde es glauben.“ Yuan lachte leise. „Nicht wirklich, oder?“ Kratos nickte. „Lloyd hat mir erzählt, dass er genau das an Raines letztem Geburtstag gemacht hat. Und sie hütet den Stein wie ihren Augapfel.“ Yuan prustete los. „Und ich dachte, sie würde sich damit auskennen!“ „Mit Artefakten, ja. Da kann man das Alter ja auch bestimmen, aber bei einem Stein… Ich meine, er könnte wirklich so alt sein, aber andere sind es auch. Deswegen ist er ja auch nichts Besonderes.“ Während Kratos und Yuan sich also nett unterhielten, folgte Kiya Raine und entdeckte langsam auch ihre Begeisterung für Artefakte, als die beiden sich ein antikes Schwert ansahen, das angeblich aus der Balacruf-Dynastie stammte und dessen Klinge unmittelbar über dem Griff mit Edelsteinen besetzt waren. Ein schwarzer mit verschiedenen Farblinien war in der Mitte, sechs weitere Steine waren im Kreis um ihn herum angelegt. „Es sieht schön aus…“, murmelte Kiya. „Oh, es ist auch ziemlich wertvoll und gilt als mächtiges Schwert. Ein Schwert, das alles Mögliche versprach… Schau dir den blauen Saphir an,“ meinte Raine und zeigte auf den Stein direkt oberhalb des Mittleren, „er steht für Ruhe, Reinheit und Frieden, wird dem Monat September zugeordnet und dem Planeten Jupiter. Der nächste Stein links ist ein Amethyst, der als Heilstein gegen Süchte, im Besonderen die Trunksucht gilt und mit den Planeten Jupiter und Neptun verbunden wird. Des Weiteren ordnet man ihn dem Monat Februar zu und ist der Stein des Sternzeichens Fische. Unterhalb davon finden wir einen Rosenquarz, der die Liebe symbolisiert und zum Januar und dem Sternzeichen Stier gehört. Der Rubin, der ganz unten eingelassen ist, verspricht Macht, Tapferkeit und Würde, außerdem soll er gegen den Teufel und die Pest helfen. Wegen seiner Farbe wird er natürlich dem Mars zugeordnet, genauso wie dem Monat Juli. Der vorletzte Stein dieses Kreises ist der schwarze Onyx, der das Durchsetzungsvermögen und das Selbstbewusstsein stärkt und mit dem Sternzeichen Steinbock und dem Monat Februar verbunden wird. Der gelbgrüne Peridot darüber lässt einen angeblich in die Zukunft sehen und ist dem Monat August zugeordnet.“ Kiya sah sie verdattert an. „Woher kennst du dich so gut mit Edelsteinen aus?“ „Habe ich mal irgendwo gelesen“, antwortete Raine, als wenn es ganz normal wäre, dass man alles, was man einmal gelesen hat, sich merkt. Kiya sah sie ungläubig an, schaute dann wieder auf das Schwert und fragte dann: „Und wofür steht der Stein in der Mitte?“ „Das ist ein Opal. Das ist der Stein der Liebe und Hoffnung und wird mit dem Planet Neptun und dem Monat Oktober verbunden. Außerdem ist es der Talisman für… Diebe und Spione.“ „Ah! Keith hat auch immer solch einen Stein bei sich gehabt!“, rief Kiya. Raine nickte. „Passte ja…“ Yuan und Kratos kamen jetzt auch näher und würdigten das Schwert nur eines kurzen Blickes. „Mag ja ganz schön aussehen, taugt aber nichts“, kommentierte Kratos knapp. Yuan nickte. „An Edelsteinen mögen sie ja nicht gespart haben, aber der Stahl der Klinge bricht mit Sicherheit nach ein paar Kämpfen. Das ist für rein dekorative Zwecke.“ „Aber mit diesem Schwert WURDE viel gekämpft! Es gibt Aufzeichnungen, in denen steht, dass mit dem Schwert der Wünsche“, Raine deutete auf ein kleines Schild vor der Vitrine mit dem Schwert, das jenes als Schwert der Wünsche bezeichnete, „viele lange Kämpfe rund um Asgard bestritten worden sind!“ „Solche Aufzeichnungen müssen nicht unbedingt immer der Wahrheit entsprechen, außerdem kann das hier auch nur eine billige Kopie sein, die einfach mit Edelsteinen… nun, vielleicht sogar eher mit Glassteinen, wenn es eine Kopie ist, bestückt wurde, um es wertvoll erscheinen zu lassen“, meinte Kratos. „Aber… Argh! Männer!“, rief Raine genervt und rannte zur nächsten Vitrine, Kiya auf ihren Fersen. ~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~ Genis und Presea waren jetzt schon geraume Zeit in der Stadt unterwegs, waren schon im Hafen gewesen, im Park, auf dem Trödelmarkt und jetzt waren sie auf dem Weg in die Innenstadt. Aber sie brauchten sich nichts vorzumachen, sie wussten, dass sie stundenlang suchen konnten, ohne Erfolg zu haben, selbst wenn Xai wirklich in der Stadt war und nicht im Hotel. „Lass uns kurz etwas essen, ich verhungere sonst“, meinte Genis und Presea stimmte zu, in ein kleines Café zu gehen und ein Stück Kuchen zu essen. Sie bestellten sich schlichten Kirschkuchen, der aber erstaunlich lecker war. „Wie lange, denkst du, haben wir noch Zeit, bis Raine und die anderen das erste Mal nach uns suchen?“, fragte Genis, der zur Uhr schaute. Es war 13:00 Uhr, was bedeutete, dass sie schon gut anderthalb Stunden nach Xai suchten. „Ich weiß nicht… Wenn sie das volle Wellnessprogramm durchlaufen, haben wir glaube ich noch ein wenig Zeit. Und ich bin mir sicher, dass sie das machen, da sie doch so viel Erholung wie möglich haben wollen.“ Genis war trotzdem nervös und beeilte sich damit, sein Kuchenstück zu essen, damit sie sich möglichst schnell wieder auf die Suche begeben konnten. Presea spürte seine Eile und verschlang den Kuchen ebenfalls schnell. Sie waren gerade fertig und hatten bezahlt, als Presea aus dem Fenster sah und die Gruppe aus Jungen aus dem Schwimmbad am Café vorbei gehen sah. Xai war auch bei ihnen. Mit gesenktem Kopf ging er in ihrer Mitte, als wenn er auf dem Weg zum Schafott wäre. „Genis, da sind sie!“ Der Halbelf sah schnell nach draußen. „Worauf wartest du noch?! Beeilung!“ Er stürmte nach draußen und Presea folgte ihm. Genis wollte seine Magie einsetzen, um die Jungen zu erschrecken, aber Presea hielt ihn davon ab. „Nicht hier. Es bringt nur Ärger. Hat Raine nicht außerdem gesagt, du sollst deine Magie nicht einsetzen, nur um Leute zu erschrecken?“ Genis seufzte. „Ja, schon, aber… Das hier ist doch etwas anderes! Sie haben Xai!“ „Wir könnten doch auch versuchen… mit ihnen zu reden“, schlug Presea vor, wusste aber, dass Genis dies für unmöglich hielt. „Reden?! Das bringt bei den Typen nichts, das hast du doch im Schwimmbad gesehen! Willst du, dass sie dich wieder schubsen?“ Presea rollte mit den Augen. „Nein, natürlich nicht! Aber was willst du sonst machen? Ich werde auf jeden Fall nicht zulassen, dass du deine Magie hier einsetzt, nachher sind wir noch in größeren Schwierigkeiten als jetzt!“ Genis sah, wie die Gruppe mit Xai ein Museum betrat. „Wir werden ihnen vorerst wohl nur folgen können… Aber bestimmt bietet sich noch eine Gelegenheit an, Xai zu befreien…“ „Ja“, sagte Presea knapp und die beiden folgten der Gruppe in das Museum, in dem eine Ausstellung über alte Artefakte und Steine stattfand – eine Sache, bei der Raine wohl kurzerhand aus den heißen Quellen gestürmt wäre, wenn sie gewusst hätte, dass sie stattfand. (Tja… Wenn sie wüssten, dass es genauso stattgefunden hat… XDDD) Signatur Crynil, do rical nade; Elran, do tilial nade; Mina, ris fris antaras nideras ko offim desto; Boli dyx strimur syrax windalk! © by DelFina18 ![]() | |||
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Zelos und Sheena waren in die Sauna gegangen, nachdem Zelos wieder zu sich gekommen war und verbrachten nun ihre Zeit damit, zu schwitzen und die Hitze auszuhalten. „Oh, yeah! Das ist eine richtige heiße Atmosphäre!“, meinte Zelos zufrieden. „Nun, was für eine Atmosphäre soll sonst in einer Sauna herrschen?“, fragte Sheena. „Hm… Aber ich finde, mit dir hier drinnen nur in einem Handtuch ist es noch heißer…“ Zelos machte sich schon auf eine Kopfnuss bereit, aber Sheena war zu erschöpft und gab nur ein schwaches „Halt die Klappe…“ von sich. Sie lag auf einer der Holzbänke und wäre wohl eingeschlafen, wenn es nicht so furchtbar heiß gewesen wäre. Zelos legte sich neben sie und strich ihr durchs Haar. „Du, Sheenalein… Denkst du nicht, wir könnten…“ Zelos brauchte seinen Satz nicht zu Ende zu sprechen, Sheena wusste auch so, was er wollte. Natürlich, bei ihm ging es immer nur um das Eine. „Erstens ist mir schon heiß genug, zweitens könnte jeden Moment jemand reinkommen und drittens bin ich dazu jetzt wirklich nicht in der Stimmung!“ „Heißt das ja?“, fragte Zelos hoffnungsvoll. Sheena sah ihn irritiert an. Wollte er sie jetzt auf den Arm nehmen? Oder sprach sie Chinesisch? Oder war sein Gehirn in der Hitze geschmolzen, so dass er ihren Worten nicht mehr folgen konnte? „Nein!“, sagte sie. Zelos blinzelte verdattert. „Nein?“ „Nein.“ „Aber wenn Frauen nein sagen, meinen sie meistens ja, also…“ Zelos rückte näher an Sheena. Diese fand doch noch die Kraft, ihm eine Kopfnuss zu verpassen. „Was zum Teufel ist an dem Wort ‚Nein’ so schwer zu verstehen?! Du benimmst dich wieder einmal lloydisch, Zelos!“ „Aber… Ich will doch nur spielen…“, murmelte Zelos. „Es ist mir egal, wie du es bezeichnest, aber jetzt habe ich keine Lust dazu!“ „Gut… Heißt das dann, ich habe gewonnen?“ Sheena richtete sich verwirrt auf. „Was zum Teufel redest du da eigentlich? Sind deine Gehirnzellen verbrannt oder was? Wieso solltest du gewonnen haben? Wobei überhaupt?“ „Na, bei dem Spiel, wer es am längsten in der Hitze aushält, aber da du ja nicht spielen wolltest, dachte ich…“, erklärte Zelos. Sheena sah ihn überrascht an. Er hatte nur ein Spiel spielen wollen? Vielleicht hatte sie ihn doch falsch eingeschätzt. „Kommt nicht in Frage, du hast nicht gewonnen! Ich halte es hier drinnen auf jeden Fall länger aus als du!“, meinte Sheena überzeugt. Zelos grinste. „Heißt das, wir spielen doch?“ Sheena nickte. Sie wollte etwas sagen, als Zelos sie durch einen Kuss zum Schweigen brachte, wodurch Sheena noch heißer wurde. Als sie sich letztendlich wieder lösten, um Luft zu holen, japste Sheena: „Das… war gemein… Zelos… Mir ist… noch heißer… geworden…“ Zelos grinste. „Umso besser für mich. Vielleicht sollte ich ja weitermachen?“ ~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~ Regal musste zugeben, dass er beim Kochkurs doch nicht wirklich etwas dazu lernte. Höchstens, wie schlecht man eigentlich kochen konnte. In dem Kurs waren Leute, die noch schlechter kochten als Raine noch vor vier Jahren und das sollte schon was heißen. Während die anderen noch an ihren Gerichten herum dokterten und versuchten, ihren eigenen Stil mit einfließen zu lassen, war Regal schon längst fertig und unterhielt sich munter mit dem Leiter des Kochkurses, der auch der Chefkoch des hoteleigenen Restaurants war. „Ich persönlich tu in jede Soße ja noch einen Spritzer Zitrone, das lässt sie frischer erscheinen. Und legt man eine Zitrone noch zur Dekoration auf den Teller, spricht es auch gleich noch das Auge an“, erzählte Regal. Der Chefkoch nickte und wollte gerade etwas erwidern, als einer der Köche in Spe auf einmal schrie und sich aufgeregt auf den Tisch voller Zutaten setzte, wobei seine Hose jetzt mit Sicherheit schön mit Tomatensoße voll gesogen war, und zog seine Beine so hoch wie möglich, während er auf etwas zeigte, dass Regal und der Chefkoch von ihrer Position aus nicht sehen konnten. „E-E-Ein M-Monster!!!“, schrie der Mann hysterisch. Die anderen Kochschüler lachten lauthals los und Regal und der Chefkoch gingen um den Tisch herum, um sich das vermeintliche Monster anzusehen. Wobei das Monster kein Monster war, sondern ein kleines Kind, das wohl in einen Mehlsack gefallen war, danach mit Eiern gespielt hatte und sich mit Salatblättern schmückte. Regal hatte gleich einen Verdacht, wer dieses Kind sein könnte. „Ich glaube, ich weiß wer das ist“, sagte er und hob das Kind hoch. „Ich denke, ich werde sie erst einmal säubern, bevor ich sie wieder ihren Eltern gebe.“ Als Regal die Küche verließ, hörte er die Kochschüler den einen auslachen, der sich vor einem kleinen Kind gefürchtet hatte. „Nun machen wir dich erst einmal sauber, nicht wahr, Anna?“, fragte Regal und ging mit ihr in ein Badezimmer. Anna nickte fröhlich, anscheinend hatte sie ihren Spaß gehabt. ~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~ „Was zum Teufel machen die da?!“, fragte Genis verwundert, als er sah, wie die Jungs mit Xai an den Artefakten vorbeigingen und in einen Bereich gingen, der für Besucher nicht zugelassen war. „Das sieht nicht gut aus, Genis…“, murmelte Presea. Genis nickte zustimmend und wollte ihnen gerade folgen, als ihn jemand an der Schulter festhielt. „Genis, Presea, was macht ihr hier? Ich dachte, ihr wärt im Schwimmbad! Und wo ist eigentlich Xai?“ Zum Glück waren es nur Kratos und Yuan, die hinter ihnen standen und sie fragend ansahen und nicht Raine und Kiya. „Nun… Es gab ein paar Probleme… Da war die Jungengruppe, die uns von einer der Rutschen vertreiben wollten und Presea vom Turm ins Wasser geschubst haben… Ich bin ihr hinterher gesprungen und als wir nach Xai suchen wollten, war er verschwunden. Wir haben vermutet, dass diese Jungs ihn irgendwohin mitgenommen haben, und haben in der Stadt nach ihnen gesucht. Dann haben wir gesehen, dass sie das Museum betreten haben und jetzt sind sie in den abgesperrten Bereich dort drüben gegangen…“ Er war zu besorgt darüber, was passieren würde, wenn er den Jungs nicht bald folgte, als dass er sich jetzt noch irgendeine halbwegs glaubhafte Lügengeschichte ausdenken konnte, also erzählte er einfach die Wahrheit. Mal abgesehen davon vertraute er Kratos und Yuan. „Dort werden die Juwelen ausgestellt… Das gefällt mir nicht“, meinte Kratos. „Bitte sagt Raine und Kiya nichts davon, ich regele das schon!“, sagte Genis zuversichtlich. Kratos sah ihn stirnrunzelnd an. „Ich weiß nicht…“ „Aber ich weiß es! Bitte, Kratos, wenn Raine erfährt, dass ich ihren Sohn ‚verloren’ habe, bringt sie mich garantiert um! Und wenn die Jungs dort wirklich das machen wollen, was ich denke, dass sie machen wollen, dann…“ „Also gut.“ Genis wollte schon gehen, aber eine Frage musste er doch noch stellen. „Was macht IHR eigentlich hier?“ Yuan seufzte. „Sheena hat Raine wissen lassen, dass es diese Ausstellung gibt und… nun… Jetzt sind wir hier… Und das schlimmste ist, Raine hat Kiya mit ihrem Archäologen-Tick angesteckt…“ Genis und Presea mussten lachen, bis Kratos sie daran erinnerte, dass sie sich beeilen sollten. Die beiden nickten und gingen ebenfalls in den abgesperrten Bereich. ~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~ Xai seufzte leise. Selbst nachdem er Tijo die Geldbörsen gegeben hatte, die er gestohlen hatte, wollte der Anführer ihm sein Medaillon noch nicht zurückgeben. Die Gruppe wollte, dass er erst noch etwas anderes für sie stahl. Xai wusste nicht was, aber als sie das Museum betraten, wurde ihm klar, dass es etwas sein musste, bei dem er eine Menge Ärger haben würde, wenn er erwischt würde. Und das gefiel ihm gar nicht. Sie führten ihn an den antiken Artefakten vorbei – oh, wie gerne wäre er stehen geblieben und hätte sie sich angesehen! – in den hinteren Bereich, der für Besucher am heutigen Tag eigentlich abgesperrt war. Xai las ein Schild, auf dem stand, was dort ausgestellt wurde und sein Herz fiel ihm in die Kniekehlen, als er ‚wertvolle Juwelen berühmter Königsfamilien’ las. Juwelen! Das konnte nichts Gutes verheißen! Ab diesem Moment war er sich hundertprozentig sicher, dass er erwischt werden würde, egal wie geschickt er sich anstellte. Juwelen waren immer gut bewacht, ob nun von Wächtern oder von Magitechnologie. Nur wenige Diebe hatten es geschafft, Juwelen aus Museen zu stehlen und selbst wenn, waren sie nach kurzer Zeit gefasst worden, da sie unvorsichtig gewesen waren und zu viel Geld ausgegeben hatten. Sein Vater hatte ihm das erzählt und Xai hatte den leisen Verdacht, dass er sich selber auch damit gemeint hatte, erst recht seit Genis behauptet hatte, dass sein Vater zur Zeit seiner Entführung im Gefängnis gewesen war. Und nun sollte sein Sohn in seine Fußstapfen treten und das mit nur acht Jahren! Xai wäre am liebsten weggerannt, aber das Medaillon war ihm einfach zu wertvoll, um es diesen Idioten zu überlassen. Sie versteckten sich hinter einer Ecke und lugten in den Raum, in dem ein riesiger Diamant aufbewahrt wurde. Überall standen Wächter, Kameras hingen an den Wänden und neben dem Glas wurde der Diamant mit Sicherheit auch noch durch einen besonderen Mechanismus geschützt. „Ok, Gion und Eran, ihr lenkt die Wächter irgendwie ab und Ilas und ich kümmern uns um die Kameras. Warte auf das Zeichen, in Ordnung?“ Tijo sah Xai an und hielt ihm zur Erinnerung noch einmal sein Medaillon vor die Nase. „Aber was ist denn das Zeichen?“, fragte Xai. „Ein… Eulenruf!“, meinte Tijo. Xai rollte mit den Augen. Etwas Originelleres hätte diesem Kerl ja auch nicht einfallen können. Aber Xai nickte nur und betete jetzt schon einmal zu Martel, dass alles gut lief und sie ihm für das, was er tun würde, verzieh. Die Jungen verschwanden und Xai wartete hinter der Ecke, bis er auf einmal Krach aus einem der anderen Räume hörte. Es klang, als wenn etwas Porzellanartiges zerscheppert wäre. Vermutlich waren es Vasen. Xai sah, wie die Wächter sich kurz ansahen. „Ich denke, es macht nichts, wenn wir kurz nachgehen sehen, die Kameras sind ja auch noch da“, meinte der eine von ihnen und die anderen beiden nickten. Xai sah zu, wie die drei sich entfernten und hörte kurz darauf den Eulenruf, sein Zeichen. Schnell, aber leise ging er auf den Glaskasten mit dem Diamanten zu. Er hob das Glas vorsichtig an und zögerte dann, da er sich sicher war, dass es noch einen Schutzmechanismus gab, der ausgelöst wurde, wenn er den Diamanten hochhob. Aber dann hörte er, dass die Wächter zurückkehrten und er schnappte sich kurzerhand den Diamanten, in der Absicht, so schnell wie möglich abzuhauen. Aber daraus wurde nichts, denn sobald er den Diamanten angehoben hatte, wurde Alarm ausgelöst, bei dem Xais Herz diesmal bis in seine Füße rutschte. Vielleicht hätte er wegrennen sollen, Zeit dazu hätte er wohl gehabt, denn die Wächter waren immer noch nicht da und er hörte sie komischerweise auch nicht mehr näher kommen, aber er war wie angewachsen. Und dann auf einmal stürmte eine Person in den Raum, mit der er am wenigsten gerechnet hatte – seine Mutter. [Dieser Beitrag wurde am 27.03.2008 - 13:36 von DelFina18 aktualisiert] Signatur Crynil, do rical nade; Elran, do tilial nade; Mina, ris fris antaras nideras ko offim desto; Boli dyx strimur syrax windalk! © by DelFina18 ![]() | |||
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Raine starrte ungläubig ihren Sohn an. Sobald sie den Alarm gehört hatte, war sie in die Richtung des Geräuschs gerannt, um zu sehen, was für ein Krimineller dumm genug war, an diesem Tag einen Diebstahl zu begehen und konnte nicht glauben, was sie mit eigenen Augen sah: Ihren Sohn, der mit zitternden Händen den Diamanten hielt. Gedankenlos nahm sie ihm den Diamanten aus der Hand, schrie ihn an, was er sich dabei gedacht hatte und warum er seinem Vater nacheiferte, als auf einmal die Wächter eintrafen, auf sie zustürmten und ihr Handschellen anlegten, weil sie sie für die Diebin hielten. Raine machte sich nicht einmal die Mühe, die ganze Sache klarzustellen, sie schaute nur ihren Sohn ungläubig und enttäuscht an, als ihr gesagt wurde, dass alles, was sie sagte, gegen sie verwendet werden konnte und das übliche Blabla. Im nächsten Moment ging alles drunter und drüber. Kratos, Yuan und Kiya erschienen im Raum, sahen Raine, die von den Wächtern festgehalten wurde und Xai, der mit Tränen in den Augen versuchte, den Wächtern klar zu machen, dass er den Diamanten stehlen wollte, nicht seine Mutter, aber seine verzweifelten Worte stießen auf taube Ohren. Dann kamen auch noch Genis und Presea dazu, die eine Gruppe von Jungen vor sich her trieben (die haben es irgendwie geschafft, die Jungs zu überwältigen, wie auch immer XDDD), die aber genauso geschockt stehen blieben wie Kratos, Yuan und Kiya, als sie die Situation erfassten. „Ich war es, ich wollte den Diamanten stehlen, nicht meine Mutter! Sie müssen MICH festnehmen!“, schrie Xai verzweifelt und hielt die Arme ausgestreckt. „Wie oft denn noch, Junge?! Selbst wenn du es warst, ist deine Mutter für dich verantwortlich und wird für deine Taten zur Rechenschaft gezogen!“, erklärte einer der Wächter gereizt, der es langsam satt hatte, sich das Betteln des Jungen anhören zu müssen. Er gab seinen Kollegen ein Zeichen, dass Raine abgeführt werden sollte, als Kratos rief: „Halt! Ich war es, weder Xai noch Raine!“ „Bei Martels heiligem Stab! Ja, will denn heute jeder diesen Diamanten gestohlen haben?! Sie hatte ihn in der Hand, also spricht die Beweislage gegen sie, mal abgesehen davon, dass Sie erst viel später als wir in den Raum gekommen sind!“ Damit hatte der Wächter natürlich Recht und Kratos wusste, dass es keinen Sinn hatte, länger zu behaupten, er wäre der Dieb. „Wo bringen Sie sie hin?“, fragte er beunruhigt. „Ins Revier, zwei Straßen weiter“, war die Antwort und Raine wurde abgeführt. ~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~ Als Lloyd und Colette die Küche betraten, sahen sie nur lachende Personen. Anscheinend machten sie sich über jemanden lustig. „Und habt ihr gesehen, wie rot er angelaufen ist, als er erkannt hat, dass es nur ein Kind ist?“, fragte einer lachend. Ein anderer nickte. „Mindestens so rot wie seine Hose voller Tomatensoße!“ „Ok, genug gelacht, macht euch wieder an eure Gerichte!“, meinte eine Person, die wie der Chefkoch aussah. „Entschuldigung“, sprach Lloyd ihn an, „haben sie zufällig ein kleines Mädchen gesehen?“ Der Koch sah ihn an. „Hmm… Ah, wenn sie das kleine Kind meinen, das vorhin hier war und einen meiner Schüler fast zu Tode erschreckt hat, dann… Ja.“ „Wo ist sie?“, wollte Colette wissen. „Dieser eine Schüler, der mindestens so gut kochen kann wie ich – ich glaube, sein Name war Regal – hat sie mitgenommen, um sie sauber zu machen.“ „Danke“, sagte Lloyd und er und seine Frau verließen die Küche und gingen zu Regals Zimmer. Dieser öffnete der Tür, als sie anklopften und lächelte sie an, als er sie erkannte. „Eure Tochter hat sich heute glaube ich prächtig amüsiert.“ „Wo ist sie jetzt?“, fragte Lloyd. Regal deutete auf das Sofa hinter sich. „Nachdem ich sie sauber gemacht habe, ist sie eingeschlafen.“ Lloyd und Colette atmeten erleichtert aus. „Habt ihr Lust auf eine kleine Runde Rommé?“, fragte Regal und die beiden nickten. ~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~ Sheena und Zelos waren nach ihrem Aufenthalt in der Sauna (Sheena hat das Spiel übrigens gewonnen) zu erschöpft, um noch irgendetwas zu machen, also beschlossen sie, sich ins Bett zu legen und bis zum Abendessen zu schlafen. Sheena war schon fast dabei, einzuschlafen, als Zelos sie im Nacken küsste und ihr über die Arme strich. „Zelos…“, murmelte sie. „Sheena…“, flüsterte er, „… habe ich dir schon gesagt, dass ich dich liebe?“ Sheena drehte sich auf den Rücken und schaute ihm in die blauen Augen. Seine langen roten Haare kitzelten ihr Gesicht, als sein Gesicht über ihrem schwebte. „Tust du das?“, fragte sie leise. „Natürlich“, antwortete er und sie hörte, dass er es ehrlich meinte. Sie lächelte und flüsterte: „Ich liebe dich auch…“ Danach küssten sie sich und Sheena meinte grinsend: „Vielleicht bin ich doch noch nicht so erschöpft!“ Sie drehte ihn auf den Rücken und fing langsam an, ihn auszuziehen. ~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~ Die Wächter brachten sie wie sie gesagt hatten zum Revier. Aber sie verhörten sie nicht, sondern sperrten sie in eine der beiden kleinen Zellen. „Unser Boss wird das Verhör durchnehmen, aber sie ist gerade nicht da. Machen Sie es sich deswegen bequem.“ „Ha, wie soll man es sich hier bequem machen?!“, fragte Raine gereizt. „Es ist kalt und ungemütlich hier drinnen, das Bett ist hart und mein Rücken schmerzt! Falls es ihnen nicht aufgefallen sein sollte: Ich bin schwanger! Geht man mit schwangeren Frauen nicht etwas pfleglicher um?!“ „Oh, das haben wir schon gesehen, dass Sie schwanger sind, aber darauf dürfen wir keine Rücksicht nehmen.“ Raine wandte sich wütend ab und wartete darauf, dass endlich der Boss erschien, damit sie erklären konnte, dass sie den Diamanten nicht gestohlen hatte, sondern… Ja, da lag das Problem. Es würde ihr nichts bringen, die Wahrheit zu sagen und zu erklären, dass ihr Sohn den Diamanten stehlen wollte, denn wie der Wächter es Xai schon erklärt hatte, war sie für ihren Sohn verantwortlich und er war noch zu jung, um verhaftet zu werden. (Das soll jetzt nicht heißen, dass wenn Xai alt genug gewesen wäre, um verhaftet werden zu können, Raine ihm die Schuld in die Schuhe geschoben hätte XDD) Dann erinnerte sie sich an die Jungen, die Genis und Presea in den Raum getrieben hatten. Vielleicht hatten die ja etwas mit der ganzen Sache zu tun? Zumindest konnte Raine vielleicht behaupten, dass diese Xai angestiftet haben, den Diebstahl zu begehen… Andererseits war das nicht gerade gerecht, falls die Jungen unschuldig sein sollten. Raine kam nicht dazu, weiter darüber nachzudenken, wie sie sich aus der Sache rausreden konnte, denn der Boss betrat endlich das Revier. „Iuroph, Gerring“, sagte die weibliche Chefin und nickte den beiden zu. „Was haben wir diesmal?“ „Diebstahl eines Diamanten bei der Museumsausstellung, eine Verdächtige. Sie ist unter Gewahrsam und wartet auf ihre Verhörung, Miss Haitor“, antwortete Gerring. „Ich dachte, im Museum wurden heute nur Artefakte und Steine ausgestellt?“, fragte Miss Haitor stirnrunzelnd. „Ja, aber die Frau ist einfach über die Absperrung hinweg in den hinteren Bereich gegangen“, erklärte Iuroph. Miss Haitor nickte. „Dann werde ich unsere Verdächtige mal verhören. Holt sie raus.“ Raines Zellentür wurde geöffnet und sie trat nach draußen. Als sie Miss Haitor sah, stockte ihr der Atem. „Lilia?!“ „Raine?!“ Die beiden Wächter sahen sich verwundert an. „Meine Güte, Lilia, was machst du hier?“, fragte Raine überrascht und vergaß, in was für einer Situation sie sich befand. „Nun, wie du siehst, bin ich jetzt Kommissarin. Und was machst du hier?“, fragte Lilia. „Ach, mal abgesehen davon, dass ich momentan des Diebstahls beschuldigt werde, mache ich eigentlich Urlaub mit meiner Familie und meinen Freunden, bevor ich heirate…“ „Du heiratest? Ich dachte, du hättest schon vor Jahren geheiratet!“ „Nein… Ja, schon, aber die Ehe ist gescheitert…“, erklärte Raine. „Oh… Das tut mir Leid“, meinte Lilia mitfühlend. Sie hätten wohl munter weiterhin über alte Zeiten gesprochen, wenn sie nicht durch ein Räuspern unterbrochen worden wären. „Ich störe ja nur ungern, aber sie ist immer noch eine Verdächtige!“, sagte Gerring. „Ach, das ist doch lächerlich! Raine würde niemals stehlen, schon gar nicht in einem Museum und erst recht nicht an einem Tag wie heute! Und seht sie euch doch an, sie ist schwanger! In diesem Zustand müsste eine Frau wirklich dumm oder ziemlich verzweifelt sein, um einen Diebstahl zu begehen!“, bemerkte Lilia. „Aber sie hielt den Diamanten in den Händen, als wir in den Raum kamen!“, widersprach Iuroph. „Wahrscheinlich aber nur, weil sie ihn dem richtigen Dieb abgenommen hat, um ihn wieder an Ort und Stelle zu legen!“ „Selbst wenn, dann wäre unser zweiter Verdächtiger ihr Sohn, was bedeuten würde, dass wir sie trotzdem festnehmen müssten“, meinte Gerring. „Ach, vielleicht wurde ihr Sohn ja dazu gezwungen, es zu machen! Als Mutprobe oder so, das ist doch bei Kindern nicht ungewöhnlich! Sie denken halt nicht an die Konsequenzen“, hielt Lilia dagegen. „Aber…“, wollte Iuroph einwenden, aber Lilia unterbrach ihn: „Sagt jetzt nicht, ihr hättet noch nie so eine dumme Mutprobe machen müssen!“ Beide Männer schwiegen, was wohl Antwort genug war. „Na also! Raine wird freigesprochen, basta! Und um ihren Sohn wird sich Raine schon selber kümmern, richtig?“ Raine nickte. Sie konnte noch gar nicht glauben, dass die Sache vorüber war. Sie hatte unglaubliches Glück gehabt, dass Lilia hier war und nicht irgendjemand Unbekanntes. Lilia grinste. „Dafür, dass ich dir hier raus geholfen habe, musst du mir aber irgendwann auch erzählen, was in den letzten Jahren so passiert ist, in Ordnung?“ Raine lächelte und nickte. „Natürlich. Ich bin bis übermorgen noch hier im Hotel, dann fliegen wir wieder zurück nach Iselia und dann nach Asgard, wo die Hochzeit stattfindet.“ „Ich bin doch eingeladen, oder?“, fragte Lilia. „Logisch!“, meinte Raine fröhlich. Im nächsten Moment betraten Kratos, Genis, Xai, Yuan, Kiya und Presea mit den für den Diebstahl verantwortlichen Jungen das Revier und sahen erstaunt, dass Raine sich anscheinend nett unterhielt. Kratos stürmte auf sie zu. „Raine, wie geht es dir? Ist alles in Ordnung?“ „Alles bestens“, versicherte sie ihm. „Hey, diese Jungen hier sollten sie mal verhören! Die haben Xai dazu gezwungen, Geldbörsen zu stehlen und dann wollten sie ihn dazu bringen, den Diamanten zu stehlen!“, sagte Genis. Lilia zog die Augenbraue nach oben. „Tijo, Gion, Eran und Ilas… So sieht man sich also wieder. Ihr wisst ja inzwischen, wie das Ganze abläuft. Eure Eltern werden sich mal wieder freuen.“ Die Jungen ließen die Köpfe hingen und versuchten möglichst unschuldig drein zu schauen, was aber nichts brachte, da die vier im Revier schon bekannt waren. Raine verabschiedete sich von Lilia und zusammen ging die Gruppe zurück ins Museum. Sie sprachen nicht gerade viel. Xai war immer noch ziemlich fertig und wartete auf die Schimpftirade seiner Mutter, während die anderen einfach zu erschöpft waren, um großartig über irgendetwas zu reden. Als sie im Hotel ankamen, gingen sie alle in ihre verschiedenen Zimmer, erst zum Abendessen kamen sie wieder nach draußen. Raine hatte immer noch kein Wort mit Xai gewechselt und wollte das bis nach dem Essen auch nicht machen. Er sollte ruhig noch eine kleine Weile leiden. Die anderen, die das Ganze im Museum nicht mitbekommen hatten, merkten, dass eine seltsame Stimmung herrschte und wollten lieber nicht nachhaken, was passiert war und konzentrierten sich voll und ganz auf das Essen. Zurück in ihrem Zimmer setzte Xai sich aufs Sofa und hielt Raine zögernd ein Buch entgegen, eine Aufforderung, ihm zum Einschlafen etwas vorzulesen. Aber jetzt musste Raine erst einmal ihrer Wut und Enttäuschung Luft machen. „Was zum TEUFEL hast du dir dabei gedacht, Xai?!“, schrie sie wütend. „Ich… Ich…“, stotterte er ängstlich und schluckte, „Ich wollte es nicht tun, ehrlich nicht! Aber diese Jungen haben mir mein Medaillon weggenommen und…“ „Dein Medaillon?! Und deswegen stiehlst du bereitwillig einen Diamanten?! Was hat dir dein Vater eigentlich beigebracht?! Ach, lass mich raten, wie man stiehlt, natürlich!“, rief Raine zornig und ging auf und ab. „Raine, sei nicht so hart zu ihm, er ist doch erst acht!“, mischte Genis sich ein. Er und Presea waren auch im Zimmer, obwohl sie eigene Zimmer hatten, aber sie wollten Xai jetzt nicht alleine lassen. Immerhin waren sie an dem Ganzen auch wenig dran Schuld. „Du, wenn du besser auf Xai aufgepasst hättest, dann wäre das Ganze gar nicht erst passiert!“, keifte Raine ihn an. „Bin ich sein Babysitter oder was?! Außerdem konnte ich doch gar nichts dafür, dass sie Presea ins Wasser geschubst haben!“ „Aber du hättest ihr nicht hinterher springen müssen!“, warf Raine ein und daraufhin konnte Genis nichts erwidern. „Xai, hör mir gut zu! Du stiehlst nie wieder etwas, verstanden?! Und wenn du noch einmal zu irgendetwas gezwungen wirst, dann wehr dich! Kratos und Genis bringen dir am besten auch bei, wie man Magie einsetzt, dann kannst du dich damit wehren“, meinte Raine, deren Wut langsam verpuffte. „Ach, aber mir hast du immer gesagt, ich soll meine Magie nicht einsetzen, um andere zu erschrecken!“, meinte Genis verärgert. „Ja, wenn es grundlos ist oder nur zur eigenen Belustigung dient, aber das ist ja schon eher Selbstverteidigung! Warum hast du eigentlich keine Magie eingesetzt, um die Jungen aufzuhalten?! Wenn ich das richtig verstanden habe, habt ihr sie doch schon in der Stadt gesehen!“ Presea meldete sich zu Wort: „Das war meine Schuld. Ich dachte, es würde nur noch mehr Ärger machen, deswegen habe ich ihn davon abgehalten…“ „Was auch immer…“ Raine massierte sich ihre Schläfen. „Ich hoffe, das ist jetzt soweit geklärt.“ Alle nickten und Genis und Presea gingen in ihre eigenen Zimmer. Xai musste diesmal ohne Gute-Nacht-Geschichte ins Bett, weil Raine und Kratos einfach zu müde waren. „So habe ich mir diesen Urlaub nicht vorgestellt…“, murmelte Raine seufzend. „Ich glaube, das hat keiner. Vielleicht geht es ja morgen etwas ruhiger zu.“ Raine schmiegte sich an Kratos. „Hoffentlich…“ „Wer war eigentlich die Frau auf dem Revier?“ „Lilia… Meine Chefin und beste Freundin in Palmacosta… Sie hat mir geholfen.“ Kratos küsste sie auf die Stirn. „Da haben die Wächter ja noch einmal Glück gehabt. Hätte sie dir nicht geholfen, hätte ich dort alles kurz und klein geschlagen.“ Raine kicherte. „Niemand hält meine Verlobte fest. Und niemand fügt ihr irgendwelche Schmerzen zu… Weder irgendwelche Wächter, noch… ich… Auch wenn das nicht mehr rückgängig zu machen ist…“, murmelte Kratos. Raine richtete sich verwundert auf. „Was meinst du damit, ‚Auch wenn das nicht mehr rückgängig zu machen ist’?“ Kratos sah sie einen Moment erschrocken an und schien zu überlegen, was er antworten sollte. „N-Nichts…“ Raine war zum Glück zu müde, um weiter nachzuhaken. Signatur Crynil, do rical nade; Elran, do tilial nade; Mina, ris fris antaras nideras ko offim desto; Boli dyx strimur syrax windalk! © by DelFina18 ![]() | |||
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Beim Frühstück am nächsten Morgen besprachen die Freunde, was sie an diesem Tag machen wollten. „Irgendetwas Erholsames…“, meinte Raine und nippte an ihrem Kaffee. „Geht doch shoppen“, schlug Sheena vor, während sie Milch über ihr Müsli kippte. „Ich habe gehört, es gibt hier ein paar sehr schöne Läden mit Souvenirs. Und auch die Kleiderläden sollen gut sein. Vielleicht findet ihr ja noch einen Strampelanzug, den ihr noch nicht habt.“ Yuan wurde weiß wie eine Wand, als er das Strahlen in Kratos’ Augen sah. „Nein, heilige Martel, bitte nicht!“ „Das ist eine gute Idee!“, sagte Kratos begeistert und Yuan brach auf dem Tisch zusammen. „Womit habe ich das verdient? Warum bloß? Warum müssen wir shoppen gehen? Und dann auch noch um Babykleidung zu kaufen, ich halte es nicht mehr aus…“ Kiya strich ihm tröstend über den Rücken. „Ich denke, wir kommen mit euch. Vielleicht finden wir auch noch neue Kleidung für Anna“, sagte Colette und Lloyd nickte zustimmend, zum Reden war er gerade nicht fähig, da er sich ein halbes Brötchen in den Mund geschoben hatte und nun verzweifelt versuchte, es zu kauen. „Gierschlund“, meinte Zelos, stopfte sich danach aber nicht weniger in den Mund. Sheena schüttelte nur den Kopf. „Shoppen, wie… langweilig… Ich denke, wir machen was anderes, nicht wahr, Xai, Presea?“, fragte Genis. Die beiden nickten. Raine sah die drei ernst an. „Vielleicht sollte jemand Erwachsenes mit euch kommen… Ich habe keine Lust, so etwas Ähnliches wie gestern durchmachen zu müssen.“ Genis wedelte mit seiner Hand. „Ach was, so etwas passiert nur einmal! Wir können doch auf uns aufpassen!“ Raine seufzte. „Also gut. Aber macht nichts Unvernünftiges, hört ihr?“ „Klar“, antwortete Genis. „Sheenalein, wie wäre es, wenn wir die Kanu-Tour machen würden? Das wird bestimmt aufregend!“, schwärmte Zelos. Sheena nickte. „Ja, das ist eine gute Idee.“ „Und, Regal, was machst du?“, fragte Presea neugierig. „Ich werde wohl in der Küche aushelfen…“, erwiderte Regal, aber Lloyd meinte daraufhin: „Du und deine Küche! Langsam müsste das doch langweilig sein!“ „Ich koche gerne. Es wird nie langweilig.“ „Trotzdem. Du kommst mit uns, damit du auch mal was anderes siehst als Kochtöpfe und Messer!“, entschied Lloyd und Regal seufzte. Nachdem Lloyd also auch noch die letzten Brötchen gefuttert hatte und er mit einem lauten Rülpsen seinen Essvorgang beendete, trennte sich die Gruppe und ging wieder einmal getrennte Wege. ~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~ Die Gruppe, die shoppen wollte, hatte kaum das Stadtzentrum erreicht, als Kratos auch schon begeistert von einem Bekleidungsladen zum nächsten rannte. Was die Leute dabei denken mochten, wenn er einen außergewöhnlichen Strampelanzug sah und sein Gesicht gegen die Schaufensterscheibe drückte wie ein kleiner Junge es bei der neuesten Actionfigur machte, interessierte ihn wohl nicht, Yuan dafür umso mehr. „Kratos… Könntest du etwas weniger… auffällig und peinlich sein?“, fragte der blauhaarige Halbelf, der sich immer wieder besorgt umsah. „Aber warum denn? Dieser Strampelanzug ist doch wirklich großartig! Sieh doch mal, man kann sogar die Ärmel abnehmen, wenn es dem Baby zu warm wird! Perfekt für den Sommer, den muss ich einfach haben!“, rief Kratos begeistert und ein paar Frauen, die vorbeigingen, sahen ihn so an, als wäre er ein Irrer – und es fehlte nicht mehr viel, dass Yuan wirklich glaubte, dass sich Kratos zu so einem entwickelte. Da er wusste, dass es keinen Sinn hatte, weiterhin zu versuchen, Kratos zu erläutern, wie peinlich er war, dachte Yuan darüber nach, ob er nicht besser einen größeren Sicherheitsabstand einhalten sollte, damit die Leute nicht dachten, er kannte diesen verrückten Babymoden-Fanatiker womöglich. Aber leider war ihm das nicht möglich, denn Kiya hielt sich an seinem Arm fest und Kiya ging neben Raine her, die – wie sollte es auch anders sein – neben Kratos herging. Wodurch die Leute also darauf schließen konnten, dass Yuan diesen Verrückten kannte. „Womit habe ich das verdient?“, murmelte Yuan verzweifelt. Kratos kaufte rund zweihundert verschiedene Babyklamotten, was sie gar nicht alles hätten tragen können, weswegen es zum Hotel geschickt werden würde. Lloyd und Colette hingegen kauften nur drei, vier Teile für Anna, die in eine kleine Tasche passten – bisher der einzige Beweis neben dem ausgegebenen Gald, dass sie was eingekauft hatten bei dieser Shopping-Tour, aber Yuan zweifelte nicht daran, dass es noch mehr geben würde, besonders, als sie ein Spielzeuggeschäft betraten. Natürlich, neben der Babykleidung, für die Kratos und Raine im Übrigen schon ein ganzes Zimmer hatten opfern müssen, durfte das richtige Spielzeug natürlich auch nicht fehlen. Aber dabei verhielt sich Kratos immerhin nicht wie ein Wahnsinniger, was Yuan unheimlich beruhigte. Der schlimmste Teil dieses Tages war wohl überstanden. „So eine Spieleisenbahn wäre doch toll“, meinte Kratos. „Ich bin mir sicher, dass das unserer Tochter gefallen würde.“ „Und unserem Sohn erst recht“, erwiderte Raine. Yuan seufzte. Wann war das Kind endlich da? Er konnte es bald nicht mehr ertragen, dass die beiden sich nicht einig waren, ob ihr Kind nun ein Junge oder Mädchen war, obwohl jeder Arzt das ohne weiteres hätte feststellen können. Aber beide waren Sturköpfe und wollten sich überraschen lassen. Colette, Lloyd und Anna waren in der Kuscheltierabteilung verschwunden und Regal sah sich ein paar der Kinderbücher an, die es ebenfalls in diesem Geschäft gab und ohne wirklich überrascht zu sein, stellte Yuan fest, dass sie vom Kochen handelte. Er fragte sich gerade, ob alles, was Regal machte in irgendeiner Weise mit Kochen verbunden war, als Kiya ihm am Arm zog und meinte: „Sieh mal, dieses Spiel sieht unterhaltsam aus.“ Es handelte sich um ein Spiel, das von einer antiken Zivilisation handelte. Anscheinend hatte jeder Mitspieler eine Spielfigur, mit der er über das Spielfeld zog. Um die Figur vorwärts bewegen zu dürfen, musste man anscheinend eine Frage richtig beantworten und durfte dann drei Felder vorwärts rücken. Beantwortete man sie falsch, musste man allerdings drei Felder zurückgehen. Wer am Ende das Zentrum des Spielbretts – den Tempel in der Ruinenstadt, die auf das Spielbrett gezeichnet war – erreicht hatte, hatte letztendlich gewonnen und bekam den ‚Goldenen Speer’, der kaum größer als Yuans kleiner Finger war. „Hmm… Klingt gut. Vielleicht könnten wir das morgen ja spielen“, antwortete Yuan und Kiya sah ihn mit strahlenden Augen an, bevor sie schneller bei der Kasse war, als man ‚Piep’ sagen konnte. Kratos und Raine hatten inzwischen die Eisenbahn gekauft und diskutierten jetzt einmal wieder darüber, ob das Kind nun ein Junge oder ein Mädchen werden würde. Yuan verschloss die Ohren vor diesem Gespräch, das nicht zum ersten Mal statt fand und sah Lloyd und Colette mit Anna aus der Kuscheltierabteilung kommen. Das kleine Mädchen drückte einen riesigen Plüschhund mit langen braunen Zotteln an sich, als wäre es der größte Schatz der Welt. Dass es nun ausgerechnet ein Plüschhund war, verwunderte Yuan nicht weiter, der Apfel fiel halt nicht weit vom Stamm. Colette war immer noch von Hunden besessen und daran würde sich wohl auch nie was ändern. Es war eigentlich verwunderlich, dass sie sich noch keinen Hund gekauft hatten, aber vielleicht reichte Colette Noishe vorerst aus. Yuan fuhr erschrocken zusammen, als Regal das Kinderbuch zuschlug, in dem er gerade gelesen hatte und es wieder ins Regal stellte. (Regal stellt ein Buch ins Regal, das sieht von den Worten her auch lustig aus XDDDDDDDD) „Schlechtes Gewissen?“, fragte Kiya kichernd, die gesehen hatte, wie er sich erschrocken hatte. „Ach was…“, murmelte Yuan. „Wo gehen wir als Nächstes hin?“, fragte Raine, als sie aus dem Spielzeugladen traten. „Wie wäre es mit einem Buchladen?“ Alle stöhnten nur laut auf, keiner hatte wirklich Lust, sich durch Buchseiten von langweiligen Büchern zu wälzen beziehungsweise Raine dabei zuzusehen, denn sie war womöglich die Einzige, die die Bücher anrühren würde. Nun, vielleicht würde sich Regal auch noch ein paar Kochbücher ansehen, aber trotzdem würde die Mehrheit sich wohl nur langweilen. „Also gut, dann eben nicht…“, seufzte Raine ungehalten. „Ich finde, wir gehen in ein Restaurant. Ich habe Hunger“, bemerkte Lloyd. Yuan schüttelte den Kopf. „Gibt es auch mal Momente, in denen du keinen Hunger hast?“ „Klar. Kurz nachdem ich gegessen habe“, erwiderte Lloyd und grinste. Yuan rollte mit den Augen. „Dort drüben ist ein nettes Café mit Außenterrasse. Und ein schöner Springbrunnen ist auch noch in der Nähe“, sagte Kiya und deutete nach vorne. „Dann lasst uns dort eine kurze Rast einlegen“, meinte Regal. ~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~ Xai, Genis und Presea hatten sich entschlossen, zuerst die Kletter-Tour zu machen und danach noch ein wenig spazieren zu gehen. Die Kletter-Tour konnte man an einem kleinen Berg machen. Damit auch nichts passierte, wurde man abgesichert und ein erfahrener Kletterer war in der Nähe, um darauf aufzupassen, dass auch wirklich nichts passierte. Die Kletter-Tour war wohl sehr beliebt, denn neben den dreien waren auch noch viele andere Leute da, die sich aber nur halb so geschickt wie Genis, Presea und Xai anstellten. Nur eine Person konnte mit ihnen mithalten, war sogar besser als sie und das war ein kleines Mädchen mit langen blonden Zöpfen und lila Augen, das vielleicht gerade mal fünf Jahre alt war. Trotzdem hatte sie keinerlei Probleme zu klettern und summte nebenbei fröhlich eine Melodie. „Irgendwie ist mir das Mädchen unheimlich…“, murmelte Genis und Presea nickte zustimmend, während Xai sie anstarrte und leicht rot wurde. „Ich finde sie süß…“, bemerkte er und wurde gleich noch eine Spur roter. Das Mädchen seilte sich wieder ab, befreite sich von den Sicherheitsgurten und ging dann hopsend davon. „Findet ihr es nicht auch merkwürdig, dass sie ganz allein hier war? Normal würden die Eltern ein Kind in dem Alter nicht unbeaufsichtigt klettern lassen…“, sagte Genis nachdenklich. „Nun, ganz unbeaufsichtigt war sie ja nicht“, wandte Presea ein. „Ja, schon, aber ich bin mir sicher, dass die Eltern normalerweise dabei wären… Und dann ist sie auch noch so geklettert, als hätte sie nie etwas anderes gemacht… Das kann doch nicht normal sein!“, erwiderte Genis. „Sie war niedlich…“, murmelte Xai abwesend und starrte immer noch dahin, wo er das Mädchen zuletzt gesehen hatte. Genis seufzte. „Der befindet sich auch gerade in einer anderen Welt…“ Presea kicherte. „Hey, Xai, weilst du noch unter uns?“ Der schwarzhaarige Junge sah sie irritiert an. „Huh?“ Genis und Presea schüttelten nur den Kopf. [Dieser Beitrag wurde am 27.03.2008 - 13:55 von DelFina18 aktualisiert] Signatur Crynil, do rical nade; Elran, do tilial nade; Mina, ris fris antaras nideras ko offim desto; Boli dyx strimur syrax windalk! © by DelFina18 ![]() | |||
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Sheena und Zelos hatten sich ein Kanu vom Hotel gemietet und trugen dieses nun zum Fluss, der in der Nähe war. „Dass wir es tragen müssen, ist echt nervig“, jammerte Zelos. „Es war deine Idee, schon vergessen? Das gehört halt dazu.“ „Ja, ich weiß…“ Als Zelos meinte, unter dem Gewicht des Kanus zusammenbrechen zu müssen, kamen sie endlich am Fluss an. Das Wasser war ruhig und kristallklar. Mit einem lauten Platschen beförderten Sheena und Zelos das Kanu im Wasser. Die beiden setzten sich rein und Zelos stieß sie mit Hilfe des Paddels vom Ufer ab. Die Fahrt war ruhig und angenehm und das Wetter war einfach perfekt, aber es hatte sowieso seit Tagen nicht mehr geregnet. „Wenn Raine nicht solche Angst vor Wasser hätte, würde ihr das bestimmt auch gefallen“, meinte Sheena fröhlich. Zelos nickte zustimmend, fing aber an, das Ganze langweilig zu finden, da sich nichts veränderte, außer, dass sie sich fortbewegten. „Es hieß doch, es wäre ein Abenteuer-Trip…“, murmelte er zu sich selbst. „Hm? Hast du was gesagt?“, fragte Sheena. „Nein, nein, nichts…“ Eine Weile herrschte Stille, bis Sheena beunruhigt feststellte: „Zelos… Da vorne kommen Stromschnellen…“ „Was meinst du damit, du willst Chrom schellen?“, fragte Zelos laut, da jetzt dröhnendes Rauschen zu hören war. „Nichts mit Chrom schellen, ich habe gesagt, da vorne kommen STROMSCHN – AAAAAHHHH!!!“, schrie Sheena, als sie an Fahrt zunahmen und einen kleinen Abhang hinunter glitten. Es blieb keine Zeit, irgendetwas noch zu sagen, die beiden mussten sich voll und ganz darauf konzentrieren, im reißenden Gewässer den Steinen auszuweichen. Nicht nur einmal schleiften sie an der Seite einen Stein, aber wenigstens kam es nicht zum frontalen Zusammenprall. Als sie die Stromschnellen hinter sich gelassen hatten, seufzten die beiden erleichtert. „Ok, das war doch aufregend“, meinte Zelos. Sheena schaute ihn an, als wäre er verrückt und rief: „Ein Glück, dass nichts passiert ist! Wir hätten dabei drauf gehen können!“ Zelos wedelte mit seiner Hand vorm Gesicht. „Ach was. Davon doch nicht. Dieser riesige Wasserfall, dem wir uns gerade nähern, ist viel gefährlicher. Moment mal… Ein Wasserfall?!“ Zelos und Sheenas Augen weiteten sich und sie schrien aus vollem Halse, als sie mit ihrem Kanu den Wasserfall herunterfielen. ~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~ Als sie mit dem Klettern fertig waren, gingen Genis, Presea und Xai spazieren. Erst schlenderten sie am Hafen entlang und betrachteten all die Schiffe, die ankerten. Ein besonders Prächtiges ragte heraus, es hatte silberne Segel und eine blau-silberne Flagge mit einem Delfin, der sich halbmondförmig um eine Kirschblüte wand. Der Name des Schiffes war ‚Sakura no Hime’. (Ist japanisch und heißt Prinzessin der Kirschblüten… Bzw. das soll es heißen XDDD Ich kann für nichts garantieren XDDD) „Wow, das sieht schön aus…“, flüsterte Presea und die beiden Jungs stimmten ihr zu. „Wäre toll, wenn wir damit mal aufs Meer fahren könnten…“, sagte Xai bewundernd. „Das wird aber wohl nicht möglich sein. So wie es aussieht, ist das ein königliches Schiff. Obwohl ich meine, dass die Schiffe des Königs eine andere Flagge haben… Aber vielleicht haben sie sie ja auch geändert…“, meinte Genis. „Aber was macht es dann hier?“, fragte Presea. Genis zuckte mit den Schultern. „Woher soll ich das wissen? Lasst uns weitergehen, es bringt uns nichts, die ganze Zeit das Schiff anzustarren.“ Sie gingen weiter. Der Hafen führte zu einem Strand, den sie lang gingen und sie betrachteten das Meer, während sie nach hübschen Muscheln und Steinen suchten. Es wehte eine angenehme Brise, die die schwüle Sommerluft ein wenig abkühlte und es erträglicher machte, in der prallen Sonne zu gehen. Aber bald wurde es den dreien am Strand zu warm und sie suchten nach einer Schatten spendenden Gegend. Sie sahen einen Wald in der Nähe und betraten diesen. Es gab viele hohe Bäume, die dementsprechend Schatten spendeten. Die Sonnenstrahlen kamen vereinzelt durch die Baumkronen, so dass es ein Spiel von Licht und Schatten gab. Der Wind rauschte leise durch die Blätter und ließ sie rascheln, die Vögel machten mit ihren verschiedenen Rufen auf sich aufmerksam und bunte Schmetterlinge flogen durch die Luft. „Es ist schön ruhig hier, findet ihr nicht auch?“, fragte Presea. „Das hätte Raine bestimmt gefallen.“ „Ja, nur wäre sie wohl nur ungern am Strand spazieren gegangen. Seid Izoold hat Raine erst mal genug vom Meer“, seufzte Genis. „Das kann ich gar nicht nachvollziehen. Das Meer ist doch schön! Es ist doch beruhigend, wie die Wellen rauschen… Und wenn man einen Sonnenuntergang am Strand beobachtet, dann sieht es so aus, als würde die Sonne im Meer versinken…“, schwärmte Xai. „Nun, wenn Raine nicht gewisse Erfahrungen mit Wasser gemacht hätte und sie deswegen keine Angst davor hätte, dann würde ihr das bestimmt auch gefallen“, sagte Genis. „Warum hat Mom denn Angst vor Wasser?“, fragte Genis neugierig. „Sie ist als kleines Kind in eiskaltes Wasser gefallen und wäre fast ertrunken…“, erzählte Genis. „Oh… Aber warum hat sie das denn gemacht?“ „Das hat sie nicht freiwillig gemacht, das kannst du mir glauben“, meinte Genis lachend. „Ja, da hast du wohl Recht…“, stimmte Xai zu und rieb sich am Hinterkopf. „Hey, seht mal, da vorne ist ein Fluss!“, rief Presea und rannte auf diesen zu. (WOW, ein Fluss, was für ein Wunder XDDDD) „Cool. Vielleicht ist ja auch ein See in der Nähe?“, vermutete Xai. Genis zuckte mit den Schultern. „Wir können ihm ja mal entgegen der Flussströmung folgen, um zu sehen, wo er entspringt.“ Genau das taten sie dann auch. Bald führte der Weg einen Berg hinauf, während der Fluss weiterhin in gleicher Höhe floss. Sie konnten aber sehen, dass der Weg bald wieder bergab ging und das Flussufer zu rutschig war, blieben sie weiterhin auf dem Weg. Sie hatten den höchsten Punkt des kleinen Berges erreicht, als Genis etwas einfiel. „Ach, Xai! Hier, dein Medaillon!“, sagte Genis und warf es Xai zu. Dieser hatte damit allerdings nicht gerechnet und so flog das Medaillon – wie sollte es auch anders sein – direkt an ihm vorbei, den Abhang hinunter. „Oh nein!“, rief Xai unglücklich. Als sie den Abhang hinunter sahen, bemerkten sie allerdings, dass das Medaillon sich an einer Baumwurzel verheddert hatte, die aus der Erdwand ragte. Vermutlich hatte es mal einen Erdrutsch gegeben und hatte die Wurzel des Baumes entblößt. Xai seufzte erleichtert und machte sich daran, den Abhang hinab zu klettern. „Was zum Teufel machst du da?!“, fragte Genis aufgebracht. „Na was wohl?! Ich hole mir mein Medaillon wieder!“, erwiderte Xai. „Das ist doch viel zu gefährlich! Wir sollten lieber später Zelos, Kratos oder Yuan fragen, ob sie uns das Medaillon holen können“, meinte Presea. „Genau!“, stimmte Genis ihr zu. „Ach was! Ich kann gut klettern, mir wird schon nichts passieren!“ Xai kletterte bis zur Wurzel hinab, schnappte sich das Medaillon und grinste zu den beiden hinauf. Doch als er wieder hinaufkletterte, rutschte er aus und rollte den Abhang bis zu einem schmalen Vorsprung hinab. „XAI!“, schrieen Genis und Presea gleichzeitig. „Au…“, murmelte dieser benommen und versuchte sich aufzurichten. Es ging scheinbar ohne Probleme. Als er jedoch aufstehen wollte, verzog er das Gesicht schmerzerfüllt. „Bist du verletzt?“, fragte Genis besorgt. „Irgendetwas ist mit meinem linken Fuß… Er tut höllisch weh, wenn ich ihn belaste…“, sagte Xai. „Presea, hol Hilfe! Wir können ihn nicht selber holen, das wäre zu gefährlich… Hol also jemanden, der fliegen kann!“, befahl Genis. Presea nickte. „Ich mache mich auf den Weg in die Stadt und hole Kratos.“ Genis dachte kurz nach. „Nein, warte. Wenn du Kratos holst, wird Raine auch davon erfahren… Und ich glaube irgendwie, dass ihr das nicht gefallen wird…“ „Aber wen soll ich dann - “ „Hol Yuan. Er kann Xai hier rauf fliegen und dann suchen wir nach einem Arzt…“ Das Mädchen mit den rosa Haaren nickte und rannte auf dem schnellsten Wege in die Stadt. ~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~ Während Lloyd wieder einmal die ganze Speisekarte des Cafés doppelt und dreifach testete und seinem Vater, der alles bezahlen sollte, das Gald aus der Tasche zog, langweilten sich die anderen zu Tode und so war es kein Wunder, dass jegliche Kommunikation zum Erliegen gekommen war. Nur Anna war so fröhlich wie eh und je und spielte munter mit dem Wasser des Brunnens, bat ihre Mutter um ein Eis und spielte mit ihrem Plüschhund, den sie allerdings links liegen ließ, sobald sie einen richtigen Hund sah. „Lloyd, wann bist du endlich fertig?!“, fragte Yuan jetzt bestimmt schon zum hunderttausendsten Mal. „Wir sitzen jetzt schon seit Stunden hier rum und schauen dir dabei zu, wie du dir den Magen vollschlägst…“ „Wich wab wun wal Wunger!“, sagte Lloyd und da er einen zu vollen Mund hatte, flog sein Essen in alle möglichen Richtungen. „Bah, das ist ja widerlich!“, meinte Yuan und wischte sich das Gesicht ab. „Man spricht nicht mit vollem Mund! Was hast du eigentlich gesagt?“ Lloyd wollte seine Worte noch einmal wiederholen – wieder einmal mit vollem Mund – aber Yuan sagte schnell: „Ach, egal!“ „Wenigstens ist es recht erholsam hier“, meinte Raine. „Stundenlang herumzusitzen ist nicht wirklich erholsam…“, wandte Yuan ein. „Dann steh doch auf“, schlug Kratos vor. „Weißt du was, das mache ich jetzt auch! Ich geh mir ein wenig die Beine vertreten. Kommst du mit, Kiya?“ Kiya nickte und die beiden entfernten sich von dem Café. Sie gingen gerade an einer kleinen Gasse vorbei, als Yuan auf einmal von jemandem hinein gezogen wurde. „Ah! Was soll das?!“, fragte Yuan wütend. „Yuan?“ Kiya folgte ihm verwundert. In der Gasse sahen sie, dass es Presea gewesen, die Yuan in die Gasse gezogen hatte. „Was machst du denn hier? Ich dachte Genis, Xai und so wärt irgendwo anders!“, sagte Yuan. Presea nickte. „Wir waren klettern und dann sind wir spazieren gegangen… Aber jetzt haben wir ein kleines Problem…“ Presea erklärte den beiden die Situation und Yuan seufzte. „So etwas musste ja kommen… Gut, ich komme mit dir. Kiya, sorg dafür, dass Kratos und Raine – besonders Raine natürlich – keinen Verdacht schöpfen. Denk an OSE.“ Kiya nickte, während Presea Yuan fragend ansah. „OSE?“ „Operation Stresselimination. Eine Operation, um den Stress von Kratos und Raine abzuhalten beziehungsweise ihn zu eliminieren. Cooler Codename, oder? Den habe ich mir ausgedacht“, erklärte Yuan stolz. „Wenn du meinst…“, meinte Presea. „Wir sollten uns beeilen.“ „Bis später, Kiya.“ Yuan verabschiedete sich mit einem Kuss bei ihr und er und Presea machten sich auf den Weg zum Wald. Signatur Crynil, do rical nade; Elran, do tilial nade; Mina, ris fris antaras nideras ko offim desto; Boli dyx strimur syrax windalk! © by DelFina18 ![]() | |||
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