Daisuke Dein Echolot
   

Status: Offline Registriert seit: 02.05.2004 Beiträge: 1214 Nachricht senden | Erstellt am 23.05.2005 - 17:32 |  |
also ich finde das thema schön........ het endlich mal was.... reales ...
der teil is schon älter, fragt mich nicht, was ich da fabriziert habe...
muss es selber noch mal lesen
Scotty wusste darauf nicht wirklich zu antworten. Er wusste einfach nicht, wie er damit umgehen sollte. Sollte er ihn unterstützen, indem er den Hotelportier spielt oder sollte er ihm die eiskalte Wahrheit zeigen. Er mochte beides nicht, so mied er ihm irgendwas zu sagen, was falsch wäre. Theresa griff nach einem Bündel, welches neben ihr im Bett lag. Es war eine zusammengerollte Decke, die sie nun in ihren Armen wiegte und leise, beruhigende Worte auf das Bündel einsprach, als wäre es schreiend aufgewacht. „Scotty, mein Kind kann nicht schlafen. Würden Sie es bitte halten?“ Mit diesen Worten drückte sie ihm das Bündel in die Arme und wartete darauf dass er es zu wiegen begann. Er lächelte verwirrt und versuchte, so zu tun als ob da wirklich ein Baby wäre. „Sehen Sie, es weint nicht mehr.“ Theresas Lippen verzogen sich zu einem gequälten Lächeln. Sanft gab er ihr das Bündel zurück und stelle einen Teller zu ihr. „Guten Appetit.“ Er verließ das Zimmer und nahm den Wagen mit. Es gab schon einen Haufen komischer Leute hier. Aber das war halt sein Job. Er schob langsam den Wagen weiter, um zwei Ecken, durch drei Türen, bis er an einer halt machte. Stumm betrachtete er das Namenskärtchen. Dann warf er einen kurzen Blick auf seinen Essensplan und füllte den Teller mit Essen. Mit einem lauten Quietschen schob er den Sicherheitsriegel beiseite und öffnete die knarrende Tür. Das Lämpchen, das den kleinen Raum erhellen sollte, war aus. Vorsichtig lugte er in alle Ecken des Zimmers. Und in einer von ihnen fand er sie. Zusammengekauert rollte sie hin und her. Ein wehendes Klagen war zu hören. „Mittag…“, flüsterte er verunsichert. Mit einem Ruck wendete sich der Kopf um 90° und sie starrte ihn mit einem tötenden Blick an. Schnell schon er den Teller zu ihr hinüber und ging zügig wieder aus der Tür hinaus. Eilig zog er den Riegel vor und huschte weiter.
Das Leben war wirklich hart. Besonders in dieser Anstalt. Doch es gabt auch schöne Seiten, die man als Normalbesucher nie kennen würde. Doch er kannte diese Seite und er kannte sie von Anfang an, deshalb würde er diesen Job hier nie aufgeben. Da die Insassen nicht nur auf ihrem Zimmer hocken sollten, gab es einen Garten, ein „Spielzimmer“, den Gruppenraum und das öffentliche Bad. Ein Bad? Klingt nett, nicht wahr? Aber ein Bad konnte man es nicht nennen. Es war eher ein großer, nackter, gekachelter Raum, der ein Becken mit warmem Wasser beinhaltete. In dieses Becken dürfen nicht mehr als vier Leute und jeder durfte es nur zweimal die Woche benutzen. Zur Körperpflege waren ja auch noch die Duschen da, zwei Gänge weiter. An diesem Tag war es Mittwoch. Das hieß heute stand die Behandlung der Patienten im Vordergrund. In dieser Klinik lebten circa 20 Behandlungsdürftige und das nötige Personal. Es war halt nur eine kleine Klinik. Dr. Yagli stand schon in ihrem Zimmer. Es sah genau so aus, wie man sich ein Psychologenzimmer vorstellt: Eine tiefbraune, lange Couch, in der man fast versank. Daneben stand ein großer Ohrensessel und ein schwarzer, geräumiger Schreibtisch, auf dem ein Laptop ruhte. Ihre Arbeitskleidung war kein weißer Kittel, sondern ein angenehm roter Pullover und eine Jeans. Doch die Haare warenzusammengebunden. „Herr Zimmermann!“, rief sie. Der Pfleger drehte sich kurzerhand um und betrat das Zimmer. „Nummer 6 ist an der Reihe“, sagte sie und wies ihn an, die Person zu holen, die die Nummer 6 hatte. Alle Patienten hatten Nummern. Verteilt nach ihrem Schlafplatz. So war es einfacher sich zu orientieren.
Signatur

Bitte ersetze mich nicht durch einen anderen! Mach mich zu deiner.. Nummer eins!
>>Neopets!<< |