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Maleus 
10 Liter Wein
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...   Erstellt am 23.09.2009 - 16:59Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo erstmal ,

ich habe nun vor ca. 3,5 Wochen meinen ersten Met-Ansatz nach dem Met-Basisrezept (aber auf 10 l) porbiert aber direkt 2 Fehler gemacht:

Ich habe den Ansatz direkt zu Anfang mit 1 g Kaliumdisulfit geschwefelt aber das gesamte Päckchen Hefe dazugegeben. Die Gärung hat direkt am nächsten Tag losgelegt und nach 2 mal nachzuckern (zu Anfang 2 Kg Honig im Ballon) innerhalb von 3,5 Wochen, gärt es wieder fröhlich wobei ich dabei den zweiten "Fehler" gemacht habe:

Ich habe den Honig vor der Zugabe mit 1/l dest. Wasser verdünnt.

Haben diese Fehler starke Konsequenzen für den Geschmack oder kann ich gar damit rechnen müsse, dass der Ansatz gar nicht wirklich durchgärt? (also Geschmackstest bei beiden Nachzuckerterminen, war trocken - also Alkohol gemessen, der jeweils bei 5-8 % und dann bei 9-11 % gelegen hat).

Oder wird der Wein dadurch sogar (wegen der zu frühen SChwefelung und der dadurch erhöhten Acetaldehydbildung wegen beschädigter Hefe?) ZU Acetaldehydhaltig, und dessen gehalt nicht mehr ausreichend mit der Schwefelung vor dem Abstich, gebunden, sodass zuviel "Gift" im Wein enthalten ist und der dadurch net mehr genossen werden sollte ??


viele Fragen, aber ich würd grad gerne mein GEwissen beruhigen oder in den sauren Apfel beißen, wenn ich den Ansatz wegkippen müsste.

Danke für die Antworten Empfehlungen ect.

mfg.:

Maleus




vladdi78 ...
100 Liter Wein
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...   Erstellt am 23.09.2009 - 17:10Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ersteinmal: Ruhe bewahren.

Was Du gemacht hast ist nicht tragisch. In meinen ersten Wein hab ich zu Beginn auch schon Schwefel gekippt, gleich die doppelte Menge. Der Gärverlauf war etwas schleppender als bei den folgenden Weinen, hat aber meines Erachtens keinen Einfluß auf Geschmack. 1g auf 10L - das macht 100 mg / Liter, damit liegst du um den Faktor 4 unter der gesetzlichen Höchstgrenze von 400 mg Kaliumpyrosulfit pro Liter. Der Schwefel soll ja unerwünschte Keime unterdrücken, und beim Ansetzen des Erdbeerweines kann (kann!) die Zugabe von Schwefel sehr sinnvoll sein, weil Erdbeeren schneller vergammeln als die Hefe den Allohol produziert hat. Trotzdem leben wir noch alle. Abgesehen davon: schwefeln solltest du sowieso, und in der Menge hat das noch keinen Einfluß auf den Geschmack.

Die Zugabe von Wasser verdünnt den Ansatz, es ist weniger Alkohol (Zellgift, auch für die Hefetierchen giftig!) drin, und die Hefe wird aktiver. Wenn Du immer weiter Wasser zugibst kommst du nie zum Ende, aber wenn das eine einmalige Zugabe war, wird nichts passieren. Behalte nur die Säure im Auge, die hast du nämlich gleich mitverdünnt.

Also schön zu Ende gären lassen, den Ansatz sorgsam behandeln - und des wird scho!

[Dieser Beitrag wurde am 23.09.2009 - 17:13 von vladdi78 aktualisiert]





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DerWolfi 
10 Liter Wein
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...   Erstellt am 23.09.2009 - 17:15Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


also ich denke das mit dem schwefel war zwar nicht optimal, aber problem wird es keins geben, ausser vllt eine etwas schleppende gaerung. manche weine werden sogar von anfang an geschwefelt, wenn die fruechte nicht mehr die frischesten waren.

und zu der sache mit dem destillieren wasser, auch hier wird es die gaerung etwas verzoegern, aber sonst denke ich ist es kein problem




Maleus 
10 Liter Wein
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...   Erstellt am 23.09.2009 - 17:23Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


puh, danke für die schnellen Antworten.

das beruhigt erstmal.
Also bissle mehr Geduld im Schlepptau dabei haben, die Säure neu messen und evtl. dementsprechend einstellen.

Nur zum Verständnis. Ich meine gelesen zu haben, dass Kaliumdisulfit ca. zur Hälfte schwefelige Säure freisetzt. Also bei 1 g etwa 50 mg ? Oder hab ich mich da verguckt ? (weiß auch grad net wo es genau war)

Bei einer Höchstgrenze von 400 mg l hab ich ja noch Glück gehabt .


liebe Grüße und noch einen schönen Abend wünsch ich,
mfg.: Maleus




vladdi78 ...
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...   Erstellt am 23.09.2009 - 17:43Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Der FWK sagt zum Thema Schwefel "Das Schwefeln des Weins ist absolut zu empfehlen und gesundheitlich unbedenklich, wenn Sie nur die empfohlene Menge Kaliumpyrosulfit zum Schwefeln einsetzen. Dann ist es nicht notwendig, die vom Kaliumpyrosulfit freigesetzte Menge an schwefliger Säure zu messen. Ein übermäßiger Gebrauch des Sulfits kann zu einem "Schädelwein" führen, dessen Genuss Sie am nächsten Tag bereuen werden." nachzulesen hier - vorletzter Absatz.

Für mich als Endanwender / Noob ist in dem Zusammenhang nur wichtig, mich an die gesetzlichen Vorgaben zu halten, da sollte eigentlich nichts schief gehen (ich rede nur vom Schwefeln, nicht vom "Met-Gesetz" ). Hast also noch "Platz", und an deiner Stelle würde ich beim Abziehen zwecks Selbstklärung nochmal 1g Kaliumpyrosulfit dazugeben. Sollte reichen (hats bei mir auch immer).

Ob aber die schwefelige Säure den Sauerstoff beim Umfüllen abfängt, oder die Schwefelverbindung selber - das können dir die Experten besser erklären. +

Viel Erfolg mit dem Met - mein Erster war auch nach dem Basisrezept hier, ist nen legger Schtöffsche gewordn!

[Dieser Beitrag wurde am 23.09.2009 - 17:44 von vladdi78 aktualisiert]





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Fruchtweinkeller ...
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...   Erstellt am 23.09.2009 - 17:59Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ja, sobald der Wein Luftkontakt hat wird SO2 abgebaut. Wie viel das im Einzelfall ist müsste man per Messung bestimmen. Wenn ein Weinansatz versehentlich geschwefelt wurde und die Gärung nicht mehr so richtig will wäre deshalb eine Sofortmaßnahme eine gründliche Belüftung, zum Beispiel durch Umschütten. Auch richtig: Die Schwefelmenge ist im gesundheitlich unbedenklichen Bereich, auch bei weiteren Schwefelgaben zum Gärende und zur Abfüllung.





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geognost 
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...   Erstellt am 24.09.2009 - 14:43Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


@Fruchtweinkeller
Ich hatte mal ein (ähnliches Problem -Ansatz+viele Besucher+Weinprobe = Überdosierung) und habe statt der Luft vorsichtig dosiert H2O2 genommen - ging entsprechend schnell und hat gut funktioniert - Gärung ging dann los und gab ansonsten keine Probleme.

Gruß geognost




Fruchtweinkeller ...
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...   Erstellt am 24.09.2009 - 16:14Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Naja, Überdosierung sollte man da aber tunlichst vermeiden, denn darüber freuen sich weder die Weininhaltsstoffe noch die Hefe...





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geognost 
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...   Erstellt am 24.09.2009 - 17:23Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ja ja stimmt schon: Augen auf bei der Dosierung! Ist mir auch nicht wieder passiert aber ich tu mich immer so schwer mit dem Verwerfen in den Ausguß! Die Chemie hält doch fast immer eine Lösung bereit - auch wenn es nicht unbedingt die beste ist.




Maleus 
10 Liter Wein
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...   Erstellt am 24.09.2009 - 18:15Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


hallo nochmal alle zusammen ,

vielen Dank für die Antworten nun aber noch eine Sache:

Ich habe nun einen Säuregehalt von 7,3 g/l gemessen. Der ist Laut Empfehlung also an der obergrenze bzw. eher noch ein paar mg zu hoch.
Gehe ich recht in der Annahme, dass dieser, infolge der wohl noch kommenden ein oder anderen Nachzuckerungen, noch etwas absinkt und in diesem Ansatz auch der Co2 sowie der So2 Gehalt eine Rolle spielt ?

Inwieweit spielt das für das spätere Schwefeln, für den Gesamtsäuregehalt und den Geschmack eine Rolle ?

mfg.: Maleus

[Dieser Beitrag wurde am 24.09.2009 - 18:16 von Maleus aktualisiert]




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