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ossi User

Status: Offline Registriert seit: 23.11.2009 Beiträge: -32 Nachricht senden | Erstellt am 06.05.2005 - 22:01 |  |
In den Monaten Februar bis April werden die Reichsbahnhöfe Celle, Lüneburg, Uelzen und Soltau stark bombardiert. Davon betroffen sind auch die OHE-Bahnhöfe. In Soltau wird ein Munitionszug mit 17 Waggons in Brand geschossen und fliegt in die Luft. Ebenfalls schwer getroffen werden die Bahnhofsanlagen Lüneburg Süd.
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ossi User

Status: Offline Registriert seit: 23.11.2009 Beiträge: -32 Nachricht senden | Erstellt am 07.05.2005 - 08:17 |  |
Am 14. Februar wurden die in Soltau abgehenden Züge der Osthannoverschen Eisenbahn zum erstenmal von Tieffliegern beschossen. Auf Bahnhof Bispingen waren vier Tote und einige Leichtverletzte, in Bassel drei und Wietzendorf vier Tote zu beklagen. Quelle: Willy Klapproth "Kriegschronik 1945"
Altes Forum, Autor GERT
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Gert XXL-Member
     

Status: Offline Registriert seit: 22.03.2005 Beiträge: 430 Nachricht senden | Erstellt am 01.08.2005 - 20:50 |  |
Der Krieg ist vorbei und die OHE fährt wieder fahrplanmäßig. Aus dem Amtlichen Taschenfahrplan der Reichs!bahndirektion Hamburg vom 28.09.1945:
 Gert
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delegatic  Administrator
              

Status: Offline Registriert seit: 22.03.2005 Beiträge: 8694 Nachricht senden | Erstellt am 11.09.2005 - 20:06 |  |
Hier ein Auszug aus dem amtlichen Taschenfahrplan "nach dem Stande vom 12. September 1945"

Signatur In the shuffling madness
of the locomotive breath |
motomittag Elite-Member
       

Status: Offline Registriert seit: 23.03.2005 Beiträge: 843 Nachricht senden | Erstellt am 14.09.2005 - 18:34 |  |
01.Juli
Durch Ziehung der Zonengrenze bei Oebisfelde gehört der Abschnitt Rühen-Oebisfelde ab ersten Juli zur russischen Zone. Der Betrieb auf diesem Teilstück wird am 1.August eingestellt.
Signatur Hubraum statt Spoiler |
KSR VIP-Member
        

Status: Offline Registriert seit: 22.03.2005 Beiträge: 1232 Nachricht senden | Erstellt am 14.09.2005 - 21:31 |  |
Das bedeutet: die sind noch einen Monat lang in die SBZ gefahren?!?
Klaus
Signatur www.SteinerCelle.de
www.BahnSteiner.de |
proximacentauri unregistriert
| Erstellt am 14.09.2005 - 21:36 |  |
Wenn überhaupt schon wieder Verkehr war! Die Brücke über den Mittellandkanal war doch zerstört, oder?
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Ameisenbaer XXXL-Member
      

Status: Offline Registriert seit: 28.03.2005 Beiträge: 602 Nachricht senden | Erstellt am 14.09.2005 - 23:59 |  |
In den ersten Monaten nach Kriegsende ruhte der Verkehr auf vielen Kleinbahnen trotz der starken Flüchtlingsströme. So war der westliche OHE-Abschnitt Wittingen - Groß Oesingen bis zum 1. Juli 1945 gesperrt. Trotzdem gibt Rogl (1996) bereits den 25. April 1945 als Wiederaufnahme des Verkehrs Wittingen - Oebisfelde an.
Für dieses erstaunlich frühe Datum gibt es zwei Erklärungen:
1. DIE SOWJETS KAMEN ERST IM SOMMER 1945. Die alliierten Besatzungstruppen haben sich erst im Sommer 1945 auf die späteren Demarkationslinien der Besatzungszonen zurückgezogen - so war z.B. Mecklenburg zeitweise englisch und Thüringen amerikanisch besetzt. Da Magdeburg (bis 1945 Bundesland Preußen) am 18. April von US-Truppen eingenommen wurde, dürften die Amerikaner oder Briten Oebisfelde nur wenige Tagen zuvor oder danach erreicht haben. Die Sowjettruppen kamen im Tausch gegen West-Berlin erst wenige Monate danach. Das dürfte die Unterbrechung des Verkehrs nach Wittingen in der damals Britischen Zone mit Wirkung vom 1. August 1945 erklären.
2. DIE BRÜCKE WAR INTAKT. Durch zerstörte Brücken unterbrochene Bahnlinien wurden zwar häufig von den beiden intakten Stumpfseiten aus befahren, wobei die Reisenden entweder über notdürftig errichtete Stege oder per Boot auf die Gegenseite gelangten (Beispiel: Talübergang am Viadukt Altenbeken). Damit wäre ein behelfsmäßiger Verkehr Wittingen - Oebisfelde möglich gewesen. ABER: Die Brücke war intakt !! Sie wurde m.W. erst in den 70-er Jahren entfernt, weil sie wegen ihrer geringen Durchfahrthöhe die Schiffahrt auf dem Mittellandkanal behindert hat (Quelle: R.R. Rossberg 1991).
Weitere Hinweise und ein Zeitzeugenbericht finden sich in der leider nicht sehr weit verbreiteten historischen Schriftenreihe des Kreises Gifhorn (Kreisarchiv). Vielleicht können sich die 'local jocals' des Forums mal in die örtliche Gemeindebücherei (z.B. Wittingen) verirren, dort nachschlagen und diese Infos hier posten.
[Dieser Beitrag wurde am 15.09.2005 - 23:17 von Ameisenbaer aktualisiert]
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Gert XXL-Member
     

Status: Offline Registriert seit: 22.03.2005 Beiträge: 430 Nachricht senden | Erstellt am 30.09.2011 - 15:45 |  |
Immer wieder hört man mal wieder die Geschichte von einer großen DR-Dampflok, die nach den Kriegshandlungen bei der OHE wegen der Sprengung der Allerbrücke in Celle "eingeschlossen" war. So ganz mag ich daran nicht glauben, zumal es mehr Übergänge vom OHE-Netz auf das der DR als nur den in Celle gab.
Möglich ist aber, dass sich diese Erzählungen auf den Einsatz von DR-Dampflokomotiven bei der OHE bezieht. Im "Mitteilungsblatt" der EF Hannover / des MEC Hannover fand ich im Heft 7/8 (Juli/August 1971) einen Aufsatz über das Bw Celle von Joachim Wohlfahrt. Dort wird darauf verwiesen, dass 1945 folgende Lokomotiven an die Celler Eisenbahnen (also die OHE) ausgeliehen waren:
42 973
92 514,568,756,774,784
Vielleicht ist die für die OHE riesig wirkende
42 973 der Ursprung oben genannter Erzählungen.
Gert
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