NewFrozenMan  Routinier
  

Status: Offline Registriert seit: 11.07.2007 Beiträge: 302 Nachricht senden | Erstellt am 02.02.2008 - 15:09 |  |
Mein Bericht ist endlich fertig gewurden. Hier ist er:
Within Temptation live in Prag (Roxy Nod, 17.01.08)
Ich hatte schon lange auf diesen Tag gewartet. Inzwischen waren schon mehr als drei Monate seit meinem ersten WT Konzert in Leipzig vergangen. Die Eintrittskarte hatte ich zu Weihnachten geschenkt bekommen. Und nun, nach langem warten, war endlich der Tag gekommen. Ich hatte mir extra Donnerstag, sowie Freitag freigenommen um diesen Tag zu etwas ganz besonderen zu machen. Gegen 14:00 Uhr machte ich mich mit meinem Vater auf nach Prag. Die Sonne schien, das Wetter war einfach fantastisch! Während der Fahrt stimmten wir uns schon mal mit der passenden Musik ein. An der ehemaligen Zollstelle besorgten wir uns noch schnell eine Vignette und dann ging es ab nach Tschechien. Dort sackte die Temperatur dann ziemlich schnell um mehrere Grad ab. Außerdem zog Nebel auf. Der Nebel war so dicht das man Probleme hatte überhaupt noch etwas von der Fahrbahn zu sehen. In gemäßigtem Tempo tasteten wir uns unseren Weg über die Autobahn nach Prag. Auf der Suche nach einer Tauschstube verfuhren wir uns auch noch, womit uns 20 min verloren gingen. Nach einigen Irrfahrten kamen wir dann doch noch wohlbehalten in Prag an. Dort fanden wir glücklicherweise auch schnell einen Parkplatz der nur ca. 10 min vom Roxy Club entfernt war. Inzwischen war es schon dunkel geworden. Nebenbei möchte ich bemerken das die Häuser die auf dem Weg zum Roxy Nod standen nicht schlecht aussahen. Die Dekorierung gefiel mir. Wir erreichten die Halle gegen 17:30 Uhr. Dort standen schon einige Leute. Mir schien das die Sache mit dem vorne stehen wohl diesmal nicht klappen würde. Nun hieß es warten und warten und warten. Wir standen ca. 1 ½ bis 2 Stunden draußen in der Kälte. Zwischendurch kam ein Kameramann aus der Halle heraus und filmte die Schlange, die sich über den Fußweg bis hinter zur Kreuzung und dann noch weiter zog. Er filmte direkt in unsere Richtung lief dann auf uns zu, macht dann (so wie es aussah) einen Schlenker mit der Kamera nach unten und filmte die die vor ihm standen (da war ich unter anderem mit dabei, ich weiß jedoch nicht ob ich zu weit vorne und deshalb außerhalb des Bildes stand) und ging dann mit der Kamera noch mal hoch um die ganze Menschenschlange zu filmen. Wenn dieses Material mit auf die THOE DVD kommt hab ich also eine Chance mich dort wieder zu finden. Jedoch will ich mich da nicht zu sehr drauf versteifen. Nach langer Wartezeit ging es gegen 19:30 Uhr endlich rein. Wir hatten das Glück, dass die meisten ihre Sachen erst in der kleinen Garderobe abgaben, bevor sie zur Bühne gingen, weshalb wir dann doch noch einen Platz vorne bekamen. Ich stand in der dritten Reihe, was jedoch schon sehr nah an der Bühne war, da der Graben zwischen Bühne und Fans fehlte. Die geflügelten Dekolöwen fanden keinen Platz auf der Bühne, deshalb standen sie rechts und Links vor der Bühne am Saalrand. Dort vielen sie zwar so gut wie gar nicht auf, aber besser als wenn sie vollkommen gefehlt hätten. Nun verstrich eine weitere Stunde langen Wartens. Immer wieder liefen Leute über die Bühne. Und dann blinkte jemand dreimal von der Bühne aus mit der Taschenlampe in Richtung des Saalendes. Dann gingen, gegen 20:30 Uhr, endlich die Lichter aus und das The Silent Force Intro begann. Den Filmclip konnte man wegen der schlechten Position des Beemers und dem sich vor der Leinwand aufwölbendem Nebel nur schlecht erkennen. Aber bei diesem Konzert waren Deko und Lichtshow sowieso stark zurück gefahren. Diesmal ging es nur um die Musik. Wir fingen im Takt an zu klatschen, als das Intro von Jillian losging. Und dann begann das Konzert. Der Reihe nach erschienen die Bandmitglieder auf der kleinen Bühne. Zuletzt kam wie gewohnt Sharon. Sharon trat wie für die Tourzeit typisch in blauer Korsage und schwarzem knielangem Rock auf. Bei Jillian hatte sie sich einen Zopf gebunden. Den löste sie beim Übergang zu The Howling. Vor allem die ersten Textstellen von The Howling sind mir sehr kraftvoll in Erinnerung geblieben. Die „böse und aggressive“ Tonlage war deutlich zu hören (vor allem bei den neuen Liedern). Sharon sang die Lieder diesmal ohne Fehler (zumindest habe ich keinen einzigen bemerkt). Die Stimmung stieg von Lied zu Lied. Anfänglich musste Sharon die Massen noch auffordern mitzumachen, doch nach einiger Zeit fanden die Zuschauer selbst den passenden Zeitpunkt! Das WT ihren Spaß hatten war unübersehbar. Die Performance von Sharon war wie gewohnt makellos. Ob hoch, tief, klar, traurig oder aggressiv, Sharon singt in jeder Tonlage wie ein Engel. Ab und zu wand sie ihren Blick auch auf mich. Das Konzert wurde wieder durch ihren typischen Tanz begleitet, bei dem, wie ich es schon aus Leipzig kannte, der Rock im Takt mitwippte. Zu Hand of Sorrow konnte ich diesmal sogar mitspringen, da ich allmählich genügend Platz um mich herum hatte und nicht die Gefahr einging jemandem dauernd auf die Füße zu latschen. Mein rechter Arm wippte sowieso das ganze Konzert über in der Luft. Die Musik war diesmal einfach sehr mitreißend, das war in Leipzig längst nicht so stark gewesen. Der Sound war um einiges rockiger, da diesmal nur eine Gitarre spielte (Robert hatte sich den Daumen eingequetscht und blieb deswegen zu Hause bei Luna). Die Gitarrensolos waren dadurch auch kraftvoller. Des öfteren bekam ich Gänsehaut, so zum Beispiel bei „Forgiven“, welches Sharon sehr gefühlvoll gesungen hat. Das Highlight an diesem Abend war natürlich „The Promis“. Bei dem Lied hört man ab und zu noch den „Kate Bush“ Sound heraus (ebenso wie bei Deceiver of fools), den Sharon in den letzten Jahren ziemlich heruntergefahren hat. Die Setlist war, außer das sie meiner Meinung nach etwas länger hätte sein können, makellos. Als „Frozen“ gespielt wurde, war ich richtig happy. Damit hatte ich (wenn ich die Setlists aus Leipzig und Prag zusammenziehe) jedes Lied des Albums THOE mindestens einmal live gehört.
Hier nun die Setlist:
01 Intro + Jillian
02 The Howling
03 The Cross
04 What have you done
05 Hand of Sorrow
06 The Heart of Everything
07 Forgiven
08 Intro + Our Solemn Hour
09 Stand my Ground
10 The Promis
11 Frozen
12 Angels
13 Mother Earth
14 The truth beneath the rose
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15 Intro + Deceiver of fools
16 Ice Queen

Und so verstrich das Konzert. Lied für Lied ging es immer mehr auf das letzte Lied zu … „Ice Queen“! Wie gewohnt machten die Zuschauer bei ihrem „Uuuhuu“ Part kräftig mit. Als Ruud nach dem ruhigen Teil auch noch Stage Diving machte rastete das Publikum dann vollkommen aus. Doch schon kurz danach war alles wieder vorbei. WT verabschiedeten sich, gaben den Fans in den vordersten Reihen die Hand (ich hab die von Martjin und Stephen erreicht, die anderen Hände waren zu weit weg). Nachdem WT die Bühne verlassen hatten machten wir uns schnell auf nach draußen und sicherten uns einen guten Platz am Tourbus. Das wäre jedoch nicht nötig gewesen, denn die meisten der Zuschauer machten sich bereits auf den Heimweg. Nun hieß es warten, was wir machten und zwar eine dreiviertel Stunde. Dann kam als erster (gegen 22:46 Uhr) Stephen nach draußen, brachte seine Sachen in den Tourbus und signierte mein Booklet, während mein Vater ein Bild von mir und ihm schoss. Wir gerieten in einen kleinen Smalltalk, in dem er mir erzählte, dass sie in Prag ein ziemlich gutes Orchester hätten und an diesem Abend richtig viel Spaß hatten. Danach erfüllte er noch die Foto- und Autogrammwünsche von den anderen Fans und verschwand dann wieder. Nach einiger Zeit (gegen 23:03 Uhr) erschien dann Ruud. Er ging sofort auf den Bus zu. Im Glauben das er nur seine Sachen wegbrachte und dann wieder rauskommen würde, ließen wir ihn erstmal in Ruhe. Doch als er eine Weile drin blieb, machte ich mir Gedanken ob er denn wirklich noch mal rauskommen würde. Nach einiger Zeit kam er jedoch wieder und so gab er mir ein Autogramm, während mein Vater wieder ein Foto schoss. Dann ging auch er wieder in das Gebäude. Als nächster kam gegen 23:08 Uhr Jeroen raus, bei dem sofort alle losstürzten und um Autogramme und Fotos baten. Ich denke bei ihm war an dem Abend das meiste Gewühle. Er erfüllte alle Autogramm und Fotowünsche, während auch Stephen und Ruud wieder nach draußen kamen. Nachdem sie alle wieder reingegangen waren, passierte eine Weile nix. Dann stürzten , gegen 23:40 Uhr, mit einem Mal alle in den Eingangsbereich des Roxy Nod. Ich und mein Vater sind sofort hinterher und haben uns dann gewundert was denn dort so tolles wäre. Dort war niemand von der Band zu sehen. Als ich mich auf die Zehenspitzen stellte um besser sehen zu können, lugte mich aus der Mitte der Fans ein schwarze Haarschopf an, der sich drehte und das Gesicht von Sharon zum Vorschein brachte. Sie ist wirklich relativ klein und zierlich, was in den Liveshows nicht auffällt. Nun war es, nach einer Stunde Wartezeit endlich soweit. Ich stellte mich an und wartete bis ich dran kam. Die Wartezeit war kürzer als ich gedacht hätte und so war ich gerade ein wenig perplex, als ich an der Reihe war. Ich brachte nur ein kleines leises „Hi“ und ein lächeln raus. Ich war wahnsinnig aufgeregt. Meine Hände zitterten ziemlich stark. Als erstes legte ich ihr das Booklet von der THOE Limited Edition hin, worauf sie sogleich unterschrieb. Währendessen fragte ich sie ob ich dann gleich noch ein Foto mit ihr machen könnte. Sie stimmte zu und gab mir das unterschriebene Booklet zurück. Ich stellte mir nun die Frage ob ich meinen Arm auf ihre Schulter legen könne oder nicht. Als ich mich in Richtung meines Vaters stellte und in die Kamera guckte legte mir Sharon den Arm auf den Rücken. Da dachte ich mir, wenn sie mir den Arm auf den Rück legt, kannst du ihr auch den Arm auf die Schulter legen. Deshalb machte ich es dann einfach (ich hoffe, dass sie das nicht all zu sehr gestört hat). Der Moment war wirklich wunderschön, schließlich stand neben mir die Frau, die ich jeden Tag voller Bewunderung in meinen Kopfhörern hörte und auf dem Bildschirm meines Computers sah. Ich genoss den Augenblick, nur leider war er viel zu kurz. Nach wenigen Minuten bedankte und verabschiedete ich mich schon wieder von Sharon und ging zusammen mit meinem Vater zurück zum Auto. Auf der Rückfahrt aßen wir noch schnell was bei MC Donalds und fuhren dann (in noch schlimmerem Nebel als auf der Hinfahrt) zurück nach Deutschland (wo der Nebel plötzlich wieder weg war…). Gegen 5:00 Uhr kamen wir zu Hause in Leipzig an. Dort lies ich mich in mein Bett fallen, obwohl ich wusste das ich sowieso nicht schlafen konnte, dafür hatte ich zu viel erlebt… 
Fazit ist, das ich bereits auf der Heimfahrt den Entschluss getroffen habe das nächste Konzert so schnell wie nur möglich zu besuchen. Ein WT Konzert ist ein tolles Erlebnis, was ich unbedingt wieder haben muss.
Lg, New Frozen Man alias Alexander Schreiter
Signatur

WT @ Prag (17.01.08) |