kikimacs Administrator
    

Status: Offline Registriert seit: 08.01.2008 Beiträge: 4874 Nachricht senden | Erstellt am 14.02.2009 - 01:25 |  |
Wenn jetzt eine Fee kommen und nach einem Wunsch fragen würde - es wäre eine sanfte Nackenmassage 
Freitag, 13.02.2009, 14.05 Uhr
RADIO: Radio Hamburg "Mit Jan Bastick in den Feierabend"
www.radiohamburg.de
Protokoll:
Daniel: Halloooo
Jan Bastick: Gerade schön rein marschiert hier und ich hab’s schon gesehen, großer Presseauflauf, da wurden gerade jede Menge Fotos gemacht, ne?
Daniel: Ja ich hab versucht gut zu schauen, also das gelingt mir ja nicht immer, aber ich denke, da sind einige schöne Bilder dabei
Jan Bastick: Okay, Daniel Küblböck jetzt hier bei uns natürlich und er wird uns noch erzählen und Tipps geben in Sachen „Mega-Talent“. Das hier bei uns. Vorher brandneu „Virgins“ mit „Rich Girls“ – neu bei Radio Hamburg, das Beste von Heute.
Jan Bastick: Daniel Küblböck im Studio. Wie hat’s dir gefallen gerade „Rich Girls“ „Virgins“?
Daniel: Super
Jan Bastick: Ja, ne?
Daniel: Ja, auf jeden Fall, also das geht gleich ins Ohr, schöner Sound
Jan Bastick: Schöner, groovie Titel. Jetzt frage ich mich natürlich, Daniel Küblböck in Hamburg – was machst du hier, warum bist du gerade unterwegs?
Daniel: Also ich weiß ja nicht, ob ich das sagen darf, aber ich bin gleich noch bei „Bunte life“ im Internet zu sehen und dann fahr ich weiter nach Berlin, da hab ich n Foto-Shooting für die SUPERillu
Jan Bastick: Wenn Sie jetzt sagen also Daniel Küblböck weiß ich natürlich „Deutschland sucht den Superstar“, der Superstar der Herzen geworden, zwar nicht Erster, aber auf dem dritten Platz gelandet, gut durchgestartet, von den anderen hört man jetzt nicht so viel, du tauchst immer irgendwo auf und mittlerweile ist es doch so, ich meine, du bist 23, äußerst jung, du bist schon richtig im geschäftsleben drin, du hast eine eigene Forma, erzähl mal n bisschen darüber, wie viel du schon gemacht hast, sozusagen.
Daniel: Also es ist natürlich so, wenn man jetzt mit 16 Jahren in so n hartes Musikbusiness kommt, ich mein, das Musikgeschäft ist eines der härtesten überhaupt, also es ist wirklich n hartes Brot, es gibt unheimlich viel Konkurrenz, es kommt ja jedes Jahr wieder n neuer Superstar und da wird man natürlich auch oft gefragt, wie findet man DEN, wie findet man DEN, man muss lernen zu schwimmen in diesem Showgeschäft, man muss sich n eigenes Profil verschaffen und das ist schwer. Aber es ist nicht unmöglich, ich bin grad dabei, ich mach Jazz und Blues, versuch mich da in der Richtung zu etablieren und das ist n harter Kampf, aber ich bin ja auch n harter Typ
Jan Bastick: Also Jazz und Blues, natürlich, sag ich mal, das sind jetzt eher so Sparten, die nicht sooo kommerziell sind, ne? Wie kommt es gerade zu Jazz und Blues? Ich hab dich jetzt nicht so eingeordnet dafür.
Daniel: Ja das stimmt, also viele…das letzte Mal kamen auch irgendwelche Teenies auf der Straße und sagten „Du machst ja jetzt irgendwie…ich hab im fernsehen gesehen ne Oper oder so“ da hab ich gesagt „ich mach Jazz“ und dann hat die gesagt, „ach das google ich gleich mal im Internet was das ist“
Jan Bastick: (lacht)
Daniel: Das ist natürlich unkonventionell, aber trotzdem ist es ne Richtung, ich meine, am Anfang hab ich einige Songs von Dieter Bohlen geschrieben bekommen, wo man natürlich als junger Mensch auch noch n bisschen naiv ist, auch noch n bisschen mitschwimmt mit der Popbranche und dann irgendwann sagt: man will was Eigenes machen, man will was Selbstständiges machen, man will etwas machen was auch wirklich…wo das Herzblut dahinter steckt und ich denke Jazz und Blues – mein Programm ist natürlich jetzt nicht nur reine Musik, mach auch Entertainment, bin auch unter anderem bald in Hamburg, im Stage Club – und das läuft ganz gut. Wir haben sehr viele ausverkaufte Konzertsäle, wir haben sehr gute Konzertkritiken und das freut mich natürlich.
Jan Bastick: Okay. Also Daniel Küblböck demnächst auch hier in Hamburg und damit Sie wissen, was Sie dort erwartet im Stage Club, da wird’s sicherlich auch „Born in Bavaria“ geben…
Daniel: „Born in Bavaria“ – ich weiß ja gar nicht, ob man das hier im hohen Norden spielen darf. Wir waren in Bayern auf Platz 7 der Singlecharts und vielleicht können wir’s mal anspielen
Jan Bastick: Ja natürlich, so klingt es...
„BIB“
Jan Bastick: „Fly me to the Moon“ hätte ich auch noch im Angebot
Daniel: Ja das ist natürlich jetzt wirklich was Jazzlastiges, das ist auch mit Big Band gespielt, das können wir auch gern mal anspielen
Jan Bastick: Okay
„Fly me to the Moon“
Jan Bastick: Sehr...ich muss mal sagen...erwachsene Musik, kann man schon sagen, oder?
Daniel: Es ist auf jeden Fall…ich mein, natürlich, ich geh auch steil auf die Dreißig zu
Jan Bastick: Naja höhö (lacht)
Daniel: Da muss man auch n bisschen bodenständiger werden, sag ich immer
Nee es ist natürlich so, man merkt glaube ich auch wenn man das hört, das liegt mir, das macht mir unheimlich Spaß mit ner großen Band zu spielen, ich hab da wirklich teilweise 10 Mann auf der Bühne und joah, das ist halt etwas, das…da bin ich ganz ganz froh, wenn ich das mach
Jan Bastick: Daniel Küblböck, vielleicht werden Sie ihn noch so im Ohr haben Sie ihn ja jetzt – aber noch im Auge haben, war er meistens doch total…hatte durchgeflippte Klamotten, sehr unkonventioneller Kleidungsstil, auch verrückte Brillen – ne Brille hast du jetzt gar nicht mehr auf…hast du Kontaktlinsen oder ne Augenoperation?
Daniel: Ich hab mich lasern lassen und zwar vor 2-3 Jahren und das war wegen Sport, weil ich einfach gesagt habe, ich find Brille n bisschen unpraktisch, ich mach ja n bisschen was für die Muckis…ähm ich glaub natürlich, dass viele Leute…es ist ja immer so, man steckt ja immer gern Typen in ne Schublade, das ist dann immer schwer, diese Schublade zu öffnen und raus zunehmen und zu sagen, das ist jetzt n anderer Kerl, aber ich glaube das ist ne Entwicklung, und ich glaub, das ist gut, für mich ist Stillstand der Tod und das wär ja tragisch
Jan Bastick: Hmmm, Daniel Küblböck, 23 Jahre alt, ne eigene Firma, 7 Angestellte mittlerweile?
Daniel: Also ich hab 7 Mitarbeiter die für mich viele Sachen machen, ich hab natürlich, wenn ich n Konzert mach über 30 Leute, die da werken und tun und machen, also ich glaube, ich bin da, ich bin n sehr netter Chef, also ich sag den Damen dann, sie sollen mal n bisschen Kaffee machen und Kuchen…
Jan Bastick: Ach sooo, die Frauen müssen den Kaffee machen…(lacht)
Daniel: Schönen Kaffee, ja das seid ihr beim Radio gar nicht mehr gewöhnt, gell?
Jan Bastick: Neee (lacht)
Daniel: Das ist noch alte Schule
Jan Bastick: Okay, also Daniel Küblböck live hier bei Radio Hamburg, es gibt gleich noch n bisschen mehr…
…
Jan Bastick: Und, wir haben uns eben schon n bisschen darüber unterhalten…wie kann man denn noch gut Geld verdienen mit Musik machen? Ist der Markt gesättigt oder ist das jetzt auch ein Grund dass du sagst „ich orientier mich auch woanders“?
Daniel: Es ist natürlich so, dass man definitiv bei den Plattenverkäufen unheimlich viele Einbußen sieht wo man einfach das Gefühl hat als Künstler, wenn jetzt, sag ich mal, auf Platz 1 - einfach mal ne logische Erklärung - bist, Thomas Godoj ist letztes Jahr z.B., wenn der jetzt so 150.000 Platten verkauft, dann bleiben vielleicht mal 30.000 für den übrig, z.B.
Jan Bastick: Ah ja
Daniel: Und dann muss man ganz ehrlich sagen, der hat vorher vom Hartz4 gelebt, 30.000€ die gehen schnell auch wieder weg, da muss man auch noch andere Alternativen finden, und das z.B., ich verdien mit meinem Live-Geschäft, ich bin natürlich auch nicht jemand der sagt, ich bin zwar, wenn man ne eigene Firma hat, ist man natürlich auch auf Gewinn bedacht, das ist ganz klar, aber trotzdem bin ich jemand der das einfach mit Herz machen muss und ich glaube, dass die Musikbranche in der Beziehung immer mehr da Probleme bekommt und da muss man eigene Alternativen finden – und die gehe ich gerade.
Jan Bastick: Das heißt, du verdienst also dein Geld quasi durch Liveauftritte – was gibt es noch in Sachen Daniel-Küblböck-Selbstpromtion?
Daniel: Was ja z.B. myspace, z.B., wir haben ja auf unserer myspace-Seite über 1 Mio. Mal geklickte Klicks, wo die Leute Songs von mir angehört haben in einer unheimlich kurzen Zeit jetzt in den letzten Monaten, da können die Leute downloaden z.B., das ist einfach ne Sache…einfach…Internet wird immer wichtiger für die Musikbranche und da muss man das Beste draus machen – es hat natürlich viel kaputt gemacht dadurch, dass die CDs nicht mehr so verkauft werden, aber da muss man andere Alternativen finden und sagen, man muss irgendwo andere Lücken und einen anderen Markt erfinden.
Jan Bastick: Ja?
Daniel: Ja.
Jan Bastick: Daniel Küblböck Modekollektion – gibt’s auch so was?
Daniel: Ne Modekollektion gibt es nicht. Ich glaube auch ganz ehrlich, dass das keiner anziehen würde, also man muss natürlich auch etwas verdienen, wo die Leute sagen…oder etwas machen wo die Leute sagen, das identifiziere ich mit dem Künstler – und jetzt irgendwie wie Barbara Herzsprung jetzt irgendwelche komischen Unterhosen zu kreieren, das mache ich nicht (lacht)
Jan Bastick: Hmmhmm, okay
Daniel Küblböck live hier bei Radio Hamburg. Heute Abend ist der Bundesvision Song Contest – hast du da schon den Hamburger Beitrag gehört oder noch nicht?
Daniel: Ich hab den Hamburger Beitrag leider nicht gehört, aber kannst du mir gerne mal vorspielen
Jan Bastick: Ja, aber…es ist einer aus Hamburg, Olli Schulz, den unterstützen wir auch von Radio Hamburg, also wir haben ihn quasi zum Bundesvision Song Contest hingeschickt, Olli Schulz ist jemand der gedacht hat „ich bring mal quasi jetzt was auf die Beine“ und zwar hat er n eigenen Song kreiert zu dem es auch einen eigenen Tanz gibt, also wie quasi Macarena der Fall war…
Daniel: Okay, wie Ketchup-Song so
Jan Bastick: Genau. Und dieses Ding heißt „Mach den Bibo“ und es klingt so:
…
Jan Bastick: Beim Bibi so wackeln, beim Grobi so wie das halt in der Sesamstraße so ist…
Daniel: Okay
Jan Bastick: Beim Ufo dann halt mit seinen Armen so hin und her wedeln ähm, heute Abend tritt er auf beim Bundesvision Song Contest – was meinst du? Kann so was Erfolg haben, oder…
Daniel: Also ich denke auf jeden Fall, wenn man natürlich die Leute immer begeistern kann, die Leute tanzen ja auch immer gerne mit, ich merk das ja auch immer bei dem Programm, die wollen sich immer selber gerne bewegen und irgendetwas machen, ich kann mir das schon vorstellen, dass das funktioniert, wenn das ne…ich hab gehört, das ist sehr eingängig, warum nicht…
Jan Bastick: Okay, sehr gespannnt, heute Abend auf jeden Fall Daumen drücken für Olli Schulz beim Bundesvision Song Contest – schauen Sie’s heute Abend auch an?
Daniel: Ähm ich bin leider ja im Hotelzimmer und ich werde dann noch n paar Sachen machen, aber wenn ich mal…ich guck ja meistens das immer dann im Internet noch mal nach und dann werde ich mir noch mal die Wiederholung anschauen…
Jan Bastick: Also total busy, Daniel Küblböck, nicht mal Zeit Fernsehen zu gucken
Daniel: (lacht) Leider nein
Jan Bastick: Was hältst du von Coldplay? Die haben ja gerade abgeräumt bei den Grammys, insgesamt 3 Stück haben sie eingeheimst
Daniel: Coldplay finde ich unheimlich toll, also ich hör das auch ganz gern im Auto, weil das einfach so ist – am Highway, da lass ich mich gerne berieseln
Jan Bastick: Okay, wir lassen uns berieseln, jetzt hier bei Radio Hamburg von Coldplay…und Daniel, kannst du uns gleich noch was erzählen in Sachen „Mega Talent“ n paar Tipps für die Radio-Hamburg-Hörer, die sich hier bei uns bewerben, gleich mehr
…
Jan Bastick: Daniel Küblböck heute bei uns. Im März ist er im Stage Club hier in Hamburg und wird dort natürlich auch richtig coole Sachen auf die Bühne bringen. Gibt’s noch Tickets – du hattest gesagt, viele Sachen sind schon ausverkauft…
Daniel: Also die Sitzplätze sind schon ausverkauft, wir haben noch n paar Restkarten bei den Stehplätzen
Jan Bastick: Okay. Also es wird auf jeden Fall n volles Haus werden und n tolles Konzert, wir haben ja vorhin hier schon n paar Sachen gehört, du hast dich also komplett quasi umorientiert, so der kleine 16-jährige, 17-jährige Daniel Küblböck von damals quasi Gewinner oder … nicht Gewinner, aber zumindest Gewinner der Herzen, Dritter bei „DSDS“ damals, das kann man jetzt nicht sozusagen vergessen, aber zumindest beiseite legen, ne? Also du bist jetzt anders. Wenn jetzt jemand sagt „ha, cool, Daniel Küblböck – der wird überrascht sein…
Daniel: Es ist natürlich so, ich meine, ich ziehe jetzt nicht aus und mach n Kreuzzug gegen alles und sage „ich bin jetzt neu“, also ich denke, dass das einfach so im Laufe der Zeit sich entwickelt hat, ich muss auch dazu sagen, es ist auch so, dass ich des, die ganze Karriere bei „DSDS“ jetzt auch nicht irgendwie bereue, dass ich da jetzt sag, ich hab da mitgemacht…
Jan Bastick: Du bist ja dadurch bekannt geworden
Daniel: Genau…es wär n Fehler, ich mein, dadurch bin ich bekannt geworden, 95% der Deutschen kennen mich dadurch und das ist ne unheimlich große Zahl, wo man sagen kann, da kann man jetzt einfach das Beste draus machen.
Jan Bastick: Ja, das stimmt. Und wir haben ja auch gerade eine große Sache bei uns, eine große Aktion und zwar Radio Hamburg sucht ja das „Mega Talent“ des Nordens, also aus Hamburg, Schleswig Holstein und aus Niedersachesen – ganz viele Radio-Hamburg-Hörer haben sich schon beworben, sind in unsere Castingbox marschiert, haben da so kurz gezeigt, was sie drauf haben, also es muss jetzt nicht Singen sein unbedingt, kann auch z.B. sein ungewöhnliche Musikinstrumente spielen oder gewöhnliche Musikinstrumente ganz ungewöhnlich spielen oder Stand Up Comedy z.B., alles schon dabei gewesen, was hast du denn…n Tipp für die Radio-Hamburg-Hörer - also die Castingbox steht heute und morgen auch noch mal in Bad Segeberg bei Möbel Kraft – was, wenn jetzt einer reingeht und sagt „ich trau mich jetzt mal, ich komm jetzt mal hervor“ sozusagen, wie geht man in so ein Casting am besten rein?
Daniel: Also ich glaube am besten ist es einfach, völlig natürlich zu bleiben. Also ich glaub die Leute merken schnell, wenn man eine Rolle spielt, das durchschaut man meistens schnell und ich glaub, dass das auch, dass das nicht ankommt. Wenn man natürlich ist, wenn man authentisch bleibt, wenn man DAS zeigt, was man sonst auch immer seinen Freunden zeigt oder in irgendwelchen Clubs zeigt oder wie auch immer, dann, glaube ich, ist es auch, was am besten ankommt.
Jan Bastick: Ganz viele Radio-Hamburg-Hörer sagen auch „ja, ich würd’s ja gerne machen, ich würd da gern hin, aber ich bin so aufgeregt und irgendwie trau ich mich nicht“. Ist es dann besser, dass man dann tatsächlich da nicht hingeht, weil man vielleicht so eine Aufregung hat, dass man z.B., wenn man jetzt auch richtig durchstarten würde, dann gar nicht gegen diese Aufregung gegen ankommt oder wie ist das Mittel, mit dem man das am besten bekämpfen kann?
Daniel: Es ist natürlich so, dass man gegen Aufregung ganz klar was machen kann, da gibt es einige Trainings, z.B. ich leg mich dann meistens irgendwie, wenn da ne Couch irgendwo backstage ist, da leg ich mich dann drauf, versuche n paar Schnappübungen zu machen…
Jan Bastick: Was heißt das?
Daniel: Einfach einatmen, ausatmen, bisschen zu sich kommen, das kann man wegtrainieren, also ich bin eigentlich immer noch, also wenn ich jetzt n Konzert hab, egal ob in Hamburg, München, watt weiß ich oder in Berlin, bin ich immer n bisschen aufgeregt, das gehört auch komplett dazu, es wär auch unnormal wenn nicht und das glaube ich, das bekommt man schon hin, da muss man dann einfach mutig nach vorne preschen und ne Rampensau sein und dann gelingt das auch.
Jan Bastick: Okay – und macht es quasi auch mehr Sinn, sich auf Musik zu fokussieren, dass man sagt, ich kann z.B. gut singen, aber ich bi auch ein geborener Comedian? Dass man quasi nur das eine oder das andere macht oder verbindet man beides zusammen? Wie kann man sich aus der Masse sozusagen heraus kristallisieren?
Daniel: Ich glaube, am besten sollte man sich immer auf DES konzentrieren, was die Stärke ist, also es gibt ja z.B. Leute, die können unheimlich gut singen und wenn sie aber dann anfangen zu tanzen, sieht’s einfach lächerlich aus. Wenn man natürlich jetzt aber, sag ich mal, kein Tanztyp ist und aussieht wie n schwuler Aerobictrainer, sag ich mal irgendwie so, dann ist das einfach etwas, was, glaube ich, nicht so gut ankommt. Wenn man aber jetzt z.B. n Balladensänger ist, dann sollte man doch einfach…
Jan Bastick: Die Radio Hamburg Newcomerin Ingrid Michaelson – hast du von der schon mal irgendwas gehört?
Daniel: Hab ich noch nichts gehört, aber ich lass mich immer wieder gern überraschen
Jan Bastick: Ja könnte dir gefallen, geht auch so n bisschen in die Soul-, Jazz- also nicht so ne Haurauf-Popnummer
Daniel: Okay
Jan Bastick: Gleich mal antesten hier bei Radio Hamburg
…
Daniel: Das Radio Hamburg Wetterradar hat viele Wolken im Gepäck und sorgt immer wieder für viel Schnee oder Regen. Dazu gibt es 1 Grad. Morgen bleibt es überwiegend trocken, die Sonne Kommt raus, d.h. also ein bisschen positive Energie – ein Maltag (?) – maximal 1 Grad, der wetterrend für Sonntag und Montag – gibt’s Wolken, Schnee bei 2 Grad.
Jan Bastick: Ja wie seid ihr eigentlich hergekommen? Seid ihr heute morgen mit dem Auto hergekommen?
Daniel: Wir sind mit dem Auto gekommen
Jan Bastick: Aus München?
Daniel: Aus Wiesbaden. Ich wohn ja jetzt in Wiesbaden. Ziemlich anstrengende Fahrt. Mir tut auch n bisschen der Rücken weh, du. Ich sag’s dir ganz ehrlich, wenn man dann immer 5 Stunden im Auto hockt, aber ich fahr meistens dann lieber, ich bin so – fliegen – ich weiß nicht – fliegen mag ich nicht so gern
Jan Bastick: Ja, obwohl bei dem Wetter heute Morgen, das war doch Horror, oder nicht? Oder ging das auf den Autobahnen?
Daniel: Ich wurde auch heute schon aufgehalten von der Polizei weil ich leider 130km/h gefahren bin – ich hätt nur 100 fahren dürfen, also es war schon ziemlich…
Jan Bastick: (lacht) Ehrlich?
Daniel: Ganz übel. Ja da hab ich die Fensterscheibe runter gekurbelt und dann hat der Polizist gesagt „Ach, Herr Küblböck, Sie? Da sag ich „Ja“. Da sag ich „Haben Sie irgendein Problem? Da sitzt ne Frau neben mir, das ist mein Auto“, da hat er gesagt „So, da müssen wir leider Sie aufschreiben, dann kriegen Sie eine kleine Verwarnung
Jan Bastick: Oha, also 30 km/h zu schnell? Das ist ja dann schon so der ein oder andere Punkt in Flensburg, oder?
Daniel: Ja schaun wir mal, was da alles kommt. Ich bin da ja immer sehr positiv. Ja Flensburg. Das ist ja auch im Norden, oder? (lacht)
Jan Bastick: Ja ja, liegt auch viel Schnee da
…
Jan Bastick: Ja und ich hatt’s eben schon mal gesagt, Ingrid Michaelson, Radio Hamburg Newcomerin hatte Daniel Küblböck jetzt noch nicht so im Ohr gehabt, das ist ihr 1. Megahit gewesen hier bei uns
…
Daniel: Unheimlich angenehm, ne sehr angenehme tolle Stimme, das ist so was, wo man einfach dann abends zuhause hockt und sich so’n bissel entspannt. Ich find das total angenehm. Schön, echt.
Jan Bastick: Ja?
…
Jan Bastick: Daniel Küblböck, schön, dass du heute da warst, freut mich
Daniel: Hat mich auch sehr gefreut
Jan Bastick: Und, wie gesagt, im März wirst du noch mal in Hamburg sein, im Stage Club, da trittst du ja auf und ich hab mich gefragt, wie sieht’s denn aus, es gibt ja noch so n paar Tickets. Gibt’s noch ne andere Chance dich mal zu sehen, oder gibt es irgendwie was Neues von dir zu kaufen?
Daniel: Also ich hab ja, auf Tour bin ich eigentlich immer, ich bin ja fast das ganze Jahr immer auf Tour, was es jetzt bald gibt ist ne LIVE-DVD des „Jazz meets Blues…wenn zwei sich verlieben“, die kann man erwerben, ähm, ja dann kann man einfach, wenn man interessiert ist und sagt, ach man möchte mal gucken was ich jetzt so mach, dann kann man da mal gerne reinschauen.
Jan Bastick: Sehr schön. Wann kommt’s raus? Die LIVE-DVD?
Daniel: Im August wird die rauskommen
Jan Bastick: Okay. Dauert also noch n bisschen, also schon mal vorplanen,
Daniel: Joah
Jan Bastick: Ne? Und du bist ja öfter in Hamburg, was gefällt dir am besten?
Daniel: Also ich muss ganz ehrlich sagen, ich find’s immer unheimlich schön an der Alster unten zu joggen, wenn ich dann im Hotel irgendwo eincheck und dann irgendwie für mich n bisschen Zeit will, den I-Pod ins Ohr und dann runter an die Alster und laufen, das find ich unheimlich schön, da muss ich sagen, ich war jetzt irgendwann mal in so nem komischen Gespensterschloss, das war irgendwo so
Jan Bastick: In Hamburg …(?)
Daniel: Ja genau, da war ich, das fand ich auch unheimlich witzig, und ja, die Leute hier sind auch immer wirklich sehr offen. Wenn ich auf die Straße geh, die gucken dann…wir sind dann durch die Fußgängerzone, dann winken die Leute, also wirklich unheimlich freundlich
Jan Bastick: (lacht)
Daniel: Ich wink dann natürlich immer zurück und das ist ganz nett alles.
Jan Bastick: Ja. Cool. Daniel Küblböck also hier bei Radio Hamburg. Samy Deluxe, hast du den mal persönlich kennen gelernt?
Daniel: Samy Deluxe hab ich mal bei MTV getroffen. Ja genau. Ist aber schon ziemlich lange her. Mag ich auch. Ja.
Jan Bastick: Ja?
Daniel: Es ist zwar jetzt, ich bin zwar jetzt nicht so HipHop und so, das ist jetzt nicht so ganz meins, aber den finde ich eigentlich ganz cool.
Jan Bastick: Ja irgendwas passiert in der HipHop-Szene, weil Samy Deluxe, wie auch schon Sido z.B., die ändern sich n bisschen, die sind nicht mehr jetzt die Hardcore-Rapper sondern, sag ich mal, mit den ultrabrutalen Texten sondern…
Daniel: Ich glaube, dass das auch in Deutschland gar nicht so ankommt, ganz ehrlich, also Amerika hat n ganz anderen Markt, da sind die ganzen black people, die da wirklich ne richtige Szene haben, und bei uns werden die so n bisschen wuschiger, so n bisschen ruhiger, glaube ich. Ich finde das auch ganz gut, weil es sind teilweise Texte, wo ich einfach sag, da kann ich nichts damit anfangen. Und wenn texte Sinn haben, dann finde ich das gut. Und ich glaube, dass Samy Deluxe hatte immer Texte, die eigentlich so n bissel die Gesellschaft angesprochen haben, deswegen fand ich den immer ganz gut.
Jan Bastick: Ja, aber sie gehen jetzt, wie gesagt, in Richtung Pop, also etwas, wo sie vorher vielleicht gesagt haben „aaach, dieses Kommerzielle…jetzt machen sie’s selber n bisschen
Daniel: Ja, man muss ja das machen, wo die Kohle herkommt
Beide: (lachen)
Jan Bastick: Ja, also schön, dass du da warst, Daniel Küblböck, und dann entlass ich dich jetzt mit Samy Deluxe, brandneu bei Radio Hamburg und Samy goes Pop mit „Bis die Sonne rauskommt“
Tschüüüüs
Daniel: Tschüüüüs
|