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Lavida ![]() Status: Offline Registriert seit: 14.12.2006 Beiträge: 4636 Nachricht senden |
Am 18.April im Jahr 1521 sagte Martin Luther diesen Satz auf dem Reichstag in Worms. Seine Thesen widerrufen kam für ihn nicht in Frage. Doch nichts anderes erwarteten die Vertreter der Kirche und Kaiser Karl V. von dem abtrünnigem Kirchenmann. Ihren Anfang hatte die Auseinandersetzung Luthers mit Kirche und Krone am 31. Oktober 1517 genommen. An jenem Tag veröffentlichte er 95 Thesen, mit denen er gegen die Bußpraxis der Kirche besonders gegen den Ablasshandel protestierte. Warum wird das Zitat " Hier stehe ich, ich kann nicht anders" so oft herangezogen? Ich bin der Meinung, weil es die Haltung eines Menschen zeigt, der sich vor allem seiner Überzeugung verpflichtet fühlt. | ||||
<Minotaurus> unregistriert |
Es hat einen ziemlich pikanten Beigeschmack, daß ausgerechnet der glühende Antisemit Martin Luther immer wieder mit diesem Zitat bemüht und somit als Ehrenmann und Idealist dargestellt wird. Andere "Idealisten" und Fanatiker wie z.B. ein Adolf Hitler teilten ebenfalls seine Auffassung und Geisteshaltung, denn auch er fühlte sich ganz fest seiner Überzeugung verpflichtet. Es ist jedoch heutzutage nicht "chic", darüber zu sprechen, schon gar nicht vor den Osterfeiertagen. Sollte jetzt jemand diesen Vergleich für "ketzerisch" oder "unpassend" finden, so gibt es genügend Lesestoff über dieses Thema, falls sich wirklich jemand dafür interessieren sollte. Zum Beispiel hier: http://www.neo-lutheraner.de/juden.html und hier: http://www.das-weisse-pferd.com/99_04/hitler_luther.htm und hier: http://www.projektwerkstatt.de/religion … rbild.html Einzelne Ausführungen daraus möchte ich uns gerne ersparen, denn jeder, der lesen kann, hat die Möglichkeit, sich selbst entsprechend zu informieren. Erinnern wir uns ganz kurz: Die Lutheranerkirche, bzw. der evangelische Kirchentag brauchte über 60 Jahre, um sich erst im Jahre 2008 zu einem äußerst zaghaften Schuldeingeständnis bezüglich der "Reinigung" von über 6,5 Millionen Seelen zwischen 1939 und 1945 durchzuringen. Es hat wenig Sinn, historische Tatsachen zu verklären, so lange es Menschen gibt, die nicht vergessen wollen. Wünschen wir uns lieber, daß es mehr solche Menschen geben möge. Beste Grüße von einem Nestbeschmutzer. | ||||
wortundbild unregistriert |
Wo du recht hast, hast du recht, Mino. Aber mit Nestbeschmutzung hat das ja nun wirklich nichts zu tun, wenn man Dinge beim Namen nennt, den sie verdienen. Und dass in diesem Themenfeld "Kirche und Judentum" auch heute noch so manches Nest schmutzig ist, ist leider wahr - in beiden großen Kirchen (oder "Vereinen" wie du sie zu nennen pflegst). An dieser Tatsache leide auch ich. Und ich kann dir sagen, dass ich in meinem Bereich - gemeinsam mit vielen Verbündeten - aus der katholischen wie der evangelischen Kirche - daran arbeite, dass sich ein anderes Denken mehr und mehr durchsetzen kann. Gruß von einem "Nestreiniger", der wie du keine schmutzigen Nester mag. Werner | ||||
WordPerfekt unregistriert |
Dieses Zitat stammt nicht von Luther. Es wurde ihm nur untergejubelt. 10 Jahre nach seinem Tod, habe ich irgendwo gelesen. Auf dem Reichstag soll er gesagt haben: "Gott helfe mir,Amen!" | ||||
wortundbild unregistriert |
Richtig, Jörg. DerSchluss der Rede Luthers hies: | ||||
WordPerfekt unregistriert |
Genau, das berühmte Zitat trifft den Kern von Luthers Rechtfertigung. | ||||
Delfin unregistriert |
Sicher gibt es Menschen, die diese Aussage machen, | ||||
<Minotaurus> unregistriert |
Nach dieser Definition waren also nicht nur Martin Luther, sondern z.B. auch Dr. Joseph Goebbels und Adolf Hitler, sowie Saddam Hussein Persönlichkeiten mit einer sehr großen Charakterstärke? Ich kann das leider nicht konkret beurteilen, weil ich keinen von denen persönlich kannte, aber wenn man den Begriff "Charakterstärke" mit "aufrichtig", "edel" oder "gut" assoziiert (so wie es in unserem Kulturkreis allgemein üblich ist), so stimmt eine solche Einschätzung ein wenig nachdenklich ... Nachdenkliche Grüße vom Mino. ![]() | ||||
Delfin unregistriert |
Diese 'Herren' ordne ich eher dieser Kategorie zu.
Für solche Mensche sind Charakter und Gewissen Fremdwörter! | ||||
<Gästin> unregistriert |
Das Wort Charakter stammt von dem griechischen Wort χαρακτήρ (sprich: charaktér) ab und bezeichnete ursprünglich den Prägestempel für Münzen und Siegel sowie die Prägung selbst. Im Übertragenen Sinne benennt der Charakter das Erkennungs-Merkmal einer Person oder eines Gegenstandes. Weitere Bedeutungen sind: | ||||
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