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Berger ...
darf Derrick den Wagen holen
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...   Erstellt am 17.01.2010 - 00:44Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Meine Bewertung: 6 von 10

Beim letzten Sehen im Jahr 2005 hatte ich die Folge im meiner internen Bewertung noch schlechter bewertet (4 von 10).

Das Problem an dieser Folge ist für mich, dass man sich als Zuschauer permanent über die schlechte Arbeit von Stephan und Harry aufregt. Als Zuschauer weiss man von Anfang an, dass Horn nicht der Täter ist. Deswegen ist man geneigt, sich innerlich über Derricks Vorverurteilung von Horn und seine schroffe Art ihm gegenüber aufzuregen.

Zudem sind die Schauplätze sehr einseitig und aus oben beschriebenen Gründen beinhaltet die Folge kaum Spannung.




ross 
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...   Erstellt am 24.01.2010 - 16:53Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Die Folge hat eine an sich reizvolle Grundstellung, steht doch die taubstumme Lena, dargestellt von Ursula Lingen, die somit gegen ihr sonstiges Rollenbild der vornehmen Dame besetzt wurde, im Zentrum des Falles. Trotzdem beschleicht mich das Gefühl, dass bei dem Fall wesentlich mehr drin gewesen wäre.

Derrick verhaut sich in der Folge wie selten, geht er doch felsenfest davon aus, dass Horn seine Ehefrau ermordet hat. Der Zuschauer allerdings weiß, dass es Horn nicht gewesen ist. Und hier beginnen für mich einige Ungereimtheiten: Warum ist Horn, der ja genau weiß, dass er selbst nicht der Täter ist, einzig darauf bedacht, dass Lena bei ihrer Aussage bleibt, zur Tatzeit einen Unbekannten gesehen und beschrieben zu haben. Müsste Horn nicht vielmehr, um seine Unschuld endgültig und zweifelsfrei zu beweisen, dabei helfen, den Unbekannten zu finden. Immerhin muss es aus seiner Sicht auf jeden Fall einen Täter geben, weshalb es mir nicht plausibel erscheint, dass er nicht an den Unbekannten glaubt, den Lena gesehen hat.
Auch Derrick ermittelt hier überhaupt nicht im Umfeld des Opfers, sondern wartet darauf, dass entweder Horn die Tat gesteht oder ihm der Unbekannte irgendwann zufällig über den Weg läuft, was dann ja auch so passiert. Eigentlich wäre es aber für Derrick durchaus möglich gewesen, auf die Werkstatt, in welcher der Täter gearbeitet hat, zu kommen.

Wegen dieser Unausgegorenheiten und der allzu betulichen Erzählweise ist der Fall für mich insgesamt nur durchschnittlich.





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"Ironisch bin ich selber" (Derrick zu Berger in "Tod des Trompeters")

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...   Erstellt am 21.09.2010 - 18:55Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Berger schrieb

    Als Zuschauer weiss man von Anfang an, dass Horn nicht der Täter ist.


So sieht es zumindestens aus. Aber es wäre nicht die erste Folge, wo Reinecker sein Drehbuch absichtlich danach ausgerichtet hat, den Zuschauer anfangs bewusst aufs Glatteis zu führen. Ich erinnere mich da an "Das Kuckucksei" oder "Der L-Faktor", wo es auch zu Beginn so schien, dass der spätere Täter es eigentlich unmöglich gewesen sein kann...

Betrachtet man sich die Folge, also mit dieser Vorsicht bietet sich ein hochspannender Fall. Denn es hätte ja gut sein können, dass Horn seine Frau ermordet hat und dann in die Wohnung zurückgekehrt ist, um dann mit einer kleinen schauspielerischen Einlage den Anwalt und Lena von seiner Unschuld zu überzeugen.

Ferner war die Rolle des mysteriösen Unbekannten sehr interessant. Wäre ja gut möglich gewesen, dass dieser ein Auftragskiller von Horn gewesen ist.

Mich jedenfalls hat dieser Fall voll mitgerissen. Bis zum Schluss war nicht genau klar wie Horn und der Unbekannte in der Sache involviert sind.

Schlussendlich dann noch die einzigarte Figur "Lena", mit deren Hilflosigleit man die ganze Folge hindurch wirklich mitfühlen, und sich mal in die Rolle einer taubstummen Person reinversetzen konnte. Zudem waren auch die kleinen musikalischen Einsätze sehr passend und spannungsfördernd.

Fazit: Für mich einer der stärksten "Derricks", die ich bislang gesehen habe.




ross 
Inspektor
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...   Erstellt am 21.09.2010 - 19:01Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


So unterschiedlich können die Geschmäcker sein, zum Glück!

Bleibt als Zwischenergebnis mal festzuhalten, dass es von den ersten 100 Fällen kaum Folgen gibt, die komplett bei allen Forianern durchfallen. Und das spricht doch wohl für die Stärke von Derrick als Serie insgesamt.





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"Ironisch bin ich selber" (Derrick zu Berger in "Tod des Trompeters")

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...   Erstellt am 21.09.2010 - 19:09Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


@ross

Das stimmt. Was wäre die Welt, wenn alle Geschmäcker gleich wären

Daher finde ich unsere "Box-Ranglisten" so interessant, da man hier immer wieder die vollkommen unterschiedlichen Ansichten der Forianer bewundern kann.




Kabeck ...
Ehreninspektor
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...   Erstellt am 02.10.2010 - 17:06Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ich kann die Einwände einiger User gegen diese unscheinbare wie phänomenale Folge nur zurückweisen. Sie ist schlicht und ergreifend atypisch für die Serie, und das dürfte der Hauptgrund dafür sein, dass viele mit dieser Ausnahme-Episode nichts anfangen können.

Mit LENA hat Reinecker eine seiner gelungensten Geschichten verfasst, die in ihrem Anspruch weitaus komplexer ist als die "kopflastigen" 90er-Jahre-Folgen. Der Zuschauer muss das Bild, das er sich von den Figuren macht, immer wieder überprüfen und revidieren - und wird darin von Derrick und Harry begleitet, denen es ähnlich ergeht. Der Unterschied des Zuschauers zu den beiden Ermittlern besteht einzig darin, dass er im Gegensatz zu Derrick und Harry von der Richtigkeit von Lenas Aussage weiß. Er kann es nachvollziehen, mit welcher Unnachgiebigkeit sich die Ermittler auf Herrn Horn als Tatverdächtigen konzentrieren, denn dieser scheint die einzige Person weit und breit zu sein, die ein starkes Motiv für die Tat hat. Hier ist Derrick einmal nicht der übliche Serienheld, der fast nie einen Fehler macht, nein, er irrt sich verständlicherweise - und das macht ihn umso menschlicher.

Diese Episode ist in jeder Hinsicht außergewöhnlich und übertrifft in ihrer Perfektion sämtliche Vorgänger. Ursula Lingen liefert eine der eindrucksvollsten Interpretationen der gesamten Serie. Brillant auch die Verpflichtung Erich Ferstls für diese Folge, dessen ungewöhnliche Klänge in kongenialem Verhältnis zur erzählten Geschichte stehen.





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"In diesem Haus hat Moses die Gesetzestafeln versteckt."
(aus DIE NACHT DES JAGUARS)

Duval ...
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...   Erstellt am 06.04.2011 - 00:06Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Warum wird im Abspann eigentlich Maria Singer als Haushälterin nicht genannt?

Für mich gehört die Folge zu den besten von Box 4, auch wenn mir ein paar andere besser gefallen. Hatte auch mal den Gedanken, es war doch Horn. Man hat ja anfangs den Mord nicht gesehen. Allerdings, was musste diese Kuh auch so hysterisch keifen, als sie den Mechaniker im Haus ertappte.

Wenn nun Lena gerade in diesem Moment nicht zufällig aus dem Fenster gesehen hätte, wie wäre es dann weiter gegangen? Dann wäre der Mechaniker wohl damit durchgekommen, weil Derrick es nicht für nötig gehalten hätte, weiter nachzuforschen.




Duval ...
Assistent
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...   Erstellt am 16.11.2021 - 01:11Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Über 10 Jahre später habe ich diesen Abend die Folge erneut angeschaut und kann nur bestätigen, was ich vor 10 Jahren dazu geschrieben habe. Auch diesmal genau meine Gedanken. Muss zugeben, ich wusste vieles bzgl. der Folge nicht mehr, außer dass Horn nicht der Täter war.





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