Laraforever  Buffy-Raider
    

Status: Offline Registriert seit: 09.04.2005 Beiträge: 1791 Nachricht senden | Erstellt am 19.09.2005 - 14:16 |  |
Im Moment gehe ich ein bißchen mit diesem Spiel "hausieren". Es ist aber auch wirklich mein absolutes Lieblingsspiel, in das ich total verliebt bin, und das ich auch schon oft gespielt habe - ohne daß mir langweilig wird. Und das, obwohl es "nur" ein Adventure ist, längst totgesagt, und doch quicklebendig!
Ja, für mich ist es einfach das beste Adventure aller Zeiten, und ich möchte es auch hir mal gerne vorstellen. Und noch mit ein paar "Extras". Außerdem steht für nächstes Jahr die lang erwartete Fortsetzung an, und auch die werde ich dann hier mit aufnehmen.
Erst mal aber das wunderbare Spiel, "The longest Journey"...
Vor einigen Jahren kam das Spiel "The longest Journey" auf den Markt. Ich hatte viel darüber gelesen und war neugierig, also hab ich es mir gekauft. Und je länger ich spielte, desto mehr war ich begeistert - das Spiel hat mich von Anfang bis Ende gefesselt. Und ich glaube, ich habe es inzwischen schon zehn mal, oder eher noch öfter gespielt...
"TlJ" war damals noch ein Spiel, das aus 2D/3D Elementen bestand, also noch nicht komplett in 3D, und das mich viele Tage gefesselt hat. Und wenn ich es erneut gespielt habe gab es trotzdem immer wieder Neues zu entdecken, eine schier unerschöpfliche Welt...
Story:
Es existieren zwei Welten.
Seit Urzeiten wurden STARK - die Welt der Wissenschaft und ARCADIA - die Welt der Magie durch die große Balance im Gleichgewicht gehalten. Doch nun hat der 12. Wächter der Balance seinen Platz verlassen und das Chaos breitet sich aus. Die Zeit der Prophezeiung scheint gekommen... Ohne die Balance kann keine der beiden Welten existieren - Ihr Untergang steht bevor. Es gibt nur noch eine Hoffnung: Ihr Name ist: April Ryan
Mach Dich bereit für das Adventure Deines Lebens: Herausforderungen, Entdeckungen und hunderte von Rätseln warten auf Dich. Als Medium und Wanderer zwischen STARK - einer Welt, ähnlich dem New York von 2400 und der orientalisch - mittelalterlichen Phantasiewelt von ARCADIA, begibst Du Dich als April Ryan auf:
T H E L O N G E S T J O U R N E Y...
Features:
· Über 150 Locations in zwei verschiedenen Welten
· Hochauflösende 2D/3D-Grafiken
· Mehr als 70 sprechende Charaktere
· 3D-Figuren mit bis zu 1000 Polygonen
· Echtzeit-Beleuchtung mit Schatteneffekten, beweglichen Lichtquellen und Dynamic Color
· Animation der 3D-Charaktere durch Motion Capturing
· Lippensynchrone Dialoge
· Über 40 Stunden Spieldauer
· Mehr als 30 Minuten hochauflösende, gerenderte Zwischensequenzen
· Filmreifer Soundtrack
Der Link zur offiziellen deutschen Webseite:
Webseite
Und hier kann man diverse Trailer laden:
Trailer
Für alle Interessierten, die "The longest Journey" noch nicht kennen und mal testen wollen, hier ein Link zum Download der offiziellen Demo:
Demo
Hinweis: Man kann den kompletten Soundtrack zum spiel aus dem Internet laden. Da die Links von hier aus nicht funktionierten, hier der Link zur Downloadseite:
Musik
Dazu noch einige Bilder aus dem Spiel:
Zuerst mal zwei Logos:


Und zwei Screenshots:
die Welt "Stark":

Und die Welt "Arcadia":
Und das "Cafe Fringe", wo sie nebenbei arbeitet (und wo man mit der Jukebox so tolle Titel abspielen kann... 

Und noch ein paar mehr Bilder...
Aus dem phantastischen Intro...

...und die tolle "Maschine", die mich eine ganze Weile in "Atem" gehalten hat... 

Und das ist Stark...
...die Kathedrale:

Der Arbeitsplatz von April (hier habe ich gern Zeit zugebracht und die Musikbox bedient, um den tollen Titeln zu lauschen... )

Hier studiert April - sie ist nicht nur Heldin, sondern auch Künstlerin...


Hier wohnt unsere Heldin im ersten Teil...

Das Kino...

Metro Circle - was für eine Gegend...

Metro West - die lustige "Polizeiaktion"...

Und am Ende sogar ab in den Weltraum...

Und natürlich Arcadia... 
Der Hafen...


Das Nordland...

Der Marktplatz von Marcuria...

Auch unter Wasser geht es...

Altersfreigabe: ab 6 Jahren
Systemvoraussetzungen:
- PII 266 Mhz
- Win 95/98 (läuft nicht unter NT und Macintosh) (bei mir absolut Windows XP kompatibel)
- 64MB Speicher
- Direct 3D kompatible 3D Grafikkarte mit 4 MB
- 8fach CD-ROM-Laufwerk
- 1 GB Festplattenspeicherplatz
- Windows kompatible Soundkarte
- Maus/ Tastatur
Ein phantastisches Abenteuer, das ich einfach nur jedem empfehlen kann, der offen für Adventures ist (und ab uns an ein wenig Ausgleich braucht zu Tomb Raider... )
Wirklich, mein absolutes Lieblingsspiel!
[Dieser Beitrag wurde am 05.03.2006 - 22:41 von Laraforever aktualisiert]
Signatur Viele Grüße, Jürgen
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Laraforever  Buffy-Raider
    

Status: Offline Registriert seit: 09.04.2005 Beiträge: 1791 Nachricht senden | Erstellt am 19.09.2005 - 14:29 |  |
Hier stelle ich mal einen umfangreichen Testbericht über das Spiel rein, um zu zeigen, wie es bewertet wurde...
Preview:
The Longest Journey (FunCom / Egmont Int.)
Ein Artikel von Mario Müller Das Adventure-Genre lebt!
Fragt sich nur, wie lange noch. Wenn man aber Perlen, wie The Longest Journey sieht, schöpft man wieder Hoffnung. Dabei handelt es sich doch tatsächlich um ein echtes 2D-Adventure ganz im Stil der alten LucasArts-Erfolge. Die Wahrscheinlichkeit, dass es sich dabei um den letzten Vertreter dieses aussterbenden Genres handelt ist nicht gerade niedrig. Das zeigt allein schon die lange Suche nach einem Publisher. Alle großen Firmen scheuten den Synchronisations-Aufwand und glaubten nicht an einen finanziellen Erfolg des Spiels. Egmont Interactive, bisher nicht gerade ein großer Name in der Spielebranche, nahm sich der Aufgabe schließlich an. Das Spiel ist bereits fertiggestellt und hat in Norwegen mit 15000 verkauften Exemplaren die Erwartungen der Entwickler übertroffen. Deutsche Adventure-Fans werden sich noch bis Anfang März gedulden müssen. Bis dahin sollten die umfangreiche Synchronisation und das darauf folgende Beta-Testing abgeschlossen sein. Als Synchronsprecherin der Hauptfigur April Ryan fungiert übrigens Judith Hildebrandt, besser bekannt als "T" von der Gruppe Mr. President.
Bereits die Story von The Longest Journey klingt sehr vielversprechend, auch wenn es mal wieder darum geht, die Welt (oder besser gesagt gleich zwei!) zu retten. Seit Jahrtausenden existieren zwei Welten parallel nebeneinander und befinden sich im Gleichgewicht. Zum einen Stark, eine Welt der Wissenschaft, die uns zeigt, wie New York im Jahr 2400 aussehen könnte und zum andern Arcadia, eine orientalisch-mittelalterliche Welt der Magie. Dummerweise hat nun der 12. Wächter der Balance seinen Platz verlassen, was das Gleichgewicht kräftig ins Wanken bringt. Und wie in Weltrettungs-Spieln so üblich gibt es natürlich nur eine Person, die die drohende Gefahr noch abwenden könnte: Die achtzehnjährige April Ryan, in deren Rolle man schlüpft, um die lange Reise anzutreteten und den Untergang von Stark und Arcadia zu verhindern.
Alle, die es nicht mehr abwarten können, April bei ihrer großen Aufgabe zu helfen, finden in diesem Monat auf der CD der PC Player-Ausgabe 2/2000 eine Exklusiv-Demo in welcher sich das kurze sechste Kapitel (von insgesamt 14) komplett durchspielen lässt. Die Steuerung ist absolut eingängig und überwiegend an Monkey Island 3 angelehnt. Ein Linksklick auf die durch HotSpots markierten Objekte öffnet ein kleines Menü, in dem man die gewünschte Handlung (Anschauen, Aufnehmen, Essen, Reden) auswählen kann. Ein Rechtsklick öffnet das Inventar, in dem man selbstverständlich auch Objekte miteinander kombinieren kann. April bewegt sich durch wunderschön gestaltete Hintergründe, die alle sehr dreidimensional wirken. Bei ihrem Aufenthalt auf dem Schiff, schwankt dieses beispielsweise in den Wellen der rauhen See originalgetreu auf und ab. Da kann man Aprils leichtes Unwohlsein gut nachvollziehen... Ein sehr gelungenes und aus Blade Runner übernommenes Feature: Per Doppelklick rennt April zum gewünschten Punkt oder Ausgang einer Location. So wird ewigem Umherlaufen à la Floyd ein Riegel vorgeschoben. Die Rätsel sind durchweg logisch und ihre Lösung ist zumindest in der Demo meist recht schnell zu finden. Die deutschen Stimmen der Figuren sind allesamt professionell, vor allem Aprils Part ist meiner Meinung nach hervorragend besetzt. Die Dialoge sind recht lang aber durch Aprils teilweise etwas freches Auftreten auch unterhaltsam. Alle geführten Gespräche lassen sich übrigens jederzeit nochmals nachlesen. Die gerenderten Zwischensequenzen sind sehr gut gelungen und stellen keinen Bruch zur Spielgrafik dar. Auch die exzellente Musikuntermalung trägt zur Atmosphäre des Spiels bei.
Alles in allem also ein potentieller Hit-Kanditat, der alle Freunde klassischer Adventures begeistern wird!
Link zu dieser Preview Seite...
Preview
Test:
The Longest Journey (FunCom / Egmont Int.)
getestet von Mario Müller
Klassisches Adventure - Was ist das?
Die Zeiten klassischer Adventure-Highlights sind vorbei. Selbst LucasArts konzentriert sich immer mehr auf Star Wars-Umsetzungen oder lässt Indy und Guybrush in 3D-Welten zum Kampf gegen das Böse antreten. Dass das Genre der klassischen 2D-Adventures aber noch lange nicht ausgestorben ist, beweist "The Longest Journey" vom norwegischen Entwickler FunCom. Und da man davon ausgeht, dass im Zeitalter der 3D-Shooter, Action-Adventures und Strategiespiele kein Mensch mehr weiß, was ein Adventure überhaupt ist, wird es im Handbuch nochmal erklärt:
Es gibt keine Extrawaffen, keine Sprengsätze, keine Monster ... Moment - Monster gibt es natürlich. Aber im Gegensatz zu anderen Spielen setzen Sie in The Longest Journey Ihr Gehirn als schärfste Waffe ein ... und es ist auch Ihr wichtigstes Hilfsmittel. Im Adventure gilt es, Rätsel zu lösen, neue Welten zu erkunden und mit einer Vielzahl fremdartiger Wesen Kontakt aufzunehmen. [...] Ah, so ist das also... Klingt aber irgendwie nach Arbeit: Denken statt Ballern? Keine Angst, kein Spiel hat mir in letzter Zeit so viel Spaß gemacht wie The Longest Journey. Keine langweiligen Passagen, wie in Gabriel Knight 3, kein zielloses Umherirren wie in Discworld Noir und keine anstrengende Steuerung, wie in Final Fantasy VIII. Kurz: Das Spiel macht ganz einfach Spaß! Dazu trägt unter anderem die fantastische Story bei:
Könntest Du eventuell die Welt retten?
Man kennt das ja: In jedem Spiel immer das Gleiche: Man soll doch bitte mal eben die Welt retten und die Menschheit vor dem Untergang bewaren. Die Macher von The Longest Journey haben es sich nicht so einfach gemacht und die lustige Idee gehabt, dass die Protagonistin in ihrem Spiel gleich 2 Welten retten muss. Ach nein, Moment... So neu ist das gar nicht - Das hatten wir ja in Outcast schonmal... Aber lassen wir mal den an dieser Stelle wirklich nicht fairen Sarkasmus beiseite. Die hervorragend durchdachte Story könnte locker für einen spannenden Kinofilm herhalten und sorgt durch die Verknüpfung von Mythen & Magie mit moderner Technik & Zukunftsvisionen vor allem für eine Menge Abwechslung im Spiel. Aber der Reihe nach: Die technologisch weit entwickelte Welt Stark und das eher mittelalterlich anmutende Arcadia, befinden sich seit Jahrtausenden im Gleichgewicht. Damit dabei nichts schief geht wacht ein alle 1000 Jahre neu bestimmter Hüter über die Ausgewogenheit der beiden Welten. Dummerweise gibt es eine Gruppierung in Stark, die dem gewohnten Gang der Dinge ein paar Steine in den Weg legt und Stark und Arcadia zu einer Welt wiedervereinigen möchte, aus der sie ehemals entstanden waren. Deshalb haben Sie den Amtsantritt des neuen Hüters verhindert, was dem Gleichgewicht alles andere als gut bekommen ist. Warum nun ausgerechnet die achtzehnjährige April Ryan das Ganze als einzige wieder ins Lot bringen kann, weiß zu Beginn des Spiels niemand so genau. Am allerwenigsten sie selbst. Schließlich ist sie gerade erst von zu Hause abgehauen und möchte sich an der Kunst-Akademie bewerben, womit sie genug eigene Sorgen hätte. Wie sich herausstellt hat sie aber die besondere Gabe zwischen den Welten Stark und Arcadia hin- und herzureisen. Und auch wenn sie diese Fähigkeit noch nicht kontrollieren kann und eigentlich lieber überhaupt nichts mit der ganzen Sache zu tun hätte, begibt sie sich schließlich auf eine lange Reise... Vielleicht die längste ihres Lebens?
Wahre Grafikpracht
The Longest Journey ist ein echtes klassisches 2D-Adventure und kommt ohne jeglichen dreidimensionalen Schnickschnack aus. Na schön: 3D-Karten werden tatsächlich unterstützt und beschleunigen den Spielablauf wohl etwas, aber dennoch steuert man April von einem vorgerenderten Bildschirm zum nächsten. Trotzdem oder gerade deswegen gehören die einzelnen Schauplätze - vor allem in Arcadia - zum Stimmungsvollsten was mir seit langem in einem Spiel untergekommen ist. Hin und wieder kommt, wie in Baphomtes Fluch, Scrolling in mehreren Ebenen zum Einsatz, aber vor allem die zahlreichen Animationen lassen die Schauplätze lebendig erscheinen. Egal ob wogende Wellen auf dem Meer, vorbeifliegende Raumgleiter in Stark oder durch den Park spazierende Menschen. - Überall ist etwas los. Auch die authentische Geräuschkulisse sorgt für hohen Realismus. Die stimmungsvolle Musik wird zwar etwas sparsam eingesetzt, kann aber durch wunderschöne orchestrale Klänge begeistern. Die zahlreichen gerenderten Zwischensequenzen sorgen zusätzlich für Atmosphäre und reichen qualitativ durchaus an die Referenzklasse von Final Fantasy VIII heran.
Knifflige Rätsel, aber leicht zu lösen?
Ich muss zugeben der oben stehende Satz mag nicht viel Sinn ergeben und etwas verwirrend klingen, aber er beschreibt sehr treffend die zu lösenden Puzzles in The Longest Journey. Die Rätsel sind ja meistens das Hauptproblem in einem Adventure. Allzu einfach soll es ja nicht werden, bleibt man aber zu häufig an einem Rätsel hängen sinkt die Motivation in den Keller. Zugegeben: Auch bei The Longest Journey halten sich logische Puzzles und eher abgedrehte Kombinationen der Gegenstände in etwa die Waage. Die Zauberformel stellt aber das perfekte Interface dar. Während bei vergleichbaren Spielen (man denke an Gabriel Knight III oder noch viel schlimmer: Floyd) oft zahlreiche Mausklicks zur Kombination von Gegenständen nötig sind, geht dies bei The Longest Journey recht einfach von statten. Am praktischsten sind die zahlreichen Hotkeys im Spiel. Mit den Tasten "A" und "S" lässt sich der Mauscursor ganz einfach in die verschiedenen Gegenstände des Inventars verwandeln. Und ganz wichtig: Sobald man zwei Gegenstände zusammenführt, die sich wirklich kombinieren lassen, beginnt der Cursor zu blinken. Andere Kombinationen lassen sich erst gar nicht ausprobieren. Damit wird nicht nur der gefürchteste Satz jedes Adventure-Spielers ("Das funktioniert nicht." vermieden, es ist auch ganz einfach beim Betreten eines neuen Schauplatzes einfach alle Gegenstände aus dem Inventar mit den anderen Objekten zu benutzen, um zu sehen, wo sich etwas kombinieren lässt.
Ein Interface, wie aus dem Bilderbuch
Auch ansonsten ist die Steuerung wunderbar einfach gehalten: Ein Mausklick auf eine Person oder einen Gegenstand lässt, ebenso wie beispielsweise in Monkey Island 3, die Wahl zwischen den Befehlen "Untersuchen", "Reden / Essen" und "Aufnehmen / Benutzen". Sollte eine dieser Aktionen nicht möglich sein, ist das entsprechende Icon erst gar nicht verfügbar. Eine weitere Hilfe im Spiel: Wer Angst hat einen Ausgang in einem Bild zu übersehen, kann sich diese ganz einfach mit der Taste "X" anzeigen lassen. Sehr schön! Für ungeduldige Menschen gibt es bei dem Übergang zu einem anderen Bildschirm die Möglichkeit April per Doppelklick einen Sprint hinlegen zu lassen. Manchmal sind die Schauplätze aber so riesig, dass es trotzdem noch ein Weilchen dauert, bis unsere Heldin den Ausgang erreicht. Ein direkter Wechsel in die nächste Szene per Rechtsklick wäre hier das berühmte "Tüpfelchen auf dem I" gewesen. Dafür sind Ladezeiten praktisch nicht vorhanden und auch das Speichern ist in Sekundenschnelle erledigt. Sollte man einmal gar nicht weiterwissen, was denn als Nächstes zu tun ist, lohnt sich ein Blick in Aprils Tagebuch, wo man neben meist sehr humorvollen Anmerkungen zum Verlauf der Story auch fast immer einen Hinweis auf die als nächstes anstehenden Aufgaben findet. Meistens ist aber ohnehin klar, was zu tun ist, da die Anzahl der verschiedenen Schauplätze immer überschaubar bleibt und Orte, an denen nichts mehr zu tun ist, sinnvollerweise aus den Übersichtskarten gelöscht werden.
Das "Talkshow-Syndrom"
"Hoppla, da wird aber ganz schön viel geredet.", könnte manch einer zu Beginn des Spieles erschreckt feststellen. Zugegeben: Die Dialoge in The Longest Journey sind einer der Schwerpunkte im Spiel und meistens auch sehr ausführlich. Dafür sind sie aber oft sehr unterhaltsam, das Spiel nimmt sich eben selbst nicht immer ganz ernst. Als April versucht einen der grimmigen Wachroboter in Stark mit weiblichem Charme zu beeinflussen, macht dieser ihr in trockener Maschinensprache klar, dass das leider nicht funktioniere, da er schwul ist. Und wenn Mrs. Ryan später im Spiel die sprechende Krähe als Begleiter gewinnt, sprühen die Unterhaltungen nur so vor Ironie und Sarkasmus. Ein ganz dickes Lob hat sich Egmont-Interactive für die Synchronisation verdient. Nicht nur die Übersetzung ist einwandfrei, auch die Rollen sind allesamt hervorragend mit professionellen Sprechern besetzt.
Fazit: Kaufen!
Selten hat es sich so ausgezahlt ein Adventure vor Schreiben des Tests wirklich komplett durchzuspielen, wie bei The Longest Journey. Je mehr ich mich der letzten von insgesamt 4 CDs näherte, umso mehr zog mich die fesselnde Story und die Atmosphäre des Spiels in Ihren Bann. Auch an die zahlreichen Dialoge hatte ich mich schnell gewöhnt und so fiel schließlich das ursprünglich geplante Minus hinter unserer Spielspass-Note "1" weg. Zusammengefasst also ein ebenso spannendes wie atmosphärisches Abenteuer mit einer sympathischen Heldin, wunderschöner Grafik, hervorragendem Interface und einem ordentlichen Schuss Humor. Wer kann dazu schon nein sagen?
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Testseite
Signatur Viele Grüße, Jürgen
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