Rafa  Champions League
     

Status: Offline Registriert seit: 21.06.2005 Beiträge: 870 Nachricht senden | Erstellt am 12.07.2005 - 19:29 |  |
München/London - Die Bundesliga ist um einen Supertechniker ärmer.
Erstmals seit seinem Wechsel vom VfB Stuttgart zum FC Arsenal hat sich der Weißrusse nun zu den Gründen für seinen Weggang aus der Bundesliga geäußert.
"Ich will Titel gewinnen. Arsenal wird um die englische Meisterschaft, den FA-Cup und die Champions League mitspielen", erklärt der 24-Jährige.
Abschied aus Stuttgart nur schweren Herzens
Dennoch hat Hleb die Schwaben nur schweren Herzens verlassen. "Ich habe den VfB, die Stadt und auch die Fans lieben gelernt, aber die Versuchung für einen europäischen Topklub zu spielen, war zu groß", sagt Hleb, der rund 15 Millionen Euro Ablöse kostete.
Ausschlaggebend war offenbar vor allem die vergangene Spielzeit: "Jeder, der mit dem VfB in irgendeiner Weise verbunden ist, war nach der Saison frustriert", meint der Mittelfeldspieler. "Unser Ziel war die Champions League und dann sind wir plötzlich Fünfter geworden."
Enttäuschung und Selbstkritik
Die Enttäuschung darüber ist dem gebürtigen Minsker noch immer anzumerken. "Wir standen oft in der Kritik. Und ich weiß auch, dass ich nicht konstant auf einem hohen Level gespielt habe. Ich habe stagniert", kristisiert er sich selbst.
"Ich glaube, es war die richtige Zeit für mich zu wechseln. Ich brauche eine neue Herausforderung, um den nächsten Schritt in meiner Karriere zu machen", stellt der Rechtsfuß fest, der fünf Jahre am Neckar kickte.
Hleb hofft auf mehr Freiheiten bei den "Gunners"
Hleb erhofft sich mehr Freiheiten bei den "Gunners". "Es war manchmal schon unglaublich, wie hart ich in der Bundesliga angegangen worden bin. Bei Arsenal gibt es einige Spieler, auf die mehr geachtet wird als auf mich", sagt der 18-fache Nationalspieler, der mit 14 Assists neben Roy Makaay und Marcelinho in der vergangenen Saison der beste Vorlagengeber in der Bundesliga war.
"Bei Arsenal gibt es nur Stars. Ich freue mich schon darauf, mit den Weltklassespielern Thierry Henry, Patrick Vieira und Dennis Bergkamp zusammen zu spielen."
"Ich muss mehr Tore schießen"
Aber dass er noch einiges Lernen muss, weiß Hleb auch: "Ich muss einfach mehr Tore schießen. Daran muss ich arbeiten. Seit ich angefangen habe Fußball zu spielen, war es mein Instinkt, für andere aufzulegen. Das liegt mir irgendwie im Blut."
Der international renommierte Trainer Arsene Wenger könnte genau der Richtige sein, um die zuletzt stagnierende Entwicklung wieder in Gang zu bringen, glaubt Hleb. "Ich bin überzeugt, dass er einen noch besseren Spieler aus mir machen kann. Er ist bekannt für sein schnelles und spektakuläres Spiel und das ist auch mein Spiel."
Harte Konkurrenz
Die Frage ist allerdings, wo Wenger ihn aufstellen wird. Beim VfB spielte Hleb meist im linken offensiven Mittelfeld. Und dort ist die Konkurrenz beim Klub von Nationaltorwart Jens Lehmann groß. Robert Pires, Robin van Persie, Lauren und auch Bergkamp können diese Position ebenfalls bekleiden.
Aber Hleb vertraut auf seinen neuen Coach. "Ich habe nicht lange gebraucht, um festzstellen, dass Wenger der richtige Trainer für mich ist."
Chlesea hatte das Nachsehen
Das war sicherlich auch ein Grund, warum der Mittelfeldspieler nicht zum FC Chelsea gewechselt ist. "Sie hatten großes Interesse an mir und ich habe mich sehr geschmeichelt gefühlt", so Hleb. "Aber ich habe mich schon sehr früh dafür entschieden, zu Arsenal zu gehen. Ich glaube, das ist der ideale Klub für mich."
Am 14. August startet Hleb nun mit den "Gunners" in die Premier League, und zwar in Highbury gegen Newcastle United. Und die Vorfreude beim Weißrussen ist groß: "Ich kann es kaum abwarten, im Arsenal-Trikot zu spielen."
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