OrgelsPieter  User
 

Status: Offline Registriert seit: 02.03.2008 Beiträge: 4 Nachricht senden | Erstellt am 11.05.2008 - 14:54 |  |
Hei und einen Schönen Pfingstsonntag, 
ich habe eine Frage zu der 20 er Höffle Orgel.
Die Kernschräge auf Seite 62 verstehe ich nicht ganz.   
Bei der gedeckte Pfeife ist die Kernschräge ca. 45‘ und die Blättchenhöhe 2-3 mm,
OK das kann ich Nachzeichen.
Aber die offenen Pfeifen habe zwei Kernschrägen und welche, und wo fangen die schrägen an.
Auf der Seite 61 habe ich das gleiche Problem,
und sind die 15 mm von unten bei allen Pfeifen (offen und gedeckt) gleich. 
Und wie sehen die Baß Pfeifenkerne aus. 
Ich hoffe dass mir jemand helfen kann.
Ich würde mich sehr freuen.
Mfg. Pieter 
[Dieser Beitrag wurde am 12.05.2008 - 09:56 von OrgelsPieter aktualisiert]
Signatur Ein schöner Orgelsgruß
vom Pieter |
sternschnuppie Stammgast
  

Status: Offline Registriert seit: 04.11.2006 Beiträge: 9 Nachricht senden | Erstellt am 23.05.2008 - 09:11 |  |
Hallo
Ich würde mir nicht zu viele Gedanken über die Kernschräge, wie es bei der Bauanleitung von Höffle beschrieben ist machen.
Egal ob offene Pfeifen oder gedeckte Pfeifen, die kleineren Pfeifen werden so fumelig und unhandlich, das die Kernschräge der offenen Pfeife wie sie Höffle aufzeichnet kaum noch umsetzbar ist.
Ich fertige nur die drei tiefen Basspfeifen F, B und c° so an, egal ob es eine offene oder eine gedeckte Pfeife ist.
Das mit der Länge der 15mm ist theoretisch egal, auch wenn es 100cm wären die Pfeife spricht trotzdem gleichschnell an. Das ist wie mit einem Wasserschlauch in dem schon Wasser ist, es wird einfach nur nachgedrückt, in dem Moment wo jemand am Hahn dreht ist das Wasser vorne schon da, selbst wenn 20 Meter Schlauch dazwischen liegen, genauso wie mit dem Wasser ist es mit der Luft, Luft ist auch einfach schon da. Natürlich sollte man das Platzproblem und die Optik in einer Drehorgel berücksichtigen und deswegen alles möglichst klein halten.
So und nun zur Blättchenhöhe:   damit kann nur die Kernspalte gemeint sein und die ermittelt man nicht indem man Karton zwischen Kern und Vorschlag klebt. Das ist fatal und hat nichts mit Intonation zu tun. Im Orgelbau wird Papier auf dem Kern mit Wasserverdünnten Leim aufgeleimt aber nicht um die Kernhöhe zu ermitteln sondern bei eventuellen späteren Nachintonieren den Vorschlag wieder entfernen zu können (wenn der Vorschlag aufgeleimt wird), ohne die Pfeife kaputt zu machen.
Die Kernhöhe wird gefeilt, die Feile soll flach auf dem Labium liegt und eine Flucht mit der Kernspalte bildet und dann wird gefeilt immer schön gleichmäßig solange bis ein saubere Ton zustande kommt.
Vieleicht helfen dir diese 3 Links etwas weiter, so würde ich zwar nie eine Pfeife bauen ist aber vieleicht zum verständnis ganz interessant.
http://de.youtube.com/watch?v=-mibK_Dp- … re=related
http://de.youtube.com/watch?v=hsoVXMOZR … re=related
http://de.youtube.com/watch?v=OoG_d0n_8 … re=related
Schöne Grüße
Markus
|