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Anne ...



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...   Erstellt am 13.05.2009 - 11:02Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen



Christo und Jeanne-Claude vor einer vorbereitenden Zeichnung für ihr Projekt „Over the River“, an dem sie seit 1992 arbeiten und das sie in Lausanne in einer Ausstellung in der Fondation de l’Hermitage in Lausanne noch bis zum 24. Mai präsentieren. Foto: picture dpa



Eine poetische Erfindung des Künstlers


Christo und Jeanne-Claude über die Luftbrücke, „Wrapped Magazines“ und die Liebe zu ihren Langzeitprojekten.
Das Care-Paket war damals ein Zeichen der Freundschaft zwischen Amerika und Deutschland – drei Jahre nach dem Krieg. Ist dieses Kunstwerk, das als Dauerleihgabe ins Deutsche Historische Museum geht, auch ein Zeichen der Freundschaft?

CHRISTO: Ich kann Ihnen sagen, wie es dazu kam. Wir bekamen einen Brief von zwei guten Freunden, die für unsere Arbeit in Deutschland sehr wichtig sind, Prof. Dr. Rita Süssmuth und der ehemalige Bundestagesabgeordnete Heribert Scharrenbroich. Sie sind beide im Vorstand von Care Deutschland-Luxemburg. Sie haben entscheidend dazu beigetragen, dass wir den Reichstag verhüllen durften. Herr Scharrenbroich hat damals eine sehr wichtige Rede in der Debatte im Deutschen Bundestag im Februar 1994 gehalten. Sie fragten uns, ob wir ihnen mit einem Kunstwerk helfen könnten, das sie für ein Projekt von Care verkaufen könnten. Ganz einfach. Im letzten Jahr zum Geburtstag der Luftbrücke habe ich viele „Wrapped Magazines“ mit Covern von LIFE, Look, Spiegel zu dem Thema gestaltet.

JEANNE–CLAUDE: Die ersten „Wrapped Magazines“ entstanden 1961.

CHRISTO: Die Idee war, eine „Wrapped Magazine“-Skulptur zu machen, die ein Cover des LIFE-Magazines von 1948 hat. Wir gingen ins Archiv von LIFE, aber es gab kein Cover von LIFE mit einem Luftbrückenbild. LIFE hatte immer Filmstars auf dem Cover. Die Nummer mit den ersten großen Fotos von der Luftbrücke im LIFE-Magazine zeigte Marlene Dietrich auf dem Cover. Ich nahm also das historische Foto mit dem Flugzeug und den zuschauenden Kindern, vergrößerte es und schuf so ein neues LIFE-Cover mit diesem Bild. Dann habe ich die ganzen Texte des Originals wieder hineinmontiert.

Das erklärt einiges. Wir haben nach dem Original mit Hilfe der Staatsbibliothek Berlin geforscht, aber sie fanden kein Magazin mit dem Flugzeug auf dem Titel.

CHRISTO: (lacht) Es sind verschiedene LIFE-Magazines aus dem Jahr 1948 darin.

JEANNE-CLAUDE: Es ist eine poetische Erfindung des Künstlers.

Dieses berühmte Foto von Henry Ries wurde zur Ikone der Luftbrücke.

CHRISTO: Es ist ein wunderbares Foto. Aber ich musste es dem Format anpassen. Es ist ein sehr grafisches Foto. Das Flugzeug nimmt großen Raum ein, schwarz-weiß. Es sieht sehr unmittelbar unter dem Plastikmaterial aus.

Wenn Sie heute an die Luftbrücke denken, was ist Ihre erste visuelle Assoziation?

CHRISTO: Als das geschah, lebte ich im kommunistischen Bulgarien. Ich erinnere mich vage, dass damals darüber geredet wurde. Ich war damals 13 Jahre alt.

Und Sie, Jeanne-Claude?

Ich war auch 13 Jahre alt, wir wurden ja am gleichen Tag geboren. Ich lebte in Bern in einem sehr neutralen Land, mein Vater war Militärattaché an der französischen Botschaft, und ich war mir damals keines historischen oder politisch bedeutenden Ereignisses bewusst, ich war eben 13 Jahre alt.

Warum haben Sie LIFE gewählt?

CHRISTO: Es war eine sehr bekannte Publikation. Ich fand es grafisch sehr eindrucksvoll. Heute sind die Magazine so bunt, und am Kiosk sieht es aus wie auf dem Basar. Schwarz-Weiß und Rot waren damals sehr machtvoll in der Wirkung.

War es schwer, die historischen Ausgaben zu bekommen?

JEANNE-CLAUDE: Wir haben sie einfach gekauft.

CHRISTO: Es hat uns einen Monat gekostet, bis wir sie alle zusammenhatten.

JEANNE-CLAUDE: Wir haben sie via Internet gekauft, hier und da. Nein, Christo hat sie nicht gekauft. Mein Assistent hat sie gekauft, denn Christo weiß nicht, wie man den Computer einschaltet.

Wenn Sie ein Projekt planen, machen Sie ja vorbereitende Zeichnungen. Aber das Projekt „Wrapped FlakTower“ in Wien wird nicht verhüllt.

CHRISTO: Nach meiner Flucht habe ich in den 50er Jahren sechs Monate in Wien gelebt. 1974 hatten wir während einer großen Ausstellung in Wien diskutiert, ob wir etwas in Wien tun sollten. 1976 hatte ich vorgeschlagen, die Flaktürme in Wien zu verhüllen, die sehr massiv in der Landschaft stehen. Aber wir bekamen nie die Erlaubnis. Es ist eines der wenigen Projekte in über 45 Jahren, das nicht verwirklicht wurde.

Sind Sie enttäuscht, wenn Sie ein Projekt nicht realisieren können?

CHRISTO: Es ist nicht enttäuschend. Wir wollten die Türme gerne 1976 verhüllen. Aber sie sind jetzt nicht mehr in unserem Herzen. Das Reichstagsprojekt ist drei Mal abgelehnt worden, aber wir waren trotzdem immer noch daran interessiert.

JEANNE-CLAUDE: „The Gates“ wurden auch abgelehnt, aber sie blieben in unseren Herzen. Es hängt immer davon ab, ob es noch in unserem Herzen lebt.

Was macht Sie so sicher, dass Sie das bekommen, was Sie möchten?

http://www.tagesspiegel.de/kultur/Christo-Jeanne-
Claude-Luftbruecke;art772,2795359


Das Gespräch führte Rolf Brockschmidt

(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 12.05.2009)




Anne ...



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...   Erstellt am 13.05.2009 - 11:10Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen



Bezugsquelle - ab 0,99 Cent

Als der bulgarische Emigrant Christo 1958 die Generalsgemahlin de Guillebon porträtierte und sich anschließend in die Tochter Jeanne-Claude verliebte, trat ein wichtiger, seine Kunst färbender Faktor in sein Leben: die Einsicht, dass vieles (auch in der Kunst) nur MACHTKAMPF mit Provinzfürsten ist. Man erinnere sich an die aktuellen Debakel, welche Stararchitekten wie Daniel Libeskind oder Peter Eisenman zu durchleiden haben. Ein Weiteres aus dem Leben des Christo Vladimirov Javacheff fällt ein: die bulgarische Regierung hatte ihn dereinst beauftragt, entlang der Bahnstrecke des Orientexpresses Potemkinsche Dörfer zu installieren, die den Touristen Wohlstand vorgaukeln sollten; es macht Spaß, Erkundungen in dieser Christo-Biographie einzusammeln ...




besucherin
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...   Erstellt am 13.05.2009 - 11:23Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Anne,

ich nahm mir den freiheit, ein paar bilder von Christos berliner aktion beizusteuern.





verpackte Reichstag




<rainer>
unregistriert

...   Erstellt am 13.05.2009 - 14:19Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Da habt ihr wieder einen artikel gut kopiert. so kann man ein forum auch füllen. tröstet euch, ihr seit mit der art nicht alleine.




besucherin
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...   Erstellt am 13.05.2009 - 14:42Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


*rainer*,

ganz einfach:

anmelden hier und besser machen.
bin schon neugierig.




werner43 ...



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...   Erstellt am 13.05.2009 - 16:41Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


schrieb

    Da habt ihr wieder einen artikel gut kopiert. so kann man ein forum auch füllen. tröstet euch, ihr seit mit der art nicht alleine.


Dazu nur soviel:
Solang die Quelle angegeben wird und nicht der Eindruck erweckt werden soll, es sei ein eigener Beitrag ist dagegen eigentlich nicht viel zu sagen.
Ich denke, das wird in diesem Forum schon richtig gemacht. Meistens wenigstens.


Werner

[Dieser Beitrag wurde am 13.05.2009 - 16:45 von werner43 aktualisiert]




besucherin
unregistriert

...   Erstellt am 13.05.2009 - 16:43Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


oh my goodness.......ich vergaß den copyright anzugeben.

wie immer bei mir.




Ingeborg ...



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Beiträge: 739
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...   Erstellt am 14.05.2009 - 08:55Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


schrieb

    Da habt ihr wieder einen artikel gut kopiert. so kann man ein forum auch füllen. tröstet euch, ihr seit mit der art nicht alleine.


Rainer, wenn schon...denn schon:

...ihr seid mit "d" bitte.

Ingeborg





Signatur
lasst uns wachsam sein

Anne ...



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...   Erstellt am 14.05.2009 - 09:10Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


rainer schrieb

    Da habt ihr wieder einen artikel gut kopiert. so kann man ein forum auch füllen. tröstet euch, ihr seit mit der art nicht alleine.


Hallo Rainer,

ich kopiere gern die Headlines des Tagesgeschehen aus der Presse und sage meine Meinung zum Thema, um zu einer Diskussion anzuregen.
Es gibt meines Erachtens keine andere Möglichkeit, um auf Aktuelles aufmerksam zu machen.
Hast Du eine andere Idee?
Die Nachrichten liefern uns den Stoff aus dem ein Forum besteht. Wie lebendig es wird, liegt dann an jedem Mitglied und jedem Gast - auch Dir.
Einen schönen Tag.

Anne





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